DE19945724A1 - Unterfederung für Matratzen oder dergleichen und Verwendung derselben - Google Patents
Unterfederung für Matratzen oder dergleichen und Verwendung derselbenInfo
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Abstract
Herkömmliche Unterfederungen von Matratzen oder dergleichen verfügen über ein festgelegtes Federungsverhalten. Das kann bei Personen, die längere Zeit in einem Bett liegen, beispielsweise Kranke, zum sogenannten Dekubitus führen. DOLLAR A Die erfindungsgemäße Unterfederung verfügt über längliche Balkenelemente (10), die eine Vielzahl von Aufnahmen (20) zur Verbindung von Leisten (11) mit den Balkenelementen (10) aufweisen. Dadurch ist es möglich, die Leisten (11) in der Position zu verändern, indem sie bei Bedarf in andere Aufnahmen (12) der Balkenelemente (10) eingesteckt werden. Darüber hinaus ist erfindungsgemäß vorgesehen, die Federeigenschaften der elastischen Balkenelemente (10) durch zusätzliche Federn (45) oder Füllstücke (39) zu verändern. DOLLAR A Die erfindungsgemäße Unterfederung dient vor allem zur Dekubitusprophylaxe. Die erfindungsgemäße Unterfederung kann als einzige besondere Unterfederung in Betten vorgesehen sein oder auf einer konventionellen Unterfederung von Betten angeordnet sein.
Description
Die Erfindung betrifft eine Unterfederung für Matratzen oder
dergleichen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Des weiteren
betrifft die Erfindung Balkenelemente einer solchen Unter
federung und Verwendungen der Unterfederung.
Es sind Unterfederungen für Matratzen oder dergleichen von
Schlaf-, Sitz- und. Liegemöbel bekannt, die federnde Leisten
aufweisen, welche an gegenüberliegenden Enden mit elastischen
Lagerkörpern an festen Rahmenteilen gelagert sind. Die Leisten
sind in festgelegten, üblicherweise gleichen Abständen am
Rahmen befestigt. Solche bekannten Unterfederungen üben deshalb
auf eine auf der Matratze oder dergleichen liegende Person
stets etwa die gleichen Auflagekräfte aus. Diese führen bei
Personen, die alters- oder krankheitsbedingt über längere Zeit
räume im Bett liegen müssen, zu Beeinträchtigungen - dem
sogenannten Dekubitus.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Unter
federung für Matratzen und eine Verwendung derselben zu
schaffen, die es ermöglicht, durch ein längeres Liegen von Per
sonen (Kranken und Alten) auftretende Dekubitus-Erscheinungen
zu vermeiden.
Eine Unterfederung zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe
weist die Merkmale des Anspruchs 1 auf. Demnach weist die
Unterfederung vorzugsweise in Längsrichtung der Matratze oder
dergleichen verlaufende elastische Balkenelemente zum Halten
der gegenüberliegenden Enden der Leisten auf, wobei die Balken
elemente eine Anzahl von Aufnahmen für die Enden der Leisten
aufweisen, die größer ist als die Anzahl der Leisten der Unter
federung. Dadurch wird es möglich, die Leisten der Unter
federung bedarfsgerecht zu positionieren. Die Leisten können
auf diese Weise solchen (unterschiedlichen) Stellen der Unter
federung zugeordnet werden, die die auf der Matratze oder
dergleichen liegende Person an weniger dekubitus-gefährdenden
Stellen unterstützen. Vor allem ist es möglich, die Position
wenigstens einiger Leisten so zu verändern, daß die auf der
Matratze oder dergleichen liegende Person an verschiedenen
Stellen unterstützt wird.
Gemäß einer Weiterbildung der Unterfederung, bei der es sich
auch um eine eigenständige Lösung der Aufgabe handeln kann, ist
vorgesehen, die Balkenelemente so auszubilden, daß ihre Elasti
zität veränderlich ist. Dadurch kann die Kraft, die die Unter
federung auf die Matratze oder dergleichen - und somit die
darauf liegende Person - ausübt, verändert werden. Vorzugsweise
ist die Elastizität der Balkenelemente im Bereich mindestens
einiger Leisten individuell, insbesondere unabhängig von
einander, veränderlich. Die Lagerung der Leisten an den Balken
elementen kann dadurch härter oder weicher eingestellt werden.
Es kann so die örtliche Verteilung der Auflagekräfte einer
Person auf der Matratze verändert werden, und zwar auch ohne
Veränderung der Position der Leisten in Längsrichtung der
elastischen Balkenelemente. Beispielsweise kann zunächst durch
Veränderung der Elastizität der Balkenelemente in den Bereichen
bestimmter Leisten eine Veränderung der Belastung der auf der
Matratze oder dergleichen liegenden Person vorgenommen werden
und erst dann, wenn dieses nicht mehr ausreichen sollte, eine
Veränderung der Position mindestens einer Leiste in Längs
richtung der elastischen Balkenelemente erfolgen.
Des weiteren ist vorgesehen, mindestens einigen Leisten
separate Federn zuzuordnen. Vorzugsweise befinden sich die
Federn an den mit den Balkenelementen verbundenen Endbereichen
der jeweiligen Leisten. Die Federn befinden sich demnach in den
Bereichen der Balkenelemente, wo sie die von diesen auf die
Enden der Leisten ausgeübten Federkräfte überlagern. Dadurch
kann die Federcharakteristik der elastischen Balkenelemente
mindestens in den Bereichen derjenigen Leisten, denen zusätz
liche Federn zugeordnet sind, individueller gestaltet oder ver
ändert werden.
Ein elastisches Balkenelement für eine Unterfederung zur Lösung
der eingangs genannten Aufgabe weist die Merkmale des Anspruchs
7 auf. Demnach wird jedes Balkenelement gebildet aus mehreren
(kurzen) Balkenabschnitten, insbesondere Balkenteilen, die in
Längsrichtung hintereinanderliegend zusammenkuppelbar sind. Es
läßt sich so aus gleichen Balkenabschnitten ein elastisches
Balkenelement beliebiger Länge bilden, so daß daraus Unter
federungen herstellbar sind, die insbesondere an die Länge von
Schlaf-, Sitz- oder Liegemöbeln anpaßbar sind. Durch die Bil
dung der elastischen Balkenelemente aus gleichen, kurzen
Balkenteilen können aus einer einzigen Form die Balkenteile
durch zum Beispiel Spritzgießen gebildet werden und daraus
beliebig lange elastische Balkenelemente zusammengesetzt
werden.
Des weiteren ist vorgesehen, die einzelnen Balkenteile zur
Bildung der elastischen Balkenelemente lösbar zusammenzu
kuppeln, und zwar vorzugsweise so, daß die Balkenteile biege
steif miteinander verbunden sind, so daß aus den zusammen
gekuppelten Balkenteilen durchgehende Balkenelemente entstehen,
und zwar beliebiger Länge.
Ein weiteres elastisches Balkenelement zur Bildung einer Unter
federung zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe weist die
Merkmale des Anspruchs 15 auf. Demnach ist jedes Balkenelement
gebildet aus zwei benachbarten Tragschenkeln, die durch einen
Steg miteinander verbunden sind. Dadurch läßt sich jedes
Balkenelement, insbesondere Balkenteil, einstückig durch zum
Beispiel Spritzgießen herstellen. Des weiteren verfügt jedes
Balkenteil zwischen den benachbarten und voneinander beabstan
deten Tragschenkeln über eine rinnenartige Längsnut, die bei
spielsweise zur Aufnahme zusätzlicher Federn dienen kann.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung des elastischen Balken
elements ist vorgesehen, den Steg zur Verbindung der Trag
schenkel als ein elastisches Scharnier auszubilden. Dadurch
können die beiden Tragschenkel in einer Ebene liegend her
gestellt werden und nach der Herstellung durch Verschwenken um
den elastisch ausgebildeten Steg in zwei parallele Ebenen
gelangen, so daß zwischen den beiden Tragschenkeln die rinnen
artige Längsnut entsteht. Auf diese Weise läßt sich das
Balkenelement, insbesondere ein Balkenteil zur Bildung des
Balkenelements, besonders einfach herstellen.
Des weiteren ist vorgesehen, am oberen Rand jedes Tragschenkels
des Balkenelements mehrere in Längsrichtung desselben mit
geringem Abstand aufeinanderfolgende Aufnahmen für einen End
bereich jeder Leiste anzuordnen. Durch die dadurch erzielte,
relativ enge Aufeinanderfolge der Aufnahmen für Endbereiche der
Leisten ist es möglich, dem Balkenelemente mehrere Aufnahmen
als erforderlich zuzuordnen, wodurch die Leisten bedarfsgerecht
in unterschiedliche Aufnahmen eingesteckt werden können und
dadurch die Abstände der Leisten untereinander individuell an
eine auf einer Matratze über der Unterfederung liegende Person
angepaßt werden können. Vor allem ist so eine Veränderung der
Position der Leisten möglich, wodurch wirksam die Gefahr eines
Dekubitus der auf der Matratze oder dergleichen liegenden
Person vermieden wird.
Es ist weiterhin vorgesehen, zwischen jeder Aufnahme und dem
die Unterseite der parallelen Tragschenkel verbindenden Steg
Federstrukturen vorzusehen. Diese Federstrukturen ermöglichen
eine nachgiebige Einfederung der gesamten Leiste bei einer
Belastung der Matratze durch eine darauf liegende Person. Jede
Federstruktur ist vorzugsweise durch mindestens einen schlauch
artigen, elastischen Federring gebildet. Vorzugsweise ist jeder
Federstruktur aus einem größeren Federring und über sowie unter
denselben angeordnete kleine Federringe gebildet. Die Feder
ringe sind in vertikaler Richtung untereinander verbunden,
wobei die oberen und unteren kleinen Federringe auch mit der
jeweiligen Aufnahme bzw. dem Steg verbunden sind. Weiterhin
kann es vorteilhaft sein, die Federstrukturen bzw. Federringe
mindestens teilweise in horizontaler Richtung miteinander zu
verbinden. Auf diese Weise erhalten die Tragschenkel durch die
in horizontaler und/oder vertikaler Richtung miteinander
verbundenen Federringe eine zusammenhängende, wabenartige
Struktur, wodurch die Balkenelemente in Längsrichtung über eine
verhältnismäßig große Verwindungssteifigkeit verfügt, und zwar
auch dann, wenn die Balkenteile der Balkenelemente aus einem
elastischen Material, insbesondere einem entsprechenden thermo
plastischen Kunststoff oder einem Elastomer gebildet sind.
Vorzugsweise sind auch die Aufnahmen untereinander verbunden,
und zwar vorzugsweise durch hochstehende Matratzenauflager.
Dadurch werden die Ränder der Matratzen in den Bereichen der
elastischen Balkenelemente mit geringfügigem Abtand über den
Leisten gehalten, was besonders vorteilhaft ist, wenn auf den
Leisten in regelmäßigen Abständen aufeinanderfolgende Feder
teller als Auflage für die Matratzen angeordnet sind.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nach
folgend anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine teilweise (vereinfacht)
dargestellte Unterfederung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf ein Balkenteil eines Balken
elements der Unterfederung,
Fig. 3 eine Draufsicht auf zwei miteinander verbundene
Balkenteile zur Bildung des Balkenelements,
Fig. 4 eine Seitenansicht eines Balkenteils der Fig. 2 und
Fig. 5 eine Stirnansicht eines Balkenteils der Fig. 2 bis
4,
Fig. 6 ein Balkenteil in einer perspektivisch dargestellten
Produktionsstellung,
Fig. 7 eine perspektivisch dargestellte Feder,
Fig. 8 eine Stirnansicht der Feder der Fig. 7, und
Fig. 9 ein perspektivisch dargestelltes Füllstück.
Die hier gezeigte Unterfederung dient zur Aufnahme mindestens
einer Matratze oder dergleichen eines Betts, eines Liegemöbels
oder eines Sitzmöbels.
Die Unterfederung verfügt über zwei mit Abstand parallel
zueinander in Längsrichtung des Betts oder dergleichen ver
laufende Balkenelemente 10. Die Balkenelemente 10 sind gleich
ausgebildet und begrenzen gegenüberliegende Längsränder der
Unterfederung. Des weiteren verfügt die Unterfederung über
mehrere Leisten 11. Die untereinander gleich ausgebildeten
Leisten 11 verlaufen mit parallelem Abstand zueinander quer
gerichtet zu den Balkenelementen 10 und verbinden dieselben.
Die Leisten 11 sind an gegenüberliegenden Endbereichen mit den
Balkenelementen 10 der Unterfederung verbunden. Des weiteren
verfügt die Unterfederung über den Leisten 11 zugeordnete,
federnde Auflageteller 12, von denen in der Fig. 1 nur einige
schematisch dargestellt sind. Jeder Leiste 11 sind mehrere Auf
lageteller 12 in vorzugsweise gleichmäßigen Abständen zuge
ordnet, wobei die Auflageteller 12 benachbarter Leisten 11
vorzugsweise derart zueinander versetzt sind, daß die Auflage
teller 12 benachbarter Leisten 11 sich auf Lücke zueinander
befinden.
Jedes der gleich ausgebildeten Balkenelemente 10 ist gebildet
aus einer bestimmten Anzahl gleicher Balkenteile 13, die in
Längsrichtung des jeweiligen Balkenelements 10 hintereinander
liegend angeordnet und durch jeweils mehrere lösbare Steck
verbindungen 14 miteinander verbunden sind. Die gleichen
Balkenelemente 10 sind jeweils im Querschnitt U-förmig ausge
bildet (Fig. 5). Demnach verfügt jedes Balkenelement 10 über
zwei mit Abstand parallel zueinander verlaufende Tragschenkel
15, 16, die vertikalgerichtet in Längsrichtung des Balken
elements 10 verlaufen. Gegenüberliegende Außenseiten der Trag
schenkel 15 und 16 begrenzen vertikale Ränder des Balken
elements 10. Die beiden Tragschenkel 15 und 16 des Balken
elements 10 sind an ihrer Unterseite verbunden durch einen
horizontalen Steg 17. Der Steg 17 bildet dadurch eine Unter
seite 18 des jeweiligen Balkenelements 10. An den oberen,
freien Rändern sind die Tragschenkel 15 und 16 miteinander
nicht verbunden. Dadurch entsteht zwischen den Tragschenkeln 15
und 16 eine in Längsrichtung der Balkenelemente 10 durch
laufende rinnenartige Längsnut 19.
Jeder der im wesentlichen gleich ausgebildeten Tragschenkel 15
und 16 des Balkenelements 10 bzw. der zur Bildung derselben
dienenden Balkenteile 13 verfügt über mehrere Aufnahmen 20 für
jeweils einen Endbereich einer Leiste 11, die in einer gleichen
horizontalen Ebene liegen. Die Aufnahmen 20 sind in Längs
richtung des Balkenelements 10 aufeinanderfolgend angeordnet,
und zwar mit jeweils einem geringfügigen Abstand untereinander,
wobei der Abstand zwischen zwei benachbarten Aufnahmen 20
vorzugsweise jeweils gleich groß ist, und zwar auch zwischen
zwei benachbarten Balkenteilen 13. Im gezeigten Ausführungs
beispiel ist der Abstand zwischen zwei Aufnahmen 20 etwa halb
so groß wie die Abmessung der jeweiligen Aufnahme 20 in Längs
richtung des Balkenelements 10. Dadurch weisen die Aufnahmen 20
einen verhältnismäßig geringen Abstand voneinander auf, der
kleiner ist als der gewöhnliche Abstand zwischen benachbarten
Leisten 11. Hierdurch ist es möglich, den Abstand der Leisten
11 untereinander beliebig zu verändern durch ein Einstecken der
Endbereiche der Leisten 11 in verschiedene der überzähligen
Aufnahmen 20 (Fig. 1). Überzählige Aufnahmen 20 bedeutet in
diesem Zusammenhang, daß die Anzahl der in Längsrichtung des
Balkenelements 10 aufeinanderfolgenden Aufnahmen 20 größer ist
als die Anzahl der zur Bildung der Unterfederung erforderlichen
Leisten 11.
Die Aufnahmen 20 sind hülsenartig ausgebildet. Sie umgeben
dabei formschlüssig den jeweiligen Endbereich einer Leiste 11,
die durch einen von der jeweiligen Aufnahme 20 einge
schlossenen, hier ovalen, Hohlraum geschoben ist. Die Längs
mittelachse des Hohlraums der jeweiligen Aufnahme 20 befindet
sich in Deckung mit der Längsmittelachse der jeweiligen Leiste
11 und verlaufen mithin quergerichtet zur Längserstreckungs
richtung des jeweiligen Balkenelements 10. Die Aufnahmen 20 an
den zueinandergerichteten Tragschenkeln 15 der mit Abstand
parallel zueinander verlaufenden Balkenelemente 10 gegenüber
liegender Längsseiten der Unterfederung sind durchgängig, das
heißt der jeweilige Endbereich einer Leiste 11 ist durch die
ringförmige Aufnahme 20 an den Oberseiten der Tragschenkel 15
hindurchsteckbar. Demgegenüber sind die Aufnahmen 20 der außen
liegenden Tragschenkel 16 an den äußeren Stirnseiten durch eine
Stirnwandung 21 verschlossen. Diese dient als Anschlag für
jeweils ein Ende der in die Aufnahmen 20 der äußeren Seiten
wandungen 16 eingeschobenen Leisten 11. Aufgrund der
beschriebenen Ausbildung der Aufnahmen 20 und die Bildung der
Balkenelemente 10 aus zwei parallelen Tragschenkeln 15 und 16
ist der Endbereich jeder Leiste 11 in zwei voneinander
beabstandeten Aufnahmen 20, nämlich des Tragschenkels 15 einer
seits und des Tragschenkels 16 andererseits, mit jedem Balken
element 10 verbunden und hierin formschlüssig gehalten.
Jeder Aufnahme 20, und zwar sowohl des inneren Tragschenkels 15
als auch des äußeren Tragschenkels 16 jedes Balkenelements 10
ist eine vorzugsweise gleiche Federstruktur 22 zugeordnet. Im
gezeigten Ausführungsbeispiel ist jede Federstruktur 22
gebildet aus drei übereinanderliegenden, schlauchartigen Feder
ringen 23, 24 und 25. Einem mittleren, größeren Federring 24
ist an der Oberseite und an der Unterseite jeweils ein
kleinerer, äußerer Federring 23 bzw. 25 zugeordnet. Die Feder
ringe 23, 24 und 25 sind an den Berührungsstellen ihrer Mantel
flächen miteinander einstückig verbunden. Alle drei Federringe
23, 24 und 25 verfügen über eine ovale bzw. elliptische
Gestalt, wobei die kleineren, äußeren Federringe 23 und 25 eine
schmalere Gestalt aufweisen als die größeren mittleren Feder
ringe 24.
Jeder obere Federring 23 ist an seiner oberen Seite einstückig
verbunden mit der jeweiligen Aufnahme 20. Demgegenüber ist
jeder untere Federring 25 einstückig verbunden mit dem Steg 17.
Auf diese Weise wird durch jede der gleichen Federstrukturen 22
die der jeweiligen Federstruktur 22 zugeordnete Aufnahme 20 mit
dem Steg 17 einstückig in vertikaler Richtung verbunden.
Die Federstrukturen 22 sind auch in horizontaler Richtung, also
in Längsrichtung des jeweiligen Balkenelements 10 bzw. des
Tragschenkels 15 und 16 zur Bildung derselben, verbunden. Diese
Verbindung erfolgt durch Brücken 26, 27 und 28 zwischen den
Federringen 23, 24 und 25. Die Brücke 26 zwischen den oberen
kleineren Federringen 23 ist U- bzw. V-förmig ausgebildet,
wodurch die Brücken 26 elastisch verformbar ist, und dadurch der
Abstand zwischen den oberen Federringen 23 sich verändern kann.
Die Brücke 27 zwischen den benachbarten größeren Federringen 24
ist als ein ebener, horizontaler Verbindungssteg ausgebildet.
Die Brücken 28 zwischen den unteren Federringen 25 sind hülsen
artig ausgebildet. Diese Hülsenstruktur der Brücken 28
erstreckt sich quer über den Steg 17, und zwar durch die Längs
nut 19 zwischen den Tragschenkeln 15 und 16 hindurch bis etwa
zur Mitte des jeweiligen Balkenelements 10. Ein freies Ende der
von dem Tragschenkel 16 jedes Balkenelements 10 ausgehenden
Hülsen ist mit einem Vorsprung 29 versehen (Fig. 6). Die
Vorsprünge 29 greifen in freie Stirnseiten der Hülsen zur
Bildung der Brücken 28 des benachbarten Tragschenkels 15 ein
(Fig. 5).
Die benachbarten Aufnahmen 20 jedes Balkenteils 13 sind ver
bunden durch ein Matratzenauflager 30. Dieses wird gebildet
durch ein in Ansicht quer zur Längsrichtung des Balkenelements
10 U-förmig ausgebildetes Tragteil 31 mit hochstehenden
Schenkeln, die an ihrer Oberseite durch einen Steg miteinander
verbunden sind, auf dem eine zylindrische Auflagefläche 32 für
eine Matratze oder dergleichen vorgesehen ist. Die Auflage
fläche 32 ist einstückig mit dem U-förmigen Bügel des Tragteils
31 verbunden. Durch die U-förmige Ausbildung jedes Tragteils 31
befinden sich die Auflageflächen 32 mit Abstand oberhalb der
Aufnahmen 20. Dieser Abstand ist so gewählt, daß die Auflage
flächen 32 zwischen allen Aufnahmen 20 in einer (horizontalen)
Ebene liegen, die etwa der Ebene der sich auf den Leisten 11
befindenden Auflagetellern 12 entspricht.
Jeweils zwei Balkenteile 13 zur Bildung eines Balkenelements 10
sind durch zwei Steckverbindungen 14 miteinander verbunden. Die
beiden Steckverbindungen 14 zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Balkenteilen 13 liegen mit Abstand übereinander. Beide Steck
verbindungen 14 sind im gezeigten Ausführungsbeispiel gleicher
maßen ausgebildet. Jede Steckverbindung 14 wird gebildet aus
vier Buchsen 33, 34 und einem Verbindungsstift 35. Durch ein in
horizontaler Richtung quer zur Längserstreckung des jeweiligen
Balkenelements 10 erfolgendes Hindurchstecken des betreffenden
Verbindungsstifts 35 durch die Buchsen 33 und 34 zweier
benachbarter Balkenteile 13 kommt jeweils die Steckverbindung
14 zustande, wobei durch die zwei übereinanderliegenden Steck
verbindungen 14 jeweils zwei Balkenteile 13 im wesentlichen
biegesteif zusammengekuppelt werden.
Die Buchsen 33 und 34 der oberen Steckverbindungen 14 sind
äußeren Enden der vorderen und hinteren Federringe 23 jedes
Balkenteils 13 zugeordnet. Zur Bildung der unteren Steckver
bindung 14 sind Außenseiten der unteren Federringe 25 Buchsen
33 und 34 zugeordnet. Die Buchsen 33 und 34 an unterschied
lichen Enden jedes Balkenteils 13 verfügen über voneinander
abweichende Abstände und Längen. An einem Ende jedes Balken
teils 13 angeordnete Buchsen 33 weisen an ihren zueinander
weisenden Stirnseiten einen solchen Abstand auf, daß dazwischen
die weiter zusammenliegenden Buchsen 34 an einem Ende eines
benachbarten Balkenteils 13 eingreifen können. Diese Buchsen 34
weisen eine solche Länge auf, daß ihre zueinanderweisenden
Stirnflächen auf einer vertikalen Längsmittelachse des Balken
teils 13 aneinanderliegen. Erfolgt im Bereich der jeweiligen
Steckverbindung 14 eine Verbindung benachbarter Balkenteile 13,
dann erstrecken sich die innenliegenden, längeren Buchsen 34
auf der einen Seite eines Balkenteils 13 und die benachbarten
außenliegenden kürzeren Buchsen 33 der anderen Seite eines
benachbarten Balkenteils 13 über die gesamte Breite des Balken
elements 10 (Fig. 3). Des weiteren verfügt jedes Balkenteil 13
auf einer Seite über zwei Buchsen 34 und auf der anderen Seite
zwei äußere Buchsen 33. Dadurch ist es möglich, aus gleichen
Balkenteilen 13 die Balkenelemente 10 zu bilden, indem die
äußeren Buchsen 33 auf einer Seite eines Balkenteils 13 mit den
inneren Buchsen 34 auf der anderen Seite des benachbarten
Balkenteils 13 kombiniert werden und durch ein quergerichtetes
Hindurchstecken des Verbindungsstifts 35 durch jede Steck
verbindung 14 die Balkenteile 13 zum jeweiligen Balkenelement
10 zusammengekuppelt werden.
Die Buchsen 33 und 34 weisen unterschiedliche Innendurchmesser
auf. Korrespondierend dazu ist der Verbindungsstift 35 leicht
konisch in Längsrichtung ausgebildet und am Ende mit einer
Verdickung versehen. Durch die einen größeren Durchmesser auf
weisenden Buchsen 33, 34 ist der Verbindungsstift 35 mit der
Verdickung widerstandslos hindurchschiebbar. Hingegen ist die
Verdickung am freien Ende des Verbindungsstifts 35 durch ins
besondere die einen kleinen Durchmesser aufweisende äußere
Buchse 33 nur unter Aufweitung der Buchse 33 hindurchschiebbar,
wodurch nach dem vollständigen Hindurchstecken des Verbindungs
stifts 35 durch alle Buchsen 33, 34 dieser formschlüssig in der
äußeren Buchse 33 mit dem kleineren Durchmesser gehalten wird.
Etwa in der Mitte weist jedes Balkenteil 13 ein zusätzliches
Verbindungselement 36 zwischen den Tragschenkeln 15 und 16 auf.
Dieses Verbindungselement 36 wird gebildet durch einen gegen
über der Brücke 26 zwischen zwei mittigen, oberen Federringen
23 in die Längsnut 19 vorstehenden Zapfen und eine dazu korre
spondierende Hülse 38, die ausgehend vom Zwischenraum zwischen
zwei oberen Federringen 23 des gegenüberliegenden Tragschenkels
15 sich ebenfalls in die Längsnut 19 hinein erstreckt. Die
Hülse 38 und der Zapfen 37 sind so bemessen und ausgebildet,
daß ihre zueinanderweisenden Endbereiche rastend miteinander
verbindbar sind und dadurch die Tragschenkel 15 und 16 des
jeweiligen Balkenteils 13 in der Mitte zusammenhalten werden.
Jedes Balkenteil 13 ist einstückig aus einem elastischen
Material, insbesondere einem elastische Eigenschaften auf
weisenden thermoplastischen Kunststoff oder einem Elastomer
gebildet, und zwar durch Spritzgießen. Das Spritzgießen des
jeweiligen Balkenteils 13 erfolgt aber nicht in der in den
Fig. 2 bis 5 gezeigten Gebrauchsstellung, in der die Trag
schenkel 15 und 16 mit Abstand in zwei unterschiedlichen
vertikalen Ebenen nebeneinanderliegen, sondern in einer hiervon
abweichenden Produktionsstellung (Fig. 6). In dieser Pro
duktionsstellung sind die Tragschenkel 15 und 16 auseinander
geklappt, und zwar derart, daß sie in einer gemeinsamen Ebene
nebeneinanderliegen. Dabei sind die Tragschenkel 15 und 16
durch den Steg 17 verbunden, der in der Produktionsstellung
bogenförmig gewölbt ist (Fig. 6). Das Balkenteil 13 verläßt
seine Spritzform somit in der in der Fig. 6 gezeigten Pro
duktionsstellung.
Durch die Bildung des Balkenteils 13 aus elastischem verform
baren Material, können durch eine Verformung des bei der
Herstellung gewölbten Stegs 17, der praktisch ein elastisches
Scharnier zwischen den Unterseiten der Tragschenkel 15 und 16
bildet, die Tragschenkel 15 und 16 um gegenüberliegende Ränder
des Stegs 17 verschwenkt werden, um in die Gebrauchsstellung zu
gelangen (Fig. 2 bis 5). Dabei erhalten die Tragschenkel 15 und
16 zwangsläufig eine parallele Relativlage zueinander, wobei
der Steg 17 so verformt wird, daß er die etwa ebene Unterseite
18 des jeweiligen Balkenteils 13 bildet. Außerdem entsteht
durch das Aufrichten der Tragschenkel 15 und 16 und das Ver
formen des Stegs 17 die Längsnut 19 zwischen zueinander
gerichteten Innenseiten der Tragschenkel 15 und 16. Gleich
zeitig wird beim Aufrichten der Tragschenkel 15 und 16 die
Rastverbindung zwischen dem Zapfen 37 und der Hülse 38 des
Verbindungselements 36 hergestellt. Dabei greifen auch die Vor
sprünge der unteren Brücken 28 in stirnseitige Vertiefungen
benachbarter Teile der Brücken 28 ein.
Durch die Bildung der Balkenteile 13 aus einem gummiartigen
Material sind die Balkenelemente 10 in gewisser Weise elastisch
verformbar. Durch die besondere Gestaltung der Balkenelemente
10 sind sie aber gezielt verformbar. So sind die Balkenelemente
10 in Längsrichtung durch die doppelten Steckverbindungen 14
zwischen zwei Balkenteilen 13 und die Verbindung der Aufnahmen
20 und der Federringe 23, 24, 25 der Federstrukturen 22 unter
einander und durch Brücken 26, 27 und 28 verhältnismäßig steif.
Durch die aus Federringen 23, 24 und 25 gebildeten Feder
strukturen 22 und unter jeder Aufnahme 20 sind die Balken
elemente 10 aber in senkrechter Richtung elastisch verformbar.
Dadurch können die Aufnahmen 20 leicht einfedern. Damit können
auch die mit ihren gegenüberliegenden Endbereichen in den
Balkenelementen 10 gelagerten Leisten 11 sich insgesamt nach
unten bewegen. Die Leisten 11 sind also federnd nachgiebig an
den Balkenelementen 10 gelagert.
Die Leisten 11 sind aus verhältnismäßig steifem Material
gebildet, beispielsweise aus glasfaserverstärktem Kunststoff.
Die Leisten 11 biegen sich deshalb praktisch nicht durch. Es
ist aber auch denkbar, weiche Federleisten zu verwenden, wobei
dann die Befestigung jedes Endbereichs der Federleiste mit zwei
benachbarte Aufnahmen 20 an den mit Abstand nebeneinander
liegenden Tragschenkeln 15 und 16 des jeweiligen Balkenelements
10 dazu führt, daß die Aufnahmen 20 unterschiedlicher Trag
schenkel 15 und 16 des gleichen Balkenelements 10 unterschied
lich stark einfedern.
Die Balkenelemente 10 sind des weiteren so ausgebildet, daß
ihre Federeigenschaften veränderbar sind. Im gezeigten Aus
führungsbeispiel dienen dazu Füllstücke 39 (Fig. 9). Jedes
Füllstück 39 verfügt über zwei voneinander beabstandete, flache
Füllkörper 40. Zwischen den Füllkörpern 40 ist ein Verbindungs
stab 41 angeordnet. An einem Ende eines Füllkörpers 40 ist ein
Kragen 42 vorgesehen, der außenseitig mit einer vorstehenden
Griffläche 43 verbunden ist. Der andere Füllkörper 40 ist an
einer Stirnseite mit einer umlaufenden Erweiterung 44 versehen.
Das Füllstück 39 ist so ausgebildet und bemessen, daß es durch
die ovalen, großen Federringe 24 beider Tragschenkel 15 und 16
des jeweiligen Balkenelements 10 hindurchsteckbar ist. Es
erstrecken sich dann die beabstandeten Füllstücke 39 im Bereich
des jeweiligen schlauchartigen Federrings 24 der beiden Trag
schenkel 15 und 16 des betreffenden Balkenelements 10.
Des weiteren sind die Füllkörper 40 des Füllstücks 39 so
bemessen, daß dann, wenn sich das Füllstück 39 in der in der
Fig. 9 gezeigten Stellung mit aufrechten Füllkörpern 40 und
aufrechter Griffläche 43 befindet, die Federringe 24 leicht in
senkrechter Richtung aufgeweitet sind oder zumindest sich über
die in den Figuren gezeigte Stellung hinaus nicht weiter
zusammendrücken lassen. Bei in der Fig. 9 neu gezeigter senk
rechter Ausrichtung der Füllkörper 40 ist die jeweilige Leiste
11, unter der das Füllstück 39 angeordnet ist, sich nämlich im
Federring 24 unter der jeweiligen Leiste 11 befindet, mit
größtmöglicher Härte am Balkenelement 10 gelagert. Diese
Lagerung kann in der Härte verringert werden, indem das
Füllstück 39 leicht aus der in der Fig. 9 gezeigten Stellung
mit senkrecht ausgerichteten Füllkörpern 40 herausgedreht wird.
Je mehr das Füllstück 39 auf diese Weise verdreht wird, um so
weicher wird die Federung der jeweiligen Leiste 11. Wird
schließlich das Füllstück 39 so weit verdreht, daß die Griff
läche 43 und die Füllkörper 40 horizontal ausgerichtet sind (um
90° gegenüber der Darstellung in der Fig. 9 gedreht), können
die Federringe 24 vom Füllstück 39 völlig unbeeinflußt ein
federn. Die betreffende Leiste 11 ist dann an den Balken
elementen 10 besonders weich gelagert.
Befindet sich das Füllstück 39 in einer Position, bei der die
Griffläche 43 und die Füllkörper 40 horizontal ausgerichtet
sind, kann das Füllstück 39 aus dem Federring 24 herausgezogen
und bei Bedarf in einen anderen Federring 24 eingeschoben
werden. Dadurch, daß nur einigen Leisten 11 und/oder bestimmten
Leisten 11 ein Füllstück 39 zugeordnet wird, kann die Härte der
Unterfederung individuell eingestellt werden, derart, daß nur
bestimmte Bereiche der auf einer Matratze über der Unter
federung liegenden Person den Erfordernissen oder Bedürfnissen
entsprechender Druckbelastung ausgesetzt sind.
Des weiteren ist vorgesehen, mindestens einigen Leisten 11,
insbesondere ausgewählten Leisten 11, zusätzliche Federn 45
zuzuordnen. Diese Federn 45 (Fig. 7 und 8) sind so ausgebildet,
daß sie in der Längsnut 19 des jeweiligen Balkenelements 10
Aufnahme finden. Die Federn 45 sind so ausgebildet, daß sie mit
dem Endbereich der jeweiligen Leiste 11, der sich zwischen den
benachbarten Tragschenkeln 15 und 16 des jeweiligen Balken
elements 10 befindet, verbindbar sind und sich auf dem Steg 17
abstützen.
Jede Feder 45 ist aus einem Federblech 46 und einem Federkopf
47 gebildet. Das aus Federstahl gebildete Federblech 46 verfügt
über den in der Fig. 8 gezeigten Verlauf mit ausgeprägten
seitlichen Ausbuchtungen 48, die so bemessen sind, daß die
Feder 45 die gewünschte Federsteifigkeit erhält. Der aus
Kunststoff gebildete Federkopf 47 ist oben am Federblech 46
angespritzt, so daß beide miteinander verbunden sind und durch
den Federkopf 47 obere, freie Enden des Federblechs 46
zusammengehalten werden, so daß durch den Federkopf 47 das
Federblech zu einem geschlossenen Gebilde wird.
Der Federkopf 47 weist an der Oberseite zwei gegenüberliegende
bogenförmige Rastnasen 49 auf. Die Rastnasen 49 umgreifen
gegenüberliegende Bereiche des jeweiligen Endes einer Leiste
11. Dabei gelangt eine vorstehende Rastleiste 50 an jeder
Rastnase 49 formschlüssig in Eingriff mit einer Nut 51 auf
jeder Seite der Leiste 11. Die zusätzlichen Federn 45 können
gegenüberliegenden Endbereichen aller Leisten 11 zugeordnet
sein, aber nur einigen Leisten 11. Diejenigen Leisten 11, denen
an gegenüberliegenden Enden Federn 45 zugeordnet sind, erhalten
durch die Federn 45 eine andere Federcharakteristik, die sich
mit der Federcharakteristik der in die Balkenelemente 10
integrierten Federstrukturen 22 überlagert. Durch die Anordnung
von Füllstücken 39 in den Federringen 24 unter bestimmten
Leisten 11 läßt sich die Federcharakteristik dieser Leisten 11
ebenfalls verändern, indem die Füllstücke 39 so verdreht
werden, daß sie ein Einfedern der Federringe 25 mehr oder
weniger verhindern oder die Federringe 24 sogar auseinander
spreizen, wenn die Füllstücke 39 sich in der in der Fig. 9
gezeigten aufrechten Position befinden.
Die beschriebene Unterfederung dient bevorzugt zur Dekubitus
prophylaxe. Vor allem Personen, die längere Zeit bettlägerig
sind (Kranke und Alte), neigen zu Dekubituserkrankungen, wenn
sie über einen längeren Zeitraum hinweg mit gleichen Stellen
des Körpers auf einer Matratze aufliegen und dadurch diese
Stellen überwiegend einer Druckbelastung ausgesetzt sind. Mit
der erfindungsgemäßen Unterfederung können die Stellen der
Druckbelastung auf die Person verändert werden, indem die Härte
der Federung der Leisten 11 durch unterschiedliche Positio
nierung der Füllstücke 39 und/oder unterschiedliche Einstellung
derselben verändert wird. Zusätzlich oder alternativ ist es zum
gleichen Zweck möglich, die Position der Leisten 11 zu ver
ändern, indem diese in andere Aufnahmen 20 der Balkenelemente
10 gesteckt werden.
Die hier gezeigte Unterfederung kann als einzige Unterfederung
direkt auf dem Unterbau eines Betts, einer Liege oder auch
eines Sitzmöbels angeordnet werden. Vorzugsweise geschieht das
derart, daß die Balkenelementen 10 mit ihren Unterseiten 18
sich auf Längsholmen oder anderen Stützelementen eines Betts,
eines Liegemöbels oder eines Sitzmöbels abstützen.
Es ist aber auch denkbar, die erfindungsgemäße und vorstehend
beschriebene Unterfederung auf einer Unterfederung eines kon
ventionellen Betts, Liegemöbels oder Sitzmöbels anzuordnen.
Dann liegen die seitlichen Balkenelemente 10 mit ihren Unter
seiten 18 auf gegenüberliegenden Längsrändern von zum Beispiel
herkömmlichen Lattenrosten in einem Bett oder dergleichen auf.
10
Balkenelement
11
Leiste
12
Auflageteller
13
Balkenteil
14
Steckverbindung
15
Tragschenkel
16
Tragschenkel
17
Steg
18
Unterseite
19
Längsnut
20
Aufnahme
21
Stirnwandung
22
Federstruktur
23
Federring
24
Federring
25
Federring
26
Brücke
27
Brücke
28
Brücke
29
Vorsprung
30
Matratzenauflager
31
Tragteil
32
Auflagefläche
33
Buchse
34
Buchse
35
Verbindungsstift
36
Verbindungselement
37
Zapfen
38
Hülse
39
Füllstück
40
Füllkörper
41
Verbindungsstab
42
Kragen
43
Griffläche
44
Erweiterung
45
Feder
46
Federblech
47
Federkopf
48
Ausbuchtung
49
Rastnase
50
Rastleiste
51
Nut
Claims (29)
1. Unterfederung für Matratzen oder dergleichen mit an
gegenüberliegenden Enden federnd gehaltenen Leisten (11),
gekennzeichnet durch elastische Balkenelemente (10) zum
federnden Halten der gegenüberliegenden Enden der Leisten (11),
wobei die Balkenelemente (10) eine größere Anzahl von Aufnahmen
(20) für die Enden der Leisten (11) aufweisen als Leisten (11)
vorgesehen sind.
2. Unterfederung für Matratzen oder dergleichen, ins
besondere gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Elastizität der Balkenelemente (10) veränderlich ist.
3. Unterfederung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Elastizität der Balkenelemente
(10) derart veränderlich ist, daß die Aufnahmen (20) der
Leisten (11) bei einer Belastung derselben unterschiedlich tief
einfedern.
4. Unterfederung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Elastizität der Balkenelemente
(10) im Bereich mindestens einiger Leisten (11) individuell,
vorzugsweise unabhängig voneinander, veränderlich ist.
5. Unterfederung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Balkenelemente (11) den
Aufnahmen (20) für die Enden der Leisten (11) zugeordnete hohle
Federstrukturen (22) aufweisen, die bedarfsweise ganz oder
wenigstens teilweise durch starre Füllstücke (39) ausfüllbar
und/oder überbrückbar sind zur Veränderung der Elastizität
mindestens einiger Federstrukturen (22).
6. Unterfederung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einigen Leisten (11)
separate Federn (45) zugeordnet sind, die vorzugsweise in den
Bereichen der elastischen Balkenelementen (10) angeordnet sind.
7. Elastisches Balkenelement für eine Unterfederung von
Matratzen oder dergleichen, mit mehreren Balkenteilen (13), die
in Längsrichtung der Balkenelemente (10) hintereinanderliegend
zusammenkuppelbar sind.
8. Balkenelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Balkenteile (13) im wesentlichen biegesteif zusammen
kuppelbar sind.
9. Balkenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Balkenteile (13) lösbar mit
einander verbindbar sind.
10. Balkenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß alle Balkenteile (13) im wesent
lichen gleich ausgebildet sind.
11. Balkenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei Balkenteile (13) durch
mindestens zwei vorzugsweise separate Verbindungen (Steckver
bindungen 14) miteinander verbindbar sind.
12. Balkenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß alle Verbindungen gleichermaßen als
Steckverbindungen (14), vorzugsweise als gleiche Steck
verbindungen (14), ausgebildet sind.
13. Balkenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß jede Steckverbindung (14) aus
Buchsen (33, 34) und einem die Buchsen (33, 34) jeder Steck
verbindung (14) verbindenden, separaten Verbindungsstift (35)
gebildet ist.
14. Balkenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung jeweils einer Steck
verbindung (14) jedes Balkenteil (13) an gegenüberliegenden
Enden Buchsen (33, 34) aufweist, die derart unterschiedlich
bemessen und/oder positioniert sind, daß bei miteinander
verbundenen Balkenteilen (13) die unterschiedlichen Buchsen
(33, 34) so miteinander korrespondieren, daß sie in quer zur
Längsrichtung des Balkenelements verlaufender Richtung mit
einander fluchten und der Verbindungsstift (35) durch alle
Buchsen (33, 34) zwischen zwei benachbarten Balkenteilen (13)
verläuft.
15. Elastisches Balkenelement für eine Unterfederung von
Matratzen oder dergleichen, insbesondere nach einem der vorher
gehenden Ansprüche, mit zwei benachbarten Tragschenkeln (15,
16), die durch wenigstens einen Steg (17) miteinander verbunden
sind.
16. Balkenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Tragschenkel (15, 16) mit
Abstand parallel zueinander verlaufen, vorzugsweise in Ebenen,
die sich senkrecht und quer zu den Leisten (11) erstrecken.
17. Balkenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Tragschenkel (15, 16) an ihrer
Unterseite durch den Steg (17) einstückig miteinander verbunden
sind, wobei der Steg (17) vorzugsweise als ein elastisches
Scharnier ausgebildet ist.
18. Balkenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Tragschenkel (15, 16) vorzugs
weise jedes Balkenteils (13) durch mindestens jeweils eine
Steckbrücke (Verbindungselement 36) (zusätzlich) miteinander
verbunden sind.
19. Balkenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß am freien oberen Rand jedes Trag
schenkels (15, 16) eine Reihe von in Längsrichtung des Trag
schenkels (15, 16) aufeinanderfolgenden Aufnahmen (20) für
Enden der Leisten (11) vorgesehen ist.
20. Balkenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmen (20) mit geringem
Abstand, vorzugsweise einem Abstand, der kleiner ist als die
Längserstreckungsrichtung der jeweiligen Aufnahme (20), in
Längsrichtung des jeweiligen Tragschenkels (15, 16) aufein
anderfolgen.
21. Balkenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmen (20) der beiden Trag
schenkel (15, 16) in Längsrichtung der Leisten (11) fluchtend
hintereinanderliegen, derart, daß ein Ende jeder Leiste (11) in
zwei benachbarten Aufnahmen (20) unterschiedlicher Tragschenkel
(15, 16) Aufnahme findet.
22. Balkenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß unter mindestens einigen, vorzugs
Weise jeder Aufnahme (20) eine Federstruktur (22) aus min
destens einem schlauchartigen Federring (23, 24, 25), vorzugs
weise mehreren miteinander verbundenen Federringen (23, 24,
25), angeordnet ist.
23. Balkenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Federstrukturen (22) aus einem
größeren Federring (24) und jeweils einem darüber sowie
darunter angeordneten kleinen Federring (23, 25) gebildet sind.
24. Balkenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Federringe (23, 24, 25) jeder
Federstruktur (22) miteinander in vertikaler Richtung verbunden
sind, wobei ein oberer, kleinerer Federring (23) mit jeweils
einer darüberliegenden Aufnahme (20) verbunden ist und ein
unterer, kleinerer Federring (25) mit dem darunterliegenden
Steg (17) verbunden ist.
25. Balkenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Federringe (23, 24, 25) benach
barter Federstrukturen (22) in Längsrichtung untereinander
verbunden sind.
26. Balkenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß in Längsrichtung aufeinander
folgende Aufnahme (20) vorzugsweise jedes Tragschenkels (15,
16) miteinander verbunden sind durch vorzugsweise hochstehende
Matratzenauflager(30).
27. Balkenelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch ein federelastisches Material, insbe
sondere ein Elastomer oder einen thermoplastischen Kunststoff.
28. Verwendung einer Unterfederung für eine Matratze oder
dergleichen, insbesondere nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 6, zur Dekubitusprophylaxe.
29. Verwendung einer Unterfederung nach Anspruch 28 als
Auflage auf einer Unterlage für Matratzen oder dergleichen.
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