DE19949978A1 - Elektronenstoßionenquelle - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Elektronenstoßionenquelle zur Erzeugung vielfach- oder höchstgeladener Ionen, bestehend aus DOLLAR A - einer Elektronenkanone mit Kathode und Anode zur Erzeugung und Beschleunigung von Elektronen, DOLLAR A - einer Einrichtung zur axialsymmetrischen Fokussierung des Elektronenstrahles, DOLLAR A - Mitteln zur Einbringung von ionisierbaren Substanzen in eine zu öffnende und zu schließende Ionenfalle im Bereich des axialsymmetrischen fokussierten Elektronenstrahles, DOLLAR A - einer Einrichtung zur Vernichtung der Elektronen nach dem Durchgang durch die Ionenfalle DOLLAR A - sowie einer Einrichtung zur Erzeugung eines Vakuums um den axialsymmetrischen fokussierten Elektronenstrahl und die darin befindliche Ionenfalle, DOLLAR A dadurch gekennzeichnet, daß DOLLAR A - die Einrichtung zur axialsymmetrischen Fokussierung des Elektronenstrahles aus wenigstens zwei gegenläufig radial magnetisierten Ringstrukturen (2) besteht und jede der Ringstrukturen (2) den Elektronenstrahl umfaßt, DOLLAR A - je zwei gegenläufig radial magnetisierte Ringe (2) zu einem einheitlichen Magnetsystem durch magnetische Leiter (7, 9) verbunden sind, wobei das sich schließende Magnetfeld den Aufenthaltsbereich der Ionen in der Ionenfalle durchdringt, DOLLAR A - die Kathode eine sehr hohe Emissivität von >= 25 A/cm·2· bei kleinem Kathodendurchmesser aufweist, DOLLAR A - und ein Vakuum von 10·-7· bis 10·-11· Torr im Aufenthaltsbereich der...
Description
Die Erfindung betrifft eine Elektronenstoßionenquelle gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1. Die Elektronenstoßionenquelle erlaubt die Erzeugung hochgeladener Ionen, deren
Extraktion, dient als Quelle von UV-, VUV-, Infrarotstrahlen und von charakteristischer
Röntgenstrahlung hochgeladener Ionen.
Bekannt sind Anlagen des Typs EBIT (Electron Beam Ion Trap) nach M. A. Levine, R. E.
Marrs, J. R. Henderson, D. A. Knapp, M. B. Schneider; Physica Scripta, T22 (1988) 157, in
denen vielfachgeladene Ionen in einem axial symmetrischen Elektronenstrahl hoher Dichte
erzeugt werden, der durch ein System aufeinanderfolgender Driftröhren unter
Ultrahochvakuumbedingungen beschleunigt und durch supraleitende Heimholtzspulen
fokussiert wird.
Die Anlage besteht aus einer Elektronenkanone, mehreren zylindrischen Driftröhren, einem
Elektronenkollektor, einem Extraktor, einem fokussierendem Magnetsystem und einem System
zur Erzeugung von Ultrahochvakuumbedingungen in der Anlage.
Der Elektronenstrahl erzeugt im mittleren Teil der Anlage eine Ionenfalle, welche die Ionen in
radialer Richtung durch ihre Raumladungskräfte hält. In axialer Richtung werden die Ionen, die
im Elektronenstrahl durch Elektronenstoßionisation erzeugt werden, durch positive Potentiale
an den Enden der Driftröhrenstrukturen entsprechend E. D. Donets; USSR Inventors Certificate
No. 248860, March 16, 1967, Bull. OIPOTZ No. 23 (1969) 65 gehalten.
Die erhaltenen hochgeladenen Ionen können aus der Ionenfalle längs der Fallenachse extrahiert
werden, indem das Fallenpotential an der letzten Driftröhre abgesenkt wird. Während der
Ionenspeicherung in der Falle wird von den gespeicherten Ionen emittierte charakteristische
Röntgenstrahlung und andere langweilige elektromagnetische Strahlung in der Meridianebene
des Magnetsystems und senkrecht zur Quellenachse abgestrahlt.
Die maximal erreichbare Ionenladung ist eine Funktion des Ionisationsfaktors jτ, d. h. des
Produktes aus der Elektronenstromdichte j und der Ionenaufenthaltszeit τ im Elektronenstrahl
der Falle. Als für das Erreichen höchster Ladungszustände begrenzender Prozess wirken im
wesentlichen Umladungsprozesse vielfachgeladener Ionen an Restgasatomen. Daher müssen
Geräte, die auf der Basis der beschriebenen Methode hochgeladene Ionen erzeugen, die
Formierung eines hochdichten Elektronenstrahls unter Ultrahochvakuumbedingungen
ermöglichen.
Zum Erreichen der genannten Ziele wird in EBIT-Anlagen kryogene Technik in Verbindung
mit Supraleitungstechnik eingesetzt. Supraleitende Helmholtzspulen mit Induktionen des
magnetischen Feldes von 3 T bis 5 T werden hier zur Fokussierung des Elektronenstrahls über
die Länge der Lonenfalle eingesetzt, wobei diese in bekannten Anlagen 25 mm nicht
überschreitet. Die Stromdichte des Elektronenstrahls beträgt über die Fallenlänge 2.000-5.000 A/cm2
bei einer Gesamtlänge des elektronenoptischen Systems (Kathode -
Elektronenkollektor) von mehr als 30 cm. Das kryogene System erfüllt neben der
Kryostatierung der supraleitenden Helmholtzspulen bei einer Temperatur von 4,2 K die
Funktion einer leistungsfähigen Kryopumpe im Bereich der Ionenfalle zur Erzeugung eines
Vakuums von ≧ 10-11 bis 10-12 Torr.
Die ausgesprochen anspruchsvollen technischen Parameter derartiger Anlagen führen zu
komplexen, technisch schwierigen und sehr teuren Anlagen. Zusätzlich begrenzend wirken die
erforderliche kryogene und Ultrahochvakuumtechnik.
Eine Absenkung der Elektronenstromdichte auf 200 bis 500 A/cm2 führt zu einer Erhöhung der
zur Erzeugung eines bestimmten Ionenladungszustandes erforderlichen Zeit in der Falle und
damit zu einer Verringerung der mittleren Strahlintensität für extrahierte vielfachgeladene
Ionen, die aber durch eine Vergrößerung des Elektronengesamtstroms kompensiert werden
kann.
Zur Formierung von Elektronenstrahlen mit den oben angegebenen Dichten sind fokussierende
Magnetfelder der Stärke 0,2 T bis 0,5 T erforderlich, die von Permanentmagnetsystemen auf
der Basis moderner magnetischer Materialien erzeugt werden können.
Der Einsatz moderner Vakuumtechnik ermöglicht es, Ultrahochvakua im Druckbereich bis
10-12 Torr ohne kryogene Technik zu erreichen.
Dies führte zum Bau einer sogenannten MICRO-EBIT, wie in H. Khodja, J. P. Briand; Physica
Scripta, T71 (1997) 113 beschrieben. Die grundlegende Idee der Konstruktion dieser Anlage
besteht darin, daß ein kompaktes, industriell gefertigtes Klystron zur Erzeugung einer
Ionenfalle des EBIT-Typs genutzt wird. Das fokussierende magnetische Feld, welches die
radialen Abmaße des Elektronenstrahls im Bereich der Ionenfalle begrenzt, wird von zwei C-
förmigen Permanentmagneten erzeugt, die eine magnetische Induktion der Stärke 0,25 T
liefern. Zur Generierung des Elektronenstrahls wird die Originalkathode des Klystrons mit einer
maximalen Emissivität von 2,5 A/cm2 genutzt. Das Ultrahochvakuum in der Anlage wird nach
einem Ausheizen bei 300°C nach Standardtechnologie mit der Kombination von je einer
Turbomolekular- und einer Ionengetterpumpe erreicht.
In der MICRO-EBIT wurden Ar16+ Ionen nach einer Ionisationszeit von 1,2 s nachgewiesen,
d. h. es wurde ein Ionisationsfaktor von etwa 1 . 1020 cm-2 erreicht, was einer Elektronen
stromdichte von 14 A/cm2 entspricht.
Diese Anlage weist eine niedrige Elektronenstromdichte im Strahl (100 mal geringer als für
supraleitende EBIT) auf. Damit verbunden ist eine Beschränkung auf vergleichsweise geringe
Ionenladungszustände wie Ar16+.
Die ungeeignete Wahl einer Kathode mit vergleichsweise geringer Emissivität und damit
verbunden die Verwendung einer Elektronenkanone mit einer relativ großen elektrostatischen
Divergenz des Elektronenstrahls ist ein weiterer entscheidender Nachteil.
Wie aus S. I. Molokovski, A. D. Suschkov; Intensive Elektronen- und Ionenstrahlen, Vieweg
Verlag, Wiesbaden, 1999 bekannt ist, kann die maximale Stromstärke im durch ein
magnetisches Längsfeld fokussierten Elektronenstrahl für Brillouinsche Fokussierung erhalten
werden, wenn das Magnetfeld am Ort der Kathode verschwindet. In einem solchen System ist
die sogenannte Brillouindichte des Elektronenflusses durch thermische Geschwindigkeits
komponenten der Elektronen bei ihrem Austreten aus der Kathode (siehe auch M. Szilagyi;
Electron and Ion Optics, Plenum Press, New York and London, 1988) und durch Aberrationen
in der Anodenlinse begrenzt. Ein minimaler Wert für die Aberrationen ist für den Fall
paraxialer und laminarer Flüsse möglich, d. h. für eine Elektronenkanone mit minimaler
Divergenz (Kompression) des Elektronenstrahls und somit für eine maximal effiziente Kathode,
d. h. für eine Kathode mit maximal hoher Emissionsdichte.
Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Schaffung einer effektiven Elektronenstoßionenquelle
(WEBIT) ohne jegliche kryogene Komponenten und ohne Supraleitungstechnik für den Erhalt
hochgeladener Ionen, der Röntgen- und VUV-Spektroskopie an diesen Ionen und der
Extraktion der hochgeladenen Ionen aus der Falle zum Zwecke unterschiedlichster
wissenschaftlicher, technologischer und technischer Anwendungen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe in Verbindung mit dem im Oberbegriff des Anspruchs 1
genannten Merkmalen dadurch gelöst, daß
die Einrichtung zur axialsymmetrischen Fokussierung des Elektronenstrahles aus wenigstens zwei gegenläufig radial magnetisierten Ringen besteht und jeder der Ringe den Elektronenstrahl umschließt,
je zwei gegenläufig radial magnetisierte Ringe zu einem einheitlichen Magnetsystem durch magnetische Leiter verbunden sind, wobei das sich schließende Magnetfeld den Aufenthaltsbereich der Ionen in der Falle durchdringt,
die Kathode eine sehr hohe Emissivität von ≧ 25 A/cm2 bei kleinem Kathodendurchmesser aufweist,
und ein Vakuum von 10-7 bis 10-11 Torr im Aufenthaltsbereich der Ionen während des Betriebs der Quelle einstellbar ist.
die Einrichtung zur axialsymmetrischen Fokussierung des Elektronenstrahles aus wenigstens zwei gegenläufig radial magnetisierten Ringen besteht und jeder der Ringe den Elektronenstrahl umschließt,
je zwei gegenläufig radial magnetisierte Ringe zu einem einheitlichen Magnetsystem durch magnetische Leiter verbunden sind, wobei das sich schließende Magnetfeld den Aufenthaltsbereich der Ionen in der Falle durchdringt,
die Kathode eine sehr hohe Emissivität von ≧ 25 A/cm2 bei kleinem Kathodendurchmesser aufweist,
und ein Vakuum von 10-7 bis 10-11 Torr im Aufenthaltsbereich der Ionen während des Betriebs der Quelle einstellbar ist.
Vorteilhaft sind magnetisierte Permanentmagnetblöcke zu Ringen zusammengefügt und durch
magnetische Leiter aus weichmagnetischem Material umschlossen, so daß sich eine radiale
Magnetisierung ergibt.
Weiter vorteilhaft sind die magnetisierten Permanentmagnetblöcke Quader aus
hartmagnetischen Materialien wie Sm5Co oder NdFeB, wodurch sich die Ringe rationell
herstellen lassen.
Die zu öffnende und zu schließende Ionenfalle besteht vorteilhaft aus einer auf einem
Hochspannungsisolator montierten dreigeteilten Driftröhre. An den mittleren Teil ist ein
steuerbares Beschleunigungspotential und die beiden äußeren Teile ein einstellbares
Fallenpotential gelegt.
Zur Erzeugung eines maximalen Vakuums in der Ionisationszone ist der mittlere Teil der
Driftröhre mit einer Anzahl von entlang des axialen Elektronenstrahls verlaufenden
Langlöchern oder anderen geeigneten Öffnungen versehen, die ein effizientes Pumpen im
Bereich der Ionenfalle ermöglichen.
Bei einer vorteilhaft ausgestalteten Elektronenstoßionenquelle ist ein Vakuumrezipient mit vier
Flanschen vorgesehen, bei dem zwei sich gegenüberliegende Flansche eine erste Achse bilden
und zwei weitere Flansche eine zweite Achse bilden, wobei erste und zweite Achse sich
kreuzen, auf der ersten Achse Elektronenkanone, Driftröhre, Elektronenkollektor und Extraktor
in dieser Reihenfolge angeordnet sind, und entlang der zweiten Achse an einem Flansch eine
Hochspannungsdurchführung zur Positionierung der Driftröhre im Verlauf der ersten Achse
und an dem anderen Flansch eine Vakuumpumpe anschließbar ist. Andere Lösungen mit mehr
oder weniger Flanschen sind möglich.
Vorteilhaft durchstechen bei einer derartigen Ausführung die magnetischen Leiter parallel zur
ersten Achse den Vakuumrezipienten beidseits der zweiten Achse und bilden dort einen Aufsitz
für die Ringe. Der in den Vakuumrezipienten ragende Teil der magnetischen Leiter ist l-förmig
abgewinkelt und mit der Driftröhre magnetisch kurzgeschlossen.
Mit der erfindungsgemäßen Elektronenstoßionenquelle ist ein minimaler Wert der Aberrationen
für paraxiale und laminare Flüsse möglich. Dazu wird eine Elektronenkanone mit minimaler
Divergenz (Kompression) des Elektronenstrahls und somit mit maximal effizienter Kathode,
d. h. eine Kathode mit maximal hoher Emissionsdichte, eingesetzt.
Somit besteht der Vorteil der Erfindung darin, daß höchstgeladene Ionen ohne kryogene
Technik auf effiziente Weise erzeugt werden können.
Die Erfindung wird nachfolgend an Ausführungsbeispielen näher erläutert. In den zugehörigen
Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung der Erfindung,
Fig. 2 eine vorteilhafte Ausführung der Erfindung in schematisch geschnittener Darstellung,
Fig. 3 einen Schnitt A-A entsprechend der Darstellung in Fig. 2,
Fig. 4 eine Detaildarstellung entsprechend Fig. 3.
In der Fig. 1 ist die Erfindung schematisch dargestellt. Auf der Achse 16 sind Elektronenkanone
3 mit Kathode 14, drei Driftröhren 4, 15, 4, ein Elektronenkollektor 5, und ein Extraktor 6 in
dieser Reihenfolge angeordnet. Zwei gegenläufig radial magnetisierte Ringe 2 umschließen die
Achse 16 eingangs und ausgangs der Driftröhrenstruktur 4, 15 und somit den erzeugbaren
Elektronenstrahl. Die Ringe 2 enthalten eine Anzahl von Permanentmagnetblöcken 8, mit
denen die Ringe 2 eine radiale Magnetisierung erhalten. Zwischen den Enden der
Driftröhrenstruktur 4, 15 und den Ringen 2 sind innere Polschuhe angeordnet, mit denen über
die Driftröhrenstruktur 4, 15 geschlossene magnetische Kreise 13 erzeugt werden.
In der Fig. 2 ist eine erfindungsgemäße Elektronenstoßionenquelle dargestellt, die aus einem
Vakuumrezipienten 1, einem magnetisch fokussierenden System 2, einer Elektronenkanone 3,
aus einer auf einen Hochspannungsisolator montierten Driftröhrenstruktur 4, 15, wobei unter
bestimmten Umständen auf den Hochspannungsisolator verzichtet werden kann, einem
Elektronenkollektor 5 und einem Extraktor 6 besteht. Im Vakuumrezipienten 1 sind in seinem
Inneren Polschuhe 7 aus weichmagnetischem Material zur Feldformierung im Bereich der
Ionenfalle montiert.
Das Magnetfeld wird von zwei Ringen 2 aus radial magnetisierten Permanentmagnetblöcken 8
erzeugt, die miteinander durch ein System magnetischer Leiter 7, 9 aus weichmagnetischem
Material verbunden sind. Die einzelnen magnetischen Elemente haben die Form einfacher
Quader, was es ohne Schwierigkeiten möglich macht, moderne hartmagnetische Materialien
wie Sm5Co oder NdFeB zu nutzen.
Die Ringe 2 befinden sich außerhalb des Vakuumrezipienten 1 und können daher während der
Zeit einer Ausheizung des Gerätes zum Erhalt von Ultrahochvakua demontiert werden. Diese
Besonderheit der Anlage ermöglicht es, auf Temperaturbegrenzungen im Ausheizprozeß wegen
der relativ niedrigen Curietemperaturen moderner hartmagnetischer Materialien zu verzichten.
Flansche 10 für die Ankopplung der Anlage an das System zur Erzeugung des erforderlichen
Vakuums, die isolierte Vakuumdurchführung 11 zu den Driftröhren 4, 15 und spektroskopische
Fenster 12 zur Spektroskopie der charakteristischen Röntgenstrahlung bzw. von VUV-
Strahlung, die im mit Ionen beladenen Elektronenstrahl entsteht, befinden sich in der
Meridianebene des Gerätes. Daher können die Abstände zwischen dem Ort des Entstehens der
charakteristischen Röntgenstrahlung bzw. der VUV-Strahlung und möglichen Detektoren sowie
die Abstände zu den erforderlichen Vakuumpumpen minimal gehalten werden. Dies hat zur
Folge, daß die Anlage einen maximal großen Raumwinkel (und damit maximale
Nachweiseffektivität) bei der Registration der charakteristischen Röntgenstrahlung bzw. der
VUV-Strahlung und eine maximal große Pumpgeschwindigkeit bei der Vakuumerzeugung
aufweist.
Die Elektronenkanone 3 unterscheidet sich durch ihre geometrischen Abmaße, hier
insbesondere durch den Kathodendurchmesser, der mit dem Ziel gewählt wird, die
Winkeldivergenz des Elektronenstrahls zu verringern und einen paraxialen Strom zu erreichen.
Dies wird durch die Verwendung hocheffektiv emittierender Kathodenmaterialien erreicht, wie
sie zum Beispiel als monokristalline Bor-Lanthan-Kathoden bekannt sind.
Zum Vergleich mit bekannten EBIT und EBIS Anlagen werden mindestens die folgenden
Parameter erreicht:
- - eine Elektronenstromdichte von 200 A/cm2,
- - ein Elektronenstrom von 50 mA und
- - eine Elektronenenergie von 30 keV.
Die Kompressionsstufe des Elektronenstrahls in der Elektronenkanone 3 beträgt 4 (d. h. das
Verhältnis vom Kathodenradius zum Radius des Elektronenstrahls im Cross-Over ist gleich 2).
Die angegebenen Werte wurden für einen Wert des Brillouinfeldes von 250 mT und für eine
Kathodenemissivität von 25 A/cm2 erhalten.
Die folgende Tabelle zeigt die mit der erfindungsgemäßen Elektronenstoßionenquelle
erhaltenen Ionen.
1
Vakuumrezipient
2
Ring
3
Elektronenkanone
4
Driftröhre, zur Realisierung der Ionenfalle
5
Elektronenkollektor
6
Extraktor
7
innerer Polschuh
8
Permanentmagnetblock
9
magnetischer Leiter
10
Flansch
11
isolierte Vakuumdurchführung
12
spektroskopisches Fenster
13
magnetischer Kreis
14
Kathode
15
zentrale Driftröhre
16
Achse
17
Achse
Claims (8)
1. Elektronenstoßionenquelle zur Erzeugung vielfach- oder höchstgeladener Ionen, bestehend
aus
- - einer Elektronenkanone mit Kathode und Anode zur Erzeugung und Beschleunigung von Elektronen,
- - einer Einrichtung zur axialsymmetrischen Fokussierung des Elektronenstrahles,
- - Mitteln zur Einbringung von ionisierbaren Substanzen in eine zu öffnende und zu schließende Ionenfalle im Bereich des axialsymmetrisch fokussierten Elektronenstrahles,
- - einer Einrichtung zur Vernichtung der Elektronen nach dem Durchgang durch die Ionenfalle,
- - sowie einer Einrichtung zur Erzeugung eines Vakuums um den axialsymmetrisch fokussierten Elektronenstrahl und die darin befindliche Ionenfalle,
- - die Einrichtung zur axialsymmetrischen Fokussierung des Elektronenstrahles aus wenigstens zwei gegenläufig radial magnetisierten Ringstrukturen (2) besteht und jede der Ringstrukturen (2) den Elektronenstrahl umfaßt,
- - je zwei gegenläufig radial magnetisierte Ringstrukturen (2) zu einem einheitlichen Magnetsystem durch magnetische Leiter (7, 9) verbunden sind, wobei das sich schließende Magnetfeld den Aufenthaltsbereich der Ionen in der Ionenfalle durchdringt,
- - die Kathode eine sehr hohe Emissivität von ≧ 25 A/cm2 bei kleinem Kathodendurchmesser aufweist,
- - und ein Vakuum von 10-7 bis 10-11 Torr im Aufenthaltsbereich der Ionen während des Betriebs der Elektronenstoßionenquelle einstellbar ist.
2. Elektronenstoßionenquelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß magnetisierte
Permanentmagnetblöcke (8) radial magnetisierte Ringe (2) bilden und durch magnetische
Leiter (7, 9) aus weichmagnetischem Material zu einem magnetischen Kreis (13) verbunden
sind.
3. Elektronenstoßionenquelle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
magnetisierten Permanentmagnetblöcke (8) Quader aus hartmagnetischen Materialien wie
Sm5Co oder NdFeB bestehen.
4. Elektronenstoßionenquelle nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die radial magnetisierten Ringe (2) außerhalb der Einrichtung zur Erzeugung eines
Vakuums abnehmbar angeordnet sind.
5. Elektronenstoßionenquelle nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
die zu öffnende und zu schließende Ionenfalle aus einer auf einem Hochspannungsisolator
montierten dreigeteilten Driftröhre (4, 15, 4) besteht, wobei an den mittleren Teil (15) ein
steuerbares Beschleunigungspotential und die beiden äußeren Potentiale ein einstellbares
Fallenpotential legbar ist.
6. Elektronenstoßionenquelle nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zentrale
Driftröhre (15) mit einer Anzahl von entlang des axialen Elektronenstrahls verlaufenden
Langlöchern versehen ist.
7. Elektronenstoßionenquelle nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Vakuumrezipient (1) mit vier Flanschen (10) vorgesehen ist, bei dem zwei sich
gegenüberliegende Flansche eine erste Achse (16) bilden und zwei weitere Flansche eine
zweite Achse (17) bilden, wobei erste und zweite Achse (16, 17) sich kreuzen, auf der ersten
Achse (16) Elektronenkanone (3), Driftröhren (4, 15, 4), Elektronenkollektor (5) und
Extraktor (6) in dieser Reihenfolge angeordnet sind, und entlang der zweiten Achse (17) an
einem Flansch eine Hochspannungsdurchführung (11) zur Positionierung der Driftröhren
(4, 15, 4) im Verlauf der ersten Achse (16) und an dem anderen Flansch (10) eine
Vakuumpumpe anschließbar ist.
8. Elektronenstoßionenquelle nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
magnetischen Leiter (7) parallel zur ersten Achse (16) den Vakuumrezipienten (1) beidseits
der zweiten Achse (17) durchstechen und einen Aufsitz für die Ringstrukturen (2) zwei
bilden, und der in den Vakuumrezipienten (1) ragende Teil der magnetischen Leiter (7) l-
förmig abgewinkelt ist und mit den Driftröhren (4) magnetisch kurzgeschlossen ist.
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