DE19950891C2 - Regenerative Nachverbrennungsvorrichtung - Google Patents
Regenerative NachverbrennungsvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine regenerative Nachverbrennungs
vorrichtung nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Regenerative Nachverbrennungvorrichtungen, wie sie z. B.
in der EP 0 719 984 A2 oder der EP 0 548 630 A1 beschrieben
sind, weisen einen Drehverteiler auf, dessen obere Durch
trittsöffnungen sämtlich tortenstückförmig ausgebildet
sind und alle dieselbe radiale Erstreckung aufweisen. Die
Führung der verschiedenen, den Drehverteiler durchsetzenden
Gase durch den Drehverteiler hindurch gestaltet sich dabei
verhältnismäßig schwierig, wobei auch eine verhältnismäßig
hohe axiale Abmessung des Drehverteilers und der diesem
zugeordneten peripheren Einrichtungen zur Gasführung in
Kauf genommen werden muß. Im allgemeinen kann die Antriebs
einheit für den Drehverteiler nicht direkt an diesen
angebaut werden sondern muß mit diesem über eine zwischen
geschaltete Antriebswelle verbunden werden. Die unterschied
lichen Temperaturen im Drehverteiler können zudem zu dessen
ungleichmäßiger Ausdehnung führen.
Diese Probleme werden bei einer regenerativen Nachverbren
nungsvorrichtung der eingangs genannten Art, wie sie in
der US 4 280 416 A beschreiben ist, weitgehend vermieden.
Bei ihr unterscheiden sich die verschiedenen Durchtritts
öffnungen Oberseite des Drehverteilers nicht nur in ihrer
Winkellage sondern darüber hinaus im radialen Abstand von
der Achse der Nachverbrennungsvorrichtung. Die Durchtritts
öffnungen des Drehverteilers kommunizieren nunmehr nicht
mehr alle über dieselbe Öffnung in der unteren Trennwand
des Verteilraumes mit dem jeweiligen Segment des Verteilraumes
sondern über getrennte Durchtrittsöffnungen in
dieser Trennwand, die aufgrund ihres radialen Abstand von
der Achse der Nachverbrennungsvorrichtung einer speziellen
Durchtrittsöffnung des Drehverteilers zugeordnet sind.
Der Drehverteiler ist beim Gegenstand der US 4 280 416 A
als ebene Platte ausgebildet, die mit ihrer Unterseite
an verschiedenen, in unterschiedlichem radialem Abstand
angeordneten Gaseinlaß- und Auslaßkanälen und mit ihrerr
Oberseite an einer stationären Platte anliegt, die den Ver
teilraum nach unten begrenzt. Dabei ist es sehr schwierig,
insbesondere angesichts der herrschenden Temperaturen,
den Drehverteiler eben zu halten. Es kommt zu Undichtig
keiten und zu einem Verklemmen des Drehverteilers. Die
konzentrische Anordnung der Gaszufuhr- und Abfuhrkanäle
ist aufwendig und benötigt viel Platz.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine regenera
tive Nachverbrennungsvorrichtung der eingangs genannten
Art so auszugestalten, daß der Drehverteiler und die
zur Gasführung zum Drehverteiler benutzten peripheren
Einrichtungen möglichst einfach aufgebaut, insbesondere
in axialer Richtung klein bauen, und daß der Drehver
teiler gegen Verformungen stabil ist.
Diese Aufgabe wird mit den in Anspruch 1 angegebenen
Mitteln gelöst.
Der erfindungsgemäße Drehverteiler besteht aus sehr einfach
herzustellenden Komponenten, die problemlos, z. B. durch
Schweißen, miteinander verbunden werden können, um so die
verschiedenen Durchströmungswege für die verschiedenen
Gase zu bilden, ist aber in sich stabil. Reingas, welches
über die Reingas-Durchtrittsöffnung in axialer Richtung
von dem Verteilraum nach unten durchtritt, braucht den
Drehverteiler in axialer Richtung nicht vollständig
zu durchströmen, sondern wird innerhalb des Drehverteilers
radial nach außen umgelenkt. Für diesen Gasstrom werden
also an der Unterseite des Drehverteilers keine Anschluß
komponenten mehr benötigt. Ein Durchströmungsraum im
eigentlichen Sinne für das Reingas ist in einem solchen
Drehverteiler nicht mehr enthalten, was die Herstellungs
kosten weiter reduziert.
Bei fast allen regenerativen Nachverbrennungsvorrichtungen,
so auch denjenigen, die in den beiden oben genannten
Druckschriften beschrieben sind, werden durch den Dreh
verteiler nicht nur zu reinigendes Abgas und Reingas
sondern darüber hinaus auch Spülluft hindurchgeleitet.
Diese reinigt die Segmente, die zuvor von Abgas durchströmt
worden waren, bevor sie zum Durchgang von Reingas genutzt
werden. Die Drehverteiler dieser regenerativen Nachver
brennungsvorrichtungen können daher entsprechend ihrer
Drehstellung auch eine Verbindung zwischen einem Anschluß
für Spülluft und mindestens einem dritten Segment des
Wärmetauscherraumes herstellen und besitzen hierzu an
ihrer Oberseite mindestens eine Spülluft-Durchtrittsöffnung,
die gegen die Abgas-Durchtrittsöffnung und gegen die
Reingas-Durchtrittsöffnung winkelversetzt ist. Derartige
regenerative Nachverbrennungsvorrichtungen lassen sich
erfindungsgemäß besonders günstig dahingehend ausgestalten,
daß
- a) die Spülluft-Durchtrittsöffnung des Drehverteilers sich in einem radialen Abstand von der Achse der Nachverbrennungsvorrichtung befindet, der sich von demjenigen der Abgas-Durchtrittsöffnung und demjeni gen der Reingas-Durchtrittsöffnung unterscheidet;
- b) die untere Trennwand des Verteilraumes für jedes Segment eine Durchtrittsöffnung für Spülluft aufweist, die denselben radialen Abstand von der Achse der Nachverbrennungsvorrichtung besitzt wie die Spülluft durchtrittsöffnung des Drehverteilers.
Beim Durchleiten von drei verschiedenen Gasströmungen
durch den Drehverteiler erweisen sich die Vorteile des
Prinzips, die Durchtrittsöffnungen des Drehverteilers
nicht nur durch ihre Winkelposition sondern auch durch
ihren radialen Abstand von der Achse der Nachverbrennungs
vorrichtung zu unterscheiden, als besonders groß.
Für regenerative Nachverbrennungsvorrichtungen, die
mit über den Drehverteiler geführter Spülluft arbeiten,
empfiehlt sich schließlich diejenige Ausgestaltung der
Erfindung, bei welcher der Drehverteiler eine hohle
Nabe besitzt, deren Innenraum in der Nähe ihres unteren
Endes mit dem Spülluft-Anschluß und in der Nähe ihres
anderen Endes mit einem Spülluft-Durchströmungsraum
des Drehverteilers kommuniziert, in welchen die Spül
luft-Durchtrittsöffnung an der oberen Begrenzungsplatte
des Drehverteilers mündet. Auf diese Weise wird die
hohle Nabe des Drehverteilers platzsparend als Strömungsweg
für die Spülluft genutzt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend
anhand der Zeichnung näher erläutert; es zeigen
Fig. 1 einen vertikalen Axialschnitt durch den un
teren Bereich einer regenerativen Nachver
brennungsvorrichtung;
Fig. 2 einen Schnitt gemäß Linie II-II von Fig. 1;
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Drehverteiler der
Nachverbrennungsvorrichtung von Fig. 1.
Die regenerative Nachverbrennungsvorrichtung ist in
Fig. 1 insgesamt mit dem Bezugszeichen 1 gekennzeich
net. Ihr grundsätzlicher Aufbau und ihre grundsätzliche
Funktionsweise sind - soweit nachfolgend nichts anderes
gesagt ist - in der EP 0 548 630 1 oder der EP 0 719 984 A2
beschrieben, worauf ausdrücklich verwiesen wird.
Im unteren Bereich der Nachverbrennungsvorrichtung 1,
der in Fig. 1 ausschließlich gezeigt ist, befindet
sich ein Einlaß 3 für die zu reinigende Abluft, die
über eine im wesentlichen horizontal verlaufende Einlaß
leitung 4 zugeführt wird. Die Einlaßleitung 4 ist an ihrem
bezogen auf das Gehäuse 2 der Nachverbrennungsvorrich
tung radial inneren Ende verschlossen und besitzt dort
eine nach oben gerichtete Öffnung 50. Über dieser Öffnung
50 liegt eine Öffnung 52 einer ringförmigen Anschluß
platte 51, sodaß beide Öffnungen 50, 52 von der Abluft
nach oben durchströmt werden können. Der äußere Rand der
Anschlußplatte 51 ist über eine zylindrische Gehäusewand
53 mit einer horizontal verlaufenden Trennwand 44 verbunden,
welche einen Verteilraum 6 nach unten abschließt,
In dem von der Gehäusewand 53 umgebenen, nach unten durch
die Anschlußplatte 51 und nach oben durch die Trennwand
44 abgeschlossenen Raum ist ein Drehverteiler 5 unter
gebracht, der mit Hilfe einer Antriebseinrichtung 54
um die Achse des Gehäuses 2 kontinuierlich oder schritt
weise verdrehbar ist. Der Drehschieber 5 weist eine
untere, ringförmige Begrenzungsplatte 55 sowie eine obere,
kreisrunde Begrenzungsplatte 56 auf, wobei letztere
einen größeren Durchmesser als erstere aufweist. Vom
Außenrand der unteren Begrenzungsplatte 55 führt eine
zylindrische Wand 57 zur oberen Begrenzungsplatte 56 und
begrenzt auf diese Weise einen innerhalb des Drehverteilers
5 liegenden Raum 58. Dieser wird radial nach innen durch
eine weitere sich konisch nach unten verjüngende ringför
mige Trennwand 59 und durch eine hohle Nabe 60 des Dreh
verteilers 5 begrenzt.
Der von der Trennwand 59 und der hohlen Nabe 60 umschlossene
Raum 61 steht über Fenster 62 im oberen Bereich
der Mantelfläche der Nabe 60 mit deren Innenraum in
Verbindung. Dieser kommuniziert seinerseits wieder über
ähnliche Fenster 63 im unteren Bereich der Nabe 60 mit
einem Einlaßplenum 64, das seinerseits über eine horizon
tale Leitung 65 mit einem Spülluft-Anschluß 66 verbunden
ist.
Die untere Begrenzungsplatte 55 des Drehverteilers 5
weist großzügige Öffnungen 67 auf, so daß der Raum 58
innerhalb des Drehverteilers 5 in allen Drehstellungen
über die Öffnung 52 der Anschlußplatte 51 mit der Ein
laßleitung 4 kommunizieren kann.
Der äußere Rand der unteren Begrenzungsplatte 55 des
Drehverteilers 5 ist über einen Federring 68 mit einem
starren Druckring 69 verbunden, in dessen Unterseite
eine oder mehrere Dichtungen 70 eingelegt sind. Diese
Dichtungen 70 werden durch den Federring 68 gegen die
obere Fläche der Anschlußplatte 51 angedrückt. Das Feder
blech 68 besorgt auf diese Weise die Kompensation von
axialen Dehnungsunterschieden, für die bei bekannten
Nachverbrennungsvorrichtungen ein gesonderter Kompensator
verwendet wird.
Zwischen der Gehäusewand 53 und der zylindrischen Wand
57 des Drehschiebers 5 ist ein Ringraum 72 ausgebildet,
der über eine horizontale Leitung 73 mit einem Auslaß
74 für Reingas verbunden ist. Das Reingas wird aus diesem
Auslaß 74 mit Hilfe eines nicht dargestellten Gebläses
abgesaugt.
Wie Fig. 3 zeigt, ist die obere Begrenzungsplatte 56
des Drehverteilers 5 gedanklich in 11 tortenstückförmige
Sektoren eingeteilt, die jeweils einen Winkel von etwa
32,7° einschließen. In einem dieser Sektoren ist, ver
hältnismäßig nahe am Mittelpunkt der Begrenzungsplatte
56, eine erste Durchtrittsöffnung 75 eingebracht, die
geometrisch als Kreisringsegment verstanden werden kann
und, wie später deutlich wird, dem Durchlaß von Spülluft
dient. Der auf den die Öffnung 75 enthaltenden Sektor
folgende Sektor ist frei von Durchtrittsöffnungen. An
diesen Sektor schließen sich jedoch drei Sektoren an,
die eine zweite, kreisringsegmentförmige Durchtritts
öffnung 76 enthalten. Diese Öffnung 76 dient, wie später
deutlich werden wird, dem Durchlaß von zu reinigendem
Abgas. Die radial innenliegende Begrenzungslinie der
Durchtrittsöffnung 76 weist einen größeren Radius auf
als die radial außenliegende Begrenzungslinie der Durch
trittsöffnung 75.
An den die Durchtrittsöffnung 76 enthaltenden Sektor der
oberen Begrenzungsplatte 56 des Drehverteilers 5 schließt
sich erneut ein Sektor an, der frei von Durchtrittsöffnungen
ist. Diesem Sektor folgen im Uhrzeigersinn vier Sektoren,
durch welche sich eine dritte kreisringsegmentförmige
Durchtrittsöffnung 77 hindurch erstreckt, die, wie eben
falls später deutlich wird, der Durchleitung von Reinluft
dient. Erneut verläuft die kreisbogenförmige innere
Begrenzungslinie der Durchtrittsöffnung 77 in einem
größeren Abstand vom Mittelpunkt der oberen Begrenzungs
platte 56 des Drehverteilers 5 als die radial äußere
Begrenzungslinie der Durchtrittsöffnung 76. Zwischen dem
im Uhrzeigersinn gesehen letzten Sektor, der die Durch
trittsöffnung 77 enthält, und dem die Spülluft-Durchtritts
öffnung 75 enthaltenden Sektor liegt wiederum ein von
Durchtrittsöffnungen freier Sektor der oberen Begren
zungsplatte 56.
Die Spülluft-Durchtrittsöffnung 75 der oberen Begrenzungsplatte
56 des Drehverteilers 5 kommuniziert mit dem
von der Trennwand 59 des Drehverteilers 5 umgebenen
Raum 61. Die Durchtrittsöffnung 76 in der oberen Begren
zungsplatte 56 steht mit dem Raum 58 des Drehverteilers
5 in Verbindung. Die Reingas-Durchtrittsöffnung 77 der
oberen Begrenzungsplatte 56 schließlich liegt in demjenigen
Bereich, der über die zylindrische Wand 57 des Drehvertei
lers 5 radial übersteht und kommuniziert mit dem Ringraum
72 zwischen dieser Wand 57 und der Gehäusewand 53 und
damit mit dem Anschluß 74 für Reingas.
Wie Fig. 2 zeigt, ist der oberhalb des Drehverteilers
5 liegende Verteilraum 6 durch 11 Trennwände 49 in 11
Segmente unterteilt, die also ebenfalls einen Winkel
von etwa 32,7° einschließen. Die Trennwände 49 verlau
fen in radialer Richtung von einem inneren Rohrstück
78 zur Wand des Gehäuses 2. Die den Verteilraum 6 nach
unten abschließende Trennwand 44 enthält in jedem der
Sektoren, die einem Segment des Verteilraumes 6 zugeord
net sind, drei Durchtrittsöffnungen 79, 80, 81 in unter
schiedlichen radialen Abständen:
Die dem Mittelpunkt der Trennwand 44 am nächsten kommende Durchtrittsöffnung 79 wird radial innen durch das Rohrstück 78 begrenzt und weist eine radial äußere kreisbogenförmige Begrenzungslinie auf, deren Radius gleich dem Radius der äußeren Begrenzungslinie der Spülluft-Durchtrittsöffnung 75 in der oberen Begrenzungsplatte 56 des Drehverteilers 5 ist.
Die dem Mittelpunkt der Trennwand 44 am nächsten kommende Durchtrittsöffnung 79 wird radial innen durch das Rohrstück 78 begrenzt und weist eine radial äußere kreisbogenförmige Begrenzungslinie auf, deren Radius gleich dem Radius der äußeren Begrenzungslinie der Spülluft-Durchtrittsöffnung 75 in der oberen Begrenzungsplatte 56 des Drehverteilers 5 ist.
Die radial außerhalb dieser innersten Durchtrittsöffnung
79 der Trennwand 44 liegende weitere Öffnung 80 von jedem
Sektor besitzt eine radial innere Begrenzungslinie, deren
Radius mit demjenigen der radial inneren Begrenzungslinie
der Durchtrittsöffnung 76 des Drehverteilers 5 und deren
radial äußere Begrenzungslinie denselben Radius wie die
radial äußere Begrenzungslinie dieser Durchtrittsöffnung
76 aufweist.
Die radial am weitesten außenliegende Durchtrittsöffnung
81 in jedem Sektor der Trennwand 44 des Verteilraumes
6 schließlich überdeckt in radialer Richtung denselben
Bereich wie die Durchtrittsöffnung 77 in der oberen
Begrenzungsplatte 56 des Drehverteilers 5.
In dem in Fig. 1 nicht mehr dargestellten Bereich der
Nachverbrennungsvorrichtung 1 oberhalb des Verteil
raumes 6 befindet sich in bekannter Weise ein Wärmetau
scherraum, der entsprechend dem Verteilerraum 6 in 11
Segmente unterteilt ist, die mit dem 11 Segmenten des
Verteilraumes 6 über Durchtrittsöffnungen in einer zwischen
Verteilraum und Wärmetauscherraum liegenden Trennwand
kommunizieren. Oberhalb des Wärmetauscherraumes schließlich
befindet sich eine Verbrennungskammer, in der im allgemei
nen ein Brenner angeordnet ist.
Die oben beschriebene thermische Nachverbrennungsvor
richtung arbeitet wie folgt:
Die zu reinigenden Abgase werden über den Einlaß 3 und die Einlaßleitung 4 sowie über die Öffnung 50 in der Einlaßleitung 4, die Öffnung 52 in der Anschlußplatte 51 und die unteren Öffnungen 67 im Drehverteiler 5 in den ringförmigen Raum 58 des Drehverteilers 5 gebracht. Von diesem treten die zu reinigenden Abgase über die Durch trittsöffnung 76 in der oberen Begrenzungsplatte 56 des Drehverteilers 5 in bestimmte Segmente des Verteilraumes 6 ein, und zwar über die Durchtrittsöffnungen 80 in denjenigen Sektoren der Trennwand 44, die gerade mit der Durchtrittsöffnung 76 des Drehverteilers 5 kommunizieren.
Die zu reinigenden Abgase werden über den Einlaß 3 und die Einlaßleitung 4 sowie über die Öffnung 50 in der Einlaßleitung 4, die Öffnung 52 in der Anschlußplatte 51 und die unteren Öffnungen 67 im Drehverteiler 5 in den ringförmigen Raum 58 des Drehverteilers 5 gebracht. Von diesem treten die zu reinigenden Abgase über die Durch trittsöffnung 76 in der oberen Begrenzungsplatte 56 des Drehverteilers 5 in bestimmte Segmente des Verteilraumes 6 ein, und zwar über die Durchtrittsöffnungen 80 in denjenigen Sektoren der Trennwand 44, die gerade mit der Durchtrittsöffnung 76 des Drehverteilers 5 kommunizieren.
Die Abgase durchqueren daraufhin die entsprechenden
Segmente des über dem Verteilraumes 6 liegenden Wärme
tauscherraumes und werden dabei in bekannter Weise bis
nahe an die Entzündungstemperatur der in den Abgasen
enthaltenen Verunreinigungen erhitzt. Die Nachverbrennung
dieser Verunreinigungen findet dann in der Verbrennungs
kammer über dem Wärmetauscherraum statt. Die heißen,
nunmehr von Verunreinigungen befreiten Verbrennungsgase
(hier kurz "Reingas" genannt) werden durch bestimmte
Segmente des Wärmetauscherraumes wieder nach unten geleitet,
treten dabei in Wärmeaustausch mit dem zuvor durch auf
steigende Abgase erhitzten Wärmetauschermaterial und
kühlen sich dabei ab. Sie gelangen aus dem Wärmetau
scherraum in die entsprechenden Segmente des Verteil
raumes 6. Bei diesen Segmenten handelt es sich um die
jenigen, deren radial außenliegende Durchtrittsöffnungen
81 mit der Durchtrittsöffnung 77 im Drehverteiler 5
kommunizieren. Von dort strömen die Reingase in den
Ringraum 72 zwischen dem Drehverteiler 5 und der Gehäuse
wand 53 und von dort über die Leitung 73 und den Reingas-
Auslaß 74 aus.
Gleichzeitig wird über den Spülluft-Anschluß 66 und die
Leitung 65 reine Luft, bei der es sich um einen Teil
der erzeugten Reinluft handeln kann, in das Einlaßplenum
64 eingeführt. Diese reine, zu Spülzwecken dienende Luft
strömt weiter über die Fenster 63 in den Innenraum der
hohlen Nabe 60 des Drehverteilers 5, über die Fenster
62 im oberen Bereich der Nabe 60 in den Durchströmungsraum
61 des Drehverteilers 5 und von dort über die Durchtritts
öffnung 75 in der oberen Begrenzungsplatte 56 des Drehver
teilers 5 und die radial am weitesten innenliegende Durch
trittsöffnung 79 des hiermit kommunizierenden Segmentes
des Verteilraumes 6 nach oben in ein Segment des Wärmetauscherraumes.
Hier sorgt die Spülluft dafür, daß Reste
von Abgas, die bei der vorausgegangenen Durchströmung mit
Abgas in diesem Segment verblieben sind, in die Verbren
nungskammer herausgespült und dort nachverbrannt werden.
Bei einem nicht näher dargestellten Ausführungsbeispiel
erfolgt die Spülluft-Strömung in umgekehrter Richtung:
Die Spülluft wird dann über den Spülluft-Anschluß 66 abgesaugt.
Die Spülluft wird dann über den Spülluft-Anschluß 66 abgesaugt.
Die geschlossenen Sektoren in der oberen Begrenzungsplatte
56 des Drehverteilers 5 sorgen in bekannter Weise dafür,
daß keine der Durchtrittsöffnungen 79, 80, 81 in der
unteren Trennwand 44 des Verteilraumes 6 gleichzei
tig mit zwei Durchtrittsöffnungen 75, 76, 77 des Drehver
teilers 5 kommunizieren können, wodurch ein die Reinigungs
funktion beeinträchtigender Gas-Bypass hergestellt würde.
Claims (5)
1. Regenerative Nachverbrennungsvorrichtung, welche in einem
Gehäuse von oben nach unten umfaßt:
- a) eine Verbrennungskammer;
- b) einen Wärmetauscherraum, der in mehrere mit Wärmetauscher material gefüllte Segmente unterteilt ist;
- c) einen Verteilraum, der entsprechend dem Wärmetauscherraum in Segmente unterteilt ist, die jeweils mit einem Segment des Wärmetauscherraums in Verbindung stehen;
- d) einen Drehverteiler, der entsprechend seiner Drehstellung
herstellt:
- a) eine Verbindung zwischen einem Einlaß für zu reinigen des Abgas und mindestens einem ersten Segment des Wärmetauscherraums;
- b) eine Verbindung zwischen mindestens einem zweiten Segment des Wärmetauscherraums und einem Auslaß für gereinigtes Gas,
- a) die Abgas-Durchtrittsöffnung und die Reingas-Durchtritts öffnung des Drehverteilers sich in unterschiedlichen radialen Abständen von der vertikalen Achse der Nachverbrennungsvor richtung befinden;
- b) die untere Trennwand des Verteilraums in jedem Segment
aufweist:
- a) eine erste Durchtrittsöffnung für Abgase, die den selben radialen Abstand von der Achse der Nachver brennungsvorrichtung besitzt wie die Abgas-Durch trittsöffnung des Drehverteilers;
- b) eine zweite Durchtrittsöffnung für Reingas, die den selben radialen Abstand von der Achse der Nachver brennungsvorrichtung besitzt wie die Reingas-Durch trittsöffnung des Drehverteilers,
- a) der Drehverteiler (5) eine obere Begrenzungsplatte (56), in welcher die Abgas-Durchtrittsöffnung (76) und die Rein gas-Durchtrittsöffnung (77) und ggf. eine Spülluft-Durch trittsöffnung (75) ausgebildet sind, eine untere Begrenzungs platte (55), in welcher ein mit dem Einlaß (3) für die zu reinigenden Abgase kommunizierende Öffnung (67) vorgesehen ist, sowie eine Trennwand (57) umfaßt, welche die beiden Begrenzungsplatten (55, 56) miteinander verbindet und in dem Drehverteiler (5) zumindest teilweise einen Durchströ mungsraum (58) für zu reinigende Abgase begrenzt;
- b) die Reingas-Durchtrittsöffnung (77) in der oberen Begrenzungs platte (56) des Drehverteilers (6) über einen radial nach außen geöffneten Bereich des Drehverteilers (5) mit einem Ringraum (72) verbunden ist, der seinerseits mit dem Auslaß (74) für gereinigtes Gas in Verbindung steht;
- c) die obere Begrenzungsplatte (56) des Drehverteilers (5) einen größeren Radius aufweist als die Trennwand (57) des Drehverteilers (5), wobei die Reingas-Durchtrittsöffnung (77) in der oberen Begrenzungsplatte (56) sich in deren radial über die Trennwand (57) überstehenden Bereich befindet.
2. Regenerative Nachverbrennungsvorrichtung nach Anspruch
1, bei welcher der Drehverteiler außerdem entsprechend
seiner Drehstellung eine Verbindung zwischen einem An
schluß für Spülluft und mindestens einem dritten Segment
des Wärmetauscherraumes herstellt und hierzu an seiner
Oberseite mindestens eine Spülluft-Durchtrittsöffnung
besitzt, die gegen die Abgas-Durchtrittsöffnung und
gegen die Reingas-Durchtrittsöffnung winkelversetzt
ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
- a) die Spülluft-Durchtrittsöffnung (75) des Drehver teilers (5) sich in einem radialen Abstand von der Achse der Nachverbrennungsvorrichtung (1) befindet, der sich von demjenigen der Abgas-Durchtrittsöffnung (76) und demjenigen der Reingas-Durchtrittsöffnung (77) unterscheidet;
- b) die untere Trennwand (44) des Verteilraums (6) für jedes Segment eine Durchtrittsöffnung (79) für Spül luft aufweist, die denselben radialen Abstand von der Achse der Nachverbrennungsvorrichtung (1) be sitzt, wie die Spülluft-Durchtrittsöffnung (75) des Drehverteilers (5).
3. Regenerative Nachverbrennungsvorrichtung nach Anspruch
2, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehverteiler
(5) eine hohle Nabe (60) besitzt, deren Innenraum in der
Nähe ihres unteren Endes mit dem Spülluft-Anschluß (66)
und in der Nähe ihres anderen Endes mit einem Spülluft-
Durchströmungsraum (61) des Drehverteilers (5) kommuniziert,
in welchen die Spülluft-Durchtrittsöffnung (75) der oberen
Begrenzungsplatte (56) des Drehverteilers (5) mündet.
4. Regenerative Nachverbrennungsvorrichtung nach einem
der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Reingas-Durchtrittsöffnung (77) in der oberen Begren
zungsplatte (56) des Drehverteilers (6) über einen radial
nach außen geöffneten Bereich des Drehverteilers (5)
mit einem Ringraum (72) verbunden ist, der seinerseits
mit dem Auslaß (74) für gereinigtes Gas in Verbindung
steht.
5. Regenerative Nachverbrennungsvorrichtung nach Anspruch
4, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Begrenzungs
platte (56) des Drehverteilers (5) einen größeren Radius
aufweist als eine zylindrische Wand (57) des Drehverteilers
(5), welche teilweise den Durchströmungsraum (58) für zu
reinigendes Abgas begrenzt, und daß die Reingas-Durchtritts
öffnung (77) in der oberen Begrenzungsplatte (56) sich
in deren radial über die Wand (57) überstehendem Bereich
befindet.
Priority Applications (9)
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|---|---|---|---|
| DE19950891A DE19950891C2 (de) | 1999-10-22 | 1999-10-22 | Regenerative Nachverbrennungsvorrichtung |
| AT00967761T ATE290189T1 (de) | 1999-10-22 | 2000-09-23 | Regenerative nachverbrennungsvorrichtung |
| EP00967761A EP1144914B1 (de) | 1999-10-22 | 2000-09-23 | Regenerative nachverbrennungsvorrichtung |
| DK00967761T DK1144914T3 (da) | 1999-10-22 | 2000-09-23 | Regenerativ efterforbrændingsindretning |
| DE50009645T DE50009645D1 (de) | 1999-10-22 | 2000-09-23 | Regenerative nachverbrennungsvorrichtung |
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