DE19950978A1 - Wetterabdeckung insbesondere für zu Fassadenarbeiten aufgestellte Baugerüste - Google Patents

Wetterabdeckung insbesondere für zu Fassadenarbeiten aufgestellte Baugerüste

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Wetterabdeckung insbesondere für zu Fassadenarbeiten aufgestellte Baugerüste. DOLLAR A Eine solche Wetterabdeckung zeichent sich aus durch einen als Rechteck ausgebildeten Tragrahmen (1) mit an seinen Enden (2) angeordneten Befestigungselementen (3) und einer an einem seiner schmalseitigen Rahmenholme (4) befestigten Klappe (5), die im Zuschnitt im wesentlichen der Form und Größe des Tragrahmens (1) entspricht und die aus biegsamem, aber dennoch weitestgehend flächensteifem Kunststoff gebildet ist.

Description

Die Erfindung betrifft eine Wetterabdeckung für zu Fassadenar­ beiten aufgestellte Baugerüste.
Für Fassadenarbeiten an Bauwerken, bspw. Verputzen, Wärmeiso­ lieren, Anstreichen, Verschalen od. dgl., müssen Baugerüste er­ stellt werden, um an der Fassade solche Arbeiten durchführen zu können. Um die damit befaßten Handwerker, aber auch die zu bearbeitende Fassade selbst gegen Nässe durch Niederschläge zu schützen, ist es üblich, soweit bekannt, geeignet große Planen mehr oder weniger behelfsmäßig über dem Gerüst oder zwischen Gerüst und Bauwerk zu verspannen, um damit eine Art Behelfs­ dach zu erstellen. Insbesondere solche behelfsmäßig aus ver­ spannten Planen gebildete Behelfsdächer, die in der Regel auch noch schwierig anzubinden sind, unterliegen dabei auch Wind­ belastungen, die häufig zum Losreißen oder gar Zerreißen der Planen führen, wenn der Wind, was bei Seitenplanen an Gerüsten weniger der Fall ist, von unten gegen die Planen drückt.
Mit anderen Worten, es fehlen, soweit bekannt, einfache und zweckmäßig zu handhabende und ebenso sicher und einfach am Gerüst zu installierende Elemente bzw. Wetterabdeckungen für diesen Zweck, d. h., der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Wetterabdeckung zu schaffen, die diesen Forderungen ge­ nügt und die darüber hinaus auch noch dafür sorgt, daß Wind­ belastungen sich nur reduziert auf eine solche Wetterabdeckung auswirken können.
Diese Aufgabe ist nach der Erfindung für eine solche Wetterabdeckung gelöst durch einen als Rechteck ausgebildeten Tragrahmen mit an seinen Enden angeordneten Befestigungs­ elementen und einer an einem seiner schmalseitigen Rahmen­ holme befestigten Klappe, die im Zuschnitt im wesentlichen der Form und Größe des Tragrahmens entspricht und die aus bieg­ samen aber dennoch weitestgehend flächensteifen Kunststoff ge­ bildet ist.
Wenn man so will, handelt es sich bei dieser erfindungsgemäßen Wetterabdeckung um ein mehr oder weniger großes Klappenventil, das bei keinem oder wenig Wind geschlossen bleibt und Regen wie bei einem normalen Dach abfließen läßt und damit Gerüst und Fassade von Nässe freihält. Bei böigem oder starkem Wind, der in der Regel an der Fassade aufsteigend unter die Dach­ abdeckung strömen wird, kann dieser die Dachabdeckung nur reduziert belasten, da die Klappe vom Wind angehoben wird und dieser nach oben abströmen kann.
Die Dachabdeckung insgesamt besteht dabei mit Rücksicht auf Transport und Handhabbarkeit aus mehreren untereinander iden­ tischen Tragrahmen, die nebeneinander und in Sonderfällen auch hintereinander (wird noch erläutert) angeordnet und in geeig­ neter Weise miteinander verbunden werden, wobei deren Befe­ stigung an den oberen Gerüstholmen und gegf. auch am Dachrand und am Gerüst erfolgt, was ebenfalls noch näher erläutert wird. Da derartige Gerüste in der Regel eine Begehbreite von ca. 1 m haben, hat ein solcher Tragrahmen bspw. Abmessungen in der Größenordnung von bspw. 1 bis 1,5 m Länge und 0,5 bis 1 m Breite.
Vorteilhafte Ausführungs- und Weiterbildungsformen bestehen in Folgendem:
Für den die Klappe bildenden Kunststoff wird, um den oberen Gerüstgang nicht abzudunkeln, transparenter Kunststoff verwen­ det.
Um die Klappe aus Kunststoff nicht durchhängen zu lassen und nicht zu starke und gegebenenfalls sogar formstabile Kunststoffplatten verwenden zu müssen, ist im Rahmen mindestens ein zu den Rahmenholmen paralleler Holm angeordnet, bei dem es sich um Längs- und/oder Querholme handeln kann. Diesbezüglich kann aber auch in Betracht gezogen werden, in die aus Kunststoff bestehende Klappe längs ihrer freien Ränder in diese einen leichten u-förmigen Bügel einzubinden.
Bevorzugt wird die Klappe in mindestens zwei Klappenteile ge­ gliedert, wobei der obere Klappenteil den unteren Klappenteil im Bereich von dessen Befestigung an einem Querholm überlappt. In der Praxis würde dies für einen bspw. 1,5 m langen Trag­ rahmen bedeuten, daß auf bzw. an diesem drei Klappen von je ca. 0,6 m Länge angebracht sind, wobei also jeweils 0,1 m Überlappungslänge zu Verfügung steht.
Bevorzugt wird auch eine Weiterbildungsform dahingehend, daß im Bereich des freien Klappenrandes Elemente derart angeordnet sind, daß der Klappenrand mindestens teilweise in Bezug auf den darunter befindlichen Holm Luftdurchströmöffnungen be­ grenzt. Diese Ausführungsform zieht auch andere als von unten ansströmende Winde in Betracht, die sonst die in üblicher Dach­ flächenneigung angeordneten Tragrahmen mit ihren Klappen von oben belasten würden. Durch die Luftein- bzw. Durchström­ öffnungen ist aber dafür gesorgt, daß Luft einströmen und bei ausreichender Stärke die Klappe bzw. die Klappen anheben kann. Mögliche Ausführungsformen für diese erfindungsgemäße Maßgabe werden noch näher erläutert.
Ferner ist vorgesehen, daß der Tragrahmen mit Anschlußele­ menten für die Verbindung mit identischen Tragrahmen in Längs- und/oder Quererstreckung versehen ist. Dies nimmt Rücksicht darauf, daß eine Wetterabdeckung für ein Gerüst normalerweise insgesamt aus mehreren identischen Tragrahmen besteht bzw. zusammengestellt wird.
Ebenfalls mit Rücksicht auf eine solche Zusammenfügung von mehreren Tragrahmen ist vorgesehen, daß die Klappe den Trag­ rahmen einseitig längs eines Längsholmes und längs des unteren Querholmes überragt.
Die erfindungsgemäße Wetterabdeckung wird nachfolgend anhand der zeichnerischen Darstellung von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 in Draufsicht die aus den Tragrahmen mit drei Klappen gebildete Wetterabdeckung;
Fig. 2 die Wetterabdeckung in Seitenansicht;
Fig. 3 die Wetterabdeckung gemäß Fig. 1 in Pfeilrichtung P gesehen;
Fig. 3A zwei andere Ausführungsformen zu Fig. 3;
Fig. 4 eine besondere Ausführungsform der Klappe;
Fig. 5 ein Ausführungsbeispiel von Anschlußelementen am Trag­ rahmen für dessen Verbindung mit anderen, entsprechen­ den Tragrahmen und
Fig. 6-8 schematisch verschiedene Installationsbeispiele der Wetterabdeckung in Zuordnung zum Dach, zur Fassade und zum Gerüst.
Wie aus den Fig. 1 bis 3 ersichtlich, ist die Wetterabdeckung erfindungsgemäß aus einem als Rechteck ausgebildeten Trag­ rahmen 1 mit an seinen Enden 2 angeordneten Befestigungsele­ menten 3 gebildet und aus einer an einem seiner schmalseitigen Rahmenholme 4 befestigten Klappe 5, die im Zuschnitt im we­ sentlichen der Form und Größe des Tragrahmens 1 entspricht und die aus biegsamem aber dennoch weitestgehend flächensteifem Kunststoff gebildet ist.
Dargestellt ist dabei bereits die bevorzugte Ausführungsform, bei der die Klappe 5 in drei Klappenteile gegliedert ist. Für diese Klappe 5 bzw. diese Klappenteile 5', 5", 5''' wird vorzugsweise transparenter Kunststoff verwendet.
Außerdem sind im Rahmen, entsprechend beabstandet, zwei zu den Rahmenholmen 4 parallele Querholme 6 angeordnet, die zur Befestigung der oberen Ränder der Klappenteile dienen, die den jeweilig nachfolgenden Klappenteil in den Bereichen 10 überlappen, wobei der unterste Klappenteil 5''' den unteren Rahmenholm 4 überragt. Sofern hier von oben und unten die Rede ist, nimmt dies Bezug auf die Neigungsanordnung der Wetter­ abdeckung, wie sie in den noch zu erläuternden Fig. 4 bis 6 verdeutlicht ist.
Unter "biegsamem Kunststoff" ist im übrigen funktionell gleichwertig auch zu verstehen eine gelenk- bzw. scharnier­ artige Anlenkung der Klappe bzw. Klappenteile an den Quer­ holmen des Tragrahmens 1.
Aus den einleitend genannten Gründen sind im Bereich des freien Klappenrandes 7 bzw. der freien Klappenränder Elemente derart vorgesehen, daß der Klappenrand 7 mindestens teil­ weise in Bezug auf den darunter befindlichen Holm 4 bzw. 6 Luftdurchströmöffnungen 8 begrenzt. Die ist schematisch in den Fig. 1 bis 3 mit dargestellt. Bei entsprechender Steifigkeit des Kunststoffes wird einer derartige, bspw. wellenartige Prä­ gung durch entsprechende Verformung des Kunststoffes erreicht, wobei diese Randverformungen 7' bzw. Prägungen so angelegt sind, das Regenwasser trotzdem nach unten abfließen kann.
Funktionell ist Gleiches aber auch erreichbar, wenn gemäß Fig. 3A der untere Rand einer Klappe durch einen Bügel 11 oder auf den Querholmen sitzende kleine Stützzapfen 12 etwas hochge­ halten wird.
Insbesondere in diesem Zusammenhang kann vorgesehen werden, die Klappen 5 bzw. Klappenteile mit einem eingebundenen u- förmigen Bügel 13 zu versteifen, der relativ dünne Kunststoff­ folien straff gespannt hält (siehe Fig. 4).
Unter Verweis auf Fig. 5 ist der Tragrahmen 1 mit An­ schlußelementen 9 für die Verbindung mit identischen Trag­ rahmen 1 in Längs- und/oder Quererstreckung versehen, um mehrere solcher Tragrahmen auf einfache Weise zusammenstecken und zueinander fixieren zu können. Bei diesen Anschlußele­ menten 9 handelt es sich bspw. um Steckzapfen 9', die in die Öffnungsquerschnitte 9" der aus Rohrmaterial gebildeten Rah­ menholme 4 passen und auch in angebrachte Queröffnungen 9''' dieser Holme 4. Für eine Fixierung derart im Sinne der Fig. 5 zusammengefügten Tragrahmen 1 können dann alle geeigneten Fixiermittel verwendet werden, die von unten bspw. schraub­ zwingenartig an den Tragrahmen anzusetzen sind.
In den Fig. 6-8 sind Zuordnungsbeispiele von Tragrahmen 1 zur Ausbildung von Wetterabdeckungen zum Gerüst G, zur je­ weiligen Fasade F und zum Dach D bzw. zur Dachrinne DR dargestellt.
Beim Zuordnungsbeispiel nach Fig. 6 ist der Tragrahmen 1 (Klappenanhub jeweils gestrichelt angedeutet) mit geeigneten Befestigungselementen 3 an der Dachrinne DR einfach eingehängt und mit entsprechender Neigung auf dem Gerüst G aufgelegt und auch dort mit geeigneten, im Gerüstbau üblichen Befesti­ gungsmitteln 3 fixiert.
Beim Zuordnungsbeispiel nach Fig. 7 ist der Tragrahmen 1 bei entsprechender Gerüstgestaltung mit entgegengesetzter Neigung zum Dach D angeordnet, so daß von der Wetterabdeckung ablaufendes Regenwasser über die Dachrinne DR ablaufen kann. Bei diesen Zuordnungsbeispielen handelt es um eine Aneinanderreihung von die gesamte Fasadenlänge erfassenden Tragrahmen 1 senkrecht zur Darstellungsebene.
Im Gegensatz dazu sind die Tragrahmen 1 beim Zuordnungsbei­ spiel nach Fig. 8 über einem Gerüst G an einer firstseitigen Fassade eines Gebäudes dargestellt und in geeigneter Weise am Gerüst G fixiert. Die Tragrahmen 1 können dabei unabhängig voneinander, wie dargestellt am Gerüst angebracht werden; es ist aber auch möglich, die Tragrahmen 1 im Sinne der Fig. 5 in Richtung ihrer Längserstreckung zusammenzustecken und zu fixieren.
Mit Rücksicht auf solche reihen- bzw. spaltenartigen Zusam­ menfügung von mehreren Tragrahmen 1 ist im übrigen vorteilhaft vorgesehen, daß die Klappe 5 bzw. die Klappenteile den Trag­ rahmen 1 einseitig längs eines Längsholmes 4' und längs des unteren Querholmes 4 überragt. Dadurch ergeben sich Über­ lappungen auch von Tragrahmen zu Tragrahmen 1.
Im übrigen kann die Klappe 5 bzw. können die Klappenteile 5', 5", 5" ' auch aus handelserhältlichen, in sich insgesamt stetig gewellten bzw. trapezförmig gewellten Kunststoffplatten gebildet werden, die dann aber zwingend der bereits vorer­ wähnten Gelenk- bzw. Scharnieranbindung an den Querholmen des Tragrahmens 1 bedürfen, da solche Kunststoffplatten zwar auch biegsam sind, dies aber nicht in Längserstreckung ihrer Wel­ len. Sofern dabei die Klappe, wie vorbeschrieben, mehrteilig ausgebildet ist und die ebenfalls vorerwähnten Luftdurchström­ öffnungen 8 vorhanden sein sollen, werden einfach die Wellen­ täler und Wellenberge solcher Platten von Klappenteil zu Klap­ penteil versetzt zueinander angeordnet.
Um insbesondere solche Klappen der Wetterabdeckung vor einem totalen Zurückschlagen durch Wind zu bewahren, können ohne weiteres Rückschlagbegrenzungsanschläge 14 an den Tragrahmen vorgesehen werden, von denen nur einer bspw. in Fig. 8 mit angedeutet ist.

Claims (9)

1. Wetterabdeckung insbesondere für zu Fassadenarbeiten aufge­ stellte Baugerüste, gekennzeichnet durch einen als Rechteck ausgebildeten Tragrahmen (1) mit an seinen Enden (2) angeordneten Befestigungselementen (3) und einer an einem seiner schmalseitigen Rahmenholme (4) befestigten Klappe (5), die im Zuschnitt im wesentlichen der Form und Größe des Tragrahmens (1) entspricht und die aus biegsamem aber dennoch weitestgehend flächensteifem Kunststoff gebildet ist.
2. Wetterabdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die Klappe (5) bildende Kunststoff transparenter Kunststoff ist.
3. Wetterabdeckung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Rahmen mindestens ein zu den Rahmenholmen (4) paral­ leler Querholm (6) angeordnet ist.
4. Wetterabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe (5) in mindestens zwei Klappenteile gegliedert ist, wobei der obere Klappenteil (5') den unteren Klappenteil (5") im Bereich von dessen Befestigung an einem Querholm (6) überlappt.
5. Wetterabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des freien Klappenrandes (7) Elemente derart angeordnet sind, daß der Klappenrand (7) mindestens teilweise in Bezug auf den darunter befindlichen Holm (4, 6) Luftdurch­ strömöffnungen (8) begrenzt.
6. Wetterabdeckung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die den freien Klappenrand (7) bildenden Elemente aus wellenartigen Randverformungen (7') gebildet sind.
7. Wetterabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragrahmen (1) mit Anschlußelementen (9) für die Verbindung mit identischen Tragrahmen (1) in Längs- und/oder Quererstreckung versehen ist.
8. Wetterabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe (5) den Tragrahmen (1) einseitig längs eines Längsholmes (4) und längs des unteren Querholmes (4) überragt.
9. Wetterabdeckung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe (5) oder die Klappenteile (5', 5", 5''') mit einem am Tragrahmen (1) angeordneten Rückschlagbegrenzer (14) versehen sind.
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