DE19951746A1 - Heizkörperbefestigung und Verfahren zur Festlegung von Heizkörpern - Google Patents

Heizkörperbefestigung und Verfahren zur Festlegung von Heizkörpern

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Abstract

Beschrieben wird eine Befestigungseinrichtung zur Festlegung eines Heizkörpers an einer vertikalen Fläche mittels Wand-Konsole/n odr an einer horizontalen Fläche mittels Stand-Konsole/n, mit zumindest nahe dem unteren und/oder oberen Ende des Heizkörpers (10) vorgesehenen Halteflächen (22; 16), an die von Wand- oder Standkonsole/n gebildete oder getragene Halteflächen (18, 20) angreifen können, wobei erfindungsgemäß zumindest ein Teil der Halteflächen (16, 18) als Haftverbindung ausgebildet sind.

Description

Die Erfindung betrifft eine Befestigungseinrichtung zur Festlegung eines Heizkörpers an einer vertikalen Fläche mittels Wand-Konsoleln oder an einer horizontalen Fläche mittels Stand-Konsolen mit zumindest nahe dem unteren und/oder oberen Ende des Heizkörpers vorgesehenen Halteflächen, an die von Wand- oder Standkonsole/n gebildete oder getragene Halteflächen angreifen können.
Bisher wurden diese Halteflächen beispielsweise dadurch gebildet, daß ein Haken auf der einen Seite in eine Öse auf der anderen Seite eingegriffen hat. Alternativ wurden mechanische Klemmverbindungen verwendet, die die Heizkörper mit den Stand- oder Wandkonsolen verbunden haben.
Nachteilig ist, daß es notwendig ist, die an der Fläche des Heizkörpers angreifenden Halteflächen der Stand- oder Wandkonsolen so auszurichten und anzubringen, daß sie zueinander fluchten. Um das zu erreichen, müssen entweder für jede Heizkörperhöhe unterschiedliche Konsolen vorgehalten werden, oder aber die Konsolen müßten mit ihrer Hakeneinrichtung verstellbar sein. Beides erhöht die Kosten, zum einen die Kosten der Lagerhaltung, zum anderen die Kosten der Konstruktion und Herstellung.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Befestigungseinrichtung der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, daß auf diese kostenaufwendige Lagerhaltung unterschiedliche ausgeführter Konsolen verzichtet werden kann, bzw. daß mit einer einzigen Konsole unterschiedliche Heizkörper gehaltert werden können.
Gelöst wird die Aufgabe dadurch, daß zumindest ein Teil der Haltefläche eine Haftverbindung aufweist.
Eine derartige Haftverbindung, wenn sie mittels chemischer Stoffe hergestellt wird, erfordert lediglich eine einigermaßen ebene Angreiffläche, keine speziell dafür vorgesehene Öse oder Lasche am Heizkörper bzw. Haken oder Auflage am Konsolenteil.
Dadurch wird mit einer einzigen Konsole ermöglicht, Heizkörper unterschiedlicher Höhe zu lagern und gleichzeitig auch zu sichern, sofern nur die Haftverbindung ausreichend fest ist, um auch gegenüber unautorisiertes Manipulieren gesichert zu sein.
Die insoweit beschriebene Haftverbindung stellt somit nicht nur eine Halterung für den Heizkörper dar, sie ist gleichzeitig eine Aushängesicherung für den Heizkörper.
Manche Haftverbindungen, insbesondere solche, die mit chemischen Stoffen arbeiten, neigen u. U. zum Kriechen. In diesen Fällen ist es günstig, wenn gemäß einer Weiterbildung der Erfindung die Heizkörperbefestigung für Heizkörper mit zumindest einer, vorzugsweise am unteren Ende des Heizkörpers angebrachten oder anbringbaren formschlüssigen Halteeinrichtungen, wie am Heizkörper angebrachten Haltelaschen/Vorsprüngen/Rücksprüngen/Durchbrüchen/Kanten versehen ist, in die von der Wand- oder Standkonsole gebildete oder getragene Vorsprünge, Haken oder dgl. eingreifen können, wobei erfindungsgemäß eine erste Hafteinrichtung am oberen Ende des Heizkörpers, vorzugsweise in vertikaler Ausrichtung zu der formschlüssigen Halteeinrichtung am unteren Ende des Heizkörpers vorgesehen ist, sowie eine zweite Hafteinrichtung an der oder an einer zugehörigen Konsole, wobei die beiden Hafteinrichtungen derart angeordnet sind, daß sie bei formschlüssiger Verbindung zwischen formschlüssiger Halteeinrichtung und zugehöriger Konsole diese sich beim Anschwenken des Heizkörpers an die Wand aneinanderlegen.
Durch diese Kombination einer formschlüssigen, d. h. nicht kriechenden Aufhängung einerseits und der Hafteinrichtung andererseits wird zum einen die Vereinfachung der Montage der unterschiedlichen Heizkörperhöhen erreicht, zum anderen auch die Sicherung gegen unautorisiertes Aushängen, ohne daß die Gefahr des Wegkriechens des Heizkörpers entlang der Konsole gegeben wäre.
Statt einer chemischen Verbindung mittels Klebetechnik kann auch eine mechanische Hafteinrichtung vorgesehen werden, beispielsweise in Form einer ersten und einer zweiten Hafteinrichtung, die einen Klettverschluß darstellen und dadurch eine zerstörungsfrei wieder lösbare Verbindung ermöglichen.
Es gibt auch Klettverschlüsse, die eine derartige zerstörungsfreie wieder lösbare Hafteinrichtung darstellen.
Es gibt aber Anwendungsfälle, wo eine nicht zerstörungsfrei wieder lösbare Klebeverbindung gewünscht wird, beispielsweise dort, wo eine Dauerverbindung hergestellt werden soll, die nicht wieder gelöst werden muß oder darf.
Besonders bewährt haben sich Hafteinrichtungen, die von einem Klebeband oder einem Klebepad gebildet werden.
Alternativ können aber auch mechanische Hafteinrichtungen vorgesehen werden, beispielsweise eine solche Konstruktion, bei der eine erste und eine zweite Hafteinrichtung einen durch seitliche Verschiebung wieder lösbaren Druckverschluß darstellen.
Derartige Haftverbindungen arbeiten besonders günstig, wenn gemäß einer Weiterbildung der Erfindung die erste und zweite Hafteinrichtung eine langgestreckte bandartige Fläche darstellen. Eine derartige bandartige Fläche sollte vorzugsweise so ausgerichtet werden, daß die Achse der langgestreckten Fläche vertikal oder horizontal nahe der vertikalen Seitenkante bzw. nahe der oberen horizontalen Kante des Heizkörpers verläuft. An der oberen Kante des Heizkörpers sind die (horizontalen) Zugkräfte relativ klein, weil das Hauptgewicht parallel zur Wandebene (vertikal) verläuft, während die von der Wand weggerichteten Hebelkräfte wegen des kleinen Hebelarms nur relativ klein bleiben.
Günstig ist, wenn die erste Hafteinrichtung von einer von der Konsole gebildeten oder getragenen Fläche gebildet wird, und die zweite Hafteinrichtung von einer unbehandelten Oberfläche des Heizkörpers, wie Hinterwandflächenebene. Auf diese Weise braucht lediglich die Konsole entsprechend vorbehandelt zu werden, während der Heizkörper selbst keine besonderen Maßnahmen erfordert, um ihn an einer Konsole zu befestigen.
Wird eine nicht-lösbare Verbindung gewünscht, ist es günstig, wenn die erste Hafteinrichtung einen durch chemisch oder thermisch oder durch UV-Strahlung ausgelöste Vernetzung aushärtbaren halbflüssigen Kunststoff darstellt.
Ansonsten ist es günstig, wenn die erste und zweite Hafteinrichtung gleichzeitig eine Aushebe-, Verschiebe- oder Abhebesicherung bilden.
Diese durch erste und zweite Hafteinrichtung gebildete Aushebe-, Verschiebe- oder Abhebesicherung kann aber auch unabhängig von der Heizkörperhalterung vorgesehen sein. Das ist insbesondere dann günstig, wenn die Tragkraft, die der Heizkörper erfordert, wesentlich größer ist, und eine stärkere, z. B. Mechanische Halteeinrichtung erfordert, als die Sicherung gegen ein Ausheben, Verschieben oder Abheben.
Es ist auch denkbar, die erfindungsgemäße Einrichtung lediglich zur Befestigung einer Abdeckplatte oder eines Schutzgitters eines Heizkörpers zu verwenden. Die dabei auftretenden Haltekräfte sind relativ klein und eignen sich besonders für die hier vorgeschlagene Konstruktion.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Festlegung von Heizkörpern mit zumindest einer, vorzugsweise am unteren Ende des Heizkörpers angebrachten oder anbringbaren formschlüssigen Halteeinrichtungen, wie am Heizkörper angebrachte Haltelaschen/Vorsprünge/Rücksprünge/Durchbrüche/Kanten, in die von Wand- oder Standkonsole gebildete oder getragene Vorsprünge, Haken oder dgl. eingreifen können. Ein ähnliches Verfahren ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß folgende Verfahrensschritte angewendet werden:
  • a) Befestigen der für den Heizkörper erforderlichen Wand- oder Standkonsole/n an Wand bzw. Boden;
  • b) Anbringung einer ersten Hafteinrichtung am oberen Ende des Heizkörpers im Bereich einer zugehörigen Konsole;
  • c) Anbringen oder Aktivieren einer zweiten Hafteinrichtung an der zugehörigen Konsole;
  • d) Einhängen des Heizkörpers in die formschlüssige Halterung;
  • e) Anschwenken des Heizkörpers bis zur Kontaktgabe zwischen erster und zweiter Hafteinrichtung.
Diese Verfahrensweise ist gegenüber den bekannten Einrichtungen besonders einfach und schnell.
Gemäß einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens dient dieses zur lösbaren Festlegung von Wandteilen in Rahmenteilen, mit zumindest am unteren Ende des Wandteils angebrachten oder anbringbaren formschlüssigen Halteeinrichtungen, wie Haltelaschen/ Vorsprünge/ Rücksprünge/ Durchbrüche/­ Kanten, in die vom Rahmen gebildete oder getragene Vorsprünge, Haken oder dgl. eingreifen können, wobei erfindungsgemäß folgende Verfahrensschritte angewendet werden:
  • a) Aufstellen des für die Wandteile erforderlichen Rahmens;
  • b) Anbringung einer ersten Hafteinrichtung am oberen Ende des Wandteils/Rahmens;
  • c) Anbringen oder Aktivieren einer zweiten Hafteinrichtung an dem zugehörigen Bereich des Rahmens/Wandteils;
  • d) Einpassen des Wandteils in den Rahmen;
  • e) Anschwenken/Andrücken des Wandteils bis zur Kontaktgabe zwischen erster und zweiter Hafteinrichtung.
Diese Verfahrensweise erlaubt ein besonders schnelles und preisgünstiges Zusammenstellen von Schränken, die aus Rahmenteilen und Wandteilen bestehen und bei denen die Montage kein Schrauben und Haken erfordert.
Die Wand kann eine am Rahmen mit Scharnieren angeschlagene Tür oder Klappe darstellen, so daß auch bezüglich derartiger Einrichtungen die erfindungsgemäßen Vorteile ausgeschöpft werden können.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, die in den Zeichnungen dargestellt sind.
Es zeigt:
Fig. 1 in einer Seitenansicht, schematisiert, einen Heizkörper, der an seinem unteren Ende formschlüssig aufgehängt ist, an seinem oberen Ende mittels Hafteinrichtung befestigt bzw. gehalten wird;
Fig. 2 zwei Bauteile, die mittels eines Haftstreifens miteinander verbunden sind; und
Fig. 3 ein Beispiel für eine mechanische Haftverbindung, dargestellt in einer Seitenansicht.
In Fig. 1 ist in einer Seitenansicht ein Heizkörper 10 zu erkennen, der an seinem unteren Ende mit eine Lasche 22 versehen ist, an seinem oberen Ende beispielsweise unterhalb einer weiteren Lasche 122 mit einer ersten Haltefläche 16, die mit einer zweiten Haltefläche 18 zusammenarbeitet, die ihrerseits von einer an einer Wandfläche 12 getragenen Konsole 14 gehalten wird. Das untere Ende der Konsole mag einen Haken 20 aufweisen, in den z. B. die Lasche 22 des Heizkörpers 10 eingehängt werden kann. Die aus den Bauteilen 20, 22 bestehende Halteverbindung stellt somit eine mechanische Verbindung dar, während die aus den Bauteilen 16, 18 bestehende Verbindung eine mechanische oder auch chemische Haftverbindung wiedergibt. Anstelle einer Wandkonsole 14 kann auch eine Standkonsole vorgesehen sein, die die Halteeinrichtungen 20 bzw. 18 trägt. Die formschlüssige Halteeinrichtung, wie sie bei Fig. 1 am unteren Ende vorgesehen ist, kann nicht nur aus einer Haltelasche bestehen, in die ein Haken eingreift, sondern beispielsweise auch aus einem Vorsprung, einem Rücksprung, einem Durchbruch, einer Kante oder dgl., in die von der Wand- oder Standkonsole gebildete oder getragene Vorsprünge, Haken oder ähnliches eingreifen können. Die am oberen Ende des Heizkörpers in Fig. 1 dargestellte Verbindung ist vorzugsweise in vertikaler Ausrichtung zu der formschlüssigen Halteeinrichtung am unteren Ende des Heizkörpers angeordnet, und zwar deshalb, um Verkantungserscheinungen vorzubeugen, die zu einer besonderen zusätzlichen Belastung der Hafteinrichtung am oberen Ende des Heizkörpers führen können, was unzweckmäßig ist. Die Hafteinrichtung 16, 18 ersetzt sozusagen die üblicherweise vorgesehene Verbindung zwischen einem Haken 20, wie er unten in Fig. 1 dargestellt ist, und der Lasche 122. Der Vorteil der Haftbefestigung ist der, daß sie beispielsweise auch durch eine von dem Heizkörper 10 gebildete Rückwandfläche 24 gebildet sein kann, also nicht vorher bei Herstellung des Heizkörpers festgelegt werden braucht.
In beiden Fällen ist es günstig, wenn die Montage derart durchgeführt wird, daß zunächst der Heizkörper mit seinem unteren Ende, beispielsweise mit der Lasche 22 in die Konsole, beispielsweise in dessen Haken 20, reingehängt wird, woraufhin dann der Heizkörper mit seinem oberen Ende in Richtung auf die Wandebene 12 geschwenkt wird, bis die Hafteinrichtungen 16, 18 aufeinander zu liegen kommen und der Hafteffekt eintritt. Damit wird gleichzeitig eine Festlegung des Heizkörpers ermöglicht, gleichzeitig aber auch eine Sicherung gegenüber seitlichem Verschieben, Ausheben oder Abheben des Heizkörpers aus seiner unteren Konsole. Damit entfällt das bisher notwendige Anziehen von Schrauben oder dgl., um diese Sicherung herzustellen.
Die Hafteinrichtung 16, 18 braucht nicht aus einer (chemischen) Klebeverbindung zu bestehen, die beispielsweise nicht oder nur schwer wieder lösbar ist. Sie kann auch aus einer aus der Industrie bereits bekannten mechanischen Hafteinrichtung aufgebaut werden, beispielsweise aus einem Klettverschluß, wie beispielsweise in einer Druckschrift der Firma 3M aus dem Jahre 1996 beschrieben wird, mit dem Titel "Wiederlösbare Befestigungssysteme, Anwendungs-Leitfaden". Bei Klettverschlüssen handelt es sich um wiederlösbare Befestigungssysteme, die sichtbare, aufwendige mechanische Verbindungen ersetzen. Derartige wiederlösbare Befestigungssysteme kännen beispielsweise aus gesonderten Druckverschlüssen hergestellt werden, Fig. 3 zeigt das Prinzip derartiger Druckverschlüsse: Auf zwei sich gegenüberliegenden Trägerschichten 26, 28 sind zahlreiche Halbkugelköpfe 27 angeordnet, die durch einfaches Zusammendrücken ineinandergreifen. Das Trägermaterial kann aus Kunststoff bestehen, oder aus Gewebe, es läßt sich an einen Heizkörper oder an einer anderen Fläche, beispielsweise an einer Konsolenfläche, verkleben oder auch vernähen oder auch stecken. Üblicherweise werden selbstklebende Ausführungen für Verbindungen zwischen -30°C bis +95°C im Handel angeboten. Derartige Klettverschlußverbindungen oder Druckverschlußverbindungen sind bei zahlreichen Stahl- oder flexiblen Oberflächen einsetzbar und vereinfachen damit die Konstruktion der hier in Rede stehenden Heizkörperbefestigung.
In der genannten Druckschrift werden auch Druckverschlüsse als Formstanzteil beschrieben, die eine runde Form haben und mittels einer zentralen Bohrung, durch die ein Schraube gesteckt wird, mit einem Träger, wie Konsole, verschraubt werden können. Derartige Schraubverbindungen sind vorgesehen, wenn der Träger selbst eine sehr kleine Oberfläche aufweist, die ein Verkleben des Druckverschlußträgermaterials mit einer ausreichenden Festigkeit nicht erlaubt. Auch die reine Entsorgung zu einem späteren Zeitpunkt mag ein Grund dafür sein, wenn man eine Verklebung vermeidet und statt dessen eine Verschraubung vornimmt.
Eine andere Art von Klettverschluß wird dadurch gebildet, daß der eine Träger Haken aufweist, die flexibel sind, und der andere Träger entsprechende Schlaufen, in die sich die Haken verhaken und dadurch den Kletteffekt bewirken.
Vorzugsweise werden steife Haken und weiche Schlaufen miteinander verbunden, und zwar durch einfaches Zusammendrücken. Auch hier gibt es selbst vernähbare oder verklebbare oder auch selbstklebende Träger.
Die in Fig. 3 dargestellte Anordnung läßt sich so steif ausführen, daß eine Lösung nicht durch einfaches Auseinanderziehen möglich ist, sondern nur dadurch, daß die beiden Bänder zueinander verschoben werden.
Anstelle der in Fig. 3 dargestellten Verbindungen können selbstverständlich auch chemische Verbindungen eingesetzt werden, wie sie beispielsweise in Fig. 2 angedeutet werden, bei der zwei Bauteile 30, 32 durch einen Streifen 34, alternativ durch mehrere Pads, also kissenförmigen kleineren Einheiten, miteinander verbunden werden. Der Klebestreifen 34 oder die Pads besitzen eine gewisse Nachgiebigkeit und passen sich daher an rauhe und unebene Oberflächen der miteinander zu verbindenden Bauteile 30, 32 an, besitzen dabei eine selbstklebende zweiseitige Oberfläche. Derartige Klebepads oder Klebestreifen sind im Haushalt bekannt zum Anbringen von Haken an Wänden.
Derartige Klebebänder werden von der Fa. 3M hergestellt und beispielsweise in einer Prospektinformation aus dem Jahre 1996 (11/96) näher beschrieben. In der Druckschrift wird dargetan, daß die mit der beschriebenen Hochleistungsverbindung hergestellten Verbindungstechniken derartige Verbindungsmittel ersetzen können, wie Schrauben, Nieten, Klipsen oder Schweißen.
Es können verschiedene Werkstoffe miteinander verbunden werden, wie beispielsweise Metalle, Nichteisenmetalle, Holz, Glas, hoch energetische Kunststoffe (ABS, Polycarbonat, Acrylglas), wie auch nicht energetische Kunststoffe, wie PE und PP.
Ein derartiger Klebestreifen ist üblicherweise auf beiden Seiten mit einer Papier- oder Folienabdeckung geschützt und wird vor der Montage dadurch aktiviert, daß diese Papier- oder Folienabdeckung zunächst auf einer Seite entfernt wird, dann mit der dadurch klebenden und aktivierten Seite auf einen Träger, wie beispielsweise eine Konsole 14, aufgebracht wird, bis sie fest haftet. Anschließend wird ein Heizkörper eingehängt und vor dem Einschwenken des Heizkörpers die zweite Abdeckung ebenfalls entfernt und dann der Heizkörper eingeschwenkt, wodurch er mit der Konsole in eine Haftverbindung tritt, vermittelt durch den Klebestreifen. Der Vorteil derartiger Haftverbindungen ist noch der, daß die aufgrund ihrer inneren Flexibilität auch als Geräuschdämmung dienen. Damit werden Fließgeräusche und Schabegeräusche zwischen Heizkörper und Konsole weitgehend unterdrückt.
Die üblichen Heizkörpertemperaturen zwischen 20 und 120°C beeinträchtigen die Haftfähigkeit der hier beschriebenen Klebefolien nicht.
Aus einer aus dem Februar 1998 stammenden Druckschrift mit der Bezeichnung "Technische Information", Halterungsbeständigkeit der VHB TM Hochleistungs- Verbindungssysteme", der Firma 3M, ergibt sich, daß derartige Klebeverbindungen auch Langzeiteigenschaften aufweisen, die sie für den hier vorgesehenen Zweck geeignet erscheinen lassen. Grundlage für diese gute Halterungsbeständigkeit der hier eingesetzten Produkte ist ihre Polymerverbindung. Die zugehörigen Polymerketten setzen sich aus C-C-Einfachbindungen (Kohlenstoff-Kohlenstoff) zusammen, die sich durch sehr hohe Beständigkeit gegenüber Energie in Form von Wärme oder UV-Licht sowie chemische Angriffe auszeichnen. Untersuchungen haben gezeigt, daß in freier Luft unter verschiedenen Temperaturbedingungen selbst nach 5 Jahren Freiluftlagerung im feuchtheißem Klima oder auch im trockenheißen Klima oder bei extremen Schwankungen zwischen Kälte und Hitze Verklebungen mit den hier genannten laochleistungs-Verbindungssystemen auf Aluminium, Glas, PVC und lackiertem Metall ihre Klebkraft beibehielten. Es wird in dieser Druckschrift eingeräumt, daß ein Polymer bei langfristiger Belastung durch hohe Feuchtigkeit oder Einlagerung in Wasser flexibler und dehnbarer wird. Eine nachträgliche Reduzierung der Höchstklebkraft kann sich dann nach mehreren Tagen einstellen. Diese Reduzierung der Klebkraft durch Wasser ist aber bei Heizkörperanwendungen unwahrscheinlich, da deren Einsatz meist in trockener Umgebung erfolgt bzw. die Heizung die Trocknung bewirkt.
Oberflächenvorbehandlung und Klebebandverarbeitung sind dem Durchschnittsfachmann bekannt. Insbesondere ist es erforderlich, die Klebflächen trocken, frei von Staub, Öl, Trennmitteln oder anderen Verunreinigungen zu halten. Als Reinigungsmittel eignet sich Isopropanol oder Heptan. Die Klebkraft von Klebebändern ist abhängig von dem Kontakt, den der Klebstoff zur Oberfläche entwickeln kann. Ein guter Andruck gibt den sofortigen vollflächigen Kontakt und verbessert dadurch die Klebkraft.
Nach dem Aufbringen des Klebebandes erhöht sich die Klebkraft in dem Maße, wie der Klebstoff die Materialoberfläche benetzt. Bei Zimmertemperatur werden nach 20 Minuten etwa 50%, nach 24 Stunden etwa 90% und nach 72 Stunden 100% der Klebkraft erreicht. In einigen Fällen kann die endgültige Klebkraft schneller erreicht werden, wenn die Klebefläche höheren Temperaturen ausgesetzt wird, z. B. 70°C für eine Stunde. Dadurch dringt der Klebstoff besser in die rauhe Struktur der Oberfläche ein. Derartige erhöhte Temperaturen sind bei Heizkörperversion besonders leicht zu erreichen.
Klebebänder weisen eine Klebebanddicke von üblicherweise 0,5 bis 1,5 mm auf, und besitzen Festigkeiten in der Größenordnung von: Zugfestigkeit um die 50 N/cm2, Scherfestigkeit in der Größenordnung von 40 N/cm2 und Schälkraft (Abzug 90°) von etwa 30 N/cm2 Klebebandbreite.
Eine Alternative sind die Verklebungen, die mittels 2-Komponenten-Systemen erreichbar sind. 2-Komponenten-Konstruktionsklebstoffs gehören zu den leistungsfähigsten Verbindungssystemen und erzielen hervorragende strukturelle Festigkeiten. Gegenüber traditionellen Verbindungstechniken ergeben sie eine Reihe von Vorteilen: Die Verwendung unterschiedlicher Werkstoffe ermöglicht dem Konstrukteur weiten Spielraum hinsichtlich Materialauswahl, Gestaltung und Herstellungstechnik. Des weiteren wird eine gleichmäßige Verteilung der Belastung erreicht. Es gibt eine dauerhafte Klebeverbindung, so daß Materialermüdungen nicht so schnell auftreten, wie bei mechanischen Befestigungen. Die Befestigung ist gleichzeitig isolierend und dichtend.
2-Komponenten-Klebstoffe härten bei Raumtemperatur aus und lassen sich bei Raumtemperatur - ungemischt - beliebig lagern. Es gibt aber auch 1-Komponenten- Klebstoffe, die eine manuelle Dosierung der Komponenten und das Mischen entbehrlich machen. Diese Komponentenklebstoffe werden durch Wärme oder durch UV-Licht oder andere auslösende Energie zum Aushärten bzw. Vernetzen gebracht.
Der Vorteil der hier beschriebenen Haftverbindungstechnik ist, daß man bei dem Heizkörper nicht an Toleranzen gebunden ist und auch die Heizkörperhöhe meistens keine Rolle spielt. Sie benötigt keine zusätzlichen Halteelemente, sondern kann direkt an den Heizungsplattenflächen eingesetzt werden. Dazu ergibt sich, wie bereits erwähnt, gleichzeitig eine Aushebe- oder Verschiebesicherung.
Da zudem die Sicherheit eine immer größere Rolle spielt, kommt man von lösbaren Verbindungen immer mehr ab, die zur Zeit noch durch Schrauben, Federeinrastungen, oder auch durch ähnliche Sicherungen realisiert werden und die neben der kostenungünstigen Herstellung auch umständlich in der Handhabung sind.
Bei der Klebebandtechnik, wie sie vorstehend geschildert ist, spielt nicht mehr die Laschenhöhe eine Rolle, sondern die Bauhöhe des Heizkörpers.
Die von der Klebeverbindung aufbringbare Zugfestigkeit ist immer ausreichend, um eine Belastung zu tragen, die bei einem Aushebeversuch auftritt. Die Dauerbelastung der Klebeverbindung ist dagegen gering, da die Hauptgewichtskraft von den mechanischen, formschlüssigen Befestigungseinrichtungen übernommen wird, wie beispielsweise von der am anderen, meist unteren Ende angeordneten Laschen-Haken-Verbindung.
Um die Festigkeit von Klebeverbindungen zu erhöhen, sind besondere Gestaltungen sinnvoll, wie beispielsweise Aufrauhungen, Riffelungen und dgl. Die Klebetechnik erlaubt eine von der Geometrie unabhängige Befestigung, die Schraubenhöhen an der Wand spielen keine Rolle mehr.

Claims (18)

1. Befestigungseinrichtung zur Festlegung eines Heizkörper (10) an einer vertikalen Fläche (12) mittels Wand-Konsoleln (14) oder an einer horizontalen Fläche mittels Stand-Konsolen mit zumindest nahe dem unteren und/oder oberen Ende des Heizkörpers (10) vorgesehenen Halteflächen (22; 16), an die von Wand- oder Standkonsole/n (14) gebildete oder getragene Halteflächen (18, 20) angreifen können, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil der Halteflächen (16, 18) eine Haftverbindung aufweisen.
2. Befestigungseinrichtung für Heizkörper (10) mit zumindest einer, vorzugsweise am unteren Ende des Heizkörpers (10) angebrachten oder anbringbaren formschlüssigen Halteeinrichtungen (22), wie am Heizkörper angebrachte Haltefaschen, Vorsprüngen, Rücksprüngen, Durchbrüchen, Kanten, in die von Wand- oder Standkonsolen (14) gebildete oder getragene Vorsprünge, Haken (20) od. dgl. eingreifen können, gekennzeichnet durch eine erste Hafteinrichtung (16) am oberen Ende des Heizkörpers (10), vorzugsweise in vertikaler Ausrichtung zu der formschlüssigen Halteeinrichtung (22) am unteren Ende des Heizkörpers (10), und einer zweiten Hafteinrichtung (18) an der oder an einer zugehörigen Konsole (14), wobei die beiden Hafteinrichtungen (16, 18) derart angeordnet sind, daß sie bei formschlüssiger Verbindung zwischen formschlüssiger Halteeinrichtung (22) und zugehöriger Konsole (14) diese sich beim Anschwenken des Heizkörpers (10) an die Wand (12) aneinanderlegen.
3. Befestigungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß erste und zweite Hafteinrichtung (16, 18) einen (zerstörungsfrei wieder lösbaren) Klettverschluß darstellen.
4. Befestigungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß erste und zweite Hafteinrichtung (16, 18) einen (zerstörungsfrei wieder lösbaren) Klebverschluß darstellen.
5. Befestigungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß erste und zweite Hafteinrichtung (16, 18) einen (nicht zerstörungsfrei wieder lösbaren) Klebverschluß darstellen.
6. Befestigungseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß erste und/oder zweite Hafteinrichtung von einem Klebeband oder Klebepad (16, 18) gebildet wird.
7. Befestigungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß erste und zweite Hafteinrichtung (16, 18) einen durch seitliche Verschiebung wieder lösbaren Druckverschluß (26, 28) darstellen.
8. Befestigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß erste und zweite Hafteinrichtung (16, 18) eine langestrecke bandartige Fläche darstellen.
9. Befestigungseinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse der langgestreckten Fläche vertikal oder horizontal nahe der vertikalen Seitenkanten bzw. nahe der oberen horizontalen Kante des Heizkörpers (10) verläuft.
10. Befestigungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Hafteinrichtung (18) von einer von der Konsole gebildeten oder getragenen Fläche gebildet wird, und daß die zweite Hafteinrichtung (16) von einer unbehandelten Oberfläche des Heinzkörpers (10), wie Hinterwandflächenebene (24), gebildet wird.
11. Befestigungseinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Hafteinrichtung (18) einen durch chemisch oder thermisch oder durch UV- Strahlung auslösbare Vernetzung aushärtbaren halbflüssigen Kunstharz darstellt.
12. Befestigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß erste und zweite Hafteinrichtung (16, 18) eine Aushebe-, Verschiebe- oder Abhebesicherung bilden.
13. Befestigungseinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die durch erste und zweite Hafteinrichtung (16, 18) gebildete Aushebe,- Verschiebe- oder Abhebesicherung unabhängig von der Heizkörperhalterung ist.
14. Befestigungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie zur Befestigung einer Abdeckplatte oder eines Schutzgitters an einen Heizkörper (10) dient.
15. Verfahren zur Festlegung von Heizkörpern (10) mit zumindest einer, vorzugsweise am unteren Ende des Heizkörpers (10) angebrachten oder anbringbaren formschlüssigen Halteeinrichtungen (22), wie am Heizkörper angebrachte Haltelaschen, Vorsprünge, Rücksprünge, Durchbrüche, Kanten, in die von Wand- oder Standkonsolen gebildete oder getragene Vorsprünge, Haken od. dgl. (20) eingreifen können, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
  • a) Befestigen der für den Heizkörper (10) erforderlichen Wand- oder Standkonsolen (14) an Wand bzw. Boden;
  • b) Anbringung einer ersten Hafteinrichtung (16) am vorzugsweise oberen Ende des Heizkörpers (10) im Bereich einer zugehörigen Konsole (14);
  • c) Anbringen oder Aktivieren einer zweiten Hafteinrichtung (18) an der zugehörigen Konsole (14),
  • d) Einhängen des Heizkörpers (10) in die formschlüssige Halterung (20, 22)
  • e) Anschwenken des Heizkörpers (10) bis zur Kontaktgabe zwischen erster und zweiter Hafteinrichtung (16, 18).
16. Verfahren zur lösbaren Festlegung von Wandteilen in Rahmenteilen, mit zumindest am unteren Ende des Wandteils angebrachten oder anbringbaren formschlüssigen Halteeinrichtungen, wie Haltelaschen, Vorsprüngen, Rücksprüngen, Durchbrüchen, Kanten, in die vom Rahmen gebildete oder getragene Vorsprünge, Haken od. dgl. eingreifen können, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
  • a) Aufstellen des für die Wandteile erforderlichen Rahmens;
  • b) Anbringung einer ersten Hafteinrichtung am oberen Ende des Wandteils/­ Rahmens;
  • c) Anbringen oder Aktivieren einer zweiten Hafteinrichtung an der zugehörigen Bereich des Rahmens/Wandteils;
  • d) Einpassen des Wandteils in den Rahmen;
  • e) Anschwenken/Andrücken des Wandteils bis zur Kontaktgabe zwischen erster und zweiter Hafteinrichtung.
17. Befestigungseinrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand eine am Rahmen mit Scharnieren angeschlagene Tür oder Klappe darstellt.
18. Befestigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Konsole (14, 114) mehrteilig ist.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE20115682U1 (de) 2001-09-24 2001-12-13 Kermi Gmbh, 94447 Plattling System zur Aufhängebefestigung von Heizkörpern
EP1426697A3 (de) * 2002-11-20 2004-09-01 Herbert Freund Montage- und Kupplungsvorrichtung für einen Heizkörper
DE202010011124U1 (de) 2010-08-09 2010-10-28 Kermi Gmbh Befestigungseinrichtung zur Festlegung eines Heiz- oder Kühlkörpers

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