DE19961580A1 - Flüssigkeitsfilter mit Ablaß für Flüssigkeitsrückstände - Google Patents
Flüssigkeitsfilter mit Ablaß für FlüssigkeitsrückständeInfo
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Abstract
Für einen Flüssigkeitsfilter, insbesondere für das Schmieröl einer Brennkraftmaschine, dessen Einbauöffnung 15 im wesentlichen nach unten zeigt, wird ein zwangsgeführter Ölablauf 28 für den Fall des Wechsels der Filterpatrone vorgeschlagen. Die Zwangsführung erfolgt über eine Ventilstange 29, die direkt oder indirekt über ein Stützrohr 22 mit dem Gehäusetopf verbunden ist. Diese gibt eine abgedichtete Ablauföffnung 27 frei, die mit einem Schlauch 35 versehen werden kann, um einen sauberen Ölablauf zu gewährleisten, wobei das Öl in einer gesonderten Auffangwanne gesammelt werden kann. Die Ablauföffnung wird dabei automatisch durch Aufschrauben des Schraubdeckels 11 geöffnet, es ist keine zusätzlich zu lösende Ablaßschraube oder dergleichen notwendig. Dieses Filter ist besonders für den Einbau bei engen Platzverhältnissen geeignet, da der Ölablaß zuverlässig erreicht werden kann.
Description
Die Erfindung betrifft einen Flüssigkeitsfilter, insbesondere für das Schmieröl einer
Brennkraftmaschine, welcher ein topfförmiges Gehäuse mit Schraubdeckel aufweist,
wobei im Schraubdeckel ein Ablaß für Flüssigkeitsrückstände untergebracht ist, nach
der Gattung des Patentanspruches 1. Außerdem betrifft die Erfindung eine Filterpa
trone, die zum Einbau in den Flüssigkeitsfilter geeignet ist, nach der Gattung des
Patentanspruches 10.
Ein derartiger Flüssigkeitsfilter ist z. B. aus der DE 196 44 647 A1 bekannt. Dieser
Filter hat ein topfförmiges Gehäuse, dessen Einbauöffnung für die Filterpatrone nach
unten weist und in den nach Einbau der Filterpatrone ein Schraubdeckel einge
schraubt werden kann. Einlaß und Auslaß für den Filter befinden sich im Gehäuse
topf, d. h. im oberen Teil des Filtergehäuses. Dadurch ist das Gehäuse und insbe
sondere der Schraubdeckel auch außerhalb der Betriebszeit immer mit der zu filtern
den Flüssigkeit gefüllt. Dies erschwert einen Wechsel der Filterpatrone, da diese
Restflüssigkeit beim Aufschrauben des Deckels in die Umwelt gelangen kann. Des
wegen ist im Schraubdeckel an seinem geodätisch tiefsten Punkt eine Ablaßschrau
be vorgesehen, welche zunächst gelöst werden kann, um den Flüssigkeitsrest im
Schraubdeckel zu entfernen. Hierdurch wird der Wechsel der Filterpatrone wesent
lich erleichtert.
Der vorgeschlagene Flüssigkeitsfilter wird insbesondere als Ölfilter im Einsatz von
Brennkraftmaschinen verwendet. Hier sind die Platzverhältnisse aufgrund anderer
Komponenten im Motorraum häufig sehr beengt. Deswegen ist ein Betätigen der
Ablaßschraube häufig mit Problemen verbunden. Außerdem muß das aus der Ab
laßöffnung herauslaufende Öl aufgefangen werden. Auch dieses ist aufgrund der
beengten Einbausituation häufig nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Da ein
Auffangbehälter mit genügendem Volumen nicht unter der Ablaßöffnung plaziert
werden kann.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Flüssigkeitsfilter mit einem Flüssigkeits
ablaß im Schraubdeckel zu schaffen, welcher sich auch bei beengten Einbaubedin
gung zuverlässig entleeren läßt. Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patent
anspruches 1 sowie die Merkmale des Patentanspruches 3 gelöst. Außerdem wird
gemäß Patentanspruch 10 eine Filterpatrone beansprucht, die bei Einbau in einen
Flüssigkeitsfilter die Aufgabe zu lösen vermag.
Das erfindungsgemäße Flüssigkeitsfilter ist zum Einbau in hängender Position ge
dacht. Das heißt, daß die durch den Gehäusetopf gebildete und durch den Schraub
deckel zu verschließende Einbauöffnung für die Filterpatrone nach unten weist. Da
bei muß die Gehäuseachse nicht senkrecht stehen, es ist auch möglich, das Gehäu
se derart auszurichten, daß die Gehäusemittelachse schräg nach unten weist. Der
Gehäusetopf muß kein gesondertes Bauteil sein. Es ist auch denkbar, daß dieser
durch ein anderes Bauteil, z. B. den Motorblock mitgebildet wird.
Im Schraubdeckel ist ein Ablaß für Flüssigkeitsrückstände vorgesehen, der erfin
dungsgemäß einen Anschluß für eine Ableitungseinrichtung aufweist, die zum Zweck
der Ableitung montiert und nach der Ableitung der Flüssigkeitsrückstände wieder
demontiert werden kann. Dies hat den Vorteil, daß im direkten Bereich des Ablasses
lediglich Platz für den Anschluß der Ableitungseinrichtung vorhanden sein muß. Die
se kann mit dem Ablaß verbunden werden, wobei anschließend der Ablaß geöffnet
wird. Die Ableitungseinrichtung befördert die Flüssigkeit zu einem hierfür vorgesehe
nen Auffangbehälter. Sobald alle Flüssigkeitsrückstände aus dem Gehäuse entfernt
sind, kann die Ableitungsvorrichtung demontiert werden, so daß sie die Öffnung des
Schraubdeckels nicht weiter behindert.
Gemäß einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung besteht die Ableitungsvor
richtung aus einem Schlauch, der auf einen entsprechenden Schlauchstutzen am
Schraubdeckel aufsteckbar ist. Diese Variante stellt eine besonders einfache Mög
lichkeit dar, die Ableitungseinrichtung zu realisieren. Hierdurch entsteht also kein er
höhter Komponentenaufwand, was der Wirtschaftlichkeit der Lösung zuträglich ist.
Entsprechende Ableitungsschläuche sind einfach zu beschaffen und in der service
leistenden Werkstatt verfügbar.
Eine alternative Lösung sieht vor, daß der Ablaß bei dem bereits beschriebenen Fil
ter durch eine Ventilstange gebildet wird, die die Ablauföffnung über eine Dichtung
verschließt. Die Dichtung kann z. B. ein O-Ring sein, es ist aber auch möglich, daß
die Ventilstange aufgrund einer entsprechenden Materialwahl als solche Dichtfunk
tionen übernimmt. Die Ventilstange ist derart mit dem Gehäusetopf verbunden, daß
deren Axialspiel bezogen auf die Mittelachse des Gehäuses begrenzt ist. Hierunter
ist auch die Möglichkeit zu verstehen überhaupt kein Axialspiel für die Ventilstange
vorzusehen. Diese kann z. B. mit dem Gehäusetopf verschraubt oder verrastet wer
den. Wird der Schraubdeckel, in dem die runde Ablauföffnung untergebracht ist, ge
löst, so bewegt sich dieser relativ zur Ventilstange deren axiale Bewegung begrenzt
ist. Dadurch wird die Dichtung der Ventilstange aus der Ablauföffnung herausgezo
gen und diese automatisch zum Ablauf der Flüssigkeitsrückstände freigegeben. So
bald die Flüssigkeit abgelaufen ist, kann der Schraubdeckel vollständig vom Gehäu
setopf abgeschraubt werden, um anschließend die Filterpatrone zu wechseln.
Der Vorteil dieser erfindungsgemäßen Lösung liegt darin, daß die Ablauföffnung au
tomatisch durch teilweises Aufschrauben des Schraubdeckels geöffnet wird. Daher
muß der Verschluß der Ablauföffnung nicht für spezielle Werkzeuge, z. B. einen
Schraubenschlüssel, zugänglich sein. Da der Aktionsraum eines Öffnungswerkzeu
ges für die Ablauföffnung nicht beachtet werden muß, kann das erfindungsgemäße
Flüssigkeitsfilter auch in beengenden Platzsituationen eingebaut werden. Hierdurch
ergibt sich eine größere geometrische Gestaltungsfreiheit der Brennkraftmaschine.
Eine günstige Ausführungsform der Erfindung ergibt sich, wenn die Ventilstange an
ein Stützrohr montiert wird, welches seinerseits im Gehäusetopf befestigt ist. Hier
durch ist ebenfalls die Begrenzung des Axialspiels der Ventilstange im Bezug auf
den Gehäusetopf gegeben. Ein Stützrohr muß in den meisten Anwendungsfällen
vorgesehen werden, um die Filterpatrone gegen die am Filtermedium vorliegenden
Druckunterschiede abzustützen. Wird die Ventilstange direkt am Stützrohr befestigt,
kann sie kürzer ausgelegt werden, als bei einer Befestigung im Gehäusetopf. Daher
erhöht sich die Stabilität der Ventilstange und es wird Material eingespart. Dies führt
letztendlich auch zu einer Erhöhung der Wirtschaftlichkeit der Lösung.
Eine besonders günstige Ausführungsform der Erfindung ergibt sich, wenn das Stütz
rohr sowohl mit dem Gehäusetopf als auch mit dem Schraubdeckel lösbar verbunden
ist. Hierbei muß bei der Verbindung mit dem Schraubdeckel ein Axialspiel vorgese
hen sein, welches durch Aufschrauben des Deckels an einem Axialanschlag endet.
Die Befestigung im Schraubdeckel darf weiterhin nur in axialer Richtung und nicht in
radialer Richtung erfolgen, damit ein Aufschrauben des Deckeis möglich ist. Der
Axialspielbereich, der durch die Anschläge im Schraubdeckel gebildet wird, muß
kleiner sein, als die zur Öffnung der Ablauföffnung notwendige Axialbewegung des
Schraubdeckels. Damit wird erreicht, daß das Stützrohr beim Öffnen des Schraub
deckels zunächst im Gehäusetopf verbleibt, so daß die Ventilstange in der bereits
beschriebenen Weise aus der Ablauföffnung im Schraubdeckel gezogen wird. Nun
kann der Flüssigkeitsrückstand aus dem Schraubdeckel auslaufen. Wird der Deckel
weiter geöffnet, so erreicht das Stützrohr den Axialanschlag im Schraubdeckel, wobei
das Lösen dieses Axialanschlages eine größere Lösekraft beansprucht, als der Ein
spannung des Stützrohrs im Gehäusetopf. Daher verbleibt das Stützrohr bei der De
montage des Flüssigkeitsfilter im Schraubdeckel. Bei einer entsprechenden Befesti
gung der Filterpatrone verbleibt diese am Stützrohr, und kann somit ebenfalls zu
sammen mit dem Schraubdeckel aus dem Gehäusetopf entfernt werden. Hierdurch
ist vor allen Dingen bei beengten Einbaubedingungen ein unkomplizierter Wechsel
des Filters möglich. Insbesondere werden die letzten von der Filterpatrone tropfen
den Ölrückstände von dem Deckel aufgefangen, wodurch ein noch sauberer Filter
wechsel möglich wird.
Besonders vorteilhaft ist die Kombination der beiden erfinderischen Lösungen für den
beengten Einbauraum. Dies bedeutet, daß die Ablauföffnung durch Aufschrauben
des Deckels automatisch geöffnet wird, und durch Vorsehen einer Ableitungsein
richtung der auslaufende Flüssigkeitsrest zu einem Auffangbehälter geleitet werden
kann. Für die Integration der Ableitungseinrichtung, insbesondere des Ableitungs
schlauches, an den mit einer Ventilstange versehenen Ablauf sind zwei Möglichkei
ten besonders vorteilhaft.
Der Schlauchstutzen zur Anbringung des Ableitungsschlauches kann durch die Ab
lauföffnung im Schraubdeckel selbst gebildet sein. Dieser Schlauchstutzen weist
nach außen, so daß vor dem Aufschrauben des Schraubdeckels ein Schlauch befe
stigt werden kann. Durch dessen Flexibilität ist es möglich den Schraubdeckel einige
Umdrehungen zu drehen, so daß die Ablauföffnung automatisch geöffnet wird.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Ventilstange am Ende mit einem rohrför
migen Auslaufende zu versehen. Dieses bildet die Ablauföffnung und ist mit Durch
brüchen versehen. Im eingebauten Zustand der Filterpatrone sind die Durchbrüche
von einer Durchführung im Schraubdeckel verdeckt. Durch Aufschrauben des
Deckels wandern die Durchbrüche in den Innenraum des Schraubdeckels, wodurch die
Restflüssigkeit durch die Durchbrüche in das Auslaufende gelangen kann. Auf diese
Weise ist eine Ableitung der Restflüssigkeit möglich.
Es ist vorteilhaft, das Auslaufende als Schlauchstutzen auszuführen. An dieses kann
in der bereits beschriebenen Weise der Auslaufschlauch angebracht werden. Dies
hat den zusätzlichen Vorteil, daß sich die Ventilstange beim Aufschrauben des
Schraubdeckels nicht mitdreht. Dies vereinfacht die Handhabung beim Filterwechsel,
da der Schlauch vor dem Aufschrauben des Schraubdeckels an eine zugängliche
Stelle geführt werden kann und auch während der Schraubbewegung dort verbleibt.
Um auch die Betriebssicherheit des Filters zu erhöhen, kann in dem Stützrohr ein
Umgehungsventil vorgesehen werden. Ist das Stützrohr über einen Axialanschlag mit
dem Schraubdeckel verbunden, muß diese Verbindung jedoch flüssigkeitsdurchläs
sig ausgeführt sein, um einen Zugang zu dem Umgehungsventil zu ermöglichen. An
dernfalls könnte die umgehende Flüssigkeit nicht in den durch das Stützrohr gebil
deten Innenraum gelangen, wodurch die Filterumgehung erst möglich wird.
Die zum beschriebenen Filterwechsel nötige Filterpatrone kann erfindungsgemäß
zum Einbau in diesen Flüssigkeitsfilter vorher mit einem Stützrohr ausgestattet wer
den, in das die Ventilstange integriert ist. Das Stützrohr kann lösbar oder unlösbar
mit der Filterpatrone verbunden sein. Eine Abdichtung zwischen Filterpatrone und
Stützrohr kann direkt durch die Endscheiben der Filterpatrone erfolgen. Das Stütz
rohr kann aber auch in mindestens eine der Endscheiben eingegossen sein, wodurch
eine unlösbare Verbindung entsteht. In diesem Fall wird das Stützrohr immer zu
sammen mit dem Filterelement ausgewechselt.
Diese und weitere Merkmale von bevorzugten Weiterbildungen der Erfindung gehen
außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen her
vor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu mehreren in Form
von Unterkombinationen bei der Ausführungsform der Erfindung und auf anderen
Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige Ausführungen
darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden in der Zeichnung anhand von schemati
schen Ausführungsbeispielen beschrieben. Hierbei zeigen
Fig. 1 den Längsschnitt durch den erfindungsgemäßen Filter mit einer an das
Stützrohr angebrachten Ventilstange und Schlauchanschluß,
Fig. 2 eine andere Variante des Details X gem. Fig. 1, wobei der Schlauch
stutzen in die Ventilstange integriert ist,
Fig. 3 die Ventilstange gem. Fig. 2 im geöffneten Zustand,
Fig. 4 den Ausschnitt eines Filterelementes, bei dem das Stützrohr mit der
Ventilstange in die Filterpatrone integriert ist in eingebautem Zustand,
wobei das Filtergehäuse geschnitten dargestellt ist und
Fig. 5 die Ventilstange gemäß Fig. 4 mit aufgestecktem Schlauch und im
geöffneten Zustand.
Der in Fig. 1 dargestellte Filter besteht aus einem Gehäuse 10, welches einen
Schraubdeckel 11 umfaßt, welcher in einen Gehäusetopf 12 eingeschraubt ist. Der
Gehäusetopf ist als Teil eines nicht weiter dargestellten Motorblocks ausgeführt.
Über diesen Motorblock sind auch ein Einlaß 13 und ein Auslaß 14 für das zu filtern
de Schmieröl der Brennkraftmaschine realisiert.
Der Gehäusetopf weist eine nach unten zeigende Einbauöffnung 15 auf, die den
Einbau einer Filterpatrone 16 gestattet. Diese wird zur Montage auf einen Stutzen 17
geschoben, wodurch eine Abdichtung zwischen einer Rohseite 18 und einer Rein
seite 19 des Filtermediums 20 erreicht wird. Die Abdichtung erfolgt über die elastisch
ausgeführte obere Endscheibe 21a. Die untere Endscheibe 21b wird über ein Stütz
rohr 22 abgedichtet, welches nach der Montage der Filterpatrone 16 auf dem Stutzen
17 in die Reinseite 19 der Filterpatrone eingeschoben werden kann, wobei eine
Schnappverbindung 23 zwischen Stützrohr 22 und Stutzen 17 einrastet. Anschlie
ßend kann der Schraubdeckel von unten aufgeschraubt werden, wobei hierbei eine
mit einem Axialspielbereich a versehene Axialfixierung 24 geschlossen wird. Der
Axialspielbereich a ergibt sich durch entsprechend beabstandete Nasen 25, die ei
nerseits im Schraubdeckel und andererseits im Stützrohr untergebracht sind. Der
Schraubdeckel wird gegen den Gehäusetopf über eine Formdichtung 26 abgedichtet.
Weiterhin muß eine Ablauföffnung 27 eines Ablasses 28 im Boden des Schraub
deckels 11 abgedichtet werden. Hierzu ist das Stützrohr 22 mit einer Ventilstange 29
versehen, deren Ende in die Ablauföffnung 27 hineinreicht und diese über eine
Dichtung 30 verschließt.
Die Flußrichtung des zu reinigenden Schmieröls durch den Filter während des nor
malen Betriebs ist durch Pfeile angedeutet. Die Filterpatrone 16 wird von außen nach
innen durchströmt, wodurch eine Fluidströmung vom Einlaß 13 zum Auslaß 14 mög
lich wird. Zusätzlich ist im Stützrohr 22 ein Umgehungsventil 31 angeordnet, welches
bei einem unzulässigen Ansteigen des Differenzdrucks zwischen Reinseite 19 und
Rohseite 18 öffnet, wodurch die Versorgung der Brennkraftmaschine mit Schmieröl
garantiert ist.
Bei einem Wechsel der Filterpatrone 16 wird der Schraubdeckel 11 zunächst um ei
nige Drehungen vom Gehäusetopf 12 gelöst. Dabei entsteht eine Axialverschiebung
des Schraubdeckels, die kleiner sein muß als der Axialspielbereich a. Ein Gewinde
32 zwischen Schraubdeckel 11 und Gehäusetopf 12 muß länger ausgeführt sein, als
der Axialspielbereich a. Daher bleibt nach den ersten Umdrehungen des Schraub
deckels dieser noch mit dem Gehäusetopf verbunden. Durch die Schnappverbindung
23 steht das Stützrohr 22 weiterhin fest im Gehäusetopf 12. Da die Ablauföffnung 27
genau in einer Mittelachse 33 des Gehäuses 10 angeordnet, ist zwischen Ventilstan
ge 29 und dem die Ablauföffnung 27 enthaltenden Schraubdeckel 11 sowohl eine
axiale als auch eine radiale Relativbewegung möglich. Durch Aufschrauben des
Deckels wird daher die Ventilstange 29 aus der Ablauföffnung 27 herausgezogen,
wodurch das im Schraubdeckel befindliche Restöl ablaufen kann. Um eine problem
lose Ableitung des Restöls zu gewährleisten, ist die Ablauföffnung 27 mit einem
Schlauchstutzen 34a versehen. Auf diesen kann vor der Öffnung des Ablasses ein
Schlauch 35 aufgesteckt werden, der in ein hierfür vorgesehenes, nicht dargestelltes
Auffanggefäß geleitet werden kann.
Wenn das Restöl aus dem Gehäuse herausgelaufen ist, kann der Schraubdeckel 11
weiter abgeschraubt werden. Hierbei bilden die Nasen 25 der Axialfixierung einen
Anschlag, wobei die Lösekraft dieser Axialfixierung größer ist als die der Schnapp
verbindung 23. Daher wird bei einem weiteren Abschrauben des Schraubdeckels die
Schnappverbindung 23 gelöst, so daß das Stützrohr im Schraubdeckel verbleibt.
Sofern die Endscheibe 21b am Stützrohr eine größere Lösekraft besitzt, als am Stut
zen 17, verbleibt auch diese im Schraubdeckel 11. Hierdurch läßt sich ein unproble
matischer Wechsel der Filterpatrone erreichen.
Die Fig. 2 und 3 stellen eine alternative Ausgestaltung des Ablasses 28 dar. Der
Schlauchstutzen 34b ist in diesem Fall Teil der Ventilstange 29, die dadurch ein
Auslaufende 36 bildet. Das Auslaufende ersetzt somit die Ablauföffnung 27 gemäß
Fig. 1. Die Öffnung im Schraubdeckel 11 dient somit nur als Durchführung 37 für
das Auslaufende 36. Zur Verbindung des Auslaufendes 36 mit dem Innenraum des
Gehäuses sind Durchbrüche 38 in dem rohrartigen Auslaufende vorgesehen. Wäh
rend des Betriebs des Filters (Fig. 2) werden diese Durchbrüche durch die
Dichtungen 30 abgedichtet, wodurch ein Auslaufen von Öl verhindert wird. Entsprechend
des in Fig. 1 gezeigten Mechanismus wird durch Aufschrauben des Schraubdeckels
eine Relativbewegung zwischen Ventilstange 29 und Durchführung 37 erreicht, wo
durch die Durchbrüche 38 freigelegt werden. Damit kann das Öl über das Auslaufen
de und den auf den Schlauchstutzen 34b gesteckten Schlauch 35 ablaufen (in Fig.
3 und 5 durch einen Pfeil angedeutet).
Die Fig. 4 und 5 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel mit Auslaufende. Die
ses ist ähnlich zu dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel aufgebaut, was
durch gleiche Bezugszeichen gekennzeichnet ist. Der Unterschied ergibt sich da
durch, daß die Ventilstange 29 mit dem Stützrohr 22 fest in die Filterpatrone 16 inte
griert ist. Die Ausführungsform gemäß Fig. 2, orientiert sich an dem Ausführungs
beispiel gemäß Fig. 1, wobei die Ventilstange 29 Teil eines demontierbaren Mittel
rohres ist. Daraus ergibt sich, daß das Stützrohr gemäß Fig. 4 nicht zusammen mit
dem Deckei, sondern zusammen mit der Patrone ausgebaut wird. Dies erklärt die
anderen Abmessungen des Schraubdeckels 11, dessen Gewinde 32 im unteren Be
reich der Filterpatrone 16 liegt. Diese Ausführungsform ist besonders einfach im Auf
bau und daher kostengünstiger. Jedoch wird im Bereich unterhalb der Einbauöffnung
25 ein größerer Ausbaubereich für die Filterpatrone 16 benötigt.
10
Gehäuse
11
Schraubdeckel
12
Gehäusetopf
13
Einlaß
14
Auslaß
15
Einbauöffnung
16
Filterpatrone
17
Stützen
18
Rohseite
19
Reinseite
20
Filtermedium
21a, b Endscheibe
21a, b Endscheibe
22
Stützrohr
23
Schnappverbindung
24
Axialfixierung
25
Nase
26
Formdichtung
27
Ablauföffnung
28
Ablaß
29
Ventilstange
30
Dichtung
31
Umgehungsventil
32
Gewinde
33
Mittelachse
34a, b Schlauchstutzen
34a, b Schlauchstutzen
35
Schlauch
36
Auslaufende
37
Durchführung
38
Durchbruch
a Axialspielbereich
a Axialspielbereich
Claims (10)
1. Flüssigkeitsfilter, insbesondere für das Schmieröl eine Brennkraftmaschine,
welches ein Gehäuse (10) mit einem Einlaß (13) und einem Auslaß (14) für die zu
filternde Flüssigkeit, bestehend aus einem mit einer Einbauöffnung (15) nach
unten weisenden Gehäusetopf (12) und einem die Einbauöffnung verschließenden
Schraubdeckel (11), aufweist, wobei in das Gehäuse eine Filterpatrone (16) den
Einlaß (13) von dem Auslaß (14) dichtend voneinander trennend eingebaut ist und
wobei der Schraubdeckel einen Ablaß (28) für Fiüssigkeitsrückstände im Gehäuse
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Ablaß (28) mit einem Anschluß für
eine Ableitungseinrichtung versehen ist, wobei die Ableitungseinrichtung
demontierbar ist.
2. Flüssigkeitsfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschluß
ein Schlauchstutzen (34a, b) und die Ableitungseinrichtung ein Schlauch (35) ist,
der auf den Schlauchstutzen (34a, b) aufsteckbar ist.
3. Flüssigkeitsfilter, insbesondere für das Schmieröl eine Brennkraftmaschine,
welches ein Gehäuse (10) mit einem Einlaß (13) und einem Auslaß (14) für die zu
filternde Flüssigkeit, bestehend aus einem mit einer Einbauöffnung (15) nach
unten weisenden Gehäusetopf (12) und einem die Einbauöffnung verschließenden
Schraubdeckel (11), aufweist, wobei in das Gehäuse eine Filterpatrone (16) den
Einlaß (13) von dem Auslaß (14) dichtend voneinander trennend eingebaut ist und
wobei der Schraubdeckel einen Ablaß (28) für Flüssigkeitsrückstände im Gehäuse
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Ablaß eine Ventilstange (29)
aufweist,
- - deren Axialspiel im Bezug auf eine Mittelachse (33) des Gehäuses dadurch begrenzt ist, daß diese mit dem Gehäusetopf (12) verbunden ist,
- - die eine in der Mittelachse (33) angeordnete, runde Ablauföffnung (27) dichtend verschließt und
- - die in der Ablauföffnung (27) axial beweglich ist, wobei eine Dichtung (30) zwischen Ventilstange (29) und Ablauföffnung (27) vorgesehen ist.
4. Flüssigkeitsfilter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die
Ventilstange mit einem Stützrohr (22) verbunden ist, welches seinerseits im
Gehäusetopf (12) befestigt ist.
5. Flüssigkeitsfilter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützrohr
(22) lösbar mit dem Gehäusetopf (12) verbunden ist und zusätzlich eine
Axialfixierung (24) mit einem Axialspielbereich a zum Schraubdeckel (11) aufweist,
wobei
- - der Axialspielbereich a in Öffnungsrichtung des Schraubdeckels (11) einen Anschlag aufweist,
- - der Axialspielbereich a größer ist als der zur Öffnung der Ablauföffnung (27) notwendige axiale Verschiebeweg der Ventilstange (29)
- - der Anschlag eine lösbare Verbindung zwischen Stützrohr (22) und Schraubdeckel (11) darstellt, wobei die nötige Zugkraft zur Lösung dieser Verbindung größer ist, als die Zugkraft zur Lösung der Verbindung zwischen Stützrohr und Gehäusetopf (12).
6. Flüssigkeitsfilter nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Ablauföffnung (27) durch einen nach außen zeigenden Schlauchstutzen
(34a) am Schraubdeckel (11) gebildet ist.
7. Flüssigkeitsfilter nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Ablauföffnung (27) durch ein rohrförmiges Auslaufende (36) der
Ventilstange gebildet ist, wobei das Auslaufende in eine Durchführung (37) im
Schraubdeckel hineinragt und die Rohrwand des Auslaufendes mit Durchbrüchen
(38) versehen ist. Flüssigkeitsfilter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
dass das Auslaufende (36) als Schlauchstutzen ausgeführt ist.
8. Flüssigkeitsfilter nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass ein Umgehungsventil (31)im Stützrohr (22) angeordnet ist.
9. Filterpatrone zum Einbau in einen Flüssigkeitsfilter nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in diese das
Stützrohr (22) eingebracht ist.
10. Filterpatrone zum Einbau in einen Flüssigkeitsfilter nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in diese das
Stützrohr (22) eingebracht ist.
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