DE20003155U1 - Federungssystem - Google Patents
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Description
Federungssystem
Die Erfindung betrifft ein Federungssystem mit einem mit einer Last beaufschlagbaren Federungszylinder, dessen Kolbenräume fluidführend miteinander verbunden und an eine Druckversorgungsquelle sowie an einen Energiespeicher anschließbar sind.
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Bei fahrenden Arbeitsmaschinen und anderen Nutzfahrzeugen sind die Fahrzeuginsassen vor Stößen, Erschütterungen und Schwingungen zu schützen, die beim Fahren über unebenes Gelände entstehen oder die vom Motor oder anderen Aggregaten hervorgerufen werden. Um dem entgegenzuwirken, ist es im Stand der Technik bekannt, Federungssysteme einzusetzen, wobei je nach dem Ort des Einsatzes man beispielsweise zwischen Einzelradfederungen, Achsfederungen, Chassisfederungen, Kabinenfederungen und/oder Sitzfederungen unterscheidet.
Diese Federungssysteme setzen ein Federelement derart ein, daß bei Lageänderung der abzufedernden Masse eine Rückstellkraft erzeugt wird, die der Lageänderung entgegenwirkt. Werden Systeme eingesetzt, die eine von
Deutsche Bank Stuttgart (BL^60£)£0*0*70) 1 42,8*63j · · V/J.T. geg.Jsjp.*QE 147 $02*52$ ***; * · «Unter der Nr. PR 61 im Partnerschafts-Landesgirokasse (BLZM)OÄTfOl) 1 3WJ923** Telefonische Aflskünffe*antf AuflTSge sind ** *'rfegister des Amtsgerichts Stuttgart
Postbank Stuttgart (BLZ 600100 70) 7211 -700 nur nach schriftlicher Bestätigung verbindlich eingetragene Partnerschaft
der Richtung und Größe der Relativgeschwindigkeit abhängige Kraft erzeugen, spricht man von sog. Feder-Dämpfer-Systemen. Diese können zusammen mit den jeweiligen Federelementen und der gefederten Masse ein schwingungsfähiges System bilden, das derart ausgelegt ist, daß es die Fahrzeuginsassen vor Erschütterungen und Stößen entsprechend schützen kann.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die bekannten Federungssysteme weiter zu verbessern, insbesondere mehrere Funktionen, wie Federung, Dämpfung und Niveauregelung in einem System miteinander in vorteilhafter Weise zu verbinden. Eine dahingehende Aufgabe löst ein Federungssystem mit den Merkmalen des Anspruches 1.
Dadurch, daß gemäß dem kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 die fluidführende Verbindung zwischen den Kolbenräumen des Federungszylinders in Parallelschaltung zueinander eine Drosselstelle und ein ansteuerbares Sperrventil aufweist, ist ein Federungszylinder gegeben, der zum Umwandeln uniaxialer Kräfte in hydrostatischen Drück dient, wobei der Energie- oder Federungsspeicher im Zusammenspiel mit der abzufedernden Masse die sog. Aufbaueigenfrequenz definiert. Letztere ist ein Maß für den gewünschten Frequenzbereich der Isolationswirkung. Ferner ist durch den erfindungsgemäßen Aufbau eine Niveauregelung realisiert, die den Federungszylinder aktiv in eine Sollposition verfahren kann. Des weiteren lassen sich definierte Dämpfungskräfte erzeugen, die die Relativgeschwindigkeit zwischen zu federnder Masse und Fahrzeugchassis begrenzen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Federungssystems ist ein permanentes Leck und eine Überwachungseinrichtung für den Federungszylinder vorhanden, die in Abhängigkeit seines Systemzu-Standes unter Last die Druckversorgungsquelle ansteuert. Mithin läßt sich mit nur wenigen Bauteilen kostengünstig und sicher eine Regelung der Lage der abzufedernden Masse realisieren.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Federungssystems ist der Federungszylinder ein Differentialzylinder, an dem stangenseitig die Last insbesondere in Form einer Fahrerkabine eines Nutzfahrzeuges angreift und der kolbenseitig an die Druckversorgungsquelle, welche am Kolbenraum und am Stangenraum anschließbar ist, anschließbar ist. Bei Relativbewegungen des Federungszylinders ist der dahingehende Differentialzylinder, in Abhängigkeit der Relativgeschwindigkeit, doppeltwirkend, wobei die Kräfte auf die Stange als Differenz der Produkte aus Druck im Kolbenraum und Kolbenfläche sowie Druck im anderen Kolbenraum, der auch als Stangenraum bezeichnet wird, und Ringfläche berechnet werden können.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Federungssystems ist der Energiespeicher ein Hydrospeicher, der an die Versorgungsleitung zwischen der Druckversorgungsquelle und dem Federungszylinder angeschlossen ist. Bei statischer Belastung und bei geringen Relativgeschwindigkeiten wirkt der Federungszylinder als sog. Plunger, bei dem die wirksame Fläche gleich der Stangenfläche ist. Die Aufbaueigenfrequenz dieses Systems wird dann durch die Masse und die Federkonstante des Hydrospeichers festgelegt.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Federungssystems ist die Drosselstelle zwischen Kolbenraum und Stangenraum, aus einer Drosselblende und/oder aus einer Leckagedurchtrittsstelle zwischen den Kolbenräumen am Zylinderkolben gebildet, wobei das ansteuerbare Sperrventil ein Rückschlagventil ist, das zur Stangenseite des Federungszylinders hin öffnet und parallel zur Drosselstelle angeordnet ist. Durch dieses Rückschlagventil und der Drosselstelle zwischen dem einen und dem anderen Kolbenraum bzw. Stangenraum sowie durch das Vorspannen des Kolben- und Stangenraumes wird erreicht, daß der Federungszylinder äußere dynamische Zugkräfte aufnehmen kann, ohne daß im Fede-
rungszylinder ein Unterdruck entstehen kann, der ein Ausgasen des Fluids zur Folge hätte oder daß die Fluid- oder Hydrauliksäule in den Zuleitungen zum Zylinder abreißen kann.
Um bei Schwingungsanregung eine hohe Isolation zu gewährleisten, ist die Reibung im Federungszylinder zu minimieren. Dazu kann die übliche Kolbendichtung Ieckölbehaftet sein oder beispielsweise durch ein leckölbehaftetes Führungs- oder Dichtungsband ersetzt werden. Die leckölfreie Stangendichtung kann durch das Vorschalten einer Druckentlastung vom Druck entlastet und dadurch reibungsminimiert werden. Für die Druckentlastung wird eine Drossel der Stangendichtung vorgeschaltet, deren Lecköl abgeführt wird. Die Niveauregulierung hebt bei Störungen oder Systemdriften die zu federnde Masse aktiv an, wobei Störungen oder Driften, die die Stange zum Ausfahren veranlassen, durch die Leckölverluste über die Stangendichtungen ausgleichbar ist.
Im folgenden wird das erfindungsgemäße Federungssystem anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen in prinzipieller und nicht maßstäblicher Darstellung die
Fig. 1 bis 3 den jeweiligen Schaltaufbau mit Komponenten zur Realisierung des Federungssystems. Dabei werden die jeweiligen Ausführungsformen, sofern dieselben Bauteile betroffen sind, mit denselben Bezugszeichen versehen und insoweit nur die
maßgebenden Unterschiede zwischen den Ausführungsformen näher erläutert.
Das in der Fig. 1 dargestellte Federungssystem weist einen mit einer Last 10 beaufschlagbaren Federungszylinder 12 auf. Die Last 10 kann beispielswei-
se aus einer Fahrzeugkabine eines Nutzfahrzeuges gebildet sein, die gegenüber dem eigentlichen Fahrzeug abzufedern ist, wobei der Federungszylinder 12 Teil des Fahrzeugchassis ist. Die Anordnung kann auch für andere Federungszwecke eingesetzt werden und es ist denkbar, zum Abfedem einer Fahrzeugkabine mehrere Federungszylinder (nicht dargestellt) einzusetzen.
Der Federungszylinder 12 weist einen oberen Kolbenraum 14 und einen unteren Kolbenraum 16 auf, wobei der in Blickrichtung auf Fig. 1 gesehen obere Kolbenraum 14 auch mit Stangenraum bezeichnet ist. Über Durchlässe 18 im Gehäuse 20 des Federungszylinders 12 sind die beiden Kolbenräume 14,16 über eine erste Verbindungsleitung 22 fluidführend miteinander verbunden. Die erste Verbindungsleitung 22 mündet in eine zweite Verbindungsleitung 24, die zu einer mit P gekennzeichneten Druckversorgungsquelle führt. An die zweite Verbindungsleitung 24 ist des weiteren ein Energiespeicher 26 angeschlossen. Die fluidführende Verbindungsleitung 22 zwischen den Kolbenräumen 14,16 des Federungszylinders 12 weist, wie dies die Figuren zeigen, in Parallelschaltung zueinander eine Drosselstelle 28 und ein ansteuerbares Sperrventil 30 auf. Bei einer nicht näher dargestellten Ausführungsform könnte der Energiespeicher 26 auch am unteren Teil der Verbindungsleitung 22 angeschlossen sein.
Des weiteren ist eine als Ganzes mit 32 bezeichnete Überwachungseinrichtung für den Federungszylinder 12 vorgesehen, die in Abhängigkeit seines Systemzustandes unter der Last 10 das Ventil 38 für die Druckversorgungsquelle P ansteuert. Wie die Figuren des weiteren zeigen, ist der Federungszylinder 12 als Differentialzylinder ausgebildet, an dem stangenseitig die Last 10 angreift und der kolbenseitig über die Kolbenräume 16,14 an die Druckversorgungsquelle P anschließbar ist. Der Energiespeicher ist als üblicher Hydrospeicher ausgebildet, der auf seiner Gasseite Stickstoff aufweist. Als Hydrospeicher kommen übliche Kolben-, Blasen- oder Membranspeicher zum Einsatz. Der Energiespeicher 26 ist an die zweite Ver-
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bindungsleitung 24 und mithin an die Versorgungsleitung zwischen der Druckversorgungsquelle P und dem Federungszylinder 12 über eine Zuleitung 34 angeschlossen. Diese Zuleitung 34 ist mit einer weiteren Drosselstelle 36, insbesondere in Form einer Drosselblende, versehen. In die zweite Verbindungsleitung 24 bzw. in die Versorgungsleitung ist ein über die Überwachungseinrichtung 32 ansteuerbares Schaltventil 38, insbesondere ein 2/2-Wegeschaltventil, vorhanden zum Zu- und Wegschalten der Druckversorgungsquelle. Des weiteren befindet sich zwischen diesem Schaltventil 38 und dem Energiespeicher 26 ein weiteres Sperrventil 40 in Form eines zum Energiespeicher 26 hin öffnenden Rückschlagventils.
Die Drosselstelle 28 ist, wie in den Figuren dargestellt, aus einer Drosselblende gebildet. Sie kann aber auch zusätzlich oder alternativ aus einer Leckagedurchtrittsstelle 42 zwischen den Kolbenräumen 14,16 am Zylinderkolben 44 gebildet sein, wobei das ansteuerbare Sperrventil 30 ein übliches Rückschlagventil ist, das zur Stangenseite des Federungszylinders 12 hin öffnet. Wie in den Figuren dargestellt, ist das Rückschlägventil als Sperrventil 30 in der ersten Verbindungsleitung 22 zwischen den Kolbenräumen 14,16 außerhalb des Federungsspeichers 12 angeordnet; es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dieses Rückschlagventil 30 zusammen mit der Drosselstelle 28 in Parallelanordnung innerhalb des Zylinderkolbens 44 zu führen mit beidseitigen Anschlüssen zu den Kolbenräumen 14 bzw. 16 hin (nicht dargestellt). Zur Realisierung der Leckagedurchtrittsstelle 42 kann der Zylinderkolben 44 außenumfangsseitig mit einer Spalt- oder Leckdichtung versehen sein oder beispielsweise mit einem Führungsband (nicht dargestellt), das entsprechend leckölbehaftet ist und dennoch eine sichere Führung des Kolbens 44 innerhalb des Gehäuses 20 des Federungszylinders sicherstellt.
Um die Führung der Kolbenstange 46 innerhalb des Gehäuses 20 des Federungszylinders 12 so reibungsminimiert wie möglich zu gestalten, kann es vorgesehen sein, den Druck auf die Stangendichtung 62 durch einen
druckentlastenden leckölabführenden Raum 58 zu reduzieren. Die Leckölabführung 48 ist dabei über eine Leitung 50 an einen Tank 52 angeschlossen. Die Leitung 50 läßt sich über ein Innengewinde 54 an das Gehäuse 20 fluiddicht anschließen, wobei die zugehörige Bohrung 56 in einen Leckölabführraum 58 mündet, der die Kolbenstange 46 innerhalb des Gehäuses 20 radial umfaßt und wobei ein weiterer Leckspalt 60 zwischen Kolbenstange 46 und zugeordneter Führung des Gehäuses 20 zwischen Stangenraum 14 und Leckölabführraum 58 vorgesehen ist. Der Leckölabführraum 58 ist wiederum zur Umgebung hin abgedichtet und zwar über eine übliche Stangendichtung 62. Durch den Leckspalt 60 wird der Systemdruck abgebaut, so daß die Stangendichtung nur mit dem Druck in der Leitung 50 beaufschlagt ist.
Die Überwachungseinrichtung 32 überwacht die Position des Zylinderkol-5 bens 44 bzw. die Position der Kolbenstange 46 und mithin die Lage der Last 10 gegenüber dem Gehäuse 20 des Federungszylinders 12. Des weiteren weist die Überwachungseinrichtung eine prinzipiell dargestellte Steuerungseinrichtung 64 auf, die das Schaltventil 38, das, wie in den Figuren dargestellt, federbelastet in seiner Sperrstellung gehalten ist, elektrisch ansteuert und in seine durchgeschaltete Stellung entgegen der Federkraft bewegt. Hierfür weist die Überwachungseinrichtung 32 z.B. einen Befestigungsbügel 66 auf, der mit der Kolbenstange 46 oder der Masse 10 verbunden ist. In Blickrichtung auf die Figuren gesehen an seinem unteren Ende weist der Befestigungsbügel 66 einen Positionsgeber 68 auf mit der zugehörigen Schaltelektronik in Form der Steuerungseinrichtung 64. Die dahingehende Steuerungseinrichtung 64 kann mit Näherungssensoren wie Hall-Sensoren 70 (vgl. Fig.3), arbeiten, aber auch mit anderen Sensorsystemen und sowohl eine analoge als auch eine digitale Auswertung erlauben. Es ist ebenfalls denkbar, den Positionsgeber 68 mit dem Zylinder zu verbinden und einen an der Masse 10 befestigten Schaltbügel (nicht dargestellt) für die Regelung zu verwenden.
Um die Funktion des Federungssystems zu verdeutlichen, wird diese im folgenden anhand der Arbeitsweise der Federungsanordnung näher beschrieben.
Im sog. statischen Fall übt die Masse 10 auf den Federungszylinder 12 eine Cewichtskraft aus. Im Kolbenraum 16 und im Stangenraum 14 stellt sich über die Drosselstelle 28 bzw. die Leckagedurchtrittsstelle 42 der gleiche Druck ein, der gleich dem Quotienten aus der Gewichtskraft und der Stangenfläche der Kolbenstange 46 ist. Die Position der Kolbenstange 46 ist durch das Ölvolumen im System bestimmt. Sinkt das Ölvolumen im System durch Leckageverluste über den Leckspalt 60 so weit ab, daß der Positionsgeber 68 in Form eines Sensors einen unteren Schwellenwert überfährt, beispielsweise in Form der in Blickrichtung auf die Figuren gesehen oberen Kante des Gehäuses 20, wird über die Steuerungseinrichtung 64 das Schaltventil 38 geöffnet und aus dem Konstant-Drucknetz P wird so lange Öl nachgefüllt, bis der Zylinderkolben 44 wieder in seine vorgesehene optimale Position im Federungszylinder 12 gelangt ist. Hierzu strömt Fluid in den unteren Kolbenraum 16 nach.
Im Fall der Schwingungsanregung, also bei Bewegungen des Fahrzeugchassis, tendiert die Masse 10 aufgrund ihrer Trägheit dazu, der Bewegung nicht zu folgen. Dies ist der gewünschte Systemfall, den man auch als Isolation bezeichnet. Damit die Schwingung vom Fahrer bzw. den Fahrzeuginsassen isoliert werden kann, muß die Kolbenstange 46 und mithin der Zylinderkolben 44 eine Relativbewegung zum Gehäuse 20 des Federungszylinders 12 ausführen. Das für diese Relativbewegung benötigte Ölvolumen wird vom Energie- oder Hydrospeicher 26 aufgenommen bzw. aufgebracht. Bei genügend langsamen Relativbewegungen wird der Fluidaustausch zwischen dem Hydrospeicher 26 und dem Federungszylinder durch die Drosseln 28, 42 und 36 nicht beeinträchtigt.
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Bei schnellen Relativbewegungen wird die Relativgeschwindigkeit begrenzt, so daß sich das System mit der Masse 10 kontrolliert bis zu einem mechanischen Anschlag bewegt. Zu der dahingehenden Begrenzung der Relativgeschwindigkeit dienen die Blenden 28, 44 und/oder 36, die auch einstellbar ausgebildet sein können.
Bei der erfindungsgemäßen Lösung werden Einfahr- und Ausfahrstöße unterschiedlich beantwortet. Kommt es beispielsweise beim Überfahren eines Hindernisses oder beim Anfahren des Fahrzeuges zum Einfahren des Zylinderkolbens 44, wird das verdrängte überschüssige Volumen aus dem Kolbenraum 16 vom Energiespeicher 26 aufgenommen, wobei der Druck im Energiespeicher 26 dann progressiv ansteigt und dadurch den Einfahrweg sinnvoll begrenzt. Das Rückschlagventil 30 öffnet bei diesem Vorgang aufgrund des anstehenden Druckes in der Leitung 24 und verhindert, daß die Drossel 28,42 wirkt und somit sich kein Unterdruck im Stangenraum 14 bilden kann. Beim Bremsen und/oder Bergabfahren auftretende dynamische Zugkräfte auf den Federungszylinder, welche wesentlich größer sein können als die Rückstellkraft der Masse 10, führen im Stangenraum 14 zu einem Überdruck, der sich über die Drosseln 28,42 nur langsam zum KoI-benraum 16 hin entspannen kann. Das System dient mithin zur schwingungstechnischen Isolation eines Bewegungs-Freiheitsgrades in Richtung der Erdschwerkraft, wobei in diese Richtung kleine Eigenfrequenzen um die 1 Hz realisiert werden können und gleichzeitig die auftretenden dynamischen Zugkräfte vom Bremsen oder Bergabfahren aufgenommen werden können.
Die Ausführungsform nach der Fig.2 entspricht im wesentlichen der Ausführungsform nach der Fig. 1, wobei hier der Abführraum 58 und der Leckagespalt 60 entfallen sind, wohingegen eine Leckagemöglichkeit über die Drosselstelle 72 und die Leitung 50 unmittelbar zum Tank 52 hin vorgesehen ist. Dabei ist diese Leckagemöglichkeit über die Drosselstelle 72
an die Verbindungsleitung 22 angeschlossen, die in den Stangenraum 14 mündet.
Die Ausführungsform nach der Fig.3 ist insoweit abgeändert, als die Überwachungseinrichtung 32 keinen Befestigungsbügel 66 mehr aufweist, sondern einen Magneten innerhalb einer nichtmagnetisierbaren Kolbenstange 46, der mit einem bistabilen Hall-Sensor 70 zusammenwirkt, der in Blickrichtung auf die Fig.3 gesehen auf der Oberseite des Gehäuses 20 des Federungszylinders 12 angeordnet ist und über die Steuerungseinrichtung 64 das Schaltventil 38 betätigt. Es wäre auch ein Magnetstift 74 in der nichtmagnetisierbaren Kolbenstange 46 denkbar, der mit einem Hall-Sensor 70 zusammenwirkt.
Die beschriebenen Federungssysteme sind dadurch charakterisiert, daß über die Leckage der Drossel 72 oder 60 in Verbindung mit der wirkenden Masse sich der Zylinder absenken kann und mit einer Überwachungseinrichtung dahingehend in Verbindung steht, daß die Lage der Masse exakt ausgeregelt wird. Bei der erfindungsgemäßen Lösung ist also die Federung aufgrund der angesprochenen Reibungsminimierung verbessert. Dies ist erreichbar durch eine leckbehaftete Kolbendichtung und den druckentlasteten Raum vor der Stangendichtung. Ferner ist es möglich, mit der erfindungsgemäßen Lösung hohe dynamische Zugkräfte (große Dämpfung) aufnehmen zu können und dabei gleichzeitig nur eine geringe Dämpfung beim Einfedern zu realisieren. Dank der Leckölabführung 50 war es möglieh, eine konstruktiv günstige Einkantensteuerung zu realisieren.
Dadurch, daß über die Leckagemöglichkeiten 60,72 in Verbindung mit der wirkenden Masse 10 der Zylinder sich absenkt, kann mit nur einem Sensor in Verbindung mit dem Gehäuse und der Kolbenstange sowie einem Ventil die Lage oder das Niveau geregelt werden. Ferner wird durch die angesprochene leckölbehaftete Dichtung am Kolben 44 und/oder die Drosselstelle 60 vor der Stangendichtung 62 die Reibungsminimierung erreicht.
Claims (11)
1. Federungssystem mit einem mit einer Last (10) beaufschlagbaren Federungszylinder (12), dessen Kolbenräume (14, 16) fluidführend miteinander verbunden und an eine Druckversorgungsquelle (P) sowie an einen Energiespeicher (26) anschließbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die fluidführende Verbindung zwischen den Kolbenräumen (14, 16) des Federungszylinders (12) in Parallelschaltung zueinander eine Drosselstelle (28) und ein ansteuerbares Sperrteil (30) aufweist.
2. Federungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Überwachungseinrichtung (32) für den Federungszylinder (12) vorhanden ist, die in Abhängigkeit seines Systemzustandes unter Last die Druckversorgungsquelle (P) ansteuert.
3. Federungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Federungszylinder (12) ein Differentialzylinder ist, an dem stangenseitig die Last (10) insbesondere in Form einer Fahrerkabine eines Nutzfahrzeuges angreift und der kolbenseitig an die Druckversorgungsquelle (P) anschließbar ist.
4. Federungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Energiespeicher (26) ein Hydrospeicher ist, der an die Versorgungsleitung (24) zwischen der Druckversorgungsquelle (P) und dem Federungszylinder (12) angeschlossen ist.
5. Federungssystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Versorgungsleitung (24) ein über die Überwachungseinrichtung (32) ansteuerbares Schaltventil (38), insbesondere ein 2/2- Wegeschaltventil, zum Zu- und Wegschalten der Druckversorgungsquelle (P) sowie zwischen dem Schaltventil (38) und dem Energiespeicher (26) ein weiteres Sperrventil (40), insbesondere ein Rückschlagventil, vorhanden sind.
6. Federungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselstelle (28) aus einer Drosselblende und/oder aus einer Leckagedurchtrittsstelle (42) zwischen den Kolbenräumen (14, 16) am Zylinderkolben (44) gebildet ist und daß das ansteuerbare Sperrventil (30) ein Rückschlagventil ist, das zur Stangenseite des Federungszylinders (12) hin öffnet.
7. Federungssystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Rückschlagventil (30) in der Verbindungsleitung (22) zwischen den Kolbenräumen (14, 16) außerhalb des Federungsspeichers (12) angeordnet ist.
8. Federungssystem nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Zylinderkolben (44) die Drosselstelle (28) und/oder das ansteuerbare Sperrventil (30) angeordnet sind.
9. Federungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Energiespeicher (26) in seiner Zuleitung (34) zu der Druckversorgungsquelle (P) mit einer weiteren Drosselblende (36) versehen ist, deren Durchlaßquerschnitt wesentlich größer bemessen ist als der Durchlaßquerschnitt der Drosselstelle (28) zwischen den Kolbenräumen (14, 16).
10. Federungssystem nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachungseinrichtung (32) die Position des Zylinderkolbens (44) und mithin die Lage der Last (10) überwacht und über eine Steuerungseinrichtung (64) das Schaltventil (38) betätigt.
11. Federungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß stangenseitig eine weitere Leckagemöglichkeit (60) vorgesehen ist, die eine dritte Drosselstelle bildet oder mit einer solchen Drosselstelle (72) versehen ist.
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2000
- 2000-02-22 DE DE20003155U patent/DE20003155U1/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
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| R151 | Utility model maintained after payment of second maintenance fee after six years |
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| R152 | Utility model maintained after payment of third maintenance fee after eight years |
Effective date: 20080307 |
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| R071 | Expiry of right |