DE20004490U1 - Brandschutzeinrichtung für Entstauber - Google Patents

Brandschutzeinrichtung für Entstauber

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Description

&Ggr; \.·\.· \.s'PATENTANWÄLTE
RUFF, BEIER UND PARTNER
STUTTGART
Dipl.-Chem. Dr. Michael Ruff Dipl.-Ing. Joachim Beier Dipl.-Phys. Jürgen Schöndorf Dipl.-Chem. Dr. Thomas Mütschele
Ruff, Beier und Partner · Postfach 104036 · D-70035 Stuttgart European Patent and Trade Mark Attorneys
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13. März 2000 JB/Mu/sc
BeSchreibung
Brandschutzeinrichtunq für Entstauber
Die Erfindung betrifft eine Brandschutzeinrichtung für Entstauber, insbesondere für Entstauber zur Absaugung von Problemstäuben in der Schuhindustrie.
Entstauber bzw. Staubabsauganlagen werden überwiegend zur Absaugung von Stäuben und anderen staubähnlichen Bearbeitungsrückständen in Industrie und Handwerk eingesetzt. Typische Anwendungsbereiche sind die Lederwaren- und Schuhherstellung, Dentallabors und kunststoffverarbeitende Betriebe. Beim Abschleifen von Gummi und Leder in der Schuhindustrie können sehr zähe Stäube entstehen, die aus mehreren Gründen in der Weiterverarbeitung problematisch sind. Zum einen neigen diese Stäube dazu, bei den verwendeten Entstaubern die Filterporen der verwendeten Filtereinrichtungen schnell zu verschließen. Ein weiteres Problem besteht darin, daß bei bestimmten Produktionsprozessen Funken entstehen können, die den häufig leicht entzündbaren Staub entzünden können. Ein daraus entstehender Brand könnte einen Entstauber leicht unbrauchbar machen.
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Im Hinblick auf diese Problematik werden herkömmlich häufig Naßabschneider eingesetzt, die über eine fest installierte Rohrleitung mit den Bearbeitungsmaschinen, z.B. Schleifmaschinen, verbunden sind. Bei Naßabschneidern erfolgt die Filtration des angesaugten Fördergutes mittes eines Wasserbades, so daß bei Ansaugung von Funken bzw. glimmenden Partikeln diese bei Auftreffen auf das Filtermedium gelöscht werden können. Nachteilig bei Naßabschneidern sind vor allem die hohen Anschaffungs- und Betriebskosten sowie die sehr aufwendige und problematische Entsorgung des Wassers und des Schlammes. Meist müssen die Geräte wegen ihrer Baugröße, der schlechten Filterleistung und der hohen Luftfeuchtigkeit der Abluft sowie des immer noch hohen Brandrisikos im Freien aufgestellt werden. Kommt es zu einer Umgruppierung der Verarbeitungsmaschinen, beispielsweise aufgrund einer Produktionsänderung, so werden üblicherweise nur die Stichrohrleitungen zu den Bearbeitungsmaschinen angepaßt, während die Hauptrohrleitung unverändert bleibt. Dadurch kann es hier zu Staubablagerungen kommen, die sich entzünden und zu Bränden 0 in den Rohrleitungen führen können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Brandschutzeinrichtung für Entstauber zu schaffen, die bei günstigen Herstellungskosten einen zuverlässigen Brandschutz gewährleistet.
5 Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung eine Brandschutzeinrichtung mit den Merkmalen von Anspruch 1 vor. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben, deren Wortlaut durch Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht wird.
Eine erfindungsgemäße Brandschutzeinrichtung hat mindestens eine Ansaugöffnung, von der mindestens ein Ansaugkanal zu
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mindestens einer Auslaßöffnung führt. Die Ansaugöffnung kann beispielsweise direkt oder über eine geeignete Rohrleitung an eine Bearbeitungsmaschine angeschlossen werden. Dem Absaugkanal ist mindestens ein Sensor zur Erfassung der Beschaffenheit des durch den Ansaugkanal geführten Fördergutes und zur Abgabe mindestens eines Gefahrensignales zugeordnet, das charakteristisch für die beobachtete Beschaffenheit des Fördergutes ist und immer dann ausgelöst wird, wenn das Fördergut Funken bzw. heiße oder glimmende Partikel enthält.
Das Gefahrensignal kann daher auch als Funkensignal bezeichnet werden. Eine mit dem funkensensitiven Sensor in signalleitender Verbindung stehende Steuereinrichtung ist so ausgelegt, daß sie als Antwort auf ein Gefahrensignal eine oder mehrere geeignete trockene Brandschutzmaßnahmen einleitet. Eine "trockene" Brandschutzmaßnahme im Sinne dieser Anmeldung verzichtet auf die Verwendung von Wasser oder anderen flüssigen, pulverförmigen und/oder gasförmigen Löschmitteln, durch deren Einsatz die Brandschutzeinrichtung und/oder der Entstauber kontaminiert und ggf. zumindest 0 zeitweise unbrauchbar gemacht werden könnte. Daher kann der Entstauber schon kurze Zeit nach einer Gefahrensituation wieder in Betrieb genommen werden. Die Produktionsabläufe werden also kaum gestört, kostspielige Produktionsausfälle werden vermieden.
Durch die Erfindung kann also eine Prüfstrecke geschaffen werden, durch die angesaugtes Material hindurchlaufen muß, bevor es in nachgeschaltete Bereiche eines Entstaubers, insbesondere in die Filterkammer, eintreten kann. Innerhalb der Prüfstrecke wird der angesaugte Staub automatisch auf Gefährlichkeit für den Betrieb des Entstaubers geprüft.
Liegen durch den Sensor erfaßbare Anzeichen für eine Gefahr vor, führen diese automatisch zur Einleitung von löschmittelfreien Schutzmaßnahmen. Die Wächterfunktion der Brandschutz-
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einrichtung ermöglicht es, daß die Filtereinrichtungen im Hinblick auf ihre Filteraufgabe optimiert werden können, ohne daß brandhemmende oder -hindernde Eigenschaften vorgesehen sein müssen. Solange keine potentiell gefährlichen Materialien angesaugt werden, wird der Betrieb des Entstaubers durch die Brandschutzeinrichtung praktisch nicht beeinträchtigt.
Erfindungsgemäße Brandschutzeinrichtungen können in entsprechend gefährdete Entstauber integriert sein, beispielsweise derart, daß die Ansaugöffnung gleichzeitig als Ansaugöffnung des Entstaubers dient und daß die Auslaßöffnung des Ansaugkanales unmittelbar oder über ein Leitungsstück in eine Filterkammer des Entstaubers mündet. Bei einer bevorzugten Weiterbildung ist die Brandschutzeinrichtung als gesonderte Baueinheit ausgebildet, die derart an einem Entstauber anbringbar ist, daß die Auslaßöffnung des Ansaugkanals mit einer Einsaugöffnung des Entstaubers kommuniziert. Vorzugsweise ist die Brandschutzeinrichtung beispielsweise durch Anschrauben und/oder Einhängen lösbar an dem Entstauber anbringbar. Dadurch sind herkömmliche Entstauber jederzeit 0 mit erfindungsgemäßen Brandschutzeinrichtungen nachrüstbar, falls eine spätere Umstellung der Produktionsmaschinen dies erfordert. Bei Verarbeitung von ungefährlichen Stäuben kann die Brandschutzeinrichtung auf einfache Weise wieder abgenommen werden.
Die Sensoreinrichtung, die ein oder mehrere nach gleichen oder unterschiedlichen Prinzipien arbeitende Sensorelemente haben kann, umfaßt vorzugsweise mindestens einen in den Ansaugkanal gerichteten optischen Sensor. Hierdurch können besonders schnelle Ansprechzeiten realisiert werden. Vorzugs-0 weise ist mindestens ein wärmeempfindlicher Sensor, insbesondere ein Infrarotsensor vorgesehen, um glühende, glimmende oder sonstwie gefährlich erhitzte Partikel oder Funken
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schnell und sicher zu erkennen und beispielsweise dann ein Gefahrensignal abzugeben, wenn die Temperatur des "Funkens" ca. 4000C übersteigt.
Zweckmäßig ist die Sensoreinrichtung so angeordnet und ausgebildet, daß ihr räumlicher Arbeitsbereich im wesentlichen den gesamten Durchlaßquerschnitt des Ansaugkanales erfaßt, so daß kein Funke unerkannt den Bereich der Sensoreinrichtung passieren kann.
Besonders vorteilhaft sind Ausführungsformen, bei denen der Ansaugkanal derart mindestens abschnittsweise gekrümmt ausgebildet ist, daß er eine Absaugkanallänge hat, die deutlich größer ist als ein direkter Abstand zwischen Ansaugöffnung und Auslaßöffnung. Insbesondere kann die Ansaugkanallänge mehr als zweimal, insbesondere zwischen zwei- und fünfmal so groß sein wie dieser direkte Abstand. Dies kann beispielsweise durch einen labyrinthartigen Verlauf des Absaugkanals erreicht werden, bei dem dieser beispielsweise ein- oder mehrmals U-förmig gestaltet sein kann. Dadurch lassen sich bei kompakten Außenmaßen der Brandschutzeinrich-0 tung vorteilhaft große Absaugkanallängen schaffen, die es insbesondere ermöglichen, die Sensoreinrichtung mit entlang des Strömungsweges großem Abstand zur Auslaßöffnung anzubringen, um zwischen Detektion eines Funkens o. dgl. und einer Brandschutzmaßnahme soviel Zeit zu lassen, daß ein Funken 5 nicht bis zur Auslaßöffnung gelangen kann.
Eine bevorzugte, anhand eines Ausführungsbeispiels später näher erläuterte Weiterbildung hat mindestens ein Verschlußorgan für den Absaugkanal, das mittels der Steuereinrichtung so ansteuerbar ist, daß es den Absaugkanal bei Auftreten eines Gefahrensignals verschließt bzw. absperrt. Obwohl auch eine Absperrung des Absaugkanals stromaufwärts der Sensorein-
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richtung zu einem Abbrechen der Strömung im Ansaugkanal und damit zu einer Unterbrechung des Materialtransportes darin führen kann, ist das Verschlußorgan vorzugsweise stromabwärts der Sensoreinrichtung angeordnet, insbesondere im Bereich der Auslaßöffnung. Dabei sind zweckmäßig ein entlang des Strömungsweges gemessener Abstand zwischen der Sensoreinrichtung und dem Verschlußorgan und eine zur Absperrung des Absaugkanals erforderliche Verschließzeit des Verschlußorganes an die mittlere Strömungsgeschwindigkeit im Absaugkanal derart angepaßt, daß der Absaugkanal vor Eintreffen eines den Verschluß auslösenden Partikels am Verschlußorgan verschließbar ist. Damit wird ein Eindringen von möglicherweise gefährlichen Staubpartikeln in den der Auslaßöffnung nachgeschalteten Bereich zuverlässig verhindert. Alternativ wäre es z.B. auch möglich, durch ein steuerbares Umlenkorgan das den Funken tragende Fördergut bei Auftreten eines Gefahrensignals aus dem Ansaugkanal auszukoppeln bzw. auszuleiten, z.B. in einen gesonderten Auffangraum.
Um auch bei den im Hinblick auf große Absaugleistungen erfor-0 derlichen hohen Strömungsgeschwindigkeiten von typischerweise 2 0 m/s oder mehr einen zuverlässigen Verschluß des Absaugkanals zu gewährleisten, ist vorzugsweise ein Schnell-Verschluß vorgesehen, bei dem das Verschließorgan nach Auftreten eines den Verschließvorgang einleitenden Signals innerhalb von weniger als 0,2 Sekunden in seine Schließstellung überführt wird, wobei meist noch schnellere Verschließzeiten von weniger als 0,1 Sekunden, insbesondere ca. 0,08 Sekunden erreicht werden können. Dies fördert einen kompakten Aufbau der Einrichtung, da der Strömungsweg zwischen Sensor-0 einrichtung und Verschlußbereich relativ kurz gehalten werden kann, beispielsweise weniger als 1 m lang.
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Zweckmäßig ist das Verschlußorgan als verschwenkbare Verschlußklappe ausgebildet, die insbesondere derart angeordnet sein kann, daß eine Schließbewegung der Verschlußklappe durch die Strömung im Absaugkanal beschleunigbar bzw. verstärkbar ist. Die durch die Ansaugeinrichtung des Entstaubers bereitgestellten Strömungskräfte werden also in zweckmäßiger Weise für ein schnelles Verschließen des Verschlußorganes genutzt. Zweckmäßig ist, alternativ oder zusätzlich, ein durch die Steuereinrichtung ansteuerbarer Stellantrieb für das Verschlußorgan vorgesehen, der bei einer bevorzugten Ausführungsform elektropneumatisch arbeitet. Es kann auch ein Verschlußorgan in Form eines Schiebers vorgesehen sein, der z.B. in Schließrichtung mechanisch o. dgl. vorgespannt ist und bei Auftreten eines Gefahrensignals in die Schließstellung schnellt.
Weitere vorteilhafte Weiterbildungen werden im Zusammenhang mit einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Diese umfassen insbesondere die automatische Abschaltung einer Saugeinrichtung des Entstaubers als Antwort auf ein Gefahren anzeigendes 0 Gefahrensignal sowie vorteilhafte Möglichkeiten zur Entfernung von funkenbelastetem Absauggut aus dem Absaugkanal und zur optischen Inspektion des Absaugkanals nach Auftreten eines Gefahrensorsignals. Hierzu weist der Absaugkanal vorteilhaft geeignet dimensionierte und angebrachte Öffnungen auf, die durch Verschlußorgane wie Türen, Klappen o. dgl. im Betrieb der Brandschutzvorrichtung verschlossen sind und bei Bedarf geöffnet werden können, um Zugang zum Inneren des Absaugkanals zu ermöglichen.
Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen 0 auch aus der Beschreibung und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausfüh-
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rungsform der Erfindung und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige Ausführungen darstellen können.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Teilansicht eines kompakten Entstaubers, an dessen Rückseite eine bevorzugte Ausführungsform einer Brandschutzeinrichtung angebracht ist,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Breitseite der in Fig. 1 gezeigten Brandschutzeinrichtung und
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine im Betrieb der
Vorrichtung durch eine Tür verschließbare Schmalseite der Brandschutzeinrichtung aus
Fig. 2.
In Fig. 1 ist in schrägperspektivischer Ansicht ein Ausschnitt einer Seitenwand sowie einer Rückwand eines verfahrbaren Kompaktentstaubers 1 für Problemstäube gezeigt, der besonders für den Einsatz in der Schuhindustrie ausgestattet ist. In einem auf feststellbaren Rollen 2 stehenden, weniger als mannshohen, kastenförmige Gehäuseunterteil 3 befindet sich eine Filterkammer 4 mit mehreren zylindrischen Filterpatronen 5, die insgesamt eine Filterfläche von ca. 10 m2 bereitstellen. Die Filterflächen der Filterpatronen bestehen aus einem Material, das sich auch unter extremen Bedingungen, beispielsweise bei Gummi- und Lederstäuben sowie Kleberesten, problemlos abreinigen läßt. Eine vollautomatische pneumatische Abreinigung erfolgt zeit- und differenzdruckgesteuert,
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so daß die aufgefangenen Partikel die Filter nicht verkleben können. Die Filterelemente sind zudem so gestaltet, daß sie durch die anströmende Luft zu Eigenschwingungen angeregt werden. Durch diese Eigenschwingungen wird eine kontinuierliehe, gewisse Selbsterinigung der Filterpatronen gefördert. Bei dieser weitgehend wartungsfrei arbeitenden Filtereinrichtung ist ein Austausch der Filterelemente nicht erforderlich.
Unterhalb der Filterkammer 4 befindet sich eine große StaubsammeIschublade 6, deren großes Aufnahmevolumen dafür sorgt, daß bei üblichem Staubanfall eine Entleerung nur einmal pro Arbeitsschicht erfolgen muß, so daß während der Schicht unterbrechungsfrei gearbeitet werden kann.
Zur Ansaugung ist im abklappbaren Gehäuseoberteil 7 ein über einen 3-kW-Motor angetriebener Ventilator vorgesehen, der in der Lage ist, einen effektiven Volumenstrom von bis zu 1.850 m^/h zu erzeugen.
Zum Anschluß der zu bedienenden Bearbeitungsmaschinen an den Entstauber hat dieser in dem Bereich der Filterkammer 4 an seiner Rückseite eine rechteckige Ansaugöffnung 8, in deren Bereich normalerweise ein zylindrischer Schlauchanschlußstutzen zum Anschluß eines zu den Bearbeitungsmaschinen führenden Saugschlauches angebracht ist.
Dieser Ansaugöffnung 8 ist in Strömungsrichtung eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Brandschutzeinrichtung 10 vorgeschaltet. Die Brandschutzeinrichtung hat ein generell quaderförmiges, aus Stahlblech gefertigtes flaches Gehäuse 11 mit einem ebenen, an die Rückseite des Entstaubers 1 anlegbaren Montageblech 12, in dem mehrere schlüssellochförmige Einhängöffnungen 13 vorgesehen sind. An der Rückseite 0 des Entstauberunterteils 3 sind in entsprechender räumlicher
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Anordnung mit breiten Köpfen versehene Einhängbolzen 14 vorgesehen, so daß die Brandschutzvorrichtung direkt an der Rückseite des Entstaubers einhängbar und ggf. ohne weitere Maßnahmen befestigbar ist. Die Brandschutzvorrichtung ist also jederzeit nachrüstbar, falls für einen Entstauber durch Umstellung der Produktion die Anbringung einer Brandschutzeinrichtung zweckmäßig erscheint.
Das im wesentlichen luftdicht abschließbare, flachkastenförmige Gehäuse 11 hat an der in Fig. 1 nicht sichtbaren hinteren Schmalseite etwa auf halber Höhe eine mit einem Schlauchanschlußstutzen 15 umschlossene Ansaugöffnung 16 und eine im Oberbereich des Montageblechs 12 vorgesehene Auslaßöffnung 17, die bei eingehängter Brandschutzeinrichtung direkt im Bereich der Ansaugöffnung 8 des Entstaubers liegt und mit dieser, im wesentlichen luftdicht gegen die Umgebung abgedichtet, kommuniziert. Von der Ansaugöffnung 16 führt ein im wesentlichen U-förmig verlaufender Ansaugkanal 18 im Gehäuse 11 zur Auslaßöffnung 17. Der Ansaugkanal 18 hat überwiegend einen etwa rechteckigen Strömungsquerschnitt, der die Größen-Ordnung des Durchlaßquerschnittes der Ansaugöffnung 8 des Entstaubers bzw. der Ansaugöffnung 16 der Brandschutzeinrichtung liegt. Der Ansaugkanal hat zwei im Betriebszustand im wesentlichen vertikal parallel zueinander verlaufende Kanalabschnitte 19, 20, die über einen unteren Umlenkabschnitt 21 miteinander verbunden sind, in dessen Bereich eine Umkehr der Strömungsrichtung um ca. 180° stattfindet. Dieser labyrinthartig gekrümmte Verlauf des Ansaugkanales wird auf einfache Weise dadurch erreicht, daß in das Gehäuse 11 mittig zwischen dessen Schmalseiten 22, 23 eine nicht bis zur Unterseite 24 0 des Gehäuses durchgehende Zwischenwand 2 5 eingeschweißt ist. Zur Vermeidung der Ausbildung von toten Räumen sind die Eckbereiche des dadurch entstehenden, U-förmigen Raumes durch um 45° angeschrägte, eingeschweißte Schrägbleche 2 6 abge-
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deckt. Die Kanalführung ist insgesamt so, daß der zu durchlaufende Strömungsweg zwischen Einlaß 16 und Auslaß 17 etwa zwei- bis dreimal so lang ist wie der direkte räumliche Abstand zwischen Einlaß 16 und Auslaß 17. Im Bereich oberhalb der Ansaugöffnung 16 ist neben der Auslaßöffnung ein im wesentlichen rechteckiger Aufnahmeraum 27 gebildet, in dem eine gestrichelt angedeutete Steuereinrichtung 2 9 der Brandschutzeinrichtung untergebracht ist.
Im unteren Bereich des Ansaugkanales 18 ist zwischen den trichterförmig aufeinander zu laufenden Schrägblechen 26 eine rechtwinklige Bodenöffnung 3 0 gebildet, die durch eine um eine horizontale Schwenkachse 31 schwenkbare Bodenklappe 32 im wesentlichen luftdicht verschließbar ist. An der der Ansaugöffnung 16 abgewandten und in Fig. 1 gut zu erkennenden Schmalseite 23 der Brandschutzeinrichtung ist eine praktisch die gesamte Höhe der Brandschutzeinrichtung einnehmende Tür 33 vorgesehen, die im geschlossenen Zustand eine Wandung des Kanalabschnitts 20 des Absaugkanals bildet und eine praktisch die gesamte Höhe des Absaugkanals einnehmende, an einer Ecke abgeschrägte Öffnung 34 (Fig. 3) verschließt, die von einer umlaufenden Dichtung 35 umgeben ist. Die Tür 33 ist in Fig. aus Darstellungsgründen weggelassen. Am unteren Ende der Tür ist ein nach innen gerichteter Betätigungsklotz 36 z.B. aus Hartgummi angebracht, der unterhalb der Schwenkachse 31 auf einen nach oben gerichteten Abschnitt 37 der Bodenklappe 32 derart einwirkt, daß die Bodenklappe bei Schließen der Tür über dem Betätigungsklotz 36 automatisch geschlossen und bei Öffnen der Tür 33 sich schwerkraftunterstützt automatisch öffnet.
0 An der gegenüberliegenden Schmalseite 22 ist unterhalb der Ansaugöffnung 16 etwa auf Höhe der Unterkante des Zwischenbleches 25 ein Infrarotsensor 40 angebracht, dessen Sensor-
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fenster 41 so in das Innere des Ansaugkanals 18 gerichtet ist, daß jeder von der Ansaugöffnung 16 durch den Umlenkbereich 21 zur Auslaßöffnung 17 getragene Partikel zwangsweise durch den Erfassungsbereich des Sensors geführt wird, wobei die meisten Partikel in der Regel zweimal diesen Erfassungsbereich passieren. Dadurch kann kein Staubpartikel vom Sensor unerkannt in den Entstauber gelangen.
Der Sensor 40 ist über nicht gezeigte Signalleitungen mit der Steuereinrichtung 29 verbunden, die wiederum einen Pneumatikzylinder 42 ansteuert, der auf eine Verschlußklappe 43 wirkt, die oberhalb der Auslaßöffnung 17 um eine horizontale Schwenkachse 44 schwenkbar gelagert ist. Das klappenartige Verschlußorgan 43 ist in der in Fig. 3 gezeigten Ruhestellung (bei zurückgezogenem Pneumatikzylinder) derart schräg zur Auslaßöffnung 17 angeordnet, daß die Verschlußklappe als Umlenk- und ggf. Prallblech für die durch den Kanalabschnitt 2 0 nach oben geführte und durch den Auslaß 17 abgesaugte Strömung wirken kann. An der Außenseite des den Pneumatikzylinder aufnehmenden Raumes sind Lüftungsschlitze 45 vorge-0 sehen, die dafür sorgen, daß bei einer plötzlichen Bewegung der Verschlußklappe 43 aus der in Fig. 3 gezeigten Ruhestellung in Richtung Auslaßöffnung 17 kein diese Bewegung hemmender Unterdruck in diesem Raum entsteht.
Die als gesonderte Baueinheit vorliegende Brandschutzeinrichtung kann im Bedarfsfall schnell und einfach und ggf. ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen an einem Entstauber angebracht werden, indem dessen Ansaugöffnung 8 ggf. durch Abschrauben eines aufgeschraubten Schlauchanschlußstutzens freigelegt und danach die Brandschutzvorrichtung an der der Ansaugöffnung 0 aufweisenden Seite eingehängt wird. Das Nachrüsten der auch als Funkenerkennungsvorrichtung bezeichneten Brandschutzeinrichtung kann vom Endnutzer selbst vorgenommen werden. Die
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Funkenerkennungsvorrichtung wird lediglich an den Entstauber eingehängt, ggf. angeschraubt und mittels einer geeigneten Steckverbindung elektrisch an diese angeschlossen. Ein zur Steuerung der Funkenerkennung benötigtes Softwareprogramm kann in der Steuerung des Entstaubers schon vorhanden sein. Außerdem ist noch der Pneumatikzylinder an eine Druckluftversorgung anzuschließen, die typische Arbeitsdrücke zwischen ca. 3 und ca. 6 bar bereitstellt. Damit ist die Funkenerkennung nach der elektrischen mechanischen Montage sofort voll funktionsfähig.
Im Saugbetrieb werden die von angeschlossenen Bearbeitungsmaschinen stammenden Stäube über an den Stutzen 15 angeschlossene Schläuche in die Brandschutzvorrichtung eingesaugt, durch den Ansaugkanal 18 geführt und gelangen nach Verlassen der Brandschutzeinrichtung durch die Ansaugöffnung 8 in das Innere des Entstaubers, wo sie aus der sie tragenden Luft herausgefiltert werden.
Insbesondere im Bereich der Schuhherstellung können die angesaugten Stäube auch angesaugte Funken bzw. glimmende oder 0 glühende Partikel aufweisen. Das den Funken enthaltende Fördermaterial wird innerhalb der Funkenerkennung durch das durch den gekrümmten Ansaugkanal gebildete Labyrinth geführt, das so aufgebaut ist, daß kein Funke den optischen Sensor 40 unerkannt passieren kann. Der als Funkendetektor verwendete Infrarot-Sensor kann beispielsweise so ausgebildet sein, daß eingesaugte Funken mit Temperaturen von über ca. 4000C ein entsprechendes Gefahrensignal bzw. Funkensignal auslösen, das an die Steuereinrichtung 2 9 abgegeben wird. Als Antwort auf dieses eine Gefahrensituation anzeigende Signal wird der 0 Pneumatikzylinder 42 derart angesteuert, daß er durch Verschwenken der Verschlußklappe 43 in Richtung Auslaßöffnung 17 diese und damit den Einlaß in den Entstauber schnell ver-
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schließt. Durch das schnelle Schließen der Schnellschlußklappe vor Durchtritt eines Funkens in den Entstauber kann ein Entzünden der im Sammelbehälter 6 und/oder im Bereich der Filterpatronen vorhandenen Stäube zuverlässig verhindert werden. Als Antwort auf ein Funkensignal wird außerdem der Ventilatormotor des Entstäubers abgeschaltet.
Durch das Versperren der Auslaßöffnung 17 bricht die Luft- und Materialströmung im Ansaugkanal 18 zusammen, so daß das danach im Ansaugkanal befindliche Material nach unten sinkt und im unteren Bereich durch die Schrägflächen 26 im Bereich der Bodenöffnung 30 sich auf der Bodenklappe 32 ansammelt. Die Steuerung ist nun so ausgelegt, daß ein Bediener nach einer Funkenerkennung die Revisionstüre 33 der Brandschutzvorrichtung zunächst öffnen muß. Dadurch wird die durch die Revisionstür 33 mittels des Blockes 36 im geschlossenen Zustand gehaltene und daher mit der Revisionstür 3 3 gekoppelte Bodenklappe 32 geöffnet und das den Funken enthaltende Material wird ausgeworfen. Das Öffnen der Revisionstüre kann ebenfalls dazu genutzt werden, eine zusätzliche visuelle 0 Funkenkontrolle des Ansaugkanals, insbesondere des Kanalabschnittes 2 0 und des Umlenkabschnittes 21 durchzuführen.
Eine erneute Inbetriebnahme des Entstaubers wird erst nach Öffnen und nachfolgendem Schließen der Revisionstüre 33 möglich, da dieser Vorgang über einen elektrischen Schalter überwacht wird, der mit der Steuereinrichtung 2 9 verbunden ist. Durch das Schließen der Türe 33 wird automatisch auch die Bodenklappe wieder in die in Fig. 2 gezeigte Verschlußstellung geschwenkt. Durch gleichzeitige Ansteuerung des Pneumatikzylinders 42 wird auch die Verschlußklappe 33 wieder 0 geöffnet. Der Entstauber kann dann wieder in Betrieb genommen werden.
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Die elektropneumatisch betätigbare Schnellschlußklappe ist besonders auf einen zuverlässigen Betrieb und insbesondere auf außerordentlich schnelle Schließzeiten optimiert. Bei ausgeschaltetem Entstauber hält der Pneumatikzylinder 42 die Absperrklappe geöffnet (Fig. 3). Um die Funktionsfähigkeit des Schnellverschlusses zu gewährleisten, wird automatisch überprüft, ob der typischerweise zwischen ca. 3 und 6 bar liegende Luftdruck am Zylinder 42 tatsächlich vorliegt. Ist dies nicht gewährleistet, so schaltet ein entsprechend angebrachter Druckschalter den Entstauber ab. Dieser kann also nur dann betrieben werden, wenn der Stellantrieb für den Verschluß der Schnellschlußklappe funktionsfähig ist.
Nach Erkennung eines Funkens mittels des Sensors 4 0 wird ein dem Pneumatikzylinder 42 zugeordnetes Magnetventil derart umgeschaltet, daß die Absperrklappe 43 nun durch den Pneumatikzylinder aktiv in Richtung der Sperrstellung gedrückt wird.
Die allein durch den Pneumatikzylinder erreichbare Schließgeschwindigkeit wird durch die vorteilhafte Ausgestaltung der Verschlußklappe 43 noch deutlich erhöht, da diese so angeordnet ist, daß bei eingeschaltetem Entstauber die in Richtung Entstaubereingang 8 strömende Strömung und die in diesem Bereich herrschenden Druckunterschiede die Schließbewegung der Klappe 43 aktiv unterstützen. Bei eingeschaltetem Entstauber herrscht im Ansaugkanal 18 ein Unterdruck gegenüber dem Umgebungsdruck, der dank der Luftschlitze 45 auf der dem Ansaugkanal abgewandten Rückseite der Absperrklappe 43 lastet. Die Zugkraft des Pneumatikzylinders ist in diesem Stadium ausreichend, die Klappe 43 dennoch in der anschlagbe-0 grenzten Öffnungsstellung (Fig. 3) zu halten. Der auf die Absperrklappe wirkende Differenzdruck führt beim Schleißen der Klappe zu einer starken Beschleunigung in Richtung
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Schließstellung. Durch das Einschwenken der Absperrklappe in den im Absaugkanal strömenden Volumenstrom wird dann die Impulskraft der Volumenstromsäule im Ansaugkanal zusätzlich zur Schließbeschleunigung genutzt. Die hohe Strömungsgeschwindigkeit von typischerweise mehr als 2 0 m/s führt zu einer weiteren Beschleunigung der Absperrklappe. Außerdem saugt der Unterdruck, der durch den zwar abgeschalteten, aber noch nachlaufenden Ventilator erzeugt wird, die Absperrklappe zusätzlich Richtung Auslaßöffnung 17 bzw. Ansaugöffnung 8 an.
Diese drei Faktoren (Differenzdruck, Impulskraft und Saugkraft des Ventilators) werden durch die vorteilhafte Ausgestaltung der Verschließmechanik zur Erzielung einer hohen Schließgeschwindigkeit der Absperrklappe genutzt. Diese kann im Bereich von weniger als 0,1 Sekunden liegen, beispielsweise bei ca. 0,08 Sekunden, was in jedem Fall für einen zuverlässigen Verschluß des Entstaubereingangs ausreicht, bevor ein dem Verschließvorgang auslösender Funken aus dem Bereich des Sensors 40 bis in den Bereich des Verschließmechanismus gelangt.
Die Erfindung ermöglicht also ohne den Einsatz von Löschmitteln, wie Wasser, eine zuverlässige Vermeidung von Filterbränden und damit einhergehenden Produktionsstillständen, insbesondere im Bereich der Lederwaren- und Schuhproduktion. Durch ihre kompakten Ausmaße sind Entstauber der gezeigten Art hervorragend auch für die Aufstellung in kleinsten Räumen geeignet, beispielsweise in beengten Dentallabors. Durch die differenzdruckgesteuerte automatische Abreinigung der Filterelemente arbeiten derartige Entstauber weitgehend wartungsfrei. Von besonderem sicherungstechnischen Vorteil ist die mit einem optischen Infrarotsensor ausgerüstete, trocken arbeitende Funkenerkennungsanlage, die dafür sorgt, daß kein Funke unerkannt eingesaugt werden und ein Brand im Entstauber auslösen könnte. Wird ein Funke erkannt, so verschließt
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der Schnellverschluß den Verbindungsstutzen zum Entstauber, die Luftzufuhr wird unterbrochen und der Ventilator wird abgeschaltete. Durch Öffnen der Revisionsklappe öffnet sich auch die Bodenklappe, so daß der gefährliche Funke aus dem Ansaugbereich ausgetragen wird. Als Zusatzeinrichtung können Temperaturfühler für den Filterraum sowie eine in das System integrierte, voll automatische Löschvorrichtung vorgesehen sein, die als Antwort auf ein entsprechendes Funkensignal der Sensoreinheit eine Löschung des funkengefährdeten Bereiches vornimmt.

Claims (16)

1. Brandschutzeinrichtung für Entstauber, insbesondere für Entstauber zur Absaugung von Problemstäuben in der Schuhindustrie, die Brandschutzeinrichtung (10) mit mindestens einer Ansaugöffnung (16), von der mindestens ein Ansaugkanal (18) zu mindestens einer Auslaßöffnung (17) führt, mit mindestens einem dem Ansaugkanal (18) zugeordneten Sensor (40) zur Erfassung der Beschaffenheit des durch den Ansaugkanal geführten Fördergutes und zur Abgabe eines Gefahrensignals sowie einer mit dem Sensor signalleitend verbundenen Steuereinrichtung (29) zur Einleitung einer trockenen Brandschutzmaßnahme als Antwort auf ein Gefahrensignal.
2. Brandschutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie als gesonderte Baueinheit (10) ausgebildet ist, die derart an einem Entstauber (1) anbringbar ist, daß die Auslaßöffnung (17) der Brandschutzeinrichtung mit einer Eingangsöffnung (8) des Entstaubers kommuniziert, wobei die Brandschutzeinrichtung vorzugsweise lösbar, insbesondere durch Anschrauben und/oder Einhängen, an dem Entstauber anbringbar ist.
3. Brandschutzeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor mindestens einen in den Ansaugkanal gerichteten optischen Sensor (40) aufweist, insbesondere einen Infrarotsensor.
4. Brandschutzeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (40) derart angeordnet ist, daß ein räumlicher Erfassungsbereich des Sensors im wesentlichen den gesamten Durchlaßquerschnitt des Absaugkanals (18) erfaßt.
5. Brandschutzeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansaugkanal (18) derart mindestens abschnittsweise gekrümmt ausgebildet ist, daß er eine Absaugkanallänge hat, die deutlich größer ist als ein direkter Abstand zwischen Ansaugöffnung (16) und Auslaßöffnung (17), wobei die Absaugkanallänge vorzugsweise mehr als zweimal, insbesondere zwischen zweimal und fünfmal so groß ist wie der Abstand.
6. Brandschutzeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Absaugkanal (18) labyrinthartig gekrümmt ist, wobei er vorzugsweise im wesentlichen U-förmig ausgebildet ist.
7. Brandschutzeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Verschlußorgan (43) für den Absaugkanal (18) vorgesehen ist, das mittels der Steuereinrichtung (29) derart ansteuerbar ist, daß der Absaugkanal (18) als Antwort auf ein Gefahrensignal automatisch verschließbar ist.
8. Brandschutzeinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußorgan (43) stromabwärts des Sensors (40), vorzugsweise im Bereich der Auslaßöffnung (17) angeordnet ist, wobei vorzugsweise ein entlang des Absaugkanals gemessener Abstand zwischen dem Sensor (40) und dem Verschlußorgan und eine zur Absperrung des Absaugkanals durch das Verschließorgan erforderliche Verschließzeit an eine mittlere Strömungsgeschwindigkeit im Absaugkanal derart angepaßt sind, daß der Absaugkanal verschließbar ist, bevor ein den Verschließvorgang auslösender Funken o. dgl. das Verschlußorgan erreicht.
9. Brandschutzvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußorgan (43) nach Auftreten eines Gefahrensignals innerhalb von weniger als 0,2 Sekunden, insbesondere innerhalb von weniger als 0,1 Sekunden, in eine Schließstellung bewegbar ist.
10. Brandschutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußorgan als Verschlußklappe (43) ausgebildet ist, die vorzugsweise derart angeordnet ist, daß eine Schließbewegung der Verschlußklappe durch die Strömung im Absaugkanal (18) und/oder durch einen an der Verschlußklappe auftretenden Differenzdruck zwischen dem Inneren des Absaugkanals (18) und der Umgebung der Brandschutzeinrichtung beschleunigbar ist.
11. Brandschutzeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein durch die Steuereinrichtung (29) in Abhängigkeit von dem Sensorsignal ansteuerbarer, vorzugsweise pneumatischer Verschließantrieb (42) für das Verschlußorgan (43) vorgesehen ist.
12. Brandschutzeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (29) derart mit einer Saugeinrichtung des Entstaubers (1) zusammenwirkt, daß die Saugeinrichtung bei Auftreten eines Gefahrensignals abschaltbar ist.
13. Brandschutzeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in einem unten anordenbaren Bodenbereich des Absaugkanals (18) eine verschließbare Bodenöffnung (30) zur Entnahme von Fördergut aus dem Ansaugkanal vorgesehen ist, wobei die Bodenöffnung vorzugsweise durch eine Bodenklappe (32) verschließbar ist.
14. Brandschutzeinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Absaugkanal, insbesondere zur optischen Inspektion, werkzeuglos öffenbar ist, wobei vorzugsweise mindestens eine abdichtend verschließbare Tür (33) vorgesehen ist, die im geschlossenen Zustand eine Begrenzung eines Abschnitts (20) des Absaugkanals bildet.
15. Brandschutzeinrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Tür (33) mit der Bodenklappe (32) derart gekoppelt ist, daß bei Öffnung der Tür die Bodenklappe selbsttätig zur Freigabe von Fördergut öffnet und sich bei Schließen der Tür schließt.
16. Entstauber (1), insbesondere Entstauber zur Absaugung von Problemstäuben in der Schuhindustrie, mit einer Brandschutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei die Brandschutzeinrichtung vorzugsweise derart lösbar an dem Entstauber angebracht ist, daß eine Auslaßöffnung (17) der Brandschutzeinrichtung mit einer Eingangsöffnung (8) des Entstaubers kommuniziert.
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