DE20005167U1 - Abdichtelement - Google Patents
AbdichtelementInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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- F16L5/00—Devices for use where pipes, cables or protective tubing pass through walls or partitions
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Abdichtelement für ein durch eine Gebäudewand, insbesondere durch eine vorgefertigte Elementwand geführtes Rohr, welches wenigstens eine an der dem Wasserdruck ausgesetzten Außenseite in die Gebäudewand eingesetzte und aufweitbare Klemmdichtung aufweist.
Das bislang bekannte Abdichtelement zum Abdichten der Fuge zwischen einem durch eine Gebäudewand geführtes Rohr und der Durchbrechung besteht im wesentlichen aus der Klemmdichtung selbst. Diese hat einen kreisringförmigen Querschnitt und ist mit mehreren in Längsrichtung verlaufenden Klemmschrauben versehen. Das Dichtelement ist insbesondere für vorgefertigte Elementwände geeignet, die zwei im Abstand zueinander stehende Fertigplatten aufweisen, die durch Gitterträger miteinander verbunden sind. Nach dem Aufstellen auf der Baustelle wird der Zwischenraum mit Beton vergossen. Der Beton, aus dem die äußeren Fertigplatten hergestellt werden, ist wesentlich hochwertiger als der vor Ort vergossene Beton. Dies ist auch darauf zurückzuführen, daß die Verdichtung des Betons bei der Herstellung der Fertigplatten in einem Betonwerk wesentlich höher ist als der vor Ort
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Contec Anmeldetext vom 17.03.2000 Seite 2
vergossene Beton, da die Verdichtungsmöglichkeiten eines Betonwerkes hier nicht eingesetzt werden können.
Die in Frage kommende Klemmdichtung hat sich zwar bestens bewährt, es ist jedoch insbesondere bei einem hohen Wasserdruck nicht sichergestellt, daß durch die Fuge noch Wasser bzw. Feuchtigkeit in das Gebäudeinnere eindringen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Abdichtelement der eingangs näher beschriebenen Art in konstruktiv einfacher Weise so zu gestalten, daß es baustellengerecht ist und daß die Dichtwirkung noch weiter erhöht wird.
Die gestellte Aufgabe wird gelöst, indem das Abdichtelement eine der Klemmdichtung zugeordnete, mit der Gebäudewand verbindbare und die Außenkontur der Klemmdichtung übergreifende Abdeckplatte aufweist, die an der der Klemmdichtung zugeordneten Seite eine Schicht aus einer Dichtmasse trägt.
Durch die Abdeckplatte mit der Schicht aus einer Dichtmasse wird die an die Klemmdichtung angrenzende Fläche zusätzlich abgedichtet, so daß der Wasserdruck nicht mehr direkt auf die Klemmdichtung wirkt. Dadurch wird die Dichtwirkung wesentlich erhöht. Es ist deshalb sichergestellt, daß auch nach längerer Zeit die Dichtwirkung noch gegeben ist. Das Abdichtelement ist baugstellengerecht gestaltet, da es äußerst einfach ist, nach dem Bohren eines Loches durch die Gebäudewand bzw. durch die Elementwand die Abdeckplatte außen an der Wand festzusetzen, beispielsweise durch Dübel und Schrauben. Nach dem Einsetzen des Rohres erfolgt dessen Abdichtung durch Anziehen der Klemmschrauben der Klemmdichtung. Die besondere Wirkung der verbesserten Abdichtung liegt darin, daß die gefährdete Stelle zwischen der Klemmdichtung und dem Bohrloch zusätzlich abgedichtet wird. Zweckmäßigerweise ist die Platte aus einem beständigen Material, vorzugsweise aus Stahl oder einem Kunststoff gefertigt. Durch die Verwendung eines beständigen Materials wird der Korrosion vorgebeugt, so daß die Funktion der Abdeckplatte über einen äußerst langen Zeitraum erhalten bleibt. Obwohl schon die
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Verwendung einer geeigneten Dichtmasse die Abdichtwirkung wesentlich erhöht, ist vorgesehen, daß die Dichtmasse aus einem unter Einwirkung von Feuchtigkeit aufquellenden Material besteht. Dieses Material ist in der Branche als Bentonit bekannt. Der Vorteil liegt darin, daß unter Einwirkung von Feuchtigkeit sich das Volumen bzw. der Rauminhalt vergrößern kann und daß dieses Material das Mehrfache des Eigengewichts an Wasser aufnehmen kann. Die Platte ist mit einer Bohrung ausgestattet, die so groß ist, daß das Rohr schließend hindurchgeführt werden kann. Dabei ist dann besonders vorteilhaft, daß der die Bohrung der Abdeckplatte begrenzende Randbereich die Stirnfläche der Klemmdichtung abdeckt. Dadurch wird die gesamte Stirnfläche der Klemmdichtung von der Abdeckplatte und der Dichtmasse erfaßt. Obwohl es im Normalfall ausreichend ist, wenn das Abdicht-element an der äußeren, dem Wasserdruck ausgesetzten Seite einer Wand angeordnet ist, könnte auch in weiterer Ausgestaltung an der inneren Seite ein weiteres Abdichtelement in die Wand eingesetzt werden. Damit eine ausreichend große Ringfläche zwischen der Klemmdichtung und dem Wanddurchbruch erfolgt, ist vorgesehen, daß die Länge der Klemmdichtung größer ist als die Dicke einer Fertigplatte einer Elementwand. Die Klemmdichtung reicht dann bis in den Ortbeton hinein, so daß die gesamte Dicke der Abdeckplatte durch die Klemmdichtung erfaßt wird. Damit eine ausreichend große Abdichtfläche durch die Abdeckplatte mit der Dichtmasse erreicht wird, ist vorgesehen, daß der Durchmesser der Abdeckplatte oder die Längen der Seitenkante etwa doppelt so groß oder größer als der Außendurchmesser der Klemmdichtung ist.
Anhand der beiliegenden Zeichnungen wird die Erfindung noch näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine auf eine Betonsohle aufgesetzte Elementwand in einer Teilansicht
und
Figur 2 ein durch die Elementwand geführtes Rohr mit Abdichtelementen in Schnittdarstellung.
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Die Figur 1 zeigt, daß auf eine an der Baustelle erstellte Betonsohle 1 ein fabrikmäßig vorgefertigtes Wandelement 2 aufgestellt ist. Das Wandelement 2 besteht aus zwei im Abstand zueinander stehenden Fertigplatten 2a und 2b, die durch Gitterträger 2c miteinander verbunden sind. Nach dem Aufstellen mehrerer Wandelemente auf die Betonsohle 1 wird der zwischen den Fertigplatten 2a, 2b liegende Hohlraum mit Ortbeton vergossen, welcher nach dem Aushärten eine mittlere Betonschicht 3 bildet. Nach dem Gießen der Betonschicht 3 wird durch die fertige Wand eine durchgehende Bohrung eingebracht, um einen Rohrabschnitt 4 durch die Wand hindurchzuführen. Gemäß der Darstellung nach der Figur 2 ist der Rohrabschnitt 4 durch zwei noch näher erläuterte Abdichtelemente 5 abgedichtet. Im Gegensatz zu der gezeichneten Ausführung ist es ausreichend, wenn das Abdichtelement 5 an der dem Wasserdruck ausgesetzten Seite vorgesehen wird. Dies könnte gemäß der Darstellung nach der Figur 1 die Fertigplatte 2b sein. Jedes Abdichtelement 5 besteht im wesentlichen aus einer allgemein bekannten Klemmdichtung 5 a, die durch mehrere Klemmschrauben 5b aufweitbar ist, eine äußeren Abdeck- oder Abdichtplatte 5c und einer Schicht 5d aus einer Dichtmasse, die an der der Klemmdichtung 5a zugewandten Seite der Abdeckplatte 5c vorgesehen ist. Das Abdichtelement 5 ist durch mehrere Befestigungsschrauben 6 und durch Dübel an der jeweiligen Fertigplatte 2a oder 2b festgelegt. Die Abdeckplatte 5 c ist aus einem beständigen Material, vorzugsweise aus Stahl oder einem Kunststoff gefertigt. Die Dicke ist so groß, daß eine ausreichende Biegesteifigkeit erzielt wird. Die zwischen der jeweiligen Fertigplatte 2a und 2b liegende Schicht 5d ist vorzugsweise aus einem quellfähigen Material, wie z.B. Bentonit hergestellt. Zwecks einfacher Montage des gesamten Abdichtelementes 5 ist diese Schicht 5d fest auf die Abdichtplatte 5c aufgebracht.
Die Dicke der Abdeckplatte 5c ist wesentlich größer als die Dicke der quellfähigen Schicht 5d. Gemäß der Darstellung nach der Figur 2 ist jede Seitenkante der Abdeckplatte 5c etwa doppelt so wie der Außendurchmesser der Klemmdichtung 5a, wodurch eine ausreichend große Dichtfläche zwischen der Abdeckplatte 5c und der jeweiligen Fertigplatte 2a, 2b entsteht. Aus der Figur 2 ergibt sich außerdem, daß die Abdeckplatte 5c mit einer zentrischen Bohrung versehen ist, die dem Außendurchmesser des Rohrabschnittes 4 entspricht. Demzufolge übergreift die Abdeck-
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platte 5c die äußere stirnförmige Ringfläche der Klemmdichtung 5a. Im dargestellten Ausführungsbeispiel steht die Klemmdichtung 5a gegenüber der Außenfläche der jeweiligen Fertigplatte 2a, 2b vor. Demzufolge liegt die Schicht 5d außerhalb der Klemmdichtung 5 a. Im Gegensatz zur dargestellten Ausführung ist es auch denkbar, daß die Schicht 5d sich bis an den Außendurchmesser des Rohrabschnittes 4 erstreckt. Unabhängig von der Ausführung ist jedoch der kritische Bereich zwischen dem Außendurchmesser der Klemmdichtung 5 a und der Bohrung bzw. dem Durchbruch optimal geschützt, so daß das einwirkende Wasser nicht mehr direkt auf diesen kritischen Bereich einwirkt. Aus der Figur 2 ergibt sich außerdem, daß die gegossene Betonschicht 3 doppelt so dick ist wie jede Fertigplatte 2a, 2b. Auch hier sind andere Verhältnisse möglich.
Nach dem Herstellen der Bohrung in den beiden Fertigplatten 2a, 2b wird das komplette Abdichtelement 5 in die Bohrung bzw. in den Durchbruch der jeweiligen Fertigplatte 2a oder 2b eingesetzt. Nach dem Befestigen der Halteplatte 5c mittels der Befestigungsschrauben 6 werden die Klemmschrauben 5b angezogen, wodurch die Klemmdichtung 5a aufgeweitet wird, so daß die Außenfläche gegen die Bohrung bzw. gegen den Durchbruch in der jeweiligen Fertigplatte 2a, 2b gedrückt wird.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellten Ausführungsbeispiel beschränkt.
Wesentlich ist, daß das Abdichtelement 5 außer der Klemmdichtung 5 a noch die Abdeckplatte 5c und die Beschichtung 5d aus einem quellfähigen Material enthält.
Claims (7)
1. Abdichtelement für ein durch eine Gebäudewand, insbesondere durch eine vorgefertigte Elementwand geführtes Rohr, welches wenigstens eine an der dem Wasserdruck ausgesetzten Außenseite in die Gebäudewand eingesetzte und aufweitbare Klemmdichtung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdichtelement (5) eine der Klemmdichtung (5a) zugeordnete, mit der Gebäudewand (2) verbindbare und die Außenkontur des Rohres (4) übergreifende Abdeckplatte (5c) aufweist, die an der der Klemmdichtung (5a) zugeordneten Seite eine Schicht (5d) aus einer Dichtmasse trägt.
2. Abdichtelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckplatte (5c) aus einem beständigen Material, vorzugsweise aus Stahl oder einem Kunststoff gefertigt ist.
3. Abdichtelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Abdeckplatte (5c) getragene Schicht (5d) aus einer Dichtmasse aus einem unter Einwirkung von Feuchtigkeit aufquellbaren Material, vorzugsweise aus Bentonit besteht.
4. Abdichtelement nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckplatte (5c) mit einer Bohrung versehen ist, und daß der die Bohrung begrenzende Randbereich der Abdeckplatte (5c) die Stirnfläche der Klemmdichtung (5a) abdeckt.
5. Abdichtelement nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Klemmdichtung (5a) größer ist als die Dicke der Fertigplatte (2a, 2b) eines Wandelementes (2).
6. Abdichtelement nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Abdeckplatte (5c) oder die Längen der Seitenkanten etwa doppelt so groß oder größer als der Außendurchmesser der Klemmdichtung (5a) ist.
7. Abdichtelement nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der Abdeckpaltte (5c) wesentlich größer ist als die Dicke der Schicht (5d) aus der Dichtmasse.
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