Armaturenfabrik Hermann Voss GmbH + Co
Leiersmühle 2-6, D-51688 Wipperfürth
Rastbarer Leitungsverbinder,
insbesondere für Kraftstoffleitungen
Die vorliegende Erfindung betrifft einen rastbaren Leitungsverbinder zum Anschluß mindestens einer Druck- und/oder Strömungsmittel-Leitung, insbesondere Kraftstoff-Leitung, an ein Verbindergegenstück, bestehend aus einem Steckerteil mit einem abgedichtet in eine Stecköffnung des Verbindergegenstückes einsteckbaren Steckerschaft und mindestens einem Leitungsabgang, aus Rastmitteln zum Arretieren des Steckerschaftes in seiner eingesteckten Position sowie aus einem gesonderten, die Rastmittel aufweisenden Halteteil.
Ein solcher Leitungsverbinder ist durch das DE-GM 297 21 023 bekannt. Dabei ist das als Rastmittel zwei federnde Rastarme aufweisende Halteteil derart beweglich mit dem Steckerteil verbunden, daß das Einstecken des Steckerschaftes und das Verrasten der Rastmittel unabhängig voneinander durchführbar sind. Dies bedeutet, daß zuerst nur der Steckerschaft eingesteckt wird. Erst danach erfolgt das Verrasten durch eine entsprechende Bewegung des Halteteils, welches dann mit den Rastarmen das Verbindergegenstück rastend umgreift und dadurch das Steckerteil gegen Lösen arretiert.
Aus der DE 195 05 574 A1 ist ein weiterer ähnlicher Leitungsverbinder bekannt, bei dem aber in einigen Ausführungen das Steckerteil einstückig mit federnden Haltearmen ausgebildet ist. Auch hier wird das die Aufnahmebohrung aufweisende Gehäuse von den Haltearmen des Steckers rastend umgriffen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Leitungsverbinder der gattungsgemäßen Art so zu verbessern, daß mit konstruktiv und herstellungsmäßig einfachen und preisgünstigen Mitteln eine gegen mechanische Beanspruchungen
besonders sichere Verbindung zwischen dem Steckerteil und dem Verbindergegenstück erreicht wird.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß das Halteteil aus einem Halteabschnitt zur kipp- und verdrehsicheren Halteverbindung mit dem Verbindergegenstück sowie aus mindestens zwei die Rastmittel bildenden, federelastischen Rastarmen besteht, wobei das Steckerteil derart zwischen die Rastarme einsteckbar ist, daß die Rastarme das Steckerteil in der eingesteckten Position umgreifen und rastend hintergreifen und dadurch relativ zu dem Verbindergegenstück auch kipp- und verdrehsicher fixieren. Somit kann zunächst das Halteteil über seinen Halteabschnitt mechanisch mit dem Verbindergegenstück verbunden werden. Nach dem anschließenden Einstecken des Steckerschaftes in die Stecköffnung ist über die Rastarme des Halteteils auch das gesamte Steckerteil mechanisch kipp- und verdrehsicher, d.h. in definierter Ausrichtung bezüglich der Steckachse des Steckerschaftes sowie auch bezüglich einer Abgangsachse des bevorzugt als Rohr- oder Schlauchstutzen mit Dornprofil ausgebildeten Leitungsabganges, mit dem Verbindergegenstück verbunden. Dabei kann das Halteteil auf einfache und preisgünstige Weise insbesondere als einstückiges Kunststoff-Formteil ausgeführt sein.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmerkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.
Anhand eines in der Zeichnung veranschaulichten, bevorzugten Ausführungsbeispiels soll die Erfindung genauer erläutert werden. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine Perspektivansicht der wesentlichen Bestandteile eines
erfindungsgemäßen Leitungsverbinders vor der Verbindung mit einem Verbindergegenstück,
Fig. 2 eine Perspektivansicht des erfindungsgemäßen Leitungsverbinders in
seinem mit dem Verbindergegenstück verbundenen, gesteckten Zustand und
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Fig. 3 einen Querschnitt durch die gesamte Anordnung in der gesteckten
Position gemäß Fig. 2.
Ein erfindungsgemäßer Leitungsverbinder 1 besteht aus einem Steckerteil 2 mit einem Steckerschaft 4 und mindestens einem Leitungsabgang 6. Der Steckerschaft 4 weist einen inneren Durchgangskanal 8 auf (siehe Fig. 3), der in einen inneren Kanal 10 des Leitungsabganges 6 übergeht. Im dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispiel verlaufen der Steckerschaft 4 bezüglich seiner Steckachse 12 und der Leitungsabgang 6 bezüglich seiner Abgangsachse 14 rechtwinklig zueinander, d.h. die Achsen 12, 14 schließen einen Winkel von 90° ein. Der Leitungsabgang 6 ist bevorzugt als Stutzen mit einem Dornprofil zum Aufstecken einer nicht dargestellten Rohr- oder Schlauchleitung ausgebildet.
Das Steckerteil 2 ist mit dem Steckerschaft 4 in eine Stecköffnung 16 eines Verbindergegenstückes 18 einsteckbar. Zur Abdichtung trägt der Steckerschaft 4 in einer äußeren Ringnut einen Dichtring 20.
Zum Arretieren des Steckerschaftes 4 in seiner eingesteckten Position (Fig. 2 und 3) ist ein gesondertes Halteteil 22 mit Rastmitteln 24 vorgesehen.
Erfindungsgemäß besteht das Halteteil 22 aus einem Halteabschnitt 26 zur kipp- und verdrehsicheren Halteverbindung mit dem Verbindergegenstück 18 sowie aus mindestens zwei die Rastmittel 24 bildenden, federelastischen Rastarmen 28. Nach dem Verbinden des Halteteils 22 mit dem Verbindergegenstück 18 über den Halteabschnitt 26 ist das Steckerteil 2 derart zwischen die Rastarme 28 einsteckbar, daß die Rastarme 28 das Steckerteil 2 in der eingesteckten Position umgreifen und rastend hintergreifen und dadurch relativ zu dem Verbindergegenstück 18 auch kipp- und verdrehsicher fixieren.
In der bevorzugten Ausgestaltung ist dazu der Halteabschnitt 26 des Halteteils 22 im Wesentlichen ringförmig ausgebildet und dadurch auf das im Wesentlichen länglich zylindrische Verbindergegenstück 18 so axial aufschiebbar, daß in der aufgeschobenen Stellung nach Fig. 2 der ringförmige Halteabschnitt 26 das Verbindergegenstück 18 im Bereich der Stecköffnung 16 (siehe dazu Fig. 3) mit nur geringem, ein Aufschieben ermöglichendem Spiel umschließt. Dabei weist der
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ringförmige Halteabschnitt 26 eine den Bereich der Stecköffnung 16 freilassende Durchführöffnung 30 für den Steckerschaft 4 auf (vgl. dazu auch Fig. 1).
Der ringförmige Halteabschnitt 26 ist derart ausgebildet, daß er in seiner auf dem Verbindergegenstück 18 sitzenden Position (Fig. 2) gegen Verdrehen um die Längsachse 32 des Verbindergegenstückes 18 sowie auch gegen Verkippen relativ zu der Längsachse 32 gesichert ist. Dies wird einerseits dadurch erreicht, daß der ringförmige Halteabschnitt 26 in Richtung der Längsachse 32 gesehen eine relativ große Breite aufweist. Andererseits weist der ringförmige Halteabschnitt 26 eine von der Kreisform abweichende Innenquerschnittsform auf, und das Verbindergegenstück 18 weist in diesem Bereich eine entsprechend angepaßte Außenquerschnittsform auf. Vorzugsweise - wie dargestellt - weist das weitgehend zylindrische Verbindergegenstück 18 in seinem zur Verbindung mit dem Halteabschnitt 26 vorgesehenen Bereich zwei diametral gegenüberliegende äußere Abflachungen 34, sog. Schlüsselflächen, auf und der Halteabschnitt 26 besitzt zwei entsprechende innere Anlageflächen 36.
Die beiden Rastarme 28 sind jeweils derart streifenförmig ausgebildet, daß sie in zueinander im Wesentlichen parallelen und zur Längsachse 32 senkrechten Ebenen liegen. Dabei sind die beiden Rastarme 28 derart radial von den beiden Stirnkanten 38 des ringförmigen Halteabschnittes 26 ausgehend angeordnet, daß sie in Richtung der Längsachse 32 des Verbindergegenstückes 18 gesehen beidseitig neben der Stecköffnung 16 bzw. der Durchführöffnung 30 des Halteabschnittes 26 zueinander etwa parallel beabstandet angeordnet sind. Dadurch begrenzen die beiden Rastarme 28 zwischen sich einen Aufnahmeraum für das Steckerteil 2 bzw. für einen zwischen dem Steckerschaft 4 und dem Leitungsabgang 6 angeordneten, vorzugsweise etwa quaderförmigen Abschnitt 40. Hierbei wirken vorteilhafter Weise die beiden Rastarme 28 mit Führungsvertiefungen 42 des Steckerteils 2 bzw. seines Abschnittes 40 zu dessen kippfreier Führung zusammen. Hierdurch wird bereits während des Einsteckens eine kippsichere Führung des Steckerteils 2 gewährleistet.
An ihren freien Enden weisen die Rastarme 28 einander zugekehrte Rastnasen 44 zum insbesondere formschlüssigen Hintergreifen von Rastkanten 46 des Steckerteils 2 auf. Zudem sind an den freien Enden der Rastarme 28 seitliche Führungsschrägen 48 gebildet, die das Einführen des Steckerteils 2 erleichtern.
Wie sich weiterhin noch aus Fig. 1 und 3 ergibt, weist das Halteteil 22 vorzugsweise im zwischen den Rastarmen 28 liegenden Bereich des Halteabschnittes 26 Anlagemittel 50 zur einsteckbegrenzenden Anlage des Steckerteils 2 auf. Vorzugsweise sind die Anlagemittel 50 von einem die Durchführöffnung 30 umschließenden Ringsteg 52 gebildet.
Durch die beschriebene, besondere Anordnung der Rastarme 28 ist es vorteilhafter Weise möglich, den Leitungsabgang 6 bezüglich seiner Abgangsachse 14 jeweils etwa senkrecht zu der Steckachse 12 des Steckerschachtes 4 sowie zu der Längsachse 32 des Verbindergegenstückes 18 auszurichten.
Das Halteteil 22 mit seinem Halteabschnitt 26 und den Rastarmen 28 kann bevorzugt als einstückiges Formteil aus Kunststoff ausgebildet sein. Alternativ ist aber auch eine Ausführung aus Metall, beispielsweise Messing möglich. Das Steckerteil 2 kann ebenfalls aus Kunststoff oder Metall bestehen. Dabei bestehen die Bestandteile vorzugsweise aus jeweils dem gleichen Material, können aber auch aus unterschiedlichen Materialien bestehen.
Bei dem Verbindergegenstück 18 handelt es sich beispielsweise um einen sog. Rail-Injektor mit Lecköl-Rückführung.
Der erfindungsgemäße Leitungsverbinder 1 gewährleistet eine mechanisch sehr sichere Verbindung zum Verbindergegenstück 18. So sitzt das Halteteil 22 zwar mit dem ringförmigen Halteabschnitt 26 in Richtung der Längsachse 32 verschiebbar auf dem Verbindergegenstück 18, jedoch gegen Verdrehen und Verkippen gesichert. Nach dem Einstecken des Steckerteils 2 wird das Halteteil 22 auch gegen axiales Verschieben fixiert, indem ja der Steckerschaft 4 durch die Durchführöffnung 30 hindurch in die Stecköffnung 16 eingreift.
Die Erfindung ist nicht auf das konkret dargestellte und beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern umfaßt auch alle im Sinne der Erfindung gleichwirkenden Ausführungen.