Beschreibung G OO 050
Scheidhauer
Maschinenbau GmbH
53909 Zülpich-Ülpenich
Vorrichtung zum Egalisieren von lose Schüttgüter enthaltenden Verpackungen
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Egalisieren von lose Schüttgüter enthaltenden Verpackungen, umfassend einen unteren Gurtförderer zur Förderung der Verpackungen in einer Förderrichtung mit mindestens einem Fördergurt und mit mindestens einer sich quer zur Förderrichung erstreckenden Egalisierwelle, über die der mindestens eine Fördergurt geführt ist, wobei jede Egalisierwelle mit mindestens einem über den Umfang derselben vorstehenden Egalisierelement ausgerüstet und um ihre Achse drehbar antreibbar ist und bei Drehung der Egalisierwelle der mindestens eine Fördergurt infolge des mindestens einen Eglisierelementes periodisch heb- und senkbar ist.
Derartige Vorrichtungen werden in Verpackungsanlagen für mit losen Schüttgütern gefüllte Verpackungen benötigt, beispielsweise in der Lebensmittelindustrie, wenn Pulver, wie Puddingpulver und dergleichen in Papiertüten abgepackt wird. Um möglichst viele derartige Verpackungen in eine Umverpackung einbringen zu können ist es hierbei erforderlich, die mit dem losen Schüttgut gefüllten Verpackungen gleichmäßig auszufüllen, was mit dem Begriff Egalisieren bezeichnet wird. Nur bei gleichmäßig ausgefüllten, d.h. egalisierten Verpackungen kann eine maximale Packungsdichte einzelner Verpackungen in der entsprechenden Umverpackung, z. B. einen Karton gewährleistet werden.
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Eine gattungsgemäße Vorrichtung ist beispielsweise aus der EP 0667 289 B1 bekannt geworden. Sie umfaßt ein unteres Förderband aus mehreren parallel zueinander verlaufenden Fördergurten, die über drehbar angetriebene Egalisierungswellen geführt werden. Jede Egalisierungswelle trägt hierbei Egalisierungselemente in Form von auf die Egalisierungswellen aufgebrachten, insbesondere aufgeschweißten Erhebungen, die bei Drehung der Egalisierungswellen den Fördergurten periodische Heb- und Senkbewegungen erteilen, wodurch die Egalisierung der auf dem Förderband aufliegenden Verpackungen bei gleichzeitiger Förderung derselben bewirkt wird. Nachteilig bei dieser bekannten Vorrichtung ist es, daß für die Produktegalisierung relativ hohe Drehzahlen für die unter den Fördergurten rotierenden Egalisierungswellen benötigt werden, was im Zusammenspiel mit den eingesetzten Fördergurten, die von ihrer Unterseite über die Egalisierungswellen rythmische Schläge erhalten, ein sehr lautes und störenden Geräusch hervorruft. Ferner tritt durch die auf die Egalisierungswellen aufgeschweißten Egalisierungselemente an den Egalisierungswellen ein Spannungsverzug auf, der sich mit der Anzahl der Egalisierungselemente vergrößert, wodurch eine äußert unerwünschte zusätzliche Unwucht an den Egalisierungswellen entsteht. Bedingt durch die hohe Drehzahl und den Spannungsverzug der Egalisierungswellen haben die Wälzlager der Egalisierungswellen und damit verbunden auch die Egalisierungswellen selbst bei der bekannten Vorrichtung einen hohen Verschleiß.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art vorzuschlagen, welche über lange Zeiträume einen zuverlässigen, störungsfreien und ruhigen Lauf gewährleistet und ein effektives Egalisieren von verschiedensten, lose Schüttgüter enthaltenden Verpackungen ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Ausgestaltung einer Vorrichtung nach den Merkmalen des Schutzanspruches 1 gelöst.
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Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Zur Lösung der eingangs gestellten Aufgabe wird vorgeschlagen, daß als Egalisierelement ein die Egalisierwelle umschließender Nocken vorgesehen ist, der mindestens einen über den Umfang der Egalisierwelle exzentrisch hervorkragenden Hubbereich aufweist und der Fördergurt während einer gesamten Umdrehung der Egalisierwellen am Außenumfang des Nockens anliegend geführt ist.
Durch den erfindungsgemäß als Egalisierelement vorgesehenen Nocken werden auf überraschend einfache Weise mehrere wesentliche Vorteile erzielt. Zum einen wird durch den die Egalisierwelle umschließenden Nocken jeglicher 5 Spannungsverzug der Egalisierwellen ausgeschlossen, da eine Befestigung des Nockens auf der Egalisierwelle zum Beispiels mittels Schweißen nicht mehr nötig ist, sondern insbesondere eine Klemmmontage möglich ist.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist darin zu sehen, daß der mindestens eine Fördergurt durch die kontinuierliche Anlage am Nocken während der gesamten Umdrehung der Egalisierwelle sanft angehoben und gesenkt wird. Hierdurch wird eine erheblich präzisere und für die Egalisierwirkung förderliche Bewegung des Fördergurtes erzielt und gleichzeitig das von dem Nocken ausgehende Geräusch deutlich vermindert.
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Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Fördergurt von einer Vielzahl parallel verlaufender Förderriemen mit kreisförmigem Querschnitt gebildet. Diese, häufig auch als Rundriemen bezeichneten Förderriemen können beispielsweise auf Basis von Gummi und/oder Polyurethan hergestellt sein, wobei je nach Größe und Eigenschaften der zu egalisierenden, lose Schüttgüter enthaltenden Verpackungen
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z.B. 6 bis 12 Rundriemen in paralleler Ausrichtung zur Ausbildung des Fördergurtes eingesetzt werden können.
Derartige Rundriemen auf Basis von Gummi oder Polyurethan, die erfindungsgemäß als Förderriemen zur Ausgestaltung des Fördergurtes zur Anwendung kommen, sind handelsüblich in verschiedensten Durchmessern und Festigkeiten erthält und bieten eine Reihe von Vorteilen.
So werden die Förderriemen aufgrund ihrer elastischen Materialeigenschaften beim Anheben und Senken mittels der auf den drehbaren Egalisierwellen plazierten Nocken gespannt und liegen stets fest an dem Außenumfang des Nockens an.
Bevorzugt sind die Förderriemen als umlaufende Endlosriemen ausgestaltet.
Die Montage und gegebenenfalls auch ein während des Betriebs der erfindungsgemäßen Vorrichtung erforderlich werdender Austausch einzelner Förderriemen kann auf einfachste Weise und während kürzester Zeit vorgenommen werden, da derartige Förderriemen ohne aufwendige Demontage beispielsweise zu Endlosriemen für umlaufende Gurtförderer mittels entsprechender handelsüblicher Vorrichtungen verbunden, z.B. verschweißt werden können.
Ferner haben die als Rundriemen ausgebildeten Förderriemen der erfindungsgemäßen Vorrichtung gegenüber bisher eingesetzten Flachriemen oder Gurten den Vorteil, daß Produktreste, beispielsweise aus den zu egalisierenden Verpackungen austretende Suppen-, Pudding-, Kaffeepulver usw. nicht bzw. nahezu nicht auf den Rundriemen anhaften und sich nicht zwischen den Rundriemen und den zugehörigen Antriebselementen, z.B. Rollen festsetzen können. Hierdurch wird der Reinigungsaufwand der erfindungsgemäßen Vorrichtung erheblich reduziert.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind mehrere Nocken auf einer Egalisierwelle angeordnet, d.h. nebeneinander über die Längserstreckung der Egalisierwelle angeordnet und jedem Nocken ist mindestens ein Förderriemen zugeordnet, der über diesen geführt ist. Beispielsweise können einem einzelnen Nocken auf einer Egaliserwelle zwei oder drei benachbarte Förderriemen zugeordnet und gleichzeitig über diesen geführt sein, so daß bei Anordnung von drei oder mehr Nocken auf einer Egalisierwelle je nach Breite des Gurtförderers und der zu egalisierenden Produkte, die bereits erwähnten 6 bis 12 Rundriemen als Förderriemen eingesetzt werden können.
Die auf einer Egalisierwelle vorgesehenen mehreren Nocken sind hierbei jeweils vorteilhaft um ein Vielfaches von 30° zueinander verdreht angeordnet, wodurch sich besonders vorteilhafte Bewegungen der Förderriemen zum Egalisieren der losen Schüttgüter innerhalb der auf den Förderriemen aufliegenden Verpackungen ergeben.
Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Ausbildung der Egalisierelemente als die Egalisierwelle umschließende Nocken bietet darüber hinaus die Möglichkeit, daß jeder Nocken mehrere über den Umfang der Egalisierwelle exzentrisch hervortretende Hubbereiche aufweist. Auf diese Weise übernimmt ein einzelner Nocken die Funktion mehrerer Egalisierelemente, in dem er beispielsweise 2, 4, 5, 7 oder sogar 8 über den Umfang der Egalisierwelle exzentrisch hervortretende Hubbereiche aufweist, die den über den jeweiligen Nocken geführten Förderriemen bei einer Umdrehung der Egalisierwelle eine entsprechende Anzahl von Heb- und Senkbewegungen erteilen. Es ist offensichtlich, daß durch solche Ausbildung der Nocken mit mehreren Hubbereichen die Hubzahl der über den Nocken geführten Förderriemen erheblich gesteigert werden kann, so daß es insbesondere ermöglicht wird, die für die Egalisierung erforderliche Drehzahl der Egalisierwellen zu verringern. Beispielsweise wird bereits bei Ausbildung der Nocken mit zwei exzentrisch hervortretenden Hubbereichen eine Halbierung der Drehzahl der Egalisierwellen
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von den bisher beispielsweise üblichen ca. 1.400 Umdrehungen/Minute auf ca. 700 Umdrehungen/Minute erzielt.
Die Kombination von geringer Drehzahl der Egalisierwellen, spannungsfreier Montage der Nocken auf den Egalisierwellen, sanftem Anheben und Senken der stets anliegend über die Nocken geführten Förderriemen und eine fast unwuchtfreie Montagernöglichkeit der Nocken führt bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung zu einer erheblichen Verbesserung der Einsatzzeit, wobei versuchsweise bereits über 5000 Betriebsstunden im Dauertest störungsfrei erreicht wurden. Darüber hinaus zeichnet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung durch einen besonders vibrationsarmen und ruhigen Lauf aus.
Zur Verbesserung der Führung der über die Nocken geführten Förderriemen wird vorgeschlagen, das jeder Nocken entlang seines Außenumfanges mit umlaufenden Führungsnuten ausgebildet ist, in welchen die dem Nocken zugeordneten Förderriemen geführt sind. Hierbei wird in jedem Außenumfang eines Nockens eine der Anzahl der diesem Nocken zugeordneten Förderriemen entsprechende Anzahl von Führungsnuten vorgesehen.
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Vorteilhaft ist jeder Nocken lösbar auf der jeweiligen Egalisierwelle befestigt, beispielsweise lediglich aufgeschoben, aufgesteckt oder geklemmt, so daß der Spannungsverzug der Egalisierwellen ausgeschlossen ist.
Um eine ausreichende Egalisierung der über den unteren Gurtförderer der erfindungsgemäßen Vorrichtung geförderten Verpackungen zu erreichen, werden mehrere Egalisierwellen sich parallel zueinander erstreckend und in Förderrichtung gesehen hintereinander angeordnet vorgesehen, so daß ausreichende Hub- und Senkbewegungen zum Egalisieren des Schüttgutes innerhalb der Verpackungen erzielt werden. Die Anzahl und Gestaltung von Egalisierwellen und Nocken richtet sich hierbei nach der Art der zu
egalisierenden Schüttgüter und deren Verpackungen und kann vom Fachmann an den jeweiligen Anwendungsfall angepaßt individuell ausgewählt werden.
Es ist des weiteren bevorzugt, daß ein oberer Guertförderer mit einem Fördergurt vorgesehen ist, der oberhalb des unteren Gurtförderers unter Ausbildung eines Förderspaltes für die Verpackungen angeordnet ist. Dieser obere Gurtförderer wird in gleicher Richtung wie der untere Gurtförderer angetrieben und bewirkt eine Vergleichmäßigung der Führung der innerhalb der erfindungsgemäßen Vorrichtung egalisierten Verpackungen.
Auch der Fördergurt des oberen Gurtförderers ist vorteilhaft von einer Vielzahl sich parallel zueinander erstreckender Förderriemen gebildet, die beispielsweise gleiche Ausgestaltung und Anordnung wie beim unteren Gurtförderer aufweisen können. Auch hierbei ergibt sich wiederum der Vorteil einer besonders geringen Neigung der Schüttgüter zum Anhaften und einer schnellen Montage sowie gegebenenfalls Austausch einzelner defekter Förderriemen.
Zur Anpassung an die zu egalisierenden Verpackungen und für Wartungs- und Reinigungszwecke kann der vertikale Abstand des oberen Gurtförderers zum unteren Gurtförderer verändert werden. Insbesondere ist vorgesehen, daß der obere Gurtförderer an seinem in Förderrichtung gesehen in einem Gestell höhenverstellbar und zusätzlich um eine horizontale Achse schwenkbar gehaltert ist.
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Durch diese Ausgestaltung wird der obere Gurtförderer lediglich an einem Ende in dem Gestell gehaltert, so daß Wartungs- und Reinigungsarbeiten ohne Behinderung möglich werden, wenn der obere Gurtförderer zusätzlich zu seiner Höhenverstellbarkeit auch um die horizontale Achse nach oben aufgeschwenkt wird.
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Ferner ist es auch während des Betriebs der erfindungsgemäßen Vorrichtung möglich, den oberen Gurtförderer um seine horizontale Achse nach oben in eine vom unteren Gurtförderer entferntere Position zu verschwenken, so daß beispielsweise versehentlich geschuppt an die erfindungsgemäße Vorrichtung herangeführte Verpackungen den oberen Gurtföderer leicht anheben können und eine Beschädigung der Verpackungen oder deren Inhalt vermieden wird.
Da der obere Gurtförderer an seinem in Förderrichtung gesehenen in einem Gestell, beispielsweise einem säulenförmigen Gestell höhenverstellbar und um eine horizontale Achse schwenkbar gehaltert ist, kann der obere Gurtförderer selbst mit einem besonders geringen Gewicht ausgeführt werden, wodurch sich eine leichte Schwenkbarkeit ergibt, die ohne Gefahr von Beschädigungen von geschuppt herangeführten zu egalisierenden Verpackungen bewerkstelligt werden kann.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der lediglich Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 in schematischer Darstellung eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen
Vorrichtung in Arbeitsstellung
Figur 2 in schematischer Darstellung eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen
Vorrichtung in Reinigungsstellung
Figur 3 in auschnittsweiser Darstellung die Aufsicht auf den unteren Gurtförderer
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
Figur 3a die Ansicht gemäß Pfeil V auf eine Egalisierwelle des unteren Gurtförderers
gemäß Figur 3
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Figur 4a eine Aufsicht auf einen Nocken der erfindungsgemäßen Vorrichtung
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Figur 4b den Schnitt durch den Nocken gemäß Figur 4a entlang der Schnittlinie
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In der Figur 1 ist eine Vorrichtung zum Egalisieren von lose Schüttgüter enthaltenden Verpackungen dargestellt. Sie umfaßt einen in einem Gehäuse 15 angeordneten unteren Gurtförderer 1 sowie einen mit Abstand zu dem unteren Gurtförderer 1 unter Ausbildung eines Förderspaltes S angeordneten oberen Gurtförderer 2. Der untere Gurtförderer 1 und der obere Gurtförderer 2 dienen zur Förderung und Egalisierung von hier nicht dargestellten lose Schüttgüter enthaltenden Verpackungen in einer Förderrichtung A durch die Vorrichtung hindurch.
Zu diesem Zweck weist der untere Gurtförderer 1, wie in näheren Einzelheiten auch aus der Darstellung gemäß Figur 3 ersichtlich, eine Vielzahl von zwischen einer Antriebsrolle 10 und einer Umlenkrolle 11 in der durch Pfeile angedeuteten Richtung umlaufenden Förderriemen 1 2, die beispielsweise aus einem elastischen Gummi oder Polyurethan hergestellt sind und einen etwa kreisförmigen Querschnitt aufweisen und jeweils zu Endlosriemen verbunden sind. Die Förderriemen 12 bilden in ihrer Gesamtheit den Fördergurt des unteren Gurtförderers und befördern die in Förderrichtung A in die Vorrichtung im Bereich des Förderspaltes S eingebrachten Verpackungen gemäß Darstellung in Figur 1 von rechts nach links durch die Vorrichtung.
Auf der dem Förderspalt S zugewandten Oberseite sind die den Fördergurt bildenden Förderriemen 12 des unteren Gurtförderers 1 über eine Vielzahl, hier beispielsweise 10 mit Abstand voneinander angeordnete, sich parallel zueinander erstreckende und in Förderrichtung A gesehen hintereinander angeordnete Egalisierwellen 13 geführt, wobei sich diese Egalisierwellen 13 rechtwinklig zur Förderrichtung A erstrecken. Jede dieser Egalisierwellen 13 ist mittels eines nicht näher dargestellten gemeinsamen oder Einzelantriebes in einer mit Pfeilen R angedeuteten Drehrichtung um ihre Achse D drehbar antreibbar.
Wie des weiteren aus der Darstellung gemäß Figur 3 und 3a ersichtlich, trägt jede dieser Egalisierwellen 13 mehrere, hier jeweils 3 mit Abstand voneinander über die Längserstreckung der Egalisierwelle 13 angeordnete Nocken 14, die in konstruktiven Einzelheiten auch in den Figuren 4a und 4b dargestellt sind.
Jeder dieser Nocken 14 umschließt die ihm zugeordnete Egalisierwelle 13 und ist lösbar auf der Egalisierwelle 13 beispielsweise durch Aufklemmen befestigt. Zwischen den einzelnen Nocken 14 können Abstandshalter 16 auf der Egalisierwelle 13 angebracht sein.
Zur Befestigung der Nocken 14 auf den Egalisierwellen 13 weisen diese, wie insbesondere aus Figur 4b ersichtlich ist, eine zentrale Durchgangsbohrung 141 auf, durch die die Egalisierwelle 13 hindurchtritt. An zwei diametral gegenüberliegenden Bereichen ist darüber hinaus die Durchgangsbohrung 141 durch nutförmige Ausnehmungen 143 erweitert und jeder Nocken 14 weist zwei einander entgegengesetzt die nutförmige Ausnehmung 143 durchsetzende Schraublöcher 142 auf, in die nicht näher dargestellte Klemmschauben eingeführt werden können. Es ist somit möglich, einen Nocken 14 durch Einführen der Egalisierwelle 13 in die Durchgangsbohrung 141 auf dieser aufzubringen und nachfolgend durch Anziehen der Klemmschrauben in den Schraubbefestigungslöchern 142 unter elastischer Verformung der nutförmigen Ausnehmungen 143 den Nocken klemmend in einer gewünschten Ausrichtung auf der Egalisierwelle 13 zu befestigen, so daß dieser die Drehung in Pfeilrichtung R der Egalisierwelle 13 ebenfalls vollzieht. Es wird eine lösbare Befestigung des Nockens 14 erzielt, was für die Montage und Wartung vorteilhaft ist, da jeder Nocken 14 leicht montier- und demontierbar ist.
Wesentlich für die Funktion des Nockens 14 ist es, daß dieser zum einen den Umfang der Egalisierwelle 13 in seinem Positionierungsbereich umschließt und zum anderen jeder Nocken 14 mindestens einen, hier zwei diametral
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gegenüberliegende Hubbereiche 14a aufweist, die exzentrisch über den Umfang der Egalisierwelle 14 gegenüber den übrigen Umfangsbereichen 14b hervorkragen.
Wie auch aus den Darstellungen gemäß Figuren 1 und 3 ersichtlich, sind die Förderriemen 12 derart in bezug auf die Egalisierwellen 13 mit ihren darauf aufgebrachen Nocken 14 angeordnet, daß sie auf den Nocken 14 der einzelnen Egalisierwellen 13 aufliegen.
Die bereits beschriebene Form des Nockens 14 mit den exzentrisch über den Umfang der Egalisierwelle hervorkragenden Hubbereichen 14b hat zur Folge, daß bei Drehung der Egalisierwellen 13 und der Nocken 14 in Drehrichtung R jeder Förderriemen 12 bei Anlage an den mit Bezugsziffer 14b gekennzeichneten Bereichen des Nockens 14 eine Tieflage erreicht und bei weiterer Drehung des Nockens 14 in Pfeilrichtung R eine Hubbewegung durch die Hubbereiche 14a in Richtung auf den oberen Gurtförderer 2 erfährt, wobei der Förderriemen 12 elastisch gespannt, d.h. gedehnt wird. Bei weiterer Drehnung des Nockens 14 stellt sich wieder eine Senkbewegung bis zur Tieflage bei Anlage am mit 14b gekennzeichneten Bereich unter elastischer Entspannung ein usw., so daß insgesamt die Förderriemen 12 mittels der Nocken 14 eine periodische Heb- und Senkbewegung erfahren, die die gewünschte Egalisierung der losen Schüttgüter in den durch die Vorrichtung geförderten Verpackungen bewirkt.
Durch den abgerundeten und fließenden Übergang von Hubbereichen 14a und übrigen Bereichen 14b eines jeden Nockens 14 wird hierbei gewährleistet, daß jeder Förderriemen 12 bei einer gesamten Umdrehung der Egalisierwelle 13 und des zugehörigen Nockens 14 stets am Umfang des Nockens 14 anliegend geführt ist. Hierdurch werden Schläge und andere unregelmäßige Krafteinwirkungen auf die Förderriemen 12 beim Betrieb der Vorrichtung ausgeschlossen und führen zu einem gleichmäßigen und leisen Lauf der Vorrichtung.
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Um eine exakte Führung der Förderriemen 12 über die Nocken 14 zu erzielen, weisen die Nocken 14 überdies entlang ihres Außenumfanges Führungsnuten 140 auf, in welchen die Förderriemen 12 stets anliegend geführt sind.
Der Darstellung gemäß Figur 3 ist überdies entnehmbar, daß mehrere benachbarte Förderriemen 12 gemeinsam über einen einzelnen Nocken 14 geführt werden, in der Darstellung gemäß Figur 3 sind dies drei Förderriemen 12, so daß dieser Nocken 14 gemäß Figur 3 auch entsprechend drei umlaufende Führungsnuten für die Förderriemen 1 2 aufweist.
Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 4a ist hingegen ein Nocken 14 dargestellt, der zwei Führungsnuten 140 aufweist und entsprechend zur Führung von zwei benachbarten Förderriemen 12 vorgesehen ist.
Die Nocken 14 können beispielsweise aus einem bruchfesten thermoplastischen Kunststoff auf Basis von Polyoxymethylen (POM) hergestellt sein, beispielsweise nach dem Spritzgußverfahren gefertigt oder auch aus einem Vollmaterial durch spanende Formgebung hergestellt sein.
Der Darstellung gemäß Figur 3a ist überdies noch zu entnehmen, daß die hier auf einer Egalisierwelle 13 angeordneten drei Nocken 14 nicht in paralleler Ausrichtung auf der Egalisierwelle 13 angeordnet sind, sondern deren Mittelachsen jeweils um einen Winkel &agr; von 30° zueinander verdreht angeordnet sind, so daß sämtliche auf einer Egalisierwelle 13 angeordneten Nocken 14 um ein Vielfaches von 30° zueinander verdreht auf der Egalisierwelle 13 angeordnet sind. Hierdurch ergibt sich eine besonders vorteilhafte Krafteinwirkung und Bewegung zur Egalisierung der losen Schüttgüter in den durch die Vorrichtung geförderten Verpackungen.
Die Ausbildung jedes Nockens 14 in der beispielsweise in den Figuren 4a und 4b ersichtlichen Weise mit einem im wesentlichen achsensymetrischen Aufbau
Nocken ausgerüstete Egalisierwelle 13 bei Rotation nahezu keine Unwucht aufweist, was zu einem besonders ruhigen Lauf der Vorrichtung beiträgt.
Ferner erzielt ein Nocken 14 gemäß Figur 4a und 4b mit zwei an diametral gegenüberliegenden Seiten ausgebildeten Hubbereichen 14a, die als Egalisierelemente dienen, bereits bei halber Rotationsgeschwindigkeit die gleiche Wirkung wie eine Egalisierwelle mit lediglich einem an Umfang derselben angebrachten Egalisierelement, was zu einer besonders langen Lebensdauer der Vorrichtung und auch zu ruhigem Lauf beiträgt.
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Da die Förderriemen 1 2 stets anliegend an der Außenoberfläche der Nocken 14 geführt werden, treten auch keine Schlag- oder Flattergeräusche ausgehend von den Nocken 14 auf die Förderriemen 12 auf.
Auch der obere Gurtförderer 2, der im Zusammenspiel mit dem unteren Gurtförderer 1 den Förderspalt S für die in Förderrichtung A durch die Vorrichtung zu fördernden Verpackungen bildet und die Förderung derselben bewirkt, weist mehrere, beispielsweise entsprechend zum unteren Gurtförderer parallel zueinander angeordnete Förderriemen 22 auf, die in der mit Pfeilen dargestellten Drehrichtung um eine Antriebsrolle 20 und eine Umlenkrolle 21 endlos umlaufen. Zusätzlich ist in der Darstellung gemäß Figur 1 noch eine Spanneinrichtung 24 dargestellt, die zum Spannen der Förderriemen 12 dient. Der obere Gurtförderer 2 umfaßt des weiteren einen Rahmen 23 in welchem die Antriebsrolle 20 und die Umlenkrolle 21, die die Förderriemen 22 tragen, gehaltert sind.
Ferner erstreckt sich vertikal und ausgehend vom unteren Gurtförderer 1 ein säulenförmiges Gestell 3, in welchem das in Förderrichtung A gesehen hintere und die Antriebsrolle 20 aufweisende Ende des oberen Gurtförderers 2 gehaltert ist.
Diese Halterung des oberen Gurtförderers im säulenförmigen Gestell 3 ist hierbei so gewählt, daß der obere Gurtförderer 2 höhenverstellbar gemäß Pfeil H in Figur 1 angeordnet ist, ,so daß der Abstand zwischen dem oberen Gurtförderer 2 und dem unteren Gurtförderer 1 veränderbar ist.
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Ferner ist der obere Gurtförderer 2 im säulenförmigen Gestell 3 um sein in Förderrichtung A gesehen hinteres Ende auch schwenkbar gemäß Pfeil P gehaltert und kann um seinen Befestigungspunkt im Gestell 3 gemäß Pfeil P nach oben aufgeschwenkt werden, was in der Figur 2 dargestellt ist.
In dieser in der Figur 2 dargestellten Position, die als Reinigungsstellung bezeichnet wird, ist der obere Gurtförderer 2 im Bereich seines hinteren, die Antriebsrolle 20 aufweisenden Endes sowohl vertikal gemäß Pfeil H in Figur 1 gegenüber dem unteren Gurtenförderer 1 nach oben verfahren worden, wie auch gemäß Pfeil P in Figur 1 nach oben geschwenkt worden, so daß der untere Gurtförderer 1 wie auch der obere Gurtförderer 2 zu Reinigungs- oder Reparaturzwecken frei zugänglich ist.
Die Schwenkbarkeit des oberen Gurtförderers 2 in Pfeilrichtung P gemäß Figur 1 ist jedoch nicht nur zu Reinigungs- und Reparaturzwecken sondern auch in der in der Figur 1 dargestellten Arbeitsstellung mit geringem Abstand zwischen oberen Gurtförderer 2 und unterem Gurtförderer 1 gegeben.
Beispielsweise wenn der Vorrichtung in Förderrichtung z.B. störungsbedingt geschuppt aufeinanderliegende und zu egalisierende Verpackungen von einem weiteren hier nicht dargestellten Förderband oder einer ähnlichen Aufgabeeinrichtung zugeführt werden, ist es den geschuppt aufeinander liegenden Verpackungen ermöglicht, den oberen Gurtförderer 2 um einen gewissen Betrag in Pfeilrichtung P nach oben zu schwenken, so daß das in den Verpackungen enthaltene zu egalisierende Schüttgut nicht beschädigt wird, wenn die Verpackungen in Förderrichtung A durch die Vorrichtung transportiert und egalisiert werden. Zur leichten Schwenkbarkeit des oberen Gurtförderers in Pfeilrichtung P trägt hierbei nicht nur die einseitige
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schwenkbare Lagerung im Bereich des hinteren, die Antriebsrolle 20 aufweisenden Endes bei sondern auch der besondere leichtgewichtige Aufbau des Rahmens 23 sowie der weiteren Komponenten des oberen Gurtförderers 2, so daß dieser mit geringem Kraftaufwand in Pfeilrichtung P und gegebenenfalls auch H von durch die Vorrichtung hindurchgeförderten Verpackungen angehoben werden können.
Zur Anpassung an unterschiedliche Verpackungsdicken kann der Abstand des oberen Gurtförderers 2 zum unteren Gurtförderer 1, d.h. die Höhe des Förderspaltes S durch Verfahren des oberen Gurtförderers 2 in Pfeilrichtung H eingestellt werden.
Sollte es im Verlauf des Betriebs der Vorrichtung zu einer Beschädigung oder einem Riss eines Förderriemens 12 kommen, so kann dieser mit geringem 5 Aufwand ohne Demontage der Vorrichtung direkt vor Ort entnommen und ein neuer Rundriemenabschnitt mittels geeigneter und an sich bekannter Vorrichtungen eingeführt und zu einem endlos umlaufenden Förderriemen 12 verbunden werden, der den beschädigten oder gerissenen Förderriemen 12 ersetzt.
Da des weiteren, wie insbesondere aus der Figur 3 ersichtlich ist, zwischen den einzelnen Förderriemen 12 Freiräume verbleiben und die Förderriemen 12 aufgrund ihres runden Querschnitts ohnehin nur geringe Anlagefläche bieten, können eventuell aus den Verpackungen austretende Anteile der zu egalisierenden Schüttgüter sich nicht in bedeutendem Maße am unteren Gurtförderer ablagern, sondern fallen durch diesen hindurch auf den Untergrund, wo sie einfach entfernt werden können, ohne das es umfangreicher Reinigungsarbeiten an der eigentlichen Vorrichtung erforderte. Zusätzlich können die Förderriemen 12 auch antistatisch ausgerüstet sein, so daß der Anhaftung von austretendem losen Schüttgut aus den Verpackungen weiter entgegengewirkt wirkt.