DE20102432U1 - Vorrichtung zur Aufbringung einer Positionierkraft zwischen Ober- und Unterkiefer als Schnarchhilfe - Google Patents

Vorrichtung zur Aufbringung einer Positionierkraft zwischen Ober- und Unterkiefer als Schnarchhilfe

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Description

. . &idigr; · · EUROPEAN PATENT & 'TRADEMARK ATTORNEYS - PATENT- & RECHTSANWÄLTE
GROSSE - BOCKHORNI MÜNCHEN · BOCHUM ■ LEIPZIG ■ ALICANTE
& PARTNER GBR
Dipl.-Ing. W. Herrmann-Trentepohl, Bochum Dipl.-Ing. Wolfgang Grosse, München Dipl.-Ing. Josef Bockhorni, Bochum Dipl.-Ing. Martin Misselhorn, RA, München Dlpl.-lng. Thilo Raible, RA, München Dr. Hinz VerwaltungS- Und Dlpl.-lng. Johannes Dieterle, Leipzig
Beteiligungsgesellschaft ute Grosser' ^ München
Mont-CeniS-Straße 5 E-mail: lnfo@patguard.de
44623-Herne
Deutschland Bochum
22. Januar 2001
8 3808IDE(BJZJO)
Vorrichtung zur Aufbringung einer Positionierkraft zwischen Ober- und Unterkiefer als
Schnarchhilfe
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Schutzanspruches 1.
Derartige Vorrichtungen dienen als Schnarchtherapiegeräte, um das Schnarchen einer Person während des Schlafs unterdrücken zu können. Diese Vorrichtungen weisen üblicherweise eine obere und eine untere Bißschiene auf, die an die Zahnreihe von Ober- und Unterkiefer angepaßt sind, so daß sie für den Gebrauch als Schnarchtherapiehilfe auf den Ober- und Unterkiefer aufgesetzt werden können. Derartige Bißschienen bestehen üblicherweise aus Kunststoff, der formbar ist, insbesondere Acrylat. Diese Bißschienen sind zur Begrenzung der Aufklapp- bzw. Öffhungsbewegung mit Teleskopschienen gelenkig miteinander verbunden. Derartige Teleskopgestänge sind üblicherweise aus rostfreiem Stahl hergestellt, wozu sehr häufig eine Stahl-ZNickellegierung verwendet wird.
Die Erfinder haben herausgefunden, daß infolge Kontakts des Speichels des Gebrauchers der Schnarchtherapiehilfe mit den Teilen aus rostfreiem Stahl Allergien hervorgerufen werden können, wobei dies jeweils vom Gebraucher und dessen physischer Konstitution abhängig ist. Dies fuhrt dazu, daß derartige Schnarchtherapiehilfen nach kurzem Gebrauch wieder weggelegt werden können und damit ihren Sinn nicht mehr erfüllen.
Forstenrieder Allee 59 Massenbergstr. 19-21 Max-Seckmann-Str. 23 &agr; Paseo Explanadc De Espana NcI, 4-izca
D-81476 München D-44787 Bochum D-04109 Leipzig ES - 03002 Alicante
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Aufgabe der Erfindung ist es, derartige als Schnarchtherapiehilfen verwendete Vorrichtungen so zu gestalten, daß die zuvor geschilderten Nachteile nicht auftreten, also eine benutzerfreundliche Verträglichkeit gewährleistet wird.
Diese Aufgabe wird erfindungs gemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 enthaltenen Merkmale gelöst, wobei zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung durch die in den Unteransprüchen angegebenen Merkmale gekennzeichnet sind.
Nach Maßgabe der Erfindung werden die aus Stahl bzw. einer Stahllegierung hergestellten Teile der Vorrichtung zweckmäßigerweise vollflächig mit einer allergieverträglichen Schicht überzogen, wobei vorzugsweise Titan oder eine Titanlegierung verwendet wird. Eine derartige Titanisierung dieser Stahlteile, insbesondere der Teleskop gestänge der Vorrichtung hat den Vorteil, daß diese infolge ihrer goldfarbigen Ausbildung dem Benutzer der Vorrichtung die Herstellung aus Gold oder einer Goldlegierung vorgibt, so daß die Bereitschaft zur Annahme und Verwendung einer solchen Vorrichtung erhöht wird. Im wesentlichen wird aber gewährleistet, daß trotz Kontaktierung der Vorrichtung mit Speichel während der Benutzung einer Schnarchhilfe das Auftreten von Allergien vermieden wird. Hierbei ist es zweckmäßig, daß die Titanschicht durch Plasmatitanisierung, insbesondere durch Aufsputtern aufgebracht wird, weil hierdurch eine vollfiächige und hauchdünne Beschichtung der Teile ermöglicht wird.
Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausfuhrungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben. Darin zeigen
Fig. 1 eine schematische perspektivische Ansicht der Vorrichtung nach der Erfindung sowie
Fig. 2 eine Einzeldarstellung eines Teleskopgestänges, wie es bei der Vorrichtung nach Fig. 1 Verwendung findet.
Ii
Die in Fig. 1 schematisch dargestellte "Vorrichtung dient als Schnarchtherapiegerät, welches zwei im wesentlichen U-fÖrmige Bißschienen 1 und 2 aufweist, die miteinander durch Teleskopgestänge 3 verbunden sind. Die Bißschiene 1 dient zum Aufsetzen auf die Zahnreihe des Oberkiefers und stellt entsprechend einen Abdruck der oberen Zahnreihe und des Oberkiefers dar, so daß ein Aufsetzen auf die obere Zahnreihe des Kiefers möglich ist. Entsprechend ist die untere Bißschiene 2 an die untere Zahnreihe bzw. den Unterkiefer angepaßt und dient zum Aufsetzen auf den Unterkiefer. Derartige Bißschienen sind bekannt und diese werden üblicherweise aus einem abdruckfähigen kunststofffähigen Kunststoffmaterial, insbesondere Acrylat hergestellt. Die Bißschienen 1 und 2 stellen somit einen Negativabdruck der oberen und unteren Zahnreihe bzw. des Ober- und Unterkiefers dar.
Die beiden Bißschienen 1 und 2 sind miteinander durch zwei Teleskopgestänge 3 verbunden, von denen eines in Fig. 2 dargestellt ist. In Fig. 1 sind diese Teleskopgestänge, die für sich bekannt sind, nur schematisch zur Verdeutlichung der Anordnung dargestellt. Zum Gebrauch setzt der Patient bzw. der Benutzer der Vorrichtung diese in den Mund, indem er die obere Bißschiene 1 auf den Oberkiefer und die untere Bißschiene 2 auf den Unterkiefer aufsteckt. Durch die Teleskopgestänge wird die Offiiungsbewegung des Mundes bzw. von Ober- und Unterkiefer begrenzt. Dadurch wird ein starkes Geräusch automatisch unterdrückt.
Wie Fig. 2 zeigt, weist das Teleskopgestänge 3 ein Teleskoprohr 4 auf, welches an einem Ende mit einer Anlenkhülse 5 versehen ist, durch welche die Teleskopstange beispielsweise an der unteren Bißschiene 2 befestigt wird. Im Teleskoprohr 4 ist eine Teleskopstange 6 verschieblich aufgenommen, welche innerhalb des Bereichs des Teleskoprohres 4 zur Verdeutlichung strichliert dargestellt ist.
Die Teleskopstange 6 ist an ihrem anderen Ende mit einer Gewindehülse 7 verbunden, die eine Gewindebohrung aufweist, in welcher ein Gewindebolzen 8 verschraubbar aufgenommen ist, der an seinem freien Ende eine Befestigungshülse 9 trägt. Dadurch ist das andere Ende des Teleskopgestänges 3 über die Befestigungshülse 9 an der anderen Bißschiene, hier die Bißschiene 1 befestigbar. Hierzu sind in der oberen Bißschiene 1 wie auch in der unte-
ren Bißschiene 2 entsprechende Befestigungsbolzen eingeformt, so daß das Teleskopgestänge 3 über die Befestigungshülsen 5 und 9 angelenkt werden kann.
Durch das Zusammenspiel von Gewindebolzen 8 und Gewindehülse 7 ist eine Längeneinstellung und damit eine Begrenzung bzw. Einstellung der Öffhungsbewegung zwischen Bißschiene 1 und Bißschiene 2 möglich. Im übrigen ermöglicht die verschiebbare Aufnahme der Teleskopstange 6 im Teleskoprohr 4 die Öffnungsbewegung. Eine Begrenzung der Ausbaubewegung der Teleskopstange 6 ist durch einen an der Teleskopstange 6 angeformten Kopf 10 gewährleistet, welcher in einem Längsschlitz 11 des Teleskoprohres 4 geführt ist.
Das für sich bekannte Teleskopgestänge einschließlich der in den Bißschienen 1 und 2 eingelassenen Befestigungsbolzen ist in herkömmlicher Weise aus rostfreiem Stahl gebildet, wozu sehr häufig eine Stahl-Nickellegierung verwendet wird. Bei derartigen Stahllegierungen können allerdings Allergieprobleme auftreten, was durch entsprechende Legierungsbestandteile der Stahllegierung bedingt ist. Zur Vermeidung dieser Nachteile sind die Teleskopgestänge 3 einschließlich der weiteren dazugehörigen Stahlelemente, wie die in den Bißschienen 1 und 2 eingelassenen Befestigungsbolzen sowie Befestigungsschrauben titanisiert, also mit einer Titanschicht überzogen und zwar vollflächig. Diese Titanschicht ist hierbei goldfarben, durch das Titan bedingt, ausgebildet, so daß dem Benutzer der Vorrichtung praktisch der Eindruck eines aus Gold und damit einem reinen Metall gefertigten Teleskopgestänges vermittelt wird. Dies erhöht wesentlich die Adaption derartiger Bißschienen, da dem Benutzer bekannt ist, daß bei Verwendung von Goldmaterialien die Gefahr von Allergien weitgehend ausgeschlossen ist. Durch die Titanschicht wird gewährleistet, daß der Benutzer der Vorrichtung das Auftreten von Allergien befürchten muß, die durch die Kontaktierung des Speichels mit den Teleskopgestängen aus rostfreiem Stahl verursacht werden können.
Zweckmäßigerweise erfolgt das Aufbringen der Platinschicht durch Plasmatitanisierung, insbesondere Vakuumsputtern. Durch das Vakuumsputtern ist gewährleistet, daß eine kontinuierliche und gleichwohl hauchdünne Titanschicht vollflächig auf das Teleskopgestänge und die weiteren Stahlbauteile aufgebracht werden kann. Durch die aufgesputterte Schicht
wird die bauliche Dicke des Teleskopgestänge praktisch nicht verändert, weil die Titanschicht nur hauchdünn aufgebracht werden muß. Hierbei ist durch das Vakuumsputterverfahren auch gewährleistet, daß beispielsweise die Innenbohrungen der Öffnungen in den Gelenkhülsen gleichermaßen zuverlässig beschichtet werden, wie auch beispielsweise die Innenwände des Längsschlitzes 11. Gleichzeitig wird die Gängigkeit, also das Einstellvermögen und die Ausschubbewegung der Teleskopstange 6 durch die Titanisienmg nicht beeinträchtigt.
In besonders zweckmäßiger Weise eignet sich die sogenannte PVD-Beschichtung unter Verwendung von Titan und zwar bei Einstellung der Härte auf eine Vickershärte auf ca. 2500 HV, wodurch eine sehr kratzfeste Schicht gewährleistet ist. Die Beschichtung kann einfach bzw. mehrfach, insbesondere zweifach erfolgen, wobei eine bevorzugte Beschichtungsdicke bei 1 bis 4 &mgr;&eegr;&igr; liegt.

Claims (5)

1. Vorrichtung zur Aufbringung einer Positionierkraft zwischen Ober- und Unterkiefer, mit zwei aus Kunststoff hergestellten U-förmigen Bißschienen (1, 2) zum Aufsetzen auf Ober- und Unterkiefer, die beidseitig durch vorzugsweise längeneinstellbare Teleskopgestänge (3) miteinander verschwenkbar bzw. aufklappbar befestigt sind, die aus einer Hülse- bzw. Teleskoprohr (4) und einer darin aufgenommenen Teleskopstange (6) und einer Längeneinstelleinrichtung (7, 8) mit Befestigungshülsen (5, 9) für die Befestigung an Ober- und Unterkiefer aus vorzugsweise jeweils rostfreiem Stahl gebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlteile der Vorrichtung, insbesondere die Elemente der Teleskopgestänge (3) einschließlich der weiteren Befestigungselemente mit einer allergieverträglichen Beschichtung versehen sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlteile vollflächig mit der allergieverträglichen Beschichtung versehen sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung goldfarben ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung durch eine durch Titanisierung gebildete Titanschicht gebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Titanschicht durch Plasmatitanisierung, insbesondere Aufsputtern von Titan bzw. einer Titanlegierung oder sonstigen allergieverträglichen Legierung gebildet ist.
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