DE20108302U1 - Anordnung an landwirtschaftlichen Geräten zur Erfassung der Verbrauchsmenge von Streugut - Google Patents
Anordnung an landwirtschaftlichen Geräten zur Erfassung der Verbrauchsmenge von StreugutInfo
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Description
Anordnung an landwirtschaftlichen Geräten zur Erfassung der Verbrauchsmenge von Streugut
Die Erfindung betrifft eine Anordnung an landwirtschaftlichen Geräten zur dosierten Ausbringung von Streugut auf eine landwirtschaftliche Fläche mit der die Verbrauchsmenge des in einem Vorratsbehälter befindlichen Streugutes als Meßgröße erfaßt wird.
Die dosierte Ausbringung von Saatgut oder Düngemitteln auf landwirtschaftliche Nutzflächen ist zur Erzielung von optimalen Erträgen oder einer optimalen Bodenqualität von besonderer Bedeutung. Vom Optimum abweichende Mengen an Düngemitteln pro Flächeneinheit führen zu einem sich auf das Wachstum der Nutzpflanzen negativ auswirkenden Mineralstoffhaushalt des Bodens. Darüber hinaus stellt die kontrollierte Ausbringung von Streugut einen berechenbaren Kostenfaktor für den landwirtschaftlichen Produktionsbetrieb dar.
Gemäß dem bekannten Stand der Technik gibt es eine Vielzahl von technischen Lösungen, die die ständige Ermittlung der verbrauchten Streugutmenge und die gesteuert dosierte Ausbringung von Streugut zum Gegenstand haben.
So ist gemäß DE 31 41 104 eine Dosier-Steuervorrichtung an landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten bekannt, mit der die Menge eines auf die landwirtschaftliche Nutzfläche auszubringenden Kultiviergutes erfaßt wird. Dabei ist der das Kultiviergut enthaltende Vorratsbehälter an dem Traggestell der mit Hilfe eines Traktors mitgeführten Maschine frei aufgehängt, um die bei Betrieb der Maschine auftretenden horizontalen Kraftkomponenten zu eliminieren, um auf diese Weise dem Druckaufnehmer weitgehend vertikal wirkende Kräfte zur Auswertung zuzuführen.
Diese Vorrichtung ist infolge der aufwendigen Aufhängung des Vorratsbehälters in der Maschine kompliziert und teuer, und für Maschinen, die bei landwirtschaftlichen Großflächen zum Einsatz gelangen und dementsprechend einen großen und schweren Vorrat an Streugut aufnehmen müssen, ungeeignet.
In DE 692 29 986 T 2 ist ein Streuer beschrieben, der mit einer Einrichtung ausgestattet ist, die das Gewicht des in einem Vorratsbehälter befindlichen Streugutes wiegt. Eine elektronische Meßvorrichtung nimmt eine Korrektur des ermittelten Gewichtes vor, um eine hinreichend genaue Gewichtserfassung unabhängig von der geometrischen Beschaffenheit des zu bedienenden Bodens zu ermöglichen.
Auch diese Vorrichtung weist die im Zusammenhang mit der DE 3141 104 genannten Nachteile auf. Beide Aggregate besitzen darüber hinaus kein eigenes Fahrwerk und damit ein einfaches Transportkonzept in einem Befestigungspunkt.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Anordnung an landwirtschaftlichen Geräten zur Erfassung der Verbrauchsmenge von Streugut bereitzustellen, die bei der Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Großflächen zum Einsatz kommen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Die Anordnung zur Erfassung der Verbrauchsmenge von Streugut kommt an landwirtschaftlichen Geräten zum Ausbringen von Streugut auf Großflächen zum Einsatz. Das Gerät besteht aus einem mit Rädern ausgestatteten, mit einer Zugmaschine kuppelbaren Fahrwerksrahmen. Der Fahrwerksrahmen ist zur Aufnahme eines Vorratsbehälters für das Streugut ausgebildet, und das Gerät weist Mittel zur Erfassung und Anzeige der Streugutmenge im Vorratsbehälter auf. Das Kennzeichen der Erfindung besteht darin, die Abstützung des Vorratsbehälters auf dem Fahrwerksrahmen an mindestens drei voneinander beabstandeten Stützpunkten vorzunehmen, wobei an jedem der Stützpunkte zwischen dem Vorratsbehälter und dem Fahrwerksrahmen eine Wägezelle zur Messung des Gewichts der Streugutmenge angeordnet ist. Die einzelnen Meßwerte der Wägezellen werden einer Abgleicheinrichtung zur Ermittlung eines EIN-Wertes zugeführt.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben. Die dazugehörige Zeichnung zeigt einen Großflächendüngerstreuer 1 in der Seitenansicht.
Der Großflächendüngerstreuer 1 ist ein zu schleppendes Fahrzeug, das von einer nicht dargestellten Zugmaschine über die landwirtschaftliche Nutzfläche gezogen wird. Der Großflä-
chendüngerstreuer 1 besteht aus einem Fahrwerksrahmen 2, der eine Radachse mit einem daran befindlichen Laufradpaar 3 aufweist. Der Fahrwerksrahmen 2 ist an seiner Vorderseite mit einer Deichsel 4 versehen, die mit Ihrem einen Ende um ein waagerechtes Schwenklager 8 schwenkbar mit dem Fahrwerksrahmen 2 verbunden ist, und die an ihrem gegenüberliegenden Ende eine mit der Kupplungshälfte der Zugmaschine korrespondierende Kupplungshälfte 9 aufweist. An der Rückseite des Fahrwerksrahmens 2 sind Aufnahmen 5 für nicht dargestellte Streu- und Leiteinrichtungen zur gleichmäßigen Verteilung von Düngemittel auf die Nutzfläche vorgesehen.
Auf dem Fahrwerksrahmen 2 befindet sich der Vorratsbehälter 6 zur Aufnahme von Düngemitteln. Wegen der zunehmenden Bewirtschaftung von sehr großen landwirtschaftlichen Nutzflächen wird eine sehr große Vorratsmenge an Düngemittel angestrebt. Aus diesem Grund werden die Vorratsbehälter 6 mit einem großen Aufnahmevolumen ausgebildet, das mit der bisherigen Technik nicht ausgebracht werden kann.
Die Abstützung des Vorratsbehälters 6 auf dem Fahrwerksrahmen 2 erfolgt an drei voneinander beabstandeten Stützpunkten. Die Stützpunkte sind geometrisch in Form eines gleichschenkligen Dreiecks angelegt, wobei der erste Stützpunkt zwischen der Vorderkante des Vorratsbehälters 6 und der Deichsel 4 angeordnet ist. Die beiden anderen Stützpunkte liegen auf der Radachse und sind seitlich untereinander so beabstandet, daß sich ihre Lage jeweils in der Nähe der Seite des Vorratsbehälters 6 und somit in der Nähe der Laufräder 3 befindet.
Diese Beschränkung der Abstützung des Vorratsbehälters 6 auf dem Fahrwerksrahmen 2 auf nur drei Stützpunkte hat den Vorteil, daß eine hinreichend genaue Ermittlung der Düngemittelmengen im Vorratsbehälter 6 unabhängig von der Standposition auf ebenem oder geneigtem Gelände und unabhängig von der Massenverteilung des Düngemittels in dem Vorratsbehälter 6 erfolgt.
Die Erfassung und Messung der Düngemittelmenge erfolgt über Wägezellen 7, die an den Stützpunkten zwischen dem Fahrwerksrahmen 2 und dem Vorratsbehälter 6 eingebaut sind. Die Stützpunkte können entsprechend der Ausbildung der Wägezellen 7 nur Kräfte in einer Richtung aufnehmen. Die Wägezellen 7 erfassen somit das aus dem Eigengewicht des Vorratsbehälters 6 und dem Gewicht der Düngemittelzuladung bestehende Gesamtgewicht mit hoher Genauigkeit.
Die von den Wägezellen 7 ausgewiesenen einzelnen Meßwerte, die im Normalfall infolge der bereits beschriebenen Standposition des Großflächendüngerstreuers 1 und der Massenverteilung des Düngemittels voneinander abweichen, werden einer elektronischen Abgleicheinrichtung zugeführt, die einen EIN-Wert ermittelt, der die momentane IST-Zuladung des Vorratsbehälters 6 mit Düngemittel anzeigt.
Der abgeglichene Meßwert wird einer nicht dargestellten Schnittstelle zugeführt und steht damit unterschiedlichen Komponenten peripherer Rechentechnik zur weiteren Bearbeitung zur Verfugung.
Dem Fachmann ist es ersichtlich, daß der Großflächendüngerstreuer 1 nicht ausschließlich als durch eine Zugmaschine zu schleppendes Fahrzeug ausgeführt sein muß. Der Großflächendüngerstreuer 1 kann auch in der erfindungsgemäßen Weise auf einen selbstfahrenden Unterwagen montiert werden, ohne vom Schutzumfang der nachfolgenden Ansprüche abzuweichen. Die erfindungsgemäße Anordnung hat auch keinen einschränkenden Einfluß auf die Wahl der Technik zum Ausbringen von Streugut auf die Nutzfläche.
Großflächendüngerstreuer, die bereits im Einsatz sind und nicht über die erfindungsgemäße Anordnung verfügen, können auf einfache Weise nachgerüstet werden, um diese Gerätetechnik den optimierten landwirtschaftlichen Arbeitsverfahren zur Verfügung zu stellen.
Der Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht gegenüber dem bekannten Stand der Technik darin, daß Mittel zur Erfassung der momentanen Verbrauchsmenge an Düngemittel bei Großflächendüngerstreuer bereitgestellt werden. Die Anordnung ermöglicht auf einfache Weise die Erfassung der hinreichend genauen Verbrauchsmenge sowohl für die genau dosierte Ausbringung des Düngemittels auf die landwirtschaftliche Großfläche als auch für die genaue Abrechnung des verbrauchten Streugutes z.B. für eine bestimmte Nutzfläche.
| 1. | Großflächendüngerstreuer |
| 2. | Fahrwerksrahmen |
| 3. | Laufrad |
| 4. | Deichsel |
| 5. | Aufnahme für Streuwerk / Leiteinrichtung |
| 6. | Vorratsbehälter |
| 7. | Wägezellen |
| 8. | Schwenklager |
| 9. | Kupplungshälfte |
Claims (4)
1. Anordnung zur Erfassung der Verbrauchsmenge von Streugut an landwirtschaftlichen Geräten zum Ausbringen von Streugut, das auf eine landwirtschaftlich genutzte Fläche ausgebracht wird, wobei das Gerät aus einem mit Rädern ausgestatteten, mit einer Zugmaschine kuppelbaren Fahrwerksrahmen besteht und der Fahrwerksrahmen zur Aufnahme eines Vorratsbehälters für das Streugut ausgebildet ist, und das Gerät Mittel zur Erfassung und Anzeige der Streugutmenge im Vorratsbehälters aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützung des Vorratsbehälters (6) auf dem Fahrwerksrahmen (2) an mindestens drei voneinander beabstandeten Stützpunkten erfolgt, wobei an jedem der Stützpunkte zwischen dem Vorratsbehälter (6) und dem Fahrwerksrahmen (2) eine Wägezelle (7) zur Messung des Gewichts der Streugutmenge angeordnet ist und die einzelnen Meßwerte der Wägezellen (7) einer Abgleicheinrichtung zur Ermittlung eines EIN-Wertes zuführbar sind.
2. Anordnung zur Erfassung der Verbrauchsmenge von Streugut nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Stützpunkt in der Symmetrieachse des Fahrwerksrahmens (2) nahe dem Anschlagpunkt der Deichsel (4) angeordnet ist, während sich die beiden anderen Stützpunkte beabstandet auf der Radachse des Fahrwerksrahmens (2) jeweils im Seitenbereich des Vorratsbehälters (6) befinden.
3. Anordnung zur Erfassung der Verbrauchsmenge von Streugut nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem der Stützpunkte zwischen dem Vorratsbehälter (6) und dem Fahrwerksrahmen (2) mehrere Wägezellen (7) zur Messung des Gewichts der Streugutmenge angeordnet ist.
4. Anordnung zur Erfassung der Verbrauchsmenge von Streugut nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die von den Wägezellen 7 ausgewiesenen einzelnen Meßwerte einer elektronischen Abgleicheinrichtung zugeführt werden, die einen EIN- Wert ermittelt, der die momentane IST-Zuladung des Vorratsbehälters 6 mit Streugut anzeigt.
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2001
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