DE201132C - - Google Patents

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DE201132C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C3/00Jacquards
    • D03C3/24Features common to jacquards of different types
    • D03C3/38Comber boards

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Woven Fabrics (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Λ* 201132-KLASSE 86g. GRUPPE
JOSEPH CLASZEN in M.-GLADBACH.
Verstellbares Chorbrett für Webstühle. Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. April 1907 ab.
Es sind bereits Chorbretter bekannt, bei welchen die einzelnen Brettchen oder Lochstäbe mit Hilfe der sogenannten Nürnberger Schere verstellt werden können. Zur verschieden dichten Einstellung der Fäden wurden auch bereits einstellbare Spiralfedern verwendet.
Auch hat man Chorbretter, deren Stäbchen eine bedeutende Stärke haben, damit sie
ίο sich nicht beim Drucke der Harnischschnüre biegen; auch wird mit zunehmender Stärke die Reibung ebenso eine größere.
Gemäß der vorliegenden Erfindung sind die Stäbchen aus papierdünnem Stahlblech angefertigt und auf beiden Seiten zur Erlangung größerer Festigkeit umgefalzt bzw. U-förmig gestaltet. Die Reibung der Harnischschnüre ist hierdurch auf das geringste Maß beschränkt.
Die beiliegende Zeichnung stellt ein Chorbrett dieser Art dar, und es ist Fig. 1 eine Draufsicht, Fig. 2 ein Querschnitt, Fig. 4 eine Kopf ansicht, während die Fig. 3 und 5 Einzelheiten zeigen.
Das Chorbrett besteht aus zwei Führungsrohren a, die in der Längsrichtung in bekannter Weise aufgeschnitten sind und im Innern ein Filztueh b haben. Ihre durchbohrten Enden dienen zur Aufnahme der Kopfstücke f, die darin eingesetzt und durch die Schrauben g befestigt werden. Um die Führungsrohre α sitzen die Spiralfedern i, die mit ihren Enden in den beiden Schiebern c. befestigt sind. Die Zahl der Windüngen dieser Federn richtet sich nach der Menge der Reihen im Harnisch. Die an beiden Seiten schwach länglichrund durchbohrten, in der Mitte mit Schraubengewinde versehenen Schieber c (Fig. 2) sind ebenfalls auf die Führungsrohre α sowie auf die Stellschraubenstange d aufgeschoben. Letztere, von der Mitte aus mit Rechts- bzw. Linksgewinde versehen, kann in den Gewinden der Schieber c durch das aufgesetzte Handrad e bewegt werden. Ferner tragen die Schieber c an beiden Enden die horizontal stehenden Schrauben k.
In den sich gegenüberstehenden Längsschlitzen der Rohre α sowie in den Windungen der Federn i ruhen die Stäbchen h. Dieselben sind aus dünnem Metallblech hergestellt (Fig. 5), sind an den beiden Längsseiten zwecks Verhütung der Durchbiegung rechtwinklig umgefalzt, also U-förmig gestaltet, ferner an beiden Enden mit je einem länglichen Loche 0 (Fig. 3) versehen, durch welches je ein Ring der Federn i geführt ist. Endlich sind die Stäbchen h zur Aufnahme der Harnischschnüre so oft durchbohrt (I), wie Litzen in einer Reihe sind, wobei zu bemerken ist, daß die beiden mittleren Löcher so weit voneinander entfernt sein müssen, daß die Schnüre die an der Unterseite liegende Stellschraubenstange d nicht berühren.
Die aus Flacheisen hergestellten Kopfstücke/ (Fig. 4) sind in der Mitte mit einer Körnung versehen, in welcher die spitzen Enden der Schraubenspindel d ruhen.
Die Zusammensetzung des Chorbrettes geschieht in folgender Weise:
Die Spiralfedern i werden auf die Fiihrungsrohre a, in welchen vorher das FiIz-
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tuch b befestigt worden ist, geschoben, ebenso die Schieber c, in welche zu gleicher Zeit die Schraubenstange d eingeführt wird. Alsdann wird das Handrad e auf letzterer befestigt und die Kopfstücke / mit den Befestigungsschrauben und Muttern g eingesetzt (Fig. ι und 4). Die Stäbchen h werden in die sich gegenüberstehenden Längsschlitze der Rohre α gelegt und die Enden der Federn i durch Umdrehen in die Löcher 0 (Fig. 3) der Stäbchen in der Weise geführt, daß zu jeder Umdrehung ein neues Stäbchen vorgelegt wird. Sind alle Stäbchen aufgezogen, so werden die Schieber c bis an die Federn i gedreht und die letzteren an denselben befestigt. Zuletzt werden die horizontalen Stellschrauben k angedreht, wodurch sich die Führungsrohre λ etwas in den. länglich runden Durchbohrungen der Schieber c nach innen biegen, was zur Folge hat, daß die Zugstäbchen h in das Filztuch eindringen und dadurch in ihrer jeweiligen Stellung festgehalten werden (Fig. 2).
Die Verschiebung des Chorbrettes geschieht wie folgt:
Der Harnisch wird von der Mitte aus in seiner größten Breite, also wenn die Federn völlig ausgezogen sind, eingereiht. Je mehr jedoch die Schieber c durch Umdrehung der Stellschraube d von beiden Seiten nach der Mitte zugeführt werden, desto enger drücken sich die Ringe der Federn i und mit ihnen die Zugstäbchen h zusammen, wodurch sich die Dichte des Harnisches fortwährend steigert. Die einmal gebrauchte Dichte wird einerseits durch die Stellschraube d, andererseits durch die Schrauben k unverrückbar festgehalten. Ist die gewünschte Dichte erreicht, so wird das Chorbrett so lange im Webstuhle höher bzw. tiefer gelegt, bis das Fach wieder rein ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verstellbares Chorbrett für Webstühle mit zwei mit Filztuch ausgelegten, aufgeschnittenen, durch Kopfstücke einen Rahmen bildenden Führungsrohren, dadurch gekennzeichnet, daß die um die Führungsrohre (a) gelegten und in feststellbaren Schiebern (c) befestigten Spiralfedern (i) in ihre Windungen eingelegte, zur Aufnahme der Bogenschnüre dienende, U-förmig gestaltete Lochstäbchen (h) tragen , deren Verschiebung in bekannter Weise eine Veränderung der Dichte des Harnisches hervorruft.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE201132C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4057084A (en) * 1975-06-12 1977-11-08 Stauble Ltd. Jacquard-harness of a weaving machine
US4777986A (en) * 1986-09-05 1988-10-18 J. Brochier Soieries Device for varying the density of warp threads in a weaving loom
CN117071139A (zh) * 2023-07-12 2023-11-17 稳健医疗(武汉)有限公司 一种自动水平移动纵向分离式提花目板的装置及控制方法

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US4777986A (en) * 1986-09-05 1988-10-18 J. Brochier Soieries Device for varying the density of warp threads in a weaving loom
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