DE20120812U1 - Dachabdichtung - Google Patents
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Description
Patentanwälte Wenzel & Kalkoff
Postfach 2448 * 58414 Witten * 02302/914550
Anmeldeunterlagen:
Ewald Dörken AG
58313 Herdecke
Anwaltsakte:
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Die Erfindung betrifft eine Dachabdichtung, bestehend aus einer die Felder zwischen den Dachsparren abdeckenden und abdichtenden Folie, insbesondere aus Kunststoff.
Bei der Sanierung von Dächern von zu Wohnzwecken genutzten Dachböden wird oft nur die Dacheindeckung erneuert. Dabei wird meistens auch eine dem heutigen Standard entsprechende Wärmedämmung vorgesehen. In den meisten Fällen reicht jedoch das Einbringen einer dickeren bzw. verbesserten Dämmschicht nicht aus. Häufig ist nämlich auch keine ausreichende Luftdichtheit gegeben, und für eine vollgedämmte und somit unbelüftete Konstruktion ist in den meisten Fällen der Diffusionswiderstand der inneren Bauteilschichten ungenügend. Wenn keine Folie eingelegt wird, kann in der Kälteperiode 0 Kondenswasser entstehen.
Zur Lösung dieses Problems finden überwiegend zwei unterschiedliche Lösungen Anwendung:
Nach der ersten Lösung wird eine Folie als Luft- und Dampfsperre in das Sparrenfeld eingelegt. Die Ränder der Folie werden an den Seitenflächen der Sparren etwas hochgeführt und an den Sparren angeheftet. Diese Lösung hat den Vorteil, daß sich an der Sparrenoberseite eine ungehinderte Dampf-0 diffusion ergibt, während die Felder zwischen den Sparren eine wirksame Luft- und Dampfsperre bilden. Die Wirksamkeit dieser Sperre ist jedoch davon abhängig, daß die Seitenflächen der Sparren glatt und eben verlaufen, so daß die Folienränder tatsächlich durchgehend abdichtend an den Sei-5 tenflachen der Sparren befestigt werden können. In der Regel befinden sich an den Seitenflächen der Sparren jedoch Hin-
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dernisse wie elektrische Leitungen, Verteilerdosen etc., so daß eine glattflächige und damit abdichtende Anlage der Seitenränder an den Seitenflächen der Sparren gar nicht möglich ist und deshalb Lücken und Falten entstehen, die die Abdichtung erheblich beeinträchtigen. Von den Schwierigkeiten, auch an Hindernissen eine wirksame Abdichtung herzustellen, abgesehen, erfordert diese Lösung eine sehr sorgfältige handwerkliche Ausführung der Befestigungsarbeiten mit entsprechend hohem Zeitaufwand.
Bei der zweiten Lösung werden durchgehende Folienbahnen in großer Fläche über die Sparren und über die Sparrenfelder hinweg verlegt. Hierbei ergibt sich zwar ein durchgängiges Verlegen der Folienbahn ohne Anschlußprobleme, und im Ergebnis erhält man eine wirksame Luftdichtigkeitsschicht, vorausgesetzt, daß aneinandergrenzende Folienbahnen sicher abdichtend miteinander verklebt werden. Allerdings muß die Folienbahn exakt an den Seitenflächen der Sparren anliegen. Sonst entstehen Kälte- bzw. Wärmebrücken, wenn die einzulegende Wärmedämmung nicht auch am Sparren anliegt. Von besonderem Gewicht ist bei dieser Lösung jedoch der physikalische Nachteil, daß der Sparren nun grundsätzlich auch auf seiner Oberseite von der Folie bedeckt ist. Daraus ergeben sich - je nach verwendetem Folienmaterial - zwei mögliche Folgen. Wenn man eine herkömmliche Dampfsperre oder auch Dampfbremse verwendet, entsteht im Berührungsbereich zwischen der Oberseite des Sparrens und der darauf liegenden Folie eine gewisse Menge Kondensat. Diese Feuchtigkeit kann in der Sommerperiode nur teilweise nach außen gelangen und wird darüber hinaus nur sehr langsam austrocknen. Wenn man moderne Folien verwendet, deren Diffusionswiderstand bei Anstieg der Umgebungsfeuchte absinkt, bildet sich zwar ebenfalls Kondensat, aber dieses Kondensat kann bei entsprechender Abnahme des Diffusionswiderstandes sehr schnell austrocknen. Dennoch setzt auch diese Lösung eine mit entspre-
chendem Aufwand verbundene sorgfältige handwerkliche Ausführung voraus.
Zur Vermeidung bzw. Reduzierung der vorstehenden Nachteile wird für eine Lösung, bei der die Felder zwischen den Sparren mit einer stabilen, abdichtenden Folie als Dampfsperre abdeckt sind, erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß
die Folie mit ihren Seitenrändern an den Sparren befestigt ist und
ein Folienstreifen aus diffusionsoffenem Kunststoffmaterial die Oberseite und die Seitenflächen des Sparrens einhüllt und
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mit den Seitenrändern der Folie vorzugsweise mittels eines Selbstklebestreifens verbunden ist.
Diese Lösung schließt auch eine Abdichtung ein, bei der der Folienstreifen nur die Oberseite des Sparrens bedeckt, während die die Felder zwischen den Sparren abdichtende Folie auch noch an den Seitenflächen des Sparrens hochgezogen und jeweils oben an der Seitenfläche mit dem Folienstreifen abdichtend verbunden ist. Dabei können die Ränder des Folienstreifens die oberen Ränder der Folie übergreifen, und umgekehrt können die oberen Ränder der Folie die z.B. um die Oberkanten des Sparrens gefalteten Ränder des Folienstreifens überdecken. In jedem Fall ist für ein abdichtendes Verkleben der Seitenränder der Folie und der Ränder des Folienstreifens ein Selbstklebestreifen vorzuziehen, der eine einfache Anbringung und Verarbeitung zuläßt.
Grundsätzlich wird durch die Verwendung des diffusionsoffenen Streifens erreicht, daß Kondensat gar nicht erst entstehen kann, so daß die vorgenannten physikalischen Nachtei-
-A-Ie
erfindungsgemäß vermieden werden.
erfindungsgemäß vermieden werden.
Ein sehr wesentlicher weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß die Kombination einer hochwertigen, strapazierfähigen sowie stabilen Folie mit ausreichend hohem Diffusionswiderstand zur Abdeckung der Felder zwischen den Sparren mit einem diffusionsoffenen Folienstreifen im Bereich der Sparren eine sehr einfache Verarbeitung der Folie und des Folienstreifens gestattet. Denn die bisher erforderliche durchgehende Abdichtung der Verbindung zwischen der Folie und dem Sparren durch eine hierauf abzielende Befestigung der Seitenränder der Folie an den Seitenflächen der Sparren entfällt. Es genügt, wenn eine ausreichende durchgehende mechanische Befestigung der Seitenränder der Folie am Sparren, beispielsweise durch Heftung ("Tackern") stattfindet. Lücken bzw. Falten durch Hindernisse an den Seitenflächen der Sparren können ohne weiteres in Kauf genommen werden, denn die Abdichtung findet über die Verklebung der Seitenränder der Folie mit den Rändern des Folienstreifens statt.
Vorzugsweise wird ein ausreichend breiter Folienstreifen verwendet, der die Oberseite und die beiden Seitenflächen des Sparrens überdeckt und sich an beiden Seiten noch mit einem ausreichend breiten Rand in der Ebene der Folie erstreckt, so daß in dieser Ebene die Verklebung zwischen dem Folienstreifen und der Folie vorzugsweise mittels eines Selbstklebestreifens vorgenommen wird.
In Fig. 1, 2 und 3 wird anhand eines Ausführungsbeispiels der Aufbau und die Herstellung einer erfindungsgemäßen Dachabdichtung in schematischer Weise veranschaulicht.
Unterhalb eines im Querschnitt dargestellten Sparrens 1 eines Daches befindet sich eine beispielsweise aus einer Gipsplatte bestehende Innenverkleidung 2 eines Dachraums.
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Zum Abdecken und Abdichten der Felder zwischen den Sparren 1 wird eine Folie 3 auf die Innenverkleidung 2 zwischen den Sparren 1 gelegt und mit ihren Seitenrändern 4 ein Stück an den Seitenflächen 5 der Sparren 1 hochgezogen und dort beispielsweise mit einer Heftung befestigt. Die Folie 3 besteht aus einer hochwertigen, strapazierfähigen sowie stabilen Kunststofffolie mit ausreichend hohem Diffusionswiderstand, beispielsweise aus Polyethylen. Eine hochwertige für diesen Zweck besonders geeignete Folie ist die aus vier Materialschichten bestehende Folie DELTA-FOL-REFLEX® der Anmelderin. Die vier Materialschichten ergänzen sich zu einer wirkungsvollen Wind-, Dampf- und Energiesperre mit sehr hohem Sd-Wert von über 100 m. Es kann jedoch auch anderes Folienmaterial mit einem geringeren Sd-Wert in der Größenordnung von z.B.
2m verwendet werden, wenn dies bauphysikalisch erforderlich ist oder gewünscht wird.
Ein Folienstreifen 6 ist in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise über die Oberseite 7 des Sparrens 1 und über dessen Seitenflächen 5 gelegt und mittels Selbstklebestreifen 8 längs der Ränder 9 mit der Folie 3 in deren Ebene verklebt. Damit überdeckt der Seitenbereich des Folienstreifens 6 die Seitenränder 4 der Folie 3 und damit gleichzeitig etwaige Lücken oder Falten oder dergleichen, die sich beim Anbringen der Seitenränder 4 der Folie 3 an den Seitenflächen 5 des Sparrens 1 bilden können. Der Folienstreifen 6 besteht aus einem für diesen Zweck geeigneten insbesondere diffusionsoffenen Kunststoff mit einem Sd-Wert in der Grössenordnung von 0,02 - 0,15 m. Das Kunststoffmaterial soll im 0 übrigen stabil und robust sein, und seine Oberfläche muß sich mit der Folie 3 luftdicht verkleben lassen. Die Folie 3 kann beispielsweise aus einer bekannten Kombination Vlies/Film/Vlies aus Polypropylen bestehen, wobei äußere Deckvliese aus Propylen einen diffusionsoffenen Polypropylenfilm mit Füllstoffen einschließen. Auch entsprechende
- 6 Pur-Kunststofffolien
kommen in Betracht.
kommen in Betracht.
Aus Fig. 2 geht hervor, daß die Felder zwischen den Sparren 1 mit Dämmstoff 10 gefüllt und mit einer diffusionsoffenen Unterspannbahn 11 (vgl. Fig. 3) abgedeckt werden. Anschließend wird in bekannter Weise die Konterlattung 12 und die Lattung 13 angebracht, bevor in üblicher Weise die Dacheindeckung vorgenommen wird.
Für die Herstellung einer erfindungsgemäßen Dachabdichtung wird die Folie 3 zweckmäßig in Rollenform mit entsprechender Breite, die aber ohne weiteres noch vor Ort zugeschnitten werden kann, bereitgestellt. Der Folienstreifen 6 wird zweckmäßig ebenfalls in Rollenform mit einer Breite von z.B. 50 cm und mit an den Rändern angebrachten Selbstklebestreifen 8 mit einer Trennfolienabdeckung hergestellt.
ALL0142S
Claims (6)
1. Dachabdichtung, bestehend aus einer die Felder zwischen den Sparren abdeckenden und abdichtenden Folie, insbesondere aus Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, daß
- die Folie (3) mit ihren Seitenrändern (4) an dem Sparren (1) befestigt ist und
- ein Folienstreifen (6) aus diffusionsoffenem Kunststoffmaterial mindestens die Oberseite (7) des Sparrens (1) einhüllt und
- mit der Folie (3) abdichtend verbunden ist.
2. Dachabdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ebene der Folie (3) etwa in Höhe der Unterseite des Sparrens (1) verläuft.
3. Dachabdichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenränder (4) der Folie (3) mittels eines Selbstklebestreifens (8) abdichtend verbunden sind.
4. Dachabdichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Folienstreifen (6) von der Oberseite (1) des Sparrens (1) her schräg oder im wesentlichen gerade neben den Seitenflächen (5) des Sparrens (1) verläuft.
5. Dachabdichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß der Folienstreifen (6) mit der Folie (3) in deren Ebene verbunden ist.
6. Dachabdichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenränder (4) der Folie (3) an den Seitenflächen (5) des Sparrens (1) hochgezogen und im Bereich an bzw. unterhalb der oberen Kante des Sparrens (1) abdichtend mit dem Folienstreifen (6) verbunden sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE20120812U DE20120812U1 (de) | 2001-12-21 | 2001-12-21 | Dachabdichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE20120812U DE20120812U1 (de) | 2001-12-21 | 2001-12-21 | Dachabdichtung |
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