DE20121313U1 - Bodenbelagplatte - Google Patents

Bodenbelagplatte

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    • E01CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
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    • E01C5/00Pavings made of prefabricated single units
    • E01C5/18Pavings made of prefabricated single units made of rubber units
    • EFIXED CONSTRUCTIONS
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Description

»♦ ·
Bodenbelagplatte
Die Erfindung betrifft eine Bodenbelagplatte mit einer Vielzahl von durch hochkant angeordnete Stege gegeneinander abgegrenzten Gitterelementen.
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Es sind Gitterelemente bekannt, die im Gartenbereich zum Einsatz kommen und die Begehbarkeit von Rasen- oder Gartenflächen erhöhen sollen. Diese Gitter werden in den Boden eingepresst oder eingegraben, so dass nur noch ihre Oberkante sichtbar ist. Dadurch wird eine verbesserte Gewichtsverteilung erzielt, so dass diese Flächen besser begehbar oder befahrbar sind. Allerdings weisen derartige Gitter eine Reihe von Nachteilen auf. Die Verlegung ist relativ arbeitsintensiv, da zunächst ein ebener Untergrund hergestellt werden muss. Bei starkem Regen kommt es sehr leicht zur Pfützenbildung, so dass die Gitter im nassen Zustand nur eingeschränkt brauchbar sind. Im Laufe der Zeit siedelt sich in den Gitterzwischenräumen Unkraut an und führt zu einer Beeinträchtigung des optischen Erscheinungsbilds. Entschließt man sich, die Gitter nach einiger Zeit anders zu verlegen, beispielsweise um andere Bereiche eines Gartens zu erreichen, so müssen die Gitter relativ mühsam einzeln ausgegraben werden und erneut versenkt werden.
Der Erfindung liegt daher das Problem zugrunde, die genannten Nachteile zu vermeiden und eine Bodenbelagplatte anzugeben, die einfach und schnell verlegt werden kann und auch bei Regen problemlos benutzbar ist.
Zur Lösung dieses Problems ist bei einer Bodenbelagplatte der eingangs genannten Art erfindungsgemäß vorgesehen, dass unterseitig eine die Gitterelemente abdeckende Bodenfläche mit Ablauföffnungen angeordnet ist.
Im Gegensatz zu den bekannten offenen Gitterelementen weist die erfindungsgemäße Bodenplatte eine - abgesehen von den Ablauföffnungen - durchgehende, und damit gegenüber dem Untergrund weitestgehend abschirmende Bodenplatte auf. Durch die Ablauföffnungen wird das Regenwasser dem Boden vergleichsweise langsam zugeführt. Auf diese Weise wird ein Wegschwemmen des Unter-
grunds wirksam vermieden. Jede Bodenbelagplatte wird durch die Gitterelemente und die Bodenfläche in eine Vielzahl von Regenwasser aufnehmende Felder aufgeteilt, die jeweils eine gewisse Wassermenge aufnehmen können.
Besonders zweckmäßig ist es, wenn jedes durch ein Gitterelement gebildetes Feld wenigstens eine Ablauföffnung aufweist. Dadurch wird sichergestellt, dass jedes der Felder das Wasser langsam an den Untergrund abgibt.
In einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Ablauföffnungen vorzugsweise im Zentrumsbereich der Gitterelemente angeordnet sind. Eine besonders gute und vollständige Abführung des Wassers wird erzielt, wenn die Bodenfläche innerhalb der Gitterelemente in Richtung der Ablauföffnung geneigt ist. Dazu kann die Bodenfläche um die Ablauföffnung herum konusartig geneigt sein, wobei bereits ein geringer Neigungswinkel ausreicht. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Bodenfläche innerhalb eines Gitterelements beispielsweise in vier Teilflächen unterteilt ist, die jeweils in Richtung der Ablauföffnung geneigt sind.
Zur Erhöhung der Stabilität und um ein Befahren mit Kraftfahrzeugen zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass der Querschnitt eines Gitterelements dreieckig oder viereckig oder wabenförmig ausgebildet ist. Viereckig, insbesondere quadratisch ausgebildete Gitterelemente sind besonders einfach herstellbar. Wabenförmig ausgebildete Gitterelemente weisen den Vorteil der größten gewichtsbezogenen Steifigkeit auf.
Eine vergrößerte Höhe der erfindungsgemäßen Bodenbelagplatte trägt ebenso zur Erhöhung der Stabilität und zur besseren Befahrbarkeit bei. Die Größe der Gitterelemente und die Höhe der Bodenbelagplatte werden je nach gewünschtem Wasserrückhaltevermögen aufeinander abgestimmt, das mehr als einen Liter pro Feld betragen kann. Es ist zweckmäßig, wenn die erfindungsgemäße Bodenbelagplatte rechteckig, insbesondere quadratisch ausgebildet ist und einen umlaufenden Rahmen aufweist. Zur Erzielung einer bündigen Oberfläche stimmt die Oberkante des Rahmens mit der Oberkante der Gitterelemente überein.
Mit besonderem Vorteil weist die erfindungsgemäße Bodenbelagplatte an wenigstens einer Außenseite wenigstens ein seitlich überstehendes Verbindungselement auf, das in eine entsprechend gegengleich ausgebildete Ausnehmung einer anderen Bodenbelagplatte einsteckbar ist, um mehrere Bodenbelagplatten miteinander zu verbinden. An eine Platte sind weitere Platten sowohl in Längs- als auch in Querrichtung anschließbar, so dass praktisch beliebige Wegführungen realisierbar sind. Dabei ist es besonders günstig, dass keine separaten Steckverbinder oder dergleichen erforderlich sind und dass die miteinander verbundenen Platten im Bedarfsfall wieder einfach lösbar sind.
Es hat sich als besonders günstig herausgestellt, wenn an zwei vorzugsweise gegenüberliegenden Außenseiten der Bodenbelagplatte Verbindungselemente und an den übrigen Außenseiten Ausnehmungen ausgebildet sind. Ein Verbindungselement kann dabei aus einem sich in der Plattenebene vorzugsweise senkrecht zur Außenseite erstreckenden Steg und einem dazu quer angeordneten Halteabschnitt bestehen. Ein derartiges Verbindungselement ist zweckmäßig T-förmig ausgebildet, wobei die lichte Steglänge der Rahmendicke entspricht, so dass das Verbindungselement genau in die Ausnehmung passt.
Um die Wasserrückhaltefunktion auch im Randbereich zu gewährleisten, empfiehlt es sich, das Verbindungselement sowie die Ausnehmung im oberen Bereich des Rahmens, also oberflächenbündig, anzuordnen. Dadurch reicht der Bereich, in dem Wasser gespeichert werden kann, von der Bodenfläche bis zur Unterkante einer Ausnehmung.
Eine erfindungsgemäße Bodenbelagplatte kann kostengünstig aus einem Kunststoffmaterial, insbesondere aus Polyvinylchlorid (PVC) oder alternativ aus einem Gummimaterial bestehen. Ebenso ist Recyclingmaterial für diesen Zweck geeignet.
Von der Idee der Erfindung wird auch ein Plattensystem für einen Gehweg und/oder eine Fahrbahn umfasst, das aus einer Mehrzahl steckverbindbarer Bodenbelagplatten besteht.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden im Folgenden anhand der Beschreibung eines besonders geeigneten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Figuren näher erläutert. Die Figuren sind schematische Darstellungen und zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Bodenbelagplatte in einer Draufsicht;
Fig. 2 einen Schnitt durch die in Fig. 1 dargestellte Bodenbelagplatte in
Richtung der Linie Il - II, und
Fig. 3 die in Fig. 1 dargestellte Bodenbelagplatte in einer perspektivischen
Darstellung.
Die in Fig. 1 dargestellte Bodenbelagplatte 1 besteht aus einer Vielzahl von hochkant angeordneten Stegen 2, die parallel zueinander verlaufen und sich rechtwinklig kreuzen. Dadurch werden quadratische feldartige Gitterelemente 3 gebildet, die jeweils eine zentrale Ablauföffnung 4 aufweisen.
Die Bodenbelagplatte 1 weist einen umlaufenden Rahmen auf, der aus zwei einander gegenüberliegenden Rahmenabschnitten 5 und dazu senkrecht verlaufenden Rahmenabschnitten 6 besteht.
Im Bereich der Rahmenabschnitte 5 sind mehrere Verbindungselemente 7 außenseitig angeformt. Diese sind T-förmig ausgebildet und bestehen aus einem rechtwinklig zum Rahmenabschnitt 5 angeordneten Steg 8 und sich beiderseits des Stegs 8 rechtwinklig erstreckenden Halteabschnitten 9, 10, die zur Verbindung mit einer anderen Bodenbelagplatte vorgesehen sind. Zu diesem Zweck weisen die benachbarten Rahmenabschnitte 6 mehrere Ausnehmungen 11 auf, deren Position entlang des Rahmenabschnitts 6 so gewählt ist, dass jedes Verbindungselement 7 in einer Ausnehmung 11 einsteckbar ist. Dementsprechend entspricht die Breite der Ausnehmung 11 der Breite des Stegs 8.
Mit den Verbindungselementen 7 lassen sich mehrere Bodenbelagplatten 1 formschlüssig miteinander verbinden. Da jede einzelne Bodenbelagplatte sowohl Verbindungselemente 7 als auch Ausnehmungen 11 aufweist, kann eine Platte sowohl in Längs- als auch in Querrichtung angesetzt werden, so dass sich praktisch beliebige Wege legen lassen.
Wie in Fig. 2 am besten zu erkennen ist, sind die Verbindungselemente 7 im Bereich der Oberkante der Bodenbelagplatte 1 angeordnet. Entsprechendes gilt ebenso für die in Fig. 2 nicht dargestellten Ausnehmungen 11. Auf diese Weise sind auch die im Randbereich liegenden Felder, die mit einer Ausnehmung 11 versehen sind, in einem gewissen Maße in der Lage, Wasser zu speichern und können dieses langsam an den Boden abgeben.
Die Bodenbelagplatte 1 ist in Fig. 3 in einer perspektivischen Ansicht gezeigt. Die Unterseite der Bodenbelagplatte 1 wird, abgesehen von den Ablauföffnungen 4, durch die Bodenfläche 12 vollständig abgedeckt. Die Bodenflächen 12 können auch leicht spitzkegelig oder pyramidenartig zur Ablauföffnung geneigt sein. Die Platten lassen sich daher besonders einfach verlegen, ohne dass der Untergrund vorher gesondert behandelt werden muss. Gleichermaßen lassen sich die Bodenplatten 1 beim Umgraben des Gartens als Laufsteg verwenden, insbesondere bei feuchtem oder matschigem Boden.
Wenn die Bodenbelagplatten 1 als Gehweg genutzt werden, verhindert die Bodenfläche 12 das Anwachsen von Unkraut innerhalb der einzelnen Gitterelemente 3. Falls dennoch begrünte Gitterelemente 3 gewünscht werden, lässt sich allerdings auch Rasen in den Bodenbelagplatten 1 aussäen, dem durch die Ablauföffnung 4 Feuchtigkeit zugeführt werden kann.
Die leichte Verlegbarkeit der Bodenbelagplatten 1 gestattet es, diese im Laufe des Jahres entsprechend den Reifezeiten der verschiedenen Pflanzen im Garten neu zu verlegen. Bereits durchgeführte Versuche mit Prototypen haben ergeben, dass ein weiterer Vorteil darin besteht, dass die Bodenbelagplatten 1 für Schnecken nur schlecht überwindbar sind.

Claims (13)

1. Bodenbelagplatte mit einer Vielzahl von durch hochkant angeordnete Stege gegeneinander abgegrenzten Gitterelementen, dadurch gekennzeichnet, dass unterseitig eine die Gitterelemente (3) abdeckende Bodenfläche (12) mit Ablauföffnungen (4) angeordnet ist.
2. Bodenbelagplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Gitterelement (3) wenigstens eine Ablauföffnung (4) aufweist.
3. Bodenbelagplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablauföffnungen (4) im Zentrumsbereich der Gitterelemente (3) angeordnet sind.
4. Bodenbelagplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenfläche innerhalb der Gitterelemente in Richtung der Ablauföffnung geneigt ist.
5. Bodenbelagplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gitterelement (3) dreieckig oder viereckig oder wabenförmig ausgebildet ist.
6. Bodenbelagplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen rechteckig, insbesondere quadratisch ausgebildeten umlaufenden Rahmen (5, 6) aufweist, dessen Höhe im Wesentlichen der Höhe der Gitterelemente (3) entspricht.
7. Bodenbelagplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einem Rahmenabschnitt (5, 6) wenigstens ein seitlich überstehendes Verbindungselement (7) angeordnet ist, das in eine entsprechend gegengleich ausgebildete Ausnehmung (11) einer anderen Bodenbelagplatte (1) einsteckbar ist.
8. Bodenbelagplatte nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass an zwei vorzugsweise gegenüberliegenden Rahmenabschnitten (5) Verbindungselemente (7) und an den übrigen Rahmenabschnitten (6) Ausnehmungen (11) ausgebildet sind.
9. Bodenbelagplatte nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verbindungselement (7) einen sich in der Plattenebene vorzugsweise senkrecht zur Außenseite erstreckenden Steg (8) und einen dazu quer angeordneten Halteabschnitt (9, 10) umfasst.
10. Bodenbelagplatte nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (7) und die Ausnehmung (11) im oberen Bereich der Rahmenabschnitte (5, 6) von der Bodenfläche (12) beabstandet angeordnet sind.
11. Bodenbelagplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem Kunststoffmaterial, insbesondere aus Polyvinylchlorid oder einem Gummimaterial besteht.
12. Bodenbelagplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem Recyclingmaterial besteht.
13. Plattensystem für einen Gehweg und/oder eine Fahrbahn, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Mehrzahl steckverbindbarer Bodenbelagplatten (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12 umfasst.
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