DE20121738U1 - Identifizierbare Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu - Google Patents

Identifizierbare Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu

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DE20121738U1
DE20121738U1 DE20121738U DE20121738U DE20121738U1 DE 20121738 U1 DE20121738 U1 DE 20121738U1 DE 20121738 U DE20121738 U DE 20121738U DE 20121738 U DE20121738 U DE 20121738U DE 20121738 U1 DE20121738 U1 DE 20121738U1
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Description

Beschreibung
Titel
Identifizierbare Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu
Hintergrund
Beim Screening großer Probenmassen oder Kandidaten werden Analytik- und Syntheseverfahren heute als parallelisierte Prozesse durchgeführt. Mehrere Kavitäten, die Substanzmischungen enthalten, durchlaufen dabei parallel ein Serie von Prozessen. Bei der Befüllung der Kavitäten werden dann ein oder mehrere Parameter variiert und die Änderungen nach Durchlaufen des Prozesses analysiert.
Da solche parallelisierten Prozesse vor allem dann durchgeführt werden, wenn große Substanzbibliotheken abgearbeitet werden, sind die üblichen Probezahlen auch sehr groß. D.h. es fallen meist viele Probenträger an, die befüllt werden müssen, den Prozeß durchlaufen und nach dem Prozeß evtl. gelagert werden. Desweiteren werden auch die Edukte des Prozesses parallelisiert gelagert.
Solche Probenträger können auch der einfachen Lagerung von z.B. von Substanz- oder Zellbzw. Zellbestandteil-bibliotheken dienen.
Aufgabe der Erfindung
Solche umfangreichen Lagervorgänge und Prozesse bedürfen der Identifikation der Proben, wobei hohe Andforderungen an die Zuverlässigkeit und Dauerhaftigkeit der Identifizierbarkeit gestellt wird. Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher, eine Lösung zu finden, bei parallelisierten Prozessen eine dauerhafte Identifikation zu ermöglichen.
Es müssen Lösungen gefunden werden, die nicht nur maschinenlesbar sind, sondern auch ohne großen Aufwand für den Bediener lesbar sind, was der an sich schon der Forderung widerspricht, daß Unbefugte keinen einfachen Zugang zu Daten haben sollen, wie z.B. bei sensiblen medizinschen oder technologischen Daten.
D.h. in einem parallelisierten Prozeß ist ein Träger mit einer Identifikationsmöglichkeit auszurüsten, und die im Prozess benutzten Apparate bzw. Lagersysteme mit Vorrichtungen zu versehen, eine Identifizierung automatisch vornehmen zu können.
Stand der Technik - Nachteile der existierenden technischen Lösungen
Bei parallelisierten Prozessen oder in der Lagerhaltung geschieht dies z.B. durch das Anbringen eines Etiketts, das z.B. als Barcode ausgeführt sein kann. Somit wird automatisiertes Lesen, Erfassen, Auffinden und Handhabung ermöglicht.
Vorteile des Barcode Systems sind dabei der Preis (wenige Pfennige pro Etikett), die verfügbare und billige Lesetechnologie und die z.T. auch direkte Lesbarkeit auch ohne die Benutzung einer Maschine.
Nachteile dieser Technologie ist die mangelnde Stabilität von Etiketten unter Extrembedingungen wie z.B. Feuchtigkeit, Kältelagerung und auch die mangelnde Datensicherheit. Prinzipiell ist ein autorisierter und ein unautorisierter Datenzugriff nicht zu unterscheiden.
Zusätzlich ist die Änderung der Inforamtionen nach Durchlaufen einer Prozeßstufe nicht möglich.
Lösung der Aufgabe
Idee ist es auf oder in dem Probenträger ein elektronisches Bauteil zu integrieren, das zumindest eine Identifikationsinformation enthält. Im Prozess oder Lager befinden sich dann Vorrichtungen die zur Kommunikation mit dem elektronischen Bauteil fähig sein müssen. Idealerweise geschieht dies durch eine berührungsfreie Identifikation. Geschieht der Datenaustausch durch eine Sender-Antennenkombination, ist das integrierte elektronische Bauteil ein sogenannter Transponder, die Vorrichtung im Prozess oder im Lager ein sogenanntes Lesegerät.
Auf dem elektronischen Bauteil lassen sich dann desweitern Informationen über die Autorisierung von Zugriffen, die Historie des Trägers, den Inhalt des Trägers o.a. abspeichern bzw. auslesen.
Idealerweise sind elektronisches Bauteil und Träger trennbar, sodaß durch die Wiederverwendbarkeit des Bauteils im Falle eines Einwegartikel-Trägers erhebliche Stückkosten eineingespart werden können. Beispeilsweise läßt sich zu Beginn eines parallelisierten Prozesses ein elektronisches Bauteil anbringen, am Prozeßende kann es wieder vom Träger abgetrennt und wiederverwendet werden. So sind bei hohen Cyclenzahlen im Vergleich zum extrem billigen Barcode erstaunlicherweise sogar Kosten einsparbar. Das elektronische Bauteil muß dafür mit Informationen wiederbeschreibbar sein und kann vorteilhafterweise noch einen Zähler enthalten, der die Zahl der Verwendungscyclen dokumentiert und eine Aussortierung nach Cyclenzahl ermöglicht oder die weitere Verwendung ab einer bestimmten Cyclenzahl automatisch sperrt.
Wird ein Träger in Siliciumtechnologie (wie, ohne damit einschränken zu wollen z.B. sogenannte Biochips) realisiert, ist es auch möglich, das der Identifikation dienende Element mit
auf das Bauteil zu integrieren.
Werden mehrere parallele Träger gleichzeitig und ortsnah gehandhabt, wie z.B. ein Stapel beim Lagern, so sind die Identifikationseinheiten auf den Trägern, sofern sie berührungsfrei kommunizieren, des weiteren mit einer Antikollisionsmöglichkeit einzurichten. Somit wird es möglich, mit einem Lesegerät mit mehreren Trägern zu kommunizieren, ohne daß sich diese gegenseitig stören.
Es ist außerdem auch möglich und vorteilhaft, eine Lagereinheit, z.B. einen Stapel oder eine Schublade oder eine Kiste mit einem eigenen Identifikationseinheit auszurüsten.
So ist es dann z.B. möglich, wenn Proben räumlich kompakt gekühlt, z.B. auch in flüssigem Stickstoff gelagert werden, einzelne Gruppen (Stapel) von Trägern zu identifizieren, deren Inhalt dann z.B. wieder in einer Datenbank dokumentiert sein kann. Somit wird auch bei sehr großen Probemengen und schwierigen Rahmenbedingungen das einfache und schnelle Auffinden einer einzelnen Probe möglich.
Vorteilhafterweise kann eine Leseeinrichtung für gestapelte Proben z.B. so aussehen, daß man den Stapel an einem Lesegerät in Ordnungsrichtung entlangführt. Das Lesegerät kann dann mit einem Rechner verbunden sein, der die Reihenfolge der Träger im Stapel in einer Datenbank archiviert. Der Stapel an sich kann ebenfalls mit identifiziert werden, bzw. auch Daten zum Stapelinhalt auf eine Speichereinrichtung, die am Stapel angebracht ist, geschrieben werden.
Ein weiteres vorteilhaftes Anwendungsfeld ist die Kombination von Geräten für die Synthese oder die Analyse mit Lesegeräten. Es kann somit z.B. sicher gestellt werden, daß ein Gerät nur einen Ablauf beginnt, wenn die Identifikation des Trägers mit einer beim Lesegerät gespeicherten Identifikation, evtl. auch in Form eines verschlüsselten Codes, übereinstimmt.
Somit kann z.B. die Lizenzabrechnung bei der Verwendung lizensierter Verfahren realisiert werden, die Überprüfung der Zugehörigkeit Träger-Gerät ist machbar. Ein Gerät kann auch eine Datenspeicherung vornehmen, welche Prozesse, wie oft mit Ihm durchgeführt wurden.
Verwechselungen können somit ausgeschlossen werden, was nicht nur in der medizinischen Diagnostik von Relevanz ist.
Solche Vorrichtungen gewährleisten auch eine Dokumentation nach ISO, GLP, GMP und ähnlichen Richtlinien.
Des weiteren bieten solche Kombinationen von Identifikation des Trägers und Leseeinrichtung auch Möglichkeiten für den Datensschutz, und Schutz vor unbefugter Nutzung, Manipulation, Irrtum, Verwechslung und Sabotage.
Beispiele
1. Eine Zeil- bzw. Zellbestandteil-Datenbank bestehend aus Träger, die parallel Zellen oder Zellbestandteile mehrerer Individuen oder mehrere Zelltypen oder Arten von Zellbestandteilen lauf einer Anordnung enthalten, wobei jeweils ein Träger mittels eines Transponders identifiziert werden kann. Der Transponder enthält eine Seriennummer, den Beginn der Lagervorgangs, einen Sicherheitscode. Die Lagerung erfolgt in flüssigem Stickstoff. Viele der Träger sind z.B. zu Stapeln zusammengefaßt, die wieder einen Transponder zur Identifikation tragen. Bei Beschickung des Lagers wird jeder Träger in zusätzlich in einer Datenbank erfaßt. Für die Entnahme einer Probe wird deren Position anhand der Datenbank ermittelt, die Probe entnommen und die Identität anhand des Transponders geprüft.
2. In einer Erbsubstanzdatenbank sind charakteristische Sequenzen einer Population hinterlegt. Die einzlenen Proben werden auf Trägern gelagert, die mit integrierten elektronischen
Bauteilen identifiziert werden. Die elektronsichen Bauteile können einen Speicher enthalten, der die einzelnen Proben auf dem Träger nochmals identifiziert.
3. In einem Kühlschrank bzw. einer Kühltruhe werden Proben auf parallelisierten Trägern gelagert. Diese sind in einzelnen Stapeln angeordnet, die mit einem Griff manuell oder automatisch entnommen werden können. Am Kühlschrank ist ein Transponderlesegerät integriert, dieses ist mit einer Datenbank gekoppelt, die den Kühlschrankinhalt enthält.
Bei der Entnahme oder dem Einbringen wird ein Stapel an einem Lesegerät vorbeigeführt, welches die Datenbank abgleicht. Auf den einzelnen Trägern kann auch noch die Historie (Start der Lagerung, Anzahl der Entnahmen) abgespeichert werden. Die einzelenen Träger im Stapel sind dabei so ausgerüstet, das sie beim Datenaustausch mit dem Leser nicht miteinander kollidieren.
4. Eine konventionelle Mikrotiterplatte wird für die Durchführung einer Polymerasekettenreaktion mit Proben beschickt. Ein Vial wird dabei ausgelassen und in diesen Vial ein Transponder eingelegt. Dieser enthält eine Probenidentifikation und kann auch eine Nutzungsanzahl aufgespeichert enthalten. Dieser Transponder kann auch so eingegossen sein, das er exakt ein Vial ausfüllt, oder mit einer Vorrichtung, die die Entnahme erleichtert versehen ist. Nach Abschluß des Prozesses wird der Transponder entnommen, mit anderen zusammen gesammelt, der Nutzungszähler beim letzten Prozeßschritt eins höher gesetzt, die Transponder gewaschen und sterilisiert und wieder neu verwendet, und bei der neuen Verwendung wird eine neue I-denditifizierung im ersten Schritt abgespeichert.
Von besonderem Vorteil sind hier Systeme der berührungs- bzw. kontaktfreien Identifikation. Diese lassen sich nahtlos z.B. in Glas einschmelzen, was sie dann leicht sterilisierbar macht.
Ein Vial mit einem Transponder zu beschicken, ist für ein manuelles Handling vorteilhaft, da eine Platte so eine markierte Position hat, damit ein versehentliches Verdrehen unwahrscheinlicher wird. Bei der vollautomatischen Handhabung ergeben sich aber Probleme, da z.B. Automaten die automatisch und parallel 96, 8 oder 4 Positionen beschicken, eine Position auslassen müssen, was üblicherweise nicht vorgesehen ist. Daher muß der Transponder so klein sein, daß er mit den Pipettenspitzen nicht kollidiert, was bei größeren Anzahlen von Lochplätzen auf einem Träger technisch schwierig wird.
5. Eine konventionelle Mikrotiterplatte durchläuft einen Prozeß, zu Beginn des Prozesses wird ein Transponder an den Rand der Platte angenietet, alternativ mit einem Clip angebracht. Nach Abschluß des Prozesses wird der Transponder abgetrennt und einer Wiederverwertung zugeführt.
Ein Einspritzen in die Platte und abbrechen eines Teils der Platte zum Recycling hat als zusätzlichen Schritt nochmal die Trennung von Plattenresten und des Transponders.
6. Eine konventionelle Mikrotiterplatte wird dergestalt modifiziert, das sie eine zusätzliche Öfnnung beinhaltet, in die ein Transponder integriert werden kann, und dieser leicht dort einfügbar oder entnehmbar ist, und evtl. dort fixiert wird z.B. durch Klebstoff, durch Anbringen eines Deckels oder durch eine von der Geometrie her umschließende Haltevorrichtung.
7. Ein elektronisches Bauelement mit Identifikationsinformationen wird mit einem Träger eingesetzt, der im flüssigen Stickstoff gelagert wird. Die Tieftemperaturlagerung führt im Nebeneffekt dazu, daß die Information in dem Bauelement über Jahre, wenn nicht noch deutlich länger stabil bleibt.
8. Katalytisch wirksame Substanzen, wie z.B. Mischungen die Metalle enthalten werden auf eine Fläche gesputtert oder gedruckt, wobei sich die einzelnen Bereiche in ihrer Zusammensetzung unterscheiden. Diese Flächen werden mit einem Transponder zur Identifizierung versehen und zum Katalysatorscreening eingesetzt.
9. Bei der Materialentwicklung werden verschiedene Stoffmischungen parallel auf einen Träger appliziert und unterschiedlichen Umweltbedingungen bzw. chemischen Belastungen ausgesetzt. Der Träger wird mit einem Transponder zur Identifikation und zur Speicherung der Testhistorie versehen.
10. Bei der Materialforschung zur Membranentwicklung werden systematisch Mischungen, die sich jeweils graduell in der Zusammensetzung unterscheiden auf einem Träger parallel bzgl. ihrer Eigenschaften wie Beständigkeit, Leitfähigkeit, Permeationsverhalten und anderer physikaiisch chemischer Eigenschaften untersucht. Die Probenidentifikation erfolgt mittels eines elektronischen Bauelements, das auf den Träger angebracht ist.
11. Ein Biochip wird in Siliciumtechnologie hergestellt. Die Siliciumstruktur enthält neben verschiedenen aktiven Komponenten (z.B. spezifische Antikörper, die an Fluoreszenzfarbstoffe gekoppelt sind) auch einen Schaltkreis, auf dem eine Identifikationsnummer, ein Verfalldatum für den Test und ein Code für die Geräteidentifikation enthalten ist.
12. In einem Regalsystem werden parallelisierte Träger lose in Kisten gelagert. Die Träger sind jeweils mit einem Antikollisionstransponder ausgestattet, sodaß der Inhalt der gesamtem Kiste von einem Lesegerät erfaßt werden kann.
13. Bediener in einem Labor sind in einer hierachischen Struktur mit verschiedenen Schreiblesegeräten ausgerüstet, die einen unterschiedlichen Zugriff ermöglichen. Der labor- oder Produktionsleiter kann allle Träger lesen, andere Bediener niedriger Hierachie nur Träger, die ihrem Aufgabenbereich zugeordnet sind.
14. Ein Speicher auf einem Träger kann auch Informationen enthalten zur Leistungskontrolle, Wartungskontrolle oder zum Gerätedurchsatz. Die Schreiblesesysteme können in Qualitätssicherungs- oder Dokumentionsysteme nach ISO, GLP, GMP oder anderen Norm- und Regelwerken eingebunden sein.
15. Lesegerät als Handgerät z.B. in Stiftform, mit integrierter Anzeige (alphanumerisch z.B. als LCD) als Instrument die Identifikationsnummer einer Trägerplatte „human readible" zu machen, bei gleichzeitigem Schutz vor unbefugtem Zugriff und der Möglichkeit Nutzergruppen oder Hierachien durch Codierung von Zugangsberechtigungen zu schaffen.
16. Kombination eines Transponders mit Multiwellplatten mit verschiedener Anzahl Wells wie z.B. 24, 96, 384 oder 1536 Stück oder anderen Vielfachen von 96.
17. Kombination eines Transponders mit einem Träger, der als sogenannte „spotted plated" ausgeführt ist, d.h. einer Folie oder einem Vlies, auf die Trägersubstanzen in regelmäßigen Rastern, aber mit unbeschichteten Zwischenräumen aufgetragen sind.
18. Kombination eines Transponders mit einem Träger der aus einer Metallplatte mit darin befindlichen Löchern besteht. Bevorzugt werden solche Metallplatten bei der Katalysatorforschung bei hohen Temperaturen eingesetzt. Deshalb ist es zweckmäßig, das elektronische Bauteil thermisch zu isolieren oder wenn das nicht genügt räumlich von dem Träger so weit zu entkoppeln, das die thermische Belastung tolerierbar ist z.B. durch anhängen mit einer Stahlschnur.
19. Automatisiertes Screening von DNA Proben, wobei ein Schritt die Polymerase Kettenreaktion darstellt. Statt Barcodes werden Transponder zur Identifizierung der Mikrotiterplatten eingesetzt und recycelt. Ein Transponder kann für 1000 Cyclen eingesetzt werden. Bei einem Durchsatz von 300000 Platten pro Jahr und einem Preis von 10 DM pro Transponder und einem Preis für ein Barcodeetikett von 10 Pf spart der Einsatz der Transpondertechnoiogie 27000 DM per anno.
20. Ein parallelisierter Träger wird mit Identifizierungselektronik ausgerüstet, die mit dem Lesegerät durch Datenübertragung mittels direkten elektrischen Kontakten kommuniziert. Eine solche Ausführung muß bzgl. der Kontakte exakt positioniert werden und birgt somit eine gewisse Störanfälligkeit.
21. Kombination eines parallelisierten Träger mit einem Magnetstreifen, der die Identifizierungselektronik enthält und Lesegeräten in Form üblicher Magnetstreifenleser. Problem dieser Ausführungsform ist z.T. die Störanfälligkeit unter Laborbedingungen und die Notwendigkeit der exakten Positionierung des Lesegerätes.
22. Thermocycler kombiniert mit Lesegerät, daß mit den benutzten Trägern wie z.B. Mikrotiterplatten kombinierte elektronische Bauteile ausliest und somit eine Probenidentifikation vornimmt. Als Zusatzfunktionen im Gerät sind die Überprüfung des verwendeten Plattentyps oder Erfassung der Zahl der durchgeführten Analysen oder die Speicherung von Service- und Wartungsinformationen auch in Kopplung mit einem automatisierten Datenaustausch auch über Telekommunikationseinrichtungen integrierbar.
23. Lesevorrichtungen für die Identifikation parallelisierter Träger sind auch mit optischen Analysesystemen wie z.B. Fluoreszenzmeßgeräten oder Dosiersystemen wie z.B. Pipettiersystemen kombinierbar.
24. Lesevorrichtungen für die Identifikation parallelisierter Träger wobei der das Lesesystem an eine Schnittstelle wie der Tastatur, RS232, USB oder anderen angeschlossen wird.
25. Kombination eines Rechner mit einem Schreib/Lesesystem für die Identifikation parallelisierter Träger, wobei der Leser mit anderen Geräten wie z.B. einem Zugangskontrollsystem, Mobiltelefonen, Organizern, Chipkarten, Betriebsausweisen, Sicherheitssystemen, Alamnpiepsern kombiniert wird bzw. in Labor- oder Arbeitskleidung integriert wird.
26. Bei der Entnahme von Blutproben werden diese statt mit einem Barcode mit Transpondern versehen, bzw. die Sammelröhrchen enthalten einen integrierten Transponder, der evtl. auch von dem Röhrchen mit Hilfe einer Vorrichtung entfernbar ist. Die einzelnen Röhrchen werden auf einer Anordnung gesammelt, auf der mehrere Proben zusammengefaßt sind (parralelisierter Trager). Die Proben werden in einem Labor untersucht, wobei die Identifikation der Einzelproben über ein Transponderiesegerät erfolgt. Idealerweise sind die Transponder so ausgelegt, daß sie nicht miteinander kollidieren, und die Proben zur Identifizierung nicht einzeln an einem Lesegerät vorbeigeführt werden müssen. Nach der Analyse wird der Transponder von der Probe getrennt, die informationen gelöscht und einer Wiederverwendung zugeführt.
27. Eine Population Rinder wird zur Identifizierung mit Transpondern (z.B. in Ohrclips) ausgerüstet. Der Transponder wird als nur Lesesystem (für den Bauern, Schlachthof..) von einer offiziellen Kontrollstelle ausgeliefert. Im Schlachthof werden dem Rind Proben entnommen und die Einzelproben mit dem Transponder versehen. Im Labor wird ein Träger mit 100 Einzelproben erfaßt (Identifizierung über Transponderiesegerät) und auf die Proben auf BSE untersucht. Der behördlichen Stelle werden die Transponder zur Erfassung übergeben. Damit ist ein Kontrolle ohne Verwechslungsgefahr und Manipulationsmöglichkeit gegeben.

Claims (37)

1. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu dadurch gekennzeichnet, daß der Träger mindestens ein elektronisches Bauteil enthält, was mindestens eine Identifikation des Trägers ermöglicht und der Apparat mindestens die Identifikationsinformation auslesen kann.
2. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß das elektronische Bauteil zusätzlich zur Idenfikationsinformation mindestens eine weitere Informationen wie eine Nutzerkennung, gegenseitigen Apparat-Träger Identifikation, Leistungskontrolle, Wartungskontrolle, Gerätedurchsatz, Probenhistorie, Hierachieinformation oder Sicherheitscodes enthält.
3. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate nach Anspruch 1 bis 2 dadurch gekennzeichnet, das das elektronische Bauteil beim Spritzguß in den Träger eingefügt wird oder aufgeklebt wird oder in eine Vertiefung eingesetzt wird, oder an einem Seil oder Faden am Träger befestigt wird, oder durch ein Klebeband oder ein über eine Vertiefung angebrachten Deckel fixiert wird.
4. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem Träger um eine Mikrotiterplatte handelt und bei der Vertiefung um ein Vial der Mikrotiterplatte.
5. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate nach Anspruch 4 dadurch gekennzeichnet, daß das elektronische Bauteil dabei in einen der Vialform angeglichenen Formkörper eingebettet ist.
6. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, daß der der Vialform angeglichene Formkörper mit einer Vorrichtung versehen ist, die ein leichtes Einführen in den Vial und eine leichte Entnahme aus dem Vial ermöglicht.
7. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 1-2 dadurch gekennzeichnet, daß der Träger aus ein auf Siliciumbasis hergestellter Chip ist auf dem sowohl der parallelisierte Prozeß als auch das elektronische Bauteil für die Identifikation auf einem Bauteil ausgeführt sind.
8. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 1-7 dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem elektronischen Bauelement um einen Transponder oder einen Transponder mit einer Antikollisionseinrichtung handelt.
9. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 1-7 dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem elektronischen Bauelement um ein Bauteil mit nach außen geführten elektrischen Kontakten handelt.
10. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 1-7 dadurch gekennzeichnet, daß es die Informationsspeicherung des elektronischen Bauelements auf einem Magnetstreifen erfolgt.
11. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 1-10 dadurch gekennzeichnet, das es sich bei dem Träger um eine Mikrotiterplatte bevorzugt mit 24, 96, 384 oder 1536 oder einem anderen Vielfachen von 4 Löchern handelt.
12. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 1-10 dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem Träger um Folie oder ein Gewebe handelt, die mit einem regelmäßigen Raster aus einem Trägermaterial beschichtet ist, wobei sich zwischen den einzelnen Bereichen mit Trägermaterialien unbeschichtete oder mit anderen Materialien beschichtete Bereiche befinden.
13. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 1-10 dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem Träger um eine Platte mit mehreren Vertiefungen, vorzugsweise um eine Metallplatte handelt.
14. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 1-10 dadurch gekennzeichnet, daß der Träger für Verfahren der Materialentwicklung, Katalyseforschung, Membranentwicklung, Analytik, Synthese, Biomedizin, Biotechnologie, Diagnostik oder Lagerung von Substanzen verwendet wird.
15. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 1-14 dadurch gekennzeichnet, daß das elektronische Bauelement zu Beginn eines Prozesses mit dem Träger verbunden wird und nach dem Abschluß des Prozesses wiederverwendet wird, vorzugsweise im gleichen Prozeß im Kreislauf geführt wird.
16. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 1-15 dadurch gekennzeichnet, daß das wiederverwendete elektronische Bauelement zu Beginn eines Prozesses mit einer neuen Identifikationsinformation versehen wird.
17. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 1-15 dadurch gekennzeichnet, daß das wiederverwendete elektronische Bauelement einen Verwendungscyclenzähler oder Lebensdauerzähler enthält.
18. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 1-17 dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem verwendeten Apparat um einen Thermocycler mit einem integrierten oder externen Lesegerät für die Identifikationsinformation handelt.
19. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 1-17 dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem verwendeten Apparat um ein Analysegerät wie ein Fluoresensmeßgerät oder ein Massenspektrometer oder ein anderes Analysegerät oder ein Gerät zur Handhabung von Biochips mit einem integrierten oder externen Lesegerät für die Identifikationsinformation handelt.
20. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 1-19 dadurch gekennzeichnet, daß der verwendete Apparat eine Identifikationserkennung des Trägers durchführt und nur bei Erfüllung von festgelegten Parametern nach dem Schlüssel-Schloß Prinzip mit der Durchführung eines Prozesses beginnt, ansonsten mindestens stoppt oder eine Fehlermeldung auslöst.
21. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 1-19 dadurch gekennzeichnet, daß der verwendete Apparat ein Lesegerät ist oder enthält oder mit einem externen Lesegerät gekoppelt ist, das weitere Informationen wie eine Nutzerkennung, gegenseitigen Apparat-Träger Identifikation, Leistungskontrolle, Wartungskontrolle, Gerätedurchsatz, Probenhistorie, Hierachieinformation oder Sicherheitscodes ausliest.
22. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 1-21 dadurch gekennzeichnet, daß der verwendete Apparat ein Lesegerät ist, welches in Form eines Stiftes ausgeführt ist, in dem ein Display zur Anzeige von ausgelesenen Informationen integriert ist.
23. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 1-17 dadurch gekennzeichnet, daß der verwendete Apparat eine Vorrichtung zur Lagerung ist.
24. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 23 dadurch gekennzeichnet, daß der verwendete Apparat die Träger in Form eines Stapels enthält und der Apparat selbst zur Identifizierung mit einem elektronischen Bauteil vorzugsweise einem Transponder ausgerüstet ist.
25. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 23 dadurch gekennzeichnet, daß der verwendete Apparat eine Lagervorrichtung in Form eines Stapels ist, die an einer Lesevorrichtung so vorbeigeführt wird daß die Identifikationsinformationen in der Reihenfolge der Lagerung ausgelesen oder geschrieben werden können.
26. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 23 dadurch gekennzeichnet, daß der verwendete Apparat eine Lagervorrichtung in Form einer Kiste ist und der Apparat selbst zur Identifizierung mit einem elektronischen Bauteil vorzugsweise einem Transponder ausgerüstet ist.
27. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 23 dadurch gekennzeichnet, daß der verwendete Apparat eine Lagervorrichtung in Form einer Kiste ist, bei der durch die Verwendung eines Lesegerätes alle gelagerten Träger parallel identifiziert werden können.
28. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 1-17 dadurch gekennzeichnet, daß der verwendete Apparat ein klimatisierter Schrank oder eine klimatisierte Truhe mit integrierten Heiz- und Kühlvorrichtungen ist, wobei ein Lesegerät in das Gerät integriert ist oder als externes Gerät angeschlossen ist.
29. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 28 dadurch gekennzeichnet, daß der verwendete Apparat ein klimatisierter Schrank oder eine klimatisierte Truhe mit integrierten Heiz- und Kühlvorrichtungen ist, wobei ein Lesegerät in das Gerät integriert ist oder als externes Gerät angeschlossen ist und zusätzlich eine Verbindung zu einer Datenbank besteht, die Informationen zum Inhalt des Schrankes oder Truhe enthält.
30. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 23-30 dadurch gekennzeichnet, daß Erbsubstanzen oder Zellen oder Zellbestandteile gelagert werden und eine Erbsubstanzdatenbank, Zelldatenbank oder Zellbestandteildatenbank bilden.
31. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 1-30 dadurch gekennzeichnet, daß die Informationen die ausgelesen oder geschrieben werden in ein Qualitätssicherungssystem nach ISO, GLP oder GMP einfließen.
32. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 1-31 dadurch gekennzeichnet, daß die Informationen die ausgelesen oder geschrieben werden über Schnittstellen an Rechner oder Datenbanken weitergegeben werden
33. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 1-31 dadurch gekennzeichnet, daß Apparate mit Zugangskontrollsystem, Mobiltelefonen, Organizern, Chipkarten, Betriebsausweisen, Sicherheitssystemen oder Alarmpiepsern kombiniert werden.
34. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 1-31 dadurch gekennzeichnet, daß Lesegeräte für Informationen in Labor- oder Arbeitskleidung integriert werden.
35. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, das der Träger durch die Zusammenführung einzelner Proben, die mit elektronischen Bauteilen versehen sind, erzeugt wird.
36. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, daß nach Durchführung eines Prozesses das elektronische Bauteil von der Probe abgetrennt wird und, in seiner Funktion wiederverwertet wird, vorzugsweise im gleichen Prozeß.
37. Träger für parallelisierte Prozesse und Apparate dazu nach Anspruch 1 und 35 bis 36 dadurch gekennzeichnet, das der Träger durch die Zusammenführung einzelner Proben, die mit elektronischen Bauteilen versehen sind, erzeugt wird, wobei die elektronischen Bauteile vorher zur Identifizierung eines Individuums in einer Population, vorzugsweise einer manipulationsgeschützten Identifizierung, gedient haben.
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