DE202004012804U1 - Anschlußeinrichtung für ein Gelenk - Google Patents

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Abstract

Anschlußeinrichtung (1) für ein Gelenk mit einem Anschlußkopf (2) und einem Anschlußendteil (3) für die Befestigung an einem Betätigungsorgan, wobei der Anschlußkopf (2) einen Anschlußkäfig (5) aufweist, in dem ein Aufnahmeorgan (6) für die gelenkige Verbindung mit einem anzuschließenden Teil gehalten ist, und wobei zwischen Anschlußkäfig (5) und Aufnahmeorgan (6) ein Stützring (13, 21) aus einem gummielastischen Material angeordnet ist, über den sich das Aufnahmeorgan (6) an dem Anschlußkäfig (5) zumindest in radialer Richtung des Stützrings (13, 21) abstützt und der wenigstens zwei konzentrische Ringelemente (14, 15, 22, 23) aufweist, die Abstand zueinander haben, welcher durch wenigstens einen die Ringelement (14, 15, 22, 23) verbindenden Steg (17, 25) überbrückt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (17, 25) bzw. die Stege schräg zur Mittelachse (16, 24) des Stützrings (13, 21) verläuft bzw. verlaufen.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Anschlußeinrichtung für ein Gelenk mit einem Anschlußkopf und einem Anschlußendteil für die Befestigung an einem Betätigungsorgan, wobei der Anschlußkopf einen Anschlußkäfig aufweist, in dem ein Aufnahmeorgan für die gelenkige Verbindung mit einem anzuschließenden Teil gehalten ist und wobei zwischen Anschlußkäfig und Aufnahmeorgan ein Stützring aus einem gummielastischen Material angeordnet ist, über den sich das Aufnahmeorgan an dem Anschlußkäfig zumindest in radialer Richtung des Stützrings abstützt und der wenigstens zwei konzentrische Ringelemente aufweist, die Abstand zueinander haben, wobei der Abstand durch wenigstens eine die Ringelemente verbindenden Steg überbrückt ist.
  • Anschlußeinrichtungen der vorgenannten Art dienen dazu, Betätigungszüge oder Betätigungsgestänge mit einem zu betätigenden Organ, z.B. ein Getriebe in Kraftfahrzeugen, zu verbinden. Sie bilden das Ende eines solchen Betätigungszuges oder Betätigungsgestänges. Ihr Anschlußkopf ist so ausgebildet, daß er mit einem komplementären Kopf an dem zu betätigenden Organ gekuppelt werden kann. In den meisten Fällen ist er als Kugelkopf ausgebildet, der in der Anschlußeinrichtung in einer entsprechenden Kugelpfanne einrastbar ist.
  • Um eine Übertragung von Geräuschen und Vibrationen zu vermeiden, weisen die bekannten Anschlußeinrichtungen einen Stützring aus einem gummielastischen Material auf, der zwischen Anschlußkäfig und Aufnahmeorgan angeordnet ist und über den sich das Aufnahmeorgan an dem Anschlußkäfig zumindest in radialer Richtung abstützt. Bei der Anschlußeinrichtung gemäß der DE 197 55 284 A1 weist entweder der Anschlußkäfig oder das Aufnahmeorgan eine Profilierung in Form über den Umfang verteilter Zähne auf, die an dem Stützring anliegen. Hierdurch sollen über den Umfang gleichmäßig verteilte Hohlräume geschaffen werden, in die das unter Druckspannung ausweichende Gummimaterial hineinverdrängt werden soll. Einer solchen Art von Verdrängung setzt Gummi jedoch einen erheblichen Widerstand entgegen.
  • Deshalb ist in der DE 102 06 085 A1 vorgeschlagen worden, den Stützring so auszubilden, daß er über Noppen an dem Aufnahmeorgan und/oder dem Anschlußkäfig anliegt, so daß eine im wesentlichen nur punkt- oder linienförmige Anlage gegeben ist. Hierdurch konnte eine bessere Entkopplung von Schallvibrationen bewirkt werden.
  • Die vorstehende Ausführungsform hat frühere Ausführungen eines Stützrings ersetzt, bei denen der Stützring Hülsen form mit einem H-förmigen Querschnitt hatte, also aus zwei hülsenförmigen, beabstandeten Ringelementen und einem die Ringelemente verbindenden und den Abstand überbrückenden Ringsteg bestanden. Diese Ausführungsform eines Stützrings war nicht geeignet, die auftretenden Vibrationen so zu eliminieren, daß sie nicht auf das zu betätigende Organ, beispielsweise einen Schalthebel, übertragen wurden.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anschlußeinrichtung so auszubilden, daß sie besonders geeignet ist, an dem zu betätigenden Organ auftretende Vibrationen aufzufangen, so daß sie an dem Betätigungsorgan nicht mehr wahrgenommen werden können.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der bzw. die Stege schräg zur Mittelachse des Stützrings verläuft bzw. verlaufen. Mit dieser Lösung wendet man sich von der neueren Entwicklungsrichtung, repräsentiert durch die DE 197 55 281 A1 und DE 102 06 085 A1 , wieder ab und kehrt zu der Grundform eines Stützrings mit H-förmigem Querschnitt zurück, jedoch erfindungsgemäß dadurch verändert, daß der die beiden Ringelemente verbindende Steg nunmehr schräg zur Mittelachse des Stützrings verläuft. Hierdurch wird der Steg nicht mehr – wie im Stand der Technik – auf Druck, sondern auf Biegung beansprucht. Durch diese andere Beanspruchung ist er besonders geeignet, auf das Aufnahmeorgan übertragene Vibrationen aufzufangen und so zu eliminieren, daß sie nicht mehr oder allenfalls geringfügig auf den Anschlußkäfig übertragen werden. Die Kraftübertragung bei Betätigung des Betätigungsorgans wird hierdurch nicht behindert, da die Ringelemente nur einen geringen Abstand zu haben brauchen, so daß sie schon nach einem kurzen Weg auf Block gehen und dann eine exakte Kraftübertragung ermöglicht wird.
  • Die Ringelemente sind zweckmäßigerweise hülsenförmig ausgebildet, wie dies schon im Stand der Technik der Fall war.
  • Der Steg ist vorteilhafterweise als durchgehender Ringsteg ausgebildet. Selbstverständlich können aber über den Umfang verteilt auch mehrere, in Umfangsrichtung beabstandete Stege vorgesehen sein. Auch können in Achsrichtung mehrere Stege übereinander angeordnet werden, die auch jeweils als Ringstege ausgebildet sein können. Schließlich besteht durchaus die Möglichkeit, mehrere Ringelemente vorzusehen, die konzentrisch und im Abstand zueinander angeordnet sind und jeweils durch einen oder mehrere schräg zur Mittelachse des Stützrings verlaufende Stege verbunden sind.
  • In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Dicke des Stegs bzw. der Stege im mittleren Bereich geringer ist als in dem an den Ringelementen benachbarten Bereichen. Dabei kann vorgesehen sein, daß die Dicke des Stegs bzw. der Stege kontinuierlich zu den Ringelementen hin zunimmt. Durch diese Gestaltung ist der Steg im Mittenbereich besonders elastisch. Zudem wird vermieden, daß sich die Ringelemente bei Belastung axial gegeneinander verschieben.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher veranschaulicht. Es zeigen:
  • 1 eine perspektivische Ansicht der Anschlußeinrichtung;
  • 2 einen Längsschnitt durch die Anschlußeinrichtung gemäß 1;
  • 3 eine erste Ausführungsform eines Stützrings für die Anschlußeinrichtung gemäß den 1 und 2 und
  • 4 eine zweite Ausführungsform eines Stützrings für die Anschlußeinrichtung gemäß den 1 und 2.
  • Die in den 1 und 2 dargestellte Anschlußeinrichtung 1 weist einen Anschlußkopf 2 und ein mit diesem formschlüssig verbundenes Anschlußendteil 3 auf. Das Anschlußendteil 3 besteht aus Metall und ist mit einer endseitig offenen Sackbohrung versehen, in der das Endteil eines Betätigungszuges angeschraubt oder eingepreßt werden kann.
  • Der Anschlußkopf 2 weist einen ringförmigen Anschlußkäfig 5 aus einem harten Kunststoff auf, der auf das mit Nuten versehene Ende des Anschlußendteils 3 aufgespritzt ist, so daß beide starr miteinander verbunden sind Der Anschlußkäfig 5 umgibt ein Aufnahmeorgan 6, das der Verbindung mit dem zu betätigenden, d.h. anzuschließenden Teil dient. Das Aufnahmeorgan 6 ist zweiteilig aufgebaut. Es hat einen Ringkörper 7, der innerhalb des Anschlußkäfigs 5 Hülsenform und anschlußseitig einen flanschartigen Kragen 8 hat. In dem Ringkörper 7 ist eine Kugelpfanne 9 angeordnet, die zur Anschlußseite hin offen ist und für die Aufnahme eines passenden Kugelkopf bestimmt ist, In der gezeigten Darstellung sitzt die Kugelpfanne 9 in einem konisch gestalteten Abschnitt des Ringkörpers 7.
  • Der Ringkörper 7 wird obenseitig durch einen Deckel 10 geschlossen, der auf den Ringkörper 7 aufgeschraubt oder aufgeklebt ist. Der Deckel 10 weist ein Federelement 11 aus einem thermoplastischen Kautschuk auf, das an der Oberseite der Kugelpfanne 9 anliegt. Auf diese Weise kann die Kugelpfanne 9 in axialer Richtung nach oben ausweichen, wenn ein passender Kugelkopf in die Kugelpfanne 9 eingedrückt werden soll. Sie gelangt hierdurch in einen erweiterten Bereich des Ringkörpers 7, so daß der untere Öffnungsrand der Kugelpfanne 9 nicht mehr außenseitig geführt ist und auf diese Weise leicht aufweitbar ist. Nach Einschnappen des Kugelkopfs wird die Kugelpfanne 9 durch das Federelement 11 wieder in die gezeigte Stellung gedrückt, in der sie allseitig an dem Ringkörper 7 anliegt und deshalb nicht mehr auf geweitet werden kann. Der einmal eingeschnappte Kugelkopf kann somit nicht mehr nach unten herausgezogen werden.
  • Zwischen der Außenseite des Ringkörpers 7 und der Innenseite des Anschlußkäfigs 5 ist ein Stützring 13 aus einem gummielastischen Material, beispielsweise thermoplastischem Kautschuk, angeordnet. In axialer Richtung wird der Stützring 13 einerseits von dem Kragen 8 des Ringkörpers 7 und andererseits von dem Deckel 10 eingefaßt. Kragen 8 und Deckel 10 stehen radial so weit über, daß sie sich an dem Anschlußkäfig 5 abstützen, so daß das Aufnahmeorgan 6 axial unbeweglich in dem Anschlußkopf 2 gehalten wird und der Stützring 13 allseitig eingefaßt ist.
  • Die besondere Ausbildung des in 2 zu erkennenden Stützrings 13 ergibt sich aus 3. Der Stützring 13 weist zwei hülsenförmige Ringelemente 14, 15 auf, die konzentrisch um eine Mittelachse 16 angeordnet sind. Dabei ist das äußere Ringelement 14 in axialer Richtung kürzer ausgebildet als das innere Ringelement 15 mit der Folge, daß das innere Ringelement 15 untenseitig über das äußere Ringelement 14 vorsteht. Obenseitig enden die Ringelemente 14, 15 auf gleicher Höhe.
  • Die beiden Ringelemente 14, 15 haben in radialer Richtung Abstand zueinander. Der Abstand wird über einen Ringsteg 17 überbrückt. Der Ringsteg 17 erstreckt sich schräg zur Mittelachse 16 des Stützrings 13. Der Ringsteg 17 ist an den Ringelementen 14, 15 jeweils über eine breite Basis angeformt und verjüngt sich jeweils zur Mitte hin, so daß seine Dicke im mittleren Bereich wesentlich geringer ist als in den Bereichen benachbart zu den Ringelementen 14, 15. Hierdurch ist der Ringsteg 17 in radialer Richtung, d.h. senkrecht zur Mittelachse 16 sehr flexibel.
  • Wie aus 2 zu ersehen ist, wird nur das innere Ringelement 15 zwischen Deckel 10 und Kragen 8 axial unverrückbar gehalten. Da das äußere Ringelement 14 kürzer ist, kann es sich in axialer Richtung bewegen. Eine solche Axialbewegung tritt – wenn auch in einem geringen Umfang – auf, wenn eine radiale Kraft auf den Stützring 13 einwirkt, verursacht durch eine Zug- oder Druckkraft, die auf das Anschlußendteil 3 ausgeübt wird, Diese Kraft wird dann auf das Aufnahmeorgan 6 übertragen, wenn das äußere Ringelement 14 auf Block mit dem inneren Ringelement 15 gegangen ist. Ohne Kraftaufprägung eliminiert der Ringsteg 17 die Vibrationen, die von dem zu betätigenden Organ ausgehen.
  • In 4 ist eine weitere Ausführungsform eines Stützrings 21 dargestellt. Der Stützring 21 weist – wie der Stützring 13 – ein äußeres Ringelement 22 und ein inneres Ringelement 23 auf, die zu einer Mittelachse 24 konzentrisch angeordnet sind. Die Ringelement 22, 23 sind in diesem Fall gleich lang ausgebildet und enden jeweils auf gleicher Ebene. Der Abstand zwischen den beiden Ringelementen 22, 23 wird durch einen Ringsteg 25 überbrückt. Wie bei dem Stützring 13 bilden Ringelemente 22, 23 und Ringsteg 25 ein einstückiges Formteil aus einem elastomeren Kunststoff.
  • Der Ringsteg 13 verläuft auch hier schräg zur Mittelachse 24. Im Unterschied zu dem Stützring 13 ist der Ringsteg 25 jedoch nicht zur Mitte hin verjüngt, sondern über seine gesamte Länge gleich dick ausgebildet. Hierdurch ist die Verbindung zwischen den beiden Ringelementen 22, 23 steifer.

Claims (6)

  1. Anschlußeinrichtung (1) für ein Gelenk mit einem Anschlußkopf (2) und einem Anschlußendteil (3) für die Befestigung an einem Betätigungsorgan, wobei der Anschlußkopf (2) einen Anschlußkäfig (5) aufweist, in dem ein Aufnahmeorgan (6) für die gelenkige Verbindung mit einem anzuschließenden Teil gehalten ist, und wobei zwischen Anschlußkäfig (5) und Aufnahmeorgan (6) ein Stützring (13, 21) aus einem gummielastischen Material angeordnet ist, über den sich das Aufnahmeorgan (6) an dem Anschlußkäfig (5) zumindest in radialer Richtung des Stützrings (13, 21) abstützt und der wenigstens zwei konzentrische Ringelemente (14, 15, 22, 23) aufweist, die Abstand zueinander haben, welcher durch wenigstens einen die Ringelement (14, 15, 22, 23) verbindenden Steg (17, 25) überbrückt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (17, 25) bzw. die Stege schräg zur Mittelachse (16, 24) des Stützrings (13, 21) verläuft bzw. verlaufen.
  2. Anschlußeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringelemente (14, 15, 22, 23) hülsenförmig ausgebildet sind.
  3. Anschlußeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringelemente (14, 15) in Richtung der Mittelachse (16) unterschiedlich lang ausgebildet sind.
  4. Anschlußeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (17, 25) als durchgehender Ringsteg ausgebildet ist.
  5. Anschlußeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke des Stegs (17) bzw. der Stege im mittleren Bereich geringer ist als in den an den Ringelementen (14, 15) benachbarten Bereichen.
  6. Anschlußeinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke des Stegs (17) bzw. der Stege kontinuierlich zu den Ringelementen (14, 15) hin zunimmt.
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