DE202004019820U1 - Kraftstoffeinspritzeinrichtung für einen Dieselmotor - Google Patents
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Abstract
Kraftstoffeinspritzeinrichtung
für einen
Dieselmotor mit einem Kraftstoffhochdruckspeicher (12) und mehreren,
der Kraftstoffabfuhr aus dem Kraftstoffhochdruckspeicher (12) dienenden
Abzweigrohre (18), die jeweils an ihrem einen Ende einen Anschlußkopf (19)
zur Verbindung des Abzweigrohres (18) mit einem zugeordneten Anschlußstutzen
(14) des Kraftstoffhochdruckspeichers (12) aufweisen, wobei in jedem
der Abzweigrohre (18) eine Drossel (25) angebracht ist, dadurch
gekennzeichnet, dass die Drossel (25) in einem Trägerelement (24)
verkörpert
ist, das durch Fixierelemente (36, 37), die mit der Ausbildung des
Anschlußkopfes
(19) herausgebildet werden und die eine lichte Weite (22) des Abzweigrohres
(18) beidseits des Trägerelements
(24) einengen, im Bereich des Anschlußkopfes (19) fixiert ist.
Description
- Stand der Technik
- Die Erfindung geht aus von einer Kraftstoffeinspritzeinrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Eine solche Kraftstoffeinspritzeinrichtung ist bei Dieselmotoren als ein sogenanntes Commmon-Rail-System bekannt. Darunter werden Kraftstoffeinspritzeinrichtungen verstanden, bei denen jedem der Zylinder des Dieselmotors statt einer Einspritzpumpe ein Ventil eines Injektors zugeordnet ist, das die Durchgängigkeit eines Abzweigrohres steuert, welches die zugeordnete Einspritzdüse mit einem zentralen Kraftstoffhochdruckspeicher der Kraftstoffeinspritzeinrichtung verbindet.
- Bei der Einspritzung mittels Common-Rail-Injektoren entstehen durch die Beendigung der Einspritzvorgänge Druckwellen, die auf die Injektoren rückwirken und die eine pulsierende Last auf den Sitz der Düsennadel des jeweiligen Injektors aufprägen, während dieser geschlossen ist. Dies führt zu einer unerwünschten Streuung der abgespritzten Kraftstoffmengen.
- Das Rail als dem zentralen Kraftstoffhochdruckspeicher weist Anschlußstutzen für den Anschluß der Abzweigrohre auf. Durch eine Verkleinerung des Querschnitts an jedem Anschlußstutzen zum Rail kann jeweils durch eine in den Anschlußstutzen eingepresste Drossel das Rail hydraulisch bedämpft werden. Dabei ist jedoch von Nachteil, dass eine fehlerhaft in einen Anschlußstutzen eingepresste Drossel den ganzen Kraftstoffhochdruckspeicher unbrauchbar macht, da eine Nacharbeit des Anschlußstutzens nicht mehr möglich ist.
- Durch die
DE 100 60 785 A1 ist eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung mit einem Kraftstoffhochdruckspeicher bekannt, an den Abzweigrohre anschraubbar sind, die jeweils eine Drossel zum Abbau von Druckpulsationen in der Kraftstoffeinspritzeinrichtung enthalten. Die Drosseln sind jeweils als ein Rohrstück ausgebildet, das an einem Ende des Abzweigrohres, an dem ein Anschlußkopf angebracht ist oder im Innern des Abzweigrohres nahe diesem Ende angeordnet ist. - Das Einfügen der Drosseln in den Abzweigrohren kann grundsätzlich über eine Kraftschlußverbindung oder über eine Formschlußverbindung erfolgen.
- Bei der Kraftschlußverbindung ist es erforderlich, das Rohrstück und das Abzweigrohr in den zuzuordneten Maßen feintolerant aufeinander abzustimmen, um eine Preßpassung erzielen zu können.
- Bei der Formschlußverbindung ist eine spezielle Außenkontur des Rohrstückes erforderlich, die auf die Umformvorgänge, die an dem Abzweigrohr durchgeführt werden, abgestimmt sein muß.
- Diese Fixierung der jeweiligen Drossel in dem zugeordneten Abzweigrohr ist in unerwünschter Weise mit einem großen Fertigungsaufwand belegt, so dass die Herstellkosten der Kraftstoffeinspritzeinrichtung in unvorteilhafter Weise hoch sind.
- Vorteile der Erfindung
- Der erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzeinrichtung mit dem kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, dass die zuvor erwähnten Unzulänglichkeiten in zufriedenstellendem Maße vermieden wird.
- Dazu ist die Drossel in einem Trägerelement verkörpert, das mit groben Toleranzen an seinem Außendurchmesser in ein in seiner lichten Weite ebenfalls grobtoleriertes Abzweigrohr zum Anschluß an den Kraftstoffhochdruckspeicher eingebracht und in einem ohnehin erforderlichen Arbeitsschritt, nämlich mit einem Anstauchen eines Anschlußkopfes an dem zuvor hohlzylindrischen Abzweigrohr, in diesem fixiert wird. Dadurch wird der Fertigungsaufwand zur Dämpfung von Druckwellen bei der Kraftstoffeinspritzeinrichtung klein gehalten und eine kostengünstige Fertigung der Kraftstoffeinspritzeinrichtung erzielt.
- Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Kraftstoffeinspritzeinrichtung möglich.
- Gemäß vorteilhafter Ausgestaltung kann die Drossel mit einer Durchgangsbohrung, die eine erste und eine zweite Teilbohrung aufweist, ausgebildet werden. Dies führt in vorteilhafter Weise dazu, dass die Drossel auf einem Aufnahmedorn zentriert in dem Abzweigrohr positioniert werden kann.
- Auch vorteilhaft ist, dass durch ein einfaches Werkzeug in Form eines rückführbaren Innendorns die Abmessungen der Durchgangsbohrung trotz der bei dem Anstauchen des Anschlußkopfes auftretenden Druckkräfte gesichert sind und reproduzierbare Fertigungsergebnisse erzielt werden.
- Weiterhin vorteilhaft ist, dass das Trägerelement eine zylindrische Außenfläche aufweist. Dies bietet den Vorteil, dass das Trägerelement aus einem kostengünstigen Stangenmaterial hergestellt werden kann.
- Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen gehen aus der nachfolgenden Beschreibung sowie den Ansprüchen hervor.
- Zeichnung
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der Figurenbeschreibung näher erläutert.
1 zeigt eine schematische Ansicht der erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzeinrichtung im Querschnitt. Als Teilansichten dieser Kraftstoffeinspritzeinrichtung sind, jeweils im Längsschnitt, in der2 ein Abzweigrohr und eine in einem Trägerelement verkörperte Drossel als voneinander getrennte Bauelemente, in der3 das Fixieren des Trägerelements in dem Abzweigrohr und in der4 das zur Montage an dem Kraftstoffhochdruckspeicher fertiggestellte Abzweigrohr gezeigt. - Beschreibung des Ausführungsbeispiels
- In
1 ist eine schematische Darstellung einer Kraftstoffeinspritzeinrichtung11 gezeigt. Diese enthält als Hauptbestandteil einen Kraftstoffhochdruckspeicher12 in Form eines langgestreckten, rohrförmigen Körpers, der auf einer Mantelfläche13 entsprechend der Anzahl der Zylinder des Dieselmotors zur Kraftstoffabfuhr Anschlußstutzen14 trägt. - In nicht dargestellter Weise sind an dem Kraftstoffhochdruckspeicher
12 ein weiterer Anschlußstutzen14 für einen von einer Kraftstoffhochdruckpumpe herführenden Zulauf zum Kraftstoffhochdruckspeicher und ein zusätzlicher Anschlußstutzen14 für einen Drucksensor oder ein Druckbegrenzungsventil ausgebildet. - Die Anschlußstutzen
14 sind in üblicher Weise mit einem außenliegenden Schraubgewinde16 und einem innenliegenden Dichtsitz17 in Form einer konischen Fläche versehen. - An die Anschlußstutzen
14 , die der Kraftstoffabfuhr aus dem Kraftstoffhochdruckspeicher12 dienen, werden Abzweigrohre18 angeschlossen. - Diese Abzweigrohre
18 sind aus einem hohlzylindrischen Stangenmaterial gefertigt, das mit einem Außendurchmesser19 und einer lichten Weite21 grobtolerant gefertigt ist. Dabei kommt ein an einem Ende des Abzweigrohres18 angebrachter Anschlußkopf19 , auf den später noch näher eingegangen wird, auf dem Dichtsitz17 zur Anlage. Durch eine Überwurfmutter23 , die den Anschlußkopf19 hintergreift und die in das Schraubgewinde16 des Anschlußstutzen14 eingeschraubt wird, kann das Abzweigrohr18 in lösbarer Form druckdicht mit dem Kraftstoffhochdruckspeicher12 verbunden werden. - In der
2 ist schematisiert ein Abzweigrohr18 in seinem Ausgangszustand als ein Rohrstück mit konstantem Außendurchmesser19 und konstanter lichter Weite21 dargestellt. Dieses Rohrstück kann grob toleriert sein, so dass es beispielsweise als Stangenmaterial verfügbar ist oder von einer Trommel abgewickelt sein kann und geringe Gestehungskosten hat. - Ferner ist in der
2 ein Trägerelement24 , in der eine Drossel25 verkörpert ist, dargestellt. Das Trägerelement24 ist ein in der Grundform zylindrischer Körper, dessen Außendurchmesser so bemessen ist, das er mit Fügespiel in das als Rohrstück vorliegende Abzweigrohr18 längs eines Pfeiles26 einschiebbar ist. - Die Drossel
25 ist als eine zweistufige Durchgangsbohrung27 mit einer ersten Teilbohrung28 mit kleinem Durchmesser und einer zweiten Teilbohrung29 mit größerem Durchmesser ausgebildet. - In der
3 ist ein Abzweigrohr18 mit dem eingefügten Trägerelement24 und einem angestauchten Anschlußkopf19 gezeigt. Der Anschlußkopf19 , der durch einen Umformprozeß mit einem ersten Werkzeug31 und einem dazu gegenläufigen zweiten Werkzeug32 gebildet ist, weist einen am freien Ende des Abzweigrohres18 ausgebildeten Leitungskopf33 und eine davon in Längsrichtung beabstandete Leitungsschulter34 auf. - Das Trägerelement
24 ist in dem Abzweigrohr18 nunmehr durch einen ersten Haltewulst36 und einen zweiten Haltewulst37 , die als Fixierelemente beide die lichte Weite22 des Abzweigrohres18 einengen, beidseitig formschlüssig in dem Abzweigrohr18 festgelegt. - Die Maßhaltigkeit der ersten Teilbohrung
28 und der zweiten Teilbohrung29 wird durch einen, mit den Teilbohrungen28 ,29 korrespondierenden Innendorn38 , der nur während dem Umformprozeß eingefügt wird, gesichert. - In der
4 ist das Abzweigrohr18 in der für die Fixierung an dem Kraftstoffhochdruckspeicher12 vorgesehenen Ausgestaltung dargestellt. Das Abzweigrohr18 weist nun ein formschlüssig fixiertes Trägerelement24 , eine frei durchströmbare Drossel25 , einen freiliegenden Anschlußkopf19 und eine hinter der Leitungsschulter34 angebrachte Überwurfmutter23 auf, mit der das Abzweigrohr18 , entsprechend der1 , an dem Schraubgewinde16 des Anschlußstutzens14 anschraubbar ist und damit der Leitungskopf33 mit seiner konischen Dichtfläche an dem Dichtsitz17 des Anschlußstutzens14 dichtend anpreßbar ist. - Damit ist eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung
11 geschaffen, die durch die Dämpfung der im Betrieb auftretenden Druckwellen funktionssicher ist und nur geringe Fertigungskosten aufweist.
Claims (4)
- Kraftstoffeinspritzeinrichtung für einen Dieselmotor mit einem Kraftstoffhochdruckspeicher (
12 ) und mehreren, der Kraftstoffabfuhr aus dem Kraftstoffhochdruckspeicher (12 ) dienenden Abzweigrohre (18 ), die jeweils an ihrem einen Ende einen Anschlußkopf (19 ) zur Verbindung des Abzweigrohres (18 ) mit einem zugeordneten Anschlußstutzen (14 ) des Kraftstoffhochdruckspeichers (12 ) aufweisen, wobei in jedem der Abzweigrohre (18 ) eine Drossel (25 ) angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Drossel (25 ) in einem Trägerelement (24 ) verkörpert ist, das durch Fixierelemente (36 ,37 ), die mit der Ausbildung des Anschlußkopfes (19 ) herausgebildet werden und die eine lichte Weite (22 ) des Abzweigrohres (18 ) beidseits des Trägerelements (24 ) einengen, im Bereich des Anschlußkopfes (19 ) fixiert ist. - Kraftstoffhochdruckspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drossel (
25 ) in dem Trägerelement (24 ) als eine Durchgangsbohrung (27 ) mit einer ersten Teilbohrung (28 ) und einer zweiten Teilbohrung (29 ) ausgeführt ist. - Kraftstoffhochdruckspeicher nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangsbohrung (
27 ) während des Anstauchens des Anschlußkopfes (19 ) durch einen eingefügten, gestuft zylindrischen Innendorn (38 ), der rückführbar ist, gesichert ist. - Kraftstoffhochdruckspeicher nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement eine zylindrische Mantelfläche aufweist.
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