DE202005019644U1 - Turbomolekularpumpe - Google Patents
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Abstract
Turbomolekularpumpe
(10) mit einem Haupteinlass (18) und mindestens einem Zwischeneinlass (20),
mit
jeweils einem Turbo-Abschnitt (12) vor und einem Pump-Abschnitt (14) hinter dem Zwischeneinlass (20), und
einem Rotor (30), der durch ein Radial-Lager (42) und ein Radial-Axial-Lager (44, 50) gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Radial-Lager (42) und das Radial-Axial-Lager (44, 50) als aktive Magnet-Lager ausgebildet sind.
jeweils einem Turbo-Abschnitt (12) vor und einem Pump-Abschnitt (14) hinter dem Zwischeneinlass (20), und
einem Rotor (30), der durch ein Radial-Lager (42) und ein Radial-Axial-Lager (44, 50) gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Radial-Lager (42) und das Radial-Axial-Lager (44, 50) als aktive Magnet-Lager ausgebildet sind.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf eine Turbomolekularpumpe mit einem Haupteinlass und mindestens einem Zwischeneinlass.
- Eine Turbomolekularpumpe mit einem Haupteinlass und mindestens einem Zwischeneinlass weist einen Turbo-Abschnitt vor und mindestens einen Pump-Abschnitt hinter dem Zwischeneinlass auf. Der Pumpenrotor wird durch ein mechanisches Radial-Lager und ein mechanisches Radial-Axial-Lager gelagert. Es besteht der Wunsch, derartige Turbomolekularpumpen mit immer höheren Gasdurchsätzen und mit immer höheren Kompressionsvermögen zu betreiben.
- Durch die hierdurch zwangsläufig zunehmende Reibung in den mechanischen Lagern erhöht sich die Eigenerwärmung und damit die Betriebstemperatur der Turbomolekularpumpe. Es wird dadurch die Gefahr erhöht, dass das tribologische System der mechanisch gelagerten Turbomolekularpumpe durch den temperaturbedingt erhöhten Verschleiß relativ früh versagt. Hinzu tritt, dass die Pumpenrotoren und Pumpenstatoren einer Turbomolekularpumpe zur Erhaltung eines günstigen Wirkungsgrades ausgesprochen engspaltig konstruiert sind, was eine Minimierung der Eigenerwärmung erfordert.
- Aufgabe der Erfindung ist es, die Zuverlässigkeit einer Turbomolekularpumpe mit einem Haupteinlass und mindestens einem Zwischeneinlass zu erhöhen.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
- Bei der erfindungsgemäßen Turbomolekularpumpe sind sowohl das Radial-Lager als auch das Radial-Axial-Lager als aktive Magnet-Lager ausgebildet. Die gesamte 5-achsige Lagerung des Rotors erfolgt im Normalfall berührungslos, nur bei Störungen übernehmen mechanische Fanglager vorübergehend die Lagerung. Hierdurch wird gerade bei zunehmenden Gasdurchsätzen und höheren Kompressionen und damit höheren Drücken die lagerungsbedingte Erwärmung auf ein technisch unvermeidbares Minimum reduziert. Zum einen wird die durch überhöhte Temperaturen bedingte Alterung und Schwächung aller Bauteile der Turbomolekularpumpe erheblich reduziert. Zum anderen unterliegen die aktiven Magnet-Lager keiner mit mechanischen Wälzlagern vergleichbaren Alterung bzw. Abnutzung. Die Zuverlässigkeit und die Lebensdauer einer Turbomolekularpumpe mit einem Haupteinlass und einem Nebeneinlass werden auf diese Weise erheblich erhöht.
- Vorzugsweise ist der Rotor fliegend gelagert. Der fliegend angeordnete Teil des Rotors sind vorzugsweise die beiden Turbo-Abschnitte des Rotors. Mit dieser Anordnung wird unter anderem vermieden, dass der Einlassquerschnitt des Haupteinlasses durch ein relativ viel Bauraum erforderndes Magnet-Lager verkleinert wird.
- Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung sind zwei weitere Pump-Abschnitte vorgesehen, und sind die Lager zwischen den ersten beiden und den beiden folgenden Pump-Abschnitten angeordnet. Zu beiden Längsseiten der Lager sind also jeweils zwei oder mehr Pump-Abschnitte des Rotors fliegend gelagert. Auf diese Weise kann mit relativ geringem Lagerungsaufwand eine Turbomolekularpumpe mit vier oder mehr Pump-Abschnitten realisiert werden.
- Vorzugsweise sind alle Lager, also die beiden Axiallager sowie das Radial-Lager, in einer Lagerkartusche angeordnet. Die Lagerkartusche erleichtert die Montage der Turbomolekularpumpe, da die gesamte Lagerung sowie der elektrische Antrieb in der Lagerkartusche komplett vormontiert sind, bevor die Lagerkartusche zusammen mit dem Rotor in das Turbomolekularpumpen-Gehäuse eingebaut wird.
- Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung folgt dem letzten Turbo-Abschnitt ein Pump-Abschnitt, der nicht nach dem Axialverdichter-Prinzip arbeitet. Dieser Pump-Abschnitt kann beispielsweise ein Holweck-Abschnitt sein und hat im Bereich des Vorvakuums gegenüber Turbo-Abschnitten bessere Verdichtungseigenschaften, so dass mit einer einzigen Pumpe auf relativ hohe Auslass-Drücke komprimiert wird.
- Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist zwischen allen Pump-Abschnitten jeweils ein Zwischeneinlass vorgesehen. Auf diese Weise wird eine Turbomolekularpumpe geschaffen, die zwei oder mehr Druckniveaus an ihren Einlässen zur Verfügung stellen kann.
- Im Folgenden werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.
- Es zeigen:
-
1 eine Turbomolekularpumpe im Längsschnitt mit zwei Turbo-Abschnitten und einem Holweck-Abschnitt sowie zwei Zwischeneinlässen, und -
2 eine zweite Ausführungsform einer Turbomolekularpumpe im Längsschnitt mit vier Turbo-Abschnitten und einem Holweck-Abschnitt sowie vier Zwischeneinlässen. - In der
1 ist eine Hochvakuum-Turbomolekularpumpe10 dargestellt, die als sogenannte Multiple-Inlet-Pumpe ausgebildet ist. Die Turbomolekularpumpe10 weist mehrere Pump-Abschnitte12 ,14 ,16 und neben einem Haupteinlass18 zwei Zwischeneinlässe20 ,22 auf. - Die Turbomolekularpumpe
10 besteht im Wesentlichen aus einem Gehäuse24 , in dem zwei Pumpenstatoren26 ,28 sitzen, einem Rotor30 , der von einer Rotorwelle32 und zwei Pumpenrotoren34 ,36 gebildet wird, sowie einer Lagerkartusche38 . - Die Lagerkartusche
38 enthält sowohl die komplette Rotorlagerung als auch einen elektrischen bürstenlosen Antriebsmotor40 . - Die Lagerung wird gebildet von zwei aktiven magnetischen Radial-Lagern
42 ,44 , zwei Radialsensoren46 ,48 , einem axialen aktiven Magnet-Lager50 , einem Axialsensor52 sowie mehreren als Wälzlager ausgebildeten Fanglagern54 ,56 . Die Lagerung des Rotors30 ist bei störungsfreiem Betrieb berührungslos und wird vollständig durch die aktiv geregelten Magnet-Lager42 ,44 ,50 gebildet. - Die beiden Pump-Abschnitte
12 ,14 sind als Turbo-Abschnitte und jeweils mehrstufig ausgebildet, d.h. werden von mehreren Paaren einer Statorflügelscheibe und einer Rotorflügelscheibe gebildet. Zwischen dem haupteinlassseitigen distalen Turbo-Abschnitt12 und dem darauffolgenden proximalen Turbo-Abschnitt14 ist der erste Zwischeneinlass20 vorgesehen, dessen Einlassquerschnitt möglichst groß ausgebildet ist. Der folgende zweite Zwischeneinlass22 ist ungefähr in der axialen Mitte des folgenden Pump-Abschnittes16 , eines Holweck-Abschnittes16 , angeordnet. Axial hinter dem Holweck-Abschnitt16 ist ein radialer Vorvakuum-Auslass60 angeordnet, durch den das verdichtete Gas ausgestoßen wird. - Der Pumpenrotor
30 ist fliegend gelagert, d.h. die Rotorwelle32 ist nicht an beiden Enden gelagert, sondern ein Rotorende ist nicht radial abgestützt. Dieses Rotorende trägt im Wesentlichen die beiden Pumpenrotoren34 ,36 der beiden Turbo-Abschnitte12 ,14 . - In
2 ist ein zweites Ausführungsbeispiel einer Turbomolekularpumpe70 dargestellt, die vier Pump-Abschnitte72 ,74 ,76 ,78 , die als Turbo-Abschnitte ausgebildet sind, sowie einen sich daran anschließenden Holweck-Abschnitt80 als nicht nach dem Axialverdichter-Prinzip arbeitender Pump-Abschnitt80 aufweist. Der Rotor82 ist mit seinen beiden axialen Enden fliegend gelagert, d.h. nur in seinem Mittelbereich gelagert. Die Lagerung und der Antrieb befinden sich in der Lagerkartusche38 , die ungefähr in der axialen Mitte des Rotors82 angeordnet ist. - Zwischen jedem der fünf Abschnitte
72 -80 ist jeweils ein Zwischeneinlass91 ,92 ,93 ,94 vorgesehen, durch die verschiedene Drücke in einem angeschlossenen Behälter generiert werden können.
Claims (6)
- Turbomolekularpumpe (
10 ) mit einem Haupteinlass (18 ) und mindestens einem Zwischeneinlass (20 ), mit jeweils einem Turbo-Abschnitt (12 ) vor und einem Pump-Abschnitt (14 ) hinter dem Zwischeneinlass (20 ), und einem Rotor (30 ), der durch ein Radial-Lager (42 ) und ein Radial-Axial-Lager (44 ,50 ) gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Radial-Lager (42 ) und das Radial-Axial-Lager (44 ,50 ) als aktive Magnet-Lager ausgebildet sind. - Turbomolekularpumpe (
10 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (30 ) fliegend gelagert ist. - Turbomolekularpumpe (
70 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei weitere Pump-Abschnitte (76 ,78 ) vorgesehen sind, und die Lager zwischen den ersten beiden Abschnitten (72 ,74 ) und den beiden folgenden Abschnitten (76 ,78 ) angeordnet sind. - Turbomolekularpumpe (
10 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lager (42 ,44 ,50 ) und ein elektrischer Antriebsmotor (40 ) in einer Lagerkartusche (38 ) angeordnet sind. - Turbomolekularpumpe (
10 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass dem letzten Turbo-Abschnitt (14 ) ein Pump-Abschnitt (16 ) folgt, der nicht nach dem Axialverdichter-Prinzip arbeitet. - Turbomolekularpumpe (
10 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen allen Abschnitten (12 ,14 ,16 ;72 ,74 ,76 ,78 ,80 ) jeweils ein Zwischeneinlass (20 ,22 ;91 ,92 ,93 ,94 ) vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE200520019644 DE202005019644U1 (de) | 2005-12-16 | 2005-12-16 | Turbomolekularpumpe |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE200520019644 DE202005019644U1 (de) | 2005-12-16 | 2005-12-16 | Turbomolekularpumpe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE202005019644U1 true DE202005019644U1 (de) | 2007-04-26 |
Family
ID=38038097
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE200520019644 Expired - Lifetime DE202005019644U1 (de) | 2005-12-16 | 2005-12-16 | Turbomolekularpumpe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE202005019644U1 (de) |
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