DE20200988U1 - Vorrichtung zum Entfernen von unerwünschten pflanzlichen Wüchsen im Bereich von Pflanzenstämmen - Google Patents

Vorrichtung zum Entfernen von unerwünschten pflanzlichen Wüchsen im Bereich von Pflanzenstämmen

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Description

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Datum 23.1.2002
Vorrichtung zum Entfernen von unerwünschten pflanzlichen Wüchsen
im Bereich von Pflanzenstämmen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entfernen von unerwünschten pflanzlichen Wüchsen im Bereich von Pflanzenstämmen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist insbesondere für den Obst- und Weinbau gedacht, beispielsweise zum Entfernen von unerwünschten pflanzlichen Wüchsen im Bereich von Rebstämmen. Derartige Vorrichtungen werden auch als sogenannte Stockputzer bezeichnet.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird insbesondere als Zusatzeinrichtung an vorhandene Gerätschaften, wie beispielsweise breitenverstellbare Mulchgeräte zur Zwischenstockbearbeitung, eingesetzt.
Eine bekannte Vorrichtung zum Entfernen von unerwünschten pflanzlichen Wüchsen im Bereich von Pflanzenstämmen sieht einen Rotor vor, bei dem an einer vertikalen Welle Messerelemente angeordnet sind. Diese stehen igelförmig radial, d.h. horizontal ab und bestehen vorzugsweise aus flexiblem Gummi oder Kunststoff.
Dieser horizontal laufende Gummirotor dient zur Bodenbearbeitung um den Stock von Obst-, insbesondere von Rebkulturen herum. Dabei kann mit diesem Gummirotor das Gras zwischen den Rebstöcken entfernt werden. Oft ist es aber notwendig, nicht nur das Gras im
Postbank Karjsrijifje· (BLZ
Konto Nr. 43860 47&2 -
Bereich der Rebstöcke zu entfernen, sondern es ist auch notwendig, die unerwünschten Austriebe an dem Stamm bis zu einer bestimmten Höhe abzuschlagen. Dies ist bisher nur in einem zweiten Arbeitsschritt möglich.
Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Vorrichtung zum Entfernen von unerwünschten pflanzlichen Wüchsen im Bereich von Pflanzenstämmen zu schaffen, mit der nicht nur eine reine Bodenbearbeitung zwischen den Stämmen möglich ist, sondern mit der vielmehr auch Auswüchse an den Stämmen entfernt werden können.
Die technische Lösung ist gekennzeichnet durch die Merkmale im Kennzeichen des Anspruchs 1.
Dadurch ist eine horizontale sowie vertikale Stockputzerkombination geschaffen, die es nicht nur ermöglicht, zwischen den Stämmen eine Bodenbearbeitung vorzunehmen, sondern die gleichzeitig auch dazu geeignet ist, unerwünschte Austriebe bis zu einer bestimmten Höhe abzuschlagen. Indem die beiden Gummirotoren unmittelbar hintereinander geschaltet sind, können durch die erfindungsgemäße Vorrichtung zwei Arbeitsgänge bei einer Durchfahrt erledigt werden. Die erfindungsgemäße Vorrichtung eignet sich dabei besonders als Zusatz an vorhandene Gerätschaften, wie beispielsweise die zuvor bereits beschriebenen breitenverstellbare Mulchgeräte sowie Grubber. Als Antrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann eine Gelenkwelle einer Schlepperzapfwelle dienen. Außerdem sind als Antrieb auch biegsame Wellen sowie Ölmotoren denkbar.
Die Weiterbildung gemäß Anspruch 2 hat den Vorteil, dass sich das erfindungsgemäße Gerät auf einfache Weise betreiben lässt. Die Grundidee besteht darin, für die beiden Rotoren nur einen einzigen Antrieb vorzusehen, welcher beide Rotoren gleichermaßen antreibt. Zu diesem Zweck sind die beiden Wellen der beiden Rotoren durch ein Getriebe miteinander verbunden.
Die Weiterbildung gemäß Anspruch 3 schlägt eine konkrete technische Realisierung hinsichtlich der Anordnung des Antriebs sowie des Getriebes vor. Die Grundidee besteht darin, dass der Antrieb die erste Welle antreibt und dass diese erste Welle dann mittels des Getriebes die zweite Welle antreibt.
Die Weiterbildung der Ansprüche 4 und 5 stellt eine einfache technische Realisierung dar, um die erste Welle mittels des Antriebs anzutreiben. Die Grundidee besteht darin, dass die beiden Drehachsen einen Winkel von 90° einschließen, wobei die Drehbewegung mittels
eines Kegelradgetriebes von dem Drehantrieb auf die erste Welle übertragen wird. Dadurch ist eine kompakte Bauweise geschaffen, welche zuverlässig arbeitet und wenig störanfällig ist.
Die Weiterbildung der Ansprüche 6 und 7 betrifft den Antriebsstrang vom Antrieb über die erste Welle bis zur zweiten Welle. Die zwischengeschaltete Übertragungswelle schafft dabei die Möglichkeit eines symmetrischen Antriebsaufbaues im Vergleich zur ersten Welle.
In diesem Sinne ist auch die Weiterbildung gemäß Anspruch 8 zu verstehen. Dadurch ist eine einfache Drehübertragung von der ersten Welle auf die Übertragungswelle möglich.
Gemäß der Weiterbildung in Anspruch 9 kann demgemäß zwischen der ersten Welle und der Übertragungswelle entweder ein Zahnradgetriebe oder ein Getriebe mit Riemenscheiben und Keilriemen angeordnet sein. Durch den Einsatz verschiedener Riemenscheibengrößen kann die Drehzahl des einen Rotors unabhängig von der Drehzahl des anderen Rotors verändert werden.
Einen einfachen konstruktiven Aufbau ergibt die Weiterbildung gemäß Anspruch 10.
Schließlich schlägt die Weiterbildung gemäß Anspruch 11 vor, dass der vertikal laufende Rotor eine größere Drehzahl, vorzugsweise eine in etwa dreimal so große Drehzahl wie der horizontal laufende Rotor aufweist. Dadurch wird der Tatsache Rechnung getragen, dass der vertikal laufende Rotor eine größere Kraft benötigt, um unerwünschte Austriebe am Stamm abzuschlagen, als der horizontal laufende Rotor.
Ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Entfernen von unerwünschten pflanzlichen Wüchsen im Bereich von Pflanzenstämmen wird nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben. Diese zeigt eine schematische Ansicht der Vorrichtung.
Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung ist dazu gedacht, dass sie an eine vorhandene Gerätschaft, wie beispielsweise an ein breitenverstellbares Mulchgerät oder an einen Grubber angeschlossen wird. Aus diesem Grunde muss der Antriebsmechanismus flexibel sein. Angetrieben werden kann die Vorrichtung sowohl mit Gelenkwellen von einer Schlepperzapfwelle als auch durch biegsame Wellen sowie durch Ölmotoren. Diese Mechaniken sind mit einem Antrieb 1 der erfindungsgemäßen Vorrichtung kuppelbar. Dieser Antrieb 1 treibt über ein Kegelratgetriebe 2 eine vertikale Welle 3 eines Rotors 4 an. Auf dieser Welle 3 des Rotors 4 sind radial angeordnete Messerelemente 5 insbesondere aus flexiblem Gummi oder aus Kunststoff igelförmig angeordnet.
Die vertikale Welle 3 ist nach oben hin fortgesetzt und trägt eine Riemenscheibe 6. Parallel zur vertikalen Welle 3 ist eine Übertragungswelle 7 angeordnet, welche gleichermaßen nach oben hin fortgesetzt ist und eine zweite Riemenscheibe 8 trägt. Umschlungen sind die beiden Riemenscheiben 6, 8 von einem Keilriemen 9.
Über ein zweites Kegelradgetriebe 10 wird die Welle 11 eines zweiten Rotors 12 angetrieben. Auch dieser weist radial abstehende Messerelemente 13 aus flexiblem Gummi oder Kunststoff auf.
Die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist wie folgt:
Wie zuvor beschrieben, wird der Antrieb 1 der erfindungsgemäßen Vorrichtung über eine entsprechende Kupplung von dem Gerät angetrieben, an dem die Vorrichtung adaptiert ist. Über das Kegelradgetriebe 2 wird zunächst die erste, vertikale Welle 3 des Rotors 4 angetrieben. Mittels der horizontal laufenden Messerelemente 5 können entsprechende Bodenarbeiten um den Stamm herum durchgeführt werden.
Im weiteren Antriebsstrang wird mittels der Riemenscheiben 6,8 / Keilriemen 9 die Übertragungswelle 7 und damit mit dem Kegelradgetriebe 10 die Welle 11 des zweiten Rotors 12 angetrieben. Mit den vertikal laufenden Messerelementen 13 können am Stamm dann noch die unerwünschten Austriebe bis zu einer bestimmten Höhe abgeschlagen werden.
Bezugszeichenliste
1 Antrieb
2 Kegelradgetriebe
3 vertikale Welle
4 Rotor
5 Messerelemente
6 Riemenscheibe
7 Übertragungswelle
8 Riemenscheibe
9 Keilriemen
10 Kegelradgetriebe
11 horizontale Welle
12 Rotor
13 Messerelemente
· a
· ♦

Claims (11)

1. Vorrichtung zum Entfernen von unerwünschten pflanzlichen Wüchsen im Bereich von Pflanzenstämmen mit einem ersten Rotor (4), bei dem an einer vertikalen Welle (3) radial abstehende Messerelemente (5) insbesondere aus flexiblem Gummi oder Kunststoff angeordnet sind, gekennzeichnet durch einen zweiten Rotor (12), bei dem an einer horizontalen Welle (11) radial abstehende Messerelemente (13) insbesondere aus flexiblem Gummi oder Kunststoff angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für die beiden Wellen (3, 11) ein gemeinsamer Antrieb (1) vorgesehen ist und dass die beiden Wellen (3, 11) durch ein Getriebe miteinander verbunden sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (1) auf eine erste Welle (3) wirkt und dass das Getriebe von dieser ersten Welle (3) auf die zweite Welle (11) wirkt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse des Antriebs (1) senkrecht zur Drehachse der ersten Welle (3) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Antrieb (1) und der ersten Welle (3) ein Kegelradgetriebe (2) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zweiten Welle (11) eine dazu senkrechte Übertragungswelle (7) vorgelagert ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der zweiten Welle (11) und der Übertragungswelle (7) ein Kegelradgetriebe (10) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Drehachse der ersten Weile (3) parallel zur Drehachse der Übertragungswelle (7) erstreckt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der ersten Welle (3) und der Übertragungswelle (7) ein Zahnradgetriebe oder ein Getriebe mit Riemenscheiben (6, 8) und Keilriemen (9) angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse des Antriebs (1) und die Drehachse der zweiten Welle (11) parallel zueinander, insbesondere kolinear sind.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl des Rotors (12) mit der horizontalen Welle (11) größer, in etwa dreimal so groß ist wie die Drehzahl des Rotors (4) mit der vertikalen Welle (3).
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP3804484A1 (de) 2019-10-08 2021-04-14 Rinklin, Julius Wilhelm Vorrichtung zur reb- und zeilenkulturpflanzenpflege und maschine zum betreiben der vorrichtung
DE102020120329A1 (de) 2020-07-31 2022-02-03 Ilmer Maschinenbau GmbH Trimmvorrichtung

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