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Die Erfindung betrifft einen Routenzuganhänger zum Transport von rollbaren Ladungsträgern, welcher Routenzuganhänger über einen, eine Ladungsträgeraufnahme einfassenden Rahmen mit einem ersten, quer zur Zugrichtung verlaufenden Querschenkel, mit einem quer zur Zugrichtung verlaufenden und mit Abstand zu dem ersten Querschenkel angeordneten zweiten Querschenkel und mit einem die beiden Querschenkel verbindenden Längsschenkel verfügt, welcher Rahmen über zumindest zwei Rollen bodenseitig abgestützt ist, der an zumindest einem Querschenkel Kupplungsmittel zum Ankuppeln des Routenzuganhängers an einen weiteren Routenzuganhänger oder eine Zugmaschine aufweist und der eine Einrichtung zum Tragen eines in die Ladungsträgeraufnahme eingebrachten Ladungsträgers umfasst. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein System umfassend zumindest einen solchen Routenzuganhänger sowie zumindest einen in seine Ladungsaufnahme einfahrbaren rollbaren Ladungsträger.
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Aus mehreren derartigen Routenzuganhängern wird ein Routenzug gebildet. Ein solcher Routenzug dient zum Transportieren von Transportgut innerhalb eines Betriebes. Das Transportgut selbst befindet sich in oder auf einem rollbaren Ladungsträger. Dabei kann vorgesehen sein, dass der Ladungsträger selbst über Rollen abgestützt oder als rollbare Palette ausgeführt ist, auf der sodann der oder die zu transportierenden Gegenstände aufliegen oder innerhalb eines Behältnisses, etwa einer Gitterbox befindlich sind. Eingesetzt werden derartige Routenzüge vor allem in Fertigungsbetrieben, wo diese zumindest einen Teil des Materialflusses übernehmen.
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Gebildet wird ein solcher Routenzuganhänger durch einen prinzipiell U-förmig ausgeführten Rahmen. Die beiden parallel zueinander verlaufenden Schenkel des Rahmens sind quer zur Zugrichtung ausgerichtet und sind daher im Rahmen dieser Ausführungen als Querschenkel angesprochen. Die Querschenkel sind an einem Ende durch einen Längsschenkel miteinander verbunden. Die andere Seite des Rahmens ist offen. Durch den Rahmen wird somit eine einseitig offene Ladungsträgeraufnahme gebildet. An den beiden in Zugrichtung weisenden Flächen der Querschenkel trägt der Rahmen Kupplungsmittel, typischerweise an der einen Seite eine Deichsel und an dem anderen Querschenkel eine Anhängerkupplung, in die die Deichsel eines weiteren Routenzuganhängers eingehängt werden kann.
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Die Ladungsträgeraufnahme der Routenzuganhänger ist in Querrichtung offen, so dass die Routenzuganhänger, ohne voneinander gelöst werden zu müssen, mit einem Ladungsträger bestückt werden können oder umgekehrt ein solcher Ladungsträger aus der Ladungsträgeraufnahme eines solchen Routenzuganhängers herausgeschoben werden kann. Die Ladungsträger selbst sind rollbar und verfügen somit über Rollen oder kleine Räder.
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Neben solchen Routenzuganhängern, bei denen ein in die Ladungsträgeraufnahme eingebrachter Ladungsträger mit seinen Rollen beim Fahren des Routenzuges mitrollt, werden auch solche Routenzuganhänger eingesetzt, bei denen ein in die Ladungsträgeraufnahme eingebrachter Ladungsträger angehoben wird. Zu diesem Zweck sind die Routenzuganhänger mit einer hydraulischen oder pneumatischen Hebeeinrichtung ausgestattet. Bei einer solchen Einrichtung verfügt der Routenzuganhänger über ein Fahrgestell und ein gegenüber diesem anhebbares Gestell. Zum Anheben eines solchen Ladungsträgers verfügt der Rahmen typischerweise über einen Träger, der an dem Längsschenkel des Rahmens angeschlossen ist und zwischen die Rollen des Ladungsträgers greift. Routenzüge mit derartigen Routenzuganhängern können mit kleinerem Wendekreis gefahren werden. Überdies werden beim Fahren des Routenträgers die Rollen des bzw. der Ladungsträger geschont.
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Für die Aktivierung des Trägers zum Anheben eines in die Ladungsträgeraufnahme eingebrachten Ladungsträgers ist es bei derartigen Routenzuganhängern erforderlich, dass entweder die Routenzuganhänger selbst mit einer eigenständigen hydraulischen oder pneumatischen Hebeeinrichtung ausgerüstet oder an eine zugmaschinenseitig vorhandene angeschlossen sind. Überdies ist eine regelmäßige Wartung derartiger Hebesysteme notwendig.
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Ausgehend von diesem diskutierten Stand der Technik liegt der Erfindung daher die Aufgabe zugrunde, einen Routenzuganhänger der eingangs genannten Art dergestalt weiterzubilden, dass mit diesem ein Ladungsträger ohne Bodenkontakt transportiert werden kann, jedoch die zu hydraulischen oder pneumatischen Systemen aufgezeigten Nachteile nicht in Kauf genommen werden müssen.
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Gelöst wird diese Aufgabe durch einen eingangs genannten, gattungsgemäßen Rotenzuganhänger, bei dem die Einrichtung zum Tragen eines in die Ladungsträgeraufnahme eingebrachten Ladungsträgers über zumindest zwei parallel oder weitgehend parallel sowie mit Abstand zueinander und quer zur Zugrichtung angeordnete Rollenleisten aufweist, auf die ein Ladungsträger beim Einbringen desselben in die Ladungsträgeraufnahme aufgeschoben wird, wobei die Rollen der Rollenleisten zur Einfahrseite der Ladungsträgeraufnahme hin ein Gefälle ausbilden.
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Bei diesem Routenzuganhänger werden Rollenleisten eingesetzt, über die ein Ladungsträger beim Einschieben desselben in die Ladungsträgeraufnahme vom Boden abgehoben wird. Ein Ladungsträger wird somit auf die mit dem Gefälle ausgebildeten Rollen der Rollenleisten aufgefahren und im Zuge des Einschubvorganges des Ladungsträgers in die Ladungsträgeraufnahme dem Gefälle entsprechend angehoben. Da eine besondere Bodenfreiheit in aller Regel nicht benötigt wird, kann ein hinreichendes Anheben des Ladungsträgers bereits mit einem Gefälle von wenigen Winkelgraden erfolgen. Es versteht sich, dass bei geringem Gefälle ein Aufschieben des Ladungsträgers auf die Rollen auch mit Muskelkraft ohne Weiteres möglich ist. Das durch die Rollen der Rollenleisten in Richtung zur Einfahrseite der Ladungsträgeraufnahme vorgesehene Gefälle kann auf unterschiedliche Weise ausgebildet werden. Möglich ist es beispielsweise, dass die aufeinander folgenden Rollen einer solchen Rollenleiste einen zunehmend größeren Durchmesser aufweisen. Möglich ist es auch, dass die Rollen einer Rollenleiste einen gleichen Durchmesser aufweisen und die Rollen sodann entsprechend der gewünschten Neigung der Rollleiste zueinander mit einem gewissen Höhenversatz angeordnet sind.
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Von Vorteil bei einem solchen Routenzuganhänger ist, dass keinerlei Aktorik benötigt wird, um einen Ladungsträger, aufgenommen in der Ladungsträgeraufnahme ohne eigenen Bodenkontakt mit dem Routenzuganhänger bewegen zu können. Der Ladungsträger wird, wie vorstehend skizziert, schlichtweg entgegen dem durch die Rollen gebildeten Gefälle in die Ladungsträgeraufnahme eingeschoben. Mithin ist ein solcher Routenzuganhänger diesbezüglich wartungsfrei. Vorteilhaft ist zudem, dass kein zusätzliches Fahrgestell vorgesehen sein muss. Vielmehr ist es bei einem solchen Routenzuganhänger möglich, die zumindest zwei Rollen unmittelbar an den Rahmen anzuschließen. Die Ausbildung des Gefälles hat zudem den Vorteil, dass ein Herausbringen eines in einer Ladungsträgeraufnahme gehaltenen Ladungsträgers ohne Überwindung eines Anrollwiderstandes möglich ist. Der auf den Rollen aufliegende Ladungsträger rollt an diesen aufgrund der Neigung der Rollenanordnung der Rollenleiste selbsttätig in Richtung zur Einfahrseite des Rahmens hin.
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Die Rollenleisten sind ausgeführt und angeordnet, damit diese zur Anlage an der Unterseite des Bodens des Ladungsträgers gebracht werden können. Dabei kann vorgesehen sein, dass die Rollen unmittelbar am Boden eines Ladungsträgers beim Einschieben des Ladungsträgers in die Ladungsträgeraufnahme zur Anlage gebracht werden. Möglich ist es auch, dass der Boden eines Ladungsträgers unterseitig eine der Anzahl der Rollenleisten entsprechende Anzahl an Auffahrleisten trägt, die in einer mit den Rollenleisten des Routenzuganhängers fluchtenden Anordnung vorgesehen sind. Bei einer solchen Ausgestaltung können die Oberseiten der Rollen gegenüber einer angrenzenden Fläche abgesenkt sein.
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Für den Fall, dass bei einem solchen Routenzuganhänger eine geneigte Anordnung des vom Boden abgehobenen Ladungsträgers innerhalb der Ladungsträgeraufnahme nicht gewünscht ist, ist gemäß einem Ausführungsbeispiel vorgesehen, die Auffahrflächen der an der Unterseite des Bodens des Ladungsträgers befindlichen Auffahrleisten geneigt auszubilden, und zwar mit einer gleichsinnigen Neigung wie die Neigung der Rollen der Rollenleisten des Routenzuganhängers. Vorzugsweise entspricht die Neigung der Auffahrflächen der Auffahrleisten der Neigung des Gefälles der Rollen der Rollenleisten.
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Zum Halten eines in die Ladungsträgeraufnahme eines solchen Routenzuganhängers eingebrachten Ladungsträgers wird man typischerweise eine Verriegelungseinrichtung vorsehen. Gemäß einem Ausführungsbeispiel umfasst diese einen von der in Einschieberichtung des Ladungsträgers in die Ladungsträgeraufnahme befindlichen Vorderseite des Ladungsträgers aktivierbaren Stellhebel. Dieser befindet sich somit im Bereich des Längsschenkels des Rahmens oder benachbart hierzu. Gemäß einem Ausführungsbeispiel wirkt der Stellhebel bei seiner Aktivierung mittels eines Gestänges auf eine Sperrleiste und bringt diese aus einer abgesenkten Stellung in eine angehobene Stellung. Es versteht sich, dass in der abgesenkten Stellung der Sperrleiste diese von einem in die Ladungsträgeraufnahme eingebrachten bzw. einzubringenden Ladungsträger ohne Weiteres überfahren werden kann. In der angehobenen Sperrstellung ist hingegen ein Herausfahren des Ladungsträgers aus der Ladungsträgeraufnahme heraus blockiert.
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Die Rollenleisten können sich an den Innenseiten der beiden Querschenkel befinden. Gemäß einer anderen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Rahmen neben seinen beiden Querschenkeln über einen zwischen diesen befindlichen und in die Ladungsträgeraufnahme hineinragenden Träger verfügt, der zwischen die Rollen eines Ladungsträgers greift. Bei einer solchen Ausgestaltung ist der Rahmen E-förmig gestaltet. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die Rollenleisten an den beiden zu jeweils einem Querschenkel weisenden Seiten dieses Trägers angeordnet. Ausgenutzt wird hierbei, dass typischerweise zwischen den Rollen eines Ladungsträgers mehr Bodenplatz vorhanden ist als in den seitlich über die Rollen hervortretenden Endseiten.
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Bei Vorsehen einer Verriegelungseinrichtung zum Verriegeln eines in die Ladungsträgeraufnahme eingebrachten Ladungsträgers ist es zweckmäßig, die Sperrstellung zu sichern. Dieses erfolgt bei einem Ausführungsbeispiel durch einen in eine Sperrbolzenaufnahme eingreifenden Sperrbolzen. Dieser steht zweckmäßigerweise zumindest kurz vor seiner Sperrstellung unter Federvorspannung, um in der Sperrstellung der Verriegelungseinrichtung selbsttätig in die Sperrbolzenaufnahme einzuspringen. Zum Lösen dieser Verriegelung kann eine pedalaktivierte Löseeinrichtung vorgesehen werden. Dieses ist zweckmäßig, damit eine die Löseeinrichtung betätigende Person gleichzeitig den Ladungsträger mit beiden Händen ergreifen kann. Durch die pedalaktivierte Löseeinrichtung wird die Verriegelung aufgehoben und bei Vorsehen einer Sperrleiste diese in ihre abgesenkte Stellung gebracht. Dabei kann vorgesehen sein, dass das Sperrglied zum Halten des Ladungsträgers in der Ladungsträgeraufnahme pedalaktiviert über eine Übertotpunktstellung gebracht wird, durch die das Sperrglied, beispielsweise die Sperrleiste, in ihrer abgesenkten Stellung gehalten ist.
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Besonders zweckmäßig ist die Ausbildung eines Systems, welches zumindest einen derartigen Routenzuganhänger aufweist, typischerweise jedoch eine Vielzahl. Ferner verfügt ein solches System über eine Vielzahl auch unterschiedlicher Ladungsträger, die ausgeführt sind, um auf die Rollenleisten der Routenzuganhänger aufgeschoben zu werden, also beispielsweise mit an der Unterseite ihres Bodens befindlichen Auffahrleisten ausgerüstet sind.
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Aus der nachfolgenden Beschreibung der Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Figuren ergeben sich weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung. Es zeigen:
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1: eine perspektivische Darstellung eines Routenzuganhängers,
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2: einen Ausschnitt des Routenzuganhängers der 1 in einer perspektivischen Ansicht aus einem anderen Blickwinkel mit einem Teil einer Verriegelungseinrichtung,
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3: eine perspektivische Unteransicht eines Ausschnittes des Routenzuganhängers der 1,
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4: eine Seitenansicht des Routenzuganhängers der 1,
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5: eine perspektivische Ansicht des Routenzuganhängers der vorangegangenen Figuren mit der Verriegelungseinrichtung in seiner Offen-Stellung und
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6: eine perspektivische Darstellung des Routenzuganhängers der 1 mit einem darin eingesetzten Ladungsträger.
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Ein Routenzuganhänger 1 umfasst einen prinzipiell U-förmig ausgeführten Rahmen 2. Gebildet wird der Rahmen 2 durch einen ersten Querschenkel 3, einen zweiten Querschenkel 4, wobei die beiden Querschenkel 3, 4 quer zur Zugrichtung des Routenzuganhängers 1 und parallel sowie mit Abstand zueinander angeordnet sind. Verbunden sind die beiden Querschenkel 3, 4 durch einen Längsschenkel 5. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Querschenkel 3, 4 sowie der Längsschenkel 5 als Kastenprofile ausgeführt. Der Rahmen 2 ist somit an seiner dem Längsschenkel 5 gegenüberliegenden Seite offen. Der Rahmen 2 fasst eine Ladungsträgeraufnahme 6 ein. Der Routenzuganhänger 1 dient zum Transportieren von rollbaren Ladungsträgern, die in die Ladungsträgeraufnahme 6 eingefahren werden. Somit bildet die offene Seite des Rahmens 2 die Einfahrseite für einen rollbaren Ladungsträger.
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An den beiden in Zugrichtung weisenden Stirnseiten der Querschenkel 3, 4 sind Kupplungsmittel angebracht, damit der Routenzuganhänger 1 an andere Routenzuganhänger oder an eine Zugmaschine angeschlossen werden kann. Typischerweise sind die beiden Kupplungsmittel komplementär zueinander ausgebildet. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel trägt der Querschenkel 3 eine Anhängerkupplung 7 und der Querschenkel 4 eine Deichsel 8, von der in 1 nur ein Abschnitt gezeigt ist. An die Kupplung 7 ist die Deichsel 8.1 eines nur zum Teil dargestellten weiteren Routenzuganhängers 1.1 angeschlossen.
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Angebunden ist an den Längsschenkel 5 des Rahmens 2 ein insgesamt mit dem Bezugszeichen 9 bezeichneter Träger. Der Träger 9 ist bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel durch zwei mit Abstand zueinander angeordnete Trägerprofile 10, 10.1 ausgeführt, die im Bereich ihres vorderen Endes durch eine Platte 11 sowie Querstrebe 12 (s. auch 3) miteinander verbunden sind. Eine weitere Platte 13 verbindet die Trägerprofile 10, 10.1 benachbart zu der Innenseite des Längsschenkels 5. Der Träger 9 ragt, wie aus 1 erkennbar, in die Ladungsträgeraufnahme 6 hinein, und zwar mit einer Erstreckung parallel zu den Querschenkeln 3, 4. Durch den Träger 9 weist der Rahmen 2 insgesamt eine E-Form auf. An die Platten 11, 13 ist jeweils eine Rolle 14, 14.1 angeschlossen. Die Rollen 14, 14.1 sind keine Schwenkrollen und bezüglich ihrer Laufrichtung parallel zur Längserstreckung des Längsschenkels 5 und somit in Zugrichtung weisend ausgerichtet. Die Rollen 14, 14.1 befinden sich in der Mitte des Routenzuganhängers 1 bezogen auf seine in Zugrichtung weisende Längserstreckung.
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An der jeweils zu dem benachbarten Querschenkel 3 bzw. 4 weisenden Seite befindet sich an jedem Trägerprofil 10, 10.1 jeweils eine Rollenleiste 15 bzw. 15.1. Aufgrund der Perspektive der Darstellung des Rollenzuganhängers 1 in der 1 ist die Rollenleiste 15 besser und vor allem auch insgesamt zu erkennen. Die Rollenleiste 15.1 ist identisch aufgebaut zu der Rollenleiste 15. Daher gelten die nachfolgenden Ausführungen zur Rollenleiste 15 ebenfalls in Bezug auf die Rollenleiste 15.1. Bei der Rollenleiste 15 handelt es sich um eine solche, die mehrere mit einem gleichen Abstand zueinander angeordnete einzelne Rollen 16 aufweist. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel trägt die Rollenleiste 15 sechs Rollen 16. Die Rollen 16 der Rollenleiste 15 weisen sämtlich einen gleichen Durchmesser auf. Gehalten sind die Rollen 16 der Rollenleiste 15 an einer Leiste 17, die wiederum an das Trägerprofil 10 angeschlossen ist. Die Rollen 16 stehen über die Oberseite der Leiste 17 hervor, befinden sich jedoch mit ihrem oberen Abschluss unterhalb der Oberseite 18 des Trägerprofils 10. Die Rollen 16 der Rollenleiste 15 sind mit ihrem oberen Abschluss zur Ausbildung eines Gefälles in Richtung von dem Längsschenkel 5 des Rahmens 2 weg und in Richtung zu der Einfahrseite des Rahmens 2 hin angeordnet. Zu diesem Zweck ist die Leiste 17 mit entsprechender Neigung an dem horizontal ausgerichteten Trägerprofil 10 angeschlossen. Der Neigungswinkel beträgt bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel etwa 2 Grad.
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An der in die Ladungsträgeraufnahme 6 weisenden Seite des Längsschenkels 5 befinden sich zwei Gummipuffer 19, 19.1. An den Gummipuffern 19, 19.1 gelangt ein in die Ladungsträgeraufnahme 6 eingebrachter Ladungsträger zum Anschlag. Aufgrund der Materialkonsistenz wird der Abbremsvorgang über die Gummipuffer 19, 19.1 gedämpft.
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Der Routenzuganhänger 1 verfügt über eine Verriegelungseinrichtung zum Halten eines in die Ladungsträgeraufnahme 6 eingebrachten Ladungsträgers. Als Verriegelungselement dient bei dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel eine Verriegelungsleiste 20, die sich in 1 in ihrer verriegelten Stellung befindet. In ihrer verriegelten Stellung ist die Verriegelungsleiste 20 gegenüber ihrer nicht verriegelnden Stellung angehoben. Die Verriegelungsleiste 20 befindet sich in der in 1 gezeigten verriegelnden Stellung in ihrer angehobenen Stellung, in der diese sich außenseitig bezüglich des Bodens eines in die Ladungsträgeraufnahme 6 eingebrachten Ladungsträgers befindet. Aufgrund der Neigung der Rollenleisten 15, 15.1 wirkt der Ladungsträger gegen die Verriegelungsleiste 20, wodurch ein Herausrollen des Ladungsträgers aus der Ladungsträgeraufnahme 6 blockiert ist. Zum Einbringen eines Ladungsträgers in die Ladungsträgeraufnahme 6 befindet sich die Verriegelungsleiste 20 in ihrer abgesenkten Stellung, in der deren Oberseite in etwa mit der Oberseite der Platte 11 fluchtet. Dann kann die Verriegelungsleiste 20 ohne Weiteres von einem Ladungsträger überfahren werden.
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Die Verriegelungseinrichtung umfasst neben der Verriegelungsleiste 20 einen Stellhebel 21, der sich in 1 wie auch die Verriegelungsleiste 20 ebenfalls in seiner aktivierten Stellung befindet. In seiner nicht aktivierten Stellung, bei der sich die Verriegelungsleiste 20 in ihrer abgesenkten Stellung befindet, befindet sich der Stellhebel 21 um seine Schwenkachse 22 im Uhrzeigersinn um etliche Winkelgrade, etwa um 30 bis 35 Grad, verstellt und somit weiter innerhalb der Ladungsträgeraufnahme 6. Der Stellhebel 21 wirkt über ein Gestänge 23 (s. 2) und eine Kulissenaktivierung 24 (s. 3) auf einen die Verriegelungsleiste 20 tragenden Schwenkbeschlag 25. Betätigt wird der Stellhebel 21 durch die Vorderseite eines in die Ladungsträgeraufnahme 6 eingeschobenen Ladungsträgers, der bei entsprechend weitem Einfahren in die Ladungsträgeraufnahme 6 an dem Stellhebel 21 anschlägt und diesen verschwenkt. Dieses bewirkt, dass die Verriegelungsleiste 20 aus ihrer abgesenkten Stellung in ihre in den Figuren gezeigte angehobene Sperrstellung verstellt wird, in der ein Zurückrollen des in der Ladungsträgeraufnahme 6 aufgenommenen Ladungsträgers blockiert ist. Der Verriegelungseinrichtung ist ferner eine Sicherungseinrichtung zugehörig. Diese umfasst einen Sperrbolzen 26 (s. 3), der in der Sperrstellung der Sperrleiste 20 in eine Sperrbolzenaufnahme 27 eingreift. Der Sperrbolzen 26 steht unter Federvorspannung, damit dieser selbsttätig in die Sperrbolzenaufnahme 27 einspringen kann. Um den Sperrbolzen 26 die diesbezüglich gewünschte Federvorspannung zu verleihen, verfügt das die Sperrbolzenaufnahme 27 bildende Bauteil unterseitig über eine Stellschräge 28, an der der Sperrbolzen 26 mit einer komplementären Fase gegen die Kraft eines rückstellenden Federelementes vorgespannt wird, bevor dieser bei Erreichen seiner fluchtenden Anordnung mit der Sperrbolzenaufnahme 27 in diese einspringt und hierdurch die Sperrstellung der Verriegelungsleiste 20 sichert.
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Zum Lösen der Sicherungseinrichtung dient ein Pedal 29. Das Pedal 29 wirkt auf den Sperrbolzen 26 und zieht diesen aus der Sperrbolzenaufnahme 27 heraus. Ist der Sperrbolzen 26 aus der Sperrbolzenaufnahme 27 herausgezogen, wirkt das Pedal 29 gegen den nach außen ausgestellten und an die Verriegelungsleiste 20 angeformten Schenkel 29, so dass mit demselben Pedalhub die Sperrleiste 20 in ihre abgesenkte Stellung gebracht wird. In dieser ist die Verriegelungsleiste 20 anhand ihres Schwenkbeschlages 25 durch Überwinden eines Totpunktes gehalten, bis die Verriegelung durch einen neuen in die Ladungsträgeraufnahme 6 eingeschobenen Ladungsträger durch Anschlag desselben an dem Stellhebel 21 erneut aktiviert wird. Zwei Gasdruckdämpfer dienen durch entsprechende Anordnung zum Bereitstellen der vorbeschriebenen Übertotpunktverschwenkung.
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5 zeigt die Stellung der Verriegelungsleiste 20 in ihrer abgesenkten Stellung. Die Verriegelungseinrichtung befindet sich somit in ihrer Offen-Stellung, in der ein Ladungsträger in die Ladungsträgeraufnahme 6 ein und auf die Rollenleisten 15, 15.1 aufgefahren werden kann. Die Verriegelungsleiste 20 ist mit dem diesen tragenden Schwenkbeschlag 25 gegenüber der Stellung derselben, wie diese vor allem in 1 erkennbar ist, in die abgesenkte Position verschwenkt worden. Erkennbar befindet sich die Oberkante der Verriegelungsleiste 20 unterhalb der Oberseite der Platte 11.
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6 zeigt den Routenzuganhänger 1 mit einem darin eingesetzten Ladungsträger 31. Bei dem Ladungsträger 31 handelt es sich um einen Tragrahmen mit Führungsecken zur Aufnahme beispielsweise einer Gitterbox. An der Unterseite des Ladungsträgers 31 sind vier Schwenkrollen 32 angebracht. Von Besonderheit bei dem Ladungsträger 31 ist, dass dieser über unterseitig von dem Rahmen abragende Auffahrleisten 33, 33.1 verfügt. Die Auffahrleisten 33, 33.1 befinden sich in einer fluchtenden Anordnung mit den Rollenleisten 15, 15.1 des Routenzugwagens 1. Die Auffahrleisten 33, 33.1 sind bezüglicher ihrer in Kontakt mit den Rollen 16 der Rollenleisten 15, 15.1 stehenden Auffahrflächen nach Art eines Keils ausgeführt, und zwar dergestalt, dass deren mit den Rollen 16 in Kontakt tretende Auffahrflächen dieselbe Neigung aufweisen wie die Neigung der Rollenleisten 15, 15.1. Die Folge ist, dass der Ladungsträger 31 mit horizontaler Rahmenausrichtung trotz Neigung der Rollenleisten 15, 15.1 des Rollenzuganhängers 1 in dessen Ladungsträgeraufnahme 6 ohne Bodenkontakt zu haben, gehalten ist. 6 zeigt die Verriegelungswirkung der Verriegelungsleiste 20, die sich an der Außenseite des Ladungsträgers 31 befindet und ein Herausrollen desselben aus der Ladungsträgeraufnahme 6 verhindert.
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Wird die Verriegelungsleiste 20 in ihre abgesenkte Stellung gebracht, beginnt allein aufgrund des Gefälles der Ladungsträger 31 von selbst aus der Ladungsträgeraufnahme 6 des Routenzuganhängers 1 heraus zu rollen. Hierzu bedarf es somit keiner Kraftanstrengung einer den Ladungsträger 31 aus dem Routenzuganhänger 1 herausnehmenden Person.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Routenzuganhänger
- 2
- Rahmen
- 3
- Querschenkel
- 4
- Querschenkel
- 5
- Längsschenkel
- 6
- Ladungsträgeraufnahme
- 7
- Anhängerkupplung
- 8
- Deichsel
- 9
- Träger
- 10, 10.1
- Trägerprofil
- 11
- Platte
- 12
- Querstreb
- 13
- Platte
- 14, 14.1
- Rolle
- 15, 15.1
- Rollenleiste
- 16
- Rolle
- 17
- Leiste
- 18
- Oberseite
- 19, 19.1
- Gummipuffer
- 20
- Verriegelungsleiste
- 21
- Stellhebel
- 22
- Schwenkachse
- 23
- Gestänge
- 24
- Kulissenaktivierung
- 25
- Schwenkbeschlag
- 26
- Sperrbolzen
- 27
- Sperrbolzenaufnahme
- 28
- Stellschräge
- 29
- Pedal
- 30
- Schenkel
- 31
- Ladungsträger
- 32
- Schwenkrolle
- 33, 33.1
- Auffahrleiste