-
Technisches Gebiet
-
Die Erfindung betrifft eine Gartenschere, insbesondere eine kraftsparende und sichere Gartenschere.
-
Stand der Technik
-
Herkömmliche Gartenscheren weisen in der Regel zwei gegenläufige Schneiden auf, an deren hinterem Teil jeweils ein Griff angebracht ist und an deren mittlerem Abschnitt jeweils eine Durchgangsöffnung angeordnet ist, wobei eine Schraube und eine Mutter durch die beiden Durchgangsöffnungen geführt und miteinander verschraubt sind. Durch die Schraubverbindung sind die beiden Schneiden gelenkig gesichert. Durch Ausüben einer Kraft auf die Griffe werden die Schneiden mit den Durchgangsöffnungen als Achse aus- bzw. zusammengeklappt. Auf diese Weise erfolgt ein Schneidvorgang.
-
Jedoch erweist es sich beim praktischen Einsatz der herkömmlichen Gartenschere als nachteilig, dass diese lediglich durch Öffnen und Schließen der Schneiden eine Schneidkraft erzeugt, sodass Äste nicht leicht abgeschnitten werden können.
-
Aufgabe der Erfindung
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Gartenschere zu schaffen, mit welcher der genannte Mangel gemäß dem Stand der Technik beseitigt wird.
-
Technische Lösung
-
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Gartenschere mit den Merkmalen der Ansprüche 1 und 2 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
-
Die erfindungsgemäße Gartenschere umfasst ein erstes Schneidelement, ein zweites Schneidelement, ein Drehstück und einen Verschluss. Das erste Schneidelement ist als Amboss ausgeführt, durch dessen Mitte ein Verbindungsloch durchgehend verläuft, wobei an dessen Außenseite mehrere Befestigungsbohrungen angeordnet sind, wobei am unteren Rand des ersten Schneidelements eine Verzahnung ausgebildet ist und am hinteren Teil desselben ein erster Griff befestigt ist. Das zweite Schneidelement ist als Klinge ausgeführt, durch deren Mitte eine Verbindungsöffnung durchgehend verläuft. Zur gelenkigen Verbindung der beiden Schneidelemente werden zuerst die Verbindungsöffnung und das Verbindugsloch aufeinander gerichtet und danach wird eine Gelenkeinheit durch die Verbindungsöffnung und das Verbindugsloch geführt. Durch das Öffnen und Schließen der beiden Schneidelemente wird das Schneiden ausgeführt. Ferner ist am hinteren Teil des zweiten Schneidelements ein zweiter Griff gelenkig gelagert, sodass das zweite Schneidelement relativ zum zweiten Griff verschwenkt werden kann.
-
Das obere Teil des zweiten Schneidelements ist mittels eines sich nach hinten hervorstehenden ersten Schaftteils in ein seitliches Ende des ersten Griffs eingesteckt. Das Drehstück weist einen Verbindungsabschnitt auf, der im zweiten Griff befestigt ist und mittels eines nach vorne hervorstehenden Antriebszahnkranzes mit der Verzahnung des ersten Schneidelements in Eingriff kommt. An der Rückseite des Verschlusses sind mehrere Befestigungsfüße angeordnet, welche daraus hervorstehen, wobei der Verschluss durch Befestigen eines Befestigungsfußes in einer Befestigungsbohrung einerseits mit dem ersten Schneidelement verbunden werden kann und andererseits auch als Abdeckung der Verzahnung und des Antriebszahnkranzes, die in Eingriff stehen, dienen kann.
-
Die erfindungsgemäße Gartenschere ist vorteilhaft, da das Drehstück und der zweite Griff synchron drehbar sind, wobei die Drehkraft über den Eingriff des Antriebszahnkranzes mit der Verzahnung als eine Zusatzkraft zum Schwenken des zweiten Schneidelements dient, sodass das Abschneiden von Ästen kraftsparend durchgeführt werden kann. Des Weiteren kann durch den Verschluss verhindert werden, dass Fremdkörper in die Gartenschere hineinfallen, wodurch sich die Verzahnung und der Antriebszahnkranz, die in Eingriff stehen, verklemmen würden. Mit dem Verschluss kann auch verhindert werden, dass ein Finger oder eine Handfläche versehentlich in die Gartenschere hineingreift und eingeklemmt wird. Durch diesen Schutzmechanismus wird eine sichere Handhabung der Gartenschere gewährleistet.
-
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
-
1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Gartenschere im zusammengebauten Zustand,
-
2 zeigt eine Explosionsdarstellung einer erfindungsgemäßen Gartenschere,
-
3 zeigt eine Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Gartenschere im zusammengebauten Zustand,
-
4 zeigt eine schematische Darstellung des Schneidvorgangs einer erfindungsgemäßen Gartenschere im geöffneten Zustand, und
-
5 zeigt eine schematische Darstellung des Schneidvorgangs einer erfindungsgemäßen Gartenschere im geschlossenen Zustand.
-
Wege der Ausführung der Erfindung
-
Im Folgenden werden Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung anhand der detaillierten Beschreibung eines Ausführungsbeispiels und der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Die Erfindung soll nicht auf die Beschreibung und die beigefügten Zeichnungen beschränkt sein.
-
Wie aus 1 bis 3 ersichtlich ist, umfasst die erfindungsgemäße Gartenschere ein erstes Schneidelement 10, ein zweites Schneidelement 20, ein Drehstück 30 und einen Verschluss 40. Das erste Schneidelement 10 ist als Amboss ausgeführt, durch dessen Mitte ein Verbindungsloch 101 durchgehend verläuft, wobei an dessen Außenseite mehrere Befestigungsbohrungen 102 angeordnet sind, wobei am unteren Rand des ersten Schneidelements 10 eine Verzahnung 103 ausgebildet ist und am hinteren Teil desselben ein erster Griff 11 befestigt ist. Das zweite Schneidelement 20 ist als Klinge ausgeführt, durch deren Mitte eine Verbindungsöffnung 201 durchgehend verläuft, wobei zur gelenkigen Verbindung der beiden Schneidelemente 10, 20 die Verbindungsöffnung 201 und das Verbindugsloch 101 zuerst fluchtend zueinander ausgerichtet werden und anschließend eine Gelenkeinheit 50 durch die Verbindungsöffnung 201 und das Verbindugsloch 101 geführt wird, wobei durch das Öffnen und Schließen der beiden Schneidelemente 10, 20 ein Schneidvorgang ausgeführt wird, wobei ferner ein zweiter Griff 21 am hinteren Teil des zweiten Schneidelements 20 gelenkig gelagert ist, wobei am hinteren Teil des zweiten Schneidelements 20 ferner ein zweiter Griff 21 gelenkig gelagert ist, sodass das zweite Schneidelement 20 relativ zum zweiten Griff 21 verschwenkt werden kann, wobei das obere Teil des zweiten Schneidelements 20 mittels eines nach hinten hervorstehenden ersten Schaftteils 202 in ein seitliches Ende des ersten Griffs 11 eingesteckt ist. Das Drehstück 30 weist einen Verbindungsabschnitt 31 auf, der im zweiten Griff 21 befestigt ist und mittels eines sich nach vorne erstreckenden Antriebszahnkranzes 32 mit der Verzahnung 103 des ersten Schneidelements 10 in Eingriff kommt. Von der Rückseite des Verschlusses 40 ragen mehrere Befestigungsfüße 41 heraus, wobei der Verschluss 40 durch Befestigen der Befestigungsfüße 41 in den Befestigungsbohrungen 102 mit dem ersten Schneidelement 10 verbunden ist, wobei die Verzahnung 103 und der Antriebszahnkranz 32, die in Eingriff stehen, damit abgedeckt werden können.
-
Erfindungsgemäß ragt vom unteren Teil des zweiten Schneidelements 20 ein zweites Schaftteil 203 nach hinten heraus, wobei am vorderen Ende des zweiten Griffs 21 eine Steckaussparung 211 vorgesehen ist, die größer als das zweite Schaftteil 203 ist, wobei das zweite Schaftteil 203 in die Steckaussparung 211 eingesteckt und seitlich festgeschraubt wird, sodass ein zweiter Griff 21 problemlos am hinteren Teil des zweiten Schneidelements 20 gelenkig gelagert werden kann.
-
Erfindungsgemäß ist der Verschluss 40 durchsichtig.
-
Erfindungsgemäß ist an dem Verschluss 40 eine Marke aufgebracht, wobei die Marke auf die Oberfläche des Verschlusses 40 geklebt oder direkt aufgedruckt wird.
-
Erfindungsgemäß ist an einem seitlichen Ende des mindestens einen Befestigungsfusses 41 ein erweiterter Führungskonus 42 angeordnet, wobei der mindestens eine Befestigungsfuß 41 mit einem elastischen Schlitz 43 versehen ist, wobei der Befestigungsfuß 41 zusammen mit dem Führungskonus 42 in die Befestigungsbohrung 102 eingepresst werden kann, um eine Verrastungs- und Sperrfunktion zu gewährleisten.
-
Für die Handhabung der erfindungsgemäßen Gartenschere wird auf 4 und 5 verwiesen. Durch Drücken des ersten und zweiten Griffes 11, 21 werden das erste und zweite Schneidelement 10, 20 geschlossen bzw. geöffnet, sodass Schneidarbeiten durchgeführt werden können. Das Drehstück 30 und der zweite Griff 21 sind synchron drehbar, wobei die Drehkraft über den Eingriff des Antriebszahnkranzes 32 mit der Verzahnung 103 eine Zusatzkraft zum Schwenken des zweiten Schneidelements 20 bereitstellt, sodass das Abschneiden von Ästen kraftsparend durchgeführt werden kann. Des Weiteren kann mit dem Verschluss 40 verhindert werden, dass Fremdkörper in die Gartenschere eindringen, wodurch sich die Verzahnung 103 und der Antriebszahnkranz 32, die in Eingriff stehen, verklemmen würden. Mit dem Verschluss 40 kann auch verhindert werden, dass ein Finger oder eine Handfläche versehentlich in die Gartenschere gelangt und eingeklemmt wird. Durch diesen Schutzmechanismus wird eine sichere Handhabung der Gartenschere gewährleistet.
-
Die Erfindung betrifft somit zusammenfassend eine Gartenschere mit einem ersten Schneidelement 10, durch dessen Mitte ein Verbindungsloch 101 durchgehend verläuft und an dessen Außenseite mehrere Befestigungsbohrungen 102 angeordnet sind, wobei am unteren Rand des ersten Schneidelements 10 eine Verzahnung 103 ausgebildet ist und am hinteren Teil desselben ein erster Griff 11 befestigt ist, einem zweiten Schneidelement 20, durch dessen Mitte eine Verbindungsöffnung 201 durchgehend verläuft, wobei zur gelenkigen Verbindung der beiden Schneidelemente 10, 20 zuerst die Verbindungsöffnung 201 und das Verbindugsloch 101 fluchtend aufeinander ausgerichtet werden und danach eine Gelenkeinheit 50 durch die Verbindungsöffnung 201 und das Verbindugsloch 101 geführt wird, wobei durch das Öffnen und Schließen der beiden Schneidelemente 10, 20 das Schneiden ausgeführt wird, wobei ferner ein zweiter Griff 21 am hinteren Teil des zweiten Schneidelements 20 gelenkig gelagert ist, wobei ferner das obere Teil des zweiten Schneidelements 20 mittels eines nach hinten hervorstehenden ersten Schaftteils 202 in ein seitliches Ende des ersten Griffs 11 eingesteckt ist, wobei ein Drehstück 30 vorgesehen ist, das einen Verbindungsabschnitt 31 aufweist, der im zweiten Griff 21 befestigt ist und mittels eines nach vorne hervorstehenden Antriebszahnkranzes 32 mit der Verzahnung 103 des ersten Schneidelements 10 in Eingriff kommt, und einem Verschluss 40, an dessen Rückseite mehrere Befestigungsfüße 41 hervorstehend angeordnet sind, wobei der Verschluss 40 durch Befestigen der Befestigungsfüße 41 in den Befestigungsbohrungen 102 mit dem ersten Schneidelement 10 verbunden ist.
-
Obwohl die vorliegende Erfindung anhand der Ausführungsbeispiele detailliert beschrieben worden ist, ist für den Fachmann selbstverständlich, dass die Erfindung nicht auf diese Ausführungsbeispiele beschränkt ist, sondern dass vielmehr Abwandlungen in der Weise möglich sind, dass einzelne Merkmale weggelassen oder andersartige Kombinationen von Merkmalen verwirklicht werden können, solange der Schutzbereich der beigefügten Ansprüche nicht verlassen wird. Die Offenbarung der vorliegenden Erfindung schließt sämtliche Kombinationen der vorgestellten Einzelmerkmale mit ein.
-
Bezugszeichenliste
-
- 10
- erstes Schneidelement
- 101
- Verbindungsloch
- 102
- Befestigungsbohrung
- 103
- Verzahnung
- 11
- erster Griff
- 20
- zweites Schneidelement
- 201
- Verbindungsöffnung
- 202
- erstes Schaftteil
- 203
- zweites Schaftteil
- 21
- zweiter Griff
- 211
- Steckaussparung
- 30
- Drehstück
- 31
- Verbindungsabschnitt
- 32
- Antriebszahnkranz
- 40
- Verschluss
- 41
- Befestigungszapfen
- 42
- Führungskonus
- 43
- elastischer Schlitz