DE20205467U1 - Ventil, insbesondere Doppelsitz-Leckageventil - Google Patents

Ventil, insbesondere Doppelsitz-Leckageventil

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DE20205467U1 DE20205467U DE20205467U DE20205467U1 DE 20205467 U1 DE20205467 U1 DE 20205467U1 DE 20205467 U DE20205467 U DE 20205467U DE 20205467 U DE20205467 U DE 20205467U DE 20205467 U1 DE20205467 U1 DE 20205467U1
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Description

porto Patentanwälte
Dipl.Phys. Ulrich Twelmeier Dr. techn. Waldemor Leitner Dr. phi/, not. Rudolf:Bauer -1990 Dip/./ng. Helmut Hubbuch-199/ European Potent Attorneys
KM01 EOi 9DEU/MS02S025/TW-Dr.Mm/ms/28.03.2002 Kieselmann GmbH, Paul-Kieseimann-Straße 4-6, D-75438 Knittlingen
Ventil, insbesondere Doppelsitz-Leckageveniif
Beschreibung:
Die Erfindung geht von einem Ventil mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 aus.
Derartige Ventile mit radial wirkenden Dichtungen aus einem elastomeren Material sind bekannt. So offenbart beispielsweise die EP 0 208 326 A1 ringförmige Radialdichtungen, die einen kreisförmigen Querschnitt haben, formschlüssig in einer einen Schließkörper umgebenden Ringnut gehalten sind und über diese zum Teil herausstehen. Ähnliche Dichtungen sind aus der EP 0 646 741 B1 bekannt, wobei diese in einer Ringnut mit rechteckigem Querschnitt formschlüssig angeordnet sind und über die Oberfläche des Schließkörpers konvex herausstehen.
Die bekannten Ventile mit elastomeren Dichtungen haben den Nachteil, daß es im Beirieb häufig zu einem Hinterwandern der Dichtung mit Flüssigkeit kommt. Flüssigkeit welche einmal zwischen Dichtung und Ringnut eingedrungen ist, kann praktisch nicht mehr hinausgespült werden, ohne daß das Ventil zerlegt wird. Die
Zerrennerstraße23-25 D-751Z2ft&zfieim ·"::":**: '.'.'... '. . '.PestbankKarlsruhe \6852-750(BLZ660 10075) Telefon(07231 j39840 Telefa^QV^ßJ)39.8^/4.} ,;'„ '..'- ...: *'·' :Sparkassep}arJheiAßO3812(BLZ66650085) Es gelten ausschließlich unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen VA TRegistration No. DE 144180
sich in diesem Spalt ansammelnde Flüssigkeit ist ein Hort für Bakterien, was aus hygienischen Gründen in der Lebensmittel-, Getränke- und pharmazeutischen Industrie nicht akzeptabel ist.
Um einem Hinterwandern der Dichtung mit Flüssigkeit entgegenzuwirken, lehrt die DEü 2S8 18 551, eine dreiteilige Dichtung zu verwenden. Bei dieser Dichtung steht ein im Querschnitt U- oder C-förmiger Dichtring, welcher keine gummielastischen Eigenschaften aufweist, sondern aus einem harten und daher sehr verschleißfesten Material, nämlich gefülltem Polytetrafluorethylen PTFE, besteht, aus der Ringnut heraus. Das zum Schließen des Ventils benötigte radial eiastisehe Verhalten wird von einem zwischen dem Dichtring und einem metallischen Stützring, welcher die Schenkel des Dichtringes gegen die Wände der Ringnut preßt, angeordneten elastomeren Ring bewirkt. Aufgrund des Fehlens seiner gummielastischen Eigenschaften wird der Dichtring bei Ventilbetätigung nur noch radial und allenfalls unwesentlich axial verformt, so daß einem Hinterwandern der Dichtung mit Flüssigkeit entgegengewirkt wird. Nachteilig an dieser Dichtung ist jedoch, daß der Dichtring aufgrund seiner Härte eine außerordentlich maßgenaue Fertigung erfordert und die Dichtung nicht zuletzt aufgrund ihres komplizierten Aufbaus sehr teuer ist.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Ventil zur Verfügung zu steilen, weiches kostengünstig ist und den hohen Anforderungen an Zuverlässigkeit, Reinheit und Keimfreiheit in der Lebensmittel-, Getränke- und pharmazeutischen Industrie gerecht wird.
Diese Aufgabe wird durch ein Ventil mit den Merkmaien des Anspruchs 1 sowie des Anspruchs 2 geiöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Bei einem erfindungsgemäßen Ventil wird ein aus einem eiasiomeren Materiai bestehender Dichtring, welcher einen zur Ringnut hin offenen Querschnitt mit
zwei Schenkeln aufweist, von einem zwischen den Schenkein angeordneten Stützring gestützt.
Es hat sich überraschenderweise gezeigt, daß sich selbst bei einem eiastomeren Dichtring durch einen Stützring ein Hinterwandern des Dichiringes mit Flüssigkeit verhindern läßt. Obwohl elastomere Dichtungen bei einer Ventilbetätigung, also einem Hineinfahren in den Sitz oder beim Herausfahren aus demselben, einer Waikbewegung ausgesetzt sind, kann eine solche durch einen zwischen den Schenkeln des Dichtringes angeordneten Stützring so stark gehemmt werden, daß sich der Dichtring nicht mehr von den Seitenwänden der Ringnut abhebt und es demzufolge auch nicht mehr zu einem Hinterwandern der Dichtung mit Flüssigkeit kommt. Ein erfindungsgemäßes Ventil wird somit den hohen hygienischen Anforderungen der Lebensmittel·, Getränke- und pharmazeutischen Industrie ebenso gerecht, wie das in der DEU 298 18 551 offenbarte Ventil. Vorteilhaft ist es jedoch wesentlich einfacher aufgebaut und daher kostengünstiger zu fertigen.
Um den Ringspalt zwischen Sitz- und Schiießkörper abzudichten, kann der Dichtring entweder in einer im Schiießkörper verlaufenden Ringnut oder in einer im Sitz verlaufenden Ringnut gehalten werden. Diese beiden Ausgestaltungen beruhen auf demselben Erfindungsgedanken und sind Gegenstand der nebengeordneten Ansprüche 1 und 2. Der Dichtring ragt aus der Ringnut hervor und dichtet durch Anpressen an den Sitz (Anspruch 1) oder an den Schiießkörper (Anspruch 2).
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß der Dichtring ein Kopfteil aufweist, das aus der Ringnut herausragt, in der Schließsteilung am Sitz bzw. dem Schließkörper anliegt und dessen Breite kleiner ist als die Breite der Öffnung der Ringnut, so daß der Dichtring im Querschnitt seitlich des Kopfteils Schultern aufweist. Die beschriebenen Waikbewegungen, weiche beim öffnen und Schließen des Ventils auftreten können, bleiben durch diese Maßnahme auf das Kopfteil des Dichtringes beschränkt und werden praktisch nicht auf die
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Schenkei übertragen. Als Folge davon wird die Spannung, mit welcher die Schenkel des Dichtringes gegen die Wand der Ringnut gepreßt werden, von der Walkbewegung auch nicht beeinflußt. Auf diese Art und Weise ist einem Eindringen von Flüssigkeit in die Ringnut weiter gehemmt. Eine Verformung des Dichtringes bei Ventilbetätigung bleibt auf das Kopfteil und den Bereich der Schultern begrenzt, ohne sich auf die Schenkel zu übertragen. Aufgrund der seitlich des Kopfteils verlaufenden Schultern ragt bei einem erfindungsgemäßen Dichtring auch weniger Material aus der Ringnut hervor, so daß auch weniger Material einer Waikbewegung ausgesetzt wird.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die Öffnung der Ringnut beidseitig Rundungen aufweist und sich die Schultern innerhalb der Ringnut befinden, so daß der Rand der Ringnut von dem Dichtring freibleibt und die Schultern angrenzend an die Rundungen des Randes der Ringnut auf die beiden Seitenwände der Ringnut treffen. Durch diese Maßnahme ist nicht nur ein guter Kontakt zwischen dem Dichtring und den Seitenwänden der Ringnut gewährleistet. Die erfindungsgemäße Maßnahme hat darüberhinaus den Vorteil, daß die Fuge zwischen dem Dichtring und den Wänden der Ringnut im Strömungsschatten liegt und das Ventil auch gut spülbar ist, was die Reinigung erleichtert. Selbstverständlich lassen sich die Schultern auch tiefer in der Ringnut vorsehen, also nicht unmittelbar an die Rundungen angrenzend, jedoch wird dadurch die Spülbarkeit des Ventils zunehmend schlechter.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die Ringnut hinterschnitten, insbesondere keilförmig hinterschnitten ist. Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß der Dichthng besonders fest in der Ringnut sitzt und so bei höheren Drücken des mit dem Ventii zu schaltenden Mediums eingesetzt werden kann. Bevorzugt ist dabei insbesondere, daß die Ringnut seitliche Begrenzungswände aufweist, welche zueinander in einem Winkei von 40° bis 60° stehen. Diese Maßnahme führt nicht nur zu einem verbesserten Sitz des Dichtringes in der Ringnut, sondern erlaubt es auch, vom Stützring ausgeübte Anpreßkräfte auf den
vorderen Bereich der Ringnut zu konzentrieren. Der Stützring drückt dabei bevorzugt die Schenkel des Dichtringes gegen die Seitenwände der Ringnut. Dabei ist ein Anpressen der Schenkel gerade im vorderen Bereich der Ringnut besonders vorteilhaft.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß zwischen dem Stützring und dem Kopfteil des Dichtringes ein Freiraum vorgesehen ist. Beim Schließen des Ventils wird das Kopfteil des Dichtringes radial verformt und kann dabei in den Freiraum zwischen dem Stützring und dem Kopfteil des Dichtringes ausweichen. Durch diese Maßnahme wird das radial elastische Verhalten des Dichtringes weiter von der axialen Elastizität entkoppelt. Vorteilhaft werden so bei Ventilbetätigung auftretende Waikbewegungen des Kopfteiies noch stärker gedämpft und ihre Übertragung auf die Schenkel weiter gehemmt, so daß ein Hinterwandern des Dichtringes mit Flüssigkeit noch weiter reduziert ist.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß sich der Stützring unmittelbar auf dem Grund der Ringnut abstützt. Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß der Stützring den Dichtring mit einer größeren Kraft gegen die Seitenwände der Ringnut pressen kann und insbesondere der Dichtring mit einer definierten Vorspannung eingebaut werden kann.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß der Stützring formschlüssig vom Dichtring umgeben ist. Durch diese Maßnahme wird der Dichtring noch besser in der Ringnut gehalten. Insbesondere wird auf diese Art und Weise auch bei einer beim Betätigen des Ventils aufgrund von druck- und strömungsdynamischen Vorgängen auftretenden Spitzenbelastung des Dichtringes in der Ringnut gehalten.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß der Stützring im Querschnitt T-förmig ist. Auf diese Art und Weise wird vom Stützring auf den
Dichtring insbesondere im vorderen Bereich der Ringnut Kraft ausgeübt und ein Ablösen des Dichtringes von den Seitenwänden der Ringnut verhindert.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß der Stützring an seinem dem Kopfteil des Dichtringes zugewandten Ende konkave Rundungen aufweist. Auf diese Art und Weise wird verhindert, daß der elastomere Dichtring von dem gegen ihn pressenden Stützring beschädigt wird.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß der Dichtring in dem vom Stützring unterstützten Bereich im Querschnitt gesehen eine Taille aufweist. Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß thermisch bedingte Ausdehnungen oder Schrumpfungen des Dichiringes in dem kritischen Bereich, in welchem der Dichtring vom Stützring unterstützt und gegen die Seitenwände der Ringnut gepreßt wird, absolut gesehen am geringsten sind, so daß eine Vorspannung in größtmöglichem Umfang erhalten bleibt. Dadurch, daß der Dichtring bevorzugt im Bereich der Taille, an die Seitenwände der Ringnut gepreßt wird, ist auch ein Wandern des Dichtringes entlang der Seitenwand der Ringnut ausgeschlossen, da der Stützring mit dem Dichtring einen Formschluß eingeht. Die Taille bildet somit einen Fixpunkt der Anordnung.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß am Grund der Ringnut ein Freiraum vorgesehen ist. Kommt es zu einer thermisch bedingten Ausdehnung der Schenkel des Dichtringes, so können sich diese in den Freiraum hinein ausdehnen. Vorteilhaft trägt diese Maßnahme dazu bei, daß sich die Anpreßkraft, mit welcher der Dichtring gegen die Seitenwände der Ringnut gepreßt wird, möglichst wenig mit der Temperatur ändert.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß der Übergang am Kopfteil zu den Schultern abgerundet ist. Das Kopfteil des Dichtringes ist beim Öffnen und Schließen des Ventils einer erheblichen axialen Verformung ausgesetzt. Eine Abrundung des Übergangs vom Kopfteil zu den Schultern
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verhindert, daß sich in diesem Bereich Risse bilden, weiche den Dichtring zerstören würden.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß das Kopfteil im Querschnitt die Form eines Ellipsenabschnittes, besonders bevorzugt die Form eines Kreisabschnittes, hat. Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß der Verschleiß des Dichtringes vermindert wird.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß der Zentriwinkel des Kreisabschnittes größer als 120° und kleiner ais 180° ist. Für Zentriwinkel größer ais 180° erhöht sich die Gefahr der Rißbildung im Bereich des Überganges vom Kopfteil zu den Schultern. Bei Zentriwinkeln, die kleiner als 120° sind, wird aufgrund der größeren Anpreßfläche des Kopfteiis eine bei Ventilbetätigung auftretende Walkbewegung zunehmend schlechter gedämpft.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß der Schließkörper einen ersten und einen zweiten Teil aufweist, weiche passend zusammengefügt sind, wobei die Fuge zwischen den beiden Teilen in der Ringnut endet. Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß der Einbau des Dichtringes sowie des Stützringes erleichtert ist. Der Einbau kann insbesondere ohne Spezialwerkzeuge vorgenommen werden und ein Anpreßdruck des Stützringes auf den Dichtring gegen die Seitenwände der Ringnut läßt sich definiert beim Zusammenfügen der beiden Teiie des Schließkörpers oder des Sitzes erzeugen.
Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß der Dichtring mit PTFE beschichtet ist, um seine Verschieißfestigkeit zu erhöhen. Eine geeignete Schichtdicke für das PTFE ist 0,2 mm bis 0,5 mm. Als Material des eiastomeren Dichtringes sind insbesondere EPDM, Viton oder HNBR geeignet. Der Stützring ist bevorzugt aus Metaii, da er auf diese Art und Weise maßgenau gefertigt werden kann und hohen Kräften standhalten kann.
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Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand eines Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
Figur 1 einen Querschnitt durch einen Teil eines erfindungsgemäßen Ven-
tils, und
Figur 2 eine Ausschnittvergrößerung aus Figur 1.
Das in Figur 1 gezeigte Ventil ist rotationssymmetrisch bezüglich einer Symmetrieachse. In einem Gehäuse 7 ist ein in axialer Richtung, parallel zur Symmetrieachse, verschiebbarer Schließkörper 5 angeordnet, in der gezeigten Schließstellung des Ventils taucht dec Schließkörper 5 in einen am Gehäuse 7 ausgebildeten Sitz 6 ein. Um eine Dichtigkeit zwischen dem Schiießkörper 5 und dem Sitz 6 zu gewährleisten, sind zwischen dem Schließkörper 5 und dem Sitz 6 in den Ringnuten 4 im Schiießkörper 5 elastomere Dichtringe 1 unter Vorspannung angeordnet. Die Dichtringe 1 weisen einen zur Ringnut 4 hin offenen Querschnitt mit zwei Schenkein 1b auf und werden jeweils von einem zwischen den Schenkein 1 b angeordneten metallischen Siützring 3 gestützt. Die Dichtringe 1 sind beispielsweise aus EPDM, Viton oder HNBR gefertigt und bevorzugt mit 0,2 mm bis 0,5 mm PTFE beschichtet.
Wie man insbesondere anhand der in Figur 2 gezeigten Ausschnittvergrößerung A sieht, stützt sich der Siützring 3 unmittelbar am Grund der keilförmigen Ringnut 4 ab. Der Stützring 3 hat ein im Querschnitt T-förmiges Profil und preßt die Schenkel 1 b des Dichtringes 1 im vorderen Bereich gegen die Seitenwände 4b der Ringnut 4. Auf diese Art und Weise wird der Halt des Dichtringes 1 in der Ringnut 4 verbessert und einem Hinterwandern des Dichtringes 1 mit Flüssigkeit entgegengewirkt.
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Der Dichtring 1 weist ein Kopfteii 9 auf, welches aus der Ringnut 4 herausragt und in der in Figur 1 gezeigten Schließstellung am Sitz 6 anliegt. Die Breite des Kopfteils 9 ist kleiner als die Breite der Öffnung der Ringnut 4, so daß der Dichtring 1 im Querschnitt seitlich des Kopfteils 9 Schultern 10!, 10" aufweist. Eine beim Betätigen des Ventils, also beim Hineinfahren oder Herausfahren des Schiießkörpers 5 in oder aus dem Sitz 6, zusammen mit einer radialen Verformung des Dichtringes 1 auftretenden axiaien Verformung bleibt aufgrund der Form des Dichtringes 1 weitestgehend auf das Kopfteii 9 beschränkt, ohne sich auf die Schenkel 1b zu übertragen. Einem Abiösen der Schenkel 1b des Dichtringes 1 von den Seitenwänden 4b der Ringnut 4 wirkt zusätzlich der Stützring entgegen, weicher die Schenkel des Dichtringes 1, insbesondere im vorderen Bereich der Ringnut 4, gegen die Seitenwände der Ringnut 4 preßt.
Zwischem dem Kopfteil 9 und dem Stützring 3 ist ein Freiraum 11 vorgesehen, in weichen das Kopfteii 9 bei Verformung ausweichen kann. Auf diese Art und Weise wird eine Übertragung einer elastischen Verformung des Kopfteils 9 auf die Schenkel 1 b des Dichtringes 1 weiter gehemmt. Desweiteren ist am Grund der Ringnut 4 ein Freiraum 13 vorgesehen. Bei einer thermischen Ausdehnung des elastomeren Dichtringes 1 können sich dessen Schenkel 1 b in diesen Freiraum 13 hinein ausdehnen.
Um einer Rißbildung im stark beanspruchten Übergangsbereich zwischen Kopfteil 9 und Schultern 10', 10" vorzubeugen, ist der Übergang vom Kopfteii 9 zu den Schultern 10', 10" abgerundet ausgeführt. Das Kopfteii 9 hat im Querschnitt die Form eines Kreisabschnittes mit einem Zentriwinkel von ungefähr 140°. Diese Form bietet den Vorteil einer zuverlässigen Dichtwirkung bei gleichzeitig geringern Verschleiß des Dichtringes.
Die axialen Begrenzungswände 4b der Ringnut 4 sind im Bereich der Öffnung abgerundet. Die Schultern 10', 10" des Dichtringes 1 ein setzen, wie man in Figur sieht, unmittelbar unterhalb dieser Rundungen an. Zwar könnte man an sich die
Schultern 10', 10" auch tiefer in der Ringnut 4 ansetzen, jedoch wäre der Dichtring 1 dann zum einen schlechter in der Ringnut 4 gehalten und zum anderen wäre das Ventil aufgrund der sich in der Ringnut 4 oberhalb der Schultern 10', 10" ansammelnden Flüssigkeit schlechter spüibar.
Der Schiießkörper 5 ist aus mehreren Teilen aufgebaut, wobei die Fugen zwischen diesem Teil 5', 5" in der Ringnui 4 enden. Vorteilhaft können so in die hinterschnittenen Ringnuten auch Dichtringe 1, welche ein hohes Übermaß aufweisen und insbesondere metallisch ausgeführte Stützringe 3 probiemios eingesetzt werden.

Claims (24)

1. Ventil, insbesondere Doppelsitz-Leckageventil für die Lebensmittel-, Getränke- und die pharmazeutische Industrie,
mit einem Gehäuse (7), das einen rotationssymmetrischen Sitz (6) zwischen einer ersten und einer zweiten Kammer (7', 7") aufweist,
mit einem rotationssymmetrischen Schließkörper (5), der im Gehäuse (7) zwischen einer Schließstellung und einer Offenstellung verschiebbar angeordnet ist, so daß zwischen Sitz (6) und Schließkörper (5) ein Ringspalt ist, und der Schließkörper (5) zum Schließen des Ventils mit dem Sitz (6) zusammenarbeitet,
und mit einem rotationssymetrischen Sichtring (1) aus einem elastomeren Material, welcher den Ringspalt zwischen dem Schließkörper (5) und dem Sitz (6) abdichtet und unter Vorspannung in einer im Schließkörper (5) verlaufenden Ringnut (4) gehalten ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtring (1) einen zur Ringnut (4) hin offenen Querschnitt mit zwei Schenkeln (1b) aufweist und von einem zwischen den Schenkeln (1b) angeordneten Stützring (3) gestützt wird.
2. Ventil, insbesondere Doppelsitz-Leckageventil für die Lebensmittel-, Getränke- und die pharmazeutische Industrie,
mit einem Gehäuse (7), das einen rotationssymmetrischen Sitz (6) zwischen einer ersten und einer zweiten Kammer (7', 7") aufweist,
mit einem rotationssymmetrischen Schließkörper (5), der im Gehäuse (7) zwischen einer Schließstellung und einer Offenstellung verschiebbar angeordnet ist, so daß zwischen Sitz (6) und Schließkörper (5) ein Ringspalt ist, und der Schließkörper (5) zum Schließen des Ventils mit dem Sitz (6) zusammenarbeitet,
und mit einem rotationssymmetrischen, deformierbaren Dichtring (1) aus einem elastomeren Material, weicher den Ringspalt zwischen dem Schließkörper (5) und dem Sitz (6) abdichtet und unter Vorspannung in einer im Sitz (6) verlaufenden Ringnut (4) gehalten ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtring (1) einen zur Ringnut (4) hin offenen Querschnitt mit zwei Schenkeln (1b) aufweist und von einem zwischen den Schenkeln (1b) angeordneten Stützring (3) gestützt wird.
3. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtring (1) ein Kopfteil (9) aufweist, das aus der Ringnut (4) herausragt, in der Schließstellung am Sitz (6) anliegt und dessen Breite kleiner ist als die Breite der Öffnung der Ringnut (4), so daß der Dichtring (1) im Querschnitt seitlich des Kopfteils (9) Schultern (10', 10") aufweist.
4. Ventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtring (1) ein Kopfteil (9) aufweist, das aus der Ringnut (4) herausragt, in der Schließstellung am Schließkörper (5) anliegt und dessen Breite kleiner ist als die Breite der Öffnung der Ringnut (4), so daß der Dichtring (1) im Querschnitt seitlich des Kopfteils (9) Schultern (10', 10") aufweist.
5. Ventil nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung der Ringnut (4) beidseitig Rundungen aufweist und sich die Schultern (10', 10") innerhalb der Ringnut (4) befinden, so daß der Rand der Ringnut (4) frei bleibt von dem Dichtring (1), aber angrenzend an die Rundungen die Schultern (10', 10") verlaufen.
6. Ventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringnut (4) hinterschnitten, insbesondere keilförmig hinterschnitten, ist.
7. Ventil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringnut (4) zwei seitliche Begrenzungswände (4b) aufweist, welche zueinander in einem Winkel von 40° bis 60° stehen.
8. Ventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Stützring (3) und dem Kopfteil (9) des Dichtringes (1) ein Freiraum (11) vorgesehen ist.
9. Ventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützring (3) die Schenkel (1b) des Dichtringes (1) gegen die Seitenwände (4b) der Ringnut (4) drückt.
10. Ventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Stützring (3) unmittelbar am Grund der Ringnut (4) abstützt.
11. Ventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützring (3) formschlüssig vom Dichtring (1) umgeben ist.
12. Ventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützring (3) im Querschnitt T-förmig ist.
13. Ventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützring (3) an seinem dem Kopfteil (9) des Dichtringes (1) zugewandten Ende konkave Rundungen (12) aufweist.
14. Ventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtring (1) in dem vom Stützring (3) unterstützen Bereich im Querschnitt gesehen eine Taille aufweist.
15. Ventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Schenkel (1b) des Sichtringes (1) zu ihrem freien Ende hin verdicken.
16. Ventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Grund der Ringnut (4) ein Freiraum (13) vorgesehen ist.
17. Ventil nach einem der vorstehenden Ansprüche in Verbindung mit Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergang vom Kopfteil (9) zu den Schultern (10', 10") abgerundet ist.
18. Ventil nach einem der vorstehenden Ansprüche in Verbindung mit Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopfteil (9) im Querschnitt die Form eines Ellipsenabschnittes hat.
19. Ventil nach einem der vorstehenden Ansprüche in Verbindung mit Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopfteil (9) im Querschnitt die Form eines Kreisabschnittes hat.
20. Ventil nach einem der vorstehenden Ansprüche in Verbindung mit Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Zentriwinkel des Kreisabschnittes größer als 120° und kleiner als 180° ist.
21. Ventil nach einem der vorstehenden Ansprüche in Verbindung mit Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schließkörper (5) einen ersten und einen zweiten Teil (5', 5") aufweist, welche passend zusammengefügt sind, wobei die Fuge zwischen den beiden Teilen (5', 5") in der Ringnut (4) endet.
22. Ventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtring (1) aus EPOM, Viton oder HNBR ist.
23. Ventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtring (1) mit PTFE beschichtet Ist.
24. Ventil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stützring (3) aus Metall ist.
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WO2004063609A1 (de) * 2003-01-09 2004-07-29 Tuchenhagen Gmbh Doppelsitzventil
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