DE20213420U1 - Beatmungsgerät, insbesondere zur notfallmäßigen transtrachealen Beatmung - Google Patents

Beatmungsgerät, insbesondere zur notfallmäßigen transtrachealen Beatmung

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DE20213420U1
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    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M16/00Devices for influencing the respiratory system of patients by gas treatment, e.g. ventilators; Tracheal tubes
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Description

• · · &idigr; * &iacgr; J ,·
PA Dipl.-Ing. K.-H. Voß
Kruseshofer Str. 20
17036 Neubrandenburg
Tel. 0395-7077271 Fax 7077272
AZ G60-02
Gebrauchsmusteranmeldung
Bezeichnung der Erfindung
Beatmungsgerät, insbesondere zur notfallmäßigen transtrachealen Beatmung
Beschreibung
Die Neuerung betrifft ein Beatmungsgerät für die Beatmung von Patienten, insbesondere bei denen transtracheale Kanülen 0 verwendet werden müssen. Das sind überwiegend Notfälle, bei denen die Patienten weder intubiert noch mit Maske oder direkt beatmet werden können.
Stand der Technik
Es sind eine Vielzahl von Beatmungsgeräten bekannt, die das Prinzip der Venturipumpe anwenden.
Ein Teil dieser Lösungen nutzt die Saugwirkung der Venturidüse, um zusätzlich Luft zur Beatmung aus der Umluft anzusaugen (DE PS 2636928, DE PS 100 50 774).
Gemäß der EP 796 119 wird ein Doppelventuriventil zur Erzeugung von wechselnden größeren Gasströmungen genutzt. Diese Gasströmungen Be- und Entlasten ein elastisches Behältnis, das die Beatmungsluft enthält. Der Beatmungsdruck und die Beatmungsluftmenge werden somit indirekt durch die Gasströmungen in den Venturidüsen gesteuert.
In der DE PS 31 19 814 von der Drägerwerk AG wird eine Anordnung einer Venturidüse zur Unterstützung der Exspiration
• · ···· m &psgr; m
vorgeschlagen. Die Venturidüse sitzt am Ende eines Trachealtubus und wird von einer besonderen Gasquelle gespeist. Die Inspiration des Atemgases erfolgt über eine zusätzliche Zuführungsleitung. Die Lösung ist durch die zusätzliche Gasquelle relativ aufwendig und nur in einer Verbindung mit einem Trachealtubus anwendbar. Die Wirkung der Venturidüse ist durch Gestaltung der Durchmesser gering.
Die Mehrzahl der Beatmungsgeräte ist stationär und entsprechend massiv gebaut. Die bekannten transportablen Geräte sind relativ aufwendig und für die notfallmäßige Beatmung über eine dünne Trachealkanüle nicht optimal. Wenn eine Atemwegobstruktion, ein hoher Atemwiderstand vorliegt oder die Lunge sich nicht schnell genug leeren kann, besteht die Gefahr der Hyperinsufflation oder einer insuffizienten Beatmung. Außerdem ist die Anpassung des Inspirations-Expirationsverhältnisses an die jeweiligen Erfordernisse (Patient usw.) bei den transportablen Geräten nicht optimal möglich.
Aufgabe der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Beatmungsgerät, insbesondere für Notfälle zu schaffen, das konstruktiv einfach und klein ist, so dass es problemlos mitgeführt werden kann. Es soll sich andererseits auch für die Beatmung über einen kleinen Querschnitt wie die Trachealkanüle eignen und variabel einsetzbar hinsichtlich Inspirations- und Expirationsdauer sein.
Die Aufgabe wird gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Durch diese Ausgestaltung wird ein sehr einfaches und variables Beatmungsgerät geschaffen, das für verschiedene Notfälle einsetzbar ist.
Es wird nur eine Gasquelle und ein Zu- und Abführrohr benötigt. Die Anordnung der Düse ermöglicht bei einem frei abgeführten Gasstrahl einen starken Unterdruck im zur Lunge führendem Rohr und damit eine gute Entlüftung der Lunge (Expiration). Durch Verschließen der Öffnung gegenüber der Düse wird das unverändert zuströmende Gas in das zur Lunge führende Rohr umgelenkt (Inspiration) . Das Verschließen kann z. B. einfach mit einem Finger erfolgen und die Taktzeiten können somit individuell angepasst gesteuert werden.
Weitere besonders günstige Ausbildungen sind in den Unteransprüchen
dargelegt.
Beispiele
Nachfolgend soll die Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
Fig. 1 zeigt eine Variante mit einer geraden Gaszuführung in der Seitenansicht im Schnitt,
Fig. 2 eine Variante mit einer umgelenkten Gaszuführung in der Seitenansicht im Schnitt.
Das Beatmungsgerät gemäß Fig. 1 besteht aus einem zuführenden Rohr a, das mit einer Gasdruckquelle verbunden ist. Diese ist eine übliche Gasdruckflasche mit Druckregler die Sauerstoff, bzw. mit Sauerstoff angereichertes Gas enthält. Das Rohrende ist in eine Muffe befestigt. An der anderen Seite der Muffe ist eine Düse b zentral angeordnet, die mit dem Rohr a offen verbunden ist. Weiterhin endet an der Muffe ein größeres Rohr, koaxial zur Düse b. In Ausströmungsrichtung gegenüber der Düse b ist das Rohr verengt ausgeführt, danach endet das Rohr in die Atmosphäre.
Seitlich ist ein weiteres Rohr d abgezweigt, so dass die Anordnung eine Venturipumpe bildet. Das Rohr d führt zur Lunge des Patienten. Dazu ist das Ende an verschiedenen Elementen anschließbar oder entsprechend ausgebildet, z. B. als Trachealtubus oder mit einer transtrachealen Kanüle verbindbar.
5 Gemäß der Figur 2 ist die Düse b am Ende des Rohres a angeordnet. Das Rohr führt seitlich in das große Rohr, so dass die Düse b zentrisch vor der Rohrverengung liegt.
Das Beatmungsgerät kann aus Kunststoff zum einmaligen Einsatz oder sterilisierbar zur Wiederverwendung. gestaltet werden.
Weitere Ausführungsvarianten im Rahmen der Erfindung sind möglich.
Im Einsatz strömt aus der Gasflasche kontinuierlich Gas durch die Düse b. Dadurch wird im Rohr d ein Unterdruck erzeugt, so dass eine Expiration bewirkt wird. Verschließt man die Ausflussöffnung, z. B. manuell mit einem Finger, wird der Gasfluss in das Rohr d gelenkt (Expiration). Durch dieses Öffne- und Schließmanöver fungiert das Gerät als Saug-Druck-Pumpe, das individuell in einem weiten Bereich einstellbar ist.

Claims (9)

1. Beatmungsgerät, insbesondere zur notfallmäßigen transtrachealen Beatmung, mit einer steuerbaren Druckgasquelle, einem verzweigten Rohr zur Zu- und Abfuhr des Atemgases zum/vom Patienten, wobei eine Venturidüse zur Unterstützung der Exspiration angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
dass eine Düse (b) in einem diese umgebenden größeren Rohr zentrisch angeordnet ist, an dessen Innenwandung in Strömungsrichtung eine Querschnittsverengung (c) und mit Abstand eine verschließbare Ausflussöffnung folgt,
die Düse (b) mit der steuerbaren Atemgasquelle über ein Rohr (a) verbunden ist
und das andere Ende des größeren Rohres (d) für die Gaszufuhr zur Lunge des Patienten ausgebildet ist.
2. Beatmungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse (b) am Ende eines von der steuerbaren Atemgasquelle kommenden Rohres (a) befestigt ist, das seitlich und dann koaxial in das größere Rohr mit Querschnittsverengung (c) geführt ist.
3. Beatmungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse (b) am Ende eines von der steuerbaren Atemgasquelle kommenden Rohres(a) befestigt ist, das koaxial in das größere Rohr mit Querschnittsverengung (c) geführt ist, wobei das zum Patienten führende Rohr (d) seitlich vor der Düse (b) abzweigt.
4. Beatmungsgerät nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass des größeren Rohres aus gering elastischem Kunststoff besteht, so dass eine sichere Abdichtung der Ausflussöffnung mit einem Finger ermöglicht wird.
5. Beatmungsgerät nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausflussöffnung des größeren Rohres mit einem von Hand betätigbaren Absperrventil verbunden ist.
6. Beatmungsgerät nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (d) zur Einführung über die Nase/Mund in die Luftröhre als biegsamer Schlauch mit stabilem Querschnitt ausgeführt ist.
7. Beatmungsgerät nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (d) am zum Patienten zugewandten Ende ein Kupplungsstück zur Verbindung mit einer transtrachealen Kanüle besitzt.
8. Beatmungsgerät nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohre (a, c, d) und Düse (b) aus sterilisierbarem, temperaturbeständigem Kunststoff bestehen.
9. Beatmungsgerät nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohre (a, c, d) und Venturidüse (b) aus miteinander verschweißten oder verklebten Kunststoff zum einmaligen Gebrauch bestehen.
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