DE20217907U1 - Werkstückspannvorrichtung - Google Patents

Werkstückspannvorrichtung

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DR. ULRICH BLUMENRÖDER, LLM.
CHRISTA NIKLAS-FALTER
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BERND ROTHAEMEL DR. DANIELA KINKELDEY DR. MARIA ROSARIO VEGA LASO THOMAS W. LAUBENTHAL DR. ANDREAS KAYSER DR. JENS HAMMER DR. THOMAS EICKELKAMP
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MANFRED SCHNEIDER
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AUGUST GRÜNECKER DR. GUNTER BEZOLD DR. WALTER LANGHOFF
DR. WILFRIED STOCKMAIR (-1996)
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Seebleichestrasse 61 CH-9404 Rorschacherbert Schweiz
Werkstückspannvorrichtung
GRÜNECKER KINKELDEY ...
STOCKMAIR & SCHWANHÄUSSSR
MAXIMILIANSTR. 58 t
D-80538 MÜNCHEN
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Werkstückspannvorrichtung
Die Erfindung betrifft eine Werkstückspannvorrichtung für eine Werkzeugmaschine, insbesondere für eine Werkzeugmaschine mit der Fräsbearbeitungen ausführbar sind, die zur Aufnahme eines Werkstückes mit einer ersten Spannstelle und einer zweiten Spannstelle versehen ist, wobei zwischen den beiden sich jeweils in einer Spannposition befindenden Spannstellen ein Werkstück entlang einer durch beide Spannstellen verlaufenden Rotationsachse einspannbar ist und zumindest eine der Spannstellen durch ein Antriebsmittel längsbeweglich ist. Die Erfindung betrifft ausserdem eine Werkzeugmaschine nach dem Oberbegriff von Patentanspruch 12.
Um Werkstücke in Werkzeugmaschinen besonders sicher gegen Verformungen einzuspannen, werden oftmals Werkstückspannvorrichtungen verwendet, bei denen ein Werkstück zwischen zwei Spannstellen gehalten wird. Insbesondere sogenannte Rundsta-0 tionen gehören zu diesem Typ von Werkstückspannvorrichtungen. Rundstationen haben typischerweise eine angetriebene Rotationsachse, die zwischen den beiden Spannstellen verläuft. Rundstationen weisen hierzu eine erste Spannstelle auf, in der das Werkstück in der Regel fest eingespannt ist. Das Spannmittel der ersten Spannstelle ist üblicherweise rotatorisch angetrieben. An der zweiten, als sogenannter Reitstock, ausgebildeten Spannstelle ist das Werkstück mittels
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einer Zentrierspitze in einer zuvor in das Werkstück eingebrachte Zentrierbohrung gehalten. Durch eine translatorische Verfahrbarkeit der Reitstockspitze kann das Werkstück in die Rundstation eingesetzt und wieder entnommen werden. Dadurch, dass das Werkstück an seinen beiden Enden während seiner Bearbeitung gehalten wird, können Verformungen des Werkstücks durch die Schnittkraft, beispielsweise Biegeverformungen, besser beherrscht werden.
Nicht zufriedenstellend ist jedoch, dass die Zentrierung auf einer anderen Werkzeugmaschine in das Werkstück angearbeitet werden muss, bevor es in die Rundstation eingesetzt wird. Sobald es sich in der Rundstation befindet, ist für eine stirnseitige Bearbeitung des Werkstückes der Reitstock im Weg. Der Wechsel des Werkstückes von einer ersten auf eine zweite Maschine erhöht jedoch die Gefahr von Fertigungsungenauigkeiten. Zudem stellt die Fertigung auf zwei Werkzeugmaschinen einen hohen maschinentechnischen Aufwand dar.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, bei einer gattungsgemässen Werkstückspannvorrichtung eine Möglichkeit zu schaffen, Fertigungsungenauigkeiten aufgrund von nicht lagegenauen Aufnahmebohrungen eines Werkstücks für eine Reitstockspitze zumindest weitestgehend zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass zumindest eine der Spannstellen aufgrund einer angetriebenen Bewegung, vorzugsweise unter Benutzung einer linearen Verfahrbewegung, aus 0 der Rotationsachse bringbar ist. Die Aufgabe wird ausserdem durch eine Werkzeugmaschine nach Anspruch 12 gelöst. Erfindungsgemäss kann somit das Werkstück an einer seiner Stirnseiten für ein Werkzeug zugänglich gemacht werden.
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In einer möglichen Ausfuhrungsform der Erfindung kann hierzu auch ein Schwenklager vorgesehen sein, um das die zweite Spannstelle schwenkbar ist. Das an der anderen Spannstelle gehaltene Werkstück kann dann nachfolgend in den Bereichen bearbeitet werden, die bisher stets durch eine Spannstelle verdeckt waren. Hierdurch ist es beispielsweise möglich, in das bereits in der Rundstation angeordnete Werkstück eine Zentrierbohrung einzubringen. Sobald diese Bearbeitung abgeschlossen ist, kann die zweite Spannstelle wieder in ihre ursprüngliche Lage zurück geschwenkt bzw. gefahren werden und mit dem Werkstück in Haltelage gebracht werden.
In einer weiteren bevorzugten Ausfuhrungsform kann ein Werkstück im Bereich der Rotationsachse durch insbesondere eine lineare Verfahrbarkeit eines Trägers der zweiten Spannstelle zugänglich werden. In einer Weiterbildung hiervon kann vorgesehen sein, dass bei der linearen Verfahrbewegung die zweite Spannstelle gegen einen Anschlag gelangt. Hierdurch kann eine Schwenkbewegung durch die lineare Verfahrbarkeit der zweiten Spannstelle erzeugt werden. Die zweite Spannstelle sollte hierzu auf einem translatorisch angetriebenen Schlitten angeordnet und mit diesem über ein Schwenklager verbunden sein. Durch den Kontakt mit einem Anschlag kann die translatorische Bewegung des Spannstellenträgers gestoppt werden. Da der Schlitten seine translatorische Bewegung vorzugsweise fortsetzt, kann eine Schwenkbewegung dieser Spannstelle um das Schwenklager eingeleitet werden. Der Träger der Spannstelle kann somit von einer zunächst vertikalen Ausrichtung in eine horizontale Ausrichtung abgeklappt werden. Hierdurch wird das 0 Werkstück im Bereich der Rotationsachse der Werkstückspannvorrichtung zugänglich.
Durch diese bevorzugte konstruktive Lösung kann somit auf besonders einfache Weise eine stirnseitige Zugänglichkeit des
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Werkstückes erreicht werden. Obwohl bei einer derartigen erfindungsgemässen Ausführungsform eine erweiterte Funktionalität und Bewegungsmoglichkeiten von Maschinenteilen der Werkzeugmaschine geschaffen worden ist, sind gegenüber vorbekannten Rundstationen keine zusätzlichen Antriebe erforderlich.
Eine mit einer erfindungsgemässen Werkstückspannvorrichtung versehene Werkzeugmaschine ermöglicht somit Bearbeitungen am Werkstücke an einem seiner beiden stirnseitigen Einspannbereiche. Um das Werkstück für diese Bearbeitung möglichst einfach vor dem Werkzeug der Werkzeugmaschine anordnen zu können, kann eine bestimmte Aufteilung der Bewegungsachsen der Werkzeugmaschine auf das Werkstück und das Werkzeug von Vorteil sein. Insbesondere sollte die Werkstückspannvorrichtung insgesamt drehbar angeordnet sein. Hierdurch kann die zugängliche Stirnseite des Werkstücks besonders einfach vor dem Werkzeug angeordnet werden.
0 Eine in einer Rundstation angeordnete erfindungsgemässe Werkstückspannvorrichtung ermöglicht insbesondere im Zusammenhang mit der Herstellung von Turbinen- oder Verdichterschaufeln besondere Vorteile. Derartige Werkstücke werden üblicherweise in Rundstationen gefertigt, wobei die komplizierte, aber hochgenau zu bearbeitende, Blattform der Schaufel durch Fräsbearbeitungen zwischen den beiden Spannstellen erfolgt. Die erfindungsgemässe Werkstückspannvorrichtung ermöglicht nun, dass sich das Werkstück bei der Erzeugung der Zentrierbohrung und der eigentlichen Bearbeitung des Blattes in der gleichen Aufspannung, nämlich in der ersten Spannstelle befindet. Der gegenüber vorbekannten Verfahren erfindungsgemäss vermeidbare Wechsel des Werkstückes von einer ersten Maschine zur Erzeugung der Zentrierbohrung auf eine andere Maschine zur Fertigbearbeitung ermöglicht nun, diese Bearbeitungen in nur einer
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einzigen Aufspannung durchzuführen. Insbesondere können hierdurch Zentrierfehler bei der Rotation des Werkstückes um die Rotationsachse in der Rundstation vermieden werden. Dies kann in erheblichem Masse zu einer besseren Fertigungsgenauigkeit beitragen.
Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der Zeichnung.
Die Erfindung wird anhand von in den Figuren rein schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert, es zeigen:
Fig. 1 einen prinzipiellen Aufbau einer erfindungsgemässen Werkzeugmaschine und Werkstückspannvorrich
tung ;
Fig. 2 eine Frontansicht der erfindungsgemässen Werkzeugmaschine aus Fig. 1 in einer detaillierten 0 Darstellung;
Fig. 3 eine weitere Darstellung der Werkzeugmaschine von Fig. 2;
Fig. 4 eine Detailansicht gemäss der Linie IV von Fig. 3;
Fig. 5 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Werkzeugmaschine.
In Fig. 1 ist stark schematisiert der prinzipielle Aufbau einer mit zumindest fünf (nicht redundanten) Bewegungsachsen versehenen erfindungsgemässen Werkzeugmaschine gezeigt. Fig. 1 ist zu entnehmen, dass diese mit einer Werkzeugspindel 1 zur Aufnahme eines geschnitten dargestellten Werkzeuges 2,
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wie beispielsweise einem Bohrer oder einem Fräser versehen ist. Die Werkzeugspindel 1 und damit auch das in sie eingesetzte Werkzeug 2 ist über einen nicht dargestellten Antrieb rotativ antreibbar. Eine Verfahreinrichtung 3, auf der die Werkzeugspindel 1 angeordnet ist, ist über ebenfalls nicht näher dargestellte Antriebe in X- und Y-Richtung eines kartesischen Koordinatensystems verfahrbar. Mit diesen X- und Y-Achsen können insbesondere Vorschub- und Zustellbewegungen des Werkzeuges 2 gegenüber dem Werkstück ausgeführt werden, wobei sämtliche der genannten Bewegungsachsen über eine nicht dargestellte NC-Steuerung der Maschine gesteuert werden.
Die in Fig. 1 ebenfalls gezeigte Werkstückspannvorrichtung 4 der Werkzeugmaschine ist als Rundstation ausgebildet, die auf einem Träger 5 angeordnet ist. Um weitere Bewegungsmöglichkeiten zwischen dem Werkzeug 2 und einem in der Werkstückspannvorrichtung 4 eingespannten, jedoch nicht dargestelltem, Werkstück zu ermöglichen, ist der Träger 5 in Z-Richtung des kartesischen Koordinatensystems beweglich. Ferner ist die Rundstation insgesamt um eine zur translatorischen Y-Achse parallele und angetriebene B-Achse drehbar. Schliesslich weist eine erste Spannstelle 6 der Rundstation eine angetriebene Rotationsachse A auf. In der in Fig. 1 dargestellten Grundposition der einzelnen Achsen ist die Rotationsachse A parallel zur X-Achse ausgerichtet.
Die Werkstückspannvorrichtung weist zudem eine zweite Spannstelle 7 auf, die in Form eines Reitstocks ausgebildet ist. Der Reitstock des gezeigten Ausführungsbeispiels befindet sich gegenüber der ersten Spannstelle 6 und ist entlang einer translatorischen Achse U verfahrbar, die parallel zur horizontal ausgerichteten Rotationsachse A verläuft. Ebenso wie diese Bewegung werden auch sämtliche ins Werkstück gelegten
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Bewegungen durch die NC-Steuerung der Maschine angesteuert bzw. kontrolliert.
Auch in Fig. 2 ist zu erkennen, dass die Rundstation somit zwei Spannstellen 6, 7 aufweist, zwischen denen ein Werkstück 8 gehalten werden kann, während es mit einem in der Werkzeugspindel 1 angeordnetem Werkzeug 2 bearbeitet wird. Die erste Spannstelle 6 ist hierzu mit einem Spannmittel 9 versehen, welches das Werkstück 8 an dieser Spannstelle 6 klemmt. Ein solches Spannmittel 9 kann beispielsweise das in Fig. 2 gezeigte und an sich vorbekannte Zwei- oder Mehrbackenfutter sein.
Der Reitstock weist einen Reitstockträger 10 auf, in dem eine um die Rotationsachse A drehbare oder feste Reitstockspitze 11 gelagert ist. Die an sich ebenfalls vorbekannte Reitstockspitze 11 dient zum Eingriff in eine Zentrierausnehmung 12 des Werkstückes, wodurch zum einen eine Rotationsbewegung des Werkstückes um die Achse A zentriert ist. Zum anderen ist aufgrund der Reitstockspitze 11 das Werkstück an seinen beiden Stirnseiten 8a, 8b in der Werkstückspannvorrichtung zweiseitig gelagert, was sich positiv auf die Fertigungsgenauigkeit auswirkt.
Wie in Fig. 2 angedeutet ist, ist bei diesem Ausführungsbeispiel der Reitstockträger 10 um eine zur Z-Achse (s. auch Fig. 1) parallele Schwenkachse 15 beweglich. Ein entlang der Achse U (parallel zur Rotationsachse A) geradlinig verfahrbarer Schlitten 16 des Reitstocks trägt hierzu ein Schwenk-0 lager. Durch eine auf die erste Spannstelle 6 gerichtete Schwenkbewegung um die Achse 15 kann der Reitstockträger 10 von einer im wesentlichen vertikalen Ausrichtung in eine näherungsweise horizontale Endlage überführt werden. In Fig. 2 sind die beiden Endlagen des Reitstockträgers 10 mit durch-
gezogenen und strichpunktierten Linien dargestellt. Beide Endlagen sind durch Mittel zur Bewegungsbegrenzung vorbestimmt .
Ein zur Erzeugung der geradlinigen Verfahrbewegung des Schlittens 16 vorgesehener Antrieb ist in den Figuren nicht dargestellt. Als Antrieb könnte beispielsweise ein Hydraulikzylinder oder ein Elektromotor vorgesehen sein. Mit dieser ebenfalls von der NC-Achse gesteuerten translatorischen Bewegung ist es möglich, ein Werkstück zwischen die beiden Spannstellen zu klemmen und bei Bedarf freizugeben.
Die translatorische Bewegung entlang der Achse U kann aber auch genutzt werden, um die Schwenkbewegung des Reitstockträgers in die beiden Endlagen auszuführen. Hierzu ist gemäss Fig. 3 und Fig. 4 im Schlitten 16 des Reitstockträgers 10 eine Zugfeder 17 befestigt, die über ein Seil 18 mit einem als Drehkörper 19 ausgebildetem Übertragungsmittel verbunden ist. Ebenso wie der Reitstockträger 10 ist auch der Drehkörper 19 drehfest auf dem Schwenklager der Schwenkachse 15 angeordnet. Ausgehend von der Zugfeder 17 ist das Seil 18 unterhalb der Schwenkachse 15 um den Drehkörper 19 herumgeführt und mit seinem Ende 18a an dem Drehkörper 19 befestigt.
Soll nun der Reitstockträger 10 von der vertikalen Endlage in die im wesentlichen horizontalen Endlage überführt werden, so wird der Schlitten 16 des Reitstocks aufgrund eines entsprechenden Signals der NC-Steuerung in Richtung auf einen an der Rundstation ortsfest befestigten bügeiförmigen Anschlag 2 0 gefahren. Durch Kontakt mit einer an einem horizontal verlaufenden Schenkel 2 0a des Anschlags 2 0 angeordneten Rolle wird aufgrund der fortgesetzten translatorischen Bewegung des Schlittens auf den Reitstockträger ein Drehmoment um die Schwenkachse 15 ausgeübt. Hierdurch klappt der Reitstockträ-
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ger 10 um die Schwenkachse 15 in Richtung auf die erste Spannstelle 6 nach unten und gelangt somit in seine horizontale Endlage. In dieser Endlage wird der Reitstockträger 10 durch den nun über ihm angeordneten horizontalen Schenkel 2 0a gehalten. Bei dieser Schwenkbewegung wird auch der Drehkörper 19 zusammen mit dem Seilende 18a mitgedreht und die Feder 17 hierdurch gespannt.
Nun kann, beispielsweise mittels einer Werkstück-Handhabungsvorrichtung, ein Werkstück 8 in das Backenfutter der ersten Spannstelle 6 eingefügt und das Backenfutter geschlossen werden. Um in die freie Stirnseite 8a des Werkstückes eine Zentrierbohrung 12 einzubringen, wird die Rundstation um die Achse B (Fig. 1, Fig. 2) so gedreht, dass die durch das Werkstück verlaufende Rotationsachse A parallel zur Rotationsachse 22 der Werkzeugspindel 2 ausgerichtet ist. Durch Verfahrbewegungen des Werkzeugs in X- und Y-Richtung kann zudem die Rotationsachse 22 als mit der Rotationsachse A fluchtend ausgerichtet werden. Die freie Stirnseite 8a des Werkstückes 0 8 ist nun für das Werkzeug zugänglich. Diese Situation ist in den Fig. 3 und 4 gezeigt.
Mittels einer Vorschubbewegung entlang der Z-Achse kann nun in das freie stirnseitige Ende des Werkstückes 8 eine Zen-5 trierbohrung 12 eingebracht werden. Nachfolgend wird das Werkstück 8 wieder von dem Werkzeug 2 zurückgezogen und der Schlitten 16 in Richtung auf die erste Spannstelle 6 verfahren. Hierdurch gibt der horizontale Schenkel 20a den Reitstockträger 10 wieder frei. Die am Seil 18 anliegende Zug-0 kraft der gespannten Feder 17 dreht den Drehkörper 19 nun in umgekehrter Drehrichtung (bezüglich der Drehrichtung beim Spannen der Feder 17) um die Schwenkachse 15. Der mit der Schwenkachse 15 mitdrehende Reitstockträger 10 richtet sich dadurch wieder auf, bis er seine vertikale Endlage erreicht
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hat. Die Bewegung des Schlittens 16 kann fortgesetzt werden, um auch gleich die Reitstockspitze 11 in die Zentrierbohrung 12 des Werkstückes einzudrücken.
Nun kann die eigentliche Bearbeitung des Werkstückes beginnen, bei der das Werkstück 8 zwischen den beiden Spannstellen 6, 7 von einen oder mehreren Werkzeugen 2 bearbeitet wird.
In Fig. 5 ist noch eine weitere erf indungsgemässe Ausführungsform gezeigt. Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel ist hier das Werkstück 8 auf einer Palette 23 aufgespannt und bereits zusammen mit dieser in die erste Spannstelle 6 eingesetzt. Die Spannstelle 6 weist hierzu geeignete Aufnahmemittel auf, mit denen eine Palette sicher gehalten werden kann. Die Erzeugung einer Zentrierbohrung sowie sämtliche anderen Verfahrens- bzw. Bearbeitungsschritte kann auf prinzipiell gleiche Weise erfolgen, wie in dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel.
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Claims (19)

1. Werkstückspannvorrichtung für eine Werkzeugmaschine, insbesondere für eine Werkzeugmaschine mit der Fräsbearbeitungen ausführbar sind, die zur Aufnahme eines Werkstückes mit einer ersten Spannstelle und einer zweiten Spannstelle versehen ist, wobei zwischen den beiden sich in einer Spannposition befindenden Spannstellen ein Werkstück entlang einer durch beide Spannstellen verlaufenden Rotationsachse einspannbar und um die Rotationsachse drehbar ist, und zumindest eine der Spannstellen durch ein Antriebsmittel längsbeweglich ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Spannstellen (6, 7) aufgrund einer angetriebenen Bewegung aus der Rotationsachse (A) bringbar ist.
2. Werkstückspannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Spannstelle um ein Schwenklager schwenkbar ausgebildet ist.
3. Werkstückspannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die angetriebene Bewegung eine translatorische Bewegung enthält.
4. Werkstückspannvorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die translatorische Bewegung auf ein drehbar angeordnetes Übertragungsmittel (19) übertragbar ist.
5. Werkstückspannvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Drehachse des Übertragungsmittels (19) der angetriebenen Bewegung einer Schwenkachse (15) des Schwenklagers entspricht.
6. Werkstückspannvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine Drehung des als Drehkörper ausgebildeten Übertragungsmittels (19) in eine Drehrichtung eine Rückstellkraft für eine Drehung des Drehkörpers in ein andere Drehrichtung aufbaubar ist.
7. Werkstückspannvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehkörper (19) mit einem federelastischen Körper wirkverbunden ist, mit dem die Rückstellkraft erzeugbar ist.
8. Werkstückspannvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass aufgrund der Längsbewegung eine der beiden Spannstellen (6, 7) gegen einen Anschlag (20) verfahrbar ist, wodurch diese Spannstelle (6, 7) eine Schwenkbewegung um das Schwenklager ausführt.
9. Werkstückspannvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine der beiden Spannstellen (6, 7) um eine durch die Spannstelle verlaufende Rotationsachse (A) rotatorisch antreibbar ist.
10. Werkstückspannvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstückspannvorrichtung als Rundstation ausgebildet ist, bei der zumindest eine der Spannstellen (6, 7) um eine Rotationsachse (A) rotatorisch antreibbar ist und die andere Spannstelle längsbeweglich ausgebildet ist.
11. Werkstückspannvorrichtung nach einem der beiden Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Rotationsachse (A) als auch eine Schwenkachse (15) des Schwenklagers im wesentlichen horizontal ausgerichtet ist, wobei die Schwenkachse (15) orthogonal zur Rotationsachse (A) verläuft.
12. Werkzeugmaschine zur Fräsbearbeitung von Werkstücken, die mit einer Werkzeugspindel (1) zur Aufnahme und zum Antrieb eines Werkzeuges (2) versehen ist, wobei die Werkzeugspindel (1) auf einer Verfahreinrichtung (3) angeordnet ist mit der Vorschub- und/oder Zustellbewegungen ausführbar sind, die Werkzeugmaschine ferner mit einer Werkstückspannvorrichtung (4) versehen ist, die zumindest zwei Spannstellen (6, 7) aufweist, zwischen denen ein Werkstück zur Bearbeitung einspannbar und um eine Rotationsachse (A) drehbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Spannstellen (6, 7) aufgrund einer angetriebenen Bewegung aus der Rotationsachse (A) herausführbar ist.
13. Werkzeugmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass einer beiden Spannstellen um ein Schwenklager schwenkbar ausgebildet ist.
14. Werkzeugmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die angetriebene Bewegung eine von einer Steuerung der Werkzeugmaschine kontrollierte translatorischen Bewegung beinhaltet.
15. Werkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 12 bis 15, gekennzeichnet durch eine Werkstückspannvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 11.
16. Werkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass nur eine der beiden Spannstellen (6, 7) um eine durch beide Spannstellen verlaufende Rotationsachse (A) antreibbar ist.
17. Werkzeugmaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkbewegung von einer der Spannstellen (6, 7) um eine Schwenkachse (15) erfolgt, die orthogonal zur Rotationsachse (A) ausgerichtet ist.
18. Werkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstückspannvorrichtung (4) um eine angetriebene Achse (B) drehbar ist, die sowohl orthogonal zur Rotationsachse (A) als auch zur Schwenkachse (15) ausgerichtet ist.
19. Werkzeugmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkstückspannvorrichtung (4) entlang einer translatorischen Z-Achse eines kartesischen Koordinatensystems und die Verfahreinrichtung (3) sowohl entlang einer X-Achse als auch einer Y-Achse des gleichen kartesischen Koordinatensystems verfahrbar ist.
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