DE2030251C - Molchprüfstrecke, insbesondere für Volumenzähler - Google Patents
Molchprüfstrecke, insbesondere für VolumenzählerInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Molchprüf- führung sind somit weder für den zu prüfen^n
strecke, insbesondere für Volumenzähler mit einem Zähler noch für die MolchprUfstrecke erforderlich, ΐ
in einem zylindrischen Behälter dichtend anliegenden, Außerdem wird durch die festen Anschlage ety
von der zu messenden Flüssigkeit zwischen zwei genau definierter Anfang und ein genau definiert«
Meßpunkten durch den Behälter gedrückten Ver- 5 Ende des Meßvorganges erzielt und damit das Meß-,,
drängerkörper und dem hierzu in Reihe geschal- volumen exakt bestimmt, während bei der bekannten
teten zu prüfenden Zähler, dessen Anzeige mit elektrischen Kontaktschaltung der Schallpunkt durch
dem bekannten verdrängten Volumen verglichen die elastische Verformbarkeit des Verdrängerkörpers
wird. streut.
Die Prüfung von Flüssigkeitszählern mit einer io In Weiterentwicklung der Erfindung wird vorgederartigen
Molchprüfstrecke setzte bisher voraus, daß schlagen, einen der beiden Endanschläge oder beide
der zu prüfende Zähler mit einem elektrischen Im- als Ventilsitzdichtfläche für den Verdrängerkörper
pulsgeber versehen ist, da sie in der Weise erfolgte, auszubilden. Dadurch ist in einfacher Weise gewährdaß
beim Eintritt des Verdrängerkörpers in die Meß- leistet, daß beim Aufsetzen des Verdrängerkörpers
strecke ein elektrisches Tor geöffnet wird, wodurch 15 auf den Endanschlag eine absolute Dichtheit — bcdie
Impulse des Zählers abgezweigt und für sich ge- dingt durch die doppelte Abdichtung an der Mantelzählt
werden. Beim Passieren des zweiten Meß- und Stirnfläche des Verdrängerkörpers — und damit
punktes wird das elektrische Tor wieder geschlossen eine exakte Unterbrechung des Durchflusses erreicht
und damit die getrennte Impulszählung unterbrochen. wird.
Da das einem Schaltschritt des Impulszählwerkes 20 Die Erfindung wird an Hand von zwei Ausfüh-
entsprechende Volumen und das Volumen der Meß- rungsbeispielen näher erläutert, die die Zeichnung
strecke zwischen den beiden elektrischen Schalt- erkennen läßt, und zwar zeigt
punkten bekannt war, konnte aus der Anzeige des F i g. 1 die erfindungsgemäße Molchprüfstrecke in
Impulszählwerkes der Fehler des Zählers ermittelt Ausführung pls gerades Rohr und
werden. Diese Prüfmethode ließ sich bisher somit nur 35 F i g. 2 die Molchprüfstrecke in Ausführung als
dort anwenden, wo die zu prüfenden Zähler mit Rohrschleife.
elektrischen Impulsgebern ausgerüstet waren. Die' Die in der F i g. 1 gezeigte Molchprüfstrecke wird
Meßfehler von Volumenzählern ohne elektrische aus dem geraden zylindrischen Behälter 1 gebildet,
Impulsgeber konnten somit bisher in einer Molch- der an seinen beiden Enden mit den Abschlußprüfstrecke
nicht ermittelt werden. Eine nachträgliche 30 flanschen 2 und 3 versehen ist. Im Innern des BeUmrüstung
derartiger Zähler für die Prüfung in einer hälters ist der Verdrängerkolben 4 gelagert, der
Molchprüfstrecke ist zu aufwendig, da bis jetzt nur dichtend an der Behälterinnenwand anliegt. Die
ein unwesentlicher Prozentsatz der im Einsatz be- Begrenzung für die Hubbewegung des Verdrängerfindlichen
Volumenzählern von Haus aus mit kolbens 4 wird durch die beiden festen Endanelektrischen
Impulsgebern ausgestattet ist. 35 schlage 5 und 6 gebildet. Der Verdrängerkolben 4
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die wird durch die in die Prüfstrecke 1 einströmende
Molchprüfstrecke so auszubilden, daß Volumenzähler Meßflüssigkeit von der einen Endstellung bis in die
ohne elektrischen Impulsgeber hiermit geprüft werden andere Endstellung verdrängt, und die während dieser
können. Bewegung in die Prüfstrecke einströmende Flüssigkeit
Die Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Erfin- 40 stellt das bekannte Meßvolumen dar, das als Verdung
darin gesehen, daß die beiden Meßpunkte für gleichsgröße für die Zähleranzeige gilt. Die dargeden
Verdrängerkörper als feste Endanschläge ausge- stellte Prüfstrecke kann für die Bewegung des Verbildet
sind und der Verdrängerkörper von der zu drängerkolbens 4 in beiden Richtungen verwendet
messenden Flüssigkeit nur zwischen seiner Ruhelage werden. Zu diesem Zweck sind hinter den beiden
am ersten Endanschlag bis zum Anliegen an den 45 Endanschlägen S und 6 die Anschlußleitungen 7
zweiten eine Durchflußsperre bildenden Endanschlag und 8 mit den Absperrventilen 9 und 10 vorgesehen,
verschiebbar ist. Die Steuerung der Flüssigkeitszu- und -abfuhr erfolgt
Dadurch, daß gemäß der Erfindung die beiden über die Zuflußleitung 11 und die Abflußleitung 12,
Meßpunkte für den Verdrängerkörper durch Endan- die im Ausführungsbeispiel durch den Vierwegehahn
schlage gebildet werden, entfällt die elektrische 5° 13 gesteuert sind.
Torschaltung am Anfang und Ende der Meßstrecke In der Zuführungsleitung 11 liegt der jeweils zu
vollständig, da nur so viel Flüssigkeit durch den prüfende Volumenzähler 14. Zur Bestimmung von
Zähler strömen kann, als das Volumen der Meß- Druck und Temperatur sind an den beiden Enden
strecke aufnimmt. Die Prüfung erfolgt in einfacher der Prüfstrecke 1 die Temperaturmeßstellen 15 und
Weise durch öffnen des Zuflusses, wodurch der zu 55 die Druckmeßstellen 16 vorgesehen. Damit in jedem
prüfende Zähler in Bewegung gesetzt wird und die Falle sicher zu erkennen ist, ob der Verdrängergemessene
Flüssigkeit gleichzeitig in die Meßstrecke kolben 4 auch seine jeweilige Endlage erreicht hat,
strömt und hierbei den Verdrängerkörper aus seiner sind außerdem in die beiden Flansche 2 und 3 zwei
Ruhelage am Anfang zum Ende der Meßstrecke mechanische Kontrollendschalter 17 und 18 eingebewegt.
Da der Verdrängerkörper beim Aufsetzen 60 setzt, deren Schaltstift 19 bis zum Endanschlag 5
auf den Endanschlag am Ende der Meßstrecke den bzw. 6 reicht.
Durchfluß durch seine Dichtwirkung unterbricht, Die Wirkungsweise der dargestellten Molchprüf-
wird synchron mit Erreichen der Endstellung auch strecke ist folgende: Ist der zu prüfende Zähler 14 in
der Zählerdurchfluß unterbrochen, so daß der die mit Flüssigkeit gefüllte Prüfanlage eingebaut, so
Gleichlauf zwischen Verdrängerkörper und Zählwerk 65 wird das Zuführungsventil 9 ganz geöffnet, und unter
des Zählers gewährleistet ist. Elektrische Impulsgeber anschließendem zügigem öffnen des Abflußventils 10
und andere elektrische Schaltungselemente in der beginnt die Flüssigkeit über den Zähler 14 und die
hierfür erforderlichen cxplosionsgeschützten Aus- Leitung 7 in die linke Vorkammer 20 der Prüf-
2 030
strecke 1 einzuströmen, wodurch sich der Vcrdrängerkolben
4 nach rechts in Bewegung setzt. Bei geöffnetem Auslaßventil 10 füllt sich' beim Weiterbewegen
des Verdrängcrkolbens 4 der Behälter 1 mit der durch den Zähler 14 geströmten Meßflüssiskeit,
bis der Vcrdrängerkolben 4 sich gegen den Endanschlag 6 legt. Dieser Endanschlag 6 ist als Vcntilsitzdichtfläche
ausgebildet, so daß der Vcrdriingerkolben 4 sowohl an seiner Stirnfläche gegenüber dem
Endanschlag 6 als auch an seiner Mantelfläche gegenüber der Innenwand des Behälters 1 abdichtet.
Der Abfluß von der rechten Seite des Verdrängerkolbens 4 erfolgt über die rechte Vorkammer 21 und
Leitung 8 nebst Abflußleitung 12 zum nicht gezeigten Vorratsbehälter. In der gestrichelt gezeichneten Endstellung
des Verdrängerkolbens 4 ist das vorbestimmte Meßvolumen in den Behälter 1 eingeströmt,
und gleichzeitig wird durch die Ausbildung des Prüfstreckenendes als Dichtsitz ein weiteres Nachströmen
der Flüssigkeit verhindert, so daß der Zähler stehen- ao bleibt. Jetzt werden beide Ventile 9 und 10 wieder
geschlossen. Der Vergleich des in die Meßstrecke 1 eingefüllten Meßvolumens mit der Anzeige des
Zählers vor und nach dem Durchfluß ergibt den Meßfehler des Zählers 14.
Die nächste Prüfung wird dadurch eingeleitet, daß der Vierwegehahn 13 umgeschaltet, das Ventil 10
jetzt als Zuflußventil geöffnet und anschließend das Ventil 9 als Abflußventil geöffnet wird, wodurch der
Durchfluß der Flüssigkeit beginnt. Während dieser Flüssigkeitsströmung bewegt sich der Verdrängerkolben
4 jetzt aus seiner rechten Position in die entgegengesetzte Richtung nach links. Das Ansprechen
des Kontrollendschalters 18 bzw. 17 zeigt, ob der Verdrängerkolben 4 tatsächlich seine Endstellung
erreicht hat.
Bei der Ausführung nach F i g. 2 ist an Stelle des
geraden rohrförmigen Behälters 1 eine Rohrschleife vorgesehen, so daß der Durchmesser des Durchflußrohres
wesentlich kleiner gehalten werden kann. Da der Verdrängerkörper 4 die Rohrschlcife passieren
niuß, ist er in diesem Falle als elastischer Ball ausgebildet. Die beiden Endanschläge 5 und 6 müssen bei
diesem Ausführungsbeispiel der Kugelfonn des Verdrängerkörpers
4 angepaßt sein, und die Dichtelemente sind dementsprechend auszubilden. Die
Kontrollendschalter 17 und 18 sind bei der Ausführung nach Fig. 2 in die Rohrwandung in Nähe der
beiden Enden der Rohrschlcife 1 eingesetzt.
Claims (2)
1. Molchprüfstrecke, insbesondere für Volumenzähler mit einem in einem zylindrischen Behälter
dichtend anliegenden, von der zu messenden Flüssiekeit zwischen zwei Meßpunkten durch den
Behälfer gedrückten Verdrängerkörper und dem hierzu in Reihe geschalteten zu prüfenden Zähler,
dessen Anzeige mit dem bekannten verdrängten Volumen verglichen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Meßpunkte für den
Verdrängerkörper (4) als feste Endanschläge (S, 6) ausgebildet sind und der Verdrängerkörper
von der zu messenden Flüssigkeit nur zwischen seiner Ruhelage am ersten Endanschlag (5 bzw. 6)
bis zum Anliegen an den zweiten eine Durchflußsperre bildenden Endanschlag (6 bzw. 5) verschiebbar
ist.
2. Molchprüfstrecke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß einer der beiden Endanschläge
(5, 6) oder beide als Ventilsitzdichtflächen für den Verdrängerkörper (4) ausgebildet
sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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