DE2034355A1 - Vorderbacken für Sicherheits-Skibindungen - Google Patents

Vorderbacken für Sicherheits-Skibindungen

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DE2034355A1 DE19702034355 DE2034355A DE2034355A1 DE 2034355 A1 DE2034355 A1 DE 2034355A1 DE 19702034355 DE19702034355 DE 19702034355 DE 2034355 A DE2034355 A DE 2034355A DE 2034355 A1 DE2034355 A1 DE 2034355A1
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Description

Hannes Marker, Garmisch-Partenkirchen
Vorderbacken für Sicherheits-Skibindungen ·
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Vorderbacken für Sicherheits-Skibindungen, der für Abfahrts- und Tourenlauf geeignet ist und zwei an einem skifesten Backen- | teil um vertikale Achsen schwenkbar gelagerte Hebel umfaßt, die an ihrem freien Ende je einen Sohlenhalter tragen., in ihrer Normalstellung unter dem Einfluß einer mit ihren Enden an den Schwenkhebeln zur Skispitze hin beweglich gehaltenen Feder gegen einen skifesten Anschlag gezogen werden und entgegen der Kraft der Feder nach außen hin schwenkbar
Ein in der Praxis verwendeter Vorderbacken, bei dem zwei um je eine zur Skioberfläche senkrechte Achse unabhängig voneinander schwenkbare und je einen Sohlenhalter tragende Hebel durch eine Zugfeder miteinander verbunden sind und in μ der IJormalstellung gegen einen skifesten Anschlag gezogen werden, wobei die Zugfeder mit ihren Enden in Kerben an den Schwenkhebeln aufgehängt und so stark ausgebildet ist, daß
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die Sohlenhalter als einzige vordere Anlage für den Skistiefel dienen können, ohne daß die Schwenkhebel durch den von einer Absatzhaltevorrichtung erzeugte Andruck nach vorn gespreizt werden, weist den wesentlichen Nachteil auf, daß der Widerstand der Feder beim Ausschwenken eines Sohlenhalters bis zur Freigabe des Skischuhes ständig zunimmt. Dies bedeutet, daß auch über einen gewünschten Elastizitätsbereich hinaus, innerhalb dem der Backen den Skischuh automatisch in seine Ausgangslage zurückstellen soll, die Federkraft weiter stark ansteigt, bis der Federwiderstand am größten ist und der Skischuh die Stellung erreicht hat, in der er vom Sohlenhalter freikommen kann. Der Skischuh muß sich dann förmlich gegen diesen großen Widerstand aus der !Bindung heraus-" quetschen. Außerdem besteht die Gefahr, daß sich der Skischuh vor seiner Freigabe in einer Zwischenstellung zwischen dem Ende des Elastizitätsbereichs und dem Freigabepunkt verklemmen kann, wenn die auf den Sohlenhalter wirkende Kraft diesen maximalen Widerstand nicht überwindet, was einen anschließen» den scheinbar unmotivierten Sturz und damit atypische Skisport« Verletzungen des Skifahrers nach sich ziehen kann.
Diese erheblichen Mangel dieses Vorderbackens wurden bei einem anderen bisher nur druckschriftlich bekannten Vorder** backen der eingangs beschriebenen Art, bei dem ebenfalls zwei an einem skifesten Backenteil um vertikale Achsen schwenkbar gelagerte und unter-dem Einfluß einer Zugfeder in ihrer Normalstellung gehaltene/Ö.ie Sohlenhalter tragende Schwenkhebel vorgesehen sind, dadurch behoben, daß die Schwenkhebel in ihrer Normalstellung von den Angriffspunkten der Feder ausgehend zu ihren Schwenkpunkten hin divergieren und daß die Feder an den Schwenkhebeln in deren Längsrichtung über Rollen beweglich aufgehängt ist. Durch diese Ausbildung wird erreicht, daß mit einem Ausschwenken eines Sohlenhalters entgegen der Kraft der Feder diese mit zunehmendem Ausechwen™ ken ihre Angriffspunkte an den Schwenkhebeln ändert, indem
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O
sich die Rollen auf die Sohlenhalterschvenkpunkte zubewegen» Schwenkt nämlich der Sohlenhalter so weit aus, daß die divergierenden Abschnitte der Schwenkhebel parallel zueinanderliegen und dann sogar konvergieren, nimmt der Füdepwiderstand nicht weiter zu sondern bleibt praktisch konstant. Die Spitzen des Federwiderstandes, wie sie bei dem vorher beschriebenen Backen'auftreten, sind somit nicht mehr vorhanden, so.daß der Skischuh beim Angreifen übergroßer für das Bein des Skifahrers gefährlicher Kräfte leichter von dem Sohlenhalter freikömmt und die Gefahr eines Verklemmens des Skischuhes wesentlich herabgesetzt ist, * ' -."■-■
Dieser Vorderbaeken weist jedoch noch den*Nachteil auf, daß der "Verlauf des einem Ausschwenk-en der Sohlenhalter entgegenwirkenden von der Zugfeder erzeugten Widerstandes von dem Reibungskoeffizienten zwischen den Schwenkhebeln und den Rollen abhängig ist» Zum Beispiel kann der Reibungskoeffizient noch längerer Benutzungspause durch Oxydation der Schwenkhebel oder beim Skilauf durch Anlagerung von Sehmutz oder Eis. erhöht werden, so daß sich die Rollert erst nach einem größeren Schwenkwinkel der Sohlenhalter als nach dem vorgesehenen auf die Sohlenhalterschwenkpunkte zu bewegen« Auf diese Weise können sich wieder unerwünschte Widerstandsspitzen aufbauen, welche möglicherweise eine Verletaungsgefahr für den Skifahrer schaffen.
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Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Vorderbacken der eingangs beschriebenen Art so zu verbessern und zu gestalten, daß die Nachteile und Mangel der bekannten Vorderbacken dieser Art auf einfache Weise vermieden werden.
Ausgehend also von einem Vorderbacken für Sicherheits~Skibindungen, der für AbfahrtS" und Tourenlauf geeignet ist und zwei an einem skifesten Backenteil um vertikale Achsen schwenkbare Hebel umfaßt, die an ihrem freien Ende je einen Sohlenhalter tragen, in ihrer Normalstellung unter dem Einfluß einer mit ihren Enden an den Schwenkhebeln zur Skispitze hin beweglich gehaltenen Feder gegen einen skifesten Anschlag gezogen werden und entgegen der Kraft der Feder nach außen hin schwenkbar sind, ist die gestellte Aufgabe erfindungsgemäß gelöst durch einen Sperriegel, der an einem skifesten
mittelbar oder unmittelbar Backenteil gehalten ist, für jedes Federende/eine Führungsbahn bildet, bis zum Erreichen eines vorgegebenen Schwenkwinkels der Schwenkhebel eine Bewegung des dem jeweils schwenkenden Hebel zugeordneten Federendes zur Skispitze hin verhindert und das andere dem jeweils nicht schwenkenden Hebel zugeordnete Federende in seiner Normalstellung hält. Auf diese Weise wird erreicht, daß das* entsprechende Federende sich erst dann an dem Schwenkhebel zur Skispitze hin bewegen kann, wenn nach Erreichen des vorgegebenen Schwenkwinkels des Schwenkhebels die Neigung der Bewegungsbahn des Federenäes an dem Schwenkhebel zur Backenlängs.-achse wesentlich größer ist als der Reibungswinkel zwischen dem Federende und dem Schwenkhebel. Dadurch wird sichergestellt, daß am Ende des Elastizitätsbereiches, nämlich wenn der vorgegebene Schwenkwinkel des Schwenkhebels erreicht ist,
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sich das Federende unabhängig von den gerade vorliegenden Reibungsverhältnissen bei einem weiteren Schwenken des Schwenkhebels sicher wie beabsichtigt zur Skispitze hin bewegt, wodurch die Feder nicht mehr oder nur unwesentlich weiter gespannt wird und sich der wirksame Hebelarm der Federkraft an den Schwenkhebeln verkleinert. Somit ist ein exakter Auslösepunkt des Backens genau festgelegt, über den hinaus der Backen den Skischuh ohne zu klemmen sicher frei gibt.
Als /besonders vorteilhaft hat es sich dabei erwiesen,, daß die Feder in an sich bekannter Weise mittels Rollkörper an den Schwenkhebeln aufgehängt ist und daß jede Führungsbahn einen sich wenigstens annähernd quer zur Backenlängsrichtung erstreckenden als seitlich nach außen offene Kulisse ausgebildeten Teil aufweist, der in der Normalstellung des entsprechenden Schwenkhebels den zugehörigen Rollkörper aufnimmt. Hierdurch werden einmal die innere Reibung des Backenmechanismus herabgesetzt und andererseits die Feder» enden bein Ausschwenken der Schwenkhebel besser geführt.
Ua die Rollkörper gegen äußere Einflüsse besser zu schützen, können diese an den Schwenkhebeln in je einem kulissenartigen ™ sich wenigstens annähernd in Längsrichtung der Schwenkhebel erstreckenden Lanji',loch gelagert sein. Vorteilhafterweise sind die Lan^löcher so angeordnet, daß sie zur Skispitze hin konvergieren/ so daß bei der Bewegung des Rollkörpers im Langloch der Unterschied zwischen dem Neigungswinkel des Langlochs zur Backenlängsachse und dem Reibungswinkel noch weiter vergrößert wird, wodurch die Federkraft nach dem Blastizitätsbereich nicht mehr oder unwesentlich zunimmt.
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Eine "besonders günstige konstruktive Ausführung des Erfindungs» gegenstandes ist dadurch erreicht, daß die Schwenkhebel aus je einen im wesentlichen U'-'förnig gestalteten Blechteil f»ebil··· det sind, dessen Schenkel sich parallel zur Skioberfläche zur Backenlän:sachse hin erstrecken, daß in jeden Schenkel ein Langloch vorgesehen ist, die zueinander deckungsgleich angeordnet sind, daß in jeden Langlochfeine Rolle geführt ist, die über eine vertikale Achse miteinander verbunden sind und einen Rollkörper bilden, und daft die Federenden an den Rollenachsen angreifen. Hierdurch wird der Backen gewichtsmäßig leichter und die Rollkörper sind an den Schwenkhebeln stabiler geführt. Aus denselben Gründen ist es zweckmäßig, daß auch der Sperriegel als U-fÖrmig gestaltetes Blechteil ausgebildet ist, dessen Schenkel sich parallel zur Skioberfläche und zum Ski ende hin erstrecken, daß sich die Schenkel des Sperriegels zwischen die Schenkel der Schwenkhebel erstrecken und daß die Feder zwischen den Sehen« kein des Sperriegels angeordnet ist.
Un die Auslösekraft des Backens auf einfache Weise verändern zu können, kann der Sperriegel in Backenlängsrichtung willkürlich verschiebbar gehalten sein. Durch ein Verschieben des Sperriegels in Backenlängsrichtung Sndert sich der wirksame Hebelarm der Federkraft an den Schwenkhebeln und somit über das Moment die zur Auslösung nötige Kraft. Soll die Auslösekraft des Backens nach innen und außen verschieden sein, kann der Sperriegel in Backenlän^srichtung zweigeteilt und jeder Sperriegelteil unabhängig vom anderen verschiebbar gehalten sein.
Für den Fall, daß der Backenraechanismus von einem Gehäuse eingeschlossen ist, kann vorteilhafterweise der Sacrriegel bzw.
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BAD ORIGINAL
j ederj5perriegelt eil einen sich vertikal nach oben erstreckenden Ansatz aufweisen., der in eine sich in Backenlängsrichtung erstreckende Ausnehmung in der oberen Gehäusewand eingreift, so daß der Sperriegel bein Verschieben in Backenlängsrichtunr geführt wird. Eine besonders einfache Ausbildung des Ansatzes ist dadurch erreicht, daß dieser aus einer aus den Sperriegel herausgestanzten und aufgebogenen Zunge besteht. Ebenso gut ist es jedoch auch möglich^ daß der Ansatz von einer auf einer am Sperriegel befestigten vertikalen Achse frei drehbar gelagerten Rolle gebildet ist, i die in der Ausnehmung der Gehäusewand geführt ist.
Zur Kontrolle der eingestellten. Auslösekraft kann der Ansatz als Anzeiger der eingestellten Auslösekraft an einer Skala längs den Rändern der Ausnehmung in der oberen Gehäusewand dienen.
In weiterer konstruktiver Ausgestaltung der Erfindung hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, daß an dem freien Ende jedes Schwenkhebels ein als Sohlenhalter dienender an sich bekannter Winkelhebel angelenkt ist, der mit einen horizontalen Ansatz die Skischuhsohle über-* j
greift, dessen sich wenigstens annähernd in Skilängsrichtung erstreckenden Arn sich der Skischuhsohle seitlich anlegt und dessen sich wenigstens annähernd quer zur Skilängsrichtung erstreckender Arm als Abstützorgan für die Skischuhsohlenvorderkante dient. Hierdurch wird einmal der Skischuh in der Normalstellung und innerhalb des Elastizität sber ei ches sicher von den Sohlenhaltern gehalten und andererseits wird die Freigabe des Skischuhes beim Angreifen übergroßer für das Bein des Ski fahrers gefährlicher Kräfte durch die Sohlenhalter nicht behindert, da diese dann nach außen kippen können.
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Damit bein Schwenken der Schwenkhebel"ihre Sohlenhalter innerhalb des Elastizitätsbereiches wenigstens annähernd eine Schuhfolgebeweßung ausführen, so daß sich in diesem Bereich die den Andruck nach vorn erzeugende Feder der Absatz». • haltevorrichtung nicht entspannen und eine Rückführung des Skischuhes in die ITornalstellunr behindern kann, ist es zweckmäßig, daß die Backenlangsacb.se in der Normal st ellung der Schwenkhebel von den Anlenkachsen der Sohlenhalter einen geringeren Abstand aufweist als von den Schwenkachsen der Schwenkhebel.
Ua. ein Wackeln der als Winkelhebel ausgebildeten Sohlen« halter bei nicht in die Bindung eingesetztem Skischuh zu verhindern, kann an jedem Schwenkhebel eine Blattfeder befestigt sein, deren freies Ende im Sinne des Nachinnenschwenkens auf den entsprechenden Sohlenhalter wirkt und diesen bei nicht eingesetztem Skischuh gegen einen skifesten Anschlag drückt.
Im folgenden ist anhand der beiliegenden Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ausführlich beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 den erfindungsgemäßen Vorderbacken im mittleren Längsschnitt,,
Fig. 2 einen Querschnitt des Vorderbackens längs der Linie ΙΙ-ΪΙ in Fig. 1,
Fig. 3 den Vorderbacken teils in der Draufsicht und teils im Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 1,
Fig. 1+ den Vorderbacken im Schnitt längs der Linie III-III in Fig. 1, jedoch im Gegensatz zu Fig. 3 in einer Stellung am Ende des Elastizitätsweges beim Angreifen einer quer zur Backenlängsrichtung wirkenden in Bezug auf die Zeichnung nach obea gerich-t-et-en Kraf" "..., ■
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Fig. 5 einen Sehn-itt des Vorderbackens wie
in Fig. U, jedoch in einer Stellung im Moment der Schuhfreigabe.
Der dargestellte Vorderbaeken umfaßt ein Gehäuse 1, welches im wesentlichen aus einem U-förmig gestalteten Blechteil "besteht, dessen Schenkel 2 und 3 sich horizontal in Backenlängsriehtung erstrecken und dessen Steg h als vordere vertikale Begrenzung des Backens dient. Der untere Schenkel 3 des Gehäuses ist an einen Ski aufschraubbarä wozu Schraubenlöcher 5 vorgesehen sind. Außerdem weist jeder Gehäuseschenkel 2 und 3 eine sich in Backenlängsrichtung erstreckende und nach innen gedruckte Sicke 6 auf. Jede Sicke 6 dient als innerer Anschlag für zwei mittels je eines vertikalen Achsbolzens 7 (siehe insbesondere Fig. 3) zwischen den Gehäuseschenkeln 2 und 3 schwenkbar gelagerte Schwenkhebel Q3 9, die ebenfalls als im wesentlichen U«förnig gestaltete Blechteile ausgebildet sind und deren Schenkel Io und 11 sich parallel zur Skioberfläche zur Backenlängsachse hin erstrecken (siehe ■ insbesondere Fig, 2). An dem den Schwenkachsen 7 entgegengesetzten Ende jedes Schwenkhebels 8, 9 ist je ein Sohlenhalter 12 bzw. 13 mittels einer vertikal angeordneten Schraube 1^ angelenkt, die an den Schwenkhebelschenkeln 1o, 11 drehbar aber axial unverschiebbar gelagert ist. Der Abstand der Schrauben "\k von der Backenlängsachse ist dabei kleiner gewählt als der Abstand der Schwenkachsen 7 von dieser Backenlängsachse. Durch je eine runde Öffnung 15 im oberen Gehäuseschenkel 2 sind die Köpfe der Schrauben /iH mittels eines Schraubenziehers zugänglich. Durch Drehen der
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- Io -
Schrauben 1U können die Sohlenhalter 12, 13 in ihrer Höhe an den Schwenkhebeln 8, 9 zwecks Anpassung an ver«· schiedene Sohlenstärken verstellt werden. Die Sohlenhalter 12, 13 selbst sind als Winkelhebel ausgebildet, die mit einen horizontalen Ansatz 16 (siehe insbesondere Fig. 1 und 3) die Skischuhsohle übergreifen können. Der sich annähernd in Backenlängsrichtung erstreckende Arm 17 jedes Winkelhebels 12, 13 legt sich bei eingeführten Skischuh seitlich an die Schuhsohle an, während der andere sich quer zur Backenlängsrichtung erstreckende Am 18 als vorderes Abstützorgan für die Skischuhvorderkante' dient.
In beiden Schenkeln 1o bzw. 11 jedes Schwenkhebels 8,9 ist je ein Langloch 2o (siehe Fig. 2-5) vorgesehen, di-e zu«· einander deckungsgleich angeordnet sind und zur Backen= Vorderseite hin konvergieren. In diesen Langlöchern 2o ist in jedem Schwenkhebel ein Rollkörper 21 (siehe insbesondere Fig. 2) geführt, der aus zwei Führungsrollen 22 und einerAiese verbindenden Achse 23 besteht. Eine mit ihren Enden an den Rollkörperachsen 23 angelenkte Zugfeder 2h zieht die Rollkörper 21 gegeneinander und nornalerweise die Schwenkhebel 8, 9 gegen die als Anschlag dienenden Seitenwände der Sicke 6. Um zu verhindern, daß die Rollkör" per 21 in der Normalst ellung des Backens unter rleia Einfluß der Federkraft in den Langlöchern 2o nach vorn rollen, ist ein Sperriegel 25 vorgesehen, der wieder U-förmig gebogen ist und mit seinen sich parallel zur Skioberfläche erstreckenden Schenkeln 26 (siehe insbesondere Fig. 1) zwischen die Schwenkhebelschenkel 1o, 11 eingreift. Der Sperriegel 25 weist für jede Rolle 22 des Rollkörpers 21 eine sich quer zur Backenlän^sachse erstreckende seitlich nach außen offene Kulisse 27 (siehe insbesondere die W iß · 3 » 5) auf, deren Ränder den sich aus den Langlöchern 2o erstreckenden Teil derRollen 22 an ihrem Umfang umfassen.
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BAD .ORIGrNAL
=" Ί 1 " ■
Der Sperriegel 25 ist im Backen-Gehäuse 1 in dessen Längsrichtung willkürlich verschiebbar RclaTcrtj wozu sein Steg 2fi ein "ewindeloch 29 aufweist-, in welches der Gewin&es'chaft einer im Backen^ehäuse 1 drehbar aber axial unverschiebbar gelagerten Schraube 3o eingeschraubt ist. Der außerhalb des tacken"; ehauses liegende Kopf der Schraube 3o ist nit einen Querschlitz 31 zun Betätigen nit einem Werkzeug versehen.
Zur Führung des Sperriegels 25 bein Verschieben und zu dessen Lagesicherung gegenüber ien Backengehäuse 1 sind aus dem (
oberen Sperrie^elschenkel 26 eine Zunge 32 und aus den unteren Sp erri egelschenkel 25 zwei Zungen 33 he raus re.·=· stanzt und nach oben bzw. unten abgewinkelt. Diese Zungen 32j 33 greifen in zwei sich in Bs.ekenlängsrichtung erstreckende Lan·* löcher 3'*, 35 in dem oberen bzw. unteren Gehäuseschenkel 2, 3 ein. Die in das Langloch 3^ in der oberen Gehausewand 2 eingreifende Zunn;e 32 ist als Zeiger ausgebildet und zeigt die eingestellte Auslösehärte des Backnes an einer Skala 36 (siehe Pig. 3) länrs der Händer dos Langlochs 3^ an.
Die Handhabung und Wirkungsweise des Vorderbackens ist folgende: Der Skifahrer stellt die Skischuhspitze zwischen " die seitlichen Arie IT der Sohlenhalter 12, 13 und bringt die Abs at zhaltevorrichtunft in ihre Gebrauchsstellung. Durch den durch diese Absetzhalt evorirchtun-» erzeugten Schub des Skischuhes nach vorn wird die vordere Sohlenkante gegen die sich quer zur Backenlängsaehse erstreckenden Arne 18 der Sohlenhalter 12, 13 gedrückt, wodurch sich die Arne 17 seitlich fest an den Skischuh anlegen und diesen auf dem ,Ski zentrieren.
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BAD RIGINAL
1 O
• Greift nun beim Skilauf eine quer zur Backenlängsr ichtrung,, z.B. in Bezu«; auf die F'iff. k der Zei chnunr;; nach oben wirkende Kraft am Sohlenhalter 12 an., welche die Vorspannung der Z^gfeder 2k überwindet, schwenkt der Sohlenhalter 1.2 ?ai.t dem Schwenkhebel Ί nach außen. Der entsprechende Rollkörper 2:1· wird dabei im Langloch 2o des Schwenkhebels 8 mitgenommen, wodurch die Zugfeder 21* gespannt ward., Bedingt durch die Kulisse 2J des Sierrie^els 2?, in der die Rollen 22 des RoHkor-pers: 21 geführt werden, kann dieser sich zunächst, nicht Ia Langloch 2o nach vorn bewegen. Entspricht die angreifende P Kraft noch nicht der Auslösekraft oder wirkf,'^ur stoBartig und Ipßt nach, bevor der Rollkörper 2t aus der Kulisse 2f freigekommen ista zieht die Feder 2^ den Schwenkhebel 8, den Sohlenhalter 12 und den Skischuh in ihre Ausgangsläge zurück.
Wirkt dagegen eine für das Bein des Skifahrers gefährliche qu>r zur Backenlän* srichtun \ wirkende Kraft nicht nur stoßartig auf den Sohlenhalter 12, schwenkt dieser, zunächst in die in Fig. k aargestellte Lage 3 in der die eingestellte Auslösehärte des Backens erreicht ist. Bei einem weiteren Schwenken des J3ohlenhalters 12 bzw. des Schwenkhebels 8 könnt der Rollkörper 21 von der Kulisse 27 frei W und rollt im Langloch 2o des Schwenkhebels 8 zur Skispitze hin, während der andere im Schwenkhebel 9 gehaltene Rollkörper 2\ seine Lage beibehält. Hierbei wird die Feder 2.k nur geringfügig weitergespannt j wobei j'edoch die zum Ausschwenken des Schwenkhebels 8 unö des Sohlenhalters 12 nötige Kraft praktisch schlagartig unter den Wert der Auslösekraft zurückgeht, da sich der wirksame Hebelarm tier am. Schwenkhebel 8 angreifenden Federkraft und damit das Moment aus federkraft und Federkraftarm verringert. Ist die in Fig.. 5 dargestellte Lage des Schwenkhebels 8 erreicht, kann sich der Skischuh unbehindert vom Sohlenhalter 12 lösen. Dieses uabelailidexte Fieikoiamen
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■. - 13 »■■■-.. '
des Skisehuhes wird durch die an den Schwenkhebeln frei drehbar gelagerten Sohlenhalter begünstigt.
Da die Feder 2k auch nach dem "Freikommen der Rollkörper 21 aus der Kulisse 27 noch geringfügig weitergespannt wird, stellt sich der Backen nach Freigabe des Skischuhes automatisch in seine Äusgangslage zurück.
Es sei noch besonders darauf hingewiesen, daß die Zugfeder 2k selbstverständlich auch durch einen eine Druckfeder enthaltenen Federblock oder durch ein anderes entsprechendes Federelement ersetzt werden kann.
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Claims (1)

  1. Patentansprüche
    Vorderbacken für Sicherheit s**Skibindungen 3 eier für Abfahrts- und Tourenlauf geeignet ist und zwei an einem . skifesten Backenteil um vertikale Achsen schwenkbar /gelagerte Hebel umfaßt, die an ihrem freien Ende je einen Sohlenhalter tragen, in ihrer normalstellung unter dem Einfluii einer mit ihren Enden an den Schwenkhebeln zur Ski» spitze hin beweglich ·■» ehaltenen Feder gegen einen skifesten Anschlag gezogen werden und ent^e^en der Kraft der Feder nach außen hin schwenkbar sind,
    gekennzeichnet durch einen Sperriegel (25)» der an einem skifesten Backenteil (1) gehalten ist, für jedes Federende
    mittelbar oder unmittelbar ,
    (z.B. der Feder 2U) eine Führungsbahn (27/ bildeta eine Bewegung des dem jeweils schwenkenden Hebel (8, 9) zugeordneten Federendes zur Skispitze hin bis zum Erreichen eines vorgegebenen Schwenkwinkels der Schwenkhebel (8, 9) verhindert und das andere dem jeweils nicht schwenkenden Hebel (8, 9) zugeordnete Federende in seiner Normalst ellung hält .
    2. Vorderbacken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (£h) in an sich bekannter Weise mittels Roll« körper (21) an den Schwenkhebeln (8, 9) aufgehängt ist und daß jede Führungsbahn einen sich wenigstens annähernd quer zur Backenlän^srichtung erstreckenden als seitlich nach außen offene Kulisse (27) ausgebildeten Teil aufweist, der in der normalst ellung des entsprechenden Schwenkhebels den zugehörigen Rollkörper (21) aufnimmt,
    3. Vorderbacken nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollkörper (21) an den Schwenkhebeln (B3 9) in Jg einem kulissennrt i/^en sich wenigstens annähernd in Längsrichtung der Schwenkhebel erstrockenden Lnn^loch (2o) ;<;ela^ert sind.
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    bad
    k. Vorderbacken nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet3 rlaß die Langlöcher (2o) zur Skispitze hin konvergieren.
    5. Vorderbacke» nach einem der Ansprüche 3 oder k3 dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkhebel (8, 9) aus je einem im wesentlichen U-förmig gestalteten Blechteil geb.ildet-■sind, dessen Schenkel (Io, 11) sich parallel zur Ski» oberfläche zur Backenlängsachse hin erstrecken, daß in jedem Schenkel (To, 11) ein Langloch (2o ) vorgesehen ist, die zueinander deckungsgleich angeordnet sind, daß in jedem Langloch (2o) eine Rolle (22) geführt ist, die über eine vertikale Achse (23) miteinander verbunden sind und einen Rollkörper (21) bilden, und daß die Federenden an den Rollenachsen (23) angreifen.
    6.' Vorderbacken nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, daß der Sperriegel (25) als U-förmig gestaltetes Blechteil ausgebildet ist, dessen Schenkel (26) sich parallel zur Skioberfläche und zum Skiende hin erstrecken, daß sich die Schenkel (26) des Sperriegels (25) zwischen die Schenkel (1o, 11). der Schwenkhebel (8, 9) erstrecken und daß die Feder (2U) zwischen den Schenkeln (26) des Sperriegels
    (25) angeordnet ist. -4
    T. Vorderbacken nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperriegel (25) in Backenlängsrichtung willkürlich verschiebbar gehalten ist.
    8. Vorderbacken nach Anspruch 7, dadurch gekemm-zaichnet, daß der Sperriegel in Backenlänpsrichtung zweigeteilt ist und daß jeder Sperriegelteil unabhängig vom anderen Verschiebbar gehalten ist. .
    109884/0728
    9· Vorderbacken nach Anspruch 7 oder 8, bei dem der Backenmechanisinus von einen Gehäuse eingeschlossen, ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperriegel (25) bzw. jeder Sperriegelteil einen sich vertikal nach oben erstreckenden Ansatz (32) aufweistä der in eine sich in Backenlängsrichtung erstreckende Ausnehmung (,3*0.· in der oberen Gehäusewand (-2) eingreift.
    10. Vorderbacken nach Anspruch 9", dadurch.· gekennaaietoet , daß der Ansatz aus einer aus des. Sperriegel! (.2:5) ite-ratLS-gestanzten und aufgebogenen Zunge (32) besteht,.
    11. Vorderbacken nach Anspruch. 9 * dadurch g,ek,ennz.eieEuaet, daß der Ansatz von einer auf einer am Sperriegel befestig-ten vertikalen Achse frei drehba,r· gelagerten Rolle gebildet ist, die in der Ausnehmung der Gehäusewand geführt ist.
    12. Varderbacken nach einem der Ansprüche 9 - 11» dadurch gekennzeichnet, daß der Ansatz (32) als Anzeiger der eingestellten Auslosekraft an einer Skala (36) längs den Rändern der Ausnehmung (3H) in der oberen Gehäusewand (2) dient.
    13. Vorderbacken nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß andern freien Ende jedes Schwenkhebels (8, 9) ein als Sohlenhalter dienender an sich be« kannter Winkelhebel (12, 13) angelenkt ist, der nit einem horizontalen Ansatz (16) die Skischuhsohle übergreift, dessen sich wenigstens annähernd in Skilängsrichtung erstreckender Arm (IT) sich der Skischuhsohle seitlich anlegt und dessen sich wenigstens quer zur Skilängsrichtun* erstreckender Arm (18) als Abstützor^an für die Skischuhsohlenvorderkante dient.
    109834/0728
    H-U..' Vor derb aelten -nach .Anspruch 1 dadurch gelkennzeichnet, daß die 3a ckeinlirags achse in der Normalstellung der Schwenkachse (ß, ■'9) "von de.n .AnI enkachse η I lh) üer Sohlenhal-ter {ί 2, 13) eineaa ,gexinT er en Abstand axifweisi; als von den S<ctrwenk:a-Eh.sen ti) &er ScTrwenlklhebe 1 <{8, 9)·
    15* Vorder "backen nach JLnsprtieh 1 3 oder 14, dadurch .gekenn , daß au jeden Sch-wenkhebel eine 3 lattfeder
    ist, deren freies Ende im Sinne des Hachinnensehirenliens aTif den entsprechenden Sohlenhalter wirkt' unJ diesen Ibei nicht eingesetzten Skischuh ge^en einen skifesten Anschlag drückt.
    109884/0728
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