DE205884C - - Google Patents

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DE205884C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B3/00Hearth-type furnaces, e.g. of reverberatory type; Electric arc furnaces ; Tank furnaces

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Crucibles And Fluidized-Bed Furnaces (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vt 205884-KLASSE 31«. GRUPPE
LOUIS ROUSSEAU in ARGENTEUIL, Frankr.
und Schmelzraum.
Patentiert im Deutschen Reiche vom l.Juni 1906 ab.
Die Erfindung bezweckt bei kippbaren
Schmelzofen mit getrenntem Brennschacht und Schmelzraum eine bessere Flammenzuführung zu der Schmelzkammer mittels eigenartig geführter Flammenkanäle.
Es sind zwar bereits öfen bekannt, deren Flammenkanäle in die Schmelzkammer münden; diese dienten jedoch einerseits anderen Zwecken, andererseits war ihre Lage und
ιό Führung wesentlich anders als gemäß der Erfindung; während nämlich die bekanjiten Verbindungskanäle oder Düsen einerseits dazu dienen, der schon geschmolzenen Metallmasse einen Gasstrom zuzuführen, um eine chemische Wirkung auf das Metall auszuüben und andererseits die Kanäle oberhalb des Metallbades münden, besteht das Kennzeichen der Erfindung darin, daß die von dem Brennschacht in bekannter Weise getrennte Schmelzkammer an ihrem oberen Teil von einem Ringkanal umgeben ist, von dem aus außer den von ihm abzweigenden, oben auf das Metall mündenden öffnungen noch in Knieform nach abwärts gerichtete und die Kammerwandung durchdringende Zweigkanäle in den unteren Teil des Schmelzraumes münden. Es hat diese Ausbildung nicht nur den Vorteil, daß eine recht kräftige Außenbeheizung des Schmelzgutes, sondern auch eine Innenbeheizung der Schmelzkammer stattfindet. Diese letztere vollzieht sich in der Weise, daß die Heizgase zu Anfang des Schmelzvorganges, wo die einzelnen Stücke des Schmelzgutes noch freie Räume zwischen sich- lassen, durch die Hohlräume dringen; nimmt dagegen das Schmelzgut eine flüssige Form an, so werden 40
die dementsprechend unter Druck gesetzten Heizgase ebenfalls durch das Metallbad dringen und eine Art brodelnde Wirkung im Metallbade hervorbringen.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Schmelzofens dargestellt, es zeigt:
Fig. ι einen Längsschnitt des Schmelzofens, Fig.2 einen Schnitt nach Linie A-B der Fig. i,
Fig. 3 einen wagerechten Schnitt nach Linie C-D der Fig. i.
Der Ofen besteht aus zwei Teilen 7 und 9. Der Teil 9 dient als Herd und erhält die Luft durch einen Zug 17, der sich an ein Rohr 17* anschließt, welches mit einer Regelungsklappe versehen ist, die mittels einer Handhabe 22 eingestellt werden kann.
. Der Schmelzraum 7 in dem Mauerwerk 5 ist von einem Mantel 15 unter Zwischenlage einer die Wärme schlecht leitenden Schicht, beispielsweise aus Schlackenwolle, umschlossen. Das Mauerwerk trägt am oberen Ende einen Ringkanal 33, der mit den senkrechten Kanälen 34 verbunden ist. Letztere stehen mit dem Schmelzraum durch Kanäle 35 und 36 in Verbindung, welche die Kanäle 34 mit dem oberen und unteren Teil des Schmelzräumes verbinden. Diese Kanäle 35 und 36 verlaufen nicht radial, sondern etwa tangential zu dem zylindrischen Schacht.
Der Mantel 5a aus feuerfesten Steinen begrenzt die Kanäle 34 und den Kanal 33 nach der Seite hin.
Die Teile 7 und 9 stehen untereinander durch die Kanäle 37 und 38 in Verbindung, welche in der Wand des Herdes 9 liegen, wie aus Fig. ι ersichtlich ist.

Claims (1)

  1. Der Schmelzraum 7 wird durch einen Deckel 39 abgeschlossen, welcher mit Abzugsöffnungen für die Verbrennungsgase versehen ist. Die unter Druck eintretende Luft tritt durch' den Kanal 17 in den im Herde 9 befindlichen Brennstoff ein und gelangt mit den Flammen des Herdfeuers durch die Kanäle 37 und 38 zum Ringkanal 33, von wo sie in die Kanäle 34 tritt und in den Raum 7 durch die Kanäle 35 und 36 gelangt, wo sie das im Raum 7 befindliche Metall erhitzt.
    Damit die von dem Raum 9 ausgehenden Verbrennungsgase gleichzeitig durch die Kanäle 35 und 36 in die Schmelzkammer 7 eintreten können, obgleich die Kanäle 35 viel tiefer liegen als die Kanäle 36, wird beiden, gegebenenfalls durch Regelung, ein solcher Durchgangsquerschnitt gegeben, daß die Verbrennungsgase unter dem Druck der durch Rohr 17 zuströmenden Preßluft in die genannten Kanäle mit einer diesem Druck entsprechenden Geschwindigkeit in die genannten Kanäle getrieben werden und dadurch gezwungen werden, zum Teil die Schmelzmasse oben zu bestreichen, zum Teil unten hindurchzudringen.
    Der für die Verbrennung erforderliche Luftdruck wird dabei so stark bemessen, daß, selbst wenn das Metall geschmolzen ist, die durch die unteren Kanäle 35 zutretenden Brenngase die geschmolzene Schicht gleich wie bei der Bessemerbirne aufwühlen; ebenso wie in gewissen Fällen die durch die oberen Kanäle 36 eintretenden Gase. Da diese Kanäle nicht radial, sondern schräg verlaufen, so üben sie auf die Masse eine Wirbelbewegung aus, so daß nicht stets die gleichen Metallteilchen getroffen werden, sondern daß sich vielmehr die Flammen in der Masse gleichmäßig verteilen, was eine gleichmäßige Schmelzung und starke Erhitzung des Metalls bewirkt.
    Wenn man in diesem Ofen Gußeisen behandelt, so ist es in bekannter Weise möglich, es in Stahl oder Schmiedeeisen umzuwandeln. Zu diesem Zweck dreht man den Griff 22 des Luftventils 17* so, daß man eine oxydierende Flamme erhält, welche den Kohlenstoff des Eisens im gewünschten Grade verbrennt, je nachdem man Stahl oder Schmiedeeisen herstellen will.
    Wenn man den Ofen um seine Zapfen dreht, um das geschmolzene Metall auszugießen, so würde das Metall (siehe die Neigung des linken Kanals 36 in Fig. 3) der Gefahr ausgesetzt sein, durch diesen Kanal anstatt durch die Auslaßmündung herauszufließen.
    Um diesen Ubelstand zu vermeiden, ist in dem Futter 5n ein kleiner Kanal 49 vorgesehen, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, dessen äußeres Ende in den Kanal 36 mündet, so daß bei Neigung des Ofens das Metall, welches durch den Kanal 36 abfließt, durch den Kanal 40 in den Ofenraum 9 zurückgeführt wird.
    Pa τ ε ν τ - A ν s ρ R υ c η :
    Kippbarer Ofen zum Schmelzen von Metallen mit getrenntem Brennschacht und Schmelzraum, dadurch gekennzeichnet, daß die von dem Brennschacht getrennte Schmelz- 70' kammer (7) an ihrem oberen Teil von einem Ringkanal (33) umgeben ist, von welchem aus in den Ofenwandungen außer den in bekannter Weise oberhalb des Schmelzgutes mündenden Düsen (36) noch senkrecht nach abwärts gerichtete, die Kammerwaridung durchdringende Düsen (35) in den unteren Teil des Schmelzraumes münden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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