DE206780C - - Google Patents

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DE206780C
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DE
Germany
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guided
cigar
winding form
wrapping machine
endless belt
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DENDAT206780D
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24CMACHINES FOR MAKING CIGARS OR CIGARETTES
    • A24C1/00Elements of cigar manufacture
    • A24C1/08Making tobacco bunches

Landscapes

  • Manufacturing Of Cigar And Cigarette Tobacco (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
— 'M 206780 KLASSE 79 b. GRUPPE
A. de BRANDT und R. van CANEGHEM in BRÜSSEL. -
Zigarren-Wickelmaschine. Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Februar 1908 ab.
Zigarren-Wickelmaschinen, welche alle Arbeiten von der Bildung des Wickels bis zum Aufrollen des Deckblattes ausführen, sind bekannt. Dieselben sind jedoch von sehr verwickelter Anordnung, weil die zur Herstellung einer Zigarre nötigen Operationen von verschiedenen Vorrichtungen ausgeführt werden, zu deren Bedienung mehrere Arbeiter erforderlich sind. So wird gewöhnlich der zur Einlage bestimmte Blättertabak unter Beihilfe eines Arbeiters der Länge nach in eine Form ~ oder Rinne gebracht, um 'die nötige Menge davon zu bestimmen. Dann gelangt derselbe zwischen bewegliche Riemen und wird hier gerollt, oder wird einfach, wie bei Schnitttabak, durch eine Röhre gepreßt, wobei ein zylindrischer Pfropf entsteht, während das Umwickeln des Deckblattes unter Beihilfe eines zweiten Arbeiters von Kaliberwalzen bewirkt wird, die gleichzeitig die Spitze der Zigarren durch Zusammendrücken des Tabaks ausbilden. In der Praxis zieht man es jedoch vor, die von der Maschine aus Blättertabak hergestellten Wickel nach Größe zu sondern und in besondere Kapseln einzuzwängen, wo dieselben längere Zeit verbleiben, um sie dann erst von Hand oder mit Hilfe einer besonderen Maschine mit Deckblatt versehen zu lassen. In beiden Fällen erhält man jedoch, ganz abgesehen von einer großen Menge Ausschuß, eine Zigarre, welche in der Mitte zu lose und an der Spitze zu fest gerollt ist. . Die vorliegende Zigarren - Wickelmaschine unterscheidet sich dadurch vorteilhaft, daß die Meß form,, in welche der Blättertabak längsweise eingelegt wird, genau mit der zu bildenden Zigarre übereinstimmt und gleichzeitig als Wickelform· ausgebildet ist, wobei das Wickeln nicht durch eine rollende, vom Arbeiter sich entfernende Bewegung — wie zwisehen Riemen —, sondern durch eine Drehbewegung stattfindet, und derselbe1 Arbeiter die Herstellung der Zigarre durch Hinzufügen von mehr oder weniger Blättern, bis zum letzten Deckblatte, vollständig in seiner Gewait hat. Die Drehung selbst wird der Tabakseinlage nicht wie bei Kaliberwalzen nur an drei Berührungslinien unvollkommen mitgeteilt,, sondern am ganzen Umfange der Form, so daß die Übertragung der Drehung und die regelmäßige Mitnahme der Wickel- und Deckblätter beim geringsten Druck auf die Einlage mit Sicherheit stattfindet.
Dieses Ergebnis wird dadurch erreicht, daß der massive Teil der Wickelform aus mehreren Längsteilen besteht, die in solcher Entfernung voneinander angeordnet sind, daß zwischen ihnen ein endloses Band durchgeführt werden kann. Letzteres ist nun derart um die einzelnen Teile geführt, daß es die Wände der Wickelform bedeckt und hier eine Kreisbewegung verursacht, sobald es in Bewegung gesetzt wird. . Es genügt daher, nachdem der Arbeiter Tabak in die geöffnete Wickelform gelegt, das endlose Band zu bewegen und hintereinander das Wickel- und Deckblatt einzuführen, um sofort eine regelmäßig gebildete Zigarre herzustellen. Durch einen leichten : Druck gegen einen Hebel wird die Wickelform hinreichend geöffnet, um die fertige Zigarre
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entschlüpfen .zu lassen. Im übrigen besitzt die Maschine nur rollende Teile und arbeitet ganz geräuschlos.
Die beiliegenden Zeichnungen stellen eine Ausführungsform der so gekennzeichneten Wickelmaschine dar. Fig. ι ist eine Vorder-. ansieht derselben und Fig. 2 ein senkrechter Schnitt durch die Mitte.
Die Fig. 3, 4 und 5 stellen die Wickelform im größeren Maßstabe dar, und zwar im Schnitt, : in Seitenansicht und.in Oberansicht, während , · Fig. 6 eine veränderte Antriebsvorrichtung zeigt.
Das Maschinengestell besteht aus zwei durch Winkeleisen δ verstärkten Eisenblechen a, welche von vier Schraubenbolzen c in passender Entfernung voneinander gehalten werden und zur Aufnahme aller arbeitenden Teile der Maschine dienen.
Das endlose Band d (Fig. 1) besteht aus Leinwand oder einem anderen passenden Stoff,
. welcher dauerhaft und hinreichend schmiegsam ist, um an den Formwänden anzuliegen.
Dieses Band d, welches in Fig. 2 in punktierten Linien angedeutet ist, läuft abwechselnd um einen Teil· der Wickelform m und eine Leitrolle, von welchen fünf e1, e2, e3, e4, es vorhanden sind, und welche dazu dienen, das Band mitzunehmen. Die Rolle e1 wird von einer Riemenscheibe in Drehung gesetzt und teilt diese Bewegung durch eine endlose, von einer Spannscheibe f1 beeinflußte Kette f den Rollen e2 und e3 mit. Ferner überträgt die Rolle e1 ihre Bewegung auf die Rolle e4 mittels eines Zahnradgetriebes g (Fig. 1), während die Rolle e5 frei gelagert ist. Eine an einem Gewichtshebei h1 befestigte Druckrolle h hat den Zweck, das endlose Band ' gegen die Rolle e4 zu drücken und dessen Mitnahme zu veranlassen. Die Druckrolle kann durch den Fußtritt i entfernt werden, wobei das Band stillsteht.
Die Wiqkelform ist beispielsweise der Länge nach in vier Teile (Platten) m1, m2, m3, m* geteilt, welche durch Bolzen k miteinander verbunden sind und von Scheiben k1 in einer gewissen Entfernung voneinander gehalten werden, so daß das endlose Band sich durch die Platten frei bewegen kann. Die so gebildete Wickelform ist mit denselben . Verbindungsbolzen k auf zwei Querschienen I, I1 befestigt. Die Platten m1 bis ml sind so ausgeschnitten, daß sie genau den Hohlraum einer Zigarre bilden, die entweder gerade, bauchig oder konisch sein kann. Ferner lassen sich die vorderen Platten mit den hinteren auswechseln, je nachdem es sich darum handelt, das Deckblatt von rechts nach links oder von links , nach rechts umzuwickeln.
Die Platte mi ist zweckmäßig durch Scharniere mit einer anderen geneigten Platte w5 verbunden, welche den Zweck hat, das Einführen des Tabaks in die Wickelform zu erleichtern. Gleichzeitig verengt, die Platte w5 die Öffnung der Wickelform und verhindert das Entweichen des Wickels. Es ist deshalb nötig, die Wickelform etwas zu öffnen, sobald die Zigarre fertig ist, was dadurch geschieht, daß die Platte mi an einem Ende leicht drehbar um einen Verbindungsbolzen k angeordnet und am anderen Ende mit einem Hebel η (Fig. 2) verbunden ist. Das Verstellen dieses Hebels bewirkt das öffnen der Form, während beim Loslassen desselben eine Schraubenfeder die sofortige Verengung bewirkt. Anstatt einer Winkelbewegung kann man selbstverständlich den Platten ml und m5 auch eine Parallelbewegung geben. Ferner kann die Platte mh wagerecht auf der Platte w4 gelagert sein und nötigenfalls ein Stück mit derselben bilden.
Während das Deckblatt in schräger Richtung aufgewickelt wird, ist es nötig, das Ende desselben festzukleben, zu welchem Zwecke folgende Anordnung vorgesehen ist. Über der Platte m3 ist eine Latte 0 (Fig. 2 und 3) angeordnet, um welche ein endloses Band ft geht. Letzteres läuft ferner, über eine Zugrolle q, welche ihre Bewegung durch eine Riemenscheibe q1 (Fig. 1) erhält. .Eine Preßrolle r drückt das Klebeband gegen q, um dessen Mitnahme zu sichern. Von da wird das Klebeband über zwei feste Stäbe s, s1 geleitet und dringt in den Leimbehälter t, um von da über eine Leitrolle u zu gehen. Das Klebeband ft und die Latte 0 sind von einem Schieber ν (Fig. 5) verdeckt, welcher einen Ausschnitt v1 besitzt und an dem Knopf v2 seitlich verschoben werden kann, um das Klebeband freizulegen. Dies geschieht in dem Augenblicke, wo sich das Ende des Deckblattes über dem Klebebande befindet und, gegen dasselbe reibend, das Festkleben bewirkt. Eine Scheide oder ein Blech't1 verhindert das Beschmutzen des endlosen Bandes d.
An Stelle dieser Anordnung genügt es, einen flachen, mit Deckel versehenen Behälter nahe der Wickelform. an dem Bolzen k zu befestigen und mit einem passenden Klebemittel anzufüllen, in welchem ein kleiner, sich frei drehen- no der Klebezylinder angeordnet ist. Ein mit Schieber versehener Schlitz befindet sich im Deckel dieses Behälters genau über dem Klebezylinder, der im passenden Augenblicke. durch 'Verstellen des Schiebers freigelegt wird, so daß das Ende des Deckblattes gegen denselben reiben. kann.
χ ist der Tabakbehälter, aus welchem der Arbeiter an der seitlichen Öffnung x1 die jedesmal nötige Menge Tabak entnimmt.
Um das seitliche Entweichen des Tabaks in der Wickelform zu verhindern, ist ein Winkel-
stück w an dem Schieber υ befestigt, das in die Wickelform hineinreicht und einen Stift w1 trägt, welcher in der Spitze der sich bildenden Zigarre zu liegen kommt. Beim Weglassen der Spitze kann dieses Winkelstück auch fest am Bolzen k angeordnet werden, und zwar zu beiden Seiten des Wickels.
Es ist noch zu bemerken, daß die Druckrolle h auch gegen irgendeine andere der Leitrollen e1 bis e4 drücken kann. Fig. 6 zeigt deren Anordnung an der Leitrolle e2. In diesem Falle wirkt der belastete Hebel h1 gegen zwei Druckrollen h, welche in einem Schlitz arbeiten und eine doppelte Mitnahme des Bandes verursachen. Die drei Rollen e2 und h, h sind außen mit · einem Zahnradgetriebe versehen und drehen sich gleichmäßig. Der Fußtritt ist hier ebenfalls belastet und so angeordnet, daß das Herunterdrücken desselben die Mitnahme des endlosen Bandes veranlaßt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch ε:
    ι. Zigarren-Wickelmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß die Wickelform aus Längsteilen besteht, welche in einer ge-.
    :wissen Entfernung voneinander fest angeordnet sind, und um welche ein endloses Band so geführt ist, daß dessen Bewegung eine Kreisbewegung im Innern der Form hervorruft.
    . 2. Ausführungsform der Zigarren-Wickelmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wickelform aus einer Reihe übereinanderliegender Platten (m1, m2, mz, mi, mh) besteht, welche der Zigarrengestalt entsprechend ausgeschnitten sind und mittels Bolzen (k) und Scheiben (k1) in passender Entfernung voneinander gehalten werden, und von denen eine der oberen Platten beweglich angeordnet ist, um die Wickelform öffnen zu können, in Verbindung mit einem endlosen Bande (d), welches abwechselnd um eine Platte und eine Zugrolle geführt ist, von denen fünf (e1, e2, e3, ei, e5) vorhanden sind, die durch Ketten und Getriebe eine gleichmäßige Bewegung erhalten und diese mittels einer von einem Fußtritt (i) bewegbaren Druckrolle (h) auf das endlose Band übertragen.
    3. Zigarren-Wickelmaschine nach Anspruch 2; dadurch gekennzeichnet, daß das Festkleben des Deckblattes mittels eines endlosen Klebebendes (f) bewirkt wird, welches einerseits über Leitrollen durch einen mit Klebestoff angefüllten Behälter (t) und andererseits in der Nähe der Wickelform über eine Latte (0) geführt ist, welche von einem mit einem Ausschnitt versehenen Schieber (v)' verdeckt ist und im passenden Augenblicke durch Entfernen dieses Schiebers freigelassen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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