DE2124357C3 - Meridian-Kreiselgerät - Google Patents
Meridian-KreiselgerätInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Meridian-Kreiselgerät mit einem in einem Zwischengehäuse an einem Band
aufgehängten Kreisel, einem Abgriff zur Erzeugung eine» Abgriffsignals nach Maßgabe der Auslenkung des
Kreisels aus einer Bandnullage, einem Drehmomenterzeuger zur Ausübung eines dem Kreiselrichtmoment
entgegenwirkenden Gegenmoments auf den Kreisel, wobei das Abgriffsignal mit hohem Verstärkungsgrad
auf den Drehmomenterzeuger geschaltet ist, einem Stellmotor zur Nachdrehung des Zwischengehäuses und
einer Steuerschaltung zur Steuerung des Stellmotors in Abhängigkeit von dem Abgriffsignal derart, daß im
Endzustand der Kreisel mit seiner Drallachse nach Nord
ausgerichtet ist.
Ein bandaufgehängter Kreisel sucht sich bekanntlich in die Nordrichtung einzustellen. Es wirkt auf den
Kreisel ein Kreiselrichtmoment, welches proportional dem Kreiseldrall, der Winkelgeschwindigkeit der
Erddrehung, in erster Näherung der Abweichung der Kreiseldrallachse von der Nordlage und dem Kosinus
der geographischen Breite ist.
Es dauert jedoch sehr lange, bis der Kreisel in die,
Es dauert jedoch sehr lange, bis der Kreisel in die,
Nordrichtung einschwingt. Es ist deshalb bekannt, das Kreiselrichtmoment durch ein elektromagnetisch erzeugtes
Gegenmoment zu kompensieren. Zu diesem Zweck ist ein Drehmomenterzeuger vorgesehen, der ein
Drehmoment auf den Kreisel um die Azimutachse auszuüben gestattet. Dieser Drehmomenterzeuger ist
mit hohem Verstärkungsgrad von einem Abgriffsignal von einem Abgriff beaufschlagt, welches von der
Auslenkung des Kreisels aus der Bandnullage abhängt. Das erzeugte Gegenmoment ist diesem Abgriffsignal
ϊο proportional, so daß das Abgriffsignal proportional dem
Kreiselrichtmoment und damit der Abweichung der Kreiseldrallachse von der Nordrichtung wird. Bei
bekannten Einrichtungen wird ein Servomotor von diesem Abgriffsignal stetig angesteuert, durch den ein
Zwischengehäuse mit dem Abgriff und der Bandaufhängung in die Nordrichtung eingedreht wird. Im
Endzustand steht dann das Zwischengehäuse mit der Bandnullage des Kreisels in Nordrichtung. Der Kreisel
steht mit seiner Kreiseldrallachse in Nordrichtung und damit in der Bandnullage, so daß das Band entspannt ist.
Das Kreiselrichtmoment ist null, und auch das Abgriffsignal ist zu null geworden.
Bei solchen Meridian-Kreiselgeräten treten relativ verwickelte Schwingungsverhältnisse auf. Es läßt sich
zeigen, daß bei einer solchen Einrichtung die Kompensation des Kreiselrichtmoments durch ein Gegenmoment
sich als Dämpfung für den Einschwingvorgang des Kreisels in die Nordrichtung auswirkt. Es läßt sich
weiterhin zeigen, daß sich bei diesem Vorgang eine immer noch relativ lange Einschwingdauer ergibt, die
praktisch durch Variation der Gegenmomente nicht weiter verringert werden kann.
Es ist weiterhin ein Meridian-Kreiselgerät bekannt (INTERAVIA, 1961, 1007), bei welchem das Kreiselgehäuse
über ein Torsionsband an einer Platte aufgehängt ist, die ihrerseits mittels eines Servomotors gegenüber
einem Gerätegehäuse verdreht werden kann. Ein Abgriff spricht auf die Auslenkung des Kreisels aus
einer Bandnuüage an, und nach Maßgabe des Abgriffsignals
erfolg» periodisch eine Nachdrehung der Platte in eine Stellung, in welcher das Band entspannt ist. Das
wirkt sich als Dämpfung der Kreiselschwingungen aus, und im Endzustand sind der Kreisel und die Bandnullage
nach Nord ausgerichtet.
Bei diesem bekannten Meridian-Kreiselgerät soll durch die Nachdrehung des Torsionsbandes das
Einschwingen des Kreisels in die Nordrichtung gedämpft werden. Erst wenn die Kreiseldrallachse nach
diesem Einschwingvorgarig zur Ruhe kommt, erfogt die Messung der Nordrichtung. Es handelt sich also um
einen einzigen zusammenhängenden Meßvorgang. Die vorhergegangenen Nachdrehbewegungen der Platte
erfolgen so, daß das Band entspannt wird. Sie haben nichts mit einer Messung der Nordrichtung zu tun.
Es ist weiterhin ein Meridian-Kreiselgerät bekannt (US-PS 32 06 864), bei welchem ein Kreisel mit seiner
horizontal gehaltenen Drallachse in Ost-West-Richtung
angeordnet ist. Der Bewegung des Kreisels mit der
Drallachse in die Nordrichtung wirkt das Moment eines Drehmomentgebers entgegen, auf den ein nach
Maßgabe eines von der Auslenkung der Kreiseldrallachse abhängigen Abgriffsignals einstellbarer Strom
gegeben wird. Das so erhaltene, dem Kreiselrichtmoment analoge Signal wird auf einen Rechner gegeben.
Ebenfalls auf den Rechner gegeben wird ein zweites Signal, das anschließend in gleicher Weise bei einer um
einen kleinen Winkel gegen die Ost-West-Richtung versetzten Orientierung der Kreiseldrallachse gewonnen
wird. Der Rechner, der als Analogrechner ausgebildet ist, erzeugt daraus einen Meßwert für die
Nordrichtung.
Bei dieser bekannten Anordnung erfolgt keine Nachdrehung des Kreisels mit seiner Drallachse in die
Nordrichtung. Im Gegenteil: Beide Messungen erfolgen
bewußt bei Ausrichtung der Kreiseldrallachse im wesentlichen in die Ost-West-Richtung.
Es ist weiterhin bekannt (DT-OS 16 23 575), durch ein
Torsionsband mit einem gegenüber dem Kreiselrichtmoment großen Bandrichtmoment die Lrallachse des
Kreisels an die Bandnuilage zu fessein. Die Auslenkung
der Drallachse aus der Bandnuilage ist dann ein Maß für das Kreiselrichtmoment, d. h. für die Abweichung der
Kreiseldrallachse von Nord. Aus der Auslenkung der Kreiseldrallachse wird bei dem bekannten Verfahren
auf die Nordrichtung extrapoliert, und es wird das Meßsystem mit der Bandnuilage in die so ermittelte,
wenigstens angenäherte Nordrichtung eingeschwenkt. Anschließend erfolgen mit einem »weichen« Torsionsband
eine oder mehrere weitere Messungen.
Es braucht bei diesem Verfahren nicht das Einschwingen
des Kreisels in die Nordrichtung nach einer mehr oder weniger gedämpften harmonischen Schwingung
abgewartet zu werden.
Bei diesem bekannten Verfahren erfolgt die Messung der Auslenkung durch Ablesung mittels eines Zielfernrohres,
das auf einen mit dem Kreisel verbundenen Spiegel gerichtet ist. Die Extrapolation auf die
Nordrichtung wird rechnerisch oder graphisch vorgenommen, und das Gerät wird an Hand eines Teilkreises
von Hand um den so ermittelten Abweichungswinkel verdreht. Die Durchführung dieses bekannten Verfahrens
ist daher relativ umständlich und birgt die Gefahr von Fehlern bei der Ablesung, der Bestimmung des
Abweichungswinkels und bei der Nachdrehung an Hand des Teilkreises in sich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Meridian-Kreiselgerät der eingangs definierten Art zu
schaffen, welches eine möglichst schnelle Einstellung des Kreisels in die Nordrichtung ermöglicht, wobei
keine genaue Kenntnis der geographischen Breite verlangt wird und auch keine hohen Anforderungen an
die Konstanz der Instrumentenkonstanten gestellt werden.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Steuerschaltung einen Speicher für das
Abgriffsignal, eine Umschaltvorrichtung, durch welche der Speicher nach dem Einstellen des Kreisels von dem
Abgriff ab- und auf den Stellmotor aufschaltbar ist, und einen Rückführkreis enthält, der den Drehwinkel des
Stellmotors proportional zu dem gespeicherten Abgriffsignal macht.
Im Gegensatz zu dem eingangs geschilderten vorbekannten Gerät, bei welchem das auf den
Drehmomenterzeuger gegebene hochverstärkte Abgriffsignal ständig gleichzeitig auf einen Servomotor zur
Nachführung des Zwischengehäuses geschaltet ist und daher die elektrische Fesselung des Kreisels an die
Bandnuilage und die Nachdrehung des Zwischengehäuses nach Nord miteinander verknüpfte Regelkreise sind,
wird bei dem Gerät nach der Erfindung eine strenge Trennung durchgeführt: Es erfolgt eine Messung der
Abweichung von Nord. Der so erhaltene Wert wird in dem Speicher gespeichert. Um diesen gespeicherten
Wert wird dann das Zwischengehäuse verdreht, und zwar unbeeinflußt von dem während dieser Verdrehung
beobachteten Verhalten des Kreisels und des Abgriffsignals. Erst wenn diese Verdrehung durchgeführt ist,
erfolgt eine erneute Messung der verbleibenden Abweichung von Nord mittels des Kreisels und, soweit
erforderlich, eine nochmalige Nachstellung. Dies alles kann gegebenenfalls automatisch ablaufen, ohne daß
der Benutzer dazu Skalen ablesen oder Rechnungen durchführen müßte. Es hat sich überraschenderweise
gezeigt, daß mit einem solchen aus abwechselnden, aber voneinander getrennten Meß- und Nachstellvorgängen
bestehenden Iterationsverfahren die Nordrichtung schneller bestimmt werden kann als mit den vorbekannten
stetig arbeitenden Meridian-Kreiselgeräten.
Die Erfindung ist an einem Ausführungsbeispiel unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert.
F i g. 1 zeigt ein Meridian-Kreiselgerät schemaüsch in
Schnittansicht mit der zugehörigen Schaltung;
F i g. 2 zeigt Diagramme zur Erläuterung der Wirkungsweise des erfindungsgemäßen Meridian-Kreiselgerätes.
In einem Gehäuse 10 ist ein Zwischengehäuse 12 drehbar gelagert. In dem Zwischengehäuse ist ein
Kreisel 14 mit einem Mast 16 an einem Band 18 aufgehängt. An dem Mast 16 ist ein Spiegel 20
vorgesehen, der mit einem photoelektrischen Abgriff 22 am Zwischengehäuse 12 zusammenwirkt.
Das Zwischengehäuse 12 ist durch eine magnetisch abschirmende Zwischenwand 24 unterteilt. Durch einen
Durchbruch 26 in der Zwischenwand ragt ein Zapfen 28, der am Gehäuse des Kreisels 14 gleichachsig zu dem
Mast 16 und dem Band 18 sitzt und einen Anker 30 eines Drehmomenterzeugers 32 trägt. Durch den Anker 30 ist
ein Drehmoment auf den Kreisel 14 um die Bandachse ausübbar. Das Zwischengehäuse 12 ist von einem
Stellmotor 34 über ein Ritzel 36 und ein Zahnrad 38 verdrehbar. Mit aem Motor 34 ist ein Tachogenerator
40 gekuppelt. Mit dem Zwischengehäuse 12 ist ein Zielfernrohr 42 auf der Oberseite des Gehäuses 10
verbunden.
Das Abgriffsignal Uk wird über einen Verstärker 44
auf den Drehmomenterzeuger 32 geschaltet. Dabei können Ströme it und h se auf Spulen des Drehmomenterzeugers
geschaltet werden, daß der eine Strom die Fesselung des Kreisels um die Bandachse und der
andere eine Dämpfung bewirkt.
Das Abgriffsignal ist außerdem über einen Widerstand R\ und einen Schalter Si einer Umschaltvorrichtung
46 auf einen als Speicher dienenden Kondensator C) geschaltet.
In einer zweiten Schaltstellung »Nachdrehen« der Umschaltvorrichtung 46 wird über den Schalter Si der
Kondensator Q auf einen Servoverstärker SV geschaltet, der einen hochohmigen Eingang besitzt, so daß der
in dem Kondensator gespeicherte Spannungswert während des Nachdrehvorganges erhalten bleibt und
den Stellmotor 34 speist.
Eine Rückführschleife enthält den Tachogenerator 40, einen Lade widerstand fa und einen Kondensator C?.
Der Kondensator Ci wird in der Stellung »Nachdrehen«
von dem Tachogenerator mit einer Spannung Ut über
den Widerstand A2 auf eine Spannung aufgeladen, die
dem Zeitintegral der Motordrehzahl proportional ist, also dem Drehwinkel des Motors 34. Der Widerstand A2
ist zur Berücksichtigung der geographischen Breite einstellbar.
In der dargestellten Schaltstellung »Vorbereitung« wird der Kondensator C2 über einen Entladewiderstand
R3 jeweils wieder entladen.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Anordnung wird nachstehend unter Bezugnahme auf F i g. 1 und 2
beschrieben:
Fig.2 zeigt in Abhängigkeit von der Zeit f die
Kreiseldrchzab!, den Winkel α* zwischen Kreiseldrallachse
und Bandnullage, und den Winkel a0 zwischen
Bandnullage und Nord (siehe unteres Diagramm von Fig.2 und Winkel «o für f=0). Während der Zeit f=0
bis r2 läuft der Kreisel hoch (oberes Diagramm von F i g. 2).
Das Gerät wird mit der Bandnullage und der Kreiseldrallachse nach einem Magnetkompaß zunächst
ungefähr nach der Nordrichtung ausgerichtet, so daß die Winkelabweichung der Kreiseldrallachse von der
Nordrichtung eingeschränkt ist.
Der Kreisel 14 sucht sich dann mit seiner Drallachse in die Nordrichtung einzudrehen. Dabei wandert er aus
der Bandnullage aus, und der Abgriff liefert ein Signal Uk, welches über den Verstärker 44 mit hohem
Verstärkungsgrad auf den Drehmomenterzeuger 32 gegeben wird. Auf diese Weise übt der Drehmomenterzeuger
32 auf den Kreisel 14 ein Gegenmoment aus, welches dem Kreiselrichtmoment entgegenwirkt. Das
Kreiselrichtmoment wird also praktisch durch das Gegenmoment kompensiert, so daß der Kreisel im
wesentlichen in der Bandnullage bleibt. Der Kreisel schwingt so in einem ersten Einschwingvorgang in dem
Zeitraum von fi bis h in eine Gleichgewichtslage ein, in
welcher das Kompensationsmoment des Drehmomenterzeugers dem Kreiselrichtmoment die Waage
hält.
Das Abgriffsignal Uk ist proportional dem Winkel zwischen Kreiseldrallachse und Nordrichtung. Dies Signal wird über den Widerstand R auf den Kondensator Ci gegeben, der also auf Uk aufgeladen wird und während der »Vorbereitungsw-Schaltstellung ständig auf dieser Spannung gehalten wird. Es erfolgt dann, gesteuert von einem Zeitschaltwerk 48, eine Umschaltung der Schalter S\ und S2. Damit wird die Spannung des Kondensators Ci, also das gespeicherte Abgriffssignal, welches der Abweichung von der Nordrichtung
Das Abgriffsignal Uk ist proportional dem Winkel zwischen Kreiseldrallachse und Nordrichtung. Dies Signal wird über den Widerstand R auf den Kondensator Ci gegeben, der also auf Uk aufgeladen wird und während der »Vorbereitungsw-Schaltstellung ständig auf dieser Spannung gehalten wird. Es erfolgt dann, gesteuert von einem Zeitschaltwerk 48, eine Umschaltung der Schalter S\ und S2. Damit wird die Spannung des Kondensators Ci, also das gespeicherte Abgriffssignal, welches der Abweichung von der Nordrichtung
proportional ist, auf den Servoverstärker SVgeschaltet, so daß der Stellmotor das Innengehäuse 12 in die
Nordrichtung nachdreht (Zeit I3 bis U, unteres Diagramm
in Fig.2). Der Tachogenerator liefert eine der Drehgeschwindigkeit proportionale Spannung, die über
R2 und C2 integriert wird, so daß die Spannung des
Kondensators C2 proportional dem Drehwinkel wird. Diese Spannung wird als Rückführung bzw. Gegenkopplung
über den Schalter S2 auf den Servoverstärker SV geschaltet. Der Servoverstärker wird somit um
einen Winkel verdreht, der der Spannung am Kondensator Ct proportional ist, wobei durch geeignete
Bemessung der Schaltelemente dafür gesorgt ist, daß dieser Winkel im wesentlichen der ursprünglichen
Abweichung des Kreisels von der Nordrichtung
entspricht. Die geographische Breite kann dabei wie gesagt durch die »Integrationskonstante« mittels des
Widerstands A2 berücksichtigt werden. Eine solche
Berücksichtigung der geographischen Breite wirkt sich auf die Meßzeit günstig aus, ist aber keine unbedingte
Notwendigkeit, und es werden jedenfalls keine großen Anforderungen an die Genauigkeit dieser Einstellung
gestellt. Am Ende dieses Vorganges (U) ist der Kreisel mit seiner Drallachse mit wesentlich besserer Genauigkeit
nach Norden ausgerichtet. Es kann jetzt dieser
Vorgang wiederholt werden (U bis ie). Der Kreisel wird
auf diese Weise mit schnell konvergierenden Drehwinkeln stufenweise in die Nordrichtung eingedreht, wie im
unteren Diagramm von F i g. 2 dargestellt ist. Es hat sich gezeigt, daß man damit überraschend schnell die
Nordrichtung ermitteln kann.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Meridian-Kreiselgerät mit einem in einem
Zwischengehäuse an einem Band aufgehängten Kreisel, einem Abgriff zur Erzeugung eines Abgriffsignals
nach Maßgabe der Auslenkung des Kreisels aus einer Bandnullage, einem Drehmomenterzeuger
zur Ausübung eines dem Kreiselrichtmoment entgegenwirkenden Gegenmoments auf den Kreisel,
wobei das Abgriffsignal mit hohem Verstärkungsgrad auf den Drehmomenterzeuger geschaltet ist,
einem Stellmotor zur Nachdrehung des Zwischengehäuses und einer Steuerschaltung zur Steuerung des
Stellmotors in Abhängigkeit von dem Abgriffsignal derart, daß im Endzustand der Kreisel mit seiner
Drallachse nach Nord ausgerichtet ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die Steuerschaltung einen Speicher (Q) für das Abgriffsignal (Uk), eine
Umschaltvorrichtung (46), durch welche der Speicher (Q) nach dem Einstellen des Kreisels (14) von
dem Abgriff (22) ab- und auf den Stellmotor (34) aufschaltbar ist, und einen Rückführkreis (40, R2, Ci)
enthält, der den Drehwinkel des Stellmotors (34) proportional zu dem gespeicherten Abgriffsignal
macht.
2. Meridian-Kreiselgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltvorrichtung
(46) von einem ZeitschaUwerk (48) automatisch betätigbar ist.
3. Meridian-Kreiselgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicher ein über
einen Schalter (S]) der Umschaltvorrichtung (46) auf die Abgriffspannung (Ui) aufgeladener Kondensator
(Q) ist, der nach Umschaltung über diesen Schalter (S\) an einem den Stellmotor (34) speisenden
Servo-Verstärker (SV) mit hohem Eingangswiderstand liegt.
4. Meridian-Kreiselgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Rückführkreis einen
mit dem Stellmotor (34) gekuppelten Tachogenerator (40) enthält, der über einen Ladewiderstand (7?2)
einen Rückführkondensator (C2) auflädt, und daß der
Rückführkondensator (C2) über einen Schalter (S2)
der Umschaltvorrichtung (46) bei Nachdrehbetrieb im gegenkoppelnden Sinne an den Servo-Verstärker
(S V) anlegbar ist.
5. Meridian-Kreiselgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ladewiderstand (R2)
zur Berücksichtigung der geographischen Breite einstellbar ist.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712124357 DE2124357C3 (de) | 1971-05-17 | Meridian-Kreiselgerät | |
| GB4827571A GB1344893A (en) | 1971-05-17 | 1971-10-18 | Meridian gyroscope |
| IT2414272A IT955359B (it) | 1971-05-17 | 1972-05-10 | Sistema ed apparecchio per determi nare la direzione del nord |
| FR7218565A FR2138174B1 (de) | 1971-05-17 | 1972-05-16 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712124357 DE2124357C3 (de) | 1971-05-17 | Meridian-Kreiselgerät |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2124357A1 DE2124357A1 (de) | 1972-11-30 |
| DE2124357B2 DE2124357B2 (de) | 1976-11-18 |
| DE2124357C3 true DE2124357C3 (de) | 1977-07-07 |
Family
ID=
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