DE2129094A1 - Alarmeinrichtung zur Temperaturüberwachung - Google Patents
Alarmeinrichtung zur TemperaturüberwachungInfo
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Description
Patentanwälte
Dlpl.-Inrj. R. QEETZ »βη.
Dlpl-Ins. K. LAMPRECHT
Dr.-Ing. R. P E E T Z Jr.
8 München 22, Steinedorfstr. 10
410-17.165P- II.6.1971
Commissariat ä !'Energie Atomique, Pari s (Prankreich)
Alarmeinrichtung zur Temperaturüberwachung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Alarmeinrichtung zum Überwachen der Temperatur von in einem gegen den Außenraum
isolierten Behälter enthaltenen Objekten mit einem Infrarotdetektor und einer fokussierenden Filteroptik.
Die erfindungsgemäß ausgebildete Alarmeinrichtung kann beispielsweise auf die von in einem Speicherraum gespeicherten
Uranstäben ausgehende Infrarotstrahlung ansprechen und dient dann der Peststellung und Lokalisierung von anormal erhitzten
Stellen dieser Stäbe und vermag beispielsweise ein Alarmsignal auszulösen, bevor die Gefahr einer Emission von diese anormale
Erhitzung begleitender ionisierender Strahlung in den Außenraum besteht.
Der Einsatz der erfindungsgemäßen Alarmeinrichtung ist jedoch nicht auf das Gebiet der Kerntechnik beschränkt, vielmehr kann
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sie auf allen möglichen anderen Sektoren der Industrie Anwendung finden. Solche möglichen Anwendungsfälle sind beispielsweise
bei der Stahlerzeugung und -verarbeitung oder bei der Glasherstellung und-Verarbeitung gegeben, wo die Erfindung der
Überwachung und lokalen Analyse der Temperatur von öfen, Walzwerken
u*dgl. dienen kann. Ganz allgemein kann die Erfindung
immer dann zur Anwendung kommen, wenn die Umgebungs4»8apebedi^,ngungen
- wie das Vorhandensein einer erhöhten Temperatur oder
von gefährlicher Strahlung das einwandfreie Arbeiten der üblichen Temperaturüberwachungseinrichtungen in Frage stellen.
Für die Überwachung der thermischen Erhitzung von Üranstäben
sind bereits Einrichtungen in Vorschlag gebracht und verwendet worden,die mit Infrarotdetektoren arbeiten und
schon auf anderen technischen Gebieten wie beispielsweise der Überwachung der Achstemperatür bei Eisenbahnwagen zum Einsatz
gekommen sind. Als Infrarotdetektoren dienen bei diesen bekannten
Einrichtungen Thermopaare. Diese werden in der Nachbarschaft der zu überwachenden Uranstäbe angeordnet. Sie sind an
pyrometrische Schaltungen angeschlossen, und die Abschätzung der Erhitzung der Uranstäbe erfolgt durch Vergleich mit der
Umgebungstemperatur. Hierin liegt ein wesentlicher Nachteil
der bekannten Einrichtungen, da sie der Beeinflussung durch " diese Umgebungstemperatur unterliegen. Außerdem ist leicht einzusehen,
daß für eine einwandfreie Überwachung einer größeren Anzahl von Uranstäben in ihrer Gesamtheit eine entsprechend
große Anzahl solcher bekannten Einrichtungen erforderlich ist, was vielfach rasch zu untragbarem Aufwand führt.
Außerdem stellt die Anwesenheit der nahe den Uranstäben angeordneten Detektoreinrichtungen ein erhebliches Hindernis
für die Handhabung der Uranstäbe dar, zumal sich diese Handhabung wegen ihrer Radioaktivität unter Fernsteuerung vollziehen muß.
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Pur die Überwachung der Temperatur von Uranstäben ist
weiter vorgeschlagen worden, in den Speieherräumen Fernsehkameras
zu installieren, die mit Infrarotstrahlung und optisch-mechanischer Abtastung arbeiten und die Infrarotüberwachung
der Uranstäbe gestatten. Derartige Systeme weisen jedoch abgesehen von ihrem für den gedachten Anwendungsfall
nur geringen optischen Gesichtsfeldwi'nkel noch weitere Nachteile auf, die von ihrer Verwendung abgehalten haben.
Diese Nachteile liegen vor allem darin, daß die Optiken für die Konzentration der Infrarotstrahlung auf die Detektoren
auf Glasbasis aufgebaut sein müssen und daher im Laufe der Zeit unter der Einwirkung ionisierender Strahlung und etwaiger
erhöhter Temperatur eine Verschlechterung ihrer optischen Wirkung erfahren.
Außerdem arbeiten die in solchen Kameras verwendeten Dedektoren entsprechend den Angaben von M. Jatteau und P. Wurtz
in der Zeitschrift Acta Electronica 1969» Band 12, Nummern 1 und
bei sehr tiefen Temperaturen von beispielsweise JtQ0Yi bzw,
77°K für Photozellen aus Germaniumamalgam, Ge (Hg), bzw. aus Indium/Antimon, In Sb, was die Einführung entweder einer
flüssigen Mischung aus Helium und Neon oder von flüssigem Stickstoff in den Speieherraum für die Uranstäbe erfordert.
Dies führt naturgemäß zu einer Reihe von betriebsmäßigen Abhängigkeiten der Überwachungseinrichtungen, die sie für die
gedachte Anwendung zur kontinuierlichenfEemperaturüberwachung nur wenig geeignet erscheinen lassen. Schließlich müssen auch die
auf die Detektoren folgenden Vorverstärker aus Gründen einer Abschirmung gegen parasitäre Signale mit sehr kurzen Verbindungsleitungen angeschlossen werden. Auch diese Vorverstärker lassen
sich also nicht außerhalb-des Speicherraumes anordnen, und daher
sind auch ihre elektronischen Bauteile der Einwirkung der
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ionisierenden Strahlung ausgesetzt und einer allmählichen Verschlechterung
unterworfen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine.Alarmeinrichtung
zu schaffen, die unter Vermeidung der oben geschilderten Nachteile der bekannten Alarmeinrichtungen eine von
äußeren Einflüssen· wie der Umgebungstemperatur oder insbesondere auf das Sonnenlicht zurückgehenden StörStrahlungen unabhängige
Temperaturüberwachung einer Vielzahl von Stellen in einer ) ionisierende Strahlung oder erhöhte Temperatur zeigenden
Atmosphäre ermöglicht»
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß mindestens ein erster orientierbarer Spiegel zum einen an einem Ende einer in der Wandung des Behälters relativ dazu
um ihre eigene Längsachse drehbar gelagerten zylindrischen Hülse drehfest, aber um eine zur Längsachse der Hülse senkrechte
Achse dagegen verschwenkbar und zum anderen symmetrisch zum Detektor in bezug auf einen dem Spiegel in der Hülse optisch
gegenübergestellten feststehenden Spiegel angeordnet ist, welcher Spiegel um zwei zueinander senkrechte Achsen, von denen die
eine die Längsachse der Hülse ist, Rotationsbewegungen ausführen " kann, die hyperbolischen Bahnen auf einer überwachten Oberfläche
oder hyperbolischen Hüllkurven entsprechen.
Die erfindungsgemäß ausgebildete Alarmeinrichtung ist unempfindlich
sowohl gegen die Umgebungstemperatur als auch gegen StörStrahlungen, eignet sich zur gleichzeitigen Überwachung
einer Vielzahl von Meßpunkten, ist in der Umgebung der Überwachungsstellen
mit keinerlei Platzbedarf verbunden und verlangt schließlich für den- Betrieb und die Empfindlichkeit ihrer
Detektoren keinerlei Kühlung.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind
die Geschwindigkeiten für die beiden Rotationsbewegungen des orientierbaren Spiegels im Sinne einer gegenseitigen Invertierung
ihrer Rolle regelbar. Eine Weiterbildung der Erfindung" besteht darin, daß am zweiten Ende der Hülse ein weiterer
Spiegel schwenkbar angebracht ist, derjLn seiner Schwenkbewegung mit der des ersten Spinels gekoppelt ist und im Beleuchtungsfeld einer quasi punktförmigen Strahlungsquelle liegt, und
daß symmetrisch zur Strahlungsquelle in bezug auf den weiteren Spiegel eine Einrichtung zum Lokalisieren einer in ihrer
Strahlung zu überwachenden Quelle für Infrarotstrahlung angeordnet ist«, Von Vorteil ist schließlich eine Ausführung einer
erfindungsgemäß ausgebildeten Alarmeinrichtung in der Weise, daß die Hülse zu einem Endoskop gehört, aus rostfreiem Stahl
mit großer Wandstärke besteht und Teil der Isolation des Behälters gegenüber dem Außenraum ist.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird nunmehr auf die
Zeichnung bezug genommen, die eine Einrichtung zum Erkennen einer an^,ormalen Erhitzung von in einem Speicherraum, lagernden
Uranstäben betrifft. Dabei zeigen in der Zeichnung:
Fig. 1 ein Schema für die überwachungsmäßige Abtastung
der beispielswa.se auf dem Boden des Speicherraumes lagernden Uranstäbe und
Fig. 2 einen schematisch gehaltenen Längsschnitt durch den
Aufbau einer erfindungsgemäß ausgebildeten Alarm-
und Überwachungseinrichtung.
Die dem Ausführungsbeispiel zugrundeliegende Einrichtung enthält im wesentlichen eine Kombination aus einer Optik zum
Auffangen der von dem Speicherraum auf Höhe der Uranstäbe ausgehenden insbesondere im Infrarotgebiet liegenden Strahlung und
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zu ihrer Übertragung in den Außenraum, aus einem mit einem
Infrarotfilter ausgestatteten Detektor, auf den sich die aus dem zu überwachenden Speicherraum herausgeführte Infrarotstrahlung
konzentriert, aus mechanischen und elektrischen Mitteln, die zum einen eine Orientierung der Optik im Innern
des Speicherraumes und zum anderen die Auswertung der am Ausgang des Detektors erhaltenen Information im Sinne einer
eventuellen Alarmauslösung gestatten, und aus einer Schutzeinrichtung,
die einen Austritt von ionisierender Strahlung durch die Durchführungsöffnung für die Einrichtung in der
Wandung des Speicherraumes verhindern kann.
In Fig. 1 bezeichnet die Ebene XOY. den Boden des zu überwachenden
Speieherräumes. Die Spiegel M, und Mp bilden ein
Endoskop. Der Spiegel M, läßt sich um zwei zueinander senkrechte
Achsen bewegen, nämlich um eine zur Richtung YY1 parallele und die optische Achse des Endoskops darstellende
Achse und um eine zur Richtung XX' parallele Achse. Der Spiegel M2 steht fest und verläuft unter ^5° zu der Vertikalebene XOZ, die ihrerseits den senkrechten Wänden des parallelepipedförmigen
Speicherraumes parallel ist, durch die das ^ Endoskop hindurchgeführt ist. Ein Umlenkspiegel M-,, der
der Konzentration der Infrarotstrahlung auf den Detektor dient, übernimmt gleichzeitig die Aufgabe eines Infrarotfilters.
Unter Berücksichtigung der beispielsweise das Gesichtsfeld an der Stelle des Spiegels M-, begrenzenden Pupille erhält man
so eine Entsprechung zwischen einer in dem auf eine Strahlung zu überwachenden Raum liegenden Oberfläche S und der Oberfläche
S! des Detektors, der diese Strahlung zugeführt erhält.
Die auf dem Boden des Speicherraumes von der Oberfläche S
wegen der oben erwähnten alternierenden Bewegungen des Spiegels M1 durchlaufenen Bahnen sind Hyperbeln, die ortibgonal
affin gegeneinander verschoben sind. Die Abstände a und b in Flg.
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bezeichnen die Abmessungen einer dieser Hyperbeln.
In Fig. 2 ist der Einbau des Endoskops in eine davon durchsetzte
Mauer 1 aus Beton veranschaulicht. Das Endoskop selbst
besitzt eine rohrförmige Hülse 2, die sich in zwei Lagern um eine horizontale Achse drehen kann. Lagerschalen J und 4 aus
gefritteter Bronze ermöglichen dabei einen schmierungsfreien Betrieb, da jegliches organische Schmiermittel durch die
innerhalb des von der Mauer 1 umschlossenen Speicherraumes herrschende fr -Strahlung zerstört werden würde. Die Bewegung
der Hülse 2 wird über einen Nocken 5 gesteuert. Der Spiegel 6 läßt sich mit Hilfe eines durch einen Nocken 9 gesteuerten
Hebelwerks 8 um eine Achse 7 verschwenken« Der zweite Spiegel 10 des Endoskops steht fest und leitet die ihm
zugeführte Infrarotstrahlung dem der optischen Konzentration dienenden Eingangsglied 11 "des Detektors zu. Ein im folgenden
als Kopierspiegel bezeichneter Spiegel 12 ist über Hebelwerke 8 und 13 mechanisch mit dem Spiegel 6 gekoppelt und
läßt sich um eine Achse Ik verschwenken. Die Ebene des Kopierspiegels 12 steht ständig unter einem Winkel von 90°
gegen die Ebene des orientierbaren Spiegels 6. Der Kopierspiegel 12 liefert ein Bild einer im folgenden als Kopierlampe
bezeichneten Lampe 15 auf einer Matrix l6, die mit Photodetektoren
18 aus Cadmiumsulfid CdS belegt ist, von denen jeder einem Uranstab I7 in dem zu überwachenden Speicherraum
zugeordnet ist. Im Falle einer Alarmauslösung durch die dargestellte Alarmeinrichtung sorgt diese Entsprechung zwischen
den Uranstäben 17 einerseits und den Photodetektoren l8 andererseits für eine Lokalisierung des die Alarmauslösung ·
bewirkenden anormalen Erhitzungszustandes,
Zu den oben erwähnten mechanischen Verbindungen gehören
auch Rückstellfedern 19, 20 und 21.
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Die Spiegel 6, 10 und 12 bestehen aus rostfreiem Stahl,
der von der im Speicherraum herrschenden Strahlung nicht angegriffen wird* und werden gegebenenfalls mit Hilfe eines
in mit ihren metallischen Trägern in Berührung stehenden Leitungen fließenden Kühlmittels gekühlt.
Die Hülse 2 des Endoskops besteht ebenfallsjaus rostfreiem
Stahl von großer Wandstärke und bildet so eine Strahlungsabschirmung für den Speicherraum gegenüber seiner
Umgebung. Dank dieser Wahl für das sie bildende Metall kann
die Hülse 2 also gleichzeitig die Aufgabe eines Schutzschirms übernehmen. Außerdem besitzt das dargestellte Endoskop
an seinem dem Speicherraum zugewandten Ende eine Schutzhülle aus Blei.
Die Nocken 5 und 9 für die Steuerung der beiden Rotationsbewegungen
des orientierbaren Spiegels 6 werden ihrerseits durch Hydraulikzylinder gesteuert, die( an zwei voneinander unabhängige
hydraulische Kreise angeschlossen sind, von denen jeder eine eigene Pumpe enthält, um jegliche Unstetigkeiten
während der Rotationsbewegungen des Spiegels 6 zu vermeiden. Beide Hydraulikkreise enthalten außerdem Durchflußregler,
die eine Einstellung der Rotationsgeschwindigkeiten um die beiden zueinander senkrechten Achsen ermöglichen. Daher kann
man die eine dieser Rotationsbewegungen rascher machen als die andere. Diese Einstellmöglichkeit für die Geschwindigkeit
der Rotationsbewegungen ist von erheblichem Vorteil. Um nämlich sicher zu sein, daß alle Uranstäbe 17 mindestens einmal
zur Gänze von der Abtastung erfaßt werden, kommt nur eine Transversalabtastung der Uranstäbe IJ in Betracht. Bei einem vorgegebenen
Speicherraum für die Uranstäbe 17 liegen diese in Längsrichtung des Speicherraumes auf dessen Boden, und man kann
daher an einen Einbau des Endoskops in die zur Ebene XOZ oder
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zur Ebene YOZ (Pig· 1) parallele Mauer des Speicherraumes
denken. Wird die zur Ebene XOZ parallele Mauer gewählt, so wird die schnellste Bewegung diejenige, die den hyperbelförrnigen
Bahnen für die Oberfläche S entspricht. Wird die zur Ebene YOZ parallele Mauer gewählt, so wird die Bewegung
der Oberfläche S eine Art von Sinuslinie, die von einer
langsamen Hyperbel der obigen Art eingehüllt wird. Auf diese
Weise ermöglicht die dargestellte Alarmeinrichtung eine
leichte Anpassung an von der jeweiligen industriellen Problemstellung vorgegebene Einsatzbedingungen.
Eine entsprechend dem Beispiel von Fig. 2 praktisch gebaute
Ausführungsform der Erfindung ist zur Überwachung von Uranstäben in einem Speicherraum von 3 x 6m benutzt worden,
wobei die Einbauhöhe des Endoskops in der Mitte einer vertikalen Mauer von großen Abmessungen 2m betragen hat.
Für die Strahlungsüberwachung stellen sich Energieprobleme
in folgender Weise. Die zu überwachenden Uranstäbe sind mit
hohlen Radiatorhüllen aus Magnesium umhüllt, die vier Hauptkühlrippen
in Längsrichtung und dazwischen eine Vielzahl von winkelförmig angeordneten und von den Hauptrippen ausgehenden
Sekundärrippen aufweisen. Die Wärmeabstrahlung durch diese Rippen erfolgt dabei so, daß eine Erhitzung an einer Stelle
eines Uranstabes zu einer halb so großen Umgebungserhitzung
in einem Abstand von 2,5 bis 3 cm rundum die heiße Stelle
führt. Liegt daher die Erhitzung des Urans bei 3000C, so
herrschen j5 cm entfernt von der aufgeheizten Stelle nur mehr
1500C. Unter Berücksichtigung dieser Verhältnisse und zur
Gewährleistung einer Alarmauslösung bei einer Erhitzung der Uranstäbe auf "5000C müssen daher die Detektor schwelle auf
1500C und die Schrittweite bei der Abtastung auf höchstens 5cm festgelegt,
werden.
Die mit den Photodetektoren in Entsprechung stehende
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Oberfläche S wird so groß gewählt wie möglich und daher bei
dem obigen Beispiel wegen der Radiatorabmessungen auf einem Kreis von 7 cm. Durchmesser gehalten. Das dem Detektor
zugeführte Strahlenbündel ist praktisch bis auf 10$ ge.iiaurkonstant,
so daß die vom Detektor aufgefangene Energie nur eine Punktion der Luminanz der Uranstäbe ist. Diese Uranstäbe selbst verhalten
sich praktisch wie ein schwarzer Strahler und folgen dem Lambert'sehen Gesetz bis zu Neigungen von mehr als 80°
relativ zur Normalen. Die Änderungen.in der Neigung'der von
der Oberfläche S ausgehenden und auf den Spiegel M fallenden
Strahlungsbündel führt daher zu keinerlei Störungen für die
Alarmauslösung.
Ein für die Zwecke der Erfindung verwendbares Infrarotfilter ist eine Linse aus η-leitendem Germanium, die für Infrarotstrahlung
im Bereich zwischen 2 Miijkon und IJ Mikron durchlässig
ist. Stattdessen lassen sich auch andere Infrarotfilter
aus Bleisulfid oder aus Indiumantimonid verwenden. Ab einer Wellenlänge von 2 Mikron ist die rückgestrahlte Luminanz
des beobachteten Körpers, die auf die Anwesenheit künstlicher Strahlungsquellen zurückgehen kann, sehr schwach im Vergleich
zur ursprünglichen thermischen Luminanz; der betrachtete Spektralbereich ist der der passiven Beobachtung (s* Acta
Electronica, Band 7 vom Oktober 1963 Nr^ 4 Seite 300). der Schutz
gegen Störstrahlungen nicht thermischer Art ist gegeben.
Mit Rücksicht auf die festgelegte Alarmauslösungsschwelle
und auf die Emissionseigenschaften der Uranstäbe für Wärmestrahlung,
die optischen Filterbedingungen und die Atmosphäre in der Umgebung der strahlenden Fläche liegtjdie Änderung des von
dem Detektor während einer Modulation des optischen Bündels
aufgefangenen Strahlungsflusses in der Größenordnung von
für den Fall der Alarmauslösung. Diese zu erkennende
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Leistung ist sehr groß, und es sind zahlreiche Detektoren für ihre Peststellung geeignet. Allein praktische Gründe führen zur
Auswahl von nicht gekühlten Empfängern. Zu diesen gehören Bolometer auf Halbleiterbasis und pyroelektrische Bolometer
aus Triglycinsulfid. Ihr Empfindlichkeitsbereich erstreckt sich weit ins Gebiet des Infraroten. Das erste Bolometer
arbeitet relativ langsam und läßt sich nur mit Frequenzen bis
etwa 100 Hz modulieren. Das zweite Bolometer dagegen läßt sich ohne weiteres mit Modulationsfrequenzen von 1000 Hz, Empfindlichkeiten
von 100 V/W und einer Rauschleistung von 7 χ 10" WHz" '
betreiben, was für den Fall einer erfindungsgemäß ausgebildeten Alarmeinrichtung mit synchronem Detektorbetrieb
und einem Frequenzband von 1 Hz zu einem alarmauslösenden Eingangssignal von 1 mV mit einem Signal/Rausch-Verhältnis von
7 χ 10 geführt hat.
Diese Werte liegen sehr hoch und gewährleisten eine hohe
Sicherheit für die Alarmauslösung.
Die Möglichkeit zu einer hochfrequenten Modulation befreit
von niederfrequenten Drifterscheinungen und bietet einen Schutz gegen unerwünschte Beeinflussungen durch Störsignale mit der
Frequenz des Wechselstromnetzes.
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Claims (4)
- Patentansprüche , ,fl) Alarmeinrichtung zum Überwachen der Temperatur von in einem gegen den Außenraum isolierten Behälter enthaltenen Objekten mit einem Infrarotdetektor und einer fokussierenden Filteroptik, dadurch gekennz ei ohne t > daß mindestens ein erster orientierbarer Spiegel.(6) zum einen an einem Ende einer in der Wandung (1) des Behälters relativ dazu um ihre eigene Längsachse drehbar gelagerten zylindrischen Hülse (2) drehfest, aber um eine zur Längsachse der Hülse (2) senkrechte Achse" dagegen verschwenkbar und zum anderen symmetrisch zum Detektor (11) in bezug auf einen dem Spiegel (6) in der Hülse (2) optisch gegenübergestellten feststehenden Spiegel (10) angeordnet ist, welcher Spiegel (6) um zwei zueinander senkrechte Achsen, von denen die eine' die Längsachse der Hülse (2) ist, Rotationsbewegungen ausführen kann, die hyperbolischen Bahnen auf einer überwachten Oberfläche (S) oder hyperbolischen Hüllkurven entsprechen.
- 2. Alarmeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeiten für die beiden Rotationsbewegungen des orientierbaren Spiegels (6) im Sinne einer gegenseitigen Invertierung ihrer Rolle regelbar sind..
- 3. Alarmeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß am zweiten Ende der Hülse (2) ein weiterer Spiegel (12) angebracht ist, der in seiner Schwenkbewegung mit der des ersten Spiegels (6) gekoppelt ist und im Beleuchtungsfeld einer quasi punktförmigen Strahlungsquelle (15) liegt, und daß symmetrisch zur Strahlungsquelle (15) in bezug auf den weiteren Spiegel (12) eine Einrichtung (18) zum Lokalisieren einer in ihrer Strahlung zu überwachenden Quelle (17) für Infrarotstrahlung angeordnet ist.10 9851/-1324
- 4. Alarmeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet,daß die Hülse (2) zu einem Endoskop gehört,aus rostfreiem Stahl mit großer Wandstärke besteht und Teil der Isolation des Behälters (1) gegenüber dem Außenraum ist. ·10 9 8 51/13 2
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