DE218412C - - Google Patents

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DE218412C
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    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11BINFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
    • G11B9/00Recording or reproducing using a method not covered by one of the main groups G11B3/00 - G11B7/00; Record carriers therefor

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  • Pens And Brushes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 218412 KLASSE 42#. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. August 1908 ab.
Die Aufnahme und Wiedergabe von Tönen erfolgt bis jetzt meist durch Wellenlinien, die in einer Platte mittels Nadel seitlich verlaufend oder vertieft erzeugt werden und ebenfalls mittels Nadel oder Stiftes eine Membran zur Wiedergabe in Schwingung versetzen.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung, durch welche die Aufnahme in grundsätzlich anderer Weise erfolgt, und zwar dadurch, daß ein mit gleichmäßiger Geschwindigkeit bewegter Papierstreifen durch eine Membran, auf die die wiederzugebenden Töne einwirken, mehr oder weniger stark gegen einen Graphitstift, eine sich drehende Graphitscheibe oder andere Graphit abgebende Körper gedrückt wird, so daß auf diesem Papierband ein Strich entsteht, in welchem entsprechend dem bei der Membranschwingung wirksam gewesenen Druck mehr oder weniger Graphit abgelagert ist. Zur Wiedergabe dieser so verzeichneten Töne wird der Papierstreifen wieder mit gleicher Geschwindigkeit in an sich bekannter Weise an zwei dicht nebeneinander stehenden elektrischen Kontakten vorbeigeführt, in deren Stromkreis ein Wiedergabeinstrument, z. B. ein Telephon oder ein auf eine Membran wirkender Elektromagnet liegt, so daß die beiden Kontakte gleichzeitig mit dem Graphitstrich in Berührung kommen und durch diesen geschlossen werden. Dieser Graphitstrich bildet dann in dem Stromkreis einen variablen Widerstand, der entsprechend der Graphitablagerung, d.h. entsprechend den aufgenommenen Tönen schwankt, so daß in
Übereinstimmung hiermit das Wiedergabeinstrument durch den in seiner Intensität schwankenden Strom in Tätigkeit gesetzt wird.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung zur Veranschaulichung gekommen, und zwar ist:
Fig. ι die schematische Darstellung der Aufnahmeeinrichtung mit Graphitstift,
Fig. 2 eine gleiche Darstellung, bei welcher die Aufnahmeeinrichtung eine drehbare Graphitscheibe enthält,
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform der Aufnahmeeinrichtung mit einem Graphitbande,
Fig. 4 eine schematische Darstellung der Wiedergabeeinrichtung und
Fig. 5 eine andere Ausführungsform derselben.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Aufnahmeeinrichtung wird ein Papierband 1 von einer Rolle 2 mit gleichmäßiger Geschwindigkeit und zweckmäßig auch mit gleichmäßiger Spannung, z.B. durch Transportwalzen 3, abgewickelt und hierbei über einen Tisch 4 geführt, der an den beiden Enden prismatische Ansätze 5 besitzt, so daß durch diese das Papierband in gewissem Abstande vom Tisch 4 gehalten wird. Unter dem Papierbande 1 liegt ein den Tisch 4 durchdringender Graphitstift 6, der zweckmäßig einstellbar in einer drehbaren Achse 7 gelagert ist. Letztere trägt ein Gewicht 8, um neben gleichmäßiger Drehung auch dem auf den Graphitstift ausgeübten Druck einen gewissen Widerstand entgegenzusetzen. Über dem Papierbande 1 liegt eine Membran 9, welcher mittels Schalltrichter 10, oder wie beispielsweise in Fig. 3 dargestellt, mittels eines in eine Telephonleitung eingeschalteten Elektro-
magneten Ii die aufzunehmenden Töne übermittelt werden. Diese Membran ist mit dem freien Ende eines um- den Punkt 12 schwingenden Hebels 13 verbunden, der an seiner Unterseite eine Platte oder ein Prisma 14 trägt, welche ständig auf dem Papierband 1 aufliegt, letzteres also normal mit gleichmäßigem Drucke gegen den sich drehenden Graphitstift 6 drückt. Auf dem sich bewegenden Papierbande wird hierbei also ein gleichmäßiger Graphitstrich aufgetragen. Sobald aber die Membran 9 in Schwingung kommt und an dieser den Hebel 13 mit Platte 14 teilnehmen läßt, wird der fragliche Normaldruck bald vergrößert, bald verkleinert, entsprechend der jeweiligen Tonschwingung. Diese wechselnde Vergrößerung und Verkleinerung des Druckes hat daher einen mehr oder weniger starken Graphitstrich oder richtiger eine mehr oder weniger große Graphitablagerung am Papierbande zur Folge, so daß die entsprechende Stelle des Bandes in elektrischer Beziehung einen kleineren oder größeren Widerstand bildet.
Die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsform der Erfindung erreicht mit etwas abweichenden Mitteln den gleichen Effekt. Das Papierband ι wird hier zwischen den Führungswalzen 15 durch ein am Membranhebel 13 be- festigtes Prisma i6 gegen eine Graphitscheibe 17 gedrückt, deren Drehungsrichtung entgegengesetzt zur Bewegung des Papierbandes ist. Diese Graphitscheibe wird auf der Achse seitlich von sich mitdrehenden Gewichten 18 eingeschlossen, die neben der sicheren Lagerung der Scheibe den gleichen Zweck hat, wie das Gewicht 8 in Fig. 1. Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist die gleiche, wie oben beschrieben.
Die in Fig. 3 gezeigte Abändernng der Vorrichtung sieht an Stelle des Graphitstiftes oder der Scheibe ein Graphit abgebendes Band 19 vor, welches zusammen mit dem Papierband 1 über eine gewöhnliche Walze 20 hinweggeleitet wird. Die sonstige Einrichtung und ebenso die Wirkungsweise ist die gleiche wie in den vorhergehenden Figuren. Wie schon oben angedeutet, ist hier angenommen, daß die Membran 9 durch einen Elektromagneten 11 in Schwingung versetzt wird, der in eine Telephonleitung 21 eingeschlossen ist. Diese enthält, wie üblich, Batterie 22 und Mikrophon 23, so daß die Membran entsprechend den auf das Mikrophon wirkenden Schallschwingungen in Vibration versetzt wird.
Die Tonwiedergabe wird in bekannter Weise durch elektrische Abfühlung bewirkt. Bei der in Fig. 4 dargestellten Wiedergabeeinrichtung wird das Papierband 1, das einen bezüglich der Graphitablagerung in Abhängigkeit von den aufgenommenen Tönen schwankenden Graphitstrich enthält, durch Transportwalzen 24 oder durch andere Mittel mit gleichmäßiger Geschwindigkeit über einen dreieckigen Körper 25 befördert. Gegen das über den Konus 25 bewegte Papierband drücken zwei Kontaktfedern 26,27, welche in einem Stromkreise liegen, der die Stromquelle 28 und ein geeignetes Wiedergabeinstrument, z. B. ein Telephon 29, enthält. Die eine Feder 26 liegt hierbei dicht unterhalb der Spitze des Konus auf dem Bande, während die andere Feder gerade auf der Spitze desselben ruht, derart, daß die beiden Federn nur in ganz geringem Abstande voneinander stehen und durch den auf dem Papierbande vorhandenen Graphitstrich leitend miteinander verbunden werden. Bei diesem Stromdurchgang bildet aber der Graphitstrich einen gewissen Widerstand, der abhängig ist von der Graphitmenge, welche sich jeweils zwischen den beiden Kontaktfedern 26, 27 befindet. In Abhängigkeit von diesem Widerstände wird die im Stromkreise herrschende Stromstärke größer oder kleiner sein und so die Membran des Telephons oder eines anderen Wiedergabeinstrumentes in Schwingungen versetzt werden, die einen entsprechend hohen Ton hervorrufen. Die Stromquelle 28 kann hier- gu bei entweder Gleich- oder Wechselstrom liefern. In letzterem Falle muß allerdings die Frequenz so hoch sein, daß der Strom im Telephon für das menschliche Ohr nicht mehr hörbar ist.
Die in Fig. 5 dargestellte Abänderung der Wiedergabeeinrichtung enthält an Stelle der Kontaktfedern einen Konus, der aus zwei mit dem Stromkreise verbundenen Teilen 25" und 25* bestehen, die indessen gegeneinander durch eine Schicht 25C isoliert sind. Über beide Teile 25" und 25*, die mit ihren Spitzen nahe beieinander stehen, wird der mit dem Graphitstrich versehene Papierstreifen 1 hinweggezogen, wobei die beiden Teile durch den Graphitstrich wie in Fig. 4 leitend miteinander verbunden werden und so die Membran des Wiedergabeinsrumentes 29 in entsprechende Schwingung versetzen.

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι Verfahren zur Aufnahme von Tönen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schreibfläche zwischen der aufnehmenden Membran und einem abfärbenden Körper hindurchgeführt wird, so daß sich die abfärbende Masse auf die Schreibfläche in einem durch den wechselnden Druck der Schallwellen bestimmten Maße überträgt.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekenn-
    zeichnet, daß ein Papierstreifen (ι) durch die Membran (9) gegen einen sich drehenden, eventuell einstellbaren Graphitstift (6) gedruckt wird.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Papierstreifen (1) durch die Membran (9) gegen eine gedrehte Graphitscheibe (17) gedrückt wird.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse des Graphitstiftes (4) oder der Graphitscheibe (17) ein Gewicht (8 bzw. 18) trägt, um dem von der Membran ausgeübten Drucke einen gewissen Widerstand entgegenzusetzen.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Papierstreifen (1) mit einem darunterliegenden Graphit absondernden Bande (19) zusammen zwischen der Membran (9) und einer Druckfläche (20) hindurchgeführt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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