DE2247832A1 - Alkalische cellulase und verfahren zu ihrer erzeugung - Google Patents
Alkalische cellulase und verfahren zu ihrer erzeugungInfo
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Description
18.629 '
RIKAGAKU KEWKYUSHO
Hirosawa, Wako-shi (Saitama-ken, Japan)
Alkalische Oellulase und Verfahren zu ihrer Erzeugung
Die Erfindung betrifft eine neue alkalische Cellulase und ein vorteilhaftes Verfahren zu ihrer Erzeugung
durch Züchtung eines neuartigen, alkalische Cellulase erzeugenden Mikroorganismus in einem alkalischen
iiährmedium, das ein Garbonat enthält.
Das Vorhandensein von Cellulasen ist bisher in bestimmten Arten von Pilzen, Bakterien, Mollusken
und höheren Tieren nachgewiesen worden. Von Tieren und Pilzen stammende Cellulasen haben eine optimale Aktivität
bei pH-Werten von 5,0-6,0. Von Bakterien der Gattung Pseudomonas oder dergleichen stammende Cellulasen
haben eine optimale Aktivität bei einem pH-Wert von etwa 7,0. Hinsichtlich der Hitzebeständigkeit derartiger
Cellulasen ist bekannt, daß ihre Aktivität bei einer Temperatur von 60-70 nach zehn Minuten verlorengeht.
Es ist ferner bekannt, daß ihre Aktivität durch Schwermetalle allgemein gehemmt wird.
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun in der Schaffung einer neuen alkalischen Cellulase, die eine
optimale Aktivität in einem pH-Bereich von 5,0-10,0 besitzt, die auch noch eine Aktivität besitzt, nachdem
3O08U/1119
sie 10 Minuten lang auf 70° C erhitzt worden ist, und deren Aktivität durch Schwermetalle nicht behindert
wird.
Diese Aufgabe wird durch das erfindungsgemäße Verfahren gelöst, in dem eine neue alkalische Cellulase
erzeugende Bakterien der Gattung Bacillus in einem geeigneten Medium gezüchtet und die erzeugte neue alkalische
Cellulase aus der Nährbouillon gewonnen wird.
Die neue alkalische Cellulase gemäß der Erfindung hat bei einer Temperatur von 40° C eine optimale
Aktivität in einem pH-Bereich von etwa 5-10 und kann dadurch erzeugt werden, daß ein alkalisches Nährmedium,
das ein Cfirbonat enthält, mit Hilfe eines Mikroorganismus
vom Stamm Bacillus N1 oder Stamm Bacillus H. ver-
Ί 4
goren wird.
Der Erfindungsgegenstand wird nachstehend anhand der beigefügten Zeichnungen erläutert. In diesen
zeigen
Fig. 1 und 2 elektronenmikroskopische Photograph! en von im Rahmen der Verwendung zu verwendenden
Mikroorganismen vom Stamm Bacillus H1 bzw. vom Stamm
Bacillus N-.
4
4
Pig. 3 stellt in einem Eurvenbild die Aktivitäten
der gemäß der Erfindung erzeugten, alkalischen Cellulasen dar,
Fig. 4 in einem Kurvenbild die Aktivitäten von bekannten Cellulasen,
3098U/1119
Fig. 5 in einem KurvenMld die" Aktivitäten
der erfindungsgemäßen alkalischen Cellulasen nach einer 10 Minuten langen Behandlung bei 70° C,
i!ig. 6 in einem Kurvenbilä die Beständigkeit
der Aktivität der alkalischen Cellulase gemäß der Erfindung bei verschiedenen pH-Werten,
Pig. 7 in einem Kurvenbild die Temperaturabhängigkeit
der Aktivität der alkalischen Cellulase gemäß der Erfindung und
Fig» _8._in' einem Kurvenbild die Temperaturbeständigkeit
der alkalischen Cellulasen gemäß der Erfindung. . „
Die im Rahmen der Erfindung verwendeten Mikroorganismen sind neue Arten, die zu der Gattung Bacillus
gehören, in dem nachstehend beschriebenen Uährmedium gut
wachsen und eine alkalische Cellulase erzeugen. Diese Arten wurden erstmals in den Böden von Hirosawa, Wako-shi
(Präfektur Saitama, Japan) entdeckt und aus ihnen isoliert und von der Anmelderin als Stämme Bacillus iL und
Bacillus ίΓ. bezeichnet.
Die genannten Mikroorganismen der Stämme ^ und Bacillus Ή. w
beschriebenen Weise isoliert.
beschriebenen Weise isoliert.
Bacillus N^ und Bacillus Ή. wurden in der nachstehend
Der Boden wurde in steriliertem Wasser suspendiert und in einer Schale in dem nachstehend angegebenen
Uährmedium gezüchtet:
309814/1119
(Zusammensetzung des lit.hrMieäiuniB
a) Lösliche Stärke E2HPO4
Hefeextrakt Pepton
MgSO .7H.0
4 *- Agar-Agar
Wasser
b) Ka2CO,
Wasser'
| 20 | g |
| 1 | ε |
| 5 | g |
| 10 | e |
| 0, | 2g |
| 20 | g |
| 900 | ml |
| 10 | g |
| 100 | ml |
a) und b) wurden 15 Minuten lang bei 115 C
sterilisiert und dann vermischt.
Die Schale wurde 24-48 Stunden lang bei 37 C
bebrütet.
Danach wurde von den auf der Schale vorhandenen Kolonien eine Kolonie eines Mikroorganismus isoliert,
welcher die genannte alkalische Cellulase erzeugte.
Dieser Mikroorganismus wurde als "Bacillus K1"
bezeichnet. Der genannte Bacillus Έ. wurde nach demselben
Verfahren isoliert.
Die als Bacillus N1 und Bacillus N. bezeich-
1 4
neten Stämme wurden bei der American Type Culture Collection (ATCC) unter den ATCC-Zugüngsnununern 21832 und 21833
deponiert. Diese Depots bei der ATCC unterliegen keiner Beschrankung, so daß die Kulturen für die Öffentlichkeit
ohne weiteres zugänglich sind. Beide genannten Stämme wurden am 13. September 1970 für die Abgabe an die Öffentlichkeit
freigegeben. Die Erfinder haben entdeckt, daß die Mikroorganismen Bacillus N1 und Bacillus EL
3098U/1 119
unter den nachstehend angegebenen Züchtungsbedingungen eine neue alkalische Cellulase erzeugen und anreichern,
und haben ein Verfahren für die Erzeugung der alkalischen Oellulase gemäß der Erfindung geschaffen.
Die Eigenschaften des Bacillus K* und des
Bacillus IT. sind nachstehend angegeben. Die mikrobiologischen
Eigenschaften wurden nach den .Verfahren festgestellt,
die in "Aerobic Spore-forming Bacteria" von Ii at hau R. Smith, R.E. Gordon und I1. E. Clerk (United
States Department of Agriculture, November 1952) und in "Berge.y rs Iianual of Determinative Bacteriology" (1957)
beschrieben sind.
ooweit nichts anderes ausdrücklich, angegeben
ist, wurden Medien mit den nachstehend angegebenen Zusammensetzungen
verv/endet, wobei jedes Liedium durch den Zusatz von 1 ,0$ wasserfreiem Kaliumcarbonat auf
einen pE-Wert von etv.a 10 eingestellt wurde. (Jeder Viert in der Tabelle gibt das Gewicht in g in 1 1 Wasser
an) .
3098 U/1 119
BAD ORIGINAL
Art des Nährme diums
Bestandteile
Na- Pep- Fleisch- Hefe- Trau- Star- Sonstige
trium- ton extrakt ex- ben- ke
carbo- . trakt zuk-
nat ker
C D E P G H I J K L M 1Ϊ 0 P
10
10 od. n.z.
ti
Il
ti
10
10 10
10
10 od. n.z.
10 10
10
5 5
5 5 5 5 5 5
5 7 5 5
10
20
|
Agar-
Agar : 15 |
|
| NaCl:70 | |
| 10 | |
| 10 |
Agar-
Agar:^ Gelatine;5 |
| 20 | D |
| NaGl15 | |
| IHO3Ii | |
| 20 | D |
| 3) | |
| I2HPO4IS | |
| 4) | |
| .5) | |
| D |
3098U/111Ö
A Selektives Medium
B Bouillon
G Bouillon mit Agar-Agar
Ί) KaCl-Bouillon
E Traubenzucker-Bouillon
P Traubenzucker-Bouillon· mit Agar-Agar
G- ' Gelatine-Medium
H Peptonwasser
I Kartoffelmedium
J Medium zur Bestimmung der Wachstumsbedingungen
K Medium für den Voges-Proskauer-Test
L Medium für den ITitratreduktions-Test
M Medium für den Stärkehydrolyse-Test
]Y Medium für den Citronensäureverwertungs-Test
0 Medium für den anaeroben Wachstums-Test
P Medium für den ^uckerverwertungs-Test
Q Medium^ für den Kaseinzersetzungs-Test
R Medium für den Katalasereaktions-Test
1) K2HPO4:1
Agar-Agar:15 MgSO4.7H2O: 0,2
2' Handelsüblicher Kartoffeiextrakt (Difco):
Agar-Agar: 15
5^ HaCIxI
MgSO4.7H2Ot 0,2
(
KH2PO4: 0,5 Uatriumcitrat:
Agar-Agar: 15
KCl: 0,2 MgSO4: 0,2 Hefeextrakt: 0,2
Zuckerarten: 5
3098U/1 1
KaBein: 5
K0HPO.ί 1 2 4
Agar-Agarί 15 MgSO
0,2
nicht zugesetzt
Die Stämme N1 und N. wurden während ihres
1 4
Wachstums auf dem vorerwähnten selektiven Medium morphologisch beobachtet.
1. Mikrobiologische Eigenschaften des Stammes K^
a) Morphologiet
Der Mikroorganismus hat eine Größe von 0,5-0,8 pm mal 1,5-2,0 pm. Die Spore ist oval und hat*
eine Größe von 0,8-1,2 pm mal 1,8-2,2 pm. Das Sporangium ist gequollen. Wie aus der elektronenmikroskopischen
Photographie in £ ig. 1 erkennbar ist» hat der
Mikroorganismen peritrichöse Geissein, die eine Motilität besitzen.
b) Wachstumeeigenschaften auf verschiedenen Midien:
| Medium | Bouillon | Wachstumszustand | beim pH-Wert 10 |
| Bouillon mit Agar-Agar |
beim pH-V/ert 7 | gutes Wachstum | |
| D | Traubenzucker- Bouillon |
kein Wachstum | gutes Wachstum |
| II) | Traubenzucker- Bouillon mit Agar-Agar |
kein Wachstum | sehr gut.Wachstum |
| III) | Gelatine-Medium | kein Wachstum | sehr gut.Wachstum |
| IV) | Peptonwasser | kein Wachstum | gutes Wachstum |
| V) | Kartoffelmedium 30981 |
kein Wachstum | V/a ehe turn |
| VI) | kein iVachstum | gutes Wachstum | |
| VII) | kein Wachstum A/1119 |
||
Das Wachstum des Stammes wurde auf einem Medium beobachtet, das 0,5 $>
Pepton, 0,5 i° Hefeextrakt, 1,0 <ft Traubenzucker, 0,01 ?fi K2HPO., 0,002 $ MgSO.,
1,0 fo Na2CO5 und 1,5 Io Agar-Agar (pH-Wert = 10,0) enthielt.
Von diesen Bestandteilen war das Na2OO, zugesetzt
worden, nachdem es getrennt sterilisiert worden war.
I) Schalenkultur:
Die Kolonie ist kreisförmig'und hat eine
ebene Oberfläche. Der Rand der Kolonie ist wellig oder ohrmuschelförmig. Die Kolonie hat eine gelblichbraune,
glänzende Oberfläche.
II) Schrägrohrkultur (slant culture):
Sich ausbreitende Kultur mit glänzender Oberfläche.
III) Einstichkultur (stab culture)
Ein Wachstum wird nur an der Oberfläche, nicht in der liefe beobachtet,
c) Biologische Eigenschaften:
c) Biologische Eigenschaften:
I) Optimale Wachstumsbedingungen:
pH-Wert 9,0-10,0 Temperatur 30-42° C aerob
II) Wachstumsbedingungen:
pH-Wert 8,0-11,0 Temperatur kein v/achstum bei 4.5 C
(alkalisches Medium) aerob
III) Gram-Färbungs-Test: Positiv (in dem vorgenannten
selektiven Medium)
3098U/1 1 19
IV) Voges-Proskauer-Beaktiorii Positiv
V) Nitratreduktion: Positiv
VI) Katalasereaktiont Positiv
VII) Gelatineverflüssigungi'Sehr schwach
VIII) Stärkehydrolyse: Positiv
IX) Gitronexisaures Agar-Agar-Medium (alkalisch): Sehr
schlechtes Wachstum
X) Unter anaeroben Bedingungen: Kein Wachstum
XI) Bouillon mit 7 i» Kochsalz» Gutes WaohetiUL unter
alkalischen Bedingungen (Bildung von Niederschlägen) aber kein Wachstum im neutralen Medium
XII) Bildung von Sporen auf Bouillon mit Agar-Agar*
Es bilden sich kaum Sporen und «achsen höchstens sehr langsam.
XIII) Zersetzung von Kaseins Sehr schwach d) Verwertung von Kohlenatoffquellent
Der Stamm IL wächst nicht im neutralen Medium. Im alkalischen Medium wächst er, aber die Erzeugung von
Säure kann nicht bestimmt werden, weil das Medium 1 Jt
Carbonat enthält. Im alkalischen Medium kann der Stamm Galaktose, Raffinose, Sorbit oder Glycerin nicht verwerten.
- .
2) Mikrobiologische Eigenschaften des Stammes V.
a) Morphologie»
Der Mikroorganismus hat eine Größe von 0,1-0,2 pm mal 4,0-6,0 μια. Sie Spore ist kreisförmig
und hat eine Größe von 1,5-2,0 um mal 1,5-2,0 um. Die t
Sporozyste ist gequollen. Wie aus der elektronenmikroskopischen
Photographic in ^ig. 2 hervorgeht, hat der I
wachsende Mikroorganismus perltrichöse Geißeln mit |
Motilität, ■*'
301814/1111 ;
b) Wachstumseigenschaften auf verschiedenen Medien:
| Medium | Βομχΐΐοη | Wachstumszustand | pH-Wert 7 | beim | pH-Wert 10 |
| Bouillon mit Agar-Agar |
beim | Wachstum | kein | Wachstum | |
| I) | Traub enzucker- bouillon |
kein | Wachstum | kein | Wachstum |
| II) | Traubenzucker- Bouillon mit Agar-Agar |
kein | Wachstum | sehr | gutes Wachstum |
| III) | G-elatine-Medium | kein | Wachstum | sehr | gutes Wachstum |
| IV) | Peptonwasser | kein | Wachstum | kein | Wachstum |
| V) | Kartoffelmedium | kein | Wachstum | kein | Wachstum |
| VI) | kein | Wachstum | gutes | Wachstum | |
| VII) | kein | ||||
Das Wachstum des Stammes wurde auf einem Medium beobachtet, das 0,5 # Pepton, 0,5 # Hefeextrakt, 1,0 %
Traubenzucker, 0,01 ^ K2HPO., 0,002 % MgSO., 1,0 fo Ha2OO5
und 1,5 # Agar-Agar (pH-Wert = 10,0) enthielt.. Von diesen Bestandteilen war das Na2CO, zugesetzt worden, nachdem
es getrennt sterilisiert worden war.
Die Kolonie hat eine unregelmäßige Form und eine ebene Oberfläche. Der Rand der Kolonie ist wellig
oder ohrmuschelförmig. Die Kolonie hat eine gräulichweiße, glänzende Oberfläche.
II) Schrägrohrkultur (slant culture):
Sich ausbreitende Kultur mit glänzender Oberfläche.
III) Einstichkultur (stab culture)
.' Ein Wachstum wird nur an der Oberfläche, nicht in der Tiefe beobachtet.
309814/1119
c) Biologische Mgenschaften:
I) Optimale Wachstumsbedingungen: pH-Wert 9,0-10,0
Tempej
aerob
aerob
Temperatur 30-42° C
II) ϊΐ/achstumsbedingungen:
pH-,7ert 8,0-11,0
aerob
III) Grram-i'ärbun£f3-Test: Positiv (in dem vorgenannten
selektiven Ledium)
IV) Voges-Proskauer-Reaktion: Positiv
V) Nitratreduktion: Positiv
VI) Katalasereaktion: Positiv
VII) GelatineverflüsBigung: Sehr schwach
VIII) Stärkehydrolyse: Positiv
IX) Citronensaures Agar-Agar-Lied ium (alkalisch): Sehr schlechtes Wachstum
X) Unter anaeroben Bedingungen: Kein Wachstum
XI) Bouillon mit 7 i° Kochsalz: Gutes Wachstum unter
alkalischen Bedingungen (Trübung) aber kein Wachstum im neutralen Medium
XII) Bildung von Sporen auf Bouillon mit Agar-Agar: Es bilden sich kaum Sporen.
XIII) Zersetzung von Kasein: sehr schwach, d) Verwertung von Kohlenstoffquellen:
Der Stamm N. wächst nicht im neutralen I.ledium.
Im alkalischen Kedium wachst er, aber die Erzeugung von
Säure kann nicht bestimmt werden, weil das Medium 1 >
Carbonat enthält. Im alkalischen i./odium kann der Stumm
Inositol, ooibit oder Glycerin nicht verwerten.
309814/ 1119
Diese mikrobiologischen Eigenschaften der Stämme W1 und Ii. sind in der nachstehenden tabelle z
s&n.-engef aßt, aus der deutlich hervorgeht, daß diese
Stämme verschiedene mikrobiologische Eigenschaften
haben \xv.d zu verschiedenen Arten gehören.
Eigen- Stamm K1
schaft
schaft
Stamm
I - 0,5-0,8 μπι mal -1,5-2,0 μια
II 0,8-1,2 pm mal 1,8-2,2 pm
III kreisförmig, ebenflächig, gelblichbraun,
glänzend
IV ausgedehnte, stoffartige Form, glänzend
V T/7achstum
YI hydrolysierend
VII sehr schwach
VIII sehr schwach
IX Bildung von Niederschlägen
X keine Verwertung von Galaktose, Raffinose, Sorbit oder Glycerin
0,1-0,2 pm mal 4,0-6,0 pm
1,5-2,0-pm mal 1,5-2,0 pm
lichtundurchlässig, ebenflächig, gräulichweiß, glänz eriu
ausgedehnte, stoffartige !Form, glänzend
kein Wachstum hydrolysierend sehr schwach sehr schwach Trübung
keine Verwertung von Inositol, Sorbit oder Glycerin
Dabei ist
Ii Grö3e des Bakteriums
II: GröiBe der Spore-III: Beschreibung der Schalenkultur. IV: Beschreibung der Schrägrohrkultur V: '.Vachstum auf Bouillon mit
II: GröiBe der Spore-III: Beschreibung der Schalenkultur. IV: Beschreibung der Schrägrohrkultur V: '.Vachstum auf Bouillon mit
*■ -
VI: Stürkehydrolyse
VII: Gelatineverflüssigung VIII: Kaseinhydrolyse
309814/1118
-H-
IX: Zustand beim Wachstum auf Bouillon mit 7 f>
Kochsalz
X: "bei der obersten Temperatur, bei der ein Wachstum beobachtet werden kann.
Aufgrund dieser Eigenschaften wurden die
Stämme N. und N. nach den Klassifikationsmethoden unter-1
4
sucht, die in den vorgenannten Veröffentlichungen angegeben sind. Dies sind: N.R. Smith u.a., "Aerobic Sporeforming
Bacteria" und "Bergey's Manual of Determinative Bacteriology (1957)", S. 61Y ff. Dabei wurde festgestellt,
daß jeder Stamm in manchen Punkten bekannten Bakterien der Gattung Bacillus ähnlich ist, daß sich
aber jeder der Stämme N1 und N. in charakteristischen
Eigenschaften von diesen bekannten Bakterien unterscheidet. Da unter den bekannten Bakterien kein Stamm gefunden
werden konnte, der dieselben mikrobiologischen Eigenschaften besitzt wie der Stamm N1 oder ΉΛ , kann man
l 4
diese Stämme als neue Arten der Gattung Bacillus bezeichnen.
Da jeder der Stämme N1 und N. ein aerobes
sporenbildendes Bakterium darstellt, gehören beide Stämme zu der Gattung Bacillus. Für die Stämme N* und
N. ist es charakteristisch, daß sie nur in einem alkalischen, aber nicht in einem neutralen Medium wachsen.
Zur Bestimmung der Stämme N1 und N. wurden bekannte
Stämme untersucht. Dabei hat es sich gezeigt, daß der Stamm N1 dem Bacillus polymyxa und dem Bacillua
alvei ähnelt und daß der Stamm N. dem Bacillus pasteurii
ähnelt. Jedoch wuchst der Stamm N, in einem 7 ß>
Kochsalz enthaltenden Medium, während der Bacillus polymyxa und der Bacillus alvei in einem 5 /° Kochsalz enthaltenden
Medium nicht wachsen. Der Stamm N. hydrolysiert Stärke
3098U/1 119
und hat eine positive Voges-Froskauer-Reaktion. Dagegen
kann der Bacillus pasteurii Stärke nicht hydrolysieren und hat er eine negative Voges-Proskauer-Reaktion. Ein
charakteristischerer Unterschied besttht zwischen den
ein Wachstum ermöglichenden pB-.Verten." Im allgemeinen
wachsen Bakterien der Gattung Bacillus bei pH-i/erten von etwa 5>O~8,O. Der Bacillus polymyxa wächst bei pH-Werten
von 4>8-7j2, der Bacillus alvel bei pH-«Verten
von 4,8-5,6 und der Bacillus pasteurii bei pH-V/erten
bis zu 8,6 unter anaeroben Bedingungen. Dagegen wachsen die Stämme N-. und N. bei pH-Werten von etwa 8,0 bis 11,0.
Man erkennt somit, daß die Stämme EL und Έ. von den vorerwähnten,
bekannten, ähnlichen Arten gut unterschieden werden können.
file vorstehend beschrieben wurd, ist keine
Art bekannt, die mit dem Stamm N^ oder dem Stamm N- ·
identisch ist. Angesichts von charakteristischen mikrobiologischen Eigenschaften kann man annehmen, daß es
sich um neue Arten handelt.
Die Stämme N1 und N. wurden daher als Stämme
bzw. N. der -Gattung Bacillus bezeichnet.
Jeder der Stämme N.. und N- kann in einer Nährbouillon
eine alkalische Oellulase erzeugen und in hoher Konzentration anreichern. Beim Züchten dieser
Stamme verwendet man als Kohlenstoffquellen vorzugsweise verschiedene Zuckersubstanzen, beispielsweise
Traubenzucker, Saccharose, CMC, Kleie, Cellulosepulver usw. und als Stickstoffquellen Pepton, Fleischextrakt,
Ifiaisquellwasser, entfetete Sojabohnen usw. Kan kann
auch anorganische Substanzen verwenden, beispielsweise , Phosphate und Kitrate.
3098 U/1 119
1211832
'■' ·■ - 16 -
Bessere Ergebnisse erzielt .maß bei MitVerwendung
von winzigen Li eng en von .anorganischem ^etallsalzen,
Vitaminen, wachstumsfordernden Faktoren» wie
Hefeextrakt usw. Um den pH-fert einer Hährbouillon etwa
bei 10 zu halten, setzt aian zweckmäßig 0,5-1 »5 ;'*>
wasserfreies natriumcarbonat zu. :
Vorzugsweise erfolgt die Züchtung bei einer Temperatur von etwa 20-40 C unter Schütteln oder -Bewegung
durch durchperl ende Luft. Die Urzeugung der'gewünschten
alkalischen Cellulase erreicht wehrend etwa 2-6 Tagen ihr "laximum. Man kann eine RoheneyaflÜeeigkeit
gewinnen, indem man die Eährbouillon zentrifugiert,
mit Hilfe eines Filterhilfsßtoffs filtiiert oder Filzkörper
und ein Salz, wie Calciumacetat, einer kicch-■fällung
unterwirft.
Lian kann diese Eohenzymflüsßigkeit als solche
Verwender, oder ein gereinigtes Enzym gewinnen, indem
die Itohenfcymflüssigkeit einem bekannten Isolierverfahren
unterworfen wird, z.E. einem -Mis.salzen nit Amiaoniumsulfat,
.einen .Ausfüllen in einem Lösungsmittel oder
einer Dialyse, wobei festes Rohensym gewonnen wird, das
danach gereinigt und kristallisiert wird.
Die beiden aus der Sährbouillon des St antue β K-
und des Staianes N. gewonnenen alkalischen Cellulace-Kormalsubstanzen
haben gemäß i'ig. 3 eine cptimalt Aktivität'
in pH-£ereieh von etwa 8-10. Diese aktivität iet
für diese alkalische Cellulase charakteristisch, weil bekannte von Llikroorganismen (Asp. niger» Tricliodtisa rp.f
Penicillium sp. und Pseudosonas ε;.) staaüüenaic ivikrooxganisßien
eine optiaal« .Aktivität ie plinEereieii toft .
etvm 4-7 haben, wie aus der Fig. 4
309814/1119
Die """ktiVitLt der erfindungsgemäß erzeugten
alkalischen Cellulasenormalsubstanz wird wie folgt bestimmt:
Verfahren zur Aktivitätsbestiminung und Aktivitätseinheit
0,5 ml einer Enzymflüssigkeit werden zu 1 ml
GLiG (2,0 fo) und 1 ml einer Glycin- NaGI-NaOH- Pufferlösung
(pH-Wert 9,0) zugesetzt. Die Reaktion wird 20 Minuten lang bei 40 C durchgeführt.
lach der Durchführung der Heaktion wird mit Hilfe der 3,5-Dinitrosalicylsäure (-DHS) der reduzierte
Zucker bestimmt. Dazu wird 1 ml des DNS-ßeagens zu 0,25 ml der Eeaktionsflüssigkeit zugesetzt und das Gemisch
zur Färbung 5 Minuten lang auf 100 G erhitzt.
Nach dem Abkühlen wird die flüssigkeit mit 4 ml destilliertem Wasser verdünnt. Danach wird das Absorptionsvermögen
bei 500 mn bestimmt.
Die Aktivitätseinheit des Enzyms wird wie folgt bestimmt: iienn unter den vorgenannten Bedingungen
reduzierter Zucker in einer 1 mg Traubenzucker entsprechenden Menge gebildet wird, beträgt die -Aktivität
100 Einheiten.
Die alkalische Gellulase gemäß der Erfindung hat eine relative Aktivität von 200-1000 Einheiten pro
g, und es kann nachgewiesen werden, daß sie ein neues Enzym mit neuartigen physikalischen und chemischen
Eigenschaften ist, die nachstehend angegeben sind.
309814/1119
Physikalische und chemische Eigenschaften dea Enzyms
(1) Funktion und ^ubstrateigenschaften:
Die durch Züchtung des Stammes K^ und dea
Stammes N. erzeugten, alkalischen Cellulasen haben eine
spezifische zersetzende Wirkung auf folgende Cellulosen.
Zur Erzeugung der alkalischen Cellulase verwendeter Mikroorganismus
Stamm IL Stamm II.
Zersetzte CMC CMC
Substanzen Cellulose Cellulose
(2) Optimaler pH-Bereichs
Mit Hilfe der Mcllvaineschen Pufferlösung und der Glycin-Pufferlösung wurden pH-Werte in den Bereichen
von 3-8 bzw. 8-11 eingestellt.
Die optimalen pH-Werte jeder aus N&hrbouillone
des Stammes IL und des Stammes N. erzeugten, alkalischen
Cellulase 7</urden für das Rohenzym (f'ig. 3) und noch
einer 10 Iiiinuten dauernden Erhitzung auf 7C° C (Pig. 5)
bestimmt.
Optimaler pH-.ifert
Mkroorganismus
Stamm N1 Stamm'
Hohenzy« G-9 6
Each 10 ein. bei 7O0C - 10,0
3098U/1119
Y/ie aus der vorstehenden Tabelle hervorgeht, haben die von dem Stamm IT^ und dem Stamm U, erzeugten,
alkalischen Cellulasen eine Aktivität in dem pH-Bereich von etwa 7-10 bzw. etwa 5-10.
(3) pH-Beständigkeit ' . " .
Die aus Uährbouillons des Stammes N. und des
Stammes Ii-. gewonnenen, alkalischen Cellulasen wurden ■
ο durch 10 Minuten langes Erhitzen auf 60 inaktiviert. Danach wurde die,Restaktivität bestimmt. Aus der nächst^henden
Tabelle und der Pig. 6 geht hervor, in welchen pH-Bereichen diese Cellulasen beständig sind.
Mikroorganismus
Stamm IiL Stamm IJ,
pH-Bereich ; 6,5-11,0 5,5-11,0
Aus -der Jig. 6 geht hervor, in welchen pH-Bereichen
die Restaktivität höher ist als 50 >o, wenn
man mit 10Q. fo die Maximalaktivität der jeweiligen alkalischen
Cellulase bezeichnet, die aus einer Hährbouil-lon des Stammes IL· oder 35, gewonnen wurde.
Aus der vorstehenden Tabelle geht hervor, daß sich die von dem Stamm ±L· und dem Stamm 1\F. stammenden,
alkalischen Cellulasen dadurch kennzeichnen, daß sie in einem großen pH-Bereich beständig sind.
(4) Inaktivierungsbedingungen (Temperaturbeständigkeit)
■Für alkalische Cellulasen, die aus Nährbouillons
des Stammes Ή* und des Stammes ΪΓ, gewonnen worden
waren, wurden durch Veränderung der Temperatur bei dem
pH-Wert 9»0 die Inaktivierungsbedingungen bestimmt. Die
Ergebnisse dieses Versuchs gehen aus der Fig1· 7 hervor.
Die Inaktivierung begann bei folgender Temperatur.
Mikroorganismus
Stamm IL· Stamm ih
Temperaturbestl-ndig bis 50° C 60° C
(5) Hemmung, Aktivierung und Stabilisierung
Für die von dem Stamm U1 und dem Stamm IL
erzeugten, alkalischen Cellulasen wurden die Hemoenden
oder aktivierenden Einflüsse von Ketallionen und erhöhten Temperaturen bestimmt. Die Ergebnisse■dieser Versuche
sind nachstehend angegeben. Jedes Metallion wurde
in einer Konzentration vom 10 HL verwendet.
Fig. 8 zeigt in einem Kurvenbild die Temperaturbeständigkeit
, ausgedrückt durch die bei eiiiemi pH-Wert
von 9»0 gemessene Restaktivität, die nach einer
10 Minuten dauernden Inaktivierung bei der angegebenen Temperatur vorhanden war. Dabei ist in dem Kuryenbild
der Bereich angegeben, in dem die Eestaktirit&t höher
ist als 50 yo, wenn als 100 $ die Maximal aktivität der
jeweiligen alkalischen Cellulase bezeichnet wird·
Wie aus der nachstehenden Tabelle hervorgeht, wurde beim Zusatz von Ithylendiamintetraacetat (IDTA)
oder von p-Chloromercuribenzoesäure (PCMB) zu den alkalischen
Cellulasen keinerlei Hemmung festgestellt.
309814/1118
Mikroorganismus
| Stamm | V | Stamm | Mn++ | |
| Hemmende Metallionen | 0d++, Pb++, |
Hg+, Cu++ |
Pb++ | |
| Aktivierende Metallionen |
Ka+, Mn++, |
K+, Ga++, Fe++ |
0a++, | beobachtet |
| Temperaturbeständig- bis |
70° | G | 70° C | beobachtet |
| Hemmung durch SDTA | nicht | beobachtet | nicht | |
| Hemmung durch PCMB | nicht | beobachtet | nicht | |
(6) Molekulargewicht:
Aufgrund der Bestimmung durch das' GeIfiltrationsverfahren
unter Verwendung von "Sephadex G-100"
nimmt man an, daß die von dem Stamm IL und dem Stamm "N.
erzeugten, alkalischen Cellulasen folgende Molekulargewichte haben: - .
Verwendeter Stamm
Molekulargewicht
etwa 3.10
etwa 3.10* und etwa 1 ,5."1O*
(7) Verfahren zur Reinigung des Enzyms:
Nachstehend wird die Reinigung beispielsweise des von dem Stamm N. erzeugten Enzyms erläutert.
3098U/ii1'9
22A7832
Von der Nährbouillon des Stammes N. werden
die Bakterienzellen abzentrifugiert. Danach wird die
Bouillon auf DEAE-Sephadex (erzeugt von der Firma IJhamacia in Schweden) adsorbiert, das mit einer Pufferlösung
von 0,1 M Na2CCu, die mit Essigsäure auf den pH-Wert 9»0 eingestellt worden war, dem pH-iVert der
Lösung genügend angeglichen worden ?;ar. Hach genügendem
,Väschen der vorstehenden Pufferlösung wurde mit dieser der 0,5 M ITaGl zugesetzt worden war, eluiert.
Das Eluat wurde einer Gelfiltration mit Sephadex G-100
(erzeugt von der Firma Pharmacia, Schweden) unterworfen, dessen pH-./ert mit Hilfe einer -Pufferlösung
(pH-./ert 3) vor. 0,1 L tris-HCl genügend angeglichen
worden, war.
Man erhalt auf diese Weise eine Snd-IToruialsubstanz.
(8) Elementaranalyse:
Aufgrund der mit üephadex G-100 durchgeführten
Gelfiltration wird angenommen, daß die von dem
Stamm N1 und dem Stamm N. erzeugten, alkalischen Cellulasen
ein Molekulargewicht von etwa 3·10 haben. Bei
Enzymen mit hohen Molekulargewichten kann man durch Elementaranalyse und Berechnung der Analye-enwerte. für
Kohlenstoff, Stickstoff, ,Vasserstoff' und Sauerstoff
keine charakteristischen Eigenschaften bestimmen. Aus diesem Grunde wurden diese alkalischen Cellulasen
keiner Elementaranalyse unterworfen.
Zusammenfassend ergibt der Vergleich der physikalisch-chemischen Eigenschaften des Enzyms bzw.
der alkalischen Cellulase gemäß der Erfindung mit denen der bekannten Cellulasen deutlich, daß es sich um
eine neue, von allen bekannten Cellulasen verschiedene alkalische Cellulase handelt.
309814/1119
Wirksamkeit im Gebraucht
Das Enzym bzw. die alkalische Cellülase ge-.
maß der Erfindung ist ein cellulosezersetzendes Enzym, das eine optimale Aktivität in.einem pH-Bereich auf
der alkalischen Seite besitzt und bei Verwendung zur Abwasserreinigung eine enzymatisch^ Wirksamkeit zeigt.
Die enzymatisch^ Wirksamkeit des Enzyms bzw.
der alkalischen- Cellulase gemäß der Erfindung wird
nachstehend anhand von Versuchsergebnissen erläutert.
1) Verwendungί
Bei Verwendung zur Abwasserreinigung kann das Enzym gemäß der Erfindung in Pulverform direkt dem
Abwasser zugesetzt werden. Dabei ist keine Begrenzung,
z.B. hinsichtlich des pH-Wertes des Abwassers, zu beachten.
2) Enzymatische Wirksamkeit in Detergentien*
Das erfindungsgemäße Enzym wurde im Abwasser
während einer bestimmten Zeit auf 40° C gehalten und die Zersetzung der Cellulose gemessen.
Versuchsverfahren?
1 g mit Alkali behandelter Cellulose (Avicel
SP) und 100 ml des Enzyms mit 300Q Einheiten pro 100 ml
wurden während eines Zeitraums von 24 Stunden bei 37° C unter Rühren umgesetzt.
Außerdem wurde der pH-Wert des verwendeten Enzyms während der Reaktionszeit mit Hilfe einer Glycin-NaCl-IlaüIi-Pufferlö&ung
auf 10,0 eingestellt.
3098U/1119
l'ach durchgeführter Reaktion wurde unlösliche
Cellulose abgetrennt und das Trockengewicht der unlöslichen Stoffe bestimmt.
Aktivität des erfindungsgemäßen
I.Iikro- Trockengewicht des Zersetzter
Organismus unlöslichen Substrats Anteil
(g) io
Bacillus N1 0,83 17
Bacillus N4 0,72 28
Nachstehend wird der Erf indungsgegenetand ■■
anhand von Beispielen erläutert.
Ein Nährmedium (pH-Wert etwa 10) mit 1 ,0 ',&
Pepton, 1,0 $> Fleischextrakt, 1,0 f» CIiC, 0,5 i» Natriumchlorid,
0,1 φ KHpPu4.und· 0,1 io (getrennt stabilisiertes)
wasserfreies Natriumcarbonat enthielt, wurde mit dem^tamm Bacillus U1 (ATCC 21832) geimpft und 72 Stunden
lang in einer Schüttelkultur bei 37 C gezüchtet. Durch Abzentrifugieren der Zellen erhielt man eine Rohenzymflüssigkeit.
Liese wurde danri mit Äthanol getrocknet
und mit Hilfe eines üblichen Verfahrens pulverisiert. Eine alkalische Cellulase-Hormaleubstanz mit
einer relativen Aktivität von 330 Einheiten pro g wurde in einer l.ienge von 16 g pro 1 der Ilährbouillon
erhalten.
3098U/1 119
Jeispiel 2
Ein ITährxedium mit derselben Zusarmnensetzung
wie aas im Beispiel 1 verwendete wurde mit. dem Stamm Bacillus IT, (Al1CC 21833) geimpft und 72 Stunden lang
in einer Schüttelkultur bei 37° C gezüchtet. In der im Beispiel 1 angegebenen v7eise wurde das äthanolgetrocknete
Pulver erzeugt. Es wurde eine alkalische Cellulase-lTormalsubstanz mit einer relativen Aktivität
von 1000 -Eiinheiten pro g in einer Menge von 10 g pro 1
der !Ȋhrbouillon erhalten.
3098 U/1 119
Claims (5)
- - 26 Patentansprüche:^ Alkalische Cellulase, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein Jinzym ist, das bei einer Temperatur von 40° eine optimale Aktivität bei einem pH-'Vert von 5-10 hat.
- 2. Verfahren zum Erzeugen der neuen alkali*» cchen Cellulase mit den physikalisch-chemischen &igenschaften nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Rährmedium, das aus einem Carbonat, einer Kohlenstoff quelle, einer 3tickstoffquelle· und einem anorganischen Material mit einem Mikroorganismus von dem ött-.mm Bacillus N1 (ATCC 21832) und Bacillus Ii. (ATCG 21833) geimpft und der Mikroorganismus in dem iiährmedium bei Temperaturen von etwa 20-40 C gezüchtet wird, bis in dem Nährmedium eine beträchtliche enzymatische Wirksamkeit vorhanden ist und die genannte alkalische Cellulase in dem Hälirnedium erzeugt wird, worauf die genannte alkalische Cellulase aus dem !iährEedium gewonnen wird.
- 3· Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Züchtung in einer aeroben Submerskultur unter Rühren erfolgt.
- 4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Züchtung während eines Zeitraums von etwa 24-75 Stunden erfolgt.
- 5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das iTährmedium einen pH-Wert von 8-11 hat.3098U/1119rcLeerseite
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