DE2247993C3 - Standardisierter Modulbaustein für eine pneumatische Steuerungseinrichtung - Google Patents
Standardisierter Modulbaustein für eine pneumatische SteuerungseinrichtungInfo
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Description
Die Verbindung betrifft einen standardisierten Modulbaustein für eine pneumatische, sequentielle
Steuerungseinrichtung von maschinellen Arbeitsgängen, der logische Verbindungs- und Schaltungselemente,
darunter wenigstens einen Speicher und ein UND-Gatter, und öffnungen für Eingangs- und Ausgangsleitungen
aufweist, die der gegenseitigen Verriegelung mit den Nachbarbausteinen dienende Leitungsverbindungen
zu den benachbarten Modulbauelementen, die auf in Schienen in Reihenanordnung gehaltenen Sockeln aufgesetzt sind. Die Sockel sind
von Leitungsführungen durchzogen, die einmal der Verbindung der nebeneinander angeordneten Sockel
bzw. Schaltelemente, zum anderen der Verbindung von mehreren über je einem Sockel geordneten
Schaltelementen sowie der Druckmittelversorgung dienen. Auf der den Schaltelementen abgewandten
Sockelseite sind Ausgänge vorgesehen, die mit Hilfe von Schlauchleitungen miteinander verbunden werden
können, um bestimmte, innerhalb des Sockels nicht herstelloare Leitungsführungen zu ermöglichen.
Die Schalelemente selbst sind auf Tragplatten angeordnet, die ihrerseits wiederum Bohrungen zur Bildung
von Leitungen aufweisen und in einem Rahmen gehalten sind, der ein relativ leichtes Auswechseln der
~ 'atten mit den darauf befindlichen Schaltele- ~i ermöglicht. Dieses Auswechseln bezieht sich
iie Tragplatten und damit jeweils auf die Gesamtheit der auf ihnen angeordneten Schaltelemente, über
deren Typenzusamrnensetzung nichts offenbart ist. Die verschiedenen Typen von Schaltelementen dei
hier in Frage stehenden Ari unterliegen sehr unterschiedlichen Störanfälligkeiten und Lebenserwartungen.
Dieser Gesichtspunkt, der im Rahmen des Aufbaus und insbesondere der Wartung von Bedeutung
ist, finden im vorerwähnten Stand der Technik kein« Beachtung.
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Modulbausteil
der eingangs erwähnten Art zu schaffen, dessen Auf wand für Wartung und Montage möglichst gering ge
halten werden kann.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, da der gegen Verschleiß empfindlichere Speicher in ei
nem Teilblock enthalten ist, der leicht zugänglich un leicht trennbar an einen Sockel angekuppelt ist, we
eher das gegen Verschleiß unempfindlichere UNE
Gatter aufweist und welcher an zwei verschiedene Flächenabschnitten mit den öffnungen für die Ve
bindungsleitungen zu den benachbarten Modulbai steinen, außerhalb dieser Flächen und außerhalb di
Tülblock-Ankupplungsfläche, die Öffnungen für die Verbindungsleitungen zwischen der logischen Schaltung
des Sockels und dem Speicher aufweist, mit den Öffnungen für die Verbindungen zu den Steueranschlüssen
und mit wenigstens einer Öffnung für den Anschluß an die gemeinsame Strömungsmittelquelle
versehen ist.
Erfindungseemäß wird demnach unterschieden
zwischen solchen Schaltelementen, die wegen ihres Aufbaues bzw. ihrer Arbeitsweise eine lange Lebensdauer
aufweisen und nicht zu Störungen neigen; diese robusten Schaltungselemente eines Modulbausteins
werden in den Sockel eingebettet, der die Anschluß- und Versorgungsleitungen mit den anliegenden Bausteinen
aufweist und daher weniger leicht zugänglich bzw. demontierbar ist. Die empfindlicheren Schaltungselemente
geringerer Lebensdauer werden demgegenüber in einem Teilblock untergebracht, der an
den Sockel leicht an- bzw. abkuppelbar und gut zugänglich ist. Diejenigen Schaltungselemente höherer
Störungsempfindlichkeit bzw. niedrigerer Lebensdauer lassen sich somit in besonders einfacher Weise
und ohne die Miterfassung weniger empfindlicherer und damit noch nicht verschlissener Teile von dem
Schaltungselement trennen, wodurch in optimaler Weise der Wartungsaufwand auf diese empfindlicheren
Teile beschränkt wird. Die Unterbringung der robusten Schaltungselemente im Sockel führt darüber
hinaus zu einer kompakten Bauweise.
In bevorzugter Ausführung enthält der Teilblock wenigstens ein druckbetätigtes Anzeigeelement und
oder zumindest ein manuelles Betätigungselement. Diese Elemente können ebenfalls derart ausgebildet
sein, daß sie verhältnismäßig verschleißanfällig sind, darüber hinaus treten sie insbesondere an der dem
Sockel abgewandten Stirnseite des Teilblockes gut sichtbar in Erscheinung bzw. sind besonders einfach
zugänglich.
In weiterhin bevorzugter Ausifühvung kann der Sockel neben dem UND-Gatter weitere ähnliche einfache
und störunanfällige Schaltelemente wie ein ODER-Gatter aufweisen.
Die Anordnung des Schaltelementes kann derart getroffen sein, d'iß der Teilblock mit einer ebenen
Fläche auf einer ihm zugewandten ebenen Fläche des Sockels anliegt und in dieser Lage vorzugsweise unter
leichter Druckbeaufschlagung zur Sicherstellung der Leitungsverbindungen festgelegt ist. Der Teilblock
und der Sockel können dabei übereinandergesetzt angeordnet sein.
Die Anordnung der Leitungen ist insbesondere derart getroffen, daß sämtliche pneumatische Anschlüsse
des Teilblockes ausschließlich über Verbindungen mit dem zugehörigen Sockel bewerkstelligt
werden. Sämtliche Verbindungen, die den Modulbaustein insgesamt verlassen, gehen da.nn also vom Sockel
aus. Dies unterstützt das besonders einfache Trennen 'des Teilblockes vom Sockel und damit aus dem gesamten
Modulbaustein.
Die Erfindung wird an Hand der in der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsbeispiele nachstehend
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 die bekannte logische Schaltung einer schrittweise arbeitenden Steuereinrichtung,
Fig. 2 die Schaltung gemäß Fig. 1, aufgebaut mit einer Ausführungsform der erfindungsgemäß ausgestalteten
Modulbausteine in schematischer Darstel-
35
5o Fig. 3 eine perspektivische Ansicht von zwei
Exemplaren eines Ausführungsbeispieles in auseinandergezogener Montagedarstellung,
Fig. 4 und 5 Schnitte durch ein Ausführungsbeispiel in der Achse des Speicherelementes bzw. in derjenigen
des UND-Gatters,
Fig. 6 eine Prinzipdarstellung einer Steuerungsschaltung in Gestalt einer Sequenzautomatikkette,
Fig. 7 und 8 schematische Darstellungen eines Ausführungsbeispiels des Modulbausteines mit symbolischer
Darstellung der Schaltelemente und ihrer logischen Verknüpfung,
Fig. 9 ein weiteres Ausführungsbeispiel in schematischer
Darstellung und symbolhafter Wiedergabe von insgesamt drei Schaltelementen.
Fig. 1 zeigt die bekannte logische Schaltung der pneumatischen schrittweise arbeitenden, aus Modulbausteinen
bestehenden Steuereinrichtung. Sie besteht aus gleichen nebeneinander gesetzten Stufen,
deren jede ein Speicherelement mit zwei Eingängen und einem einzigen Ausgang sowie ein UND-Gatter
aufweist. Jede Stufe besitzt eine Öffnung S, die das Signal zum Auslösen der gesteuerten Bewegung liefert,
sowie eine Öffnung R, die das Rücksignal empfängt, das der Steuereinrichtung die Beendigung dieser
Bewegung mil teilt.
Die Schaltung ist so aufgebaut, daß die Auslösung der nachfolgenden Bewegung in dem herzustellenden
Zyklus, d.h. die Tätigkeit der folgenden Stufe, erst möglich ist, wenn die Steuereinrichtung das Rücksignal
der gerade stattfindenden bzw. vorausgegangenen Bewegung erhalten hat (Zwangsfolgeschaltung).
Wenn nämlich das Ausgangssignal χ des Speicherelementes der Stufe η auftritt, löst der Ausgang Sn die
Bewegung aus. Das Ausgangssignal χ speist ferner einen der Eingänge des UND-Gatters, welches erst arbeitet,
wenn das Rücksignal Rn auftritt. Das Ausgangssignal des UND-Gatters gibt dann das Eingangssignal
Λ", des Speicherelementes der Stufe η + 1 ab, die mit ihrem Ausgangssignal χ den Ausgang
Sn -t- 1, jedoch auch das UND-Gatter derselben Stufe
speist und schließlich das Speicherelement der vorhergehenden Stufe η auf Null zurückstellt, indem deren
Eingang X0 gespeist wird. Da alle Speicherelemente
der Steuereinrichtung normalerweise im Zustand Null sind, kann ein unzeitgemäßes Rücksignal
keine Wirkung haben, da es das UND-Gatter nicht passieren kann: die Schaltung bietet somit eine
ausgezeichnete Sicherheit.
Fig. 2 zeigt die Übertragung dieses Logigramms auf eine pneumatische logische Schaltung, wobei für
jede Stufe ein Ventilspeicherelement mit einem einzigen Ausgang mit magnetischer oder mechanischer
Sperrung und ein passives UND-Gatter benutzt wird, das aus einem äußeren freien, doppelten Ventil besteht.
Die Fig. 3,4 und 5 zeigen ein Ausführungsbeispiel dieser schrittweise arbeitenden, aus einer Ausführurvgsform
des Modulbausteins bestehenden Steuereinrichtung mit pneumatischen logischen Elementen.
Ein Teilblock 1 mit einem Speicherelement Γ jeder Stufe ist auf einen Sockel 2 aufgesteckt, der das
UND-Gatter 3 und die logische Schaltung jeder Stufe enthäli:.
Wie Fig. 3 zeigt, sind die Sockel 2 Seite an Seite zusammengesetzt und beispielsweise durch zwei Führungen
4, eine Profilstange oder ähnliche Verbindungsorgane festgeklemmt und bilden eine einstük-
kige Steuerungseinrichtung mit der gewünschten Stufenzahl. Mit demselben Arbeitsgang werden auch
die integrierten Schaltungen angeschlossen, die sich in jedem Sockel entsprechend der in Fig. 2 gezeigten
Schaltung befinden.
Betrachtet man die Sockel 2 nacheinander, so erkennt man den Speise-Anschluß P, der alle Sockel
durchquert und jedes Speicherelement V speist, das Signal Xx, das die darauffolgende Stufe in den Zustand
1 bringt, und das Signal A0, das die vorhergehende
Stufe auf Null zurückstellt.
Auf der Rückseite sind Rohre 5 aus biegsamem Kunststoff an die Sockel angeschlossen und bilden den
Ausgang S und die Rückleitung R jeder Stufe.
Die Fig. 4 und 5 zeigen Einzelheiten des inneren Aufbaus.
Fig. 4 zeigt die Einzelheiten dfb Speicherelementes
mit zwei Eingängen A^1 und A"o und einem Ausgang x,
der die Speisung P erhält. Das Speicherelement ist in diesem Fall auf bekannte Weise mit einem Ventil
und magnetischer Verriegelung gemäß der deutschen Patentanmeldung Nr. P224Ü716.5 ausgeführt, es
kann jedoch auch auf jede andere Weise, beispielsweise mit Schieber oder Ventil, mit oder ohne Dichtung,
mit oder ohne mechanischer oder magnetischer Verriegelung usw. aufgebaut sein.
Wie die Fig. 3 und 4 zeigen, öffnen sich die an
dem Speicherelement Γ vorgesehenen Haken 6 bei dem Aufstecken dieses Speicherelementes auf den
Sockel 2 und treten dann in die Nuten 7 des Sockels 2 ein. so daß das Speicherelement Γ durch eine mechanische
Verriegelung an den Sockel 2 angedrückt bleibt. Die Wulstringe 8 gewährleisten hierbei die
Abdichtung der Verbindungen zwischen dem Speicherelement 1' und dem Sockel 2.
Bei der Montage kann mit einem an jedem Haken 6 vorgesehenen Lappen 9 beispielsweise mittels eines
Schraubenziehers eine Hebelwirkung ausgeübt werden, wodurch die Haken 6 aus den Nuten 7 austreten.
Die dem Sockel 2 eingegliederten Schneükupplungen
10 (Fig. 4) sind auf bekannte Weise ausgebildet und gestatten beispielsweise den Schnellanschluß der
Leitungen 5 sowie eine schnelle Auskupplung zur Erleichterung der Wartung oder der Änderung der
Schaltungen.
Druckbetätigte Anzeigeelemente 11 (Fig. 3 und 4) sind auf der Oberseite jedes Teilblockes 1 angeordnet,
dessen Speicherelement den Ausgang S der Stufe der Steuereinrichtung bildet. Das Prinzip dieser als Beispiel
dargestellten Anzeigeelemente ist bekannt. Sie weisen einen kleinen Kolben 12 auf. der durch manuelle
Einwirkung durch die Bedienungsperson über das Vorhandensein eines Druckes informiert. Derartige
Anzeigeelemente oder Kontrollorgange gestatten die Feststellung des Schaltzustandes des Modulbausteines,
indem zu einem bestimmten Zeitpunkt nachgeprüft wird, welche Stufe der Steuerungseinrichtung
die aktive Stufe, d.h. diejenige Stufe ist. die ein Signal 5 zum Auslösen einer Bewegung der zu steuernden
Maschine od. dgl. liefert.
Die Fig. 3 und 4 zeigen ferner die zusatzlichen manuellen
Betätigungselemente 13 und 13 . die jeweils an einem Ende des Speicherelementes 1 angeordnet
sind und Druckknopfe aufweisen, die den Zustand des Speicherelementes umzukehren gestatten Hierbei
bringt das manuelle Betätigungselement 13 das Speicherelement in den Zustand T. d.h. setzt die Ausgangsnffnung
.S unter Druck, und das zusätzliche manuelle
Betätigungselement 13' bringt das Speicherelement in den Zustand 0 zurück, d.h. belüftet die
Ausgangsöffnung S. Es ist somit möglich, eine beliebige Ausgangsöffnung S der Steuereinrichtung unter
Druck zu setzen und dadurch eine beliebige Bewegung der Maschine auszulösen. Auf diese Weise
können beliebige Bewegungen ausgelassen und die gesamte Steuereinrichtung auf Null zurückgestellt
werden.
ίο Fig. 5 zeigt die Einzelheiten des UND-Gatter 3,
das dem Sockel 2 eingegliedert ist. Die Arbeitsweise dieses passiven pneumatischen Elementes ist bekannt:
Ein äußeres doppeltes Ventil 14 erhält die Eingangssignale an jedem Ende und liefert in der Mitte nur
dann ein Ausgangssignal, wenn beide Eingangssignale
vorhanden sind.
Fig. 5 zeigt ferner die Wulstringe 16 zur Abdichtung der Verbindungen zwischen jedem Sockel der
nebeneinandergesetzten Modulbausteine, die die Steuerungseinrichtung bilden.
Diese Steuerungseinrichtung hat folgende Vorteile: Die Bildung einer Schaltung zur Lösung eines bestimmten
Automatisierungsproblems wird maximal vereinfacht. Hierzu ist lediglich eine Steuerungsein-
richtung mit Stufen in der Anzahl der Sequenzen in dem durchzuführenden 21yklus aufzubauen und sind
dann die einzelnen Ausgange der Steuerungseinrichtung mit den an der Maschine auszuführenden Bewegungen
und die entsprechenden Rucksignale mit den Rückmeldeöffnungen an der Steuerungseinrichtung in
der entsprechenden Reihenfolge zu verbinden.
Eine auf diese Weise gebildete Schaltung besitzt eine hohe Sicherheit, da ein unzeitgemäßes Rucksignal
den Ablauf des Zyklus nicht stören kann.
Die Fehlersuche,die Fehlerbehebung und die Wartung
der Schaltung und der Maschine werden durch folgende Merkmale vereinfacht: Da die Schaltung den
Zyklus der Maschine unmittelbar wiedergibt, ist sie leicht zu verstehen.
4-c- Die Anzeigeeinricrnuneen iedei Stufe der Steuerungseinrichtung
gestatten bequem die Verfolgung des Ablaufes des Zyklus und die schnelle Feststellung
der Arbeitsphase der Maschine. Die zusätzlichen manuellen Betätigungselemente jeder Stufe der Steuerungseinnchtung
gestatten die manuelle Auslösung beliebiger Bewegungen der Maschine, beispielsweise
bei deren Einstellung. Die Speicherelemente, die in erster Linie komplizierteren Aufbaus sind, können
schnell durch einfaches Aus- und Einbauen ausgetauscht werden. Die Verwendung von Schnellkupplungen
gestattet die schnelle Änderung des Zyklus durch schnelles Aus- und Einkuppeln der Kunststoff
rohre. Der Aufbau der Steuerungseinrichtung in Mo dulstufen gestattet die einfache Hinzufugung odei
Wegnahme von Sequenzen in dem Zvklus durch Zu
fugen oder Wegnehmen von Modulstuten der Steue rungseinrichiung.
Die Verwendung dieser Steuerungseinrichtung al lein reicht jedoch nicht fur die Lösung aller Problerm
aus. die sich hinsichtlich der verschiedensten Schal tungen und Situationen ergeben, die in der Praxis de
industriellen Automatisierung auftreten.
Wenn der Zyklus beispielsweise erfordert, da mehrere Bewegungen A, B, C ... gleichzeitig bei e:
nem bestimmten Schritt ausgeführt werden, müsse
die Rücksignale a, b, c ... in einem Element komb
niert werden, das einen Ausgang liefert, wenn a UNl
b I1ND <■ ... auftreten, so daß der darauffolgend
Schritt des Zyklus ausgelöst wird. Hierzu sind UND-Gatter mit mehreren Eingängen erforderlich.
Ein anderes Beispiel ist die Wiederholung derselben Bewegung bei verschiedenen Sequenzen des Zyklus.
Hierbei müssen die entsprechenden Ausgangssignale der Steuerungseinrichtung durch Schaltungswähler isoliert werden, die auch ODER-Gatter
gemannt werden.
Fig. 6 zeigt das Schaltschema von Modulbaustcinen
101, deren jedes mindestens ein Schaltelement
126 zur pneumatischen Durchfuhrung einer logischen UND-Operation und ein Schahelement 125 zur
pneumatischen Ausfuhrung einer Speicherung enthalt.
Der Aufbau dieser beiden Hlemenle. die hier nur
mit ihren Symbolen dargestellt sind, wurde vorstehend beschrieben. Die gleichaufgebauten Nachbarelemente
des mittleren, mit Bezugszeichen versehenen Bausteines sind ohne Be/ugszahlen zur Veranschaulichung
der Zusammenarbeit dargestellt. Auf zwei verschiedenen Seiten 102 und 103 sind Öffnungen 104,
lOfi bzw. 106. 107 angeordnet, wahrend auf einem
anderen Flachenabschnitt andere Offnungen 108 und 109 vorgesehen sind. Diese Öffnungen sind immer
vorhanden, während die Öffnungen 118 und 119 gegebenenfalls
zu einer Leitung zusammengefaßt werden: können, die bei 127 ausmündet und durch eine
Quelle 128 gespeist wird.
Alle diese Öffnungen sind so angeordnet, daß ssc
entsprechenden Öffnungen gegenüberliegen, wenn die Elemente einer Kette zusammengebaut sind, und
insbesondere mit Hilfe von Dichtungsringen durch gegenseitigen Kontakt pneumatische Verbindungen
zwischen den Elementen bilden.
Der Modulbaustein arbeitet in der Kette folgendermaßen: Wenn ein Sequenzbeginnsignal an der Öffnung
105 auftritt, wird es auf einen der beiden Eingange
des Speicherlementes übertragen. Dieses nimmt einen Zustand an. der die Übertragung des bei
119. 118 oder gegebenenfalls bei 127 auftretenden Drucks auf den Ausgang des Speicherelementes gestattet,
das einerseits mit der Öffnung 108 verbunden ist und einen Befehl fur den Sequenzbeginn zu der
zu steuernden Maschine sendet (Signal S) und andererseits mit der Öffnung 104 verbunden ist, die gegehenenfalls
geschlossen ist. wenn das betreffende Element Jas erste einer Kette ist. oder mit dem zweiten
Eingang des vorhergehenden Speicherelementes verbunden ist. Gleichzeitig tritt der auf diese Weise übertragene
Druck an einem dci Eingange des L'ND-Gatters
12o auf.
Wenn die durch den Befehl 5 ausgeloste Operation bzw. Bewegung der Maschine beendet ist. sendet die
Maschine ein Rucksignal (Signal R). das an der Öffnung 109 auftritt, die mit dem zweiten Eingang des
UND-Gatters 126 verbunden ist. Das gleichzeitige Auftreten dieser beiden Befehle setzt das UND-Gatter
126 in Tätigkeit und bewirkt ein Ausgangssignal,
das an der Öffnung 106 verfugbar ist.
Da diese Öffnung ihrerseits mit einer Öffnung des darauffolgenden Elementes verbunden ist. die der
Öffnung 103 entspricht, bewirkt das betreffende Signal schließlich ein Rucksignal, das an der Öffnung
107 auftritt, die ihrerseits mit dem zweiten Eingang
des Kippkreises verbunden ist. Auf diese Weise wird
das Speicherelement 125 zurückgesetzt, wodurch der
Befehl S. der an der Öffnung 108 auflrat. gelöscht
w ml
Bei der in Fig. 6 mit durchgehenden Linien dargestellten Ausführung ist die Leitung 110 zur Druckluftspeisung
im Inneren des Elementes so angeordnet, daß die Verbindung mehrerer Elemente zu einer
Kette gleichzeitig die Übertragung von Druckströmungsmittel und die Speisung des Speicherelementes
gewährleistet. Bei der in Fig. 6 mit unterbrochenen Linien dargestellten Ausführung wird das Speicherelement
durch eine Öffnung 127 gespeist, die nicht auf der Seite 102 oder 103 angeordnet ist, sondern
mit einer äußeren Leitung 128 verbunden ist. In beiden Fällen tritt der Luftdruck innen an dem Speicherelement
auf.
Die erste Ausführung weist den Vorteil eines automatischen
Anschlusses, einer geringeren Wartung, geringerer Abmessungen und einer größeren Festigkeit
gegen Stöße von außen auf. Außerdem befreit sie die Schaltung von Spannungen infolge von Wärmeausdehnung
und der Herstellungstoleranzen und führt gleichzeitig zu einer beträchtlichen Verringerung
der Kosten der pneumatischen Verbindungen.
Die zweite Ausfuhrung weist den Vorteil auf, daß ein Element aus der Kette herausgenommen werden
kann, ohne daß die Speisung der anderen Elemente mit Druckstromungsmittel unterbrochen wird.
Je nach Anforderung kann also eines der beiden Speisesvsteme benutzt werden.
Wie Fig. (S ferner zeigt, erhalt eines der Elemente an einer der Öffnung 109 entsprechenden Öffnung
einen Befehl R. der durch eine logische Schaltung 122
erzeugt wurde. Diese dient zur Lösung einer logischen Gleichung auf pneumatischem oder gegebenenfalls
elektrischem Weg. die durch die Anforderung der Verwendung der Maschine bestimmt wird. An den
Eingängen dieser Schaltung 122 können insbesondere Verzögerungs-. Verriegelung«)-. Zählsignale u. dgl.
auftreten. In allen Fallen liefert diese Schaltung an ihrem Ausgang ein pneumatisches Signal.
Fur Line bestimmte, vollkommen pneumatische
Su'i'i'rungsart kann es zweckmäßig sein, die Schaltung
122 dem Baustein einzugliedern. In diesem Fail endet die Kette zur Losung der logischen Gleichung immer
mit einem UND-Gatter 126. Fig. 9 zeigt eine derartige
Ausfuhrungsform.
In den Fig. 7 und .S ist das Speicherelement 125
von einer durchgehend gezeichneten Umrißlinie 112 umgeben. Diese Darstellung veranschaulicht die
zweiteilige Ausfuhrung des Bausteines, der aus der Teilen 111 und 112 besteht, so daß der Teil 112, de:
das Speicherlement enthalt, leichter ausgetausch werden kann. Diese Maßnahme hat verschieden*
Grunde. Das UND-Gatter ist so ausgebildet, daß e: in jeder Hinsicht äußerst sicher ist. Das Speicherele
ment, das die Form einer Kippschaltung hat, erforder
auf Grund seiner Natur Bestandteile, deren Eigen schäften sich auf die Dauer leicht ändern können.
Es kann auch erforderlich sein, daß bei manchei Sequenzen die Kippzeit des Speicherelementes be
stimmte Werte einhalten muß. so daß in dieser Stufi eine besonders leistungsfähige Kippschaltung benutz
werden muß.
Insbesondere Fig. K zeigt, daß die beiden einei
Baustein bildenden Teile ubereinandergesetzt sini und daß das Teil 111 einen auf einem Trager 113 be
festigten Sockel bildet.
Die pneumatischen Verbindungen zwischen diese beiden Teilen sind ähnlich wie die Verbindungen zwi
sehen den I lementen einer Kette so ausgeführt, da
die Öffnungen 114, 115.116 und 117 durch Kontakt mit den gegenüberliegenden Öffnungen 114', 115',
116' und 117' mit Hilfe von geeigneten Dichtungselementen zusammenwirken; zur gegenseitigen lösbaren
Befestigung der beiden Teile können an sich bekannte Organe, wie Schrauben, Haken, Riegel, Federn, Bügel
bzw. Flansche, Sauger oder Magnete benutzt werden.
Auf einem anderen, nicht zur Befestigung dienenden Bereich der Oberfläche sind die Organe 120 und
121 vorgesehen, die aus einem pneumatischen Anzeigeorgan bzw. einem manuellen Betätigungselement
bestehen. Das Anzeigeelement dient zur Anzeige der gerade stattfindenden Sequenz oder Sequenzen und
zur Anzeige des einwandfreien Betriebes. Das manuelle Betätigungselement 121 gestattet eine Steuerung
von außen in einer bestimmten Stufe zur Einstellung der Maschine oder zum Inbetriebsetzen nach
einer Störung. Dieses Element arbeitet pneumatisch oder mechanisch und wirkt auf das Speicherelement
ein.
10
Vorzugsweise werden diese beiden Organe an dem Teil 112 vorgesehen, da sie direkt mit dem Ausgang
bzw. einem der Eingänge des Speicherelementes verbunden sind.
Der Sockel 111, der vorzugsweise die Öffnungen 104 bis 109 und 118, 119 oder 127 aufweist, kann
lösbar an dem Träger 113 durch beliebige geeignete Mittel befestigt sein und besitzt Einrichtungen, die einen
guten Kontakt mit den benachbarten Elementen
to herstellen.
Bei der Beschreibung des Modulbausteines wurden nur die zum Erreichen des gewünschten Ergebnisses
unerläßlichen Teile erwähnt. Zwischen den Öffnungen und den logischen Elementen können auch be-
sondere Schaltungen vorgesehen werden, die zur Änderung der Form und/oder der Stärke der Signale und
Befehle dienen. Die zu den Öffnungen 108, 109 und 127 führenden Verbindungen werden im allgemeinen
durch Schläuche hergestellt, da die Kette nicht von vornherein in unmittelbarer Nähe der Maschine aufgestellt
wird.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Standardisierter Modulbaustein für eine pneumatische, sequentielle Steuerungseinrichtung
von maschinellen Arbeitsgängen, der logische Verbindungs- und Schaltungselemente, darunter
wenigstens einen Speicher und ein UND-Gatter, und Öffnungen für Eingangs- und Ausgangsleitungen
aufweist, die der gegenseitigen Verriegelung mit den Nachbarbausteinen dienende Leitungsverbindungen
zu den benachbarten Modulbausteinen, zu den Steueranschlüssen des jeweils angeschlossenen, den Arbeitsgang ausführenden
Maschinenteils und zu einer Strömungsmittelquelle herstellen, dadurch gekennzeichnet,
daß der gegen Verschleiß empfindlichere Speicher (1) in einem Teilblock (1) enthalten ist, der leicht
zugänglich und leicht trennbar an einen Sockel (2) angekuppelt ist, welcher das gegen Verschleiß unempfindlichere
UND-Gatter (3) aufweist und welcher an zwei verschiedenen Flächenabschnitten mit den Öffnungen für die Verbindungsleitungen
(A"„, A",) zu den benachbarten Modulbausteinen,
außerhalb dieser Flächen und außerhalb der Teilblock-Ankupplungsfläche, die öffnungen für
die Verbindungsleitungen zwischen der logischen Schaltung des Sockels und dem Speicher aufweist,
mit den öffnungen fur die Verbindungen (R, S) zu den Steueranschlüssen und mit wenigstens einer
öffnung für den Anschluß (P) an die gemeinsame
Strömungsmittelquelle versehen ist.
2. Baustein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Teilblock (1) wenigstens ein druckbetätigtes Anzeigeelement (11, 12) aufweist.
3. Baustein nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Teilblock (1) wenigstens
ein manuelles Betätigungselement (13, 13>') aufweist.
4. Baustein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Sockel (2) neben dem UND-Gatter (3) weitere ähnlich einfache und störungsunanfällige Schaltelemente,
wie ein ODER-Gatter, aufweist.
5. Baustein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Teilblock (1) und der Sockel (2) übereinander gesetzt sind.
6. Baustein nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Teilblock (1) ausschließlich pneumatische Verbindungen mit dem zugeordneten Sockel (2) aufweist.
10 2 fet eine Reihe von Vorschlagen bekannt die sich
mitderSteuerung von Arbeitsvorgängen durch pneu-
, ?-h arbeitende logische Schaltelemente befassen,
mansch »teitertfe^g .^ hinsichtlich ihrer Betriebs-
•n una zum Teil auch hinsichtlich ihrer Ab-311
aufeinander abgestimmt. So ist es bekannt 76110) eine Vielzahl von Schaltungsele-„,.
Qtandarderuppe auszubilden, mit der
ΓTdef VerSXg de? Schaltelemente unterein-Her
Saßt sich dieser Vorschlag allerdings nicht, „ SstTzuÄinicht auszuschließen, daß wenigstens
Si weise Schlauchleitungen hierfür eingesetzt^werden
müssen Ein anderer bekannter Vorschlag (DT-OS S.944) beschreibt den Aufbau einer sequentiellen
Steuereinrichtung der hier in Frage stehenden Art,
„SÄn Grundschaltelementtypen arbe,-WelCn
einige je nach gewünschtem Steuerab-
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR7135894 | 1971-09-29 | ||
| FR7135894A FR2154372B1 (de) | 1971-09-29 | 1971-09-29 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2247993A1 DE2247993A1 (de) | 1973-04-12 |
| DE2247993B2 DE2247993B2 (de) | 1976-05-20 |
| DE2247993C3 true DE2247993C3 (de) | 1977-01-20 |
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