DE2257903A1 - Wellenkupplung - Google Patents

Wellenkupplung

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Description

1'?..'. τ! -;\'ϊ!λ>'^ V''5·'"' Hannover, den 24. November 1972
Betr.: K 566/g - Anmelder: Firma KUPPLUNGSTECHNIK GmbH.
4440 R h e i η e / Westf. Rodder Damm
"Wellenkupplung"
Zusatz zum Patent ... (Patentanmeldung P 21 18 75Ο.8)
Die Hauptanmeldung (Aktenzeichen: P 21 18 750.8) betrifft eine Wellenkupplung mit auf beiden Wellenenden befestigten Kupplungshälften und einem zwischen ihnen angeordneten lamellenförmigen, flexiblen Kupplungsglied, insbesondere aus Kunststoff, das mehrere in Umfangsrichtung gegeneinander versetzte, abwechselnd mit der einen oder anderen Kupplungshälfte in kraftübertragender Verbindung stehende Verdickungen aufweist.
Nach dem Hauptpatent sind die Verdickungen als parallel zur Kupplungsachse angeordnete Stege ausgebildet und halten durch Anliegen an den Stirnflächen der aus Flanschen bestehenden Kupplungshälften das Kupplungsglied in einem seine Durchbiegung ermöglichenden Abstand von den Stirnflächen .
409825/0008
Diese Wellenkupplung soll durch die vorliegende Erfindung weiter ausgebildet werden, um eine besondere große Durchbiegung des Kupplungsgliedes bei stärkeren Wellenverlagerungen zu ermöglichen.
Gemäß der Erfindung weist die als flexibles Kupplungsglied dienende Lamelle zwisohen den stegartigen Verdickungen laschenartige Teile auf, die mit der Radialebene der Kupplungsflansche einen Winkel einschließen. Hierdurch wird erreicht, daß die Lamellen sich bei axialen und winkligen Verlagerungen der beiden gekuppelten Wellen unbehindert durchbiegen können, wobei sich die Befestigung«· stellen der stegartigen Verdickungen der Lamelle an der Antriebeseite des Kupplungsflansehes auf die Abtriebsseite der Kupplung und die auf der Abtriebsseite befindlichen Befestigungsetellen sich auf die Antriebsseite hin bewegen können, ohne daß hierzu besondere Distanzstücke an den Planschen erforderlich sind, wie dies bei bekannten Kupplungen vielfach der Fall ist· Dadurch wird auch der Aufbau der Kupplung wesentlich vereinfacht.
Die Mittellinie des laschenartigen Verbindungsteils kann gerade oder gekrümmt sein. Es können auch mehrere unter verschiedenen Winkeln aneinandergereihte gerade oder auch gebogene Linien sein. Es müssen jedoch die Endpunkte der verbindenden Mittellinien in verschiedenen Ebenen bezogen auf die Kupplungeach.ee liegen. Wenn an den Be-
409825/0 0 08 - 3 -
festigungsstellen der stegartigen Verdickungen an den Kupplungsflanschen der Unterschied der Lamellendicke in axialer Richtung gemessen kleiner ist als der axiale Versatz der verbindenden Mittellinien, so ist in jedem Falle gewährleistet, daß die Lamelle im eingebauten Zustand axial beweglich bleibt und auf Durchbiegung beansprucht werden kann. Die gleiche ¥irkung wird erreicht, wenn bei der Verbindung mehrerer Lamellen untereinander die Befestigungsstellen ihrer stegartigen Verdickungen an den Kupplungsflanschen oder untereinander so angeordnet sind, daß die Mittellinien der laschenförmigen Verbindungen der Befestigungsstellen innerhalb einer Lamelle nicht parallel zu der benachbarten Lamelle verlaufen, sondern gegen diese geneigt sind. Durch diese Formgebung wird ebenfalls gewährleistet, daß die Befestigungsstellen in der Lamelle auch zum Kraft- und Formschluß mehrerer Lamellen untereinander dienen und den ihre Durchbiegung ermöglichenden Abstand untereinander und von den Stirnflächen der Kupplungshälften halten.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der !Erfindung sollen an Hand der in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungbeispiele erläutert werden. Es zeigent
Fig. 1 die Seitenansicht einer Wellenkupplung mit einem aus einer LamsLle bestehenden Kupplungsglied,
4Q9825/0008 - 4 -
Fig. 2 eine Ansicht der Fig. 1 in Richtung des Pfeiles A,
Fig. 3 die Seitenansicht einer Wellenkupplung mit einem aus zwei parallelen Lamellen bestehenden Kupplungsglied,
Fig. k die Seitenansicht einer Kupplung, deren flexibles Kupplungsglied aus mehreren spiegelbildlich aneinandergereihten Lamellen besteht,
Fig. 5 die Seitenansicht einer Wellenkupplung, bei der das flexible Kupplungsglied aus mehreren spiegelbildlich angeordneten Gruppen paralleler Lamellen besteht, und
Fig. 6 die Seitenansicht einer Lamelle.
Gemäß den Figuren 1 und 2 ist zwischen den beiden ale Flansche 7 ausgebildeten Kupplungshälften 1 und 2 der beiden miteinander gekuppelten Wellen ein flexibles Kupplungsglied 3 angeordnet, das aus einer quadratischen ringförmigen Lamelle besteht und an gegenüberliegenden Ecken mit stegartigen Verdickungen k versehen ist. Diese sind abwechselnd an dem antriebsseitigen und abtriebsseiten Kupplungsflansch 7 befestigt, z.B. angeschraubt. Zwischen den stegartigen Verdickungen k bzw. ihren Be-
409825/0008
festigungssteilen an den Kupplungsflanschen 7 befinden sich, laschenartige Teile 5» die mit der Radialebene der Kupplungsflansche 7 einen spitzen Winkel -^- einschließen. Diese laschenartigen Teile 5 haben eine gerade Mittellinie 6, die auch aus mehreren unter verschiedenen Winkeln aneinandergereihten Geraden oder auch aus einer gebogenen Linie bestehen kann. Die Endpunkte der verschiedenen Mittellinien müssen jedoch in allen Fällen in verschiedenen Ebenen bezogen auf die Kupplungsachse liegen. Wenn an den Befestigungsstellen der stegartigen Verdickungen h untereinander der Unterschied der Lamellendicke in axialer Richtung gemessen kleiner ist als der axiale Versatz der Mittellinien 6, bleibt in jedem Falle die Lamelle 3 ipi eingebauten Zustand axial beweglich und kann auf Durchbiegung beansprucht werden.
Die stegartigen Verdickungen 4 der Lamelle 3 haben einen so starken Querschnitt, daß ein zur Krafteinleitung ausreichend großes Gewindeloch oder Durchgangsloch 8 vorgesehen
ti
sein kann, ohne die F stigkeit der Verdickungen 4 zu beeinträchtigen. Bei den auf Durchbiegung beanspruchten laschenartigen Teilen 5 zwischen den Verdickungen k sind die Querschnittsübergänge so gewählt, daß die Zone der Durchbiegung nicht unmittelbar an den Befestigungsstellen liegt, sondern mehr zur Mitte der Verbindungsteile 5 verlagert ist.
409825/0008
Die ringförmige Lamelle 3 kann statt quadratisch auch als Vieleck oder als kreisförmiger Ring ausgebildet sein.
Wenn die Kupplung größere Drehmomente übertragen soll, werden bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 mehrere, z.B. zwei Lamellen 3 so nebeneinander angeordnet, daß ihre Mittellinien 6 parallel zueinander verlaufen. Die einzelnen Lamellen sind dann durch ihre stegartigen Verdickungen k einerseits mit den Kupplungsflanschen 7 und andererseits an abwechselnden Stellen des Umfanges miteinander verbunden, was beispielsweise durch einen gemeinsamen Bolzen an jeder Befestigungsstelle bewirkt werden kann, durch den die gemeinsame Krafteinleitung auf die einzelnen Lamellen 3 ermöglicht wird.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. k sind die einzelnen Lamellen 3 spiegelbildlich zueinander angeordnet und aneinandergereiht, so daß die von ihren stegartigen Verdickungen k ausgehenden Mittellinien divergieren. Mit der Anzahl der Kupplungslamellen 3 wächst die Flexibilität zur Aufnahme größerer Wellenverlagerungen sowie die Möglichkeit der Überbrückung eines größeren Abstandes der gekuppelten Wellen.
Naoh Fig. 5 ist das flexible Kupplungeglied 3 paarweise aus je zwei Lamellen mit parallelen Mittellinien 6 zusammen« gefügt, wobei die einzelnen Lamellengruppen paarweise
A09825/0008
spiegelbildlich zueinander angeordnet sind. Durch diese paarweise Aneinanderreihung wird einerseits eine doppelte Drehmoment-Übertragung und andererseits eine größere Flexibilität sowie die Möglichkeit der Überbrückung eines größeren Wellenabstandes erreicht.
Fig. 6 zeigt die besondere Querschnittsbemessung einer Kupplungslamelle in der Weise, daß die laschenartigen Verbindungsteile 5 zwischen den einzelnen stegartigen Verdickungen 4 an den auf Durchbiegung beanspruchten Stellen allmähliche Querschnittsübergänge erhalten, wodurch die Zone der Durchbiegung etwa in die Mitte der laschenartigen Verbindungsteile 5 gelegt wird.
Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Wellenkupplung hat noch den weiteren Vorteil, daß mit den gleichen Bauelementen eine ganze Reihe einfach- und mehrfachkardanischer Wellenkupplungen für die Übertragung normaler und hoher Drehmomente hergestellt werden kann.
- Patentansprüche - 8 -
409826/0008

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE
    1} Wellenkupplung mit auf beiden Wellenenden befestigten Kupplungehälften und einem zwischen ihnen angeordneten lamellenförmigen flexiblen Kupplungsglied,
    insbesondere aus Kunststoff, das mehrere in Umfangerichtung gegeneinander versetzte abwechselnd mit der einen oder anderen Kupplungshälfte in kraftübertragender Verbindung stehende Verdickungen aufweist, die als parallel zur Kupplungsachse angeordnete Stege
    ausgebildet sind und durch Anliegen an den Stirnflächen der aus Flanschen bestehenden Kupplungehälften das
    Kupplungsgiied in einem seine Durchbiegung ermöglichenden Abstand von den Stirnflächen halten,/dadurch gekennzeichnet, daß die Lamelle (3) zwischen den stegartigen Verdickungen (4) laschenartige Teile (5) aufweist, die mit der Radialebene der Kupplungsflansche (7) einen Winkel oC einschließen.
  2. 2. Wellenkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittellinie (6) der laschenartigen Teile (5) aus einer Geraden besteht.
  3. 3* Wellenkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittellinie (6) der laschenartigen Verbindungsteile (5) einen gekrümmten Verlauf hat.
    - 9 ♦nach Patent ... (Patentanmeldung
    P 21 18 75O.8)
    40982S/00Q8
  4. 4. Wellenkupplung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen allmählichen Querschnittsübergang zwischen den laschenartigen Teilen (5) und den stegartigen Verdickungen (4) der Lamelle (3).
  5. 5. Wellenkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Lamellen (3) mit parallelen Mittellinien (6) zusammengefügt sind.
  6. 6. Wellenkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Lamellen (3) spiegelbxldlich zusammengefügt sind.
  7. 7. Wellenkupplung nach den Ansprüchen 6 oder 7» dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Lamellen (3) mit parallelen Mittellinien gruppenweise spiegelbxldlich zueinander zusammengefügt sind.
    409825/0008
    Le
    erseite
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