DE2264232A1 - Kernreaktor - Google Patents
KernreaktorInfo
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- G—PHYSICS
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Description
- Kernreaktor Die Erfindung betrifft einen Kernreaktor mit einer Schutzhülle, die ein Reaktordruckgefäß umgibt, wobei das Druckgefäß und die Schutzhülle mit je einem Deckel versehen sind sowie einem Raum zwischen Druckgefäß und Schutzhülle. Bei den bekannten Ausfiihrungen von Siedekernreaktoren dieser Art sind alle Teile des Raumes zwischen dem Druckgefäß und der Sicherheitshülle miteinander verbunden. Dies hat den Nachteil, daß dieser Raum, der normalerweise mit inertem Gas gefüllt ist, vor jedem Abheben des Deckels geleert und mit Luft von Atmosphärendruck gefüllt werden muß. Dieser Austausch des Gasinhaltes ist ein zeitraubender Vorgang.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kernreaktor der eingangs genannten Art zu entwickeln, bei dem der ebengenannte zeitraubende Wechsel des Gasvolumens beim Abheben der Deckel weitgehend vermieden wird.
- Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Kernreaktor der eingangs erwähnten Art vorgeschlagen, der erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, daß der Teil des Raumes, der im wesentlichen von den beiden Deckeln begrenzt ist, von dem übrigen isolierenden Raum mittels einer Zwischenwand getrennt ist, die das Öffnen der Deckel unter Beibehaltung der Abdichtung des übrigen Raumes zur Außenluft zuläßt0 Nach einer Ausführungsform der Erfindung ist der Raum zwischen den Deckeln vom übrigen Teil des Raumes zwischen Reaktordrucgefäß und Schutzhülle ständig mittels einer Zwischenwand abgetrennt. Dabei können Sprengbleche in der Zwischenwand angeordnet sein zur Sicherheit gegen einen Überdruck in irgendeinem Teil des abgetrennten Raumes. Die ständige Trennung bedeutet, daß der Raum zwischen den Deckeln ständig mit Luft gefülltist.
- Diese Luft wird über den gewölbten Stahldeckel der Sicherheitshülle gekühlt, der seinerseits von dem Wasser im Strahlenschutzbecken gekühlt wird.
- Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung steht der Raum zwischen den Deckeln über ein verschließbares Ventil mit dem übrigen Raum in Verbindung und ist bei normalem Betrieb mit demselben inerten Gas gefüllt wie der übrige Raum. Es muß daher vor dem Abheben des Reaktordeckels das inerte Gas zwischen den Deckeln abgeführt werden. Dies geschieht in der Weise, daß zunächst die direkte Verbindung über das Ventil zwischen den Räumen geschlossen wird. Dann wird das inerte Gas aus dem Raum zwischen den Deckeln mittels eines Rohres, welches im oberen Teil des Raumes zwischen den Deckeln mündet, herausgepumpt. Gleichzeitig wird durch Leitungen, die im unteren Teil desselben Raumes münden, Luft eingepumpt. Wenn der Gasaustausch abgeschlossen ist, kann der Deckel der Sicherheitshülle abgehoben werden, worauf anschließend auch der Deckel des Reaktordruckgefäßes abgehoben werden kann. Nachdem die Deckel wieder aufgesetzt sind, wird die Luft zwischen den Deckeln herausgepumpt und durch inertes Gas ersetzt.
- Bei beiden genannten Ausführungsformen ist die Wärmeisolierung des Reaktordruckgefäßdeckels vorzugsweise an Verstrebungen direkt unter den Hebeösen am Deckel der Schutzhülle aufgehängt.
- Anhand der Figur soll die Erfindung näher erläutert werden.
- Die Figur zeigt den oberen Teil der Schutzhülle des Kernreaktors.
- In der Figur bezeichnet 1 die Betonwände der Schutzhülle und 2 einen Flansch aus Metali'um die Offnung der Schutzhülle zum Reaktordruckgefäß. Der Stahldeckei der Schutzhülle wird mit 3 bezeichnet und ist so ausgebildet, daß er in den Flansch 2 paßt. In der Schutzhülle ist das Reaktordruckgefäß 4 mit Deckel 5 angeordnet. Zwischen Reaktordruckgefäß 5 und den Betonwänden 1 der Schutzhülle liegt ein Raum 6. Dieser wird von der Zwischenwand 7 ir. zwei Teile geteilte von denen der obere Teil 8 im wesentlichen von den Deckeln 3 und 5 begrenzt wird. Diese Deckel 3 und 5 sind gemäß der Erfindung lösbar und abhebbar, ohne daß der Raum unter der Zwischenwand dabei in Verbindung mit der Außenluft kommt.
- Gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung ist der Raum s mittels der Zwischenwand 7 ganz von dem Raum unter der Zwischenwand getrennt, und es sind nur Sprengbleche 9 in der Zwischenwand angeordnet. Während der Raum unter der Zwischenwand bei dieser Ausführung, wie bereits genannt, ständig mit inertem Gas gefüllt ist, ist der Raum 8 mit Luft gefüllt. Die Kühlung dieser Luft erfolgt durch das Wasser des Strahlenschutzbeckens über den Deckel 3. Die Wärmeisolierung 10 des Reaktordruckgefäßdeckels ist mittels Verstrebungen 11 direkt unter den Hebeösen 12 im Deckel 3 der Schutzhülle aufgehängt.
- Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung steht der Raum 8 über verschließbare Ventile 13 mit dem Raum unter der Zwischenwand 7 in Verbindung. In den oberen Teil des Raumes 8 mündet eine Leitung 14, die über ein Ventil 15 und eine nicht gezeigte Pumpe an eine ebenfalls nicht gezeigte Gasbehandlungseinheit angedschlossen werden kann. Der untere Teil des Raumes 8 kann über Leitungen 16 und Ventile 17 mit nicht gezeigten außerhalb des Reaktors liegenden Systemen für die Zufuhr von Luft oder inertem Gas verbunden werden. Bei Bedarf kann eine Ansammlung von Kondenswasser im unteren Teil des Raumes 8 durch die Leitung 18 und das Ventil 19 abgelassen werden.
- Wenn die Deckel der letztgenannten Ausführungsform abgehoben werden sollen, muß im Raum 8 zunächst ein Wechsel des Gasinhaltes vorgenommen werden. Dabei werden die Ventile 13 geschlossen, wonach das inerte Gas über die Leitung 14 und das Ventil 15 aus dem Raum herausgepumpt wird.Gleichzeitig wird im unteren Teil des Raumes 8 durch die Ventile 17 und die Leitungen 16 Luft eingepumpt. Wenn der Raum 8 mit Luft gefüllt ist, können die Deckel abgehoben werden. Wenn die Deckel wieder aufgeschraubt werden, wird der Vorgang in umgekehrter Reihenfolge wiederholt. Es wird also Luft durch die Leitung 14 und das Ventil 15 ausgepumpt, und inertes Gas, z.B. Stickstoff, in den unteren Teil des Raumes durch die Leitungen 16 und die Ventile 17 eingepumpt. Wenn der Austausch des Gasinhaltes abgeschlossen ist, werden die Ventile 13 geöffnet
Claims (3)
- Patentansprüche: wKernreaktor mit einer Schutzhülle, die ein Reaktordruckgefäß umgibt, wobei das Druckgefäß und die Schutzhülle mit je einem Deckel versehen sind, sowie einem Raum zwischen Druckgefäß und Schutzhülle, dadurch gekennzeichnet, daß der Teil des Raumes (8), der im wesentlichen von den beiden Deckeln (3, 5) begrenzt ist, von dem übrigen isolierenden Raum mittels einer Zwischenwand (7) getrennt ist, die das Offnen der Deckel unter Beibehaltung der Abdichtung des übrigen Raumes zur Außenluft zuläßt.
- 2. Kernreaktor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Zwischenwand Sprengbleche (9) angeordnet sind.
- 3. Kernreaktor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiedenen Teile des Raumes miteinander über ein verschließbares Ventil in Verbindung stehen und daß der von den Deckeln begrenzte Raum über eine Pumpanordnung wahlweise an die Außenluft oder einen Gasbebälter anschließbar ist0
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE00360/72A SE351069B (de) | 1972-01-13 | 1972-01-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2264232A1 true DE2264232A1 (de) | 1973-08-16 |
Family
ID=20256436
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2264232A Pending DE2264232A1 (de) | 1972-01-13 | 1972-12-30 | Kernreaktor |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2264232A1 (de) |
| SE (1) | SE351069B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US8509376B2 (en) | 2006-03-07 | 2013-08-13 | Areva Gmbh | Nuclear engineering plant and closure apparatus for its containment |
| RU228580U1 (ru) * | 2024-06-13 | 2024-09-03 | Федеральное государственное автономное образовательное учреждение высшего образования "Уральский федеральный университет имени первого Президента России Б.Н. Ельцина" | Устройство для предотвращения падения разрывной мембраны в сосуд высокого давления |
-
1972
- 1972-01-13 SE SE00360/72A patent/SE351069B/xx unknown
- 1972-12-30 DE DE2264232A patent/DE2264232A1/de active Pending
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US8509376B2 (en) | 2006-03-07 | 2013-08-13 | Areva Gmbh | Nuclear engineering plant and closure apparatus for its containment |
| EP1994536B1 (de) * | 2006-03-07 | 2014-03-12 | AREVA GmbH | Kerntechnische anlage sowie verschlussvorrichtung für deren sicherheitsbehälter |
| RU228580U1 (ru) * | 2024-06-13 | 2024-09-03 | Федеральное государственное автономное образовательное учреждение высшего образования "Уральский федеральный университет имени первого Президента России Б.Н. Ельцина" | Устройство для предотвращения падения разрывной мембраны в сосуд высокого давления |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| SE351069B (de) | 1972-11-13 |
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