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chiebefenster, Schiebetür oder dgl.
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Die Erfindung betrifft- ScBiebefenster, Schiebetüren oder dgl., bei
denen wenigstens ein Schiebeflügel mit unteren Stützrollen aus der mit mindestens
einem weiteren Flügel fluchtenden Schließstellung mittels -querbewegbarer Laufschienenstücke.
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in eine zum Rauminneren versetzte Parallelstellung zu dem weiteren
Flügel und in Fluchtung mit einer am unteren Rahmenschenkel angeordneten Führungsschiene
versetzbar sowie auf der Führungsschiene seitlich hinter den weiteren Flügel verschiebbar
ist.
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Bei der bekannten Ausbildung von Schiebefenstern bzw. Schiebetüren
der vorgenannten Art sind die Laufschienenstücke als Gleitschlitten ausgebildet
oder auf Gleitschlitten anordnet und können von einer Schließstellung des zugehörigen
Flügels in eine entsprechende Aussparung der inneren Führungsschiene senkrecht zur
Fensterebene verschoben werden, wobei die
innere Führungsschiene
so weit von dem feststehenden Flügel entfernt angeordnet ist, daß der aus der Schließstellung
heraus versetzte öffnungsflügel hinter den feststehenden Flügel verschoben werden
kann. Diese bekannte Ausführung ist nur für verhältnismäßig kleine Schiebefenster
oder -türen geeignet, da die Verschiebung des beweglichen Flügels mit relativ großem
Kraftaufwand verbunden ist und eine Verstellung des Flügels nur durch unmittelbaren
Angriff an dem Flügel ermöglicht wird. Zu diesem Zweck sind bei åer bekannten Ausführung
an dem beweglichen Flügel entsprechende Handgriffe angeordnet. Die Versetzung des
Flügels von der Schließstellung in die Offenstellung erfordert neben dem Kraftaufwand
auch eine erhöhte Geschicklichkeit, da der Flügel bei der Versetzung von der einen
in die andere Ebene parallel gehalten werden muß, wenn die an den Enden des Flügels
vorgesehenen Schlittenführungen nicht verkanten und klemmen sollen. Hinzukommt,
daß die Anordnung wirksamer Dichtungen bei der bekannten Ausführung Schwierigkeiten
bereitet. Bei am Rahmen frontseitig angeordneten Dichtungen müssen diese durch entsprechende
AuSbringung eines Dichtungsdruckes während der Überführung des Flügels in die Schließstellung
angepreßt werden, so daß sich ein erhöhter Kraftbedarf in der letzten Phase des
Überführens der Flügel in die Schließstellung ergibt. Umlaufende Dichtungen können
praktisch nicht angewandt werden, da sie bei Verschiebung des Flügels aus der Schließstellung
in die versetzte Offenstellung einen erhöhten Widerstand entgegensetzen und außerdem
Verschleiß- und Abrieberscheinungen ausgesetzt werden.
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Um die Nachteile dieser bekannten Ausführung zu vermeiden, ist es
weiterhin bekanntgeworden, am unteren Schenkel des festen Rahmens eine Profilschiene
mit über die Länge des bei weglichen Flügels velafender innerer und äußerer Führungsschiene
anzuordnen und die Profilschiene um eine parallel zum Rahmenschenkel verlaufende
Achse schwenkbar zu lagern.
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Bei dieser Ausführung ruht der zu öffnende Flügel auf der äußeren
Führungsschiene und wird bei der Verschwenkung der Profilschiene mit dieser Führungsschiene
in die versetzte Offenstellung überführt, die gegenüber der Schließstellung auf
einem höheren Niveau liegt. Da in der Schließstellung des anderen Flügels dessen
mit der Profilschiene verbundene innere Führungsschiene mit der äußeren Führungsschiene
des versetzten Flügels fluchtet, kann der versetzte Flügel hinter den benachbarten
Flügel geschoben werden. Es ist bei dieser Anordnung möglich, wahlweise den einen
oder anderen Flügel in die Offenstellung hinter den jeweils anderen in der Schließstellung
verbleibenden Flügel zu verschieben. Diese bekannte Anordnung erfordert nicht nur
eine komplizierte Fqrmgebung der Profilschiene, da diese in beiden möglichen Stellungen
gleichzeitig den oberen Abschluß des unteren Rahmenschenkels bilden muß, sondern
die Mechanik dieser Einrichtung wird bei Verwendung für Schiebetüren in ihrer Funktionsweise
sehr stark durch eindringenden Schmutz gefährdet.
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Dadurch, daß die Profilschiene selbst den Abschluß des unteren festen
Rahmenteiles bilden muß, lassen sich dichte Abschlüsse
nicht verwirklichen,
sondern es verbleiben stets Spalträume zwischen der drehbaren Profilschiene und
den hiermit zusammenwirkenden Teilen des unteren Rahmenschenkels. Die bekannte Anordnung
erfordert außerdem für die Überführung von Schiebetüren in die versetzte Stellung
zur öffnung des einen Flügels einen großen KraftauSwand, da der gesamte Flügel von
der Schließstellung in die Bereitschaftsstellung zum öffnen, also in die versetzte
Stellung, erheblich angehoben werden muß.
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Dabei bereitet auch die obere Führung des zu versetzenden Flügels
beachtliche Schwierigkeiten, wenn entsprechend der bekannten Ausführung lediglich
eine Rollenabstützung an einem Führungsbogen vorgesehen wird. Diese Führung kann
keine Parallelverschiebung des zu versetzenden Flügels in allen Zwischenstellungen
gewährleisten. Hinzukommt, daß diese obere Führung wiederum einen erheblichen Bauaufwand
mit sich bringt.
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Vorliegende Erfindung geht wegen des erheblichen baulichen Aufwandes
und der zusätzlichen Schwierigkeiten bei der Funktionsweise der zuletzt beschriebenen
Ausgestaltung des'Schiebcfensters oder der Schiebetür zurück auf die eingangs näher
beschriebene Ausführung mit querbeweglichen LauSschienenstücken, wobei die Aufgabe
der Erfindung darin gesehen wird, eine leichte und sichere Umsetzung des zu öffnenden
Flügels des Fensters oder der Tür und eine sichere Parallelführung des zu öffnenden
Flügels während des Umsetzens von der Schließstellung in die Offenstellung zu gewährleisten,
wobei
eine Verschmutzung der mechanischen Teile für die Durchführung
der Flügelversetzung zugleich vermieden werden soll.
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Zur Lösung vorstehender Aufgabe kennzeichnet sich die eingangs genannte
Ausführung des Schiebefensters bzw. der Schiebetür erfindungsgemäß dadurch, daß
die querbewegbaren LauSschienenstücke an nach außen weisenden Armen einer in einem
Hohlraum des unteren festen Rahmenschenkels parallel zur Fensterebene drehbar gelagerten
unteren Welle angeordnet sind und im oberen Rahmenschenkel eine parallel zu der-
unteren Welle sowie getrieblich mit dieser verbundene gegensinnig drehbare obere
Welle mit einem radialen Haltesteg zum Eingriff in einen Gleitschlitz wenigstens
eines am oberen Flügelrahmen gehaltenen Führungsstückes angeordnet ist.
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Durch die Anordnung der beiden getrieblich miteinander verbundenen
Wellen in dem unteren und oberen festen Rahmenschenkel des Fensters oder der Tür
wird in Verbindung mit den nach außen weisenden Armen eine sichere Parallelführung
des zu versetzenden Flügels des Fensters oder der Tür gewährleistet.
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Durch den nach außen weisenden Arm der unteren Welle wird dabei der
zu versetzende Flügel geringfügig, und zwar entsprechend dem Radius des nach außen
weisenden Armes,aus der Schließstellung angehoben, wobei durch entsprechende Ausbildung
des Gleitschlitzes in dem oberen Flügelrahmen der radiale Haltesteg der oberen Welle
entsprechend tiefer in diesen
Gleitschlitz eindringt, jedoch die
geringfügige Hubbewegung des zu versetzenden Flügels nicht behindert. Da es sich
nur um eine sehr geringfügige Anhebung trend der Drehbewegung der beiden WEllen
handelt, sind für die Durchführung dieser Drehbewegung und damit für die Versetzung
des zu öffnenden Flügels nur geringe Kräfte erforderlich, wobei ein Verklemmen des
Flügels während der Bewegung mit Sicherheit verhindert wird. Dabei sind nur sehr
schmale, nämlich der Länge der querbewegbaren LauSschienenstückeXentsprechende Ausnehmungen
in dem unteren feststehenden Rahmenschenkel erforderlich, die in den äußersten seitlichen
Bereichen der Durchgangsöffnung bei geöffnetem Schiebeflügel liegen und somit keiner
nennenswerten Verschmutzungsgefahr ausgesetzt sind. Der geamte mittlere Durchgangsbereich
der Tür bei geöffnetem Flügel ist praktisch geschlossen ausgebildet und wird von
dem unteren durchgehenden Rahmenschenkel gebildet.
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Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Längsachsen der beiden Wellen
in einer zwischen der Schließ- und Offenstellung des oder der Schiebeflügel verlaufenden
lotrechten Ebene liegen.
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Bei dieser Anordnung wird während der öffnungsbewegung des Flügels
eine Anhebung nur während der ersten Hälfte der Drehbewegung der Wellen um einen
äußerst geringen Betrag vorgenommen, während in der zweiten Hälfte dieser Bewegungsphase
bereits das Eigengewicht der Tür die Überführung in die versetzte Stellung unterstützt.
Umgekehrt wird bei Überführung
des Flügels von der Offen- in die
Schließstellung dieser aufgrund des Eigengewichtes während der zweiten Hälfte des
Bewegungsablaufes nach aufen gedrückt, so daß dieser Druck als Dichtungsdruck bei
entsprechender Anordnung umlaufender Dichtungen ausgenutzt werden kann. Durch die
getriebliche Kopplung der unteren und oberen Welle wird der von dem Flügel in der
Schließstellung auf den nach außen weisenden Arm der unteren Welle aufgebrachte
Druck zugleich auf die obere Welle übertragen, so daß diese mit ihrem radialen Haltesteg
den beweglichen Flügel in der Schließstellung fest gegen Anschlagflächen zu drücken
sucht die vorteilhafterweise mit Dichtungen ausgerüstet werden und auf diese Weise
zu einem äußerst dichten Abschluß des beweglichen Flügels in der Schließstellung
führen.
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Zweckmäßig ist es gemäß einer Weiterbildung der Erfindung, die beiden
Wellen als Hohlwellen bzw. Rohre auszubilden.
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Hierdurch ergibt sich eine leichte Bauweise mit relativ großen Durchmessern
der Welle, so daPJ die nach außen weisenden Arme der Wellen entsprechend kürzer
und mit wenig Naterialaufwand stabil ausgebildet werden können.
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Der große Durchmesser der Wellen hat auch den Vorteil, daß entsprechend
große Antriebselemente an den Wellen angeordnet werden können. Erfindungsgemäß empfiehlt
es sich, an jeweils einem Ende der Wellen über einen am festen Rahmen gelagerten
Handhebel
und Kraftübertragungsglieder gegensinnig antreibbare Zahn- oder Kettenräder vorzusehen.
Derartige gegensinnig antreibbare Wellen oder Hebel bzw. die hierzu erforderlichen
Mechnaiken sind in den verschiedensten Ausführungen für Fenster- und Türenbeschläge
bereits bekannt.
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Die neue Ausbildung des,Schiebefensters bzw. der Schiebetür ist nicht
darauf beschränkt, nur einen beweglichen Flügel vorzusehen, während der andere Flügel
fest angeordnet sein muß, sondern es läßt sich in sehr einfacher Weise bewerkstelligen,
daß wahlweise der eine oder andere Flügel in die Offenstellung überführbar ist.
Zu diesem Zweck ist bei einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen,-daß
jedem Flügel getrennte Wellen mit jeweils zwei um den Verdrehwinkel zwischen Offen-
und Schließstellung versetzt angeordnete Arme zugeordnet sind, von denen die in
der hörigen Flügels nicht mit diesem in Eingriff stehenden Arme in der Bewegungsbahn
des anderen Flügels nach dessen Versetzung zur Überführung in die Offenstellung
enden. Es-bildet auf diese Weism ger zweite Arm der unteren Welle mit dem zugehörigen
querbewegbaren Laufschienenstück die Vervollständigung der unteren Führungsschiene
für den anderen Flügel, wenn dieser in die versetzte Stellung überführt und in die
Offenstellung gebracht wird, während der zweite radiale Haltesteg der oberen Welle
eine Verlängerung des wirksamen Steges der anderen Welle bildet, wenn die andere
Welle mit dem zugehörigen Flügel in die versetzte Stellung dieses
Flügels
überführt worden ist. Man erreicht somit für jeden der Flügel in seiner versetzten
Stellung eine durchgehende untere und obere Führung, die von den beschriebenen Führungsschienen
bzw; den querbewegbaren Laufschienenstücken in Verbindung mit den ortsfesten Schienen
und den radialen Haltestegen der oberen Wellen gebildet werden.
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Um eine Verschiebebewegung des jeweils versetzten Flügels nicht durch
schleifende Dichtungen zu behindern, empfiehlt es sich, den unteren Rahmenschenkel
mit einem.den Fenster-oder Türflügeln zugekehrten, zum Rauminneren hin abgesetzten
Begrenzungswand auszurUsten, die für die Flügel in der Schließstellung Anlageflächen
für am Flügel gehaltene Dichtungen bildet. Wie bereits oben ausgeführt wurde, setzt
sich der bewegliche Flügel in der Schließstellung aufgrund seines Eigengewichtes
auf den querbewegbàren Laufschienenstücken und bei ausreichender Verschwenkmöglichkeit
auf dem unteren festen Rahmenschenkel ab, so daß zwischen dem Flügel und dem Rahmenschenkel
von dem Flügel getragene zusammenquetschbare Dichtungen angeordnet werden können.
Das Eigengewicht des beweglichen Türflügels sorgt dabei für eine ausreichende Anpreßkraft
dieser Dichtung. Hingegen wird nach Überführung des Flügels in die versetzte Stellung
durch die abgesetzte Begrenzungswand des-unteren Rahmenschenkels eine Berührung
der Dichtungen mit dem Rahmenschenkel vermieden und somit eine ungehinderte Beweglichkeit
des Flügels während der Verschiebebwegung gewährleistet.
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In der Zeichnung ist schematisch ein AusfUhrungsbeispiel der Erfindung
wiedergegeben.
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Fig. 1 zeigt die Ansicht eines erfindungsgemäß ausgebildeten Schiebefensters.
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Fig. 2 gibt einen Schnitt entlang der Schnittlinie II-II nach Fig.
1 wieder.* Fig. 3 zeigt einen Schnitt entlang der Schnittlinie III-III nach Fig.i.
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Fig. 4 zeigt einen weiteren Schnitt entlang der Linie IV-IV durch
die Anordnung nach Fig.1.
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In der Fig. 1 sind die beiden Fensterflügel 1 und 2 darge-Stellt,
welche jeweils einen Flügelrahmen 3 bzw. 4 mit darin gehaltenen Scheiben 5 und 6
aufweisen. Die Scheiben können als Verbundscheiben ausgebildet oder aber auch als
einfache Scheiben vorgesehen sein.
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-Der feststehende Rahmen weist einen unteren Rahmenschenkel 7 sowie
einen oberen Rahmenschenkel 8'und entsprechende Seitenrahmenschenkel 9 und 10 auf.
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Wei die Fig. 2 bis 4 erkennen lassen, sind die Flügelrahmen 3 und
4 jeweils als Verbundprofile ausgebildet, d.h. sie bestehen aus zwei Metallprofilen
mit zwischen diesen angeordnetem
Kunststoffste¢, so daß metallische
Wärmebrficken vermieden werden. In den Fig. 2 und 3 ist in ausgezogenen Linien jeweils
die Stellung des Flügels 2 in der Offenstellung und strichpunktiert in der Schließstellung,
wiedergegeben.
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Aus Fig. 2 geht die Ausbildung des unteren Rahmenschenkels 7 des festen
Rahmens hervor, der wiederum in Verbundbauweise ohne Bildung von Wärmebrücken''gefertigt
ist. Der untere Rahmenschenkel 7 ist in der üblichen Weise in einer öffnung ds Mauerwerkes
10 eingesetzt. Auf der nach außen weisenden Seite des feststehenden Rahmenschenkels
7 ist zwischen dem Mauerwerk 10 und dem Rahmen eine Dichtung 11 angeordnet, die
ein Eindringen von Feuchtigkeit hinter den Rahmenschenkel 7 verhindert.
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Der untere Rahmenschenkel 7 ist hohl ausgebildet und nimmt eine drehbar
gelagerte Welle in Form eines Rohres 12 auf, welches in den unteren Endbereichen
13 und 14 (Fig.2) nach außen weisende Arme 15 tragt, an deren Ende ein LauSschienenstück
16 angeordnet ist, welches. durch die in Richtung des Doppelpfeiles 17 mögliche
Schwenkbewegung des Rohres 12 in zwei Endstellungen zu überfUhrentst, in denen die
Laufschienenstücke 16 den Flügel 2 abstützen. In der in Fig. 2 wiedergegebenen Stellung
liegt das Laufschienenstück 16 in der Endden stellung, in der essen die versetzte
Stellung überführten
Flügel abstützt. Die Laufschienenstücke 16,
welche infolge der beschriebenen Drehbewegung des als Welle wirksamen Rohres 12
auf einem Kreisbogen querbeweglich gehalten sind, greifen durch entsprechende Schlitze
des unteren Rahmenschenkels 7 in den genannten Zonen 13 und 14 (Fig.1) hindurch.
Diese Schlitze befinden sich in den äußersten Endbereichen des Flügels 2, während
zwischen diesen Endbereichen auf dem unteren Rahmenschenkel 7 eine feste Führungsschiene
angeordnet ist, welche mit den Laufschienenstücken 16 fluchtet, wenn letztere in
die in Fig. 2 wiedergegebene Stellung überführt worden sind und der Flügel 2 hinter
den Flügel 1 geschoben werden soll. Ebenso ist fluchtend mit der genannten Führungsschiene
nach innen versetzt vor dem Flügel 1 eine entsprechende Führungsschiene angeordnet,
welche keine Aussparungen aufweist, wenn nur der Flügel 2 als verschiebbarer Flügel
ausgebildet sein soll. Wird hingegen die Anordnung so getroffen, daß auch der Flügel
1 in die versetzte Stellung und in die Offenstellung hinter den Flügel 2 verschiebbar
angeordnet werden soll, so muß die untere durchgehende Führungsschiene in den gleichen
Zonen,wie dies für den Flügel 2 wiedergegeben ist, Sohlitze für entsprechende Laufschienenstücke
16 aufweisen. Diese Ausbildung wird im späteren Zusammenhang noch näher beschrieben.
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Aus der Fig. 2 geht hervor, daß der untere feste Rahmenschenkel 7
abgesetzt ausgebildet ist, so daß er in der Schließstellung des Flügels 2 eine obere
Begrenzungswandung 17
als Anlagefläche für am unteren Rand des
zu öffnenden Flügels 2 angeordnete Dichtungen 18 bildet. Man erkennt ferner, daß
bei überführung des Flügels-2 in die Schließstellung dieser zunächst aus der Offenstellung
einzig angehoben und im zweiten Teil der Schließbewegung aufgrund des Eigengewichtes
die Überführung in die Schließstellung unterstützt. Durch entsprechende Anordnung
ines Anschlages für die Laufschienenstücke 16 kann man erreichen, daß der Flügel
2 in der Schließstellung mit seinem vollen Gewicht auf die Dichtungen 18 bzw. diese
gegen die Wandung 17 des festen Rahmenschenkels 7 drückt.
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Um diesen Bewegungsablauf und eine nur geringfügige Anhebung des Flügels
2 bei Überführung von der Schließ- in die Offenstellung und umgekehrt zu überwinden,
ist die Mittelachse 19 des als Welle wirksamen Rohres 12 in eine Ebene gelegt worden,
welche genau zwischen den beiden Endstellungen des Flügels 2 liegt. Durch diese
Anordnung und durch die beschriebene Bewegung wird bei Überführung des Flügels 2
von der Schließstellung in die Offenstellung der Dichtungsandruck infolge der Hubbewegung
von Beginn der Bewegung an vermindert und eine Berührung der Dichtungen 18 mit dem
unteren Rahmenschenkel 7 in der Offenstellung durch die abgesetzte Ausbildung des
Rahmenschenkels 7 vermieden.
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In der gleichen Ebene wie die Mittelachse 19 des im unteren Rahmqnschenkel
7 befindlichen Rohres 12 liegt die Mittelachse
22 einer oberen
ebenfalls als Rohr 21 ausgebildeten drehbaren Welle in dem oberen Rahmenschenkel
20. Dieses Rohr 21 ist mit einem radialen'Haltesteg 23 versehen, welcher sich in
einen Gleitschlitz 24 eines im oberen Flügeirahmen 4 gehaltenen Gleitstückes 25
erstreckt. Die Rohre 12 und 21 sind getriqblich so miteinander gekoppelt, daß sie
zwangllufig gekoppelte entgegengesetzte Drehbewegungen ausführen. Es wird somit
bei Verdrehung des. Rohres 12 im unteren Rahmenschenkel zur überführung des Flügels
2 aus der ausgezogenen Offenin die gestrichelte Schließstellung zwangläufig das
obere Rohr 21 in Richtung des Pfeiles 26 verdreht, so daß der Haltesteg 23 in die
strichpunktierte Lage g3 überführt wird und hierbei den gleichen Winkelweg zurücklegt,
wie das Laufschienenstück 16 an dem Arm 15 des unteren Rohres 12. Auf diese Weise
wird eine sichere Parallelführung des Flügels 2 während der Versetzung von der Schließstellung
in die Bereitschaftsstellung-zum öffnen gewährleistet. In der Schließstellung, welche
in Fig. 3 ebenfalls strichpunktiert wiedergegeben ist, gelangt die am-oberen Rand
des Flügelr'ahmens angeordnete Dichtung 27 in an-rrressende Berührung mit der von
dem oberen Rahmenschenkel 20 gebildeten Anlagenase 28.
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Dabei der Absetzbewegung des FlügeLrahmens 2 im letzten Teil der Überführungsbewegung
in die Schließstellung von -diesem Flügelrahmen auf die Laurschienenstücke 16 ein
druck ausgeübt wird, welcher sich auf das Rohr 12 überträgt, wird durch die getriebliEhe-Verbindung
zwischen dem Rohr 12 und dem Rohr 21 dieser Druck auch als Schließdruck für die
obere
Dichtung 27 wirksam.
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Der beschriebene Schließdruck, welcher sich sowohl auf die Dichtung
18 am unteren Rand des Flügelrahmens 2 als auch auf die Dichtung 27 am oberen Flügelrahmen
auswirkt, kann in gleicher Weise ausgenutzt werden, um umlaufende Dichtungen fest
gegen eine entsprechende Gegenfläche zu drücken. Diese Möglichkeit ist jedoch in
der Zeichnung nicht im einzelnen wiedergegeben, jedoch auch ohne diese zusEtzliche
Darstellung verständlich.
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Zur Überführung des Flügelrahmens 2 in die verschiedenen Stellungen
dient ein Betätigungshebel 29, welcher aus Fig.1 ersichtlich ist und der unter Zwischenanordnung
von nicht im einzelnen wiedergegebenen Kraftübertragungsgliedern mit einem Zahn-
oder Kettenrad 30,zusammenwirkt, welches gemäß Fig.4 in einem Seitenschenkel 10
des festen Rahmens angeordn-et ist.
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In der Fig. 4 ist lediglich die Mittelachse 19 der unteren als Rohr
12 ausgebildeten Welle angedeutet, ebenso wie der nach außen weisende Arm 15 mit
dem endseitigen Laufschienenstück 16 nur schematisch in dieser Figur skizziert ist.-Die
Anordnung nach Fig .4 gibt den Flügel 2 in der Schließstellung wieder. Man erkennt,
daß die an dem Seitenschenkel 4 des FlUgelrahmens angeordnete Dichtung 27a an einer
entsprechenden Nase 28a des Seitenschenkels 10 anliegt. Die
Dichtung
27a stellt praktisch eine Fortsetzung der am oberen Rand des Flügelrahmens 4 vorgesehenen
Dichtung 27 (s.Fig.3) dar. Auch auf die Dichtung 27a wirkt sich der durch das Gewicht
des Flügels erzeugte Andruck positiv aus.
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Während bei der beweglichen Anordnung nur des Flügels 6 nach Fig.
1 die Ausrüstung der Rohre 12 und 21 mit den nach außen weisenden Armen 15 bzw.
dem über das gesamte Fenster durchgehenden Haltesteg 23 ausreicht, müssen zur Versetzung
und Öffnung der beiden Flügel 1 und 2 nicht nur die beiden Flügel mit getrennt betätigbaren
Wellen bzw. Rohren 12 und 21 ausgerüstet werden, sondern es ist weiterhin erforderlich,
die in der Schließstellung des anderen Flügels jeweils bestehende Unterbrechung
der unteren Führungsschiene auszugleichen und außerdem eine Längs führung für den
oberen Flügelrand zu schaffen, die in der Schließstellung des einen Flügels für
den anderen in die Öffnungsstellung zu verschiebenden Flügel wirksam ist. Zu diesem
Zwecke ist jedes der Rohre 12 gemäß Fig. 2 zusätzlich mit weiteren nach außen weisenden
Armen 15a zu versehen, welche wiederum in querbewegliche Laufschienenstücke 16a
enden.
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Die oberen als Wellen dienenden Rohre 21 sind mit getrennten Haltestegen
23 und je einem weiteren Haltesteg 23a ausgerüstet, wobei die Arme 15a und die zusätzlichen
Haltestege 23a gegenüber den Armen 15 bzw. den Haltestegen 23 um den Verdrehwinkel
zwischen
der Offen- und Schließstellung, der Flügel 1 bzw. 2 angeordnet sind. Auf diese Weise
erreicht man, daß in der ScnliestEllung des jeweils zugehörigen Flügels die Arme
15a mit ihrenLaufschienenstücken 16a in fluchtende Stellung mit der ortsfest auf
dem Rahmenschenkel 7 angeordneten Führungsschiene gelangen. Die Führungsschienenstücke
16a gelangen gemäß Fig. 2 bei Schließstellung des Flügels 2 in diejenige Stellung,
die in der ausgezogenen Darstellung von den Laufschienenstücken 16 eingenommen wird.
Ebenso gelanFon die haltestege 23a bei Überführung des Flügels 2 in die Schließstellung
in diejenige Position, die in der ausgezogenen Darstellung die Haltestege 23 einnehmen.
Es werden somit in der Schließstellung des einen Flügels die in seinem Bereich entstehenden
Unterbrechungen der Laufschiene ausgefüllt,und gleichzeitig wird eine Verlängerung
der oberen Führung für den in die Offenstellung überführbaren Flügel durch den Haltesteg
23a des anderen Flügels geschaffen. Für die Betätigung der als Wellen wirksamen
Rohre 12 und 21, welche dem Flügel 1 bei der zuletzt beschriebenen Ausbildung zugeordnet
sind, ist in dem feststehenden Rahmenschenkel 9 ein zweiter Bettigungsgriff 29a
mit zugehörigen Kraftübertragungsverbindungen zu den Zahn- oder Kettenrädern der
in diesem Flügel vorgesehenen Rohre 21 bzw. 12 erforderlich.