DE2310195C2 - Dämpfer mit zumindest teilweise horizontaler Warenführung - Google Patents

Dämpfer mit zumindest teilweise horizontaler Warenführung

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Description

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Die Erfindung bezieht sich auf einen Dämpfer mit zumindest teilweiser horizontaler Warenführung, rr.t einer Behandlungskammer, in die die zu dämpfende textile Ware, insbesondere bedruckte Textilbahn, wie Teppiche, von unten ein- und ausläuft und in der mindestens ein Transportmittel für die Ware und unterhalb des Transportmittels ein die Behandlungskammer nach unten hin zumindest teilweise abdecken- der Wassersumpf angeordnet ist.
Eine Vorrichtung dieser Art ist etwa aus der DE-OS 35 375 zu entnehmen. Sie hat den sehr wesentlichen Vorteil, daß auf diese Weise ein Dämpfer geschaffen ist. in dem eine 100%ig reine Dampfatmosphäre erzeugt und auch während des Betriebes aufrecht erhalten werden kann. Dies ist dort dadurch erzielt, indem der Dämpfer aus einer nach unten hin offenen Haube gebildet ist. Damit kann die mit der von unten einlaufenden Ware in den Dämpfer eingeschleppte Luft aufgrund ihres schwereren spezifischen Gewichtes ohne Behinderung aus dem unten offenen Dämpfraum ausfallen, so daß stets eine reine Dampfatmosphäre zum Fixieren der Farbstoffe zur Verfügung steht.
Die Dampfatmosphäre wird bei der vorbekannten Vorrichtung durch einen Wasserdampf erzeugt, der in an der Haubenwandung befestigten, oben offenen Kanälen hergestellt ist. Insbesondere für breite Warenbahnen und für Dämpfertypen großer Länge kann diese Art der Dampferzeugung ggf. nicht ausreichen. Besser ist es, wenn der Wassersumpf zumindest teilweise den Boden der Behandlungskammer abdeckt, wie es aus der DE-AS 13 03 560 bekannt ist
Die Erfindung bezieht sich auf einen Dämpfertyp mit zumindest teilweise horizontaler Warenführung. Diese wird bevorzugt beim Dämpfen verwendet, weil bei dieser der Warentransport problemlos ist Der Nachteil dieses Dämpfers liegt, abgesehen von seiner großen Länge, in der Tatsache, daß die mit der Textilbahn eingeschleppte Luft, insbesondere bei schwer luftdurchlässiger oder mit dicker Farbpaste bedeckter Textilbahn, unverändert auf ihr liegen bleibt, weil sie durch die dichte Bahn auch nicht aufgrund ihres schwereren Gewichtes selbsttätig ausfallen kann. Obgleich durch die Gekannte Ausgestaltung des Wassersumpfes die Möglichkeit einer Befreiung des Dämpfraumes von Luft gegeben ist wird trotzdem ein nicht vollständiges Fixierergebnis zu erwarten sein, da die auf der Textilbahn liegende Luft eine Berührung der gefärbten Fasern mit dem Dampf hindert
Ausgehend von der Vorrichtung anfangs genannter Art liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Dämpfer zu schaffen, in dem bei jeder Größe eine voll zufriedenstellende Sattdampfatmosphäre erzeugt und aufrecht erhalten werden kann.
Gelöst wird diese Aufgabe dadurch daß sich der Wareneinlaufbereich gegenüber dem übrigen Teil des Dämpfers nach unten hin eistreckt indem die einlaufseitige Stirnwandung nach unten hin verlängert ist und mit einer parallel und mit Abstand zu dieser angeordneten Wandung einen nach unten hin offenen Wareneinlaufbereich, ggf. -kanal, bildet, in dem Sattdampferzeugungsmittel angeordnet sind. Diese Lösung geht von der Erkenntnis aus, daß bezüglich der hinderlichen Luft das wesentliche Augenmerk auf den Wareneinlauf des Dämpfers gelegt werden muß. Dieser muß so ausgebildet sein, daß bevor die Textilbahn in die Horizontale umgelenkt wird, sämtliche an der Textilbahn haftende Luft durch Dampf ei ^ctzt ist Mittels der erfindungsgemäßen Merkmale ist dieses Ziel erreicht Es wird jetzt die Textilbahn durch einen längeren, sich lotrecht erstreckenden Einlaufbereich gezogen, wo zweckmäßigerweise mehrere Sattdampferzeugungsmittel übereinander an zumindest einer Wandung angeordnet sind und sich so die mitgeschleppte Luft ohne weiteres von der Ware lösen und aus dem Dämpfraum ausfallen kann
Ein längerer, lotrechter Einlaufbereich ist für manche mit Farbe bedruckte Ware nachteilig, weil hier auf der kühl einlaufenden Textilbahn Wasserdampf kondensieren wird und in Verbindung mit der aufgedruckten Farbe in den benachbarten, ggf. weißen Flor laufen kann. Um dies zu verhindern, sieht die Erfindung in weiterer Ausgestaltung vor, den Wareneinlaufbereich gegenüber dem übrigen Teil des Dämpfers oberhalb der Ware durch eine Wandung abzutrennen, so daß der Einlauf ggf. von dem übrigen Bereich des Dämpfers funktionsmäßig getrennt werdsn kann. Je nach der Warenbeschaffenheit oder der zu fixierenden Farbe können danit die Dämpferteile beliebig gefahren werden.
Für andere Ware wiederum, insbesondere gefärbte Ware, besteht das Problem eines Horizontaldämpfers in einer nicht vollständigen Fixierung der Farbe im Berich der äußersten Faserspitzen. Es entsteht ein sog. Grauschleier, der durch ein Absacken der Farbe bei
horizontal geführter W?re begründet ist Um den Dämpfer nach der Erfindung auch für diesen Anwendungsbereich auszubilden, sieht die Erfindung in vorteilhafter Ausgestaltung vor. im Wareneinlaufbereich die Ware in Schlaufen zu führen, woran sich ein Horizontaldämpfer anschließt. Ist nämlich im Bereich dieser Laufschleifen die Farbe an der ganzen Faser vorfixiert, so ist ein Absacken der Farbstoffe in die Faserwurzel im Bereich des Horizontalteiles nicht mehr nachteilig.
Die einzelnen Maßnahmen sind nicht nur an einem Horizont&Idämpfer von besonderem Vorteil. Sie kommen auch für einen Mehretagendämpfer in Frage.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Vorrichtung nach der Erfindung dargestellt Es zeigt
F i g. 1 einen Horizontaldämpfer im Längsschnitt mit einem lotrecht ausgerichteten Einlaufkanal und
F i g. 2 den Einlaufbereich eines Horizontaldämpfers mit einigen dem Horizontalteil vorgeschalteten Laufschlaufen.
Der Dämpfer besteht aus einer Dämpferhaube 1, deren gegen den Boden 2 gerichtete Seite teilweise offen ist. Quer durch die Dämpferhaube 1 erstreckt sirh nach F i g. 1 ein horizontal ausgerichtetes Förderband 3 und nach F i g. 2 mehrere quer zur Warenlaufrichtung angeordnete Tragrollen 3', auf denen die zu fixierende Textilbahn 10, wie z. B. ein bedruckter Teppich, durch den Dampf getragen wird.
Die Dampfatmosphäre innerhalb der Dämpferhaube 1 wird mit Hilfe eines Wassersumpfes 11 als Sattdampferzeugungsmittel erzeugt, der sich nur teilweise über die Haubengrundfläche erstreckt Zwischen den einzelnen Wassersumpfbehältem 11 sind Bereiche als Luftdurchtrittsschlitze 12 freigelassen, durch die die z. B. mit der textlien Ware 10 eingeschleppte Luft ungehindert aufgrund ihres schwereren spezifischen Gewichtes ausfallen kann. Neben diesen Wassersumpfbehältern 11 sind an der Gehäusewandung oben offene Rinnen 5 vorgesehen, die genauso wie die Wassersumpf,-behälter 11 von Heißdampf durchflossenen Rohren 6 zur Erzeugung des Sattdampfes durchsetzt sind. Von diesen Sattdampferzeugungsmitteln 11 steigt Dampf so lange auf, bis die Dämpferhaube 1 mit Dampi angefüllt ist und sich ein Niveau an der unteren Kante 7 der Dämpferhaube 1 gebildet hat Der zuviel erzeugte Dampf — im allgemeinen ist im Dämpfraum ein Oberdruck erwünscht — wird mit Hilfe von Absaugeinrichtungen 8 in Richtung der dargestellten Pfeile zwangsweise abgeführt Auf diese Art und Weise kann ein genau definiertes Dampfniveau erzeugt und konstant gehalten werden.
Bei schwer gasdurchlässiger textiler Ware 10 ist ein selbsttätiges Entfernen der auf der Florseite mitgeschleppten Luft im Horizontalteil des Dämpfers nicht möglich. Für diese Waren weist der Dämpfer nach F i g. 1 als Wareneinlaufbereich einen längeren lotrechten Einlaufkanal 13 auf, der von der verlängerten Stirnwandung 14 der Dämpferhaube 1 und von einer parallel und mit Abstand zu dieser angeordneten Wandung 15 gebildet ist In diesem nach unten hin offenen, ggf. auch schräg ausgerichteten Einlaufkanal 13 sind Wassersumpfbehälter 16 zur Erzeugung des Sattdampfes im Einlaufbereich angeordnet Von diesen Behältern 16 sind mehrere übereini^der angeordnet Die untere Kante 7 des Einlaufs ist genau&j wie die des übrigen Dämpfers von Absaugeinrichtungen 8 umgeben.
Die Ausführungsform nach F i g. 2 ist gegenüber der nach F i £ 1 nur insofern geändert, als im Einlaufbereich für z.B. gefärbte Ware einige Laufschlaufen 17 vorgesehen sind, die über im Bereich der Decke der Dämpferhaube 1 angeordneten Umlenkrollen 18 hängen. Diese Laufschlaufen 17 sind im gegenüber dem Horizontalbereich in der Höhe verlängerten Einlaufbereich 13 vorgesehen, so daß das in den Wurzelbereich der Fasern befürchtete Absacken der aufgegebenen Farbe zu Anfang der Farbfixierung verhindert ist
Falls der Einlaufbereich 13 nicht von Sattdampf angefüllt sein soll, um ein Verlaufen der Farbe im Aufheizteil zu verhindern, kann dieser von dem übrigen Dämpferteil durch eine Wandung 19 abgetrennt werden. Auf diese Weise kann im Einlaufbereich und im sonstigen Dämpfer eine unterschiedliche Temperatur erzeugt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

  1. Patentansprüche:
    t. Dämpfer mit zumindest teilweiser horizontaler Warenführung, mit einer Behandlungskammer, in die die zu dämpfende textile Ware, insbesondere bedruckte Textilbahn, wie Teppiche, von unten ein- und ausläuft, und in der mindestens ein Transportmittel für die Ware und unterhalb des Transportmittels ein die Behandlungskammer nach unten hin zumindest teilweise abdeckender Wassersurapf angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Wareneinlaufbereich (13) gegenüber dem übrigen Teil des Dämpfers nach unten hin erstreckt, indem die einlaufseitige Stirnwandung (14) nach unten hin verlängert ist und mit einer parallel und mit Abstand zu dieser angeordneten Wandung (15) einen nach unten hin offenen Wareneinlaufbereich (13), ggf. -kanal bildet, in dem Sattdampferzeugungsmittel (11,16) angeordnet sind.
  2. 2. Dämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß über die Höhe des Wareneinlaufbereiches (13) mehrere Sattdampferzeugungsmittel (11, 16) übereinander an mindestens einer Wandung (14, 15) angeordnet sind.
  3. 3. Dämpfer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß einer der von Wassersumpfbehältern (11) frei gelassenen Bereiche (12) den Wareneinlaufschlitz bildet
  4. 4. Dämpfer nach einem der Ansprüche 1 —3, dadurch gekennzeichnet, daß der Wareneinlaufbereich (13) gegenüber dem übrigen Teil des Dämpfers oberhalb der textlien Ware (10) durch eine Wandung (19) abgetrennt ist
  5. 5. Dämpfer nach e:jiem c" *r Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Wareneinlaufbereich (13) die textile Ware (10) π Schlaufen geführt ist. und daß sich daran ein Horizontaldämpfer anschließt
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