DE2316784A1 - Werkhaltering fuer uhrwerke - Google Patents
Werkhaltering fuer uhrwerkeInfo
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- G04B37/05—Fixed mountings for pocket or wrist watches
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Description
HANS TRAPPENBERG · PATENTINGENIEUR ■ KARLSRUHE
1. April 1973 KI 311
Firma Kienliöfer & Moog GmbH KG. , 7534 Birkenfeld,
Panoramastraße 59
Werkhaltering für Uhrwerke
Die Erfindung "betrifft einen Werkhaltering zum rückwärtigen Einsetzen
von mit zerbrechlichen Zifferblättern, insbesondere Zifferblättern aus Edelsteinen und ähnlichen Materialien abgedeckten
Uhrwerken in aus Lünette und Gehäuseunterteil bestehende Uhrgehäuse, insbesondere in Jacon-Uhrgehäuse.
Schmuckuhren werden zur Unterstreichung ihres schmückenden
Charakters des öfteren mit Edelstein-Zifferblättern versehen. Hierbei wird ein flach geschliffenes Edelsteinplättehen anstelle
des Metall-Zifferblattes vorgesehen, wobei das Edelsteinplättchen
entweder direkt oder über eine Metallunterlage auf dem Uhrwerk befestigt wird.
Edelsteine und ähnliche Materialien sind im allgemeinen sehr spröde und daher äußerst empfindlich gegen Biegung; einige Sorten
sind auch sehr druckempfindlich, so daß sowohl Druck- wie auch Biegekräfte von diesen Materialien unbedingt ferngehalten werden
müssen.
Im allgemeinen wird dies dadurch erreicht, daß die Uhrwerke mit den aufgesetzten Zifferblättern sehr genau in ihre Gehäuse eingepasst
werden, so daß sie zwar gehalten sind, daß jedoch keine unzulässigen
Spannungen im Zifferblatt auftreten.
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Uhrgehäuse von Schmuckuhren weichen im allgemeinen von der kreisrunden,- leicht zu bearbeitenden Form ab; fast immer werden
ihres aparten Eindruckes wegen Facon-Formuhrgehäuse verwendet,
die im wesentlichen aus einem Gehäuse ob erteil - der Lünette-; und
einem in die Lünette mittels eines Verschlußringes einsprengbaren Gehäuseunterteil bestehen. Hierbei wird üblicherweise im Gehäuseunterteil
eine Werkzarge eingelötet in die das Ohrwerk einschliesslich des Zifferblattes eingesetzt und sodann die Lünette
aufgedrückt wird. Es ist töerständlichj, daß das Aufdrücken der
Lünette beziehungsweise das Verbinden des. Gehäuseunterteiles mit dem Gehäuseoberteil sehr sorgsam geschehen muß um keinen
Druck auf das Edelstein-Zifferblatt auszuüben. Durch den Schock
beim Einschnappen des Verschlußringes kann jedoch das Zifferblatt so gegen seine Halterung geschlagen werden, daß es bereits beim
Zusammenfügen der beiden Teile zerstört wird» Eine weitere Gefahr
ergibt sich dadurch, daß zum Öffnen des Gehäuses was u.U. zum Regulieren der Uhr mehrmals hintereinander nötwendig ist, die
beiden Teile durch seitliches Einführen eines Keiles voneinander getrennt werden müssen, wobei das Gehäuseunterteil relativ zum
Gehäuseoberteil verkantet wird. Hierbei wird das mit dem Gehäuseunterteil
fest verbundene Uhrwerk und selbstverständlich damit auch das Zifferblatt ebenfalls verkantet, was wiederum zu. unzulässig
hohen Spannungen im Zifferblatt und damit zu dessen Bruch führen kann.
Die hohe Bruchgefahr beziehungsweise zumindest die Gefahr der
Beschädigung des Zifferblattes hat bereits verschiedene Uhrhersteller
dazu veranlasst, jede Garantie beim unbefugten Öffnen der Uhr abzulehnen beziehungsweise zu der Vorschrift, daß jegliche
Wartungs- und Regulierungsarbeiten nur im Werk durchgeführt werden dürfen.
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Aufgabe der Erfindung ist es diesen Nachteil zu beheben und eine
Möglichkeit anzugeben, das Uhrgehäuse sowohl schliessen als auch öffnen zu können, ohne daß eine ■ Gefahr für das druck- und spannungs
empfindliche Zifferblatt zu befürchten ist. Dies wird bei einem Werkhaltering der beschriebenen Art erreicht durch eine am Werkhalt
ering angebrachte randständige, das Zifferblatt umgreifende ,
das Uhrwerk mit Zifferblatt geringfügig übersteigende Erhöhung und an der Rückseite des Werkhalterings angebrachte, die Erhöhung
an einer Abstufung der Lünette fixierende, an sich bekannte Haltemittel,
Nicht mehr also wie bei den bekannten Ausführungen wird der Werkhaltering
als Werkzarge fest mit dem Gehäuseunterteil verbunden, sondern er bildet ein Bauteil" für sich das dazu dient, das Uhrwerk
mit dem Zifferblatt aufzunehmen und in der Lünette zu fixieren. Hierzu dient eine randständige Erhöhung, im einfachsten
Fall also ein aufgebördelter Kragen, wodurch sich eine "Schüssel" bildet in dessen Boden das Uhrwerk eingesetzt ist und in der das
Zifferblatt vollkommen geschützt liegt« Dieser Werkhaltering wird nun durch an sich bekannte Haltemittel gegen eine Abstufung
der Lünette gedrückt, beispielsweise durch Werkhalteschrauben
oder auch durch sich am Gehäuseunterteil abstützende Federbolzen.
Auf jeden Fall wird das Uhrwerk mit Zifferblatt beim Schliessen des Gehäuseä nicht mitbewegt, sondern es ist zuvor eindeutig auf
der Lünette fixiert, so daß auch der Schock beim Schliessen des Gehäuses sich keinesfalls auf das Uhrwerk und damit auch nicht auf
das Zifferbaitt auswirken kann. Dadurch ist es möglich ohne Gefahr
für das Zifferblatt das Gehäuse zu schliessen und zu öffnen, so daß die bisherigen schwierigen Manipulationen nicht mehr notwendig
sind beziehungsweise die Wartung einer derartigen Uhr auch "bei sehi
empfindlichen Zifferblättern ohne weiteres außerhalb der Herst ellungsstätte durchgeführt werden kann.
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Anstatt des beschriebenen aufgebördelten Kragens, kann die Erhöhung
auch durch randständig angebrachte Abstandstifte gebildet sein, wobei es außerdem möglich ist als Abstandstifte Justierschrauben
einzufügen, um den Abstand des erfindungsgemäßen Werkhalterings von der Abstufung der Lünette entsprechend der Dicke
des Zifferblattes beziehungsweise des über den Werkhaltering überstehenden Teiles des Uhrwerkes einschliesslich des Zifferblattes
einstellen zu können. Auch können die Abstandstifte mit
den !Verbolzen vereint sein, wobei ein fester Teil der Federbolzen
zwischen Werkhaltering und Lünette eingefügt ist und der federnde Teil zwischen Werkhaltering und Gehäuseboden.
Weiter kann die Erhöhung auch durch einen im Querschnitt
L-förmigen Druckring gebildet sein, der sich einerseits auf dem Werkhaltering und andererseits an der Lünette abstützt. Diese
Ausführung hat den wirtschaftlichen Vorteil,' daß die vorhandenen Werkzeuge zur Herstellung des Werkhalterings weiter verwendet
werden können, und lediglich noch ein Druck/Stanz-Werkzeug zur
Herstellung des Druckringes angefertigt werden muß. Außerdem ergibt sich jedoch durch die Verwendung eines derartigen Druckringes
die Möglichkeit eine Ringdichtung zwischen Uhrglas und Lünette in ihren Sitz zu pressen, so daß diese Dichtung auch bei
extremen TemperaturSchwankungen, stets dichtend zwischen diesen
Teilen angedrückt ist.
Auf der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Werkhalteringes schematisch dargestellt und zwar zeigen;
Pig. 1 in einem, halbseitigen Querschnitt eine erste Ausführungsform, ■ :.. "
Fig. 2 in gleicher Darstellung wie Fig. T eine weitere Möglichkeit
mit Federbolaen,
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Fig. 3 eine Variante von Fig. 2,
Fig. 4 und 5 weitere Varianten nach Fig. 2 jeweils mit einem Druckring.
In einem Werkhaltering 1 ist ein Uhrwerk 2 mit aufgesetztem Edelstein-Zifferblatt 3 eingesetzt. Das Edelstein-Zifferblatt 3
ist auf einnr Metallunterlage 4 aufgeklebt. Oberhalb des Zifferblattes
3 ist das Zeigerwerk 5 erkennbar; darüber befindet sich das abdeckende Uhrglas 6, das in eine Lünette 7 eingepresst ist.
An einer Abstufung 8 der Lünette 7 stützt sich der Werkhaltering mit einem aufgebördelten Kragen 9 ab. Gehalten wird der Werkhaltering
1 mittels einer Werkhalteschraube 1O die eine Spannplatte
11 in eine Hut 12 der Lünette 7 verspannt. Aufgesetzt auf die Lünette 7 ist mittels eines ( nicht eingezeichneten) Verschlußringes
ein Gehäuseunterteil 13.
Es ist ersichtlich, daß sich beim Aufsetzen des Gehäuseunterteiles
13 die Anordnung in der Lünette 7 nicht verändert. Der das Uhr-.
werk 2 mit Zifferblatt 3 tragende Werkhaltering 1 bleibt durch die Haltevorrichtung (10, 11, 12) fest in der Lünette 7 fixiert,
wodurch sich auch ein evtl. Schließschock beim Einschnappen des Verschlußringes nicht auf das Uhrwerk 2 beziehungsweise das
Zifferblatt 3 auswirken kann. Darüber hinaus iat diese Anordnung auch gegen Stöße und Schläge auf das Uhrgehäuse bei geschlossenem
Gehäuse sehr gut gesichert, da die Verspannung des Werkhalteringes 1 in der Lünette 7 durch die Haltevorrichtung (10, 11, 12) so
stabil ist, daß auf das Gehäuse einwirkende Stöße kaum beziehungsweise nur federnd abgeschwächt auf das Uhrwerk 2 beziehungsweise
das Zifferblatt 3 gelangen.
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In einer zweiten Ausführungsform ist der Werkhaltering 1 wiederum
mit seinem aufgebördelten Kragen 9 gegen die Abstufung der
lünette 7 gepresst, hier jedoch durch einen Federbolzen 14 der einerseits in den Werkhaitering eingenietet (15).ist und sieh
andererseits gegen das Gehäuseunterteil'abstützt. In dieser
Figur ist der Verschlußring 16 dargestellt, der in eine Sicke 17 der Lünette 7 eingreift. ' ' .
Bei dieser Ausführung ergibt sich eine hervorragende Stoßsicherung
auch bei geschlossenem Gehäuse, da der.Werkhaltering 1 durch die
Federkraft des Federbolzens 14 stets fest gegen die Abstufung 8 der Lünette 7 gepresst wird.
Eine weitere Variante ist in Fig. 3 dargestellt bei der der
Werkhaltering 1 wiederum mit einem Federbolzen 14 vernietet ist, der jedoch als starrer Abstandstift 18 denAbstand zwischen dem
Werkhaltering 1 und der Abstufung 8 in der Lünette 7 bestimmt.
In den Fig. 4 und 5 ist ein planer Werkhaltering dargestellt auf den ein im Querschnitt L-förmiger Druckring 19 aufgesetzt ist.
Dieser Druckring 19 stützt sich einerseits auf dem Werkhaltering und andererseits an einer in der Lünette 7 zwischen dem Uhrglas
6 und der Lünette 7 eingelassenen Dichtring 20 beziehungsweise
auf der Innenseite der Lünette 7 ab. (Fig. 4). Hierdurch wird die
Dichtung 20 stets fest in ihren Sitz in der Lünette 7 gepresst, beziehungsweise an die Dichtflächen zwischen Uhrglas 6 und Lünette
7 angedrückt. Wiederum mit diesem im Querschnitt L-förmigem Druckring
19 wird in Fig. 5 die Möglichkeit des Anpressens eines
Dichtringes 20 bei einem Kunststoff-Uhrglas 6 gezeigt, wobei der
Sitz des Dichtringes 20 in das Uhrglas 6 eingelassen ist, jedoch wiederum das feste Anpressen des Dichtrings 20 durch die Federbolzen 14 über den Werkhaltering 1 und den Druckring 19 erfolgt.
. . ■. ■ -7-
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Claims (8)
- -7-Pat entansprücheWerkhaltering zum rückwärtigen Einsetzen von mit zerbrechlichen Zifferblättern, insbesondere Zifferblättern aus Edelsteinen und ähnlichen Materialien abgedeckten Uhrwerken in aus Lünetteund Gehäuseunterteil bestehende Uhrgehäuse, insbesondere in Pacon-Uhrgehäuse
gekennzeichnetdurch eine am Werkhaltering (1) vorgesehene randständige, das Zifferblatt (3) umgreifende, das Uhrwerk (2) mit Zifferblatt(3) geringfügig übersteigende Erhöhung und an der Rückseite des Werkhalterings (1) angebrachte, die Erhöhung an einer Abstufung (8) der Lünette (7) fixierende an sich bekannte Haltemittel (10, 11, 14). - 2. Werkhaltering nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,daß die randständige Erhöhung ein allseits den Werkhaitering(i) umgebender, zur Lünette (7) hin aufgebördelter Kragen (9) ist. - 3. Werkhaltering nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,daß die Erhöhung randständig angebrachte Abstandstifte (18) sind. - 4. Werkhaltering nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, -daß die Abstandstifte (18) randständig in den Werkhaltering (1) eingeschraubte Justierstifte sind.-8-409842/0128 - 5. Werkhaltering nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,daß die Erhöhung ein im Querschnitt L-förmiger, sich einerseits auf den Werkhaltering (1) und andererseits an der Lünette (7) ■ abstützender Druckring (19) ist.
- 6. Werkhaltering nach Anspruch 5, .dadurch gekennzeichnet, daß der Druckring (19) auf einer zwischen Uhrglas (6) und Lünette (7) eingelegten Ringdichtung (20) aufliegt.
- 7. Werkhaltering nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckring (19) auf einem mit einer Ringdichtung (20) versehenen Flansch des Uhrglases (6) aufliegt.
- 8. Werkhaltering nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltemittel sich am Gehäuseunterteil (13) abstützende Federbolzen (14) sind.40984 2/0128
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