DE233285C - - Google Patents

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DE233285C
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shaft
cylinder
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F31/00Inking arrangements or devices
    • B41F31/15Devices for moving vibrator-rollers

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  • Inking, Control Or Cleaning Of Printing Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei'Druckpressen müssen die von der Farbe gesäuberten Farbwalzen, das sind der Farbzylinder, die Verreib- und Auftragwalzen, mit der zum Druck bestimmten Farbe einlaufen, d. h. mit dieser ganz gleichmäßig überzogen werden, bevor das richtige Einschwärzen der Form erfolgen und das eigentliche Drucken beginnen kann. Auch in denjenigen Fällen, wo durch längeres Stehen der Maschine die
ίο Farbe auf den Farbwalzen etwas angetrocknet oder durch niedrige Temperatur erstarrt ist, müssen die Walzen erst einige Zeit in Bewegung gesetzt werden, damit die darauf haftende Farbe für das Einschwärzen der Form genügend geschmeidig wird.
Die Bewegung des Farbzylinders und der Farbwalzen und damit das Einlaufen der Farbe konnte bis jetzt nur bei Rotationsmaschinen durch alleinigen Antrieb des Farbwerks erfolgen, während dies bei Schnellpressen bisher in der Weise geschieht, daß man die ganze Maschine in Bewegung setzt. Der Karren der Schnellpresse mit dem darauf ruhenden Fundament bewegt sich in der bekannten Weise hin und her, und auch der Druckzylinder rotiert in der bekannten Art bei der jedesmaligen Rückwärtsbewegung des Karrens.
Die Bewegung von Karren und Druckzylinder beim Einreiben der Farbe ist nicht nur gänzlich unnötig, kraftverschwendend und mit dem Verschleiß der unnötig bewegten Teile verbunden, sondern das Einreiben der Farbe auch umständlich und zeitraubend.
Durch die nachstehend beschriebene Erfindung wird nun auch bei Schnellpressen die Möglichkeit geschaffen, den Farbzylinder und damit die an diesem anliegenden Verreib- und Auftragwalzen im Bedarfsfalle für sich allein in Bewegung zu setzen. Es wird dadurch neben vereinfachter Arbeitsweise Kraft und Zeit gespart.
Um nun den gesonderten Antrieb für den Farbzylinder herbeizuführen, ist die Antriebswelle α der Schnelldruckpresse zur Hohlwelle ausgebildet. Auf dieser Hohlwelle α sitzt fest aufgekeilt die Riemenscheibe b, das Schwungrad c und das zum Antrieb der Maschine dienende, nicht dargestellte Zahnrad. Die Riemenscheibe q sitzt lose auf der Hohlwelle a. Durch diese Hohlwelle α geht die Welle d; auf dieser Welle d sitzt festgekeilt die Riemenscheibe f und das Kegelrad g, welches dazu dient, die Bewegung der Welle d durch die Kegelräder h und i auf das auf der Welle k des Farbzylinders I lose sitzende Kegelrad m zu übertragen. Dieses Kegelrad m ist als Friktionsmuff ausgebildet. Auf der Farbzylinderwelle k sitzt der doppelte Friktionskegel 0. Dieser Friktionskegel 0 sitzt wohl fest auf der Welle k durch den Keil φ, läßt sich aber in der Längsrichtung auf derselben verschieben. Das Farbzylinderzahnrad r sitzt lose auf der Farbzylinder welle k, und dieses Rad ist ebenfalls als Friktionsmuff ausgebildet. Angetrieben wird dieses Zylinderrad bisher durch die hin und her gehende Zahnstange e, die an der Seite des Druckpressenfundaments befestigt ist. Der Farbzylinder / sitzt fest auf der Welle k. Bei der Drehung der Welle k dreht sich demnach der Farbzylinder I mit und wird mit der
Welle k durch den bekannten Schneckengang w nach links und rechts in der Längsrichtung der Welle k verschoben.
Die Wirkungsweise der neuen Antriebsvorrichtung ist nun folgende:
Wird der Riemen auf die Festscheibe b geleitet, so dreht sich die Hohlwelle α und es wird die Maschine in Bewegung gesetzt. Es bewegt sich also die Zahnstange e mit der
ίο Fundämentplatte hin und her und dadurch die Zahnräder η und r. Durch das Herüberleiten des Riemens von der Losscheibe q auf die Festscheibe b wird zugleich durch Hebelübersetzung, wie schematisch· angedeutet, von dem Einrücker aus der auf der Farbzylinderwelle k sitzende Bremskegel 0 mit dem Friktionsmuff des auf der Färbzylinderwelle k lose sitzenden Zahnrades / gekuppelt. Dadurch dreht sich nun der Bremskegel 0, mit diesem die Welle k und somit der Farbzylinder /. Es bewegt sich jetzt Maschine und Farbzylinder zugleich.
Leitet man den Riemen auf die Riemenscheibe f, so dreht sich die Welle d. Diese Drehung wird durch die Kegelräder g, h, i auf das auf der Farbzylinderwelle k lose sitzende Kegelrad m übertragen. Durch das Herüberleiten des Riemens auf die Riemenscheibe f wird durch die schon vorerwähnte Hebelübersetzung vom Einrücker aus der Bremskegel 0 mit dem Kegelrad m gekuppelt und dabei von dem Zahnrad r entkuppelt. Durch das Kuppeln des Bremskegels 0 mit dem Kegelrad m dreht sich der Bremskegel 0 und mit diesem wiederum die Farbzylinderwelle k und somit der Farbzylinder I. Es bewegt sich jetzt nur der Farbzylinder und mit diesem die daran liegenden Walzen.

Claims (2)

Pate nt-An Sprüche:
1. Vorrichtung zum selbständigen Antrieb des Farbwerks von Schnellpresssen, dadurch gekennzeichnet, daß der Farbzylinder (I) nach der Entkupplung von seinem Antriebsrad fr) mit einem Kegelrad (m) gekuppelt .wird, welches durch eine die hohle Schwungradwelle (a) durchsetzende Welle (d), die durch ein Zahngetriebe (g, h, i) mit dem Kegelrad (m) in Verbindung steht, ohne Unterbrechung in einer Richtung gedreht wird.
2. Vorrichtung nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wechselweise Kupplung der Farbzylinderwelle (k) mit dem Antriebsrade fr) und dem Kegelrade (m) durch einen Doppelkegel (0) bewirkt wird, der durch die Verschiebung der Riemengabel gesteuert wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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