DE2365532A1 - Verfahren zum indirekten auftragen von schmelzkleber auf ein werkstueck - Google Patents
Verfahren zum indirekten auftragen von schmelzkleber auf ein werkstueckInfo
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Description
PATENTANWÄLTE ^vwr*/*
Triftstraße 4 Siekerwall 7
5. Dez. 1974
FISCHER & KRECKE
48 Bielefeld, Apfelstraße 8
48 Bielefeld, Apfelstraße 8
VERFAHREN ZUM INDIREKTEN AUFTRAGEN VON SCHMELZKLEBER AUF EIN WERKSTÜCK
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum indirekten, insbesondere auch formatrichtigen Auftragen
von Schmelzkleber auf ein Werkstück, beispielsweise eine kontinuierliche oder bereits
in Zuschnitte unterteilte Bahn eines Verpackungsmaterials, wie Papier oder Kunststoffolie.
In der Papier- und Kunststoff!ndustrie werden heutzutage in zunehmendem Maße sogenannte
"Hot-Melt" oder Schmelzkleber verwendet, die im Gegensatz zu herkömmlichen Klebstoffen
keine Lösungsmittel enthalten, sondern durch Erwärmung in den flüssigen Zustand gebracht
werden, in dem sie ein gutes Benetzungsverhalten gegenüber Papier und vielen Kunststoffen
zeigen.
Diese Schmelzkleber erstarren durch Abkühlung, so daß das Abbinden dieses Klebstoffes ein
rein wärmetechnisches Problem ist.
Eine feste Verbindung ist hergestellt, wenn durch eine entsprechende Wärmeabfuhr eine
hinreichend niedrige Temperatur erreicht ist. Es werden heute die verschiedensten
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Ausführungsformen verwendet, insbesondere Kleber mit und ohne Restklebrigkeit
bei Raumtemperatur. Aufgrund deijfehl enden Lösungsmittel eignen sich Schmelzkleber
besonders gut zum Verkleben von lösungsmittelundurchlässigen Kunststoffen.
Ihre Anwendung bietet sich besonders auch dann an, wenn anderenfalls durch Restlösemittel
empfindliche Füllgüter, etwa Lebensmittel, geschädigt werden könnten.
Schmelzkleber haben den Schmelzpunkt vorzugsweise bei ca. 100 bis 130 C und
ihre Verarbeitung erfolgt bei Temperaturen von beispielsweise 140 bis 170 C.
Für den Auftrag von Schmelzklebem sind heute folgende Verfahren bekannt und üblich:
A) Vollflächige Beschichtung mit Hot-Melt wird durchgeführt mit Hilfe von
- Quell düsen, deren Düsenspalt quer zur Bahnrichtung verläuft;
- abgerakelten Rasterwalzen, denen zur Glättung der Rasterung ein im
allgemeinen beheiztes Rakelsystem nachgeschaltet sein kann;
- Tauchbädern, bei denen eine gleichmäßige Beschichtung in vorgegebener
Schichtstärke mit Hilfe eines Rakelsystems oder von Abquetsch- bzw. Dosierwalzen erreicht wird.
B) Ein intermittierender Auftrag in ein oder mehreren parallelen Linien wird
erzielt mit Spritzdüsen, für die der notwendige Spritzdruck mechanisch oder durch Druckluft erzeugt wird.
C) Einen formatmäßigen Auftrag erzielt man mit einem modifizierten Tiefdruck.
Die nur auf Teilflächen gravierte Rasterwalze wird abgerakelt, so daß nur in den Näpfen Klebstoff verbleibt, der durch geeignete Anpressung
auf das mit dem Hot-Melt zu beschichtende Werkstück übertragen wird.
Die vorstehend beschriebenen Methoden für einen Schmelzkleberauftrag haben für
wärmeempfindliche Materialien den Nachteil, daß das mit Hot-Melt flächig oder
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teUflöchig zu beschichtende Werkstück nicht allein durch die in dem aufgetragenen
Schmelzkleber enthaltene Wärme beansprucht wird, sondern einer ungleich höheren Wärmebelastung ausgesetzt ist infolge der Berührung mit einer
den Schmelzkleber auftragenden metallenen Walze von hoher Wärmeleitfähigkeit. Bei formatmäßigem Schmelzkleberauftrag mit Hilfe einer partiell gravierten
abzurakelnden Rasterwalze wird außerdem pro Formatlänge eines Werkstückzuschnitts
und/oder pro Auftragsform eine eigene Walze benötigt. Dies dem Tiefdruck entsprechende Kleberauftragsverfahren ist also verhältnismäßig unflexibel
und teuer. Nachteilig ist auch, daß beim Kleberauftrag auf Materialien ungleichmäßiger
Stärke, etwa auf gefaltete Beutelböden, ein einigermaßen befriedigender Auftrag nur erfolgen kann, wenn die Gegendruckwalze mit einer nachgiebigen Beschichtung
gummiähnlicher Konsistenz versehen ist.
Der Erfindung liegt damit die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren zum
Auftragen von Schmelzkleber auf ein Werkstück anzugeben, bei dem keine Gefahr einer unzulässigen Wärmebelastung des Werkstücks besteht und das außerdem eine
flexible Anpassung an unterschiedliche Materialstärken und Formatgrößen ermöglicht,
so daß insbesondere die Formatlänge des Zuschnitts des Werkstücks und die
Kontur der aufzutragenden Klebefläche unabhängig voneinander wählbar sind.
Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich erfindungsgemäß durch die im Patentanspruch
1 angegebenen Verfahrensschritte, deren vorteilhafte Weiterbildungen in Unteransprüchen
gekennzeichnet sind.
In bevorzugter Ausführungsform besteht die Erfindung darin, daß der Auftrag des
Schmelzklebers oder "Hot-Melt" auf das Werkstück mittels erhabener Klischees erfolgt, die auswechselbar auf einem Klischee- oder Druckzylinder befestigt werden
und in einer im einzelnen noch zu beschreibenden Weise mit dem flüssigen "Hot-Melt"
versehen werden und anschließend auf dem vorzugsweise über einen Gegendruckzylinder
zugeführten Werkstück abwälzen.
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Die Klischees bestehen für eine vorteilhafte Durchführung des Verfahrens aus
einem Material, das eine im Vergleich zu Metall erheblich geringere Wärmeleitfähigkeit
aufweist, so daß durch die Berührung des Werkstückes mit den Klischees keine nachteilige Wärmebeanspruchung des Werkstückes entstehen kann.
Dieses Klischeematerial kann in vorteilhafter Weise auf eine elastisch-biegeweiche
Grundplatte oder auch auf metallische Stege aufgeklebt oder aufvulkanisiert sein,
die ihrerseits mit dem Druck- oder Klischeezylinder verbindbar sind, beispielsweise
mittels Verschrauben, durch eine Spannvorrichtung oder vorteilhafterweise
auch magnetisch. In diesem letztgenannten Fall ist eine besonders rasches Auswechseln
der Klischees auf dem Druckzylinder möglich. Als Klischeematerial kommen vor allem relativ warmfeste Kunststoffe, also insbesondere Kunststoffe aus
Silizium- und Fluorverbindungen, in Frage, etwa Silikone oder der unter dem Handelsnamen
"Teflon" bekannte Kunststoff Polytetrafluorätzylen. Zur Erzielung eines vorteilhaften Ergebnisses ist insbesondere von Wichtigkeit, daß das Klischeematerial
eine ausreichende Adhäsion zu dem flüssigen Schmelzkleber aufweist, so daß eine gute Schmelzkleberaufnahme,beispielsweise aus den Näpfen einer den Kleberauftrag
besorgenden Rasterwalze, möglich ist. Andererseits sollte das Klischeematerial gegenüber dem flüssigen Schmelzkleber ein deutlich geringeres Benetzungsverhalten
zeigen im Vergleich zum Benetzungsverhalten des Schmelzklebers gegenüber
dem Werkstück.
Von besonderem Vorteil ist es, wenn das adhesive Verhalten des Schmeizklebers
zum Klischeematerial deutlich von der Temperatur abhängt, so daß der hoch erhitzte
Schmelzkleber sich gut auf das Klischeematerial auftragen läßt. Mit abnehmender Temperatur werden dann die kohäsiven Kräfte des Schmelzklebers gegenüber
den adhäsiven zwischen dem Schmelzkleber und dem Klischeematerial größer und überwiegen diese deutlich. Dieses Verhalten kommt dem auf der vorliegenden
Erfindung basierenden Verfahren sehr entgegen und bringt zudem den praktischen Vorteil, daß nach einem Abschalten und Erkalten der Anlage der erstarrte Schmelzkleber
leicht von den Klischees abzuziehen ist.
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Die Oberfläche der Klischees kann glatt oder auch durch Quer- und/oder Längskerbung
oder eine Rasterung aufgelockert sein.
Abgesehen von der bereits erwähnten völligen Vermeidung einer unzulässigen
Wärmebeanspruchung des Werkstückes bietet das erfindungsgemäße Verfahren in Lösung der gestellten Aufgabe bei formatmäßigem Schmelzkleberauftrag gegenüber
dem herkömmlichen Verfahren mit Hilfe einer partiell gravierten abzurakelnden Rasterwalze den Vorteil, daß die Formatlänge eines Zuschnitts des Werkstückes
und die Kontur des Kleberauftrags zwei voneinander unabhängige Parameter sind.
Der Durchmesser des als Klischeeträger dienenden Druckzylinders bemißt sich dabei
nach der Formatlänge, so daß beispielsweise pro Format-Zuschnitt des Werkstückes
ein Umlauf des Druckzylinders vorgesehen wird. Selbstverständlich kann der Druckzylinder
auch mit mehreren, beispielsweise gleichartigen Klischees, versehen sein, wobei dann insbesondere bei einem Werkstück als kontinuierliche Materialbahn der
Durchmesser der Flugbahn oder die Außenkontur der Klischeeoberfläche so gewählt ist, daß der über die Klischeeoberfläche gemessene Umfang des Druckzylinders
einem ganzzahligen Vielfachen einer Formatlänge entspricht. Die Kontur der Klischees richtet sich nach der mit dem Schmelzkleber zu beauftragenden Flächenform.
l
Ein Wechsel in der Auftragskontur und/oder in der Formaflänge ist dann aufgrund
der Erfindung erheblich billiger zu erreichen als im Vergleich mit den bereits erwähnten modifizierten Tiefdruckverfahren.
Versuche haben gezeigt, daß die gummiartige Konsistenz der Klischees bei Verwendung
der genannten Kunststoffe einen sehr sauberen Schmelzkleberauftrag selbst auf Werkstücke oder Bahnmaterialien mit unterschiedlicher Dicke ermöglicht, wie es z.B.
beim Kleberauftrag auf Beutelböden auftritt. Eine das Werkstück gegen die Klischees
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drUckende Gegendruckeinrichtung- z.B. ein Gegendruckzylinder oder bei
Beutelmaschinen die Bodenlegertrommel - kann deshalb aus Stahl oder einem ähnlichen Material bestehen und braucht nicht ihrerseits, wie beim bisherigen
modifizierten Tiefdruckverfahren, eine nachgiebige Auflage zu besitzen.
Die Erfindung wird nachfolgend in vorteilhaften Ausfuhrungsformen anhand der
Zeichnung beispielsweise erläutert. Die
Fig. 1 und 2 zeigen Prinzipdarstellungen von Vorrichtungen zum formatrichtigen
Auftragen von Schmelzkleber gemäß den Merkmalen der Erfindung, wobei vorteilhafte Ergänzungen vorgesehen sind.
Gemäß Fig. 1 wird von einer in an sich bekannter Weise mit einer Rundumgravur
versehenen Auftrags- oder Rasterwalze 3 der Schmalzkleber in flüssigem Zustand auf die erhabene Oberfläche der Klischees 2 eines Druckzylinders 1 übertragen.
Die durch die innenbeheizte Rasterwaize 3 aufgenommene Schmelzklebermenge
ist durch das vorhandene Näpfchen-Volumen definiert und kann mit einem an
sich bekannten beheizten Rakelsystem 10 oder über eine angepreßte Tauchwalze
erfolgen.
Die auf dem Druckzylinder 1 befestigten Klischees 2, die den Schmelzkleber von
der Rasterwalze auf ein Werkstück 4 übertragen, bestehen - wie bereits erwähnt aus
einem geeigneten, vorzugsweise elastisch nachgiebigen Material, das eine
ausreichende Adhäsion zu dem flüssigen Schmelzkleber besitzt, um eine gute Schmelzkleberaufnahme aus den Näpfchen der angepreßten Rasterwalze 3 zu gewährleisten.
Andererseits hat ein vorteilhaft geeignetes Klischeematerial gegenüber
dem flüssigen Schmelzkleber ein geringeres Benetzungsverhalten im Vergleich zu
dem Benetzungsverhalten zwischen dem flüssigen Schmelzkleber und dem Werkstück
Die Klischees können auf dem Druck- oder Grundzylinder 1 in an sich bekannter
Weise befestigt sein. Beispielsweise kommt dafür Verkleben oder Aufvulkanisieren
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in Frage. Jedoch können die Klischees auch aufgeschraubt oder mittels einer Spannvorrichtung
befestigt sein. Eine vorteilhafte Lösung ergibt sich bei indirekter Befestigung.
In diesem Fall wird das Klischeematerial auf eine elastisch biegeweiche
Grundplatte oder auch auf metallische Stege aufgeklebt oder aufvulkanisiert, die
ihrerseits mit dem Druckzylinder verschraubt oder mittels Spannvorrichtung verbunden
werden. Als vorteilhafte Möglichkeit bietet sich auch die Halterung der Klischees
auf magnetische Weise an, etwa durch Verwendung eines Dauermagnetwerkstoffs für die Grundplatte bzw. die Stege und/oder durch Verwendung einer Magnetmaterialbeschichtung
des Druckzylinders und/oder durch Verwendung von in den Druckzylinder
eingesetzten Dauer- oder Elektromagneten.
Beim Betrieb der Vorrichtung überträgt die zuvor in der angegebenen Weise mit
flüssigem Schmelzkleber beschickte Rasterwalze 3 einen Teil des in den Näpfchen der Rundumgravur vorgesehenen flüssigen Schmelzklebers auf die Oberfläche der
Klischees 2. Anschließend gelangt die Oberfläche des oder der Klischees 2 bei weiterer Drehung des Druckzylinders 1 in Berührungskontakt und leichten Andruck
mit dem Werkstück 4, die durch eine Gegendruckeinrichtung 7, beispielsweise einen
Gegendruckzylinder oder - wie etwa bei BeuteImaschinen - eine Bodenlegertrommel 7',
angepreßt wird. Umfangs- bzw. Transportgeschwindigkeit von Klischee 2, Rasterwalze
3 und Werkstück 4 müssen ersichtlicherweise in den Andrückpunkten gleich
groß und gleichgerichtet sein.
Damit der Schmelzkleber auf den Klischees 2 sicher flüssig bleibt, kann eine Nacherwärmung,
etwa durch einen Infrarotstrahler 5 oder auch durch ein Beheizen der Klischees, erfolgen, so daß das als "Fadenziehen" oder "Spinnen" des Klebers
bekannte Phänomen unterbunden wird.
Um die Klischees warm zu halten und damit den flüssigen Zustand des Schmelzklebers
und die optimale Zähigkeit für ein gutes Auftragsverhalten des Klebers zu gewährleisten,
kann der Druckzylinder auch in an sich bekannter Weise von innen z.B. durch elektrisch betriebene Heizstäbe beheizbar sein, wobei zur Erreichung einer
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gleichmäßigen Wärmeverteilung der geschlossene Druckzylinderinnenraum zusätzlich
mit Öl gefüllt ist. Alternativ kann der Druckzylinder auch kühlbar sein, was
in an sich bekannter Weise z.B. durch eine am Druckzylinderinnenmantel angebrachte
Rohrschlange, durch die Kühlwasser geleitet wird, erreicht werden kann. Auch selbstbeheizte Klischees, etwa auf induktivem Wege oder durch eine Stromzufuhr
von außen, sind denkbar.
Bei der hinsichtlich ihres konstruktiven Aufwands und der Möglichkeit einer genau
dosierten Steuerung der Wärmezufuhr vorteilhaften Lösung unter Verwendung einer
Wärmestrahlungsquelle wird beispielsweise eine Infrarotheizung 5 zwischen der Aufnahmestelle
an der Berührungslinie zwischen der Rasterwalze 3 und der Klischeeoberfläche
und der Kleberabgabestelle an der Berührungslinie mit dem Werkstück
angeordnet. Um auch den auf den Klischees 2 verbliebenen Restklebstoff sicher
flüssig zu halten und am Abrißpunkt zwischen Klischee 2 und Werkstück 4 jedes
Fadenziehen oder Spinnen zu unterbinden, kann eine weitere, die Klischees 2 bzw.
den Druckzylinder 1 von außen erwärmende Infrarotheizung 6 im Nachlauf zwischen
der Berührungslinie mit dem Werkstück und der Berühruhgslinie mit der Rasterwalze
angeordnet sein.
Um andererseits eine unerwünschte oder unzulässige Erwärmung des Werkstückes
4 durch die seitlich wirkende Strahlung der Infrarqtheizungen 5 und/oder 6 zu verhindern, können zusätzliche Strahlenschutzmittel, beispielsweise Strahlenschutzbleche
8, zwischen den Infrarotheizungen 5, 6 und dem Gegendruckzylinder 7 vorgesehen
sein,, die eine völlige oder wenigstens teilweise Abdeckung des Werkstückes
im Zu- und Ablauf zur Schmelzkleberauftragsstelle gewährleisten.
Um sicher zu vermeiden, daß infolge eines zu kühlen Werkstückes 4 der Schmelzkleber auf den Klischees 2 oberflächig in Art einer Hautbildung erstarrt, bevor
das Werkstück ausreichend benetzt ist, kann vor der Kleberauffragsstelle eine
dosierte Vörerwärmung des Werkstückes z.B. über einen wahlweise auch inter-
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mittierend strahlenden Infrarotstrahler 9, vorgenommen werden. Die Vorerwärmung
kann dabei bis dicht unterhalb der Temperatur erfolgen, mit deren Erreichen und Überschreiten eine schädigende Wirkung auf das Werkstück auftreten würde.
Ebenso kann eine dosierte Nacherwärmung, z.B. über einen wahlweise auch
intermittierend strahlenden Infrarotstrahler 11, vorgenommen werden, der die
'Offenzeit" des Schmelzklebers verlängert, d.h. die Zeit, in der der Schmelzkleber
flüssig ist und damit seine im geschmolzenen Zustand gegebene Benerzungsfähigkeit
besitzt.
Das nachgiebige Material der Klischees ermöglicht insbesondere auch einen
freien Schmelzkleberauftrag auf Werkstücke mit merklich ungleicher Dicke, wie z.B. Beutelböden 4a, ohne daß für diesen Fall der Gegendruckzylinder,,etwa bei
Beutel maschinen die Bodenlegertrommel, die in diesem Fall die Funktion des Gegendruckzylinders übernimmt, ausgewechselt oder selbst mit einer nachgiebigen
Auflage versehen sein müßte. Ein Schmelzkleberauftrag über Klischees aus einem Material von gummiähnlicher Konsistenz bringt also den Vorteil, daß der Gegendruckzylinder
7 aus Metall und damit praktisch unnachgiebig sein und das mit dem Schmelzkleber zu beauftragende Material 4 Dickenschwankungen aufweisen kann
ohne nachteilige Auswirkung auf den Schmelzkleberübertrag. Dies trifft in besonderem
Maße auch zu, wenn der Schmelzkleber - wie Fig. 2 schematisch zeigt durch einen elastisch verformbaren, aus einem der vorbeschriebenen Klischeematerialien hergestellten Stempel 12 weitergegeben wird, wobei der Stempel 12 den
Schmelzkleber z.B. von einer ebenen, durch ein Rakelsystem 15, welches auch die Schmelzkleberzufuhr besorgt, abgerakelten Rasterplatte 13, deren Näpfchen
mit flüssigem Schmelzkleber gefüllt sind, durch Andrücken aufnimmt und durch Abdrücken
an ein nicht ebenes Werkstück 14 unter erheblicher Eigenverformung überträgt.
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Claims (7)
1. Verfahren zum insbesondere formatmäßigen Auftragen von Schmelzkleber
auf ein Werkstück, dadurch gekennzeichnet , daß
der Kleber in schmelzflüssigem Zustand auf erhabene Klischees aus einem
Material aufgetragen wird, dessen Adhäsion zum flüssigen Schmelzkleber
einerseits gut, dessen Benetzungsvermögen für den Kleber andererseits jedoch
deutlich geringer ist als das des flüssigen Klebers gegenüber dem mit dem Schmelzkleber zu versehenden Werkstück, und daß die mit dem Kleberauftrag
versehenen Klischees unter angemessener Zustellung mit dem Werkstück kontaktiert
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch geken η ze i c hn et, daß
die Klischees auf einem umlaufenden Druckzylinder befestigt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Klischees beheizt werden.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Materialbahn vor dem Kleberauftrag vorgewärmt wird.
5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Werkstück nach dem Kleberauftrag nachgewärmt wird.
6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß Klischees mit geschlossenen Oberflächen verwendet werden.
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7. Verfuhren nach einem der vorstehenden Aniprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß Klischees mit oufgeiockerten Oberflächen
verwendet werden, deren Kontur dem gewünschten Auftragsformat entspricht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2365532*A DE2365532A1 (de) | 1973-10-09 | 1973-10-09 | Verfahren zum indirekten auftragen von schmelzkleber auf ein werkstueck |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732350617 DE2350617B2 (de) | 1973-10-09 | 1973-10-09 | Vorrichtung zum Auftragen von Schmelzkleber |
| DE2365532*A DE2365532A1 (de) | 1973-10-09 | 1973-10-09 | Verfahren zum indirekten auftragen von schmelzkleber auf ein werkstueck |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2365532A1 true DE2365532A1 (de) | 1975-08-07 |
Family
ID=25765923
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2365532*A Withdrawn DE2365532A1 (de) | 1973-10-09 | 1973-10-09 | Verfahren zum indirekten auftragen von schmelzkleber auf ein werkstueck |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2365532A1 (de) |
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