DE236729C - - Google Patents

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DE236729C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L7/00Measuring the steady or quasi-steady pressure of a fluid or a fluent solid material by mechanical or fluid pressure-sensitive elements
    • G01L7/18Measuring the steady or quasi-steady pressure of a fluid or a fluent solid material by mechanical or fluid pressure-sensitive elements using liquid as the pressure-sensitive medium, e.g. liquid-column gauges

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measuring Fluid Pressure (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42/. GRUPPE
PAUL LEIBERG in MOSKAU.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Mai 1910 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein sog. Kapillarbarometer. Ein solches beruht auf der bekannten Tatsache, daß Quecksilber, in eine genügend enge Röhre eingeführt, durch intermolekulare Kräfte, ohne zu reißen, zusammengehalten wird; vgl. F. MeIdes »Kapillarbarometer« (Ann. d. Physik und Chemie, Neue Folge, 32, S. 659, 1887)..
Während nun bei Melde die Ungleichmäßigkeit der Röhrenquerschnitte nur eine unerwünschte Verwickelung mit sich führt, sollen gemäß der vorliegenden Erfindung die Röhren von solcher Form sein, daß der untere Quecksilbermeniskus immer einen größeren Querschnitt hat als der obere. Dadurch wird nicht nur eine größere Empfindlichkeit, sondern auch eine bessere Stabilität des Quecksilberfadens erzielt. Die genannte Bedingung wird am einfachsten durch eine schwach konische Glasröhre erfüllt, deren engeres Ende zugeschmolzen und in die Quecksilber eingeführt wird. Richtet man das Rohr senkrecht mit dem offenen Ende nach unten, so stellt sich der Quecksilberfaden, je nach dem herrschenden Luftdruck, höher oder tiefer, wie es beispielsweise auf der Fig. 1 in drei Fällen dargestellt ist. Die gesuchte Barometerlänge wird jedesmal entweder mit Hilfe eines gewöh.nlichen Millimetermaßstabes gemessen oder an einer speziellen Skala abgelesen, die so geeicht ist, daß der obere Meniskus die erforderliche Länge ohne weiteres anzeigt.
In der Praxis wird man kaum jemals das Rohr größer als von doppelter mittlerer Barometerlänge nehmen. Dabei wird es eine Strecke von a" bis b' (Fig. 2) geben, wo sich niemals eine von beiden Kuppen befindet. In diesem Falle kann man das Rohr aus zwei separat kalibrierten Stücken a' a" und b' b" zusammenstellen, wobei die Zwischenstrecke a" b' beliebige Gestalt haben kann. Hier kann ein Luftfänger angebracht werden, wie es auf der Fig. 3 bei c angedeutet ist.
Damit das bei unrichtigem Hantieren abgerissene Quecksilber nicht verloren geht, ist es zweckmäßig, unten einen Schwanenhals anzubringen, in der Art, wie es z. B. bei d (Fig. 3) dargestellt ist.
Je empfindlicher das Barometer, je geringer also der Unterschied in den beiden Querschnitten, desto enger ist der Bereich der zu messenden Luftdruckvariationen bei gegebener Länge des Instruments. Will man trotzdem den Luftdruck genau und in weiten Grenzen messen, so wird man die ganze in Betracht kommende Barometerlänge auf mehrere Röhren verteilen. Fällt das Quecksilber so weit, daß es in den unten angebogenen, nach oben gerichteten Schenkel eintritt, so wirkt das Barometer alsdann wie ein gewöhnliches Heberbarometer, und für genauere Messungen ist dann das nächstfolgende, entsprechend konstruierte Kapillarbarometer anzulegen.
Die hierdurch erzielte Möglichkeit, beliebig empfindliche Kapillarbarometer zu schaffen, wird nur dadurch beschränkt, daß die Reibung zwischen den Rohrwänden und dem Quecksilber sich störend bemerkbar macht.
Jedoch kann man durch Klopfen, wie bei gewöhnlichen Dosenbarometern, oder durch die Herbeiführung von Längsschwingungen Abhilfe schaffen. Um letztere zu bewirken, ist es zweckmäßig, das Barometer federnd aufzuhängen oder sogar durch einen passenden Motor die Röhre in dauernder zitternder Bewegung zu erhalten.
Ebenso wie bei feineren Aneroidbarometern
ίο kann man zum Zwecke einer mehr oder weniger vollkommenen Kompensation des Temperatureinflusses eine gewisse Luft- oder Gasmenge in das Vakuum einlassen. Dazu dient auch das in der Erweiterung c sich befindende Quecksilber.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Kapillarbarometer, bestehend aus einem vertikalen, oben geschlossenen, unten offenen, hinreichend engen Rohre, in dem ein Quecksilberfaden freischwebend mit 'dem Luftdruck im Gleichgewicht steht, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr eine solche Form hat, daß der untere Meniskus immer einen größeren Querschnitt hat als der obere, so daß die Verlängerung der barometrischen Quecksilbersäule mit dem Ansteigen und die Verkürzung mit dem Sinken beider Kuppen verknüpft ist.
  2. 2. Kapillarbarometer nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein oberes und ein unteres Rohrstück, die durch eine zwischenliegende Strecke von beliebigem Querschnitt verbunden sind.
  3. 3. Kapillarbarometer nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch die Anordnung einer Schwingungen gestattenden Vorrichtung.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1993001481A1 (en) * 1991-07-11 1993-01-21 Arthur D. Little, Inc. Differential pressure manometer

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO1993001481A1 (en) * 1991-07-11 1993-01-21 Arthur D. Little, Inc. Differential pressure manometer

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