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ABSAUGAUFSATZ FÜR SCHWEISSBRENNER Diese Erfindung betrifft einen Absaugaufsatz
für Schweissbrenner mit unendlicher Elektrode, der für verschiedenartige Schweissbrenner
in Betracht kommt, z.B.
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derartige mit oder ohne Schutzgas und mit oder ohne Wasser- oder Luftkühlung.
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Das Entstehen gesundheitsschädlicher Schweissdämpfe oder Rauchgase
ist in der Schweisstechnik bekannt. Derartige Dämpfe und hohe Schweissrauchgehalte
in der Luft können durch Verbrennen einer Zunderschicht, durch Schweissen von feuerverzinkten
Blechen, durch Verwendung von sogenanntem schutzgaslosen Röhrchendraht, durch Antikorrosionsmittel
oder durch als Einfettmittel verwendete Silicone oder Fette beim elektrischen Schweissen
enstehen.
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Es ist außerdem bekannt, daß diese gesundheitsschädlichen Schweissdämpfe
und Rauchgase letztlich zu schweren Berufskrankheiten führen können, so daß schon
verschiedentlich versucht worden ist, dieses Problem zu lösen.
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Die bisher bekannten Systeme zum Absaugen derartiger Rauchgase und
Schweissdämpfe haben immer die Brenner unhandlich und schwer beweglich gemacht und
sie mit zusätzlichem hohen Gewicht versehen. Es wurden dabei zum Absaugen entweder
vom Brennerrohr bzw. Schlauchpaket getrennte Saugleitungen verwendet, die wiederum
mit Vorrichtungen zum Führen und Abstützen versehen waren, oder Staubsauger-ähnliche
Abgas- oder Dämpfesamaler, die über eine ebenfalls von Schlauchpaket bzw. Brennerrohr
getrennte Absaugleitung arbeiten. Außerdem ist es nachteilig, daß diese Systeme
nur schwer an schon vorhandene Schweissbrenner montiert werden können und keine
leicht auswechselbare Absaugdüse besitzen.
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Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, einen Absaugaufsatz für
Schweissbrenner mit unendlicher Elektrode zu schafen, der einfach an vorhandene
Brenner montierbar ist, handlich und leicht beweglich,sowie von geringem Gesamtgewicht
ist, wobei die entsprechende Absaugdüse leicht auswechselbar sein soll.
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Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch einen Absaugaufsatz
für Schweissbrenner mit un-endlicher Elektrode gelöst, mit einer auswechselbaren
Absaugdüse, die über eine Halterung mit einem gebogenen Absaugrohr verbunden ist,
wobei das Absaugrohr so geformt ist, daß bei aufmontiertem Absaugaufsatz die Absaugdüse
auf der Obereite der Schutzgasdüse und das mit dem Absaugschlauch in Verbindung
stehende Ende des Absaugrohres auf der Unterseite des Brennergriffs angeordnet ist.
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Durch diese erfindungsgemäße Konstruktion ist ein einfacher Umbau
von vorhandenen Schweissbrennern ohne Absaugvorrichtung zu derartigen mit einem
Absaugaufsatz mit einer leicht auswechselbaren Absaugdüse ermöglicht worden. Mit
derart ausgerüsteten Schweissbrennern, die handlich und leicht handhabbar trotz
zusätzlichem Absaugaufsatz gemäß der Erfindung sind, ist ein elektrisches Schweissen
von Schweis sdämpfe und Rauchgase verursachenden Werkstücken ohne gesundheitsschädliche
Schadstoffonzentrationen in der den Schweisser umgebenden Luft durchführbar geworden.
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In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann sich das
Absaugrohr nach der Halterung für die auswechselbare Absaugdüse in zwei Teilrohre
auftrennen, wobei die Teilrohre schwanenhalsförmig etwa um den Anfang des Brennergriff
es nach unten gebogen sind und sich nach einer weiteren Biegung unterhalb des Brennergriffes
in einer Ebene etwa parallel zur Hauptachse des Brennergriffs wieder zu einem einzigen
Absaugrohr vereinigen.
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In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführung ist der Absaugaufsatz
mit einer Absaugdüse mit einem in einem spitzen Winkel zu ihrer Längsachse an ihrer
vorderen Öffnung angeordneten Prallschirm, der den Querschnitt der Düsenöffnung
weitgehend abdeckt und einen Saugspalt an der Seite der Düse freiläßt, ausgestattet.
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Durch diesen Prall- oder Schutzschirm an der Absaugdüse wird verhindert,
daß sich letztere durch An- oder Einsaugen von Schweisspritzern zusetzt , die sonst
zu-quasi
gesinterten Partikeln an der Innenwandung der Absaugdüse
und des Absaugrohres führen würden.
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In einer anderen Ausführungsform nach der Erfindung kann die Absaugdüse
des Absaugaufsatzes durch Einschieben in die oder Herausziehen aus der Halterung
in ihrer Länge variiert werden, so daß die Absaugdüse entweder über die darunterliegende
Schutzgasdüse hinausragt oder gegenüber der letzteren mehr oder weniger in der Längsrichtung
nach hinten versetzt angeordnet werden kann.
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Ragt z.B. die Absaugdüse über die Schutzgasdüse hinaus, so ist ein
elektrisches Schweissen mit hoher Stromdichte unter extremem Schutz der Schweisszone
und ohne Schädigung der Schutzgaszone durchführbar, wobei die schädlichen Rauchgase
oder Schweissdämpfe in einer Art Dunstglocke abgesaugt.
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werden.
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Andererseits ist z.B. eine gegenüber der Schutzgasdüse in längsrichtung
nach hinten versetzte Absaugdüse für ein rauchgasärmeres Schweissen mit weniger
Abluft ohne Risiko im Sinne gesundheitsschädlicher Schadstoffkonzentrat ionen in
der Luft möglich.
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Die Absaugdüse kann vorzugsweise im Bereich bis zu 10 mm ab der Spitze
der Schutzgasdüse gemessen,in Längsrichtung nach hinten oder nach vorne versetzt
sein.
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In der Absaugdüse gemäß der Erfindung können auch seitliche Bohrungen
in den Flanken der Absaugdüse vorgesehen sein, um eine zeitliche Luftströmung des
abzusaugenden Schweissdampfes
oder Rauchgases zu bewerkstelligen.
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Anstelle dieser Bohrungen kann das Absaugrohr nach der Halterung
für die Absaugdüse einen Seitenkanal haben, der röhrchenförmig um die Schutzgasdüse
und dann parallel zu ihr und vorzugsweise unter ihr bis zur Stromdüse ge führt ist.
An der Spitze des Seitenkanals kann auch ein Prall schirm vorgesehen sein.
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Weiterhin ist in einer anderen Ausführungsform der Erfindung die
Absaugdüse als ringförmige Hülse mit seitlichen Bohrungen ausgebildet, die anf einer
ringförmigen Absaugkammer mit Halterung Z gesteckt it und die Schutzgasdüse umgibt.
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Dabei können die Spitzen der Schutzgasdüse sowie der Stromdüse etwas
über diese Hülse hinausragen.
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Der Querschnitt des Absaugrohres kann in der Regel von Beginn des
Absaugrohres an stufenweise sich vergrößere, um die Durchsatzleistung des Absaugaufsatzes
zu steigern. Dabei kann das Absaugrohr bevorzugt mit einer lichten Weite von etwa
10 mm beginnen und z.B. durch Versatzstücke mit Rohrteilen verbunden sein, bis eine
lichte Weite von 40 mm des Absaugrohres an dessen Ende erreicht ist.
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Gegebenenfalls kann ein Hitze- bzw. Spritzerschutz vorgesehen sein,
wobei das unter dem Brennergriff angeordnete.Absaugrohr mit diesem Schutz verbunden
ist.
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Weitere Einzelheiten und Vorzüge der Erfindung gehen aus den Figuren
1 bis 3 hervor, welche einige Ausfühungsformen des Absaugaufsatzes nach der Erfindung
in perspektivischer Darstellung wiedergeben.
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Figur 1 zeigt den Absaugaufsatz mit der auswechselbaren Absaugdüse
1, mit dem Prall- oder Schutzschirm 1 a, sowie der Halterung 1 b, die mit einer
nicht gezeigten Spannfeder beef. Federschelle ausgerüstet ist. Über diese Halterung
1 b wird die Verbindung zu dem gebogenen Absaugrohr 2 hergestellt, welches so geformt
ist, daß die Absaugdüse 1 auf der Oberseite der Schutzgasdüse 4 und das mit dem
Absaugeschlauch 3 verbundene Ende des Absaugrohres 2 auf der Unterseite des Brenner-griffs
7 angeordnet ist. Das Absaugrohr 2 kanz nach der Halterung 1 b für die Absaugdüse
1 einen Seitenkanal 12 haben, der röhrchenförmig um die Schutzgasdüse 4 und parallel
zu ihr und zu der Absaugdüse bis zur Stromdüse 5 geführt ist.
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In der hier gezeigten Ausführungsform ist die Absaugdüse 2 aus der
Halterung 1 b in der Weise herausgezogen, daß sie bis zu 10 mm ab der Spitze der
Schutzgas- und Stromdüse gemessen, herausragt. Der gesamte Schutzgasbrenner besteht
aus Stromdüse 5, Schutzgasdüse 4, Brennerhals 6, Brennergriff 7 und Schlauchpaket
8.
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Figur 2 gibt eine andere Ausführungsform des Absaugaufsatzes wieder.
Hier trennt sich das Absaugrohr 2 nach der Halterung 1 b für die Absaugdüse 1 in
zwei Teilrohre 2 a, b, wobei letztere schwanenhalsförmig etwa um den Anfang des
Brennergriffes 7 nach unten gebogen wird und sich nach einer
weiteren
Biegung unterhalb und in einer Ebene etwa parallel zur Hauptachse des Brennergriffes
wieder zu einem einzigen Absaugrohr vereinigen.
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Außerdem besitzt hier die auswechselbare Absaugdüse 1 seitliche Bohrungen
11 in ihren Seitenflanken anstelle des Seitenkanals. Weiterhin ist die Absaugdüse
1 soweit in die Halterung 1 b eingeschoben, daß sie bis zu 10 mm ab der.
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Spitze der Schutzgasdüse gemessen in Längsrichtung nach hinten versetzt
ist.
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Außerdem zeigt Figur 2 den Hitze- bzw. Spritzerschutz 9, der hier
zwischen dem Brennergriff 7, den darunter angeordneten Teilrohren 2 a, b und dem
wieder vereinigten Absaugrohr 2 angeordnet ist.
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Figur 3 gibt schließlich eine weitere Ausführungsform des Absaugaufsatzes
wieder. Hier ist die auswechselbare Düse als ringförmige Hülse mit seitlichen Bohrungen
1 c ausgebildet, wobei diese Hülse auf der ringförmigen Absaugkammer 10 aufgesteckt
ist und die Schutzgasdüse 4 derart umgibt, daß die Spitzen der Schutzgas- sowie
der Stromdüse 5 etwas über diese Hülse hinausragen. Im Anschluß an die ringförmige
Absaugkammer 10 befindet sich das gebogene Absaugrohr 2, das wiederum mit dem Absaugschlauch
3 verbunden ist.
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Bezugszeichenliste 1 Absaugdüse 1 a Prall- oder Schutzschirm l b Halterung
für die Absaugdüse 1 c ringförmige Hülse 2 Absaugrohr 2 a, b Teilrohre des Absaugrohres
2 3 Absaugschlauch 4 Schutzgasdüse 5 Stromdüse 6 Hals des Schutzgasbrenners 7 Brennergriff
8 Schlauchpaket 9 Hitze- bzw. Spritzerschutz 10 ringförmige Absaugkammer mit Halterung
11 Bohrungen der Absaugdüse 12 Seitenkanal der Absaugdüse