DE2412390A1 - Ziergarn und verfahren zu seiner herstellung - Google Patents
Ziergarn und verfahren zu seiner herstellungInfo
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- D02—YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
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Description
49 316
X.W.S. NOMINEE COMPANY LIMITED,Wool House,Carlton Gardens,
London SW1. England
und
COMMONWEALTH SCIENTIFIC AND INDUSTRIAL RESEARCH ORGANISATION, Limestone Avenue, Canberra, Commonwealth
of Australia
Ziergarn und Verfahren zu seiner Herstellung
Die Erfindung betrifft ein Zier- bsw. Phantasiegarn sowie
ein Verfahren zu seiner Herstellung; sie betrifft insbesondere ein Verfahren zur Herstellung von Ziergarnen, wie Noppen-
oder Streifengarnen, und die dabei erhaltenen Produkte.
Noppen- und Streifengarne sind Formen von Zier- bzw. Phantasiegarnen
(fancy yarns) und sind in "Textile Terms and Definitions", 5. Auflage, publiziert von dem Textile Institute,
definiert.
Noppengarne werden normalerweise in einer Ziergarn-Zwirnvorrichtung
hergestellt. Zwei Garne, ein "Seelengarn (foundation yarn) und ein "Effektgarn" (effect yarn), werden über voneinander
unabhängige Rollenpaare in eine einzige Zwirnspindel eingeführt, die Garne treffen darin zusammen und werden in
einem bestimmten Abstand oberhalb der Zwirnspindel miteinander verzwirnt. Die das Seelengarn steuernden Rollen werden
intermittierend gestoppt, während die das Effektgarn steuernden Rollen kontinuierlich in Betrieb sind. Das Seelengarn wird
" ~ 409838/0892 ~~™
auch dann weiter gezwirnt (getwistet), wenn es sich nicht nach vorne bewegt,und dies hat zur Folge, daß das Effektgarn
sich an einem Punkte um dieses herumwickelt unter Bildung einer Noppe. Die Stelle, an der das Effektgarn mit dem
Seelengarn zusammentrifft, wird durch einen Noppenstab gesteuert,
der unterhalb der Bollen und oberhalb der Spindel angeordnet ist, wobei der Effektfaden über diesen Stab hinweggeführt
wird. Das so hergestellte Noppengarn kann mit einem weiteren Faden oder Garn in umgekehrter Richtung zur
Anfangsstufe gebunden werden, um die Noppen festzuziehen, die gegen mechanische Einwirkung nicht beständig sind.
Die vorliegende Erfindung betrifft ganz allgemein ein Verfahren zur Herstellung eines Zier- bzw. Phantasiegarns, das
dadurch gekennzeichnet ist, daß man ein Seelengarn (foundation yarn) aus einem Zuführungsmechanismus in eine Zwirnspindel
einführt und an einem Punkte zwischen dem Zuführungssystem und der Spindel ein Effektgarn (effect yarn) auf das Seelengarn
aufgibt, wobei das Effektgarn unter Spannung gehalten wird, wodurch bewirkt wird, daß es in bezug auf das Seelengarn
schwingt (oszilliert).
Bei dem Seelengarn kann es sich um ein Garn handeln, das von den Rollen einer konventionellen Zwirnvorrichtung zugeführt
wird, wobei in diesem Falle ein Noppengarn hergestellt werden kann, ohne daß dafür eine Ziergarn-Zwirnvorrichtung erforderlich
ist.
Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfin-.dung
ein Verfahren zur Herstellung eines Noppen- oder Streifengarns auf einer Spinnvorrichtung, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß ein Seelengarn von einem Abzugsystem auf eine Zwirnspindel aufgesponnen und an einem Punkte zwischen dem Abzugsystem
und der Spindel ein Effektgarn auf das Seelengarn aufgegeben (zugeführt) wird, wobei das Effektgarn unter Spannung
gehalten wird, die bewirkt, daß es in bezug auf das Seelengarn schwingt.
Bei den in dem erfindungsgemäßen Verfahren bevorzugt verwendeten
Garnen handelt es sich um Wollgarne, es kann jedoch jedes beliebige gesponnene Textilgarn und jedes beliebige
Effektgarn verwendet werden.
Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Noppen- oder Streifengarn,
das dadurch gekennzeichnet ist, daß es besteht aus einem gesponnenen Seelengarn mit in unregelmäßigen Abständen
angeordneten Noppen oder Streifen aus einem Effektgarn, die darauf geformt worden sind, wobei die Noppen oder Streifen
aus einer Vielzahl von Effektgarnschichten bestehen, die um
einen Teil des Seelengarns herumgewickelt sind, wobei die jeweils folgende Effektgarnschicht einen anderen !üwist (Verzwirnung)
als die vorhergehende Schicht aufweist. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Noppengarn
Noppen auf, die im Prinzip aus drei Effektgarnschichten bestehen·
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die beiliegende
Zeichnung, in der die letzte Stufe einer Spinnvorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens in
Form eines schematischen Seitenaufrisses dargestellt ist, näher erläutert·
Ein Wollkammgarnvorgespinst 10 wird durch den Spalt eines
ersten Abzugsrollenpaars 12 geführt. Das Vorgespinst 10 wird durch Transportrollen 14 geführt und gesteuert und passiert
ein zweites Abzugsrollenpaar 16. Die Bollen 12, 14 und 16 bilden ein konventionelles Doppeltransport-Abzugssystem· Nach
dem Verlassen der Bollen 16 wird das Vorgespinst durch eine Garnführungsöse 20 und einen Läufer 21 auf eine Zwirnspindel
18 aufgesponnen. Die zweiten Abzugsrollen 16 werden so eingestellt, daß sie mit etwa der 20-fachen Geschwindigkeit der
Bollen 12 umlaufen, um ein feines Garn herzustellen und um zu verhindern, daß sich die Wolle teilt, wird ein Nylon-Mehrfachfaden
(-Multifilament) 22 durch eine öse 23 unmittelbar
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vor den Bollen 16 in das Wollevorgespinst eingeführt, um die
Festigkeit des resultierenden Garns zu verbessern.
Nach dem Verlassen der Äbzugsrollen (Spannrollen) 16 wird das Gespinst 10 zu einem Garn 24· versponnen, welches das
Seelengarn des fertigen Noppengarns darstellt. Wenn das Seelengarn 24- von den Abzugsrollen 16 zu der Öse 20 gelangt, wird
auf das Seelengarn ein Effektgarn 26 aufgezwirnt. Bei dem
Effektgarn 26 handelt es sich um ein ähnliches Garn wie das Seelengarn, das jedoch eine andere Farbe haben kann. Das
Effektgarn 26 passiert die beiden Ösen 28 und 30, die relativ zueinander einstellbar sind, um die Spannung des Effektgarns
zu kontrollieren·
Das die Abzugsrollen (Spannrollen) 16, die kontinuierlich arbeiten, verlassende Seelengarn 24- wird natürlich durch die
Rotation der Spindel 18 gezwirnt und das Effektgarn 26 wird daher um dieses herumgewickelt. Da jedoch das Effektgarn 26
die gleiche Zwirnrichtung (z.B. den Twist oder Zwirn "Z") wie das Seelengarn 24- hat, hat es die Neigung, das Effektgarn
weiter zu verdrehen, was zur Bildung von "Knäueln" und Spannungsänderungen führt, was zur Folge hat, daß es über einen
Winkel, wie in der Zeichnung dargestellt, unregelmäßig oszilliert (schwingt) und sich infolgedessen unregelmäßige Klumpen
(Noppen) 32 auf dem Seelengarn 24- bilden.
Obgleich in dem vorstehend beschriebenen Beispiel als Seelengarn eine verstärkte Wollkammgarnseele verwendet wird, sei
darauf hingewiesen, daß jedes beliebige Garn, das gesponnen ist, als Seelengarn verwendet werden kann, obwohl ein Kerngarn
(eine Garnseele) bevorzugt ist, wenn das Verfahren in einer Spinnvorrichtung durchgeführt wird. Auch das Effektgarn kann
ein beliebiges Garn sein und es kann vom gleichen Typ oder ein anderes Garn als das Seelengarn sein. Auch die Farbe des
Effektgarns kann je nach Typ des Noppengarns, das- hergestellt werden soll, die gleiche sein wie diejenige des Seelengarns
oder sie kann davon verschieden sein·
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Der Typ des gebildeten Noppen- oder Streifengarns hängt von
verschiedenen Faktoren ab. Der Abstand zwischen der Öse 30 und dem Effektgarn 24· bestimmt die durchschnittliche Länge
der Noppen oder Streifen, da dieser Abstand den Winkel steuert, über den das Effektgarn oszillieren kann. Der Verzwirnungsgrad
(der Twist) sowohl des Effektgarns als auch des Seelengarns beeinflussen ebenfalls den Typ und die Größe der
gebildeten Noppen oder Streifen. Die Spannung des Effektgarns ist ebenfalls kritisch, sie kann jedoch durch einfaches Ausprobieren
leicht eingestellt werden. Eine zu hohe Spannung führt dazu, daß das Effektgarn auf das Seelengarn gleichmäßig
aufgedreht (aufgetwistet) wird unter Bildung eines Twist-Garns
mit homogener Farbe. Eine zu niedrige Spannung führt zu großen, lockeren Noppen, die mechanisch nicht stabil sind,
d.h. sie können gegenüber dem Seelengarn leicht bewegt werden. Wenn die Spannung innerhalb des optimalen Bereiches liegt,
erhält man eine Noppe oder einen Streifen, der aus etwa drei übereinander Ixegenden Effektgarnstücken besteht, die in das
Seelengarn eingedreht bzw. eingetwistet sind. Solche Noppen sind gegen mechanische Einwirkung beständig und brauchen nicht
mit einem weiteren Faden gebunden zu werden. Es hat sich gezeigt, daß die Spannung innerhalb des richtigen Bereiches eingestellt
werden kann durch Verwendung eines Ösenpaares, wie z.B der Ösen 28 und 30, um den angularen Weg zu ändern, entlang
dessen das Effektgarn wandert.
Wenn die Spannung innerhalb des operativen Bereiches liegt, werden dadurch Noppen gebildet, daß sich das Effektgarn um
das Seelengarn herumwickelt, zuerst in der Zwirnrichtung (Twistrichtung) des Seelengarns,und daß dann das Effektgarn
Knäuel (snarls) bildet und seine Wanderungsrichtung gegenüber dem Seelengarn umkehrt, so daß eine zweite Schicht entsteht,
welche die erste mit entgegengesetzter Zwirnrichtung (Twistrichtung) bedeckt· Schließlich kehrt das Effektgarn erneut
seine Wanderungsrichtung um und die beiden Schichten werden von einer dritten Effektgarnschicht bedeckt, wobei es in der
ursprünglichen Zwirnrichtung (Twistrichtung) aufgewickelt wird.
Es sei auch darauf hingewiesen, daß das Effektgarn vorzugsweise in praktisch rechten Winkeln dem Seelengarn zugeführt
wird, während bei der üblichen Noppenstabmethode das Effektgarn in einem spitzen Winkel dem Seelengarn zugeführt wird.
Die senkrechte Zuführung ermöglicht, daß das Effektgarn an dem Seelengarn gleichmäßig nach oben und nach unten
schwingt.
Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß danach ein getrennter Vorgang auf einer
Ziergarn-Zwirnvorrichtung zur Herstellung eines Noppengarns nicht mehr erforderlich ist. Das Noppengarn kann auf der
Spinnvorrichtung hergestellt werden, während das Seelengarn gesponnen wird. Außerdem ist es nicht mehr erforderlich, die
erfindungsgemäßen Noppengarne zu binden. Die Erfindung führt daher zu beträchtlichen wirtschaftlichen Vorteilen sowohl in
bezug auf die Herabsetzung der Anzahl der Verfahrensstufen
als auch in bezug auf die Vermeidung der Verwendung einer Ziergarn-iDwistvorrichtung (fancy twisting frame).
Das erfindungsgemäße Noppengarn muß nicht mit einem weiteren Garn oder weiteren Garnen verzwirnt werden, da es zum Wirken
oder Weben stark genug ist ohne eine zusätzliche Verdoppelung,
Das erfindungsgemäß hergestellte Noppengarn weist Noppen auf, die willkürlich entlang seiner Länge (statistisch) verteilt
sind. Die Länge der einzelnen Noppen oder Streifen variiert ebenfalls, die durchschnittliche Länge kann jedoch wie oben
beschrieben gesteuert werden.
Bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform hatte das Effektgarn die gleiche Twistriehtung wie das Seelengarn, d.h.
den Twist "Z". Wenn jedoch das Effektgarn den Twist "S" und das Seelengarn den Twist "Z" hat, wird immer noch eine Noppe
gebildet. In diesem Falle führt das Twisten (Verzwirnen) des Seelengarns zu einem Enttwisten (Entzwirnen) des Effektgarns
und zu einer geringeren Knäuelbildung und deshalb werden weni-
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ger Noppen pro Längeneinheit gebildet. Außerdem sind die gebildeten
Noppen lockerer (flockiger), weil das Effektgarn mindestens z.T. enttwistet wird. Bei Verwendung eines Wollseelengarns
in einer Spinnvorrichtung wird vorzugsweise ein Verstärkungsfaden, wie oben beschrieben, d.h. ein Kerngarn,
verwendet, da sonst die durch das Umwickeln des Effektgarns eingeführten zusätzlichen Spannungen zu einem Bruch des Seelengarns
führen könnten.
Die Zugeinstellung (Verstreckung) der Spinnvorrichtung ist nicht kritisch und sie wird so gewählt, daß ein geeigneter
Seelengarntiter für das verwendete Vorgespinst erhalten wird. Die Twisteinstellung sollte so sein, daß ein Garn entsteht,
das genügend fest zusammengehalten wird und einen für die Bildung von geeigneten Noppen ausreichenden Twist (Zwirn)
aufweist. Das Läufergewicht und die Spindelgeschwindigkeit werden nach normalen Kriterien so gewählt, daß ausreichende
Laufbedingungen erzielt werden.
Eine andere geeignete Zuführung des Effektgarns ist diejenige von einer Vorratspackung, dann nach unten über die Vorderseite
der Zugeinheit (Streckeinheit) über die Oberseite der vorderen Zugrolle, wobei es wie oben angegeben mit dem Seelengarn zusammentrifft.
In diesem Falle ist eine geeignete Führung, z.B. eine Öse, erforderlich, um das Garn oberhalb der vorderen
Zugrolle zu halten. Erforderlichenfalls kann die Effektgarn-
Erhohung
spannung durch/der Anzahl der Wickelungen des Effektgarns um diese Führung herum oder mittels einer anderen geeigneten Einrichtung erhöht .werden.
spannung durch/der Anzahl der Wickelungen des Effektgarns um diese Führung herum oder mittels einer anderen geeigneten Einrichtung erhöht .werden.
Diese Grundtechnik kann in verschiedener Hinsicht variiert werden, wobei immer ein Garn mit einem anderen Charakter erhalten
wird. So können beispielsweise zwei verschieden gefärbte Effektgarne auf ein Seelengarn aufgebracht werden. Wenn
beide Effektgarne an dem gleichen Punkt auf das Seelengarn
aufgebracht werden, wird ein Garn mit kompakten zweifarbigen Noppen gebildet. Wenn die Effektgarne an zwei Punkten, die in
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einem geeigneten Abstand voneinander liegen, dem Seelengarn zugeführt werden, dann weist das gebildete Garn Noppen mit
der Farbe des zuerst dem Seelengarn zugeführten Garns auf, über denen das Effektgarn liegt, das zuletzt dem Seelengarn
zugeführt worden ist. Es ist auch möglich, ein Garn zu erhalten, bei dem jedes gefärbte Garn als oberstes Garn in
willkürlicher Weise alterniert Diese zuletzt genannte Situation tritt auf, wenn die Punkte der Zuführung des Effektgarns zu
dem Seelengarn nahe beieinander liegen, die Garne werden jedoch so getrennt voneinander gehalten, daß sie nicht miteinander
verzwirnt und gemeinsam zugeführt werden.
Eine weitere Variation kann dadurch erzielt werden, daß man das Effektgarn dem Seelengarn unterhalb der öse oder Garnführung
unmittelbar oberhalb der Spindel zuführt. In diesem Falle weisen die gebildeten Noppen eine kürzere Länge, etwa
1 cm oder weniger, auf und ihre Verteilung ist häufiger. Es kann erforderlich sein, in der Nähe der öse eine weitere
Führung vorzusehen, so daß das Effektgarn und das Seelengarn oberhalb der öse nicht miteinander verzwirnt werden und einen
Garnbruch verursachen.
Ein Beispiel für den Grundtyp des Noppengarns ist das folgende:
Seelengarn - Kerngarn 19 tex mit dem resultierenden Titer: schwarz gefärbte 14 tex-Wolle
Nylon 50 d.tex, 15 Fäden
Garntwist 726 t.p.m. Z.
Effektgarn - 37 tex, Z-Twist, orange
resultierendes Noppen- . ^ „ garn - 70 tex, schwarz/orange-getwistetes Garn mit
orangen Noppen
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Aus dem obigen Beispiel geht hervor, daß der Titer des resultierenden
Noppengarns (70 tex) den kombinierten Titer (56 tex) des Seelen- und Effektgarns übersteigt, was natürlich auf die
Noppe zurückzuführen ist. Es wurde gefunden, daß für eine gegebene Vorrichtung und Einstellung das Verhältnis:
resultierender Titer -Seelengarntiter
Effektgarntiter
in der Segel etwa konstant ist und von dem G-arnzuführungsweg
abhängt. In einer Versuchsapparatur betrug dieses Verhältnis etwa 1,8 bis 2,0.
Gewünschtenfalls kann natürlich das erfindungsgemäße Noppengarn
auf einer üblichen oder fancy-Zwirnvorrichtung hergestellt
werden, wobei man mit einem bereits gesponnenen Seelenfaden beginnt. In diesem Falle wird das Effektgarn zwischen
den Zuführungsrollen der Zwirnvorrichtung und der Zwirnspindel dem Seelengarn zugeführt.
Obgleich vorstehend stets auf Seelen- und Effektgarne bezug genommen wurde, wurde der Ausdruck "Garn" in diesem Zusammenhang
nur als Abkürzung und der Bequemlichkeit halber verwendet, es soll damit jedoch nicht gesagt werden, daß der dem Zuführungssystem
oder den Abzugsrollen zugeführte Strang notwendigerweise bereits in der Form eines vorgesponnenen Garns
vorliegt und die Erfindung ist auf diesen Spezialfall auch keineswegs beschränkt. Es ist auch für den Fachmann klar,
daß es sich bei dem erfindungsgemäßen Ziergarn um ein Mehrkomponentengarn,
insbesondere ein Zweikomponentengarn,handelt.
Patentansprüche ι
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Claims (5)
- - 1 O - rj NAOHeEREtQHTlPatentansprücheZiergarn, bestehend aus einem Seelengarn und einem zur Bildung von in einem bestimmten Abstand voneinander angeordneten Noppen oder Streifen darum herumgewickelten Effektgan}dadurch gekennzeichnet, daß die Noppen oder Streifen von einer Vielzahl von Effektgarnschichten gebildet werden, wobei die jeweils folgende Schicht einen entgegengesetzten Twist wie die vorausgehende Schicht aufweist.
- 2. Ziergarn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Noppe aus etwa drei übereinanderliegenden Effektgarnschichten mit zwei aufeinanderfolgenden Richtungsänderungen des Effektgarnes besteht.
- 3. Verfahren zur Herstellung eines Ziergarnes nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Effektgarn dem Seelengarn zugeführt wird, während dieses getwistet wird, und daß es unter einer Spannung gehalten wird, die so eingestellt wird, daß das Effektgarn gegenüber dem Seelengarn oszilliert.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Effektgarn dem Seelengarn in einer Richtung zugeführt wird, die mit dem Seelengarn im wesentlichen einen rechten Winkel bildet.
- 5. Verfahren nach Anspruch 3 und/oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannung so eingestellt wird, daß das Effektgarn etwa zweimal die Richtung ändert an voneinander entfernten Stellen unter Bildung von Noppen, die aus drei Effektgarnschichten bestehen.409838/0892
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