DE2414482B2 - Walzband - Google Patents

Walzband

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DE2414482B2
DE2414482B2 DE19742414482 DE2414482A DE2414482B2 DE 2414482 B2 DE2414482 B2 DE 2414482B2 DE 19742414482 DE19742414482 DE 19742414482 DE 2414482 A DE2414482 A DE 2414482A DE 2414482 B2 DE2414482 B2 DE 2414482B2
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Friedrich Dipl.-Ing. 5910 Kreuztal Rotter
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    • B21C47/00Winding-up, coiling or winding-off metal wire, metal band or other flexible metal material characterised by features relevant to metal processing only
    • B21C47/02Winding-up or coiling
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B21B37/00Control devices or methods specially adapted for metal-rolling mills or the work produced thereby
    • B21B37/16Control of thickness, width, diameter or other transverse dimensions
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    • B21B37/26Automatic variation of thickness according to a predetermined program for obtaining one strip having successive lengths of different constant thickness
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    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

Die Erfindung betrifft ein Walzband nach dem Oberbegriff des Anspruches 1
Grundsätzlich bietet das Walzen extrem dicker Bänder in Walzstraßen, insbesondere Warmbreitband-Walzstraßen, keine Schwierigkeiten; als kritisch erweist sich jedoch die der Walzstraße nachgeordnete Haspelanlage. Schwierigkeiten bietet allerdings auch hier nicht ausgelegter und damit aufwendiger Haspel. Das Erfordernis solch starker, aufwendiger Dickbandhaspel ergibt sich auch aus der Tendenz zu besseren Festigkeitseigenschaften aufweisenden Stahlqualitäten
von X60 bis XlOO sowie zu legierten Stählen, die sich beim Haspeln steifer zeigen als übliches Warmband und daher sie aufnehmende Haspel beanspruchen wie weit stärkeres, übliches Walzband. Die Leistung einer Walzstraße bezüglich der Walzbandstärke ist damit
ίο üblicherweise durch die Beanspruchbarkeit des folgenden Haspels bestimmt.
Da die Lose für Dickband nur einen geringen Anteil der Produktion ausmachen, werden die aufwendigen Dickbandhaspel beim Aufbau von Walzstraßen nach Möglichkeit eingespart. Um bei dicken Walzband aber mit mäßigem Aufwände ein sicheres Anliegen der Bandspitze an den Mantel des Haspeldorns zu erreichen, ist bekannt, dieses Anliegen durch besondere Maßnahmen zu unterstützen. Verbreitet werden verstellbare Segmente aufweisende Haspeldorne verwendet, die erst nach Vollendung der ersten Umschlingung gespreizt werden. Um die Bandspitze leichter verformen zu können und Wickelrollen und Umlenkschalen zu entlasten, wird ein längerer Bereich der Bandspitze mit höherer Temperatur gehaspelt als das nachlaufende Band. Hierzu ist es erforderlich, einen Bereich der Bandspitze beim Abspritzen mit Kühlwasser auf dem üblichen Kühlrollgang auszusparen. Dies bedarf einer möglichst weitgehenden Unterteilung der Spritzdusen in gemeinschaftlich beaufschlagte Spritzgruppen und eines erheblichen Steuerungsaufwandes, ohne daß die Auswirkung der Aussparung von der Kühlung definiert lokalisierbar ist. Da die unterschiedlichen Kühlverhältnisse im eigentlichen Wal/band und der Bandspitze abweichende Materialgefüge und damit abweichende Eigenschaften der Bandspitze ergeben, ist es später erforderlich, diese zu schöpfen. Die hierdurch bedingten Verluste sind besonders groß, da wegen der Streuung der Einwirkung der Spritzdüsen in bezug auf die auf
das laufende Haspel eines mit seinem Anfangsbereich
bereits auf den Haspeldorn gewickelten Walzbandes: 40 dem Kühlrollgang vorgeschobene Bandspitze der deren
als kritisch erweist sich im wesentlichen das Einlaufen der Bandspitze sowie das schalen- sowie zylindermantelförmige Verformen derselben, um die ersten Windungen zu bilden und deren Anliegen an den Haspeldorn zu abweichendes Gefüge aufweisende Bereich, der als Schrott zu schöpfen ist, üblicherweise länger als 10 m ist. Es ist auch ein Walzband nach dem Oberbegriff bekannt (DT-OS 16 50111), bei dem zur Erstellung
sichern. Hierbei wird die Bandspitze üblicherweise in 45 gewickelter Rohre beide Endabschnitte auf etwa 1/4 bis
einer Umlenkschale des Haspels gebogen, unter den Haspeldorn umgelenkt und in den zwischen diesem und dem einlaufenden Band gebildeten Spalt eingeführt. Sodann muß das Walzband durch Reibungsschluß an den Mantel des Haspeldorns gezogen und von diesem so mitgenommen werden, daß das der Spitze folgende Band zum Bund gewickelt wird.
Üblich ist es, entsprechend verbreitet zu walzenden Banddicken die Haspel für beispielsweise 6 bis 8 mm dickes Walzband auszulegen; hierbei wird meist berücksichtigt, daß auch stärkeres Band, beispielsweise solches bis zu 12,7 mm Dicke, noch zu walzen ist. Um den für den Haspel zu treibenden Aufwand zu senken, ist man bestrebt, die Anzahl der das Einlaufen der Bandspitze begünstigenden und diese verformenden Wickelrollen und Umlenkschalen möglichst gering zu halten, zumal diese für die beim Einlaufen von der ßandspitze übermittelten starken Stöße auszulegen sind, die in der Größenordnung von 100 t liegen. Soll 1/3 Umfangslänge keilförmig spitz auslaufend ausgebildet oder mit entsprechend zugespitzten Endabschnitten ausgestattet sind. Hierdurch soll ein weitgehend lückenloses Aufliegen der Wickellagen auf den Kern sowie ein entsprechendes stufenloses, großflächiges Anliegen derselben an der Innenfläche der Ummantelung erreicht werden. Das Wickeln der Rohre wird hierbei erleichtert, indem das Walzband in einem getrennten, vorgeordneten Arbeitsgang auf einen dem Rohrdurchmesser entsprechenden Radius vorgekrümmt wird. Obwohl das keilförmige Zuspitzen der Endabschnitte nur unter erheblichem Arbeitsaufwand crziclbar ist, werden weder das Vorkrümmen noch das Wickeln des Rohres durch die offenbarte Ausbildung der Endabschnitte erleichtert oder vereinfacht.
Die Erfindung geht von der Aufgabe aus, mit geringem Aufwände zu erreichen, daß derartiges Walzband beim Auslaufen aus Walzgerüsten auch dann gehaspelt werden kann, wenn diesen nur übliche, für 6
Band größerer Dicke, beispielsweise bis zu 20 mm, 65 bis 8 mm, maximal 12 mm, Banddicke ausgelegte Haspel
gewalzt werden, so erfordert dieses keine Änderung der nachgeordnet sind, indem nach einer vollen Umschlin-
Walzstraße, wohl aber beim herkömmlichen Haspel die gung überschreitender Umhüllung des Haspeldorns der
Konstruktion und Verwendung besonders großer, stark Bandanfang im Reibungsschluß sicher gefaßt wird.
Gelöst wird diese Aufgabe durch das im Kennzeichen des Anspruches 1 Erfaßte.
Bewährt hat es sich, die Summe der Längen des Endbereiches und der Übergangszone 1,5 m bis 6 m betragen zu lassen. Bewährt hab^n sich Längen des Endbereiches von 0,5 bis 5 m; eine Erleichterung des Wickeins wird aber auch bereits erzielt, wenn die Übergangszone sich bis zum Kopfende erstreckt, d. h., von seiner Spitze an das Band von der verringerten auf seine volle Dicke keilförmig ansteigt. ΐδ
Die Erfindung ist anhand der Beschreibung eines Ausführungsbeispieles in Verbindung mit einer dieses darstellenden Figur erläutert.
In der Figur ist ein Walzband 1 gezeigt, dessen Kopfende 2 über einen Endbereich 3 von beispielsweise >s 2 m Länge eine Dicke 4 aufweist, welche mit 12 mm die Dicke 5 des eigentlichen Walzbandes 1 mit 20 mm um 40% unterschreitet. Der Übergang zwischen dem Endbereich 3 und dem eigentlichen Walzband wird von einer Übergangszone 6 bewirkt, die im Ausführungsbeispiel 60 cm lang ist, und innerhalb deren die Walzbanddick? von der Dicke 4 des Endbereiches 3 auf die Dicke 5 des eigentlichen Walzbandes 1 ansteigt.
Beim Einlaufen des dargestellten Walzbandes in einen Haspel wird es mit dem Endbereich 3 voran in den jc, Haspel eingeführt. Die den Einlauf bewirkenden Andruck- und Umlenkelcmente werden darm;, obwohl ein Walzband von 20 mm Dicke zu haspeln ist, nur mit Kräften beaufschlagt, die einem Wal/band von 12 mm Dicke entsprechen. Krst wenn mindestens wesentliche Bereiche der ersten Windung oder zweckmäßig mehr als eine volle Windung auf den Haspeldorn aufgebracht sind und zweckmäßig dieser bereits in der Lage ist, die Bandspitze durch Reibung mitzunehmen, legt sich die Übergangszone mit ihrer entlang der Bandlänge is wachsenden Dicke an den Haspeldorn an und folgt schließlich das eigentliche Walzband mit seiner vollen Dicke. Wenn jedoch das Walzband mit seiner vollen Dicke tangential zugeführt den Umfang des Haspeldornes erreicht hat, ist die hohe Stoßbeanspruchung für die Einlaufglicdcr mit sich bringende Einlaufphase bereits beendet, und der Haspel vermag während des gleichmäßigen Wickeins wesentlich stärkeres Band aufzunehmen, als er während des Einlaufens zu verarbeiten vermag. Das erfindungsgemäß ausgebildete Wälzband trägt diesem Rechnung, indem der einlaufende Kndbereich 3 mit geringerer Stärke ausgeführt ist als das nachlaufende eigentliche Band.
Die Übergangszone ist oben als keilförmig bezeichnet Es können auch davon abweichende Querschnittsformen erzielt werden. Wesentlich ist nur, daß ein Bandanfang verringerter Dicke in den folgenden Haspel einläuft und die Beanspruchungen des Haspels damit auch beim Einlaufen eines an sich dicken Bandes gering bleiben. ss
Die Erfindung bietet eine Reihe erheblicher Vorteile. Die Dicke besonders starker oder auch infolge ihres Materials oder der Wickeltempcratur verhältnismäßig steifer Bänder läßt sich soweit reduzieren, daß sie in den mittleren Arbeitsbereich des Haspels fällt und somit (>o besonders dicke und/oder steife Wal/.bänder wie solche üblicher Abmessungen und Eigenschaften gewickelt werden. Unterstützt wird die Wirkung der im Endbereich 3 und der Übergangszone 6 verringerten Dicke noch durch einen weiteren Effekt: Durch das bei der Herstellung erforderliche zusätzliche Walzen werden diese Spitzenbereiche weiter aufgeheizt und taufen damit in den Haspel mit einer höheren Temperatur ein als das nachfolgende dicke Trum 1 des Walzbandes.
Das Band kann somit ohne besondere Berücksichtigung seiner einzelnen Bereiche auf dem Kühlrollgang abgespritzt werden, ohne daß auf die zusätzlich bessere Verformbarkeit seiner Bandspitze infolge erhöhter Temperatur verziehet werden muß. Als besonders vorteilhaft erweist es sich hierbei, daß die zusätzliche Aufheizung streng auf den in seiner Dicke reduzierten Bereich beschränkt ist, so daß dessen Schöpfen auch gleichzeitig alle Bandteile abweichenden Gefügeaufbaus und unterschiedlicher Eigenschaften entfernt. Infolge der verringerten Stärke der aufgeheizten Windungen ist auch die sekundäre, durch Wärmeübertragung bewirkte Aufheizung auf dem Haspeldorn folgender Windungen gering, zumal trommelmantelseitig eine zusätzliche Kühlung erfolgt. Damit wird der Vorteil einer Bandspitze erhöhter Temperatur abweichend von bekannten Walzbändern bei nur geringem Sclirottameil erreicht, da die Summe der Längen der gemäß der Erfindung in ihrer Dicke reduzierten und daher /u schopfenden Übergangszone sowie des Endbereiches nur etwa 2 bis höchstens 5 m beträgt, während nach anderen Verfahren erreichte höhere Temperaturen der Bandspilze ein Schöpfen von meist über 10 m dieser Bandspitze erfordern.
Die Erstellung von Walzbändern in der erfindungsgemäßen Form gestattet, in bereits erstellten Walzwerken dickeres Walzband :'.u erstellen, als die an sich bereits vorhandenen Haspelanlagen zulassen; die Voraussetzung, daß die Antriebe der vorhandenen Haspelanlagen das beim Wickeln stärkeren Walzbandes erforderliche höhere Drehmoment aufzubringen vermögen, trifft üblicherweise zu. Bei der Auslegung neuer Walzwerke kann in vielen Fällen auf nachgeordnete Dickbandhaspel verzichtet werden, und in jedem Fall werden beim Walzen erfindungsgemäß ausgebildeter Walzbänder die Haspel, insbescndere deren Andrückrollen, Umlenkschalen sowie deren Ar.trir oselemente, geschont, da ja gerade beim Einlauf des Walzbandes die höchsten, schlagartigen Beanspruchungen dieser Teile auftreten, während die Beanspruchungen des Haspels und seiner Teile während des Wickeins selbst gleichförmig und wesentlich geringer sind.
Die erfindungsgemäßen Vorteile werden erlangt, auch wenn gegenüber dem dargestellten Ausführungsbeispiel bei dem zur Erläuterung der Dicke der einzelnen Bereiche übertrieben dargestellt ist, völlig andere und in anderem gegenseitigen Verhältnis stehende Maße gewählt werden. So können beispielsweise die Länge des Vorlaufes, die Länge des Vorlaufes in bezug zur Übergangszone, das Dickenverhältnis zwischen der des Endbereiches und der des Trums des Walzbandes ebenso stark abgeändert werden, wie die beispielsweise genannten absoluten Maße.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Walzband über 12,7 mm Dicke, das über seine wesentliche Länge eine konstante Stärke aufweist, lind dessen Kopfende demgegenüber verringerte Dickenabmessungen besitzt, insbesondere für das Haspeln zu Bandbunden, dadurch gekennzeichnet, daß die Abmessungen des Kopfendes (2) in einem Endbereich (3) gegenüber dem dicken Trum des Waizbandes (1) um mindestens 20% verringert sind, und daß sich an den Endbereich eine Übergangszone (6) anschließt, in der die Dicke von der verringerten des Endbereiches auf die Dicke des Walzbandes ansteigt.
2. Walzband nach Anspruch 1, didurch gekennzeichnet, daß die Summe der Längen des Endbereiches (3) und der Übergangszone (6) 1,5 m bis 6 m beträgt.
3. Walzband nach Ansprüchen ! oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Endbereiches (3) 0,5 m bis 5 m beträgt.
4. Walzband nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es zu einem Bandbund gewickelt ist.
DE19742414482 1974-03-26 Walzband Expired DE2414482C3 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19742414482 DE2414482C3 (de) 1974-03-26 Walzband

Applications Claiming Priority (1)

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DE19742414482 DE2414482C3 (de) 1974-03-26 Walzband

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2414482A1 DE2414482A1 (de) 1975-10-23
DE2414482B2 true DE2414482B2 (de) 1977-06-08
DE2414482C3 DE2414482C3 (de) 1978-01-26

Family

ID=

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0319696A3 (en) * 1987-12-10 1989-10-25 Hoesch Stahl Aktiengesellschaft Method of and device for edge processing for coiling
DE102008016314A1 (de) 2007-03-28 2008-10-02 Sms Demag Ag Verfahren und Vorrichtung zum Aufwickeln von Warmband

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0319696A3 (en) * 1987-12-10 1989-10-25 Hoesch Stahl Aktiengesellschaft Method of and device for edge processing for coiling
DE102008016314A1 (de) 2007-03-28 2008-10-02 Sms Demag Ag Verfahren und Vorrichtung zum Aufwickeln von Warmband

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DE2414482A1 (de) 1975-10-23

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