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Schloß, insbesondere Einsteckschloß Die Erfindung betrifft ein Schloß,
insbesondere Einsteckschloß, mit geschlossenem Schloßkasten, der aus Schloßdecke,
Schloßboden und einem die Schmalseitenwände verschließenden, nachträglich anbringbaren
Band besteht.
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Derartige Ausgestaltungen bringen den Vorteil, daß das Band-einen
guten Innenschutz für das Schloß bringt, indem es das Eindringen von Fremdkörpern
in das Schloßinnere weitgehendst verhindert. Bei einer bekannten Ausgestaltung -DT-Gm
7 326 780 - ist das Band aus Kunststoff gespritzt. Im Bereich der Biegestellen ist
das Band querschnittsverschmälert ausgestaltet. An der Innenseite des Bandes sind
materialeinheitliche Noppen vorgesehen, die in ihrem Durchmesser etwas größer sind
als der Abstand zwischen Schloßdecke und Schloßboden. Die Festlegung des den Schloßkasten
abdeckenden Bandes geschieht also durch Verklemmung. Vorgenannte Ausgestaltung ist
jedoch herstellungsaufwendig.
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Bei der nachträglichen Montage des Bandes muß darauf geachtet werden,
daß das Band an azolen Stellen den Schloßkasten abdeckt. Bei verschieden gestaltetem
Schloßeingerichte kann es durchaus vorkommen, daß die ins Schloßkasteninnere eintretenden
Noppen gegen bewegliche Teile drücken was zu einer Störung der Schließfunktion führt.
Ferner ist ein ausreichender Sitz des Bandes nur dann gewährleistet, wenn die genügende
Verklemmung zwischen Noppen und Schloßkasten vorliegt. In diesem Zuaammenhang ist
noch zu erwRhnen, daß der Kunststoff zufolge alterns an Elastizität verliert, was
einen dauerhaften festen Sitz des Bandes in Frage stellt.
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Aufgabe der Erfindung ist es, insbesondere, d.h. zusätzlich zu den
sich aus Beschreibung und Ansprüchen ergebenden Aufgabenstellungen, einem gattungsgemäßen
Schloß ein Band einflachen, kostensparenden Aufbaues zuzuordnen, welches bei erleichterter
Montage in straffe, dauerhafte Anlage zum Schloßkasten bringbar ist.
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Gelöst ist diese Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung.
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Die Unteransprüche stellen vorteilhafte Ausgestaltungen der erfinderischen
Lösung dar.
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Die Vorteile der erfindungsgemäßen Lösung bestehen in erster Linie
in einer besonders einfachen Ausgestaltung des den Schloßkasten verschließenden
Bandes und in einer erleichterten Montage desselben. Als Material für das Band kann
mit Vorteil idetallband mit federnden Eigenschaften verwendet werden. Es wurde gefunden,
daß Federstahl mit einer Dicke von 0,2 nun für ein solches Band bereits ausreicht.
Dessen endständige Haken
sind bei der Montage lediglich in die rückwärtig
der Stulpe vorgesehenen Taschen einzuschieben. Mit dem Einschieben der Haken wird
das Band in straffe Anlage zum Schloßkasten gezwungen, so daß die Schließfunktion
störende Fremdkörper von da aus auf keinen Fall in das Schloßkasteninnere eintreten
können. Für das Band kann vorzugsweise von Material ausgegangen werden, welches
im Durchlaufverfahren durch ein entsprechendes Werkzeug bzw. Vorrichtung seine Form
erhält, d.h., daß am Band die entsprechenden Biegestellen sowie die endständigen
Haken vorgesehen werden. Ferner bringt das relativ dünne Material nur eine geringfügige
Gewichtserhöhung des Schlosses verbunden -mit den sich daraus ergebenden Vorteilen.
Die Taschen am Schloßkasten für das Band können ebenfalls in einfacher Weise erzeugt
werden. Von Hause aus empfiehlt es sich, sämtliche Schloßtypen mit solchen Taschen
zu versehen. Es besteht dann die Möglichkeit, je nach Bedarf die entsprechenden
Einsteckschlösser mit geschlossenem oder unverschlossenem Schloßkasten zu liefern.
Zufolge des dünnwandigen Materiales für das Band brauchen die Taschen auch nur in
Form von Spalten gebildet zu werden. Insbesondere eignen sich hierzu die Befestigungslappen
des Schloßbodens und die Rückfläche der
Stulpe, indem zwischen beiden
ein die Taschen formender Zwischenraum belassen wird. Dieser Zwischenraum bzw. Spalt
kann bereits bei der Formgebung des Schloßbodens durch Querschnittsprofilierung
miterzeugt werden. Noch verbessert wird der Sitz des Bandes zum Schloßkasten dadurch,
indem es sich teilweise gegen die Randkanten von Schloßboden und Schloßdecke anlegt
und auch in den Zwischenraum zwischen beide tritt. Dadurch ist das Band in Schloßkastenebene
wie auch quer zu dieser gesichert. Dies schließt aus, daß beim Einbau der mit einem
solchen Band versehenen Einsteckschlösser auch bei unvorsichtigem Einsetzen des
Schloßkastens in die Einstecktasche der Türe die unverschiebbare Lage des Bandes
gewährleistet ist. Ferner kann ein querschnittsschmälerer, zwischen Schloßboden
und Schloßdecke ragender Abschnitt auch zu einer Schlüsselausfallsicherung mit herangezogen
werden. Dies beispielsweise dadurch, daß eine Ausdrückung im Bereich des querschnittsschmäleren
Abschnittes den Schlüsselbart aus der fluchtenden Lage zum Schlüsselloch bewegt.
Wird der querschnittsschmälere Abschnitt durch eine Wölbung gebildet, erzielt man
noch eine
gewisse Zugspannung auf die benachbarten Abschnitte des
Bandes. Das Band besitzt also dadurch eine gewisse Nachspannreserve, die einen dauerhaften
straffen Sitz desselben zum Schloßkasten gewährleistet.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Fig. 1 bis 6
erläutert. Es zeigt: Fig. 1 eine Ansicht gegen ein Einsteckschloß mit diesem zugeordneten
Band, Fig. 2 eine klappfigürliche Seitenansicht zu Fig. 1, Fig. 3 eine teilweise
Ansicht gegen das Schloß,und zwar bei Montage des Bandes, Fig. 4 den Schnitt nach
der Linie IV-IV in Fig. 2, Fig. 5 den Schnitt nach der Linie V-V in Fig. 4 und
Fig.
6 eine Ansicht gegen das Schloß im Bereich des Schlüsselloches in vergrößerter Darstellung
bei steckendem Schlüssel.
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Das dargestellte Einsteckschloß besitzt die Stulpe 1 mit dem von ihr
ausgehenden Schloßboden 2. Parallel zum Schloßboden 2 erstreckt sich die Schloßdecke
3, die über Stehbolzen im Abstand zum Schloßboden 2 gehalten ist. Schloßboden 2
und Schloßdecke 3 lagern in fluchtenden Öffnungen die Nuß 4 zum Einstecken des Drückerdornes.
Mittels der Nuß 4 läßt sich die die Stulpe 1 durchsetzende Falle 5 verlagern. IJnterhalb
der Nuß 4 befindet sich in Schloßboden 2 und Schloßdecke 3 die Schlüsseleinstecköffnung
6. Mittels eines in diese eingesteckten Schlüssels 7 ist der nicht dargestellte
Riegel schließbar.
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Zur Befestigung des Schloßbodens 2 an der.Stulpe 1 dienen die rechtwinklig
zum Schloßboden 2 abgebogenen Befestigungslappen 8, 9 und 10. Die Verbindung zwischen
der Stulpe und diesen Befestigungslappen kann beispielsweise durch Nietung oder
Punktschweißung geschehen. Rückwärtig der Stulpe 1 sind Taschen T vorgesehen. Letztere
werden durch Spalte zwischen
Rückfläche 1 der Stulpe und den beiden
äußeren Befestigungslappen 8 und 10 gebildet. Die Taschen T sind nach außen hin
offen. Zur Erzielung dieser spaltförmigen Tasche. sind die Lappen 8 und 10 querschnittsprofiliert,
derart, daß ein rinnenarrtiges Profil vorliegt, siehe insbesondere Fig. 5.Diese
Querschnittsprofilierung läßt sich kostensparend bei der 1-1erstellung des Schloßbodens
mit anfertigen. Die Querschnittsprofilierung bringt den Vorteil, daß, in Längsrichtung
der Stulpe gesehen, neben der Tasche T seitliche Stege 11 verbleiben, die gegen
die Rückfläche 1' der Stulpe 1 treten und damit eine unveränderlich große Tasche
T gewährleisten.
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Zur Erzielung eines geschlossenen Kastens dient das aus federelastischem
Material bestehende Band 12. Die Breite x des Bandes entspricht der Breite des Schloßkastens.
Das bedeutet, daß das Band gegen die Randkanten 2',3' von Schloßboden 2 bzw. Schloßdecke
3 anliegt.
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Das Band 12 ist mit Biegestellen 13,14,15 und 16 versehen, wodurch
das Band dem Außenkantenverlauf des Schloßkastens angepaßt ist.
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An den freien Enden 12' des Bandes 12 sind endständige Haken 17 und
18 vorgesehen. Letztere besitzen einen gebenüber dem Band verringerten Querschnitt.
Zum Festlegen des Bandes 12 werden diese schloßkasteneinwärts gerichteten linken
17 und 18 in die Taschen T eingeführt. Die Breite y der Haken ist etwas geringer
als die Breite der Taschen T, so daß das Einführen der Haken 17,18 behinderungsfrei
geschehen kann. Jedoch liegt eine solche Toleranz zwischen Hakenbreite y und Taschenbreite
vor, daß das Band praktisch kaum in Querrichtung zum Schloßkasten verlagerbar ist.
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Um eine Querverlagerung des Bandes auch auf seinem Mittelabschnitt
auszuschließen, formt dieses einen querschnittsschmäleren Abschnitt 19. Erzeugt
ist dieser durch zwei parallele Ausklinkungen 20 des Bandes. Der Abstand zwischen
diesen
Ausklinkungen entspricht dem Innenmaß zwischen Schloßboden 2 und Schloßdecke 3.
Dieser querschnittsschmälere Abschnitt 19 ist in For einer in Längsrichtung des
Bandes 12 gewölbten Eindrückung, siehe insbesondere Fig. 1, gebildet.
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Durch die gewölbte Eindrückung wird eine gewisse Zugspannung auf die
benachbarten Bandabschnitte ausgeübt, so daß bei montiertem Band eine straffe, dichte
Anlage zu den Randkanten von Schloßboden 2 und Schloßdecke 3 vorliegt.
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Im Bereich der Schlüsseleinstecköffnung besitzt das Band 12 ebenfalls
einen querschnittsschmäleren Abschnitt 21, der formschlüssig ins Schloßkasteninnere
ragt. In diesen querschnittsschmäleren Abschnitt 21 ist eine warzenförmige Eindrückung
22 eingearbeitet, die in den Bereich der Schlüsseleinstecköffnung 6 ragt, siehe
insbesondere Fig. 6. Durch die ausgedrückte Warze 22 wird der Bart 7' des Schlüssels
7 auf seiner fluchtenden Lage zur Schlüsseleinstecköffnung 6 gebracht. Daher kann
der Schlüssel auch bei heftigem Zuschlagen der Türe nicht aus dem Schloß herausfallen.
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Die Form der ausgedrückten Warze 22 ist derart, daß das
Einstecken
sowie Abziehen des Schlüssels nicht behindert ist. Zusätzlich dient der querschnittsschmälere
Abschnitt 21 noch zu einer Lagenfesselung des Bandes gegen in Querrichtung zum Schloßkasten
gerichtete Kräfte.