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Einrichtung zum Schutz gegen Geschosse Die Erfindung bezieht sich
auf eine Einrichtung zum Schutz gegen Geschosse, die auf ein insbesondere gepanzertes
Fahrzeug gerichtet sind, umfassend eine in Gebrauchsstellung mittels einer Tragevorrichtung
bezüglich der Geschossflugrichtung vor und in Abstand von dem zu schützenden Fahrzeug
gehaltene Schutzvorrichtung, die zwischen der Gebrauchs stellung und einer Ruhestellung
verstellbar ist.
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Eine derartige Einrichtung wurde bereits vorgeschlagen (P 24 09 876.8-15).
Hierbei kann die Verstellung der Schutzvorrichtung, die aus einem Träger und einer
daran getragenen, mit Durchbrüchen von gegenüber den Geschossen vorzugsweise geringerer
Weite versehenen Belegung besteht, zwar in einigen Ausführungsformen in einfacher
Weise durch die gespeicherte Kraft einer Feder oder unter der Wirkung der Schwerkraft
erfolgen,
jedoch erfordert die Verstellung in zumindest einer Verstellrichtung
eine entsprechende Antriebsvorrichtung, was mit einem entsprechenden Bauaufwand
verbunden ist und in einigen Fällen eine nur ungenügende Verstellgeschwindigkeit
ergibt, Das schnelle Erreichen der Gebrauchsstellung kann im Einsatzfalle sehr wichtig
sein. So müssen beispielsweise Kampf-, Jagd-und Schützenpanzer gegen panzerbrechende
Geschosse, wie flügelstabilisierte Hohlladungsgeschosse, Panzersprenggeschosse,
Hartkern- bzw. Hochgeschwindigkeitsgeschosse und Bomben geschützt werden. Bereits
Gewehrgranaten mit Hohlladung durchschlagen bei günstigem Aufschlagwinkel die Panzerung
aller bekannten Panzerfahrzeuge. Selbst bei ungünstigem Aufschlagwinkel durchschlagen
sie zumindest noch die Panzerung der Seiten und des Hecks.
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Panzerabwehrlenkraketen neuer Bauart durchschlagen bis zu 1 m Stahl,
wobei die Treffsicherheit sehr hoch ist. Die von Tieffliegern vorzugsweise verwendeten
Hartkern- bzw. Hochgeschwir;digkeitsgeschosse durchdringen bei Panzern die schwach
gepanzerte Wannenoberseite und u. U. sogar die stark gepanzerten Seitenflächen des
Turms. Hinzu kommt, daß von Lasern gesteuerte Bomben die Verluste unter den Panzern
erhöhen. Dies trifft auch zu für die in Mengen abgeworfenen, dünnen Bomben von der
Art der amerikanischen Rockeye, die ebenfalls die Wannenoberseite durchschlagen
können. Um die Bedeutung der Panzer als einer Schwerpunktwaffe erhalten zu können,
sind Vorrichtungen am Panzer erforderlich, durch welche die Verlustrate infolge
der Einwirkung der genannten Waffen gesenkt wird. Solche Schutzvorrichtungen müssen
bei beginnendem Beschuß schnellstens in die Gebrauchs lage gebracht werden, sollen
jedoch den Transport und die Fahrt des Panzers nicht behindern und werden daher
dann in die Ruhestellung gebracht. Eine ähnliche Aufgabenstellung findet sich auch
bei anderen Fahrzeugen.
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Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung
der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß die Verstellung der Schutzeinrichtung
in einfacher Weise und schnell erfolgen kann.
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Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung bei einer Einrichtung der eingangs
genannten Art dadurch gelöst, daß die Tragevorrichtung an dem Fahrzeug beweglich
geführt ist, daß die Tragevorrichtung am Fahrzeug bei in Gebrauchsstellung und in
Ruhestellung befindlicher Schutzvorrichtung jeweils verriegelbar ist und daß die
Verstellung der Schutzvorrichtung bei entriegelter Tragevorrichtung durch Geschwindigkeitsänderung
des Fahrzeugs erfolgt.
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Bei der Einrichtung gemäß der Erfindung genügt ein Abbremsen oder
Beschleunigen des Fahrzeugs, um die zuvor entriegelte Tragevorrichtung und damit
die Schutzvorrichtung in die jeweils gewünschte Stellung zu bringen, ohne daß sonstige
Hilfsmittel erforderlich sind; infolge der Masseträgheit der Tragevorrichtung und
der Schutzvorrichtung bewegen diese sich nach der Entriegelung bei einer ~Geschwindigkeitsänderung
in die jeweils gewünschte Stellung.
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Nach dem bereits erwähnten älteren Vorschlag kann die Belegung und/oder
die Tragevorrichtung in Richtung auf den zu schützenden Körper hin nachgiebig ausgebildet
sein. Weiter kann der Träger als vorzugsweise rechteckiger Rahmen ausgebildet -sein.
Eine Ausgestaltung besteht darin, daß die Belegung parallel zueinander in einer
von dem Träger definierten Fläche verlaufende Stäbe und von diesen durchsetzte und
zum sie jeweils in einer zu der Fläche senkrechten Ebene Schwenkbare, rechteckige
Winkelhebel
umfaßte daß jeweils zwei von benachbarten Stäben durchsetzte
Winkelhebel als Paar derart angeordnet sind, daß sie zumindest annähernd in derselben
zu der Fläche senkrechten Ebene liegen, jeweils einer ihrer Winkelarme in Richtung
auf den Schwenkpunkt des anderen weist und ihre beiden übrigen Winkelarme zumindest
teilweise in Richtung von dem zu schützenden Körper fortweisen, sowie daß jeweils
zwischen benachbarten Stäben die Paare von Winkelhebeln in vorzugsweise regelmäßigen
Abständen angeordnet sind> die geringer sind als der Durchmesser eines Gchosses.
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Weiter können hierbei jeweils diejenigen Winkelarme eines Paares,
die in Richtung auf den Schwenkpunkt des anderen Winkelarms desselben Paares verlaufen,
über einen Materialsteg verbunden sein, der eine geringere Festigkeit als diese
Winkelarme aufweist. Auch können jeweils diejenigen Winkelarmes eines Paares die
in Richtung auf den Schwenkpunkt des anderen Winkelarmes desselben Paares verlaufen,
einander mit ihren einander zugewandten freien Enden überlappen. Weiter ist vorgeschlagen,
daß jeweils von denjenigen Winkelarmen des Paares, die in Richtung auf den Schwenkpunkt
des anderen Winkelarms desselben Paares verlaufen, ein Winkelarn eine derart vergrößerte
Breite aufweist, daß er gegenüber dem anderen dieser Winkelarme in Richtung von
dem zu schützenden Fahrzeug fort vorspringt. Auch kann sich dabei jeweils derjenige
Winkelarm, der sich von dem Fahrzeug fort erstreckt, länger als der andere Winkelarm
desselben Winkelhebels sein. Schließlich ist auch vorgeschlagen, daß diejenigen
Winkelarme eines Paares, die sich von dem Fahrzeug fort erstrecken, an den einander
zugewandten Seiten ihrer äußeren Enden mit spitzen Unregelmäßigkeiten o. ä. zum
Greifen eines zwischen ihnen liegenden Geschosses ausgebildet sind, Alle diese Merkmale
können-auch bei der Einrichtung gemäß der Erfindung verwirklicht sein, so daß diese
eine Fortbildung des älteren Vorschlages darstellt.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert,
in denen ein Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt ist. Es zeigen:
Fi.
1 einen Panzer mit zwei Schutzeinrichtungen gemäß der Erfindung in Draufsicht; Fig.
2 den Panzer mit den Schutzeinrichtungen gemäß Fig. 1 in Seitenansicht; Fig. 3 eine
vereinfachte rückwärtige Ansicht einer Schutzeinrichtung gemäß Fig. 1 und 2.
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Fig. 1 zeigt in Draufsicht einen Panzer 10, an dessen Turm 12 Einrichtungen
zum Schutz gegen anfliegende Geschosse vorgesehen sind; es seien zunächst nur die
beiden in Fig. 1 mit ausgezogenen Strichen dargestellten Einrichtungen 14, 16 betrachtet.
Sie weisen jeweils eine Tragevorrichtung 18, 20 in Gestalt eines im Querschnitt
rechteckigen Trägerrahmens und eine daran getragene Schutzvorrichtung auf, die Stahlplatten
22, 24 umfaßt. Der Trägerrahmen 18, 20 ist beispielsweise von Rohren oder Stangen
gebildet, wobei die Längsträger in waagerechter Richtung schwenkbar an einer Achse
26, 28 angelenkt sind, die ihrerseits mit einer sie tragenden Kreisplatte 30, 32
um eine Querachse 34 (Fig. 2) schwenkbar ist, so daß insoweit der Trägerrahmen 18,
20 mit den Stahlplatten 22, 24 allseitig verschwenkbar ist.
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Der Trägerrahmen 18, 20 liegt bei dem in Fig. 1 und auch in Fig. 2
in Seitenansicht ausgezogen dargestellten Ruhezustand auf einer halbkreisförmigen,
waagerechten Führungsschiene 36, 38 auf und an einer im benutzten Bereich senkrecht
stehenden, kreisbogenförmigen Führungsschiene 40, 42 an. In Fig, 2 angedeutete Vrriegelungsvorrichtungen
44, 46 verhindern seine Bewegung nach oben bzw. nach außen.
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Wie aus Fig. 1 ersichtlich, haben die Stahlplatten 22, 24 jeweils
annähernd die halbe Breite des Panzers 10, so daß sie diesen in der Ruhestellung
seitlich nicht überragen.
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Aus Fig. 2 ist anhand der Einrichtung 16 erkennbar, daß auch die Höhenlinie
48 der Oberkante des Turmes 12 praktisch nicht überschritten wird. In der Ruhestellung
behindern die Einrichtungen 14, 16 daher den Transport oder die Fahrt des Panzers
10 nicht, so daß dieser auch beispielsweise durch enge Waldwege oder dichtes Gestrüpp
fahren oder durch den Wald brechen kann, Auch ist er nicht darin gehindert,beispielsweise
hinter einem t-iügel in Lauerstellung zu gehen, da er im Aufriß gesehen von den
Einrichtungen 14, 16 nicht überragt wird. Gleichzeitig ist er dabei bereits gegen
einen Angriff von hinten weitgehend geschützt, da die Stahlplatten 22, 24 in waagerechter
Richtung gesehen vor der Rückseite des Turmes 12 liegen und da die Oberseiten der
Trägerrahmen 18, 20 Schutzbelegungen 50, 52 tragen und damit die hintere Wannenoberseite
weitgehend überdecken.
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Um die Einrichtungen 14, 16 in eine Gebrauchsstellung seitlich des
Panzers 10 zu bringen, werden die an den waagerechten Führungsschienen 36, 38 vorgesehenen
Verriegelungsvorrichtungen 46, vom Inneren des Panzers 10 aus fern,bedxnt, gelöst.
Der Panzer 10 fährt dann ruckartig nach rückwärts an, oder er fährt in Vorwärtsrichtung
an und bremst dann ruckartig. Bei der ruckartigen Bewegung werden die Einrichtungen
14, 16 nach außen geschwenkt, da sie die Tendenz haben, aufgrund ihrer Masseträgheit
der ruckartigen Bewegung nicht zu folgen. Damit die gewünschte Schwenkbewegung zustande
kommt, muß jeweils der gemeinsame Schwerpunkt 54, 66 von Trägerrahmen 18, 20 und
Stahlplatten 22, 24 in Ruhestellung auf derselben Seite der Bewegungslinie 58, 60
der Achse 26, 28 liegen, nach der hin die Schwenkung erfolgen soll. Bei der Schwenkbewegung
wird der Trägerrahmen 16, 18 an der Führungsschiene
36, 38 auch
gegen ein Abheben nach oben geführt, was in Fig. 2 durch einen die Führungsschiene
36 untergreifenden Haken 62 am Trägerrahmen 20 angedeutet ist. Tatsächlich erfolgt
die Führung zweckmäßig über kugelgelagerte Rollen, um die Reibung zu vermindern.
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Bei Erreichen der seitlichen, in den Figuren nicht dargestellten Gebrauchsstellung
der Stahlplatten 22, 24 wird der Trägerrahmen 18 20 an der Führungsschiene 36, 38
verriegelt, wozu beispielsweise eine in Fig. 2 schematisch dargestellte Verriegelungsvorrichtung
64 dienen kann. Der Trägerrahmen 20 läuft hierbei über ein Rastglied 66 hinweg gegen
einen Zapfen 68 und wird hinter dem Rastglied 66 verriegelt, bis diese mittels der
Verriegelungsvorrichtung 64 zurückgezogen wird und eine Rückschwenkung in die Ruhelage
gestattet. Die Rückschwenkung erfolgt dadurch, daß der Panzer 10 entweder ruckartig
anfährt oder bei Rückwärts fahrt plötzlich bremst.
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Anstelle einer Verstellung in eine seitliche Gebrauchsstellung ist
aus der Ruhestellung auch eine Verstellung in eine in Fig. 2 gestrichelt angedeutete
obere Gebrauchs stellung möglich, wobei die Führung entlang der Führungsschiene
40, 42 erfolgt. Hierzu wird zuvor die Verriegelungsvorrchtung 44 entriegelt, die
nach Erreichen der oberen Gebrauchs stellung auch z\rerrlegelung und bei gewünschter
Rückkehr in die Ruhestellung zur erneuten Entriegelung dienen kann. Die Führungsschienen
36, 38 weisen jeweils eine Ausnehmung auf, durch die hindurch der Haken 62 verschwenkt
werden kann sofern diese Verschwenkung entlang der Führung schine 40, 42 erfolgt.
In entsprechender Weise wie die-Haken 46 wirken die senkrechten Führungsschienen
40, 42 hinter,greifende
Haken 70, 72, die nur bei einer waagerechten
Verschwenkung entlang der Führungsschienen 36, 38 aus der Ruhestellung heraus durch
die senkrechten Führungsschienen 40, 42 hindurchtreten können.
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Dadurch, daß sich die Einrichtungen 14, 16 in Ruhestellung auf der
Rückseite des Panzers 10 befinden, werden weder die Sicht der Besatzung noch der
Gebrauch der optischen Hilfsmittel noch der Einsatz der Bordwaffen behindert. Ebenfalls
ist es jedoch denkbar, beispielsweise vor dem Bug des Panzers eine Schutzvorri2htung
anzubringen, deren Ruhestellung der Panzeroberfläche dicht benachbart ist und die
durch eine geeignete ruckartige Geschwindigkeitsänderung nach vorne ausgefahren
werden kann. Dabei kann die Führung beispielsweise mittels Teleskopschienen erfolgen.
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Zur waagerechten Führung der Einrichtungen 14, 16 oder zur Entlastung
der Führungsschienen 36, 38 wäre es auch möglich, jeweils ein Stahlseil vorzusehen,
das von dem oberen, äußeren Ende des Trägerrahmens 18, 20 zu einer Umlenkstelle
oberhalb der Achse 26, 28 und von dort zur Oberseite des Turms 12 läuft.
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Auch können anstelle der waagerechten Führungsschienen 36, 38 oder
zusätzlich zu diesen weiter oberhalb waagerechte Führungsschienen vorgesehen sein,
auf denen die oberen Längsträger der Trägerrahmen 18* 20 aufliegen und geführt sind,
sofern hierbei zwischen oberen und unteren Längsträgern der Trägerrahmen 18, 20
ein genügender Platz zur ggf. gewünschten Verschwenkung in einer obere Gebrauchslage
verbleibt. Die Führungsschienen 36, 38, 40, 42 sind selbstverständlich in nicht
näher dargestellter Weise über zusätzliche feste Stützen am Turm 12 abgestützt,
damit der beim Auftreffen von Geschossen auf die Stahlplatten 22, 24 auftretende
Schub
nicht von den Achsen 26, 28, 34 allein aufgenommen werden muß, sondern über die
Führungsschienen 36, 38, 40, 42 und deren Stützen verteilt wird.
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Um die Verstellung in die obere, in Fig. 2 gestrichelt angedeutete
Gebrauchs stellung mit Sicherheit bei einer geeigneten Geschwindigkeitsänderung
des Panzers 10 auszulösen, ist es zweckmäßig, wenn der gemeinsame Schwerpunkt 54,
68 von Trägerrahmen 18, 20 und Stahlplatten 22, 24 in Ruhestellung zumindest annähernd
so hoch wie die Anlenkstelle des Trägerrahmens 18, 20 liegt. So ist in Fig. 2 erkennbar,
daß der Schwerpunkt 56 oberhalb der Höhenlinie 74 der Querachse 34 liegt. Diese
Lage oberhalb der Höhenlinie 74 ist bei gefederten Fahrzeugen jedoch im allgemeinen
nicht unbedingt nötig im Hinblick darauf, daß diese bei einer plötzlichen Abbremsung
"in die Knie gehen", wobei der Bug abgesenkt wird und das Heck sich anhebt. Diese
Bewegung gibt der Einrichtung 14, 16 im allgemeinen eine genügende Anfangsgeschwindigkeit
oder hebt den Schwerpunkt 54, 56 soweit an, daß danach die weitere Verschwenkung
in die obere Gebrauchslage mit Sicherheit erfolgt.
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Ist das schützende Fahrzeug wie beim dargestellten Ausführungsbeispiel
ein Panzer 10, so kann es zweckmäßig sein, die annähernd waagerechten Führungsschienen
36, 38 ausgehend von derjenigen Stelle, auf der die Trägerrahmen 18, 20 bei in Ruhestellung
befindlichen Stahlplatten 22, 24 aufliegen, schräg abwärts nach vorne verlaufen
zu lassen.
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Wie aus Fig0 1 und 2 erkennbar ist, weist jede der Einrichtungen 14,
16 mehrere Stahlplatten 22, 24 auf, die in Abständen übereinander angeordnet sind,
sich in ihrer Längsrichtung waagerecht erstrecken, jedoch zum Panzer 10 hin derart
geneigt sind, daß jeweils die Vorderkante einer Stahlplatte 22, 24 höher als die
hintere
Kante der nächsthöheren Stahlplatte 22, 24 liegt.
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Fliegt beispielsweise eine Panzerabwehrlenkrakete von hinten auf den
Panzer 10 zu, so wird ihr empfindlicher Zünder einige Meter vor dem Panzer 10 ausgelöst,
und ihr Hohlladungsstrahl ereicht den Panzer 10 nicht mehr mit ausreichender Energie,
um die Panzerplatte zu durchschlagen. Hinzu kommt, daß der Hohlladungsstrahl zuerst
die stark geneigten Stahlplatten 22, 24 durchschlagen muß, wobei ein Neigungswinkel
von beispielsweise 200 eine dreifache Durchschlagstrecke gegenüber der Dicke einer
senkrecht zur Flugrichtung stehenden Platte bedeutet. Ein Hartkern-bzw. Übergeschwindigkeitsgeschoß
trifft auf die geneigten Stahlplatten 22, 24 entweder in so flachem Winkel auf,
daß es abprallt und den Panzer 10 nicht oder nur schräg erreicht, oder es verliert
beim Durtchschlagen der Stahlplatte 22, 24 soviel Energie, daß es beim Auftreffen
auf den Panzer 10 diesen nicht mehr durchschlagen kann. Ein Panzersprenggeschoß
zerlegt sich nach dem Durchschlagen der Stahlplatten 22, 24 selbst, bevor es auf
den Panzer 10 auftrifft. Trifft ein Quetschkopfgeschoß auf die Stahlplatten 22,
24, so prallt es zwar kaum ab, aber es bleibt an den Platten kleben, und der Hobkinsche
Effekt (Abplatzen von Stahlteilchen an der Unterseite der Platte infolge von Detonationsschwingungen)
wirkt sich nur an einer Stahlplatte 22, 24 aus.
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Soll die Schutzeinrichtung 149 16 nur dem Auslösen von Hohlladungen
dienen, so kann es genügen, anstelle der Stahlplatten 22, 24 andere, leichtere Belegungen
zu verwenden, insbesondere solche, Wie sie in der älteren Anmeldung P 24 09 876.8-15
vorgeschlagen wurden, beispielsweise Gitterroste oder Fangvorrichtungen wie Netze
oder die bereits oben näher beschriebenen Klammern.
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Verstärkt wird die Schutzwirkung bei weiterhin günstiger räumlicher
Unterbringung im Ruhezustand, wenn gemäß einer Ausgestaltung mehrere mittels jeweils
einer Tragevorrichtung gehaltene Schutzvorrichtungen vorgesehen sind, die in einer
gemeinsamen Ruhestellung aneinander anliegen und/oder einander überdecken und die
in verschiedene, voneinander zumindest annähernd regelmäßig beabstandete Gebrauchsstel
verstellbar sind, wobei vorzugsweise diese Gebrauchs stellungen derart beabstandet
sind, daß sich die Schutzvorrichtungen bei deren Einnahme fächer- oder schuppenartig
überdecken. Eine derartige Ausgestaltung ist in Fig. 1 in gestrichelter Form und
in Fig. 3 näher dargestellt.
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In Fig. 1 sind neben der Einrichtung 14 weitere, im wesentlichen gleichartige
Einrichtungen 14A bis 14D gestrichelt angedeutetf die sich am Beginn ihrer Bewegung
aus der gemeinsamen Ruhestellung befinden. Im unteren Teil der Fig. 1 ist der von
der Einrichtung 16 und weiteren, annähernd gleichartigen Einrichtungen 16A bis 16D
gebildete, aufgespannte Fächer gezeigt. Die Einrichtung 14 weist einen einen Teil
des Trägerrahmens 18 (Fig. 1) bildenden, rechteckigen Rohrrahmen 76 auf, in welchem
die Stahlplatten 22 gehalten sind. Die Rohrrahmen der Einrichtungen 14A, 14B haben
jeweils den Querschnitt eines liegenden U, sind also in Fig. 3 nach links hin offfen,und
die Stahlplatten 22A, 22B sind nur jeweils an ihren rechten Enden an diesen Rohrrahmen
76A, 76B befestigt, während sie mit ihren freien, linken Enden auf den rechten Enden
der Stahlplatten 22 bzw. 22A aufliegen. Durch auf der Rückseite der Rohrrahmen 76,
76A vorgesehene Anschläge 78, 78A wird verhindertt daß die Stahlplatten 22A, 22B
nach oben auswen können. Die Rohrrahmen 76A, 76B greifen mit Zapfen 80A, 82A bzw.
80B, 82B in den Rohrrahmen 76 bzw. 76A der vorangehenden
Einrichtung
14, 14A ein, so daß sich keine Lücken bilden können, wenn der Fächer vollständig
aufgespreizt ist.
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Durch entsprechende Führung der Einrichtungen 14, 14A, 14B aneinander
kann erreicht werden, daß eine Führung bei der Verschwenkung in annähernd waagerechter
Richtung, beispielsweise an der Führungsschiene 36 in Fig. 1, unmittelbar nur ninsichtlich
der Einrichtung 14 erfolgen muß. Weiter kann auch durch gegenseitige, lösbare Verriegelung
der Einrichtungen 14, 14A, 14B erreicht werden, daß diese nicht nur in der seitlichen
Gebrauchsstellung, sondern auch nach dem Hochschwenken in die in Fig. 2 gestrichelt
angedeutete obere Gebrauchsstellung einen auseinandergespreizten Fächer bilden können.
In diesem Zustand sind beide Seiten des Turms 12 sowie große Teile der Wanne und
des Laufwerkes des Panzers 10 geschützt.
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Als zusätzliche maßnahme zum Schutz des Hecks des Panzers 10, insbesondere
bei in oberer Gebrauchs stellung befindlichen Schutzeinrichtungen, können unterhalb
der Stahlplatten 22, 24 bzw. der sonstigen Belegungen Matten 84 aus Stahlgeflecht
oder Ketten hängen, da auch durch diese die empfindlichen Zünder von Hohlladungen
ausgelöst werden können.
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Auch bei den Einrichtungen 14A bis 14D und 16A bis 16D (Fig. 1, 3)
können die Trägerrahmen jeweils auf ihrer Oberseite eine Schutzbelegung tragen.
Diese kann beispielsweise von Stahlplatten gebildet werden. Bei genügend massiver
Belegung mit Stahlplatten und genügend stabiler Konstruktion können so auch auf
der Oberseite des auseinandergespreizten Fächers Hartkerngeschosse abprallen und
Panzersprenggeschosse oder Quetschkopfgeschosse zum Auslösen gebracht werden. Sind
die Trägerrahmen mit Tarnnetzen bespannt so kann der Panzer 10 durch das Auseinanderspreizen
des
Fächers sehr schnell getarnt werden, ohne daß die Besatzung
aussteigen muß. Auch bei nur zwei vorhandenen Schutzeinrichtungen 14, 16 ist es
darüberhinaus in jedem Fall günstig, zwischen diesen Einrichtungen 14, 16 ein Tarnnetz
vorzusehen, das durch deren Verschwenken in die seitliche Gebrauchslage entfaltet
wird und damit den Panzer 10 weitgehend überdeckt, so daß die Beobachtung aus der
Luft erschwert ist.
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Die in Fig. 2 gestrichelt gezeigte obere Gebrauchslage der Schutzeinrichtungen
ist besonders günstig im Falle eines Tieffliegerangriffs. Bei einer Schrägstellung
von beispielsweise 300 bis 400 liegen dann die Stahlplatten 22, 24 zum Panzer 10
hin annähernd waagerecht. Wie schematisch angedeutet, können nur Hartkerngeschosse
aus den Bordwaffen von Tieffliegern 86 nicht mehr steil auf die Rückseite des Turms
12 auftreffen. Sie treffen vielmehr flach auf die Stahlplatten 22, 24 auf und prallen
ab oder müssen die Platten schräg durchschlagen, wonach nicht mehr genug Energie
verbleibt, um Turm 12 oder Wanne zu durchschlagen. Auch die von Tieffliegern 86
abgefeuerten Raketen explodieren an der von den Stahlplatten 22, 24 gebildeten Belegung
und nicht am Panzer 1Auch in diesem Fall wird durch die Matten 84 das Heck geschützt.
Schließlich ist auch in der oberen Gebrauchsstellung eine Schutzbelegung 50, 52
von Vorteil, insbesondere wenn diese in Form von schrägstehenden, länglichen Stahlplatten
ausgeführt wird. Es wird so die Schutzwirkung vor allem gegen die in Mengen abgeworfenen
dünnen Fliegerbomben von der Art der amerikanischen Rockeye verstärkt, die sonst
die Wannenoberseite durchschlagen können. W«n diese Fliegerbomben schräg auf die
länglichen Stahlplatten treffen, die hierbei keine besonders große Dicke aufweisen
müssen, werden sie in ihrer Fallrichtung abgelenkt, oder sie durchschlagen die Schutzbelegung
50, 52
schräg und werden in ihrer Fallgeschwindigkeit erheblich
verlangsarllta so daß sie aen Panzer 10 und seine Besatzung nicht mehr außer Gefecht
setzen ]connen. Auch dann, wenn die Schutzbelegungen 50, 52 von elastischen S-tahlmatten
gebildet werden, kann die Fallgeschwindigkeit von Bomben erheblich verringert werden.
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Um einen besonders wirksamen Schutz gegen schwere Elief,erbomben zu
erzielen, kann in Abweichung von den' dargestellten AusfLhrungsbeispiel vorgesehen
sein, daß die Einrichtungen 14, 16 über die in Fig. 2 gezeigte obere Gebrauchsstellung.
hinaus bis in eine senkrechte Stellung oder noch über diese hinaus bis in eine leicht
nach vorne geneigte Stellung verschwenkbar sind, wo dann wiederum ein Einrasten
erfolgt. Bomben, die sonst senkrecht auf den Turm 12 treffen würden, prallen dann
entweder an den stark gegenüber der Fallrichtung geneigten, massiven Stahlplatten
22, 24 ab oder sie müssen diese schräg durchschlagen und werden dadurch so stark
verlangsamt, daß die stark gepanzerte Turmoberseite nicht mehr durchschlagen werden
kann. Dabei wird die Bombe je nach Konstruktion ihres Zünders in vielen Fällen bereits
nach dem Durchschlagen der Stahlplatten 22, 24 explodieren, bevor sie auf den Panzer
10 auftrifft, was ihre Wirkung stark verrnindert, Da anderweitig ein Schutz gegen
schwere Fliegerbomben nur sehr schwer zu erzielen ist, sollten Schutzeinrichtungen
der zuletzt beschriebenen Art nicht nur bei Fahrzeugen, sondern auch in einer besonders
stabilen Ausführung mit sehr dicken Stahlplatten als Belegung an strategisch wichtigen
Orten wie Radarstationen, Raketenstellungen und Befehlsständen angebracht werden,
da diese Pun das feindliche Feuer bevorzugt auf sich lenken. Bei diesen am Boden
angebrachten Vorrichtungen kann die Tragevorrichtung halbkreisförmig
oder
kugelsegmentförmig ausgebildet sein, und mehrere derartige Tragevorrichtungen mit
darauf getragenen Schutzbelegungen können wieder fächerartig zu einem Schutzschirm
aufgefaltet werden. Sie müssen dabei im Ruhezustand nicht höher sein als etwa ein
rundum aufgeworfener Erdwall und können mittels eines Hilfsmotors in die Gebrauchsstellung
gebracltwerden, wobei gleichzeitig ein Tarnnetz entfaltet werden kann. Dabei kann
auch eine Einstellung auf verschiedene Richtungswinkel je nach dem erwarteten Beschuß
erfolgen, indem die Schutzbelegungen beispielsweise zum Schutz gegen Tieffliegerbeschuß
auf eine halbe Höhe gebracht werden, als Schutz gegen Steilfeuer höher gerichtet
werden oder zum Schutz gegen Fliegerbomben in die senkrechte Stellung gebracht werden.
Im Falle der Einstellung gegen Steilfeuer ist es dabei vorteilhaft, die als Belegung
vorgesehenen, schräggestellten Stahlplatten nicht derartig zu richten, daß das Steilfeuer
über die Stellung hinweggelenkt wird, sondern vielmehr durch umgekehrte Schrägstellung
der Stahlplatten die Geschosse an deren Unterseite abprallen zu lassen. Dies kann
auch bei Tieffliegerbeschuß von Vorteil sein.
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Bei Schutzeinrichtungen an ortsfesten Anlagen sollten die Stahlplatten
der Belegung vorzugsweise bogenförmigdie Anlage überspannen, wobei die Schutzeinrichtungen
in konzentrischen Halbkreisen die Anlagen umgeben. Die Stahlplatten können auch
durch Ketten oder Stahlseile untereinander aufgehängt sein, so daß sie in zusammengefaltetem
Zustand wenig Platz beanspruchen und sich doch beim Hochziehen leicht entfalten.
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Obwohl bei dem als Ausführungsbeispiel dargestellten Anwendungsfall
die Stirnseite des Panzers 10 durch Formgebung und Panzerung recht gut geschützt
ist, ist es auch denkbar, in bestimmten An-.
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wendungsfällen vorzusehen, daß die Schutzvorrichtungen aus ihrer
hinteren
Ruhelage über eine senkrechte Stellung bis nach vorne verschwenkt werden. Ebenfalls
ist eine Verschwenkung in waagerechter Richtung so weit denkbar, daß dann die Belegung
nach vorne weist . Hierbei sollte die Tragevorrichtung länger als die halbe Länge
des Panzers sein, und die Anlenkstelle sollte zumindest annähernd in der Mitte des
Turmes liegen. Ein Vorteil der Verschwenkung nach vorn kann darin bestehen, daß
die dann unterhalb der Belegung angebrachten Matten aus Stahlgeflecht oder Kettengliedern
vor dem Panzer am Boden schleifen und einige auf Berührung ansprechende Arten von
Zündern von Minen auslösen können. Grundsätzlich ist jedoch einer Anbringung der
Schutzeinrichtungen an der Turmrückseite der Vorzug zu geben, wobei jedoch speziell
bei Jagdpanzern und Schützenpanzern die Anlenkstelle seitwärts oder notfalls an
der Oberseite liegen kann. In diesem Fall sollten die Stah»Stten der Belegung ineinanderschiebbar
und in eine Stellung zu bringen sein, in der sie möglichst eng am Panzer an liegen
und im nach hinten geklappten Zustand ihn möglichst nicht terbreitern. Beim Jagdpanzer
z.B. kann die An-Anlenkstelle an der Oberseite vorgesehen sein, wobei die Tragevorrichtung
über einen Führungsring gleitet, der eng auf der Panzeroberseite aufliegt. Im Ruhezustand
sind die Einrichtungen dann ebenfalls nach hinten geklappt und werden nach Entriegelung
beim Bremsen oder Anfahren nach rückwarts wieder zur Seite oder gewünschtenfalls
bis nach vorne verschwenkt. Wenn statt des senkrechten Führungsringes ein besonders
stabiles Drehgelenk mit Rasterungen verwendet wird oder wenn auf die Möglichkeit,
die Schutzeinrichtungen nach oben zu verstellen, verzichtet wird, braucht der Jagdpanzer
nicht höherBwerden. Wegen seiner geraden und nicht stark geneigten Seitenfläche
ist jedoch in jedem Fall die Verwendung einer Schutzeinrichtung gemäß der Erfindung
von großem Vorteil.
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Bei Flakrpanzern kann eine Schutzeinrichtung angebracht werden, die
beispielsweise nur vertikal verstellbar ist, indem die Anlenkstelle seitlich angebracht
wird und die Tragevorrichtung an einem senkrechten Führungsring entlang nach oben
verschwenkt wird.
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Anstelle der geneigten Stahlplatten ist als Belegung auch die Verwendung
einer nach außen gewandten Halbkugel aus Stahl oder einem anderen- zweckmäßigen
Werkstoff denkbar. In 3dem Fall kann die Belegung zur Gewichtsersparnis gelocht
sein.
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Auch hinsichtlich der Ausbildung der Tragevorrichtung sind Abwandlungen
gegenüber den dargestellten Trägerrahmen 18, 20 möglich, indem beispielsweise die
Tragevorrichtung von einer einzigen Stahlschiene gebildet wird, die den Trägerrahmen
transportiert oder ersetzt, letzteres insbesondere wenn die Belegung aus einer einzigen
Stahlplatte oder der genannten Halbkugel besteht. Desgleichen ist es möglich, die
Stahlplatten der Belegung nicht parallel zueinander anzuordnen, sondern in einer
Weise, daß sie verschieden geneigt sind. So kann z. B.
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die untere Stahlplatte abweichend von den übrigen nach unten weisen,
da ein sehr tief unten auftreffendes Geschoß ggf. leichter nach unten abgelenkt
werden kann als nach oben.
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Speziell für Hohlladungen, die noch in einer Entfernung von mehr als
einer halben PanzerlAnge, d.h. mehr, als die Länge der Tragevorrichtung beträgt,
die Panzerung durchschlagen können, ist eine weitere Ausbildung einer Schutzeinrichtung
möglich. An den Seiten des Turms sind hierbei mehrere Rollen Maschendraht, der zum
Auslösen hochempfindlicher Hohlladungszünder ausreicht, vorgesehen, die auf einer
drehbaren Scheibe senkrecht stehen und durch eine geeignete Vorrichtung sehr schnell
in einen Abstand zum Turm gebracht werden können. Im
Ruhezustand
liegen die Rollen eng am Panzerturm an, während sie im Gefecht erforderlichenfalls
schnell nach außen verstellt werden. Dies kann beispielsweise mittels eines Schlauchs
aus Plastikmaterial erfolgen, der durch Einleitung von Preßluft sehr schnell entrollt
wird, oder mittels eines Gestänges nach Art einer Nürnberger Schere, die durch Preßluft
betrieben werden kann. Dabei entfaltet sich ringsum den Panzer ein Schutzschirm
aus Maschendraht, wobei für Bordkanone und MG ein Platz ausgespart werden sollte.
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Als Alternative zu der vorgenannten Schutzeinrichtung ist es ebenfalls
möglich, eine durch die Bewegung des Fahrzeugs verstellbare Schutzeinrichtung gemäß
der Erfindung zu verwenden, bei der die Tragevorrichtung länger als bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel ist. Diese Einrichtung sollte so ausgebildet sein, daß sie einen
weiteren Bogen als das AudUhrungsbeispiel beschreiben kann, und sorte als Belegung
anstelle der schweren Stahlplatten nur leichte Gitterroste aufweisen, wodurch die
Zünder von Mohlladungen auch im Falle weniger empfindlicher Einstellung mit relativ
großer Sicherheit vor Erreichen des Panzers ausgelöst werden. Bei der benannten
Ausbildung können die Einrichtungen trotz ihrer Größe ein geringes Gewicht aufweisen
und sehr stabil sein. Da auch die längere Tragevorrichtung schnell nach hinten in
die Ruhestellung der Belegung verschwenkt werden kann, behindert auch sie den Panzer
nicht wesentlich.
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Gemäß einer weiteren Ausgestaltung kann vorgesehen sein, daß die von
der Tragevorrichtung getragene Schutzvorrichtung Düsen für ein Gas oder eine von
den Düsen serstaubte Flüssigkeit aufweist, wodurch explosionsartige Verbrennungen
in der Umgebung des Fahrzeugs bzw. Panzers behindert oder verhindert werden können.
Eine derartige Ausbildung der Schutzvorrichtung ist
ggf. in Verbindung
mit dem beschriebenen Stahlplatten oder einer anderen Belegung möglich. Durch das
Gas oder die zerstäubte Flüssigkeit wird ein Schutz gegen jene sehr wirksamen Banben
erzielt, die in zwei Stufen explodieren. Nach dem Auftreffen stoßen solche Bomben
eine hochexplosive Gaswolke aus, die anschließend gezündet wird und durch ihre hohe
Vernichtungskraft in weitem Umkreis auch auf schweres Material wirkt. Führt der
Panzer nun in gesonderten Behältern genügend Flüssigkeit und/oder Gas mit sich,
die bzw. das einer Komponente des Gemisches der Gaswolke der Bombe entspricht, und
wird das Gas oder die Flüssigkeit am äußeren Ende der Tragevorrichtung durch die
genannten Düsen in genügender Menge verteilt, so wird beim Auftreffen der Bombe
die Gaswolke mit einem ihrer Bestandteile übersättigt, wodurch die obere Explosionsgrenze
überschritten wird und die Gaswolke nicht explodiert. Anstelle von Düsen kann die
Schutzvorrichtung auch den Auslaß eines starken Gebläses aufweisen, das ein schützendes
Gas in genügender Menge zuführt.
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Dabei kann auch Luft verwendet werden, um die Gaswolke der Bombe schnell
zu verteilen und bis unterhalb der unteren Explosionsgrenze zu verdünnen, so daß
ebenfalls keine Explosion erfolgt.
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Bei Schiffen kann durch die Düsen in großen Mengen Wasser zerstäubt
werden, wodurch die Bombe ebenfalls unschädlich gemacht werden kann. Eine andere
Wirkungsmöglichkeit der zugeführten, zurstäubten Flüssigkeit oder des zugeführten
Gases kann darin liegen, daß hierdurch eine der Komponenten der Gaswolke neutralisiert
wird, so daß die Zusammensetzung der Gaswolke derart verändert wird, daß keine Explosion
mehr möglich ist.