DE2503195A1 - Verfahren und vorrichtung zur kontinuierlichen veresterung von fettsaeuren mit alkoholen - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur kontinuierlichen veresterung von fettsaeuren mit alkoholenInfo
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Description
•'Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Vereste:
von Fettsäuren mit Alkoholen"
von Fettsäuren mit Alkoholen"
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Veresterung von Fettsäuren mit Alkoholen
im Gegenstrom in Gegenwart eines Katalysators.
Es sind bereits verschiedene Veresterungsverfahren bekannt.
So hat man bereits kontinuierlich bei Atmosphärendruck in einer Bodenkolonne im Gegenstrom Fettsäuren mit Alkohol
verestert (Chemiker-Zeitung/Chem, Apparatur 87. Jahrgang
(1963) Nr. 18, Seiten 661 bis 666). Auch ist schon eine Reaktionskaskade zur Veresterung von Fettsäuren mit v/asserlöslichen Alkoholen vorgeschlagen worden (Chemische Technik 24. Jg., Heft 4, April 1972, Seiten 208 und 209).
verestert (Chemiker-Zeitung/Chem, Apparatur 87. Jahrgang
(1963) Nr. 18, Seiten 661 bis 666). Auch ist schon eine Reaktionskaskade zur Veresterung von Fettsäuren mit v/asserlöslichen Alkoholen vorgeschlagen worden (Chemische Technik 24. Jg., Heft 4, April 1972, Seiten 208 und 209).
Fernerhin hat man schon Harzsäure mit Methanol bei Temperaturen über 250° C unter hohem Druck verestert (Chemical
Engineering Series, Groggins, Seiten 638 bis 639).
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Henkel &Cie GmbH
Blatt 2 zur Patentanmeldung D 4 8 9 7 * Patentabteilung
1V
Für kontinuierliche Reaktionsverfahren, bei denen Alkohole als Reaktionspartner beteiligt sind, ist schließlich ein
zweistufiges Verfahren bekannt geworden. Hierbei werden die Reaktionen in einem Vor-Reaktor und dem Abtriebsteil
■■-"- einer Rektifikationskolonne durchgeführt, deren Verstärkungs-
ψ i ·,. Säule zur Abtrennung eines Alkohol-Azeotrops vom überschüs-
\ . sigen Alkohol diente (Chemie-Ing. Techn. 1961, Nr. 10, S.
X> 653 bis 658).
*
. Diesen bekannten Verfahren ist gemeinsam, daß der Alkohol
der Reaktion im Überschuß zugeführt und das sich bildende Wasser im überhitzten, dampfförmigen Zustand schnell aus
der Reaktionszone -entfernt wird. Auf diese Weise wird die Lage des Reaktionsgleich'gewichtes entsprechend schnell auf
die Esterseite verschoben.
Man hat hierbei jedoch dem betrieblich wichtigen Energieproblem keine Bedeutung beigemessen. Angesichts der großen
Mengen der in einer Betriebsanlage verarbeiteten Reaktionskompop^nten,
der verhältnismäßig hohen Reaktionstemperaturen sowie der bisher als gegeben hingenommenen
Reaktionsgeschwindigkeit der Veresterungsreaktion müssen erhebliche Wärmemengen aufgewendet werden.
Die Aufgabe bestand deshalb darin, das an sich bekannte Verfahren zur Veresterung von Fettsäuren mit Alkoholen
dergestalt zu verbessern, daß der erforderliche relativ hohe Energieaufwand wesentlich reduziert wird. Ferner sollte
euch ein Reaktor geschaffen werden, der das Erreichen einer möglichst geringen Säurezahl bei maximalem Durchsatz
gestattet.
Die Lösung besteht bei einem Verfahren der oben beschriebenen Gattung darin, daß die Reaktion in zwei Stufen bei
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Henkel &Cie GmbH
Blatt 3 zur Patentanmeldung D 4 8 9 7 Patentabteilung
einem Druck von 2 bis 30 bar sowie einer Temperatur von mehr als 200° C durchgeführt vird, wobei die Veresterung
in der ersten Stufe zunächst bis zu einer Säurezahl von
10 bis S und anschließend in der zweiten Stufe bis zu : einer Säurezahl von weniger als 0,5 verläuft und wobei
ferner in die erste Stufe Alkohol-Wasser-Dampf, gegeben- ψ «nfalls Alkohol-Wasser-Azeptropdampf mit einem Molverhält-ί
nis von Alkohol zu Fettsäure von 1,2 : 1 Di· c · 1 und in
j die zweite Stufe reiner Alkoholdampf in einem Molverhält-•3.
..nis von Alkohol zu Fettsäure von 1 : 1 bis 3 : 1 einge-
* leitet wird.
Der Erfindung liegt die überraschende Erkenntnis zugrunde, "' daß die Reaktionsgeschwindigkeit der Veresterungsreaktion
unter den bekannten übrigen Bedingungen bei Temperaturen von mehr als 200° C und bei einem Druck von 2 bis 30 bar
merklich ansteigt. Dies gilt jedenfalls, bis die Reaktion von einer Ausgangssäurezahl von etwa 200
bis auf eine Säurezahl von ungefähr 8 bis 5 fortgeschritten ist. Es konnte ferner festgestellt werden, daß die
Reaktionsgeschwindigkeit in diesem Bereich der Reaktion ■ bei einem Druck von 11 bar nennenswert größer ist als bei
6 bar, wohingegen bei weiterem Fortschreiten der Reaktion von einer Säurezahl von etwa 5 bis herunter auf weniger
als 0,5 ein Druck von 6 bar überraschenderweise zu einer
größeren Reaktionsgeschwindigkeit als bei einem Druck von
11 bar führt.
Hierbei müssen die Verweilzeiten in beiden Stufen so gewählt werden, daß sich die Säurezahlen in den angegebenen Grenzen
einstellen.
Dieses Phänomen kann möglicherweise mit der Druckabhängigkeit der Löslichkeit des Alkohols und des Wassers in dem
flüssigen Gemisch aus Fettsäure und Ester erklärt werden. Geht man nämlich davon aus, daß die Reaktion in der flüssigen
Phase abläuft , so ist die Reaktionsgeschwindigkeit abhängig
von der Löslichkeit des Alkohols und des Wassers in der flüssigen Phase. Je höher die Löslichkeit für Alkohol bei
gleichzeitig niedrigerer Löslichkeit für Wasser -. · t
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Henkel &Cie GmbH
Blatt 4 zurPfltQntanmolcli-ngη 48 97 PfltentPbteilung
umso schneller wird das Gleichgewicht der Veresterungsreaktion
zur Esterseite hin verschoben. Es hat den Anschein, daß das Verhältnis der Löslichkeit von Alkohol
zu Wasser bei der Fettsäure-Veresterung sowohl vom Druck als auch von der Säurezahl abhängig ist und daß dieses
Verhältnis bei den genannten Säurezahlen und Drucken optimal ist.
Daher besteht eine besonders zweckmäßige Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens darin, daß
der Druck in der ersten Stufe 5 bis 30 bar und in der zweiten Stufe 2 bis 9 bar beträgt, wobei jedoch der Druck
in der ersten Stufe stets größer ist als der Druck in der zweiten Stufe.
Auf diese Weise kann man erreichen, daß die Reaktion - stets mit der maximalen Reaktionsgeschwindigkeit abläuft.
Darüberhinaus bietet das 2-Stufen-Verfahren mit Druckabstufung erhebliche energetische Vorteile, denn
sie ermöglicht nicht nur die fühlbare, sondern auch die latente Wärme des die erste Stufe verlassenden Alkohol-Wasser-Dampfgemisches
zum Aufheizen und Verdampfen des in die zweite Stufe eintretenden Alkohols auszunutzen.
Zur Durchführung des Gegenstromverfahrens wird ferner unten in die zweite Stufe reiner, überhitzter AlKoholdampf
mit einem Molverhältnis von Alkohol zu Fettsäure von 1,2 : 1 bis 3 : 1 bezogen auf den in der ersten Stufe
eingesetzten Fettsäuremassenstrom, eingeleitet.
In die erste Stufe wird unten der aus der zweiten Stufe austretende Alkohol-Wasser-Dampf eingeleitet.
-S-
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Patentabteilung Blatt 5 zur Patentanmeldung D 4897
Bei der Verwendung von mit Wasser Azeotrope bildenden
Alkoholen ist es besonders vorteilhaft, in die zweite Stufe reinen Alkoholdampf im stöchiometrischen Verhalnis
zur Fettsäure einzuleiten. In diesem Falle führt man zur Erzielung eines ausreichenden Alkoholüberschusses
der ersten Stufe zusätzlich zum Alkohol-Wasser-Dampfgemisch aus der zweiten Stufe noch Alkohol-Wasser-Azeotropdampf
zu, welcher aus einer nachgeschalteten Alko-^ holaufarbeitungsanlage entnommen wird>
und zwar mi Verhältnissen von Alkohol zu Fettsäure von 1,1 : 1 bis
5 : 1 bezogen auf die in der ersten Stufe eingesetzten Fettsäuremassenströme.
Werden die beiden Stufen mit unterschiedlichen Drücken betrieben, muß das aus der zweiten Stufe austretende
Alkohol-Wasser-Dampfgemisch über einen Verdichter der ersten Stufe zugeleitet werden.
Durch diese Maßnahme erreicht man, daß mit fortschreitender Reaktion die verbleibende Fettsäure einem wachsenden Alkoholüberschuß ausgesetzt wird.
Die Veresterung erfolgt vorzugsweise in Gegenwart eines - alkalischen Katalysators, wobei sich die Verwendung von
NaOH oder KOH besonders empfiehlt.
Gegenstand der Erfindung ist weiterhin eine Vorrichtung, die zur Durchführung von Flüssigkeits-Dampf-Reaktionen,
insbesondere zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet ist. Die neue Vorrichtung besteht
aus Reaktionsbehältern in Ein- oder Mehrzahl, Wärmeaustauschern, Lagerbehältern, Rohrleitungen, Förderpumpen sowie
einer Alkoholaufarbeitungsanlage. Die Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktions-
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zur Patentanmeldung D 4897 Patentabteilung
behälter für die beiden Veresterungsstufen als Glockenbodenkolonncn
mit mindestens je 5 Böden ausgebildet sind, wobei die gesamte von den Glocken auf einem Boden eingenommene
Fläche 20 bis 40 $ der zwischen dem Zu- und Ablaufwehr liegenden Bodenfläche beträgt, daß das Verhältnis
von Glockenhöhe zu Glockendurchmesser mindestens 3 : 1 beträgt, daß das Verhältnis der Dampfdurchtrittsfläche
durch die auf den Boden aufgesetzten Glocken bezogen auf den freien Kolonnenquerschnitt 0,3 bis 1,6 %
beträgt, die auf mindestens je 4 Bohrungen pro Glocke mit Durchmessern von 2 bis 5 mm verteilt sind» welche
sich auf dem Umfang der Glocken in 5 bis 20 mm Höhe über dem Boden befinden, daß die Höhe des Aus laufrohres
mindestens 80 mm beträgt und daß das Verhältnis von der Höhe des Auslaufrohres zur Höhe des Glockenhalses 1 : 1
bis 3:1, vorzugsweise 2 : 1 beträgt.
Durch diese Ausgestaltung erreicht man einerseits trotz der relativ niedrigen Dampfbelastungen einen extrem hohen
Flüssigkeitsstand auf jedem Boden, ohne daß diese zum Durchregnen neigen, wodurch die für die Durchführung
der Veresterung erforderliche lange Verweilzeit erzwungen wird. Weiterhin wird durch die Anordnung und
die Konstruktion der einzelnen Glocken eine gleichmäßige Verteilung der Dampfphase über den wirksamen Kolonnenquerschnitt
erzielt, pulsierende Flüssigkeitsströmungen gedämpft sowie ferner dem Dampf beim Austritt aus der
Glocke eine hohe Strömungsgeschwindigkeit erteilt. Es empfiehlt sich, die auf die Dampfdurchtrittsfläche bezogene
vergleichbare Luftgeschwindigkeit etwa 4 bis 30 m/s, zweckmäßig 15 m/s betragen zu lassen. Dies fördert die
Vermischung der Reaktionspartner.
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*~ Henkel & Cie GmbH
Blair 7zurPflientWHTWlclgngD 4897 rfr<. Patentabteilung
Eine zweckmäßige Ausgestaltung der Durchströmungsquerschnitte für den Dampf durch die Glocken besteht darin, daß anstelle
der Bohrungen in der Glocke in Bodennähe mindestens 4 im wesentlichen senkrecht stehende Schlitze von 2
bis 5 mm Breite und 5 bis 20 mm Höhe vorgesehen sind,
Bei den hohen Flüssigkeitsständen auf den Böden und den
relativ niedrigen Dampfbelastungen werden die Schlitze jeweils nur zu einem geringen Teil mit Dampf beaufschlagt,
während der übrigbleibende untere Teil der Schlitze von der auf dem Boden stehenden Flüssigkeit verschlossen wird.
Die Schlitze haben gegenüber Bohrungen den Vorteil, daß sie weniger leicht verstopfen.Außerdem steht bei größeren
Dampfmengen jeweils automatisch eine größere Durchtrittsfläche zur Verfügung, da sich der Dampf gegebenenfalls
einen größeren Querschnitt freiblasen kann.
Es ist fernerhin zweckmäßig, daß die Zu- und Ablaufwehre mindestens die Höhe des den Flüssigkeitsstand bewirkenden
Äblaufrohres aufweisen sowie in Bodennähe Schlitze besitzen, durch welche die Flüssigkeit zu- und abströmt.
Hierdurch wird zusammen mit der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Glocken die Flüssigkeitsströmung auf den einzelnen
Böden gedämpft und eine gleichmäßige Verteilung des Dampfes über den wirksamen Bodenquerschnitt gefördert.
Eine zweckmäßige Ausgestaltung besteht weiterhin darin, daß im Glockenhals eine Blende mit einer Bohrung von 2
bis 10 mm vorhanden ist.
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Henkel ÄCie GmbH
Blatt -8 zur Patentanmeldung D 4897 Patentabteilung
Bei größeren Kolonnenboden (Durchmesser größer als 300 min)
muß der auf den Boden sich stärker ausbildende Flüssigkeits:gradient
bei der Gestaltung der Glocken berücksichtigt werden. Ein gleichmäßiges Ansprechen des Bodens, d. '
h. eine gleichmäßige Verteilung des Dampfes auf alle Glokken des Bodens ist nämlich nur gewährleistet, wenn der so- *
genannte trockene Druckverlust des Bodens (dieser wird gemessen, wenn der Boden nur vom Dampf durchströmt unrl dabei
nicht mit Flüssigkeit beaufschlagt wird) mindestens doppelt so groß ist wie der durch den Flüssigkeitsgradienten
hervorgerufene hydrostatische Höhenunterschied zwischen Zu- und Ablauf. Der trockene Druckverlust wird erfindungsgemäß
durch den Einbau einer Blende mit einer Bohrung von 2 bis 10 mm erzielt. Die effektiv erforderliche
Blendengröße kann durch einfachen Versuch festgelegt werden.
Es ist fernerhin möglich, den trockenen Druckverlust durch einen hinreichend kleinen Abstand zwischen der Oberkante
des Glockenhalses und dem oberen Teil der Glocke zu realisieren. Hierdurch kann man sich den Gegebenheiten des Bodens,
d. h. insbesondere dessen Durchmesser anpassen.
Dies geschieht erfindungsgemäß dadurch, daß der Abstand zwischen der Oberkante des Glockenhalses und dem oberen
Teil der Glocke 1 bis 3 mm beträgt.
In den folgenden Figuren ist das erfindungsgemäße Verfahren in verschiedenen Modifikationen sowie die Ausgestaltung
der Reaktionsvorrichtung beispielhaft dargestellt. Es zeigen:
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4Ψ
'Fig. 1 ein Verfahrensschema zur kontinuierlichen Veresterung
von Fettsäuren mit Methylalkohol
Fig. 2 ein Verfahrensschema gemäß Fig. 1, jedoch für mit Wasser Azeotrope bildende Alkohole
Fig. 3a einen Längsschnitt durch einen Boden des Reaktors
. Fig* 3b eine Draufsicht auf einen Boden
Fig. 3c eine vergrößerte Darstellung einer Glocke mit senkrecht stehenden Schlitzen
Fig. 3d eine vergrößerte Darstellung einer Glocke mit einer Blende im Glockenhals
Fig. 4 einen schematischen Längsschnitt durch eine Stufe des Reaktors.
Das Verfahren (Fig. 1) gliedert sich in den links dargestellten Teil für die Veresterung und in den rechts dargestellten
Teil für die Alkoholaufarbeitung. Der Reaktor besteht aus den beiden Stufen K1, K2, welche zur Verdampfung
des bei der Reaktion entstehenden Wassers mit einer Beheizung ausgerüstet sind. Die zu veresternde Fettsäure
wird mittels Pumpe P1 zusammen mit einem alkalischen Katalysator über die Wärmeaustauscher W1 und W2, in
denen sie auf mehr als 200° C erhitzt wird, unter einem Druck von 11 bar in die Stufe K1 gedrückt. Dabei findet
in W1 im Gegenstrom ein Wärmeaustausch zwischen Fettsäure und dem aus der Stufe K2 des Reaktors mit der Veresterungstemperatur
von mehr als 200 C austretenden Ester statt. Die Fettsäure gelangt dann in den Kopf der
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Blatt 1(jtur,f?atentanmeidungO 4897 Patentabteilung
..Stufe K1, von wo sie im Gegenstrom zu den aufsteigenden
Alkoholdämpfen die Stufe K1 nach unten durchströmt. Die Verweilzeit in«der Stufe K1 ist so igewählt, daß an de-,
ren Austritt ein Ester-Fettsäuregemisch mit einer Säurezahl von etwa 8 anfällt. Dieses Gemisch wird dann über
das Entspannungsventil X2 von 11 bar auf 6 bar entspannt und in den Kopf der Stufe K2 aufgegeben. Die Stufe K2
wird von der Flüssigkeit wiederum im Gegenstrom zu dem aufsteigenden Alkohol-Wasser-Dampf durchströmt. Die Verweilzeit
in der Stufe K2 ist dergestalt gewählt, daß an deren Austritt ein Ester mit einer Säurezahl von weniger
als 0,5 anfällt. Der Ester wird im Wärmeaustauscher W1 abgekühlt, durch das Ventil X1 auf Atmosphärendruck entspannt
und schließlich als Fertigprodukt in das nicht dargestellte Tanklager geleitet.
Der flüssige Alkohol wird im Tank B2 gelagert. Mittels Pumpe P2 wird dieser im Wärmeaustauscher W4 im Gegenstrom
zu dem aus dem Kopf der Stufe K1 austretenden dampfförmigen, überhitzten Aikohol-Wasser-Gemisch erwärmt;
verdampft und überhitzt, wobei das aus der Stufe K1 austretende Dampfgemisch entsprechend abgekühlt, kondensiert
und unterkühlt wird. Um das Gleichgewicht der Reaktion möglichst schnell auf die Esterseite zu verschieben,
wird Alkohol im Überschuß und zwar je nach Qualität der eingesetzten Fettsäure mit einem Molverhältnis
von Alkohol zu Fettsäure von 1,2 : 1 bis 3 : 1 eingesetzt.
Die Verdampfung des Alkohols im Wärmeaus tausch'.mit dem
kondensierenden Alkohol-Wasser-Gemisch aus dem Kopf der Stufe K1 ist mit einem sehr guten Wirkungsgrad erst durch
die gewählten unterschiedlichen Drucke in den Stufen KV und K2 möglich, weil auf diese Weise ein relativ sehr gro-
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J fa Henkel & Cie GmbH
iBlatt' 1 fzuf Patentanmeldung D 4897 ·/ Patentabteilung
ßes Temperaturgefälle im Wärmeaustauscher W4 zur Verfügung steht.
Vor dem Einspeisen des Alkoholdampfes unten in die Stufe K2 wird dieser noch im Wärmeaustauscher W3 auf über
200° C überhitzt.
Der am Kopf der Stufe K2 mit etwa 6 bar austretende überhitzte Alkoholdampf, der das in dieser Stuft c, ittndene
* Reaktionswasser enthält, wird im Verdichter V auf 11 bar verdichtet und schließlich mittels Wärmeaustauscher W9
»uf die Veresterungstemperatur von mehr als ZGO^ C gebracht,
bevor er unten in die Stufe K1 eingeleitet wird.
Das aus der Stufe K1 austretende dampfförmige, überhitzte Alkohol-Wasser-Gemisch wird im Wärmeaustauscher W4
abgekühlt, kondensiert= unterkühlt und schließlich mittels Ventil X3 auf Atmosphärendruck entspannt und in den
Tank B1 geleitet.
Die Tanks BI, B2 dienen der Entkoppelung der Veresterung
von der Alkohol-Aufarbeitung, in welcher das bei der Veresterung entstehende Wasser von dem im stöchiometrisehen
Oberschuß im Kreislauf gefahrenen Alkohol getrennt wird.
Die Alkohol-Aufarbeitungsanlage besteht aus der Rektifiziersäule
K3 mit dem Sumpfverdampfer W7, dem Kopfkondensator W8 und dem Vorwärmer W6. Im Wärmeaustauscher W5 findet
eine Wärmerückgewinnung zwischen den ein- und austretender! Stoffen statt. Durch den Abscheider A1 wird aus der
Stufe K1 mitgerissene Fettsäure bzw. Ester aus dem Abwasser entfernt.
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Sr ψ- Henkel & Cie GmbH
Blatt 1 2zuf Patentanmeldung D 48 '7 Patentabteilung
Bekanntlich bilden fast alle Alkohole mit Wasser Azeotrope,
Die Aufarbeitung eines azeotropen Alkohol-Wasser-Gemisches in die reinen Komponenten Alkohol und V/asser
ist jedoch nur durch relativ aufwendige Verfahren möglich. Aus diesem Grund wird in der Aufarbeitung bewußt
auf die Herstellung eines reinen Alkohols verzichtet. Man arbeitet das Gemisch mir bis zum alkoholreichen Azeotrop
auf, welches dann zur Erzielung des erforderlichen Alkoholüberschusses an geeigneter Stelle in den Prozeß
zurückgeführt wird, so daß der relativ geringe Wassergehalt im Azeotrop auf den Fortgang der Veresterung praktisch
keinen Einfluß mehr hat.
Fällt bei der Veresterungsreaktion ein solches azeotropes Alkohol-Wasser-Gemisch an, dann ist es sinnvoll, das
oben gemäß Fig. 1 beschriebene Verfahren entsprechend Fig. 2 abzuändern. Es werden in beiden Darstellungen für
gleiche Aggregate die gleichen Bezeichnungen verwendet. Von dem Verfahren gemäß Fig. 1 unterscheidet sich das Verfahren
gemäß Fig. 2 dadurch, daß unten in die Niederdruckstufe K2 reiner, überhitzter Alkoholdampf genau im stöchiometrischen
Verhältnis zum gesamten bei der Veresterung umgesetzten Fettsäuremassenstrom eingeleitet wird, daß
das aus der Alkoholaufarbeitung kommende alkoholreiche, azeotrope Alkohol-Wasser-Gemisch im Tank B3 gesammelt und
von dort mittels der Pumpe P4 über den Wärmeaustauscher W4 auf ' »r Niederdruckseite des Verdichters V dem Veresterungsprozeß
wieder zugeführt wird. Zusammen mit dem am Kopf der Niederdruckstufe K2 abgezogenen Alkohol-Wasser-Gemisch
wird es dann verdichtet, auf Veresterungstemperatur gebracht und in die Hochdruckstufe K1 eingeleitet,
wo der relativ geringe Wasseranteil des Azeotrops auf den Fortgang der Veresterungsreaktion praktisch keinen Einfluß
mehr hat. Zusätzlich zu dem aus der zweiten Stufe
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Blatt 1 3zur Patentanmeldung D 48 97 Patentabteilung
kommenden Alkohpl soll mit dem im Kreislauf gefahrenen
azeotropen Gemisch der Stufe K1 maximal Alkohol im Molverhältnis Alkohol zu Fettsäure von 2:1, bezogen auf
den in der ersten Stufe eingesetzten Fettsäuremassenstrom zugeführt werden, um den zur schnellen Verschiebung
des Reaktionsgleichgewichtes auf die Esterseite erforderlichen Alkoholüberschuß zu erzielen.
.Die Aufbereitungsanlage für Alkohol entspricht im wesentlichen
derjenigen in Fig. 1, wobei allerdings die speziellen Anforderungen hinsichtlich der Aufarbeitung
des Alkohol-Wasser-Gemisches bis zum alkoholreichen Azeo trop berücksichtigt werden müssen.
Eine gewisse Vereinfachung des Verfahrens läßt sich dadurch erzielen, daß man die Veresterung statt bei zwei
verschiedenen lediglich bei einem Druck zwischen 2 bis 30 bar durchführt. Allerdings treten die dargestellten
Vorteile des Zweidruckverfahrens in etwas geringerem Maße in Erscheinung.
Anstelle der beiden Reaktionsbehälter K1 und K2 kann in diesem Falle ein einziger Reaktor verwendet werden, der
so ausgelegt sein muß, daß die Verweilzeit des flüssigen Reaktionspartners ausreicht, um die Veresterung bis
zu einer Säurezahl von weniger als 0,5 durchzuführen. Der Verdichter V entfällt. Allerdings kann dann aufgrund
der fehlenden Druck- und damit Temperaturdifferenz im
Wärmeaustauscher W4 die vorhandene Wärmeenergie des am Kopf des Reaktors anfallenden Alkohol-Wasser-Gemisches
nur begrenzt zurückgewonnen werden. Dies hat zur Folge, daß das Kopfprodukt vor der Entspannung in den Tank B1
zusätzlich mit Kühlwasser kondensiert und urtterkühlt und außerdem der dem Reaktor zugeführte Alkohol, gegebenen-
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Henkel &Ciö GmbH
glatt 1 4*ur Patentanmeldung D 48 97 Patentabteilung
falls .auch das im Kreislauf gefahrene Alkohol-Wasser-Gemisch,
hinter W4 in zusätzlichen Wärmeaustauschern verdampft und überhitzt werden muß.
Für den Fall, daß bei der Veresterung ein azeotropes Alkohol-Wasser-Gemisch anfällt, teilt man den Reaktor
zweckmäßigerweise in zwei Reaktionszonen auf, der Vorveresterungszone und der Endveresterungszone. In die
Endveresterungszone, in welcher bis zu einer Säurezahl von weniger als 0,5 verestert wird, leitet man reinen
Alkoholdampf im stöchiometrischen Verhältnis zum gesamten
bei der Veresterung umgesetzten Fettsäuremassenstrom ein. Das im Kreislauf gefahrene alkoholreiche azeotrope
Alkohol-Wasser-Gemisch aus der Alkoholaufbereitungsanlage führt man dem Prozeß unterhalb der Vorveresterungsstufe
zu, maximal im Molverhältnis Alkohol zu Fettsäure von 2 : 1 bezogen auf den insgesamt umgesetzten
Fettsäuremassenstrom.
Dabei ist die Verweilzeit in der Vorveresterungsstufe so zu bemessen, daß an deren Austritt je nach Art der
eingesetzten Fettsäure Säurezahlen zwischen 5 und 20 erzielt werden. Dadurch ist gewährleistet, daß der im
azeotropen Gemisch und im aus der Endveresterungszone austretenden Alkohol-Wasser-Dampfgemisch enthaltene
Wasseranteil praktisch keinen Einfluß auf den Fortgang der Veresterungsreaktion hat.
Die übrigen Verfahrensschritte sowie die Alkoholaufarbeitung entsprechen den anhand Fig. 1 und Fig. 2 beschriebenen
Verfahren.
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Henkel & GIe GmbH
Patentabteilung Blatt ι 5 zur Patentanmeldung D 4897 ? R Q 3 1 9 5
AS"
, . ν !,an-ir fpip. 41 für eine
Der erfindur.gsgemülJe Reaktionsbehälter IUg. '
Stufe' ist als Glockonbodenkolonne .It «ndester.s 5 Ddden
ausgebildet. Die gesamte von den Clock.» 11 Cri«. ,b.e)
auf dem Boden 12 eingenommene Fläche 13 beträgt SO . der ,wischen dem Zulaufwehr 14 und dem Ablaufwehr ,a
liegenden Bod.nfl.ch.. Das Verhältnis von der Hh 16 tot
GIoLn 11 zum Durchmesser 17 der Glocken 11 betragt , : 1
In den Glocken 11 sin* 8 Bohrungen 18 mit Durchmessern
von 4 vm auf dem Umfang der Glocken 11 gleichmäßig «r f umordnet. Diese Bohrungen 18 befinden sich in ,0 mm Hohe
«%er dem Boden 12. Die Durchtrittsfläche durch dl. Bn
' ^n 18 für den Dampf beträgt 1,2 I bezogen auf den f,« η
Kolonnenquerschnitt. Die Höhe 20 des Abl.ufr.hr.. 19b.
S trägt 90 ». Das Verhältnis von der Höhe 20 des Ablauf
rohr.. 19 zur Höhe 22 des Glockenhalses 23 betragt 2.1.
In einer besonderer. Ausgestaltur.s der Glocken 11
sind anstelle der Bohrungen 18 in der Glocke 11 in der Na
he des Bodens ,2 4 senkrecht stehende SchHt« 18a von
3 mm Breite und 15 mm Höhe vorgesehen.
Die Zu- und Ablaufwehre 14, 15 (Fig. 3a) «eisen eine Höhe auf, welche größer ist als die Höhe 20 des Auslaufrohres
,9, wodurch der Flüssigkeitsstand auf dem Boden 12 *«»"
.irt. Die Wehre 14, 15 besitzen ferner in der Nahe des Bodens
12 Schlitze 21 .
Bei einer Ausführung der Böden mit Durchmessern von mehr
als 300 mm ist jeweils in dem Glockenhals 23 (Fig- 3d) ei-•
ne Bohrung 26 von 2 bis 10 mm vorgesehen. Der hierdurch bewirkte trockene Druckverlust ist mindestens doppelt so groß
wie der hydrostatische Höhenunterschied der Flüssigkeit zwischen Zulauf und Ablauf und beträgt mindestans etwa
bis 20 mm WS.
Eine andere Möglichkeit, den erforderlichen trockenen Druckverlust
zu bewirken ist in Fig, 3c dargestellt. Dort ist der Abstand 25 zwischen der Oberkante des Glockenhalses 23 und
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Blatt 1 6 zur Patentanmeldung D 4897
der Glocke 11 1 bis 3 mm groß,
Henkel &Gie GmbH
Patentabteilung :
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Henkel &Cie GmbH
Blatt-'f^zur,Patentanmeldung D 4897 Patentabteilung
*· Unter Verwendung einer Reaktionskolonne gemäß Fig. 4
ff* , ,, ' fflit einem inneren Durchmesser von 213 mm und 12 Glok-
IJf; ■ , kenböden entsprechend Fig. 3a, 3b, 3c wurde das Verjj
■ "' ' fahren wie folgt betrieben:
Ein Fettsäuregemisch, bestehend aus C16- und C18- Fett-
Ϊ saure mit einer Säurezahl (SZ) von ca. 200, wurde auf den
J ersten, d. h. obersten Kolonnenboden flüssig aufgegeben.
V In der Fettsäure war der Katalysator, in Methanol gelöste
Kalilauge, homogen verteilt. Das Methanol wurde unterhalb
des zwölften, des untersten
Bodens, im überhitzten dampfförmigen Zustand zugeführt
so daß die Fettsäure im Gegenstrom zum in der Kolonne aufsteigenden Methanol verestert wurde. Um die Reaktion
möglichst schnell auf die Esterseite zu verschieben, wurde bei den Versuchen ein Molverhältnis Alkohol
zu Fettsäure von 3 : 1, bezogen auf den zu Beginn der Reaktion eingesetzten Fettsäuremassenstrom, gefahren.
Das bei der Reaktion nicht umgesetzte Methanol wurde
zusammen mit dem bei der Reaktion entstandenen Wasser dampfförmig am Kolonnenkopf, der Ester aus dem Kolonnensumpf
abgezogen.
?ur Deckung der Wär.everluste und zur Verdauung des
bex der Reaktion entstandenen Wassers war die Kolonne W"T elel<trischen Beheizung ausgerüstet. Bei den
nachstehend aufgeführten Versuchen wurden außer dem Reakuonsdruck
alle anderen VersuchsparaMter konstant ge-
- 18 609831/0936
ßlaiti1|ß zur Patentanmeldung D 4897
Die Betriebsdaten waren: Fettsäure-Volumenstrom
Methanol-Volumenstrom Veresterungstemperatur , Katalysatorkonzentration
80 l/h ) ., , u«,* ·
' Molverhältnis
30 l/h ) 1:3 240° C
0,065 Gew.-I KOH bezogen auf die Fettsäure
Die nachfolgend angegebenen Säurezahlen gelten für den aus dem Sumpf der Kolonne abgezogenen Ester und wurden
gemessen, nachdem sich in der Kolonne ein Gleichgewichtszustand eingestellt hatte und die stündlich gemessenen
Säurezahlen über einen Zeitraum von 3 Stunden konstant geblieben waren.
Versuchsserie A: Ausgangssäurezahl der Fettsäure SZ = 200
Versuch A 1:
Reaktionsdruck 11 bar ergibt im Sumpf eine Säurezahl von 8,0.
Versuch Λ 2: Reaktionsdruck. 6 bar ergibt im Sumpf eine Säurezahl von 30,9.
Versuchsserie B: Ausgangssäurezahl des Fettsäure-Ester-Ge misches SZ = 12; das Einsatzmaterial wur
de in der Versuchsserie A unter den glei chen Versuchsbedingungen bereits vorverestert.
Versuch B 1: Reaktionsdruck 11 bar ergibt im Sumpf eine Säurezahl von 0,2.
Versuch B 2:
Reaktionsdruck 6 bar ergibt im Sumpf eine Säurezahl von 0,08.
- 19
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Blatt 1 9iur Patentanmeldung D 4897
Henke! &Cie GmbH
Bei einem Vergleich der Versuchsserie A mit der Versuchsserie B wird deutlich, daß die Vorveresterung
im Säurezahlbereich 2OQ>SZ>12 bis 8 bei dem höheren
Druck von 11 bar schneller abläuft als beim niedrigeren Druck von 6 bar, während es bei der Endveresterung
im Säurezahlbereich 12 bis 8>SZ>0,1 genau umgekehrt
ist. Hierdurch kommt'auch der Vorteil des Zweidruckprinzips zum Ausdruck. Je niedriger άίκ- %c-f-rderte
Endsäurezahl ist, um so vorteilhafter wird es, den Druck in der Endveresterungsstufe abzusenken.
2. Unter Verwendung der gleichen Glockenbodenkolonne wie in Fig. 4 wurde das Verfahren-gemäß Fig. 2 wie folgt
betrieben:
Myristinsäure (SZ = 237) wurde mit isopropanol zu Isopropylmyristat
(IPM) verestert. Analog zu den beschriebenen Versuchen zur Herstellung von Methylester wurden
für IPM folgende Ergebnisse erzielt.
Fettsäure-Volumenstrom
l/h")
Isopropanolazeotrop-Volumenstrom 29,6 l/h Γ Molv(;rhalt~
-^ nis \ j. '. 3
(87,8 Gew.-$ Isopropanol, 12,2 Gew.-% Wasser)
Veresterungstemperatur
Katalysatorkonzentration
24O0C
0,1 Gew,-!i KOH bezogen auf
die Fettsäure
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Henkel &Cie GmbH
Blatt 2Q<wr Patentanmeldung D 4 8ί 7 Patentabteilung
Versuch C 1: Reaktionsdruck 11 bar ergibt im Sumpf eine Säurezahl von 12.
Versuch C 2: Reaktionsdruck 6 bar ergibt im Sumpf eine Säurezahl von 40.
Ausgangssäurezahl des Fettsäure-Ester-Gemisches SZ = 20 Fettsäurevolumenstrom 30 l/h 1 Molverhgltnis
Isopropanol-Volumenstrom 8,7 1/hJ 1 : 1
Veresterungstemperatur 24O0C Katalysatorkonzentration o,1 Gew.-% KOH
( bezogen auf die in der Vorveresterung eingesetzten Fettsäuren mit SZ = 237)
Versuch D 1: Reaktionsdruck 11 bar ergibt im Sumpf eine Säurezahl von 0,5.
Versuch D 2: Reaktionsdruck 6 bar ergibt im Sumpf eine Säurezahl von 0,1.
Bei der Vorveresterung tidrkt der höhere Druck reaktionsbeschleunigend.
Bei der Endveresterung ist dies umgekehrt Die Vorveresterung kann mit Azeotropdampf und die Endveresterung
mit dem stöchiometrisch umgesetzten Isopropanoldampfmengenstrom
durchgeführt werden.
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Henkel & Cie GmbH
Blatt 2 kür Patentanmeldung D 4897 Patentabteilung
Durch die Abstufung der Betriebsdrücke in den beiden Stufen K1 und K2 kann die fühlbare und die latente Wärme des
aus der Stufe K1 oben austretenden Alkohol-Wasser-Dampfes weitgehend zur Erwärmung und Überhitzung sowohl des in die
Stufe Kl als auch in die Stufe K1 unten eingeleiteten Alkoholdampfes
verwendet werden«
Bei gleichem Druck in den Stufen K1 und K2 ist die hierfür
zur Verfügung stehende Temperaturdifferenz geringer.
609831/0936 - 22 -
Claims (1)
- Henkel & CIe GmbHBlatt 2 2zur Patentanmeldung P 4 897 PatentabteilungPatentansprücheΊ. Verfahren zur kontinuierlichen Veresterung von Fettsäu-'"" 'ten mit Alkoholen im Gegenstrom in Gegenwart eines Katalysators, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktion in zwei Stufen bei einem Druck von 2 bis 30 bar sowie einer Temperatur von mehr als 200° C durchgeführt wird, wobei die Veresterung in der ersten Stufe zunächst bis zu einer Säurezahl von 10 bis 5 und anschließend in der zweiten Stufe bis zu einer Säurezahl von weniger als 0,5 verläuft und wobei ferner in die erste Stufe Alkohol-Wasser-Dampf, gegebenenfalls Alkohol-Wasser-Azeotropdampf mit einem Molverhältnis \on Alkohol zu Fettsäure von 152 : 1 bis 5 : 1 und in die zweite Stufe reiner Alkoholdampf in einem MolveThältnis von Alkohol zu Fettsäure von 1 : 1 bis 3 : 1 eingeleitet wird.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck in der ersten Stufe 5 bis 30 bar und in der zweiten Stufe 2 bis 9 bar beträgt, wobei jedoch der-Druck in der ersten Stufe stets größer ist als der Druck in der zweiten Stufe.3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in die zweite Stufe reiner Alkoholdampf im stöchiometrischen Verhältnis zu der Fettsäure eingeleitet wird.- 23 609831 /0936Henkel &Cie GmbHα g g η Pßtentablellung4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Katalysator NaOH öder KoH verwendet werden,5. Vorrichtung, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4 mit Reaktionsbehältern in Rin- oder Mehrzahl, Wärmeaustauschern, Laßerbehältern, Rohrleitungen, Förderpumpen sowie einer Alkoholaufarbeitungsanlage, dadurch gekcnnzeichent, daß die Reaktionsbehälter für die beiden Veresterungsstufen K1, K2 als Glok-e kenbodenkolonnen mit mindestens je 5 Böden 12 ausgebildet sind, wobei die gesamte von den Glocken 11 auf einem Boden 12 eingenommene Fläche 13 2.0 bis 40 % der zwischen dem Zulaufwehr 14 und dem Ablaufwehr 15 liegenden Fläche des Bodens 12 beträgt, daß das Verhältnis von der Höhe 16 der Glocken 11 zum Durchmesser 17 der Glocken 11 mindestens 3 : 1 beträgt, daß 'das Verhältnis der Dampfdurchtrittsfläche durch die auf den Boden 12 aufgesetzten Glocken 11 bezogen auf den fi-eien Kolonnenquerschnitt 0,3 bis 1,6 % beträgt, die auf mindestens je 4 Bohrungen 18 pro Glocke 11 mit Durchmessern von 2 bis 5 mm verteilt sind, welche sich auf dem Umfang der Glocken 11 in 5 bis 10 mm Höhe über dem Boden 12 befinden, d*ß die Höhe 20 des Auslaufrohres 19 mindestens 80 mm beträgt und daß das Verhältnis von der Höhe 20 des Auslaufrohres 19 zur Höhe 22 des Glockenhalses 231:1 bis 3:1, vorzugsweise 2 : 1 beträgt.6, Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß anstelle der Bohrungen 18 in der Glocke 11 in der Nähe des Bodens 12 mindestens 4 im wesentlichen- 24 609831 /09362 4 zur Patentanmeldung D 4 8 97Henkel & Ck GmbHPatentabteilung2503119,5senkrecht stehende Schlitze 18a von 2 bis 5 mm Breir te und 5 bis 20 mm Höhe vorgesehen sind.7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zu- und Ablaufwehre 14, 15 mindestens'die Höhe 20 des den Flüssigkeitsstand bewirkenden Auslaufrohres aufweisen sowie in der Nähe des Bodens 12 Schlitze besitzen.Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 f dadurch gekennzeichnet, daß im Glockenhals 23 eine Blende 26 mit einer Bohrung von 2 bis 10 mrn vorhanden ist.215 bis9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche! 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen der Oberkante des Glockenhalses 23 und dem Oberteil ddr Glokke 11 1 bis 3 mm beträgt.609831 /0936
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