DE2510488C3 - Hydraulische Blechbiegepresse - Google Patents
Hydraulische BlechbiegepresseInfo
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Description
gangs beschriebenen Verschleißerscheinungen am Oberwerkzeug und am Unterwerkzeug im Bereich der
in dem Werkzeug liegenden Kanten der zu biegenden Bleche praktisch nicht mehr auftreten. Darüber hinaus
ist ohne weiteres durch Verstellung des Unterwerkzeuges am Unterwerkzeugholm einerseits eine Adaption
der Werkzeuge auf unterschiedliche Blechdicke und gleichzeitig eine Einstellung der Werkzeuge auf
unterschiedliche Krümmungsradien der herzustellenden Randkriimm^ngen möglich. So kann eine erfindungsgemäße
Blechbiegepresse mit einer einzigen Werkzeugausrüstung aus Oberwerkzeug und Unterwerkzeug ein
sehr breites Spektrum von unterschiedlichen Krümmungsradien herzustellender Rohre abdecken.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung
ausführlicher erläutert. Es zeigt in schematischer Darstellung
F i g. 1 einen Ausschnitt aus einer hydraulischen Blechbiegepresse beim Biegevorgang,
F i g. 2 einen vergrößerten Ausschnitt aus dem Gegenstand nach F i g. 1 und
Fig.3 den Ausschnitt gemäß Fig.2 bei anderer
Einstellung der Werkzeuge.
Die in den Figuren dargestellte hydraulische Blechbiegepresse dient zum Anbiegen von Randkrümmungen
an Blechrändern. Es mag sich um eine Rohrform Anbiegepresse handeln. Zur dargestellten Blechbiegepresse
gehören neben dem nur angedeuteten Pressenrahmen 1 hauptsächlich
Oberwerkzeugholm 2,
Unterwerkzeugholm 3,
die daran angeschlossenen Werkzeuge 4,5 und
die mit Klemmbalken 6, 7 ausgerüstete Halte- und gegebenenfalls Führungseinrichtung für ein zu
biegendes Blech 8.
Die Werkzeuge 4, 5 bestehen jeweils aus Oberwerkzeug 4 und Unterwerkzeug 5. Das Oberwerkzeug 4 ist
ein Formwerkzeug. Das bedeutet, daß es eine der herzustellenden Randkrümmung 9 entsprechende, konvexe
Biegefläche 10 aufweist. Das Unterwerkzeug 5 ist am Unterwerkzeugholm 3 orthogonal zur Biegeachse
11 einstellbar, was durch Doppelpfeil 12 angedeutet ist. Die Biegeachse 11 ist in den Figuren als Punkt
' angedeutet und steht senkrecht auf der Zeichenebene.
Erfindungs^emäß besitzt das Unterwerkzeug 5 eine
Erfindungs^emäß besitzt das Unterwerkzeug 5 eine
ίο konvexe Biegefläche 13. Es ist beim Biegevorgang in
bezug auf das Oberwerkzeug 4 so eingestellt — und folglich so einstellbar —, daß im Bereich der Kante 14
des zu biegenden Bleches 8 die orthogonal zur Biegeachse 11 angelegten Tangenten 15, 16 an die
Biegefläche 10 des Oberwerkzeuges 4 einerseits, an die Biegefläche 13 des Unterwerkzeuges 5 andererseits,
zueinander parallel verlaufen. Das erkennt man insbesondere in den F i g. 2 und 3. Gleichzeitig ist in
diesen Figuren durch Doppelpfeil 17 angedeutet, wie das Unterwerkzeug 5 zusätzlich einstellbar ist. Es ist im
Ausführungsbeispiel also nicht nur orthogonal zur Biegeachse horizontal in Richtung des Doppelpfeils 12
einstellbar, sondern auch vertikal. Im allgemeinen ist jedoch die horizontale Einstellbarkeit ausreichend, da
die vertikale Einstellung gleichsam mit dem Pressenhub erfolgt, der durch den Pfeil 18 gekennzeichnet ist.
Im Ausführungsbeispiel, aber nicht beschränkend, ist die Anordnung im übrigen so getroffen, daß die
Biegefläche 10 des Oberwerkzeuges 4 und die 13 des Unterwerkzeuges 5 zueinander im wesentlichen invers
verlaufen. Darunter wird verstanden, daß diese Biegeflächen 10, 13 bis auf die Richtung der Krümmungsradien,
zumindest in dem Bereich, in dem die Werkzeuge 4,5 unter Zwischenschaltung des zu biegenden Bleches
8 miteinander Wechselwirken, gleich sind. Oberwerkzeug 4 und Unterwerkzeug 5 erstrecken sich über die
gesamte Länge des zu biegenden Bleches 8 bzw. des anzubiegenden Blechrandes, und zwar mit oder ohne
Unterbrechung.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Hydraulische Blechbiegepresse zum Anbiegen von Randkrümmungen an Blechränder, insbesondere
Rohrform-Anbiegepresse, mit Oberwerkzeugholm, Unterwerkzeugholm, daran angeschlossenen
Werkzeugen und mit Klemmbalken ausgerüsteter Halte- und gegebenenfalls Führungseinrichtung für
ein zu biegendes Blech, — wobei die Werkzeuge jeweils aus Oberwerkzeug und Unterwerkzeug
bestehen, das Oberwerkzeug als Formwerkzeug mit der herzustellenden Krümmung entsprechender
konvexer Biegefläche ausgeführt und das Unterwerkzeug am Unterwerkzeugholm orthogonal zur
Biegeachse einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Unterwerkzeug (5) eine konvexe Biegefläche (13) aufweist und beim Biegevorgang in bezug auf das Oberwerkzeug (4) so
eingestellt ist, daß im Bereich der Kante (14) des zu biegenden Bleches (8) die orthogonal zur Biegeachse
(11) angelegten Tangenten (15, 16) an die Biegefläche (10) des Oberwerkzeuges (6) einerseits, an die
Biegefläche (13) des Unterwerkzeuges (5) andererseits zueinander im wesentlichen parallel verlaufen.
2. Blechbiegepresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Biegefläche (10) des
Oberwerkzeuges (6) und die (13) des Unterwerkzeuges (5) zueinander im wesentlichen invers verlaufen.
Die Erfindung bezieht sich gattungsmäßig auf eine hydraulische Blechbiegepresse zum Anbiegen von
Randkrümmungen an Blechränder, insbesondere auf eine Rohrform-Anbiegepresse mit
Oberwerkzeugholm,
Unterwerkzeugholm,
daran angeschlossenen Werkzeugen und
mit Klemmbalken ausgerüsteter Halte- und gegebenenfalls Führungseinrichtung für ein zu biegendes Blech,
Unterwerkzeugholm,
daran angeschlossenen Werkzeugen und
mit Klemmbalken ausgerüsteter Halte- und gegebenenfalls Führungseinrichtung für ein zu biegendes Blech,
wobei die Werkzeuge jeweils aus Oberwerkzeug und Unterwerkzeug bestehen, das Oberwerkzeug als Formwerkzeug
mit der herzustellenden Randkrümmung entsprechenden konvexer Biegefläche ausgeführt und
das Unterwerkzeug am Unterwerkzeugholm orthogonal zur Biegeachse einstellbar ist. Formwerkzeug mit
Biegefläche meint, daß das Werkzeug, wie eine Form, die Gestalt der anzubiegenden Randkrümmung bestimmt.
Einer der Holme (Oberwerkzeugholm oder Unterwerkzeugholm) ist bei derartigen Blechbiegepressen
Laufholm, der andere Festholm. Rohrform-Anbiegepressen werden bei der Herstellung von kaltgepreßten,
geschweißten Rohren eingesetzt. Tatsächlich werden bei einem solchen Herstellungsverfahren
zunächst die Blechränder in der beschriebenen Weise angebogen, und danach werden die angebogenen
Bleche mehr oder weniger U-förmig durchgebogen. Im Anschluß daran erfolgt das Schließen zur Rohrform mit
nachfolgendem Schweißen od. dgl.
Bei den bekannten gattungsgemäßen Blechbiegepressen (vgl. E. Müller, »Hydraulische Pressen und
Druckflüssigkeitsanlagen«, Band 2, 1955, Seite 53, Abb. 45) ist auch das Unterwerkzeug ein Formwerkzeug und
folglich mit der herzustellenden Randkrümmung entsprechender Biegeflächen versehen, die jedoch, weil sie
der des Oberwerkzeuges folgt, aber an der anderen Seite des zu biegenden Bleches angreift, konkav ist Das
S gebogene Blech liegt in dem so zwischen Oberwerkzeug und Unterwerkzeug definierten Fonnraum. Die Einstellung
des Unterwerkzeuges orthogonal zur Biegeachse am Unterwerkzeugholm erfolgt in Abhängigkeit von
der Blechdicke. Das alles hat sich mehr oder weniger bewährt, nachteilig ist jedoch, daß in dem Bereich, in
dem die Kante der zu biegenden Bleche beim Biegevorgang zwischen Oberwerkzeug und Unterwerkzeug
liegt, in erheblichem Maße Verschleiß auftritt, daß darüber hinaus die beschriebene Einstellung des
Unterwerkzeuges am Unterwerkzeugholm orthogonal zur Biegeachse bei der Herstellung von Rohren
unterschiedlichen Durchmessers nicht ausreicht, um ein
weites Spektrum von Rohrdurchmessern ohne Werkzeugaustausch zu beherrschen. Es müssen daher die
bekannten gattungsgemäßen Rohrform-Anbiegepressen mit einer Mehrzahl von Werkzeugpaaren aus
jeweils Oberwerkzeug und Unterwerkzeug ausgerüstet werden, wenn Rohre unterschiedlichen Durchmessers
hergestellt werden sollen.
In einer älteren Anmeldung (DE-OS 23 52 573), die ebenfalls eine gattungsgemäße Blechbiegepresse betrifft,
ist im übrigen vorgeschlagen worden, die Anordnung so zu treffen, daß die Kontur des
Oberwerkzeuges und die Kontur des Unterwerkzeuges im wesentlichen ein und derselbe Ausschnitt einer
Kreisebolvente sind. Dadurch wird angestrebt, ohne Werkzeugwechsel verschiedene Blechdicken und verschiedene
Anbiegekrümmungen bewältigen zu können. Das mag für ein mehr oder weniger breites Spektrum
von unterschiedlichen Durchmessern herzustellender Rohre gelingen. Störender Verschleiß an den Werkzeugen
und im Bereich der Kanten der zu biegenden Bleche muß jedoch in Kauf genommen werden.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Blechbiegepresse so weiter auszubilden, daß an den Werkzeugen der beschriebene und störende Verschleiß im Bereich der Kanten der zu biegenden Bleche nicht mehr auftritt, daß darüber hinaus über ein sehr weites Spektrum von Durchmessern herzustellender Rohre mit den gleichen Werkzeugen gearbeitet werden kann.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Blechbiegepresse so weiter auszubilden, daß an den Werkzeugen der beschriebene und störende Verschleiß im Bereich der Kanten der zu biegenden Bleche nicht mehr auftritt, daß darüber hinaus über ein sehr weites Spektrum von Durchmessern herzustellender Rohre mit den gleichen Werkzeugen gearbeitet werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, daß bei einer gattungsgemäßen hydraulischen Blechbiegepresse
das Unterwerkzeug eine konvexe Biegefläche
so aufweist und beim Biegevorgang in bezug auf das Oberwerkzeug so eingestellt ist, daß im Bereich der
Kante des zu biegenden Bleches die orthogonal zur Biegeachse angelegten Tangenten an die Biegefläche
des Oberwerkzeuges einerseits, an die Biegefläche des Unterwerkzeuges andererseits zueinander im wesentlichen
parallel verlaufen. Das Unterwerkzeug ist bei einer erfindungsgemäßen Blechbiegepresse folglich kein
Formwerkzeug mehr, es ist gleichsam zu einem Biegebalken geworden, der gegen das Oberwerkzeug
als formendes Widerlager arbeitet. Nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung ist die Anordnung so
getroffen, daß die Biegefläche des Oberwerkzeuges und die des Unterwerkzeuges zueinander im Arbeitsbereich
im wesentlichen invers verlaufen. Darunter wird verstanden, daß dis Biegeflächen, bis auf die Richtung
der Krümmungsradien, praktisch gleich ausgeführt sind.
Die erreichten Vorteil sind darin zu sehen, daß bei
einer erfindungseemäßen Blechbiegepresse die ein-
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752510488 DE2510488C3 (de) | 1975-03-11 | Hydraulische Blechbiegepresse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752510488 DE2510488C3 (de) | 1975-03-11 | Hydraulische Blechbiegepresse |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2510488A1 DE2510488A1 (de) | 1976-09-23 |
| DE2510488B2 DE2510488B2 (de) | 1977-06-30 |
| DE2510488C3 true DE2510488C3 (de) | 1978-02-16 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102007012316A1 (de) | 2007-03-09 | 2008-09-11 | Europipe Gmbh | Verfahren und Anbiegepresse zum Anbiegen der Randstreifen eines zu einem Schlitzrohr zu formenden Bleches |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102007012316A1 (de) | 2007-03-09 | 2008-09-11 | Europipe Gmbh | Verfahren und Anbiegepresse zum Anbiegen der Randstreifen eines zu einem Schlitzrohr zu formenden Bleches |
| DE102007012316B4 (de) * | 2007-03-09 | 2009-02-26 | Europipe Gmbh | Verfahren und Anbiegepresse zum Anbiegen der Randstreifen eines zu einem Schlitzrohr zu formenden ebenen Bleches |
| DE102007012316B9 (de) * | 2007-03-09 | 2009-06-10 | Europipe Gmbh | Verfahren und Anbiegepresse zum Anbiegen der Randstreifen eines zu einem Schlitzrohr zu formenden ebenen Bleches |
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